Einzelbild herunterladen

Yak. Hebet bte näheren Bedingungen tmb 6le weiter beabsichtigte Entwicklung des Unter­nehmens können erst nach Beendigung der Ver­handlungen Mitteilungen gemacht werden. Wie wir zuverlässig erfahren, beträgt die Abfindung für den gesamten Omnibusbetrieb einschließlich des Wagenparks usw. rund 750 000 Mk.

Oberheffen.

Voranschlagsberatung in Alsfeld.

fe* AlSfeld. 10. April. Sn der gestrigen Stadtvorstandssitzung befaßte man sich ausschließlich mit der Voranschlagsbera­tung. Zunächst gelangte der Voranschlag des städtischen Schlachthofes für das Rechnungsjahr 1929 zur Vorlage. Dieser schließt im Betrieb in Einnahme und Ausgabe mit 23 308,73 Mk. ab und weist in seinen einzelnen Ansätzen gegen das Vorjahr keine wesentlichen Aenderungen auf. Wie der Vorsitzende mitteilte, ist der Betrieb des Schlachthofes in den letzten Sahren hinsichtlich der Zahl der Schlachtungen nicht unwesentlich gestiegen. Die Gebührensätze bleiben unverändert. Sn der Dermögensrechnung sind für den Erneuerungsfonds nur 1400 Mk. vorgesehen, während nach einer regelrechten Ab­schreibung hier 5860 Mk. in Ansatz gebracht wer­den müßten, wodurch sich aber für die Be­triebsrechnung eine nicht gedeckte Mehrausgabe von 4460 Mk. gegenüber der Einnahme ergeben würde. Da das Ministerium im vorigen Sahre eine Gebührenerhöhung nicht genehmigt hat, muhte der Grneuerungsfonds dementsprechend ge­kürzt werden. Der Voranschlag wurde in der vorgelegten Fassung entsprechend dem Vorschläge der Finanzkommission ohne Aussprache ge­nehmigt.

Dann folgte die Beratung des Voran­schlags der Stadt-, Hospital- und Armenkasse für das Rechnungsjahr 1 92 9. Dieser schließt für den Betrieb in Ein­nahme und Ausgabe mit 558140 Mk., gegenüber 530 121 Mk. int Vorjahre ab. Die Vermö­gensabteilung für den Voranschlag des Rj. 1929 schließt mit 79 430 Mk. gegenüber 135 226 Mark im Vorjahre. Wie der Vorsitzende in seinen allgemeinen Ausführungen zu dem Voranschlag bemerkte, ist dieser ohne daß eine Er­höhung der Umlagen notwendig wird, aufgestellt. Obwohl die laufenden Aus­gaben allein bei den Hauptrubriken 22 (Allge­meine Verwaltung), 27 (Armenpflege (Stra­ßen), 35 (Kanäle) zusammen um rund 28 000 Mk. gestiegen sind, konnte diese Erhöhung doch wieder im wesentlichen ausgeglichen werden Lurch erhöhte Einnahmen bei verschiedenen Rubriken: so erhöhte sich die Einnahmeseite bei Rubrik 1 (Rechnungsrest) um 7348 Mk. gegen­über dem vorjährigen Voranschlag infolge des günstigen Rechnungsabschlusses vom Sahre 1927; bei Rubrik 4 (Waldungen) erhöhte sich die Ein­nahme um 5289 Mk.; bei Rubrik 49 (Anteile aus Reichssteuern) konnten 7185 Mk. mehr in An­satz gebracht werden; bei Rubrik 61 (Gemeinde­umlagen) konnte nach den Erfahrungen der letzten Sahre die Ausgabe für Steuererlässe um 5000 Mark herabgesetzt werden. An Kanalbenutzungs­gebühren ist infolge der erweiterten Kanalisation eine Mehreinnahme von 3000 Mk. vorgesehen; insgesamt sind für Kanalbenuhungsgebühren 10 000 Mk. eingestellt. Beachtenswert ist die Summe im städtischen Voranschlag, welche die Stadt für Schulzwecke insgesamt aufwendet; sie beträgt 71 640 Mk. (im Vorjahr 71 689 Mk.). Für die Vermögensabteilung ist im Rechnungs­jahr 1929 für Bauten nichts vorgesehen, da die Stadt in der nächsten Zeit ihr Hauptaugenmerk darauf richten muh, die begonnene, bereits teil­weise durchgeführte allgemeine Kanalisation zu Ende zu führen, wofür noch erhebliche Mittel aufzuwenden sind. Für die im Rechnungsjahr 1929 auszuführenden Kanalbauarbeiten ist ein Betrag von 30 000 Mk. vorgesehen; für Her­stellung und Reupflasterung von Straßen infolge Kanalisierung 37 590 Mk., für Herstellung eines erhöhten Bürgersteigs in der Alicenstraße vom Lieden- bis zum Zellerweg 4350 Mk. Bei der Einzelberatung wurde ein von sozialdemokratischer Seite gestellter Antrag bei der Rubrik Licht- und Kraftversorgung auf Herabsetzung des Lichtstrom­preises von 50 auf 45 Pf. für die Kilowattstunde abgelehnt, ebenso ein weiterer sozialdemokratischer Antrag auf Aufhebung der Bestimmung über Zah­lung einer Mindestgebühr für den Verbrauch von 30 Kilowattstunden pro Sahr für die Kleinkraft­zähler. Die Beratung des Voranschlags ergab, daß an den einzelnen Rubriken keine Aenderung vorgenommen wurde. Bei der Schlußabstimmung wurde der Voranschlag der Stadt-, Hospital- und Armenkasse für das Rj. 1929 gegen fünf sozialdemokratische Stimmen an­genommen. Ohne Aussprache wurde alsdann noch der Voranschlag des Hospital- und Armen­fonds für das Rj. 1929 genehmigt. Die Fest­setzung der Steuerausschlagsähe erfolgt in einer späteren Sitzung, sobald die Gemeinde­steuerkapitalien vom Finanzamt festgestellt sind. Der Hmlagenbedarf wurde in derselben Höhe wie im vorjährigen Voranschlag auf 123 000 Mark festgesetzt.

Landkreis Gießen.

L Heuchelheim, 10. April. Am Sonntag nachmittag sand hier in Gegenwart vieler Ein­wohner die Frühjahrsbezirksübung des Arbeiter-Samariter-Dundes statt. Es traten an die Kolonnen Gießen, Wieseck, Krofdorf, Lollar, Watzenborn-Steinberg, Garbenteich, Gro- hen-Linden und Heuchelheim mit 80 Samaritern und 20 Samariterinnen. Unter der Leitung des Dezirkstechnikers W i l l i W e l l e r (Wieseck) fan­den die Hebungen statt, denen folgende Aufgaben zugrunde lagen: Sn einem Wohnhausneubau er-

100 Jahre Archäologisches Institut

Deutsche Forscher leiten Ausgrabungen in Kleinasirn und auf g iechischen Inseln. Don Dr. Hugo Berliher.

Betritt man in Berlin das Gebiet der Museen in der Rähe des Doms und sieht auf der sog. Museumsinsel stets Baugerüste, dann glaubt man, daß immerwährende neue Funde die Zahl der Museen ins Unbegrenzte wachsen lassen. Tat­sächlich besteht aber leider in dieser Be­ziehung keine Gefahr. Die Schätze, die die deut­schen Museen in Zukunft beherbergen werden, kommen nicht mehr aus der ganzen Welt, sondern müssen auf deutschem Boden gefunden werden. Alle Staaten, selbst asiatische Länder wie China und Afghanistan haben durch Gesetz festgelegt, daß in Zukunft die in ihrem Gebiet ausgegra­benen Altertümer nicht mehr das Land verlassen dürfen. So kann also Deutschland ausländische Altertümer nur ausnahmsweise auf Grund be­sonderer Vereinbarungen und Bewilligungen für seine Museen gewinnen. Auch die Grabungen selbst können nur erfolgen, nachdem die Forscher mit der Regierung des betreffenden Landes um­ständliche Verträge abgeschlossen haben.

Auf diesem Gebiet hat deutsche Organisations­gabe freilich schon vor hundert Sahren einen Triumph gefeiert, als im April 1829 ein Manifest an Kunstfreunde und Gelehrte der ganzen Welt versandt wurde, das die Gründung einesIsti- tuto di Corrispondenza Archeologica ankün- digte. Die Unterzeichner waren in Rom an­sässige Gelehrte, der Gesandte v. B u n s e n, der Bildhauer T h o r w a l d s e n, der Kunstgelehrte Winckelmann. Das Snstitut begann seine Tätigkeit unter der Mitwirkung der Brüder v.Humboldt sowie der Bildhauer Rauch und Schinckel. Der erste Präsident des Snsti- tuts war zwar ein Franzose; aber die Anregung war von Deutschen auägcqangen, das Protektorat übernahm der damalige .<ronprinz von Preußen, und auch die Beamten waren stets Deutsche, so daß das Snstitut mit Recht den Beinamen Preußisches" führte.

Der Archäologe Gerhard schuf dann in Berlin den Mittelpunkt für den organisatorischen Zusammenhalt in dem Archäologischen Snstitut; die wissenschaftlichen Arbeiten wurden aber nach tote vor in Rom geleistet. Seither war das Berliner Snstitut der Mittler für die Zusammen­arbeit deutscher Gelehrter mit den Forschern der übrigen Kulturnationen. Es steht heute unter der Leitung von Professor Rodentoaldt und hat im Laufe seiner ruhmreichen Vergangenheit die bekanntesten Gelehrten zu feinen Mitgliedern gezählt, z.B. Brunn, Furtwängler, Lep­sins, Wölfflin, Mommsen, Curtius, Conze, Schliemann, der zwischen 1870 und 1882 das alte Troja ausgrub, und Dörpfeld, den Erforscher vom Olympia, der heute in Sta­tten und Griechenland trotz seinem hohen Alter noch eifrig tätig ist. Die Bibliothek des römischen Snstituts ist seit ihrer 1830 erfolgten Gründung durch Stiftungen deutscher Buchhändler die be­deutendste archäologische Bücherei der ganzen Welt geworden. Seit 1859 gewährte Preußen eine regelmäßige jährliche Dotation, und 1872 war es eine der ersten wissenschaftlichen Taten des Reiches, die Forschungsstätte zu einem Reichs- inftitut umzuwandeln und ihr auf dem Gelände des Palazzo Caffarelli in Rom einen würdigen Bau zu errichten. Heute untersteht die Anstalt dem Außenministerium, das den Etat für die Snftitute in Rom und Athen bewilligt. Die Verwaltung erfolgt durch die Zentraldirektion in Berlin, unter der Mitwirkung von einer Art Verwaltungsrat, dem die bedeutendsten Archäo­logen ganz Deutschlands angehören. Seine Tätig­keit bildet die Zusammenfassung und Organisation der geistigen Arbeit auf diesem Wissensgebiet, die Vermittlung von Auskünften, die Material­beschaffung für die Arbeiten, die Verwaltung der Sammlungen von photographischen Regativen und Abzügen, von Zeichnungen und von topographi­schen Aufnahmen, sowie die Herausgabe von Zeitschriften, Einzelwerken und Sammelpublika­tionen.

Für große Ausgrabungen stehen ihm nicht die Mittel zur Verfügung, da solche viele Sahre be­anspruchenden wissenschaftlichen Arbeiten häufig 50 000, 60 000 Mark oder noch viel mehr kosten, während man für kleinere Ergänzungsausgrabun­gen auch schon unter Umständen mit 5000 Mark auskommen kann. Die modernen Grabungen, die

Deutschland unternimmt, werden meist durch die Tätigkeit gelehrter Gesellschaften und die Hilfs­bereitschaft von Mäzenen ermöglicht. Solche For­schungen fanden zuletzt namentlich in der Türkei bei Angora statt, wo man einen römischen Tempel auffand, an dessen Wänden das Testa­ment des Augustus eingegraben war. An­dere Grabungen werden in Pergamon von Wiegand vorgenommen, und auch auf Sa­mos sind die Forscher emsig bei ihrer Maul­wurfsarbeit. Diese Grabungen sind schon deshalb nötig, um den jugendlichen Rachwuchs der Ar­chäologen in die Praxis der Wissenschaft einzu­führen; sie werden gewöhnlich von einem archäo­logisch gebildeten Leiter und einem Architekten unter Zuziehung eines Stabes von jüngeren Ge­lehrten vorgenommen. Auch auf diesem Gebiet haben sich die Gelehrten weitgehend spezialisiert, indem sie ihr Snteresse jeweils auf bestimmte Zeitperioden richten. Sm Vergleich zu früheren Zeiten ist noch ein großer Unterschied zu be­merken: früher hat man sozusagen nur die großen Rosinen aus dem Kuchen gepickt, da man haupt­sächlich auf die Auffindung prunkvoller Mu­seumsstücke ausging. Setzt arbeitet man jedoch an der gründlichen Erforschung der Kulturgeschichte vergangener Zeiten. Man umfaßt dabei die Pe­rioden von den frühesten Anfängen der Mensch­heit bis ins byzantinische Zeitalter und darüber Richt nur an der Oberfläche wird gegraben, son­dern alle untereinander liegenden Gesteinsschich­ten werden aufgelodert, die noch irgendwelche Funde erwarten lassen.

Sn der Technik der Ausgrabungen ist man freilich noch immer beim guten alten Spaten ge­blieben, da moderne Maschinen viel zu roh ar­beiten und bei ihrer Benutzung schwere Beschä­digungen zu erwarten wären. Dor der eigent­lichen Grabung erfolgt eine Probeausschachtung an Orten, von denen man weiß, daß dort einst kulturgeschichtliche wichtige Stätten gestanden ha­ben. Freilich erlebt man bei diesen Hypothesen auch viele Enttäuschungen. Es ist eine gewisse Selbstbeschränkung des Forschers nötig, um nicht zuviel Geld an Arbeit an unfruchtbaren Orten zu verschwenden. So suchte man die Städte des alten Seleukia länge Zeit vergebens auf Grund alter geographischer Angaben, da seit dem Alter­tum der Tigris, an dem die Stadt damals lag, seinen Caif stark geändert hat.

Auch insofern unterscheidet sich die moberne Archäologie von der älteren, als sie sich nicht mehr allein auf das enge Gebiet von Statten und Griechenland beschränkt, sondern über Klein­asien weit nach Asien und Aegypten hinein vor- gedrungen ist. Dort teilt das archäologische Sn­stitut seine Arbeit mit derDeutschenOrient- Gesellschaft und dem von Ludwig Bor­chardt begründeten Aegyptvlogischen Snstitut in Kairo, während eine neue Zweig- anstatt in Konstantinopel die von Wiegand dort und in Kleinasien geschaffene Tradition und Arbeit fortseht und erweitert. Sv will das Snstitut die Grenzen Europas überschreiten und ein rings um das Mittelmeer gelegenes, Europa, Asien und Rordafrika umschließendes Kultur­gebiet sichtbar machen, in Deutschland aber die Vergangenheit bis ins Mittelalter hinauf durch Ausgrabungen erforschen, von denen jetzt eine der bedeutendsten bei Rördlingen im Gange ist. Das deutsche Archäologische Snstitut wurde vor­bildlich für die Snftitute anderer Staaten; heute haben selbst die kleinsten Länder, sogar Däne­mark und Rumänien, eigene, erfolgreich arbei­tende gelehrte Anstalten dieser Art. Das Ber­liner Snstitut hat nach dem Krieg sehr balö wie­der innige Beziehungen zum Ausland auf genom­men, und es ist ein Beweis der Wertschätzung, die es dort genießt, daß zu seiner Hundertjahr­feier jetzt schon tausend ausländische Anmeldungen erfolgt sind. Die bedeutendsten Gelehrten des Auslands werden die gewaltigen Säle des noch nicht eröffneten Pergamon-Museums und die dort aufgestellten Altertümer besichtigen und in ettoa sechzig Vorträgen über die bedeutendsten Aus­grabungen der letzten Sahre berichten. Sn einer besonderen Festschrift werden sie Beittäge lie­fern, in denen sie über die wertvollsten, noch nicht veröffentlichten Ergebnisse ihrer Ausgra­bungen Mtttellungen machen.

folgte ein Deckeneinsturz, mehrere darin befindliche Personen wurden verschüttet und schwer verletzt. Cs galt nun, durch die herbeigerufenen Samariter, diese Personen zu befreien und die ersten Ver­bände anzulegen, um dann die Verletzten in einem Saal unterzubringen, wo inzwischen ärztliche Hilfe eingetroffen war. Zur gleichen Zeit wurde be­kannt, daß an einer Straßenkreuzung ein großes Autounglück sich ereignete. Sofort dorthin ent­sandte Samariter legten den ersten Verband an und brachten die Verletzten zum Verbandsplatz. Der hier weilende Arzt, Sanitätsrat Dr. Hof­

mann (Heuchelyelm), prüfte die angelegten Ver­bände und fand alles fachgemäß angelegt und in bester Ordnung. Ganz besonders lobte SanitätS- rat Dr. Hofmann die guten Transportgelegen­heiten, wobei zu erwähnen ist, daß die Kolonne Großen-Linden eine selbstangefertigte Fahrrad­bahre besitzt, die äußerst zweckdienlich ist. Der Ge­samteindruck der Hebungen war, daß man den Arbeiter-Samaritern für ihre Hilfsbereitschaft volles Vertrauen entgegenbringen und sich im Ernstfall auf sie verlassen kann. Dies findet auch im Leitgedanken AusdruckAn jedem Ort, zu jeder Zeit, sind wir zur ersten Hilf bereit. Sm Anschluß an die Hebungen wurde noch auf die am kommenden Sonntag beginnende Sammelwoche des Arbeiter-Samariter-Dundes Ijingetoiefen, zu der jeder sein Scherflein beitragen könne zum Wohle derer, die in ihrem Leid den Arbeiter- Samariter-Dund benötigen.

£ Wieseck. 11. April. Morgen sind 25 Sahre verflossen, daß Rektor Dr,. Rein in den Dienst der Schule trat und eine Lehrer­stelle in Wieseck übernahm. Sn Steinbach im Odenwald am 9. Suli 1886 geboren, besuchte er drei Sahre die Dolksschule seiner Heimatgemeinde, dann die Realschule in Michelstadt und darauf die Oberrcalschule in Darmstadt, wo er Ostern 1904 die Reiseprüfung bestand. Am 12. April 1904 trat er in den Dienst der Dollsfchule zu Wieseck, wo er seitdem, außer den Sahren seiner Kriegsdienstleistungen, ständig tätig ist. Sm Mai 1921 promovierte er zum Dr. phil., im September 1922 wurde er zum Rektor der Volks­schule Wieseck ernannt. Während der 25 Sahre, in denen Dr. Rein in Wieseck bisher, nicht immer unter den besten Verhältnissen, wirkte, hat et? sich durch seine äußerste Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit die Sympathien aller Einwohner erworben. Aber nicht allein der Volksschule ist er bis jetzt ein hochgeschätzter Leiter und Führer gewesen, auch die Aelteren unserer Gemeinde erkennen besonders seine Tätigkeit in der Volks­hochschule dankbar an.

5 Winnerod, 10. April. Am Sonntag wur­den .in feierlichem Gottesdienste die Kinder von Winnerod und Bersrod konfirmiert. Vs waren 18 Konfirmanden (6 Knaben und 12 Mäd­chen), darunter ein Knabe und ein Mädchen von Winnerod. Vorstellung und Konfirmation wur­den in einer*Feier vorgenommen, da der Spezial­vikar PfarrerDoll(Wirberg) am Osterfest durch anderweitigen Dienst verhindert war, die Vor­stellung vorzunehmen.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 10. April. Zu der gestern vom Landwirtschaftskammer-Ausschuß für die Provinz Oberhessen hier abgehaltenen Dullen-Auk- t i o n waren insgesamt 34 Bullen aufgetrieben worden. Verkauft wurden sechs Bullen. Die höch­sten Preise erzielte Landwirt Aug. Mäser (Sel­ters bei Ortenberg), der einen Dullen zu 950 Mk. an die Gemeinde Heldenbergen, den anderen zu 900 Mk. an die Gemeinde Lang-Göns verkaufte. Weitere Derkäufe tätigten die Landwirte Konrad Häuser I. (Riederweisel) mit 680 Mk. an die Gemeinde Gambach, Sean Eberhard Buh (Grün­bach) mit 640 Mk. an die Gemeinde Grohen- Duseck, Weitz (Heuchelheim bei Friedberg) mit 560 Mk. an die Gemeinde Dorsdorf, und Adolf Koch (Ronnenroth) mit 550 Mk. an die Gemeinde Wehrheim. Don den Ebern wurden einige zu 250 bis 270 Mk. an verschiedene Gemeinden ver­kauft. Bemerkt muh werden, daß ein Teil der vorgeführten Bullen keine gute Qualität zeigte, weshalb wohl nicht mehr Verkäufe zustan c kamen. Am Rachmittag fand unter dem Vorsitz des Landwirtschaftsrats Dr. Dienst vom hie­sigen Landwirtschaftsamt imDeutschen Haus" die Hauptversammlung des Kreis­rinderzuchtvereins Friedberg st. tt, an welche sich ein Vortrag des Gutsbesitzers H e n s l e r aus Bichtingen (Oberbaden) über Rindviehzucht, mit einer Filmvorführung über den derzeitigen Stand der Flockviehzucht in Ober­baden, anschloß. An der Versammlung nahmen Oekonomierat Breidenhach, Landwirtschafts­direktor Dr. Schad u. v. a. teil. Aus dem Ge­schäftsbericht ist zu entnehmen, daß der Verein sich bislang gut entwickelt hat, und daß insbeson­dere die züchterische Arbeit zur weiteren Förde­rung der Zuchtbestrebungen ermunterte. Ein sehr gutes Bild über die Entwicklung der Zucht gaben die vorgenommenen Leistungsprüfungen, die bei 64 Tieren festgestellt wurden. Von diesen 64 Tieren gab 1 Kuh unter 2000 kg, 18 Kühe von 2000 bis 3000 kg, 33 Kühe von 3000 bis 4000 kg 11 Kühe von 4000 bis 5000 kg, 1 Kuh Übei 5000 kg Milch pro Sahr. An Fettmenge wurd festgestellt bei 13 Tieren unter 100 kg, bei 3i Tieren bis 150 kg und bei 12 Tieren übe 150 kg pro S<chr. Zur Zeit stehen unter Kontrvll 86 Tiere. An Sungviehprämiierungen konnte drei, und zwar in den Gemeinden Oambad

//

Was es heißt, einen besonders wendigen Wagen zu fahren, kann Ihnen am besten Ihr Fahrer bestätigen!

^yElreinL^

Einerlei, ob Sie in der Stadt enge winklige Straßen, raumbegrenzte Höfe und Plätze oder bei Oberlandfahrten die gefürchteten Haarnadelkurven zu befahren haben, der Henschel-Wagen schafft es infolge beson­derer Ausbildung der Vorderachse immer ohne zurückzusetzen!

* Nutzen Sie diesen Vorteil aus! Lassen Sie sich einen Henschelwagen vorführen!

5lsKHENSCHEL G SOHN A C KÄSSEL ABT o £ J '

WEINBERG

Generalvertretung für Gießen und Umgegend: Ing. R. Güngerich & Co., Gießen, Liebigstraße 58, Fernruf 4186