Ausgabe 
11.2.1929
 
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Oer Geldmarkt

nach der Londoner Diskonterhöhung.

Die leichte ölltimoänspannung am Geldmarkt, die zu einer verhällnismähig geringen Steige­rung der GeldsShe geführt hatte, lieh erwarten, dah sie bald wieder abgelöst werden würde. Dies ist jedoch nicht in dem erwarteten Um« fange der Fall gewesen, sondern die Ultimo» anspannung hat etwas länger angehalten, als man annehmen zu müssen glaubte. Der Aus­weis der Reichsbank vom 31. 3anuar zeigte zwar nur eine geringe Zunahme des Wechselbestandes um rund 225 Mill. Mk., doch zeigt die erheb» liche Verminderung der Girogelder um 360 Mill. Mark, dah sich auch die Banken an der Finan­zierung des Ultimo in starkem Umfange betei­ligt haben. Die dann in der Berich tswochr wie» der eingetretene Verbilligung der Geldsahe ist geringfügiger Rcttur. Der Markt für Privat» dislonten stand vornehmlich b-i wechselndem An» gebot und Rachfrage unter der Wirkung des Angebots groher Posten von Reichswechseln. Der plötzliche Geldbedarf des Reichsfinanzministe­riums ist angesichts der großen Einkünfte aus den Steuerzahlungen im Januar recht auffällig.

Die Hoffnung auf eine abermalige Berliner Diskontermähigung ist durch die Erhöhung deS Londoner Diskonts vorläufig als hinfällig zu bezeichnen. 3n Berliner Dankkreisen ist man der Ansicht, dah jetzt in finanziellen Dingen gröht« Vorsicht geboten ist. Man muh berück» sichtigen, dah in den letzten Wochen, also in einer Zeit, wo der Londoner Diskontsatz noch nicht er­höht war, bereits ziemlich erhebliche Abflüsse ausländischer Gelder eingesetzt hatten. Man schätzt den Betrag auf etwa 100 bis 120 Mill. Ml. Die Folge dieser ausländischen Geldabflüsse zeigt sich bei der Kursstellung für Devisen, insbesondere bei dem Dollar, der bei einem Preise von etwas über 4,215 Mk. liegt und damit gegenüber der Mark den Goldpunkt fast erreicht hat. Von große- ren Kündigungen ausländischer Gelder kann bis­her nicht gesprochen werden, aber die deutschen Danken prolongieren zu den Sähen, die das Ausland bietet, nicht mehr, sondern zahlen zurück, zumal die Ausländer wenig Reigung zeigen, ihre Zinsforderungen zu ermäßigen. Das liegt daran, daß die Zinsspanne gegenüber dem Aus­lande erheblich kleiner geworden ist, und da un­sere kurzfristige Auslandverschuldung gegenwärtig sehr hoch ist, so ist höchste Vorsicht am Platze. Hinzu kommt, dah die Entscheidung in Reuyork noch nicht gefallen ist. Der am kommenden Mon­tag stattfindenden Sitzung des Federal Reserve Boards, in der eine weitere Erklärung zur Frage des amerikanischen Diskonts abgegeben werden soll, sieht man auch hier mit größter Spannung entgegen, denn eine Erhöhung auch des Reu»

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DiermiUionen-Etat in Wetzlar

WSR. Wetzlar, 10. Febr. Obwohl die be­kannten Vorgänge in der Stadt Wetzlar, die Prüfung der Finanzlage durch eine Regierungs» kommission und die heftige Kritik der Bürgerschaft und der Fraktionen die Stadtverwaltung zu äußerster Sparsamkeit veranlaßt Ija&cn, ift es nicht zu vermeiden, daß der Etat der S t ad t Wetzlar für 1929 um rund 140 000 QIC f. höher ist als der vorjährige. Der neue Etat schließt mit einer Endsumme von 4845685 Mark ab. Die Erhöhungen sind größtenteils zwangsläufig durch vermehrten Zinsendienst, höhere Ausgaben für Wohlfahrtspflege und Er- wcrbslosensürsorge, sowie für Schulzwecke. De- lanntlich ist das Wetzlarer Lyzeum zum Ober­lyzeum ausgebaut worden, so daß die ®inrid)» tung einer neuen Obrrklasse zu Ostern praktisch wird. Weiter geht mit dem 1. April die m-her in der Regie der Industrie- und ndels- kammer befindliche kaufmännische Berufs mule an die Stadt über und erscheint erstmalig mit rund 16 000 Ml. im Etat. Das Gcwerbesteuersoll steht mit 650 000 Mk. im Etat. Es ist daher anzu­nehmen. dah die Deckungssrage kaum wesentlich anders gelöst wird als im Vorjahr, wo die Kommune 625 Proz. Zuschlag zur Gewerbe- ertrag<steuer. 2500 Proz. Zuschlag zur. Ge­werbelohnsummensteuer und 250 Prvz. Zu'chlag zur Grund vermögens steuer erhebt. Außerordent­lich hoch erscheinen die Kreis- und Provinzial­abgaben mit 288000 Mk. Die finanziell schwer ringende Stadt Wetzlar muh an die Wohn- oemeindcn nicht weniger als 80 000 Mk. von ihrem Gewerbesteueraufkommen abführen. Trotz aller Bemühungen der Verwaltung ist es bisher nicht gelungen, hier eine Aenderung herbeizu- ^hren.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angelübtten Zistern geben die Höbe der Mletzi beschloßenen Dividende an. - ReichSbankdiSkoni 6.5 Prozent, Lombardzinssuh 7.5 Prozent

yorker Diskontsatzes würde dazu zwingen, für die Geldbeschaffung einen Ersatz (Paris) zu suchen. Alles in allem ist also anzunehmen, daß die noch bestehende Geldabundanz nicht allzu lange an­halten wird. Das entspricht auch der Auffassung der Rcichsbank, die an ein Anhallen der großen Geldflüssigkeit nicht glaubt.

Aus dem Kapitalmarkt sind irgendwelche Ver­änderungen nicht eingetreten, und wohl auch nicht zu erwarten, da bei einer Versteifung des Geldmarktes von einem Lleberströmen der Gelder nicht mehr die Rede sein kann.

Sie ReichSbank Anfang Februar.

Der Ausweis der Reichs bank vom 7. Februar zeigt in der verflossenen Dankwoche einen Rückgang der gesamtenKapital- anlage in Wechseln und Schecks. Lombards und ©ffeften um 133,5 Mill, auf 1 844,8 Mill. Mk. 3m einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 66.9 Mill, auf 1707,2 Mill. QIÖ., die Lombardbestände um 57,5 Mill, auf 41,4 Mill. Mark abgeuommen. Die Anlage in Effekten blieb mit 93,2 Mill. Mk. weiterhin nahezu unverändert.

An Reichs'anknoten und Renlenbankscheinen zusammen sind 254,9 Mill. Mk. in die Kassen der Dank zurückgeslassen, und zwar hat sich der Um­lauf an Reichsbanknoten um 217L Mill, auf 4236.1 Mill. Mk.. derjenige an Rentenbankscheinen um 37.1 Mill, auf 475.7 Mill. Mk. verringert. Unter Berücksichtigung, dah in der Verichtswoche Rentenbankscheine in Höhe von 5.2 Mill. Mk. gemäß 8 7c des Renteabankliquidierungsgesetzes getilgt worden sind, sind die Bestände der Reichs­bank an Rentenbankscheinen auf 41,3 Mill. Mk. crngewachsen. Die fremden Gelder zeigen mit 5013 Mill. Mk. eine Zunahme um 78.4 Mill. Mk.

DieDeständeanGold und deckungs- sähigen Devisen ins esamt haben um 12,0 Mill, auf 2869.4 Mill. Mk. abgenommen. 3m einzelnen sind die Goldbestände mit 2729,1 Mill. Mark und die Bestände an deckungsfähi en De» vifen mit 140,3 Mill. Mk. ausgewie'en. Die Deckung der Roten durch Gold allein bes- fetie sich von 61.3 Prozent in der Vorwoche auf 64 4 Prozent, diejenige durch Gold und deckungs- fähige Devisen von 64,7 auf 67,7 Prozent.

Heyligenstaedt'Aktiengesettschast.

Wie uns von der Verwaltung mitgeteilt wird, könne sie sich den Kursrückgang von 15 vorüber­gehend aus 11 Proz. (es handelt sich hierbei um den Kurs der noch nicht zusammenaelegten Aktien) mit dem besten Willen nicht erklären. Die Ver­hältnisse bei der Firma könnten als günstig an- gesprochen werden. Der Auftragseingang, speziell aus dem Auslande, fei sehr rege. Das Werk ver­füge über einen Auftrageingang, welcher dem plnternehmen auf Monate hinaus volle Beschäf­tigung sichere, und zwar zu zufriedenstellenden Preisen. Die Belegschaft fei sogar in den letzten Monaten noch erhöht wo eben und betrage heule 380 Personen. Die Schaffung der neuen Kon- ftruktivnen. die neue Verkaufsorganisation. die Umstellungsmaßnahmen im Betriebe wirkten sich immer mehr aus. Das Aktienkapital sei auf 325 000 Mk.. zusammmengelegt und solle bis 3uni d. 3. auf voraussichtlich 600 000 Wk. wieder erhöht werden. Dis jetzt seien diese Transaktionen ncch nicht durchgeführt. Das Unternehmen ver­füge aber über das notwendige Betriebskapital, nachdem von dem großen Grundbesitz entsprechende Verkäufe getätigt wurden, deren Erlös dem Be­triebe zugeslossen seien.

wieder sehr stiller und abwartender Haltung. Das Geschäft war äußerst ruhig und ölmsätze tarnen1 kaum zustande. Drotgetreide lag heute etwas ver­nachlässigt. dagegen machte sich für Futtermittel weiter etwas Rachsrage geltend, was eine Preis­erhöhung für Mais um 0,25 Mk. zur Folge hatte. Das Mehlgeschäft war etwas ruhiger und ver­nachlässigt, so dah Roggenmehl 0,25 Mk. niedri­ger notiert wurde. Es wurden notiert: Weizen 23.5023.75, Roggen 23.50, Sommergerste 24.50 bis 24.75, Hafer (inl.) 24.00-2430. Mais (gelb) 23.5024.00, Weizenmehl (südd. Spezial 0) 33. "5 bis 34.25, Aoggenmehl 31.25, Weizenlleie 14^5, Roggenkleie 15.00, Erbsen 35.0053.00, Linsen 65.00110.00, Heu 13.2513.75, Weizen» und Roggenstroh (drahtgevreßt) 4.505.00, Weizen- und Roggenstroh (gebündelt) 4.004.50, Treber (getrocknet) 213021.75. Tendenz: ruhig.

Krankfurtrr Schlrrchtv:cl;markt.

Frankfurt a. M.. 11. Febr. Auftrieb: 1308 Rinder (da^unler 322 Ochsen. 72 Dullen, 512 Kühe, 360 Färsen), 550 Kälber, 98 Schafe, 4622 Schwein«. Es wurden notiert: Rinder (Ochsen): Vollfleischige, ausgemästete, höchsten, Sch.achtwerts (jüngere) 53 bis 56 Mk.. (ältere» 49 bis 52; sonstige vollfleischige (jüngere) 44 bis 48; (Dullen): jüngere, vollfteischige. höchsteni Sch.achtwerts 50 bis 53; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 46 bis 49; (Kühe): jüngere vollfleisch.ge. höchsten Schlachtwerts 42 bis 47 sonstige vollsle.schige oder ausgcmästett 37 bis 41 fleischige 32 bis 33; gering genährte 26 bis 31 (Färsen Kalbinnen, 3ungrinder): vollflei­schige, ausgemästele, höchsten Schlachtwerts 53 bis 57; vollfleischige 43 bis 52; fleischige 43 bis 47. Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 70 bis 74; mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis, 70; gering« Kälber 60 bis 64. Schwein «' Feitschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 75 bis 77: vollfleischige Schwein« von etwa 200 bis 300 Pfund 75 bis 77; von etwa 160 bis 200 Pfund 75 bis 78; fleischige Schwein« von etwa 120 bis 160 Pfund 73 bis 76 Mk. Marktverlauf: Rinder mäßig-rege, ausverkauft. Schweine ruhig. Lieberstand. Kalber und Schaf« ruhig, geräumt

Kunst und Wissenschaft.

Eine neue Mainzer Larnevalsposse.

3m Mainzer Stadttheater fand vor ausver laustem Hause die traditionelle Karnevalsvorftellung statt. Zur Ausführung gelangte eine neue Main zer Lokalposse mit Gesang und Tanz, betitelt .Hurra, mir ermel", als deren Verfasser zwei^ beliebteNarrhallesen", Martin Mundo und, Robert Wasserburg, zeichnen. . Das lustige Stück errdng dank der flotten, koloritechten Wieder­gabe einen vollkommenen Erfolg und wurde mit türmischem Beifall ausgenommen. Der Reinertrag >er Vorstellung ist für die Mainzer Kinderhilfe be- timmt.

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Letzte Nachrichten.

Drei Todesopfer eines Gasrohrbruchs infolge der Kälte.

Neu-Isenburg. 11. Jcbr. (IDIB. Drahl- meldung.) Durch den starken Frost ereignete sich in der vergangenen Nacht in Reu-Isenburg ein folgenschwerer Gagrohrbruch. Das ausströnikndc Gas drang in dem Hause am Marktplatz (Ttfci Kronengasse" ein, wo die Familie Späth, bei stehend aus drei Personen, den Tod durch Gasvergiftung erlitt. Liu weiterer Vewolnc muhte mit schweren VergiftungLerscheinungen In- ücankevhaus gebracht werden. Ob noch rociim1 Personen in Mitleidenschaft gezogen wo-den sind, konnte bisher noch nicht in Erfahrung gebracht werden. Die Bruchstelle ist trotz eifracn Suchens bisher noch nicht aufgefunden worden

Oie Breslauer Wilhelmbrücke gesprunaen.

Breslau. 11.Febr. (IDIB. Funkspruch.) 3n den frühen Morgenstunden wurde eine mäch­tige Detonation wahrgenommen. Infolge der großen Kälte etwa minus 30 Grad ist die Breslauer Ivilhelmbrucke in ihrer vollen Breite ge­sprungen. Unmittelbar am Ufer ist ein Etwa drei Zentimeter breiter Riß wahrzuneh­men, der von dem einen Geländer bis zum anderen führt. Der Fährverkehr ist für die Drucke ge­sperrt worden, da erst Feststellungen gemacht' werden muffen, ob auch die Konstruktion gelitten hat. Jür den Fußgängerverkehr rojt^ Prücke noch offen gehalten.

Die amtliche Großhandelsindex, ziff er. Tie auf den Stichtag des 6. Februar berechnete GroßhandelLindexziffcr des Statisti­schen Rcichsarntes hat mit 138,9 gegenüber der Vorwoche (138,6) um 0.2 v. H. angezogen. Von den Hauptgruppcn ist die Indexziffer für Agrar­stoffe um 0,5 v. H. auf 132.2 (131.5) und die Indexziffer für Kolonialwaren um 0,2 v. H. auf 125,5 (123,2) gestiegen. Die Indexziffer für in­dustrielle Rohstoffe und Halbwaren ist mit 133,7 (133,8) und diejenige für industrielle Fertig­waren mit 153,3 (158,5) leicht zurückgegangen.

Lieberzeichnung der Leipziger Stadtanleihe. Wie WTD.-Handelsdienst hort, ist die zur Zeichnung aufgelegte Leipziger Stadtanleihe von 1929 wegen erheblicher lieber- zeichnung vorzeitig geschlossen worden.

* Bevorstehender Zusammenschluß in der Frankfurter Hausschuhindu­strie. Drei Firmen der Frankfurter Hausschuh­industrie, und -war die Golo Schuhfabrik A.-G. und die beiden bereits durch Interessengemein­schaft verbundenen Firmen I. L C. A. Schneider und Adler & Reumann, stehen vor dem Abschluß eine- Jnteressengemeinscha, tsvertrages, worüber folgendes mit-eteilt wird: Der Tendenz und den Bedürfnissen der Zeit Rechnung tragend, haben

diese Firmen sich entschlossen, eine Verständi­gung zu erzielen, über deren konkretere Formen Mitteilungen heute noch nicht gemacht werden können. Soviel steht fest, daß die Firmen unter vollster Wahrung ihrer Selbständigkeit weiter­arbeiten werden. In der Verwaltung der Golo tritt insofern eine Aenderung ein, als der um die Entwicklung der gesamten deutschen Haus» schuhindustrie und besonders der Gesellschaft ver­diente Generaldirektor Ludwig Heilbronn aus­scheidet.

Di« Fortschritte in der südwest - deutschen Gruppengasversorgung. Die Stadt Karlsruhe ist der zwischen der Frank­furter Gasgesellschaft und der Stadt Mannheim bestehenden Interessengemeinschaft zu gemein­samem Vorgehen in Fragen der Gasversorgung nach Maßgabe des ab eschlossenen Vertrages bei­getreten. Sie beteiligt sich als Gesellschafterin an der Südwestdeutschen Ga-5 A.-G.. Frankfurt a. M,. durch ölebernahrne von Aktien dieser Gesell­schaft im Betrage von 10 Prozent, jedoch im Höchstmaß von 100 000 Mk. Ein Viertel des Reinbetrages der übernommenen Aktien ist sofort einzuzahlen. Der Bürgerausschuß der Stadt Karlsruhe wird sich in seiner nächsten Sitzung mit einer ents pvechenden stadträtlichen Vorlage zu befassen haben.

Fuchs-Waggon-D. -G., Heidel­berg Zusammenlegung 10:1. Der vom Gericht bestellte Gläubigerausschuß unter Vorsitz der Dertrauensperson A. Reiser, ist am 6. Februar zusammengetreten und hat sich mit kern Dergleichsvorschlag, den die Firma ihren Gläubigern machte, besaht. Danach werden Gläu­biger. Deren Forderung nicht mehr als 300 Mk. beträgt, in vier Wochen nach rechtskräftiger Be­stätigung des Vergleichs voll ausbezahlt, Gläu­biger von mehr a^ 300 bis 1000 Mk. erhalten ihre Forderungen voll In vier Raten, Gläubiger mit über 1000 Mk. erhalten 50 Prozent ihrer Forderungen unter Verzicht auf den Rest. Die Zahlung der 50 Prozent erfolgt in vier Raten: am 1. Juli und 1. Oktober 1929, und 1. Januar und 1. April 1930. Sollt« der Firma bis zum 5. März ein neuer Kredit in Höh« von 1,2 Will. Mark zur Verfügung gestellt werden, so wird der Vergleich hinfällig. Cs ist an eine Zu­sammenlegung des Aktienkapitals im Verhältnis von 10:1 gedacht mit nachfolgender Wieder- erhöhung. Die Einberufung der außerordent­lichen Generalversammlung steht mit dieser Tages­ordnung bevor.

Frankfurter Börse-

Frankfurt, a.M., 11.Febr. Tendenz: zurück­haltend. Die Börse stand zum Wochenbeginn unter dem Einfluß der yeute beginnenden Repara - tionsoerhandlungen. Die Börse zeigte ein säst völlig verändertes Bild, und die Spekulation nahm bei ihrer starken Reserviertheit fast keine Deckungen vor, da auch von einer Bcteil.gung der Privatkundschaft, sowie des Auslandes am Börsen­geschäft nichts zu bemerken war. Der weiter flüssige Geldmarkt, sowie bie Entlastung des Reichsbank- Instituts wurden daher kaum beachtet. Gegenüber den Schlußkursen vom Samstag gingen die Ver­luste nur in Ausnahmefällen über 1,5 v. S). hinaus. So waren am Kalimarkt Westeregeln mit minus 7,5 v. -. stark angeboten, da hier die Kaliabsatzschätzun­gen für den Februar erheblich hinter der des glei­chen Monats des vorigen Jahres zurückblicben. Stark unter dem Druck der allgemein schlechten Lage hatten vor allem Reiche bank, mit minus 5 0.5). zu leiden. Bei den übrigen Bankwerten blieben die Kursveränderungen gering. Metallbank konnten sich . sogar gut behaupten, und Oesterreichische Kredit- anstatt lagen etwas gebessert. Am Chemiemarkt er­öffneten Farben 1 v. H., Scheideanstalt und Gold­schmidt 2 d. $) niedriger. Am Elettromarkt waren die Umsätze ebenfalls "äußerst gering. A. E. G. und Schlickert blieben knapp gelitten. Licht & Kraft, Sie­mens bis 1L v. H. schwächer. Die Kursveränderun gen hielten sich am Montanmarkt bei den wenigen zustande gekommenen Abschlüssen in engen Grenzen. Für Rheinstahl machte sich bei gut behaupteten Kur­sen einiges Interesse geltend. Renten ebenfalls still. Deutsche Anleihen uneinheitlich. Im Verlaufe blieb das ©efdläft äußerst still, und bei gleichzeitiger Lust­losigkeit traten weitere Rückgänge bis zu 1,5 d. 5). ein. Besonders Kaliwerte lagen gedrückt und ver­loren erneut bis etwa 2^5 v. H. Reichsbank konnten sich dagegen auf Rückkäufe von Bankseite um 1,5 o.ch. bessern. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 4 d H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2148, gegen Pfund 20,455, London gegen Kabel 4,8540, gegen Paris 124,30, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 31,00, gegen Holland 12,12.

Frankfurter Getreidebörse

Frankfurt a. M, 11. Febr. Der Produk- tenmarkt verkehrte heute zum Wochenbeginn in

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