Ausgabe 
10.12.1929
 
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Geldmittel zur Verfügung. 21m Samstagabend fand im Singsaal der Turnhalle ein Zücht er - abend statt. Kreisdirektor Dr. 3 ann und Bürgermeister Mengel überbrachten dem 3u» biläumsverein die Glückwünsche, auch der Gie­ßener Zuchtverein ließ seine Glückwünsche über­mitteln. Der Vertreter sprach sich in besonders lobenden Worten über das in der 2lusstellung Gebotene aus. Oberhessen sei führend in der

deutschen Geflügelzucht. Nirgends sei ein solches Interesse für die Geflügelzucht vorhanden, und nirgends habe die Geflügelzucht solche Fort­schritte genommen, wie in Oberhessen. Eine Reihe von Mitgliedern des Schottener Vereins wur­den zu Ehrenmitgliedern ernannt, namens deren Th. C e l l a r i u s dankte und hinwies auf die im Vereine erzielten Fortschritte. 2lm gestrigen Sonntag war die 2lusstellung sehr gut besucht.

Stirnen, Sport und Spiel.

V. f. B.

23. f. 23.Kurhessen" Kassel 0:0.

Beim Abschluß des Gesellschaftsspiels mit der Ligamannschaft des SportvereinsKurhessen" Kas­sel war von diesem ausdrücklich die Mitwirkung des bekannten Olympiakämpfers und Internationalen Weber zugesagt worden. Trotz dieser bestimmten Zusicherung tratKurhessen" ohne Weber an, da dieser, wie der Reisebegleiter versicherte, sich wider Erwarten geschäftlich nicht frei machen konnte. Beide Mannschaften lieferten sich einen rassigen Kampf, der beiderseits von Anfang bis Ende sehr forsch, aber doch fair durchgeführt wurde. V.f.B. darf auf den Verlauf und das 0:0-Ergebnis mit Recht stolz ein. Die V.f.B.-Elf hätte den Altmeister sogar schla­fen können; rein spielerisch war sie wohl nicht ganz o gut wie er, aber trotzdem dank des aufopfernden Spiels jedes einzelnen oft leicht feldüberlegen, und sie hatte auch die größere ZaHl der Torchancen, was u. a. das 8:4 für Gießen lautende Eckenver­hältnis beweist. Eine ganz sichere Gelegenheit, das Treffen für sich zu entscheiden, vergaben die Ein­heimischen außerdem noch, indem sie einen zugespro­chenen Elfmeter nicht zu verwandeln vermochten. Spielverlauf: Schon gleich zu Anfang kommt V.f.B. mehrmals gut durch und bringt das Tor der Gäste in Gefahr; diese erwidern mit schnell vorgetragenen Gegenangriffen, die ebenfalls abgestoppt werden. Trotzdem das Tempo außerordentlich scl)arf ist und hart um den Besitz des Balles gekämpft wird, wer­den beiderseits doch sehr gute technische Leistungen gezeigt. Das kleine Plus, das Kassel in der Ball­behandlung und im Zuspiel hat, gleicht Gießen durch seinen Rieseneifer aus und vermag sogar zeitweise leicht zu drängen. Die Kampfbilder wechseln in ra­scher Folge, ohne daß bis zur Pause ein Tor erzielt wird. Rach Wiederbeginn forciert der Gastgeber noch das Tempo und versucht unter Aufbietung aller Kraft und Energie zum Erfolg zu kommen, wozu sich mehrmals die Gelegenheit bietet, die aber jedes­mal ausgelassen wird. Lediglich drei kurz hinter­einander erzielte Ecken sind die Ausbeute, die aber ebenfalls nichts einbringen. Die Kasseler Verteidi­gung ist stark beschäftigt, zeigt sich jedoch einschließ­lich des Tormanns den Anforderungen gewachsen. Nach einiger Zeit verteilten Feldspiels ist es nun Kassel, das im Vorteil liegt und das V.f.B.-Tor für fünf bis zehn Minuten stark bedrängt. Aber auch hier leistet das gut aufgelegte Schlußdrio erfolgreiche Abwehrarbeit. Während des Nestes der Spielzeit wechselseitige Angriffe, ohne daß an dem 0:0-Ne- sultat noch etwas geändert wird, das in Anbetracht der Spielstärke des Gegners trotz des Fehlens We­bers für die Platzelf zum mindesten doch ein großer moralischer Erfolg bedeutet, zumal sie ebenfalls, aus demselben Grunde wie Kassel, mit Ersatz an- treten mußte. Schiedsrichter Köhler, Spielver­einigung Gießen, leitete objektiv und großzügig.

Die zweite Mannschaft gewann ihr 23er» bandsspiel gegen die gleiche der Spiel Ver­einigung mit 4:2. Anfänglich sah es für V. f. B. wenig verheißungsvoll aus. Die Spielver­einigung zeigte das bessere Spiel und konnte auch die Führung übernehmen. Erst nach dem Wechsel fand sich D. f. D. besser zusammen und drängte den Gegner, der sich zu Beginn anscheinend zu­viel zugemutet hatte und nun stark nachlieb, meistenteils in seine Hälfte zurück. Der Sieg I

der Platzmannschaft war verdient; sie hat damit ihre Führerstellung in der Tabelle weiterhin gesichert.

Das Spiel der vierten Mannschaft gegen die erste von Bieber wurde als 23er- bandsspiel nicht gewertet, da der angesehte Schiedsrichter ohne QI6fage ferngeblieben war. Im Gesellschaftsspiel muhte sich 23. f. 23. eine überraschende 0:2-Riederlage gefallen laben. Der Gegner führte wohl das primitivere Spiel vor, war aber bedeutend eifriger und gewann verdient.

Die erste Iugend benutzte noch den letzten Sonntag vor der Wintersperre zu einem Gesell­schaftsspiel gegen die gleiche Heuchelheims und gewann dort verdient mit 3:0.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

ö. Die Gießener haben auch die gekährliche Breidenbacher Klippe glücklich umschifft und somit bis jetzt sämtliche auswärtigen Verbandsspiele siegreich abgeschlossen. Die Begegnung in Brei­denbach war sür 1900 kein Spaziergang. Darüber täuscht auch das günstige Halbzeitresultat (4:0) nicht hinweg, sondern die zwei wertvollen Punkte mutzten im schweren Kampfe errungen werden. Datz die ersatzgeschwächte Gietzener Elf über­haupt zu einem Siege kam, hat sie in erster Linie der glücklichen Platzwahl zu verdanken. 1900 spielte zunächst mit Rückenwind bergab und konnte, nachdem sich der erste Ansturm des Gast­gebers gelegt hatte, durch besseres Zusammen­spiel leicht überlegen werden. Die vier Torerfolge stellten sich jedoch alle erst gegen Ende der ersten Spielhälste ein, und zwar alle durch ausgezeich­nete Leistungen von Adelberger, der das bis dahin vortreffliche Zusammenspiel jedesmal erfolgreich abschloh. Dabei ist nicht zu vergessen, datz die Gietzener Hintermannschaft einige gefähr­liche Sachen, darunter einen Freistotz, knapp vor der Torlinie glänzeno abwehrte. Ein Elfmeter wurde vom Breidenbacher Schützen verschossen. Was der Kenner schon voraussah, trat nach dem Seitenwechsel ein. Die Gietzener ließen sich von Breidenbach direkt vom Anstoh überrum­peln und wurden nunmehr in der Abwehr ganz konfus. Rach Ablauf von dreizehn Minuten stand das Spiel schon 4:3 für Gießen. Ietzt raffte sich 1920 aber auf und die Gegenangriffe bekamen wieder System, wodurch mehrfach brenz­liche Momente vor dem Tor des Gastgebers entstanden. Dabei ahndete der Spielleiter eine Handabwehr mit Elfmeter, den Adelber ger abermals verwandelte und somit in diesem Spiel den fünften Trester auf sein Konto brachte. Mit größter Zähigkeit kämpfte man nunmehr auf beiden Seiten um eine Aenderung des Resul­tats. Die Bemühungen waren aber erfolglo obwohl man beiderseits noch Chancen genu, hatte. Das Spiel war fair. Der knappe 5:3= Sieg der Gietzener war auf Grund der kulti­vierteren Spielweise verdient, besonders da 1900 nicht die stärkste 23ertretung stellen konnte.

Ein hervorragendes Spiel war die Begegnung 1920 1. Iugend gegen 23. f. B. Kurhessen, Mar­burg 1. Iugend, bei der man ausgezeichnete Lei­stungen zu sehen bekam. Das Endresultat 1:1 (Halbzeit 1:0 für Gießen) entspricht dem Spiel­verlauf.

............... ii in wiiictbw

Das Erbe

-es Herrn von Anfieiien.

Vornan von 3. Schneider-Foersil.

Urheber-Rechtsschutz durch

Verlag Oskar Meister, CQkrbau i. Sa.

22 Fortsetzung. Nachdruck verboten

Er lieh sie eine Weile gewähren und sagte tröstend über ihren Kopf hinweg:Kind, das sind ja sehr eigentümliche Eröffnungen, die du mir da machst, wenn du sie auch nicht in Worte kleidest. Das konnte ich natürlich nicht ahnen. Rach all dem, was du geschrieben und gesagt hast, kam ich zu der Lieberzeugung, daß du nur noch auf Bernds Volljährigkeit wartest, um die Scheidung gegen deinen Mann anzustrengen."

Bernd! Ruse ihn mir doch, Vater!"

Latz den Iungen, Hildel" Er drückte die Tochter in die Kissen zurück. _2limm ihm das bißchen Feriensreude nicht. Er ist ohnedies schon viel zu ernst für seine Iahre. Du würdest es bitter bereuen, wenn er dir genommen würde."

Sie erschauerte, als ihr der General so mah­nend in die Augen sah:Wenn du noch gut machen kannst, dann tue es, Brunhilde, ohne Zögern."

Sie nickte zustimmend.Ich werde den Racht- schnellzug benützen, um Heimzukommen."

Löhen zog die Stirne in Falten:2Iur keine Extreme, Kind! Erst ein Brief, der ihn vorbe­reitet, dann wartest du seine Antwort ab. Es fragt sich, ob es ihm erwünscht ist, wenn du so plötzlich eintriffst. - Er braucht doch auch seine Zeit, darüber hinwegzukommen."

Sie errötete und preßte die Lippen auf­einander. Ob er je darüber Hinwegkommen würde? Jedenfalls wollte sie nichts unversucht lassen, ihm den Beweis zu bringen, daß sie niemals dem Grafen zu eigen gewesen war. Frei­lich, die Küsse und die Minuten des Erschauerns in seinem Arm liehen sich nicht mehr aus der Welt schaffen:Ich werde ihm also schreiben."

Der General empfand Erbarmen mit dieser offensichtlichen Rot der Tochter und strich beru­higend ihren Arm entlang.Weih Bernd um all das Häßliche?"

Brunhilds Rot vertiefte sich, während sie das beschämende3a" sprach.

Wie traurig!" Lötzen stand auf und sah wehmütig auf Die schöne Frau herab.Hast du gar nicht bedacht, Brunhilde, was du dem Jun­gen damit antust und was du alles in ihm zer­störst? Den Glauben an deine Reinheit! An die Makellosigkeit deines Frauentums! Den Glauben überhaupt an alles, was den Ramen Weib trägt! Du hast dich beklagt, daß das Kind

mehr auf der Seite deines Mannes steht. Findest du das nicht in der Ordnung? Ich möchte fast sagen, es ist ausgleichende Gerechtigkeit. Du willst Oerhens und Bernds Liebe und Hans Peter sollte leer ausgehen."

Schweig, bitte, Brunhilde hielt sich die Ohren zu.

Es muh einmal gesagt werden, mein Liebes. Mit Halbem ist nichts getan. Ich will jetzt nach Bernd sehen. Wir wollen ihm nichts von allem sagen. Du schreibst Hans Peter! Wie ich ihn kenne, wird er Antwort geben. Welche das läßt sich natürlich nicht Voraussagen."

Entschuldige mich abends bei unseren Freun­den, ich könnte heute nicht tanzen und wenn es um meine Seele ginge! Brunhilde rich­tete fröstelnd einen Wall von Kissen um sich auf.

Der General versprach es und verlieh das Zimmer. Ehe die Klinke einschnap:te, sah er noch einmal nach ihr hinüber.Ich lasse das Abendessen hier auf dem Zimmer servieren! Es wird dir lieber sein!"

Sie nickte dankbar, dann verklang fein Schritt auf dem Läufer des Korridors.

Den Kopf weit zurückgebogen, starrte Drun- hilde nach der Decke und sah wie auf einer Flimmerleinwand ihre Ehe an sich vorüber­ziehen. Sich selbst -als kaum Reunzehnjährige im myrtenübersäten Brautgewande. Hans Peter ernst, ganz seiner Würde bewußt, bereits mit vierundzwanzig Iahren einem Weibe Gatte zu sein. Darauf die Flitterwochen, voll rosenfarbe­ner Zukunftsträume und ganz vom Liebes­taumel durchtränkt. Das erste, ernste Zerwürfnis um eine Lächerlichkeit und dann das Wieder­versöhnen. Ihre Angst vor dem Mutterwerden und Hans Peters stolze Freude, als sie ihm den Erben gebar.

Dann das Erkennen, daß Anstetten verschuldet war, ihr Drängen, es zu verkaufen, und fein Widerstand, da er wollte, daß es dem Iungen erhalten blieb. Das schuf den ersten, tiefen Riß, der immer weiterklaffte, zuletzt so weit, daß nicht einmal das Kind ihn überbrücken konnte.

Sie sah ihn vor sich stehen, wie er, die Lippen halb zerbissen, darum bat, einen Teil ihres Ver­mögens, das sie selbst verwaltete, als Hypothek auf Anstetten eintragen zu lassen, ihr Wider­streben und zuletzt die Forderung der Tren­nung, wenn sie ihm willfahre.

Sie fühlte erst heute, wie demütigend das alles für ihn gewesen sein muhte!

Ein leises Klopsen rih sie aus ihrem Er­innern.

23emb steckte den Kopf herein und lachte ihr entgegen:Darf ich mich ein klein wenig zu dir sctzcn? 3a?" Er wartete etwas, bis sie gegen die Wand gerückt war und ließ sich bann auf dem Rand des Sofas nieder.Denke

$. Gp. D. 1926 Steinbach.

Steinbach I Lich I 1:1 (0:0).

Steinbach I. 3gb. Lich I. Jgd. 1:0 (0:0).

Am Sonntag trafen sich die e.ste Mannschaft Steinbachs und die gleiche Lichs zum fälligen Verbandsspiel. 3nfolge des starken Windes kamen schone Kombinationen nur selten zustande, und so kam es, daß bis zur Halbzeit auf keiner Seite Tore fielen. 2kach der Halbzeit spielte Steinbach mit dem Wind und konnte kurz nach Halbzeit einsenden. Kurz vor Schluß konnte Lich mit viel Glück ausgleichen.

Dor diesem Spiel fand das Jugendspiel statt, das aber schon 20 Minuten früher abgebrochen werden muhte, wegen des stattfindenden 23er- bandsspiels. Bei regulärer Spielzeit hätte Stein­bach noch höher gewinnen können.

Handball im Gau Hessen (O.T.)

To. 1846 II Tv. Großen-Linden I 5:5.

Großen-Linden zeigte, daß es der 6-Meisterschaft würdig ist. Wenn auch noch eine gewisse Einheitlichkeit fehlt, so hat die Mannschaft doch sehr talentierte Ein­zelspieler. 1846 war, trotzdem es nur mit 10 Mann spielte, während des ganzen Spieles leicht über­legen. Erst kurz vor Schluß zog Großen-Linden durch grobe Schnitzer der Gießener Hintermannschaft gleich.

Handball im Männeriurnverein (O.T).

Tv. Großen-Vuseck II 2Nto. Gießen II 1:6 (0:3).

Am Sonntag trat nach mehrwöchiger Pause die zweite Mannschaft des Mtv. wieder auf den Plan. Sie hatte sich die gleiche Mannschaft des Tv. Grohen-Buseck nach hier verpflichtet. Obwohl die Einheimischen mit mehrfachem Ersatz antreten mutzten und man nicht sehr viel von der zusammengewürfelten Mannschaft erwartete, führte sie ein Spiel vor, das nach der ange­nehmen Seite hin enttäuschte. Die. Mtver führten ein ziemlich ausgeglichenes Spiel vor. Bei den Gästen fehlte der Hintermannschaft oft der schnelle Entschluß zum Angreifen und dem Sturm der scharf placierte Wurf, doch muh man sagen, daß der Gietzener Torhüter wieder einen sehr guten Tag hatte und sehr schöne Leistungen zeigte. 3m großen und ganzen entsprach das Resultat dem Spielverlauf.

Handball der Gp.-Vg. 1900.

ö. Eine sich zumeist aus Spielern der ersten Mannschaft rekrutierende Elf der S p. - V g. 19 00 hatte den Tv. 1 862 Wieseck zu Gast und . muhte schon aus sich herausgehen, um über A.-D.-T.-Leute knapper Sieger bleiben zu können. Die Gäste erwiesen sich als eine flinke Mannschaft, die auch gutes Zusammenspiel pflegt. Bei den 190Cem blieb in dieser Hinsicht mancher Wunsch offen. Die ckinzelspieler waren im all­gemeinen besser. Das vchmerzenskind war auch wieder der Sturm. Das Treffen verlief bis auf eine Auseinandersetzung des Gietzener Torwarts mit dem Schiedsrichter, worauf jener den Platz verlassen muhte, ruhig u ndfair.

Die erste Iugend, die in Wetzlar beim 23. f. L. weilte, konnte den Sieg des Vorspiels nicht wie­derholen und mutzte sich nach ausgeglichenem Spiel etwas hoch (7:3) geschlagen bekennen. Der Torwart ha.te bei verschie.enen Täl.en Pech, und im Sturm machte sich das Fehlen des Mittel­stürmers bemerkbar.

Wesentlich besser machten die Schüler ihre Sache, indem sie über die 23. f. L.-Schüler einen 3:0-Sieg erfochten.

Handball im Lahn - DüUSberg - Gau.

Am Sonntag fand in Gießen eine Spieler- sihung statt. Als erster Punkt stand die Hand­ball-Vorrunde auf der Tagesordnung. Rachdem noch einmal sämtliche Spiele einzeln durchgespro­chen worden waren, wurden die Proteste von Wieseck und Aliendorf zur Entscheidung gebracht.

Dem Protest im Sptel AllendorsLondorf wurde infolge Formfehlers von feiten Allendorfs nicht stattgegeben und bleiben Londorf die Punkte, während der Protest im Spiel WieseckAllendors für Wieseck 2 Punkte brachte. Als wichtigster Punkt stand die Schiedsrichterfrage auf der Tagesordnung. Ieder Verein stellt nur einen Schiedsrichter, die zum erstenmal am Sonntag nach Reujahr zwecks Durchsprechung der Regeln in Gießen zUsammenkommen. Die Rachrunde be­ginnt voraussichtlich bereits Mitte Ianuar und bringt wieder sämtliche Mannschaften der Vor­runde zusammen, zu denen noch Rodheim hin­zukommt, welches allerdings nur Gesellschafts- sviele austragen kann, da die Mannschaft die Vorrunde nicht gespielt hat.

Arbeiter Turn- und Sportbund.

Gießen I Westend I 1:4.

Auf dem Trieb standen sich am Sonntag diese Mannschaften gegenüber. Westend ' muhte sich mächtig anstrengen, um nicht die Punkte in Gießen zu lassen. Hätte das Glück etwas mehr nach Gießen geneigt, so wäre Westend mit einer Riederlage nach Hause gefahren. Das Spiel be­gann mit flottem Tempo. Gießen schuf gefähr­liche Momente vor dem Gästetor, konnte jedoch im entscheidenden Moment die schönsten Sachen nicht verwerten. Die wenigen, aber gefährlichen Angriffe der Gäste brachten vorerst nichts ein, bis der Mittelstürmer im prachtvollen Allein» gang das Führungstor erzielte. Giehen konnte bald den Ausgleich Herstellen. So ging es in die Pause. Auch nach dem Wechsel folgte weiter offenes Spiel. Die Angriffe der Gäste wurden immer gefährlicher, während man auf der Ge­genseite vom Pech verfolgt war. Westend ging abermals in Führung. Gießen fiel dann ab, während Westend zwei weitere Tore erzielte und so sich den Sieg sicherstellt.

Lollar I Wieseck I 5:1.

Eine Ueberraschung kommt aus Lollar. Beide Geg­ner standen sich im Freundschaftsspiel gegenüber. Die Gäste konnten nur mit neun Mann antreten. Trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit der Gäste wurde ein spannendes Spiel vorgeführt. Lollar konnte bald in Führung gehen, doch auch Wieseck schuf gefährliche Momente. Bis Halbzeit hatte Lollar Drei Tore vorgelegt. Nach dem Wechsel war Wieseck etwas im Vorteil, doch konnte es bei der zahlreichen und harten Abwehr der Einheimischen vorerst zu keinem Erfolge kommen, bis ein prachtvoller Schuß ihnen das Ehrentor brachte. Wohl mußte sich Wieseck noch zwei leichtfertige Tore gefallen lassen, während es Lollar verstand, durch reichliche Abwehr jeden Er­folg zu verhindern.

Grünberg I Gießen Ib 1:3.

In Grünberg trugen diese Mannschaften das Rück­spiel vom Vorsonntag aus. Diesmal gelang es Gie­ßen, die Niederlage vom Vorsonntag auezugleichen und die Einheimischen mit einer 3:1-Niederlage sicher zu schlagen.

Auch Das Spiel Der zweiten Mannschaften enDcte mit einem 2:0-Siege Der Gäste.

Beuern I Watzenborn I 4:4.

In Beuern lieferten sich Diese Mannschaften ein flottes Gesellschaftsspiel. Bei Halbzeit führten Die Gäste mit 2:0. Nach Dem Wechsel konnte Beuern vier Tore erzielen. Dem Die Gäste gegen Schluß noch zwei entgegensetzten unD so Den Ausgleich herstelltcn.

Das Spiel Der JugenDmannschaften enDete mit einem 5:0=Siege Der Gäste.

wieseck II Waldgirmes 1 6:1.

Auf dem Wiesecker Sportplätze lieferten sich beide Mannschaften ein schönes Spiel. Hier konnten Die Einheimischen infolge ihrer technischen Ucberlegenhcit Die flinken Gäste mit einer 6:l-NieDerlage hcim- fenDen.

Auch die IugcnDmannschaft Wieseck konnte Den Neuling Des Bezirks, Die 1. Mannschaft Saasen, mit einer 7:0-NieDerlage abfertigen.

dir, was ich soeben Komisches erlebte. Ich habe in der Halle Tee getrunken. Du weiht doch, an dem Ecktisch, wo wir unseren Stammplatz haben da sah ich auf einmal Papa die Treppe herabgehcn und auf mich zukommen." Aber Bernd!"

Tatsächlich, Mama! Ich bin ausgeschneklt und wollte ihm die Hand schütteln, da war er schon wieder fort.

Iunge, wie kann man am Hellen Tage träu­men!" Sie strich fein Haar zurecht und forschte in seinem Gesicht.Wie ähnlich du ihm bist!"

Wirilich?"

Sicher, mein Iunge!"

Ist dir das nicht lieb, Mama?" Die Knaben- augen verdunkelten sich etwas.

Doch, Bernd! Sehr lieb sogar! Vielleicht reife ich schon mit dir zurück, wenn die Schule be­ginnt. Ich habe das Treiben hier herzlich satt."

Er umfing sie mit Ungcftüm und küßte sie, daß sie kaum mehr Atem fand. Als der General eine Viertelstunde später Rachschau hielt, sas,eu Mut.er und Sohn am Schreibtisch unD suchten Photos aus, die Bernd seit ihrem Hiersein ausgenommen hatte. Die schönsten davon wollte man noch heute nach Anstetten schicken.

Wie selig der Iunge ist, dachte Löhen. Armes Kind! Vielleicht würde noch alles gut! Rach Der Abendmah.'zeit blieb man noch bis zehn Uhr beisammen und plauschte. Dann zog sich Der General zurück. Brunhilde umfaßte Bernds Ge­sicht und küßte ihn, wie nie zuvor. Sie küßte den Gatten in ihm.

Der Knabe fühlte ihren Mund noch auf dem feinen ruhen, als er längst schon in den Kissen lag und in wohligem Geborgensein die Augen schloß.

Die schöne Frau ging ruhelos in ihrem Zimmer auf und ab. Die Zofe hatte sie zu Bett geschickt. Vater und Sohn schliefen. Run kam der Bries an Hans Peter. Der Brief, von dem alles, aber auch alles für sie abhängen würde. Ob sie die rechten Worte sand? Ob er ihr Glauben schenkte? Ob er mit Der Frau, die einen anderen geküßt hatte, noch Gemeinschaft haben wollte?

Damals als er sich hatte hinreiben. lassen, ihr seine Liebe zu zeigen, war wohl noch kein Verdacht in ihm gekeimt, daß sie mit Oerhen tändelte. Und am Tage vor ihrem Weggehen von Anstetten, bei dieser häßlichen Szene, hatte er die Worte hervorgestoßen:Wenn du nicht die Frau eines"

Was hatte er damit sagen wollen? Wohl wenn du nicht die Frau eines Cdelmannes wärest, würde ich dich jetzt zu Boden schlagen!

Sie schauerte zusammen. Die Eröffnung durch Oerhens Gattin mutzte ihn furchtbar getroffen haben. Cs wäre besser gewesen, wenn sie ihm selbst davon gesprochen hätte, aber das war nun > nicht mehr zu ändern.

Sie lieh sich an ihrem Schreibtisch nieder und rückte Papier und Tinte zurecht. Dieser Dries war eine eiserne Rotwendigkeit, die nicht zu um­gehen war. Rach der ersten vollgekrihelten Seite zerriß sie ihn und zog einen neuen Bogen aus dem Behälter. Derzweifelt suchte sie nach Wor­ten und fand keine, wenigstens nicht die, welche ihr den Rückweg zu dem Gatten bahnen sollten, die Worte, die ihre Schuld unbeschönigt und doch nur in dem Maße zeigten, als sie wirklich ge­fehlt hatte.

Rach einer Stunde ließ sie die Feder sinken. Es war unmöglich! Die Augen fielen ihr zu. Sie konnte sich kaum mehr so weit aufraffen, sich zu entkleiden und ihr Lager aufzusuchen. Morsen würde es leichter sein, ihren Bericht an Hans Peter abzufassen. Morgen!

Schwer wie Blei ruhte ihr Körper in Den batistbezogenen Kissen des Bettes. Morgen!

Fern im Westen, wo die See mit dem nächt­lichen Himmel in eins verschmolz, zuckte ein Wetterleuchten.

Brunhilde wurde nervös. Zwischen neun und zehn hatte sie die Gattin Oerhens zu sich gebeten. Aber diese war nicht gekommen. Cs war schon elf vorüber und sie wurde noch immer nicht ge­meldet. Sollte es sich doch nur um eine Er­pressung gehandelt haben?

Sie empfand etwas wie Zorn und Beschämung und hörte kaum auf das Klopfen, mit dem Die Zofe eintrat, und ihr einen Brief überreichte.

Brunhilde ritz den Umschlag mit fliegenden Händen an der Schmalseite entzwei. Große, charak­teristische Buchstaben, flüchtig hingeworfen:

Baronin!

Unter den gegebenen Umständen verzichte ich auf meine Rache. Ich werde auch ohne die geforderten zwanzigtausend Schilling schwei­gen. Möge das Leben Sie mit Ihrem Geschicke aussöhnen. Gertraud Holmfeld."

Wie schwulstig, dachte Brunhilde. Theatralisch und komödienhaft in jedem Wort. Sie haßte alles Bombastische in Rede und Stil.Möge das Leben Sie mit Ihrem Geschicke aussöhnen." Lächerlich! Sie war schon ausgesöhnt! UnD Hans Peter würde es auch bald fein.

Ietzt fand sie auch die Stimmung, den Brief zu schreiben, Der ihr heute nacht solches Kopf­zerbrechen gemacht hatte. Ihre Finger hasteten über Den Bogen hin. Dier Seiten! Und alles, was sie zu Papier gebracht hatte, war gut.

Sie faltete ihn zusammen und ebreffierte Die Hülle. Es würde eine Folter ohnegleichen sein, bis die Antwort von iffln eintraf.

(Fortsetzung folgt.)

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