Wfvvw'Pakt Stellung unb erklärt, baß Vie Regierung der Sowjetunion selbstverständlich fein Angebot an Rumänien habe machen können, weil zwischen ihr und Rumänien keine diplomatischen Beziehungen bestünden und die bessarabische Frage nicht ge- l ö st sei. Der Litwinow-Pakt gebe dec Regierung Rumäniens die Möglichkeit, sich an diesen Pakt anzuschließen. wenn Rumänien wirklich Interesse daran habe, die russisch-rumän.schen Beziehungen normal zu gestalten. Die Regierung der Sowjetunion sei bereit, alles zu tun, um den Frieden herzustellen, aber der Beitritt Rumäniens könne selbstverständlich die Sowjetregierung nicht veranlassen, ihren Anspruch auf Bessarabien auf- zugeben.
Die Deutschen - Verfolgungen in polen.
Tic deutsche Abrechnung erfolgt in Genf.
Berlin. 10. Jan. (Priv.-Tel.) Die sich in den letzten Tagen in erschreckender Fülle häufenden antideutschen Maßnahmen der polnischen Regierung, die durch das reichlich merkwürdige Interview des polnischen Außenministers noch dazu in das rechte Licht gesetzt worden sind, werden, wie wir aus politischen Kreisen Horen, von den hiesigen zuständigen Stellen mit der größten Aufmerksamkeit verfolgt. Es ist jedoch nicht richtig, daß man, wie vielfach gemeldet wird, deutscherseits bereits einen Schritt in Marschau unternommen hätte, da die zuständigen Stellen vielmehr den Standpunkt vertreten, daß es geeigneter ist, und die deutsche Haltung nut noch bestärkt, wenn in Genf deutscherseits in schärfster gönn und mit allem Rachdruck gegen diese geradezu unglaublichen polnischen Maßnahmen protestiert wird. Da die März-Tagung entsprechend dem Antrag des deutschen Reichsaußenministers sich sowieso mit der Minderheitenfrage befaßt, ist die beste Gelegenheit gegeben, einmal radikal mit den polnischen herausfordernden Aebergriifen abzurechnen. Wir glauben zu wissen, daß diesbezügliche Dispositionen bereits verbreitet werden.
Das Zentrum dementiert.
Noch keine Koalitionsverhandlungen.
Berlin, 9. Ian. (WTD.) Bon der Zentrums- Partei ist folgende parteioffiziöse Mitte.lang verbreitet: Rach einer Rotiz des Rachrichtcnbureaus des Vereins Deutscher Zeitungsver.'egec über die Regierungsbildung soll damit zu rechnen sein, daß die LImbildung der Regierung bereits bei Wiederzusammentritt des Reichstages erfolgt sein werde: die dem Zentrum zu- fallenden Ministerien werden angegeben und auch bk Zentrumsabgeordneten genannt. die diese Ministerien überneh.r.en toürfcen. Die Zentrumspartei ist an derartigen Verhandlungen bis jetzt nicht beteiligt worden. Schon daraus ergibt sich, daß die Meldung auf haltlosen Kombinationen beruht. Der Vorsitzende der Deutschen Zentrumspartei hat am 6. Januar in Rüdeshrim die grundsätzliche Bereitwilligkeit des Zentrums zur Großen Koalition erklärt, aber gleichzeitig hinzugefügt, daß der Weg zur Großen Koalition von den anderen zu ebnen sei.
Veamtenvettreter im Reichstag.
Wünsche zur Besoldungsordnung.
Berlin, 10. Ian. (DDZ.) Der Reichstagsausschuß für Beamtenangelegenheiten nahm heute die Wünsche und Forderungen der Beamten zur Ausführung des Reichsbesoldungsgesetzes entgegen, indem er die Vertreter der Beamtenspihenocganisationen anhörte. Direktor Lenz vom Deutschen Deamtenbund führte aus, daß sich vor allem die Beamtenschaft gegen die übermäßigen Kürzungen des Besoldung sdien st alters wende, d.e hüufig jede Möglichkeit nähmen, vor Erreichung dec Höchstaltersgrenzen in den Genuß des Cndgrund- gehaktes der Besoldungsgruppe zu kommen. Bei der Beförderung in eine höhere Besoldungsgruppe tritt, besonders bei den Beamten der unteren und mittleren Gruppen, im Gegensatz zu dem in der Gesetzesbegründung aufgestellten Grundsatz nur eine geringe Einkommenverbeise- rung ein. Rach Auffassung des Deutschen Beamtenbundes müssen daher Höchstgrenzen für die Kürzung des Desoldungsdienstalters auf-
Der Buffart).
Von Edmund Scharein.
Der Rordost braust in kahlen Baumkronen, klappert im Geäst und singt in den Leitungsdrähten. Mit Wipfeln und Zweigen, Mensch und Tier treibt er ein mutwilliges Spiel. Der grau, die auf wintergrauer Straße ihrer Hütte zustrebt, wirft er den weiten Faltenrock über die Schultern, daß sie anzusehen ist, wie eine Vogelscheuche. Dem Hasen, der am Rain im alten Gras sein Lager gewählt hat, bläht er die dichte Wolle, daß der nackte Balg hervortritt.
Der Kauz in der hohlen Weide erwacht bei dem Knarren und Stöhnen, glotzt und glotzt und kann den unterbrochenen Schlaf nicht mehr fht» den. Da kullern seine großen runden Augen und mustern neugierig den fremden adlerartigen Vogel, der seit gestern sein Rachbar ist. Ein stattlicher Bursche ist es, der da unbeweglich auf kahlem Ast in geringer Höhe über dem frost» starren Boden hockt. Dunkel ist sein herrliches, ein wenig gesträubtes Gefieder: nur an der Bauchseite schimmert es hell. Der breite Stoß hängt lang herab, und die Ständer stecken bis zu den Fängen in graugestreiften Federhosen. Aufmerksam sucht sein scharfes Auge die Umgebung ab.
Er ist ein Fremdling in dieser Gegend. Das empfinden sie alle. Richt nur der Kauz. „Ein Adler," sagt einer der Waldarbeiter. „Ein Seeadler," berichtigt ein anderer. Unb schließlich einigen sie sich auf „Raubvogel". Alles in der Vogelwelt, was durch Flug und Größe und Ritterlichkeit auffällt, ist nun mal „Raubvogel". Der Förster aber, der ihn gesehen hat, weiß, daß cs ein Rauhfußbussard ist.
Obschon er ein wetterfester Gesell ist, der aus nördlichen Breiten kommt, friert ihn. Karge Zeit: Kein Wurm und kein Frosch, keine Maus und kein schwirrendes Insekt. Richts, gar nichts ist da, was er kröpfen könnte. Der Hase, der da über den Sturzacker hoppelt, ist gesund, wie die Fische in den heimischen Fjorden. Dem kann er nichts anhaben. Unb auf dem Hof des Bauern halten die Hunde Wacht.
steigender Beamten festge^egt oder Beibehaltung des Desoldungsdienstallers der vorhergehenden Gruppe bestimmt werden.
Die Anrechnung der M i l i t ä r d i e n st z e i t vom 14. bis 19. Dienstjahr wirkt sich in den
meisten Fällen nicht aus. Dazu kommt, daß die Schutzma.msdienstzeit nicht me.jr der üorigen Wi- litärdienstzcit gleich gewertet wird. Auch die Vergünstigungen für die Kriegsbeschädig- t e n sind zu eng gehalten. Die Lari.'klafsengren-
Mnifter Leuschner zur hessischen Innenpolitik.
Hessen und die Reugestaltung des Reichs.
Darmstadt, 9. Jan. (WTB ) Der hessische Innenminister Leuschner veröffentlicht im „Volksfreund" einen Ueberblick über die hessische Innenpolitik im vergangenen Jahre. Der Minister bezeichnet als wichtigste Arbeit zunächst das Gemeindebeamtengeseh, das in moderner Fassung soeben dem Landtage zugegangen sei und den Auftakt zu der neuen Fassung der Städte- und Gemeindeordnung sein werde. Es solle alles geschehen, um dieses Gesetz möglichst noch vor den Kommunalwahlen im nächsten Herbst fertigzustellen. Hierzu komme noch die Modernisierung des Polizei st raf- gesetzbuches, ein neues Hebammenge- s e h und eine Reihe allgemeiner Reformen. Leuschner kommt dann auf die Personal- Politik der neuen Regierung zu sprechen und die Beamtenbesoldungsordnung, die erfreulicherweise auch in Hessen trotz dec Finanz- faiamität durchgeführt worden fei. In Verbindung damit betont der Minister, daß, da das Steueraufkommen aus der Massenbelastung auch in Hessen sehr groß sei, man es verstehe, daß von der werktägigen Bevölkerung spontan auch die Frage nach dem Verhältnis der Beamten zum neuen Staat aufgeworfen worden sei. Schließlich sei im Jahre 1928 auch der Anfang mit der Neugestaltung des Reiches gemacht unb von der hessischen Regierung mit Aktivität gefördert worden. Die Erörterung über die Enklavenfrage sei als untergeordnete Frage bereits in nahe Entscheidung gerückt. Cs wäre aber Selbsttäuschung, toetm man sich mit der kleinen Flurbereinigung wieder zur Ruhe begeben würde und die bei weitem größeren Interessen, besonders im Rhein-Main-Gebiet, aus dem Auge verlöre. Hessen dürfe für sich in Anspruch nehmen, daß es mit seinen Vorschlägen auf der Länderkonferenz der Diskussion, die in eine Sackgasse zu geraten drohte, neue praktische Anregungen gegeben habe. Je posi iver aber das Ergebnis dieser Konferenz sei, um so rascher
werde der einheitliche Staatsgebanke in bie Wirklichkeit umgesetzt, unb auch wir am Rhein, Main unb Reckar werben zu dem Ziele kommen, dem Reich zu geben, was das einige Reich gestalten hilft.
Wo bleibt das Epargutachten für Hessen?
Konkrete Neformvorschlage noch nicht vcröffenttlcht.
Berlin, 10. Jan. (pcio.-Iel.) Bereits vor einiger Zeit ist das vom Reichssparkommisiariat ausgearbei- lele Gutacyten iider die Verwaltungdes Freistaates Hessen und über die Reformmöglichkeiten versehen mit einem zufammenfassenden Vorwort fertiggestellt worden, wie wir hören, ist das ganze Material auch bereits der hessischen Re- gierüngunddemReichssinanzmlnlste- rium überreicht, so daß über die weitere Verwendung des Gutachtens diese beiden Stellen unb nicht mehr das Sparkommisfarlat zu entscheiden haben. Es wäre aber bedauerlich, wenn dieses inlereffanfe Dokument, das auf rund 2500 Seilen bisinalleEinzelheitendie Verwaltung Hessens bespricht, und gleichzeitig konkrete v o r s ch 1 ä g e zur Reform für jeden einzelnen Punkt enthält, stillschweigend in der Versenkung verschwinden sollte. Dies wäre um so erstaunlicher, als wohl sonst tatim ein derartig umfassendes und detailliertes Reformprogramm, dem natürlich aus Grund der gegebenen Verhältnisse von vornherein gewisse Grenzen gesetzt sind, in Deutschland existiert. Bei etwaigen finanziellen Verhandlungen zwischen Hessen und dem Reich wird bas Gutachten natürlich — unb befonbers seine Durchführung — eine große Rolle spielen.
Ms Mre Zuchthaus
Das Reichsgerichisurierl
Leipzig, 9. Jan. (WB.) Jm Prozeß gegen ben bänifdjen Kapitän Lembourn unb die Kontoristin Helene Stegemann vor dem IV. Strafsenat des Reichsgerichts wurde heule mittag das Urteil ver- kündet. Lembourn wurde wegen vergehens nach § 1 des Spionagegesehes zu fünf Jahren Zucht- Haus, die Stegemann wegen versuchter Spionage nach § 3 des Spionagegesehes zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Bei Lembourn gelten sechs Monate, bei der Stegemann drei Monate der Strafe als durch die Untersuchungshaft verbüßt.
*
In der etwa einftünbigen Begründung des Urteils führte der Vorsitzende, Senatspräsident Loren z u. a. aus: Der Angeklagte, der aktiver Offizier ist, hatte Ende April vorigen Jahres U r • laub nach Berlin bekommen. In Berlin lernte er in einer Pension die Stegemann kennen. Er gab sich dabei als Kaufmann aus. Von der Stegemann erfuhr er, daß ihr Bruder Mitglied im Blücherbund sei. Er verstand es, das Vertrauen der Stegemann zu gewinnen, die ihm alles sagte, was er wissen wollte. Bei seiner Abreise teilte er ihr mit, er werde ihr, sobald er nach Dänemark zuruck- getehrt sei, Fragebogen zuschicken, die sie mit einer Schreibmaschine, die er ihr besorgt hatte, in doppelter Ausführung ausfüllen unb an die von ihm angegebene Adresse senden sollte. Die Fragebogen sind der Stegemann dann auch zugegangen. Danach sollte sie Informationen über bie Organisation der Schutzpolizei, über die B e - Ziehungen der Reichswehr zur Schupo w—»W" rriwtBM—>miii hi Twrnirii iirmmnwtnii w i- t —■
Plötzlich hebt er den Kopf. Ein Eichhörnchen rasselt am Stamm dcr nahen Tanne. Die Augen des hungrigen Boge.s hängen mrverwandt an dem grauroten Balg, mit dessen Haar der Wind spielt. Die Jagd im Holz — die liegt dem Bussard nicht. In den Lüften ist er zu Hause. Der Eichkater macht ein paar Sprünge von Zweig zu Zweig und äugt bann in das Astgewirr nach unten: Erinnerungen: dort hob er im dichten Gras an sonnigem Frühlingstag ein Vogelnest aus. Aber jetzt ist auch für ihn eine llrappe Zeit gekommen. In der Erinnerung an die leichte Beute, die ihm ward, stürzt er jählings kopfüber hinunter. Der Bussard späht mit scharfen Augen zu ihm hinüber. Hin und her huscht der kleine Waldläufer da unten im Dürrlaub. Rach oben blinzelt er, wo der Wind Wipfel an Wipfel stößt, daß es knarrt und ächzt. Keine Gefahr: Das Spiel des Windes. Aber da — ein Schatten, und gleich darauf ein Sausen. Er weiß, daß es nichts Gutes bedeutet und will fort. Aber das sperrige Geäst hindert ihn am raschen Dorwärtskommen, und ehe er weih, wie alles kam, hält ihn der Bussard mit scharfen Fängen. Lind die nächsten Augenblicke bringen dem Kleinen den Tod.
Mit sanften Flügelschlägen gleitet der große Vogel über holperige Schollen und froststarrende Saaten. Auf einer Telegraphenstange am Wege bäumt er auf. Absonderliche Töne singt der Draht. Dem Bussard sind sie unbekannt. Er neigt den Kopf ein wenig zur Seite und lauscht. Immer dasselbe Singen und Brummen ... Da streicht er ab.
An den Getreidediemen, die den Segen der Felder bergen, die des Bauern Stolz und Hoffnung sind, herrscht munteres Leben. Fette Zeit für die Schwärme von Ragern, die dort ernten, was der Mensch gesät und gehütet. Dünne Pfeifende Laute schrillen durch die frostllare Luft. Der Fuchs, der da im Holz schleicht, richtet feine Seher voll Verlangen nach der Richtung des Getreideschobers: aber er muß fich bescheiden: zu nahe das Dorf und die Meir- schen. Und so haben die Mäuse weiter fette Zeit, wo andere darben.
für Kapitän Lemboum.
für den dänischen Spion.
unb über bie militärischen Hebungen bes Blücher- bunbes einholen.
Diese Aufgaben hat sie in umfangreicher Weise zu erfüllen gesucht. Es ist allerdings von der dänischen Stelle mitgetzilt worden, daß ihre Arbeit ungenügend sei. Dcr Vorsitzende fuhr dann fort, in tatsächlicher Hinsicht fei festgestellt, daß diese Fragebogen nicht von Dänemark, sondern von einer anderen ausländischen Macht, und zwar von einem Offizier, der Attache bei einer ©efanbt» schaft in Kopenhagen war, und sich zur Zeit in Holland befindet, ausgegangen feien. Der Angeklagte Lembourn habe sich bamit verteidigt, daß es fich um feine Spionage gehandelt haoe. Er hätte, ba er an der Südgrenze tätig war. Erkundigungen einziehen wollen, ob die vaterländischen Verbände dort Unruhen stiften könnten. Das habe ihm das Gericht aber nicht geglaubt. Lembourn sei Instruktivnschef einer Organisation eines anderen Landes, die den deutschen vaterländischen Verbänden ähnlich sei. Auch dieser Umstand spreche dafür, daß er Spionage im Interesse eines anderen Landes getrieben habe. Er habe nicht ehrlos gehandelt. Da et seine Straftat aber nicht für sein eigenes Vaterland begangen habe, könnten ihm milbernbe Umstände nicht zugebilligt werden, und das Gericht habe die von der Aeichsanwaltschast beantragte Zuch t- haus strafe von fünf Jahren für angemessen gehallen. Was die Stegemann betrifft, so habe das Gericht ihr zugute gehalten, daß sie lediglich aus Liebe zu Kapitän Lembourn gehandelt habe.
Aber mitten in die lärmende Fröhlichkeit kommt der Bussard mit breiten Schwingen und bringt den Schädlingen Tod und Verderben, Lind dann bäumt er auf der Telegraphenstange auf und überläßt sich einem Gefühl wohligen Behagens. Die warme Mittagssonne kost fein herrliches Gefieder. Die Weise der dünnen Drähte ist ihm jetzt bekannt. Der Dauer, der ihn sieht, will ihm, dem großen Raubvogel, den Garaus machen. Aber der Frost beißt ihn in die steifen Finger, und so behält er die Kugel im Rohr. Wie er aber an den Getreidehaufen kommt, stutzt er: rote Tropfen auf der weihen Decke, und dort wieder, und ba, am schneeverwehten Stein, gar die lleberrefte einer Maus. Unb er ist froh, den großen unbekannten Vogel geschont zu haben. Dec ist ihm mehr wert, als alle seine Katzen, die jetzt hinterm warmen Ofen hocken, älnd am andern Tage sieht er dasselbe. Auf der frischen Schneedecke, die die Rächt gebracht hat, sind überall die Zeichen des großen Vogels und die Deweise seiner erfolgreichen Jagd. Der Bauer wünscht ihm ein langes Leben und viel Deute.
Der Bussard aber hockt auf schneebedecktem Hügel. Vielleicht gedenkt er seines hohen Horstes, der von kahlem Felsen auf aufgeregt flutende Meereswogen und weihe Segel erblickt, die der Wind bläht, und auch der wlli) zerrissenen Schären und windzerzausten Föhren. Unb — bah die Zeit kommen würbe, die Heimat im Rorven wieder aufzusuchen.
Geheimnisvolle Kußspuren im Schnee.
Der Winter des Jahres 1855 brachte für das britische Inselreich eine Sensation ersten Ranges. Ein dichter Schneefall hat:e über Rächt ganz England in eine weiche Decke gehüllt, und in ben „Times" vom 16. Februar des erwähnten Jahres stanb zu lesen, baß in der Grafschaft Devonshire eine Fußspur zu sehen sei, welche von einem höchst merkwürdigen, ganz und gar uwbekannten Tiere herrühren müsse. Die in den frischen Schnee eingedrückten Spuren waren beiläufig 10 Zentimeter lang und 6.5 Zentimeter breit. Allem Anschein nach handelte es sich um
zen beim WvhnungSgekdzuschuh liegen teilw'ise so, daß bei einer Beförderung CB.amte in dec höheren Besoldungsgruppe den Wch» nungsgelbzuschuh nach einer niedrigeren Tarif, klasse erhalten, als ihnen beim Verbleiben in der verlassenen Besoldungsgruppe zustehen würde.
Im Hinblick auf die erstrebte Vereinheitlichung der Verwaltung erscheine es notwendig, zunächst die Besoldungsgesetze des Reiches und Preußens einander anzugleichen.
Hierauf erläuterte Dc. Voller die Wünsche bes Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes, von denen ein Teil sich mit den vom Vorredner vorgetragenen decke. Im einzelnen trat er u. a. für eine ben Beamten günstigere Anrechnung der außerplanmäßigen Dienstzeit ein. Eine Härte fei es, baß die Verbesserung des Desoldungsdienstalters nur denjenigen Schwerkriegsbeschädigten gewährt werden solle, deren Beschäftigung vor Eintritt in das Beamtenverhältnis geschehen sei. Auch die Bestimmungen über bie Dienstwohnungsvergütung mühten für die Beamten günstiger gefaßt werben.
Senatspräsibent Spiegelthal war als Vertreter bes Deichsbundes der höheren 'Beamten in bet Lage, bie allgemeinen Forderungen der Vorredner zu unterstützen und trug nur noch eine Reihe von Einzelwünschen vor. Insbesondere bezeichnete er es als eine große Härte, bah für bie höheren Beamten eine öberrbe ft immun g bestehe, wonach ben in ber alten Gruppe X überalterten höheren Beamten im günstigsten Fall nur 14 Jahre auf das Besoldungsbien st- alter ungerechnet würden. Unzureichend seien auch die Bestimmungen über die Anrechnung des Hochschulstudiums.
Oer Voranschlag
-er Deutschen Reichsbahn.
Berlin, 9. Ian. (TTl.) Der ReichsverkehrS- minister hat dem Reichstag den Personal- und Betriebsmittel-Voranschlag der Deutschen Reichsbahngefellschast für 1929 zugehen / lassen. Danach zählt das G e s a m t p e r s o n a l der Reichsbahn 707 000 Köpfe. Im einzelnen beträgt die Zahl der Beamten 309 287, die Zahl ber Angestellten unb Arbeiter 397 713. Für Ge- Halter unb Löhne einschließlich Pensions- lasten sind insgesamt 2952,7 Millionen Mark aus- geworfen. Im Jahre 1923 betrug die Zahl deS beschäftigten Personals 701 337, die Summe der ge-ahlten Gehälter unb Löhne 2912,9 Millionen Mark. Der für bas Jahr 1929 veranschlagte Kohlenverbrauch wird mit 14.977 Millionen Tonnen, ber für die Betriebsstoffe aufzu- wendei be Geldbedarf mit 350 Millionen Mark beziffere. An Oberbau st offmengen werden u. a. veranschlagt: 391 000 Tonnen Schienen, 175 C00 Tonnen Kleineisen, 276 000 Tonnen Eisen- schwellen, 83 000 Tonnen Weichen unb 5 900 000 Stück Holzschwellen für Gleise. Der Geldbedarf für Oberbau- und Baustoffe wird mit 283,3 Mil- Honen Mark veranschlagt.
Aus aller Welt.
Erste praktische Anwendung der Mehrdrcchlleilung.
Die erfolgreichen Versuche, die in jüngster Zeit im Auftrage ber Reichspast mit Mehrbrahtleitungen unternommen worden sind, und bei denen es gelang, eine regelrechte Debatte verschiedener Teilnehmer an verschiedenen Orten durchzuführen, haben soeben zur ersten praktischen Anwendung geführt. In der Technischen Hochschule in Charlottenburg fand nämlich zum ersten Male eine wissenschaftliche Ferndebatte im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des Elektrotechnischen Vereins statt, an der Teilnehmer aus Berlin und Breslau sich auf fernmündlichem Wege mit Hilfe einer Vierdrahtleitung gleichzeitig beteiligten. Sowohl in Berlin als auch in Breslau wurde die Verständigung mittels Bandmikrophonen und Riffelfall- Lautsprechern mit elektrodynamischem Antrieb durchgeführt. Sie fand somit unter den besten technischen Voraussetzungen statt unb nach Angabe aller Beteiligten war die Verständigung untereinander außerordenllich zufriedenstellend.
Schwere Bluttat
In Selm-Beifang bei Dortmund wurde der 50 Jahre alte Bergmann Reinhard aus Dortmund, als er bei seinem dort wohnenden Sohne zu Besuch toetUe, in der Rächt zum Dienstaa von vier Hnbetanntenüberfallen und
bie Fußtapfen eines Huftieres, etwa eines Esels ober kleinen Pferdes. Gegen diese Vermutung sprach aber die Erscheinung, daß das unbekannte Wesen auf einem Beine gegangen sein müßte, um diese Spuren zu hinterlassen, denn sie waren in regelmäßigen Abständen von je 25 Zentimeter in einer einzigen Linie genau hintereinander gelegen. Weiter sah man bie bei Topsham an bet Meeresküste beginnenden Spuren in von Mauern eingefriebeten Gärten sich jenseits dieser gerad- linig foctsehen: überhaupt schien es für bas geheimnisvolle Tier keine Hindernisse gegeben zu haben, ba die Fußspuren selbst auf den Dächern von Häusern zu beobachten waren. Heber ganze 120 Kilometer zogen sich diese dahin, bis sie endlich verschwanden. Wenn man bedachte, daß alte Fußabdrücke während einer einzigen Rächt entstanden sein mußten, ba früher kein Schnee gelegen hatte, so mußte die Sache jedermann- noch rätselhafter erscheinen, ba es kein Lebewesen gibt, welches eine berart lange Strecke in sö kurzer Zeit burchmessen könnte. Ramentlich bie Landbevölkerung der betroffenen Gegenden geriet in Aufregung unb vermutete in dem merkwürdigen Läufer den leibhaftigen Bösen. Riemand getraute sich mehr, nach Eintritt der Dunkelheit daS Haus zu verlassen, unb die Psarrrer hatten Mühe, ihre Leute von ber Kanzel herab zu beruhigen. Da die Rachricht sehr bald auch in andere Zeitungen überging, so zerbrach sich in bet Tat ganz England die Köpfe darüber. Auch bie Gelehrtenwelt bemühte sich vergebens um bie Lösung des Rätsels. Einer glaubte, ein im Londoner Tiergarten entsprungenes Känguruh für die Fußtapfen verantwortlich machen zu können, während ein anderer auf einen Dachs riet, und wieder andere die Erscheinung durch atmosphärische Einflüsse hervocgerufen glaubten. Eine auch nur halb Wegs wahrscheinliche Erklärung wurde nicht gefunden. Hnö so dürfen wir uns nicht wundern, daß die Anzahl jener, welche die Fußspuren dem Teufel zuschrieben, der in der Rächt Vom 14. auf ben 15. Februar 1855 über England gelaufen sein soll, immer größer wurde, bis die ganze Sache schließlich in Vergessenheit geriet
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Bit geflenmarii (fit eint Anzahl di M Sidney oera mehrere tausend c junt Opfer. 5n tos vormalige de lager in Brand, die in dem Lager riften gerettet, di Flammen ja1 Kinder nahezu u
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Ein Doot, Talsperre beiter ke'and len, darunb Empfang bei
des Dculfdjen
In der Du Nrn liattona geordnete Di Deutsche uni politische ausschuh des Pen Vereins, darauf, ieftzi und Oefterre loar und i
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