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Rückgabe ihres
hungernden
statt.
Raben und Krähen.
Oie Wetterlage.
meter. Beschaffenheit: gekö für Skt unb Rodel im Wal
>ali) und auf ber Höhe:
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dteLfceXkelt.
„Freischütz" und der mit feinster Nuancierung gespielten Oberon-Ouvertüre wieder einmal genießen
e n ion« zu
Vogelsberg (Hoherodskopf). Wetter: Rebel. Temperatur minus 6 (Arad Celsius, SchnoedrckS im Wald und auf der Höhe 20 bis 25 Zenti- "rrrt, Sportmöglichkeit
Borrwtizen.
— Tageskalender für Donnerstag: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde: Lichtbilder- oortrog von Prof. Dr. A. Burchard (Jena): ,,Dul» naricn — Land und Leute", 8.15 Uhr, in der Neuen Universitäts-Aula. — Volkshochschule: Bachfeier»
•* Die Rückgabe des beschlagnahmten Eigentums in Rmerika. Es ist noch immer die Meinung verbreitet, daß die amerikanische Regierung frort sich aus die Rückgabe ted beschlagnahmten deutschen Eigentums veranlas- fen würde. Das ist nicht der Fall. Es noch einmal darauf hingetriesen, daß die Be- treffenden sich selbst um die Rückgabe ihres Eigentums kümmern muffen. Die Frist lauft am 10. März d. 3. ab.
Streut Futter den , Vögeln im Freien! Der Vogelschutzverein Frankfurt a. M. bittet, schon vor dem Schneefall mit dein Ausstreuen fron Futter zu beginnen, damit sich die Vögel an die Futterplätze gewöhnen. Kartoffeln und Brotkrumen sind den meisten Vögeln schädlich. Man streue geeignetes
Berliner Börse.
Berlin, 10. 3an. (WTD. Funkspruch.) 3m heutigen Frühverkehr scheint die Tendenz wieder etwas freundlicher zu sein, wenn sich auch eine stärkere Zurückhaltung zeigt. Das leichte Geld und die feste Tendenz der gestrigen Reu- yorker Börse bieten eine Anregung. Die Kurse liegen bis 1 Prozent hoher. Siemens 421,50 bis 422,50, Waldhof 291 bis 292, und Otavi Minen 70,25 bis 70,50.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religlonsgefellschait. Sabbatfeier den 12. Januar. Freitag abend 4.25 Uhr; Samstag vormittag 8.30; Predigt; nachmittags 3.30; Sabbat- ausgang 5.40. Wochengottesdienst morgens 7; abends 4.30 Uhr.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 12. Januar. Vorabend 4.45 Uhr; morgens 9; Predigt; abends 5 und 5.40 Uhr.
gut.
Odenwald (Tromm und Reunkirchen): Keine Sportmöglichkeit.
Sauerland. Wetter: heiter, Temperatur minus 5 Grad Celsius, 22 Zentimeter Schnee, verharscht; Ski und Rodel gut.
Taunus (Kleiner Feldberg). Wetter: Nebel, Temperatur minus 11 Grad Celsius, 15 Zentimeter Schnee, verharscht; Sportmöglichkeit: Ski und Rodel gut.
zu können. Richard Wagner war vertreten durch Stücke aus „Tannhäuser , wobei die sehr gute Blechbesetzung des Orchesters besonders zur Geltung kam, während in den anderen Stücken außer dem starken, gutbesetzten Streichkörper die ebenfalls oor- i üalichen Holzbläser angenehm auffielen. Der Schatzwalzer aus „Zigeunerbaron“ von Johann Strauß, dem Klassiker des Walzers, mit wieneri- chem Schneid oorgetragen, rief freudiges Echo beim Publikum hervor. Mit einem modernen Liederpotpourri „Dom Rhein zur Donau“ und dem Schu- bertschen Militärmarsch D-Dur schloß der schöne Konzertabend. Der hier aut bekannte und allseits beliebte Solotrompeter, Adolf Schwarzlose, chon beim Auftreten lebhaft begrüßt, erfreute die Zuhörer mit einem gut oorgetragenen Solo für Trompete „Der Liebestraum“ von Hoch. Bemerkt ei noch, daß ein gerade hier zu Besuch weilender Zreund und Gönner des Orchestervereins, Sammer»
spiest. Der Gewinnplan enthält 3707 Geldgewinne und eine Prämie mit 20 000 Mark; der Höchstgewinn eines Loses beziffert sich auf 10 000 Mark. Die Käufer der Lose haben nicht nur beachtenswerte Gewinnchancen, sondern helfen auch mit an der Förderung des edlen Weites der Dlinden- unterstühung. Roheres über diese Lotterie ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich.
** Die BürgergeseHschaft Gieß hatte ihre Mitglieder und Freunde vorigen D neretag — wie man uns heute berichtet — „ einem Konzertabend in das Katholische Dereins- haus eingeladen. Der Orchesterverein Gießen mit feinem etwa 45 Mann starken Streichorchester hatte die Vortragsfolge des Abends übernommen und ein gediegenes Programm aufgestellt, dessen Abwicklung in meisterhafter, vollendeter Weise erfolgte. Der Orchesterverein, der in letzter Zeit mit seinen Symphonie-Konzerten wiederholt an die Oes- fentlichkeit trat, bewies auch an diesem Abend, daß er künstlerisch auf sehr beachtenswerter Höhe steht. Leider aber scheint es so, als ob die vorzüglichen Leistungen in Gießen nicht genügend bekannt oder beachtet werden, sonst hätte das Haus überfüllt sein müssen. Das Konzert wurde eröffnet mit Kretzschmers Krönungsmarsch aus der Oper „Fol- funger". Darauf folgt« die Ouvertüre zu „Figaros Hochzeit“, flott und belebt gespielt. Besonderen Anklang fand dann der aus tiefster Einfühlung in den Geist des Schöpfers oorgetragene erste Satz aus der tt-Moll-Symphonie von Franz Schubert; herzlicher und andauernder Beifall lohnte diese auf hohem künstlerischen Niveau stehende Leistung; ebenso freuten sich die Zuhörer, die ewig schönen Melodien C. M. o. Webers In einer Fantasie aus
Mit Beginn der kälteren Jahreszeit haben die Freunde der heimischen Vogelwelt Gelegenheit, auch in der näheren Umgebung von Gießen interessante Beobachtungen zu machen. Bei beginnender Dämmerung überfliegen von allen Himmelsrichtungen erst kleinere, dann größere Scharen von rabenartigen Vögeln (Rabenkrähe, Saatkrähe, Nebelkrähe und Dohlen) unsere Stadt, um sich zu ungeheuren, nach Tausenden zählenden Schwärmen zu vereinigen und dann ihren Winterstandquartiere, dem schützenden Wald, zuzustreben. Dort überfliegen sie laut krächzend und schilpend die hohen Fichten, ihre Schlafbäume, auf denen sie sich dann nach langem, ruhelosem Umherirren endlich niederlassen. Abertausende dieser schwarzen Vögel suchen den Gießener Stadtwald in nächster Nähe der menschlichen Siedlungen auf. Bei strengerer Kälte und hohem Schneefall fristen die Vögel ein kümmerliches Dasein und fallen oft in Mengen dem quälenden Hunger zum Opfer. Die Raben und Krähen sind durch bas Vertilgen von Engerlingen, Würmern, Käsern, Schädlingslarven und Mäusen recht nützlich, aber auch manches Nest der kleineren Vogelarten wird namentlich von der Rabenkrähe heimgesucht und seines Inhalts an Eiern ober Jungen beraubt. Deshalb sind auf bas Vertilgen der Raben usw. Schußprämien ausgesetzt. Sehr oft werben von den verbeckt stehenben Feld- schützen mit Erfolg wohlgezielte Schü,se in die dichten Rabenschwärme abgegeben; denn bas Schießen biefer Vögel in offenem Gelänbe ist äußerst schwierig. Hierfür ein beobachtetes Beispiel. Zur Zeit ber Hühnerjagd flog ein großer Rabenschwarm in ber Nähe be9 Gleibergs, vom Wettenberg kommenb (im Volksmunb auch 'Wermig ober Napoleonsnase genannt) in (üblicher Richtung. Von Westen kamen mehrere Jäger hinter ben Hühnerhunden über einen Acker baher, und einer der Jäger hob bie Flinte ein wenig an. Wie auf ein Kommando schwenkte ber ganze Radenschwarm scharf im rechten Winkel nach links ab unb kam durch bieses Manöver sogleich aus dem Schußbereich ber Jäger. In manchen Gegenben bebient man sich zum Schießen von Raben unb anberem Raubzeug auch gefesselter Eulen (llhu), bie vor ber sog. Krähenhütte aufgestellt werben. Die angriffslustigen Krähen usw. werben bann von den in ber Deckung verborgenen Schützen abgeschossen.
Morgens bei zunehmenbem Tageslicht erheben sich erst einige ber schwarzen Gesellen, umkreisen unter lautem Geschrei bie Lagerstätte, unb wie auf Korn- mnnbo erhebt sich krächzenb unb schilpenb ein großer Schwarm nach bem anbem, um jeber in einer be- fonberen Richtung davonzufliegen. So entschwinden die ungebetenen Gäste nach allen Himmelsrichtungen in bas Lahntal hinein.
Interessant wären Feststellungen von Vogelbeobachtern über bas Ziel unb bie Entfernungen, welche bie Krähen zweimal am Tage von unb zur Schlafstätte zurücklegen.
Daten für Freitag. 11. Januar.
1494: ber italienische Maler Domenico Ghirlanbajo in Florenz gestorben; — 1798: ber Maler Karl Rott» mann in Handschuhsheim geboren: — 1825: ber amerikanische Schriftsteller Bayard Taylor zu Kennet Square geboren; — 1841: Roß entbeckt festes Land im Sübpolargedict; — 1853: ber Dichter Gustav Falke in Lübeck geboren; — 1871: ber Kolonisator unb Verlagsbuchhänbler Hermann Meyer in Hildburghausen geboren.
Diep-rr Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf bem heutigen Wochenmarkt: Käse 10 Stück 60 bis 1,40; Butter Pfunb 1.40 bis 1.70; Matte 30 bis 35; Wirsing 15 bis 20; Weißkraut 10 bis 15; Rotkraut 20 bis 25; gelbe Rüben 15 bis 20; rote Rüben 15 bis 20: Spinat 25 bis 35; Unter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 20 bis 25: Rosenkohl 40 bis 60; Feldsalat 1-20 bis 1,50; Tomaten 80 bis 90; Zwiebeln 15 bis 20; Meerrettich 50 bis 1,50; Schwarz- wurzeln 50 bis 70; Kartoffeln 5: Aepfel 20 bis 40; Birnen 10 bis 30; Dörrobst 35 bis 40: Honig 40 bis 50; junge Hähne 1,00 bis 1,10; Suppenhühner 1,00 bis 1.20; Russe 60 bis 80: Eier Stück 18 bis 20; Blumenkohl 60 bis 1.20: Endivien 25 bis 35; Lauch 10 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 50; Kartoffeln Zentner 3.80 bis 4.50.
musiker Willi Kruse, 1. Konzertmeister am Staatstheater in Kassel, es sich nicht nehmen ließ, bei diesem Konzert am erste-i Pult mitzuspielen. Der erste Präsident der Bürgergesellschaft, Prokurist Hirsch, sprach am Schlüsse des Programms Dank bem Orchcsterverein unb Herrn Kammermusiker Kruse für ben genußreichen Abend aus, unb gab dem Wunsche Ausdruck, daß der Orchcsterverein so wie bisher sich der Pflege der Vermächtnisse unserer alten Meister widme und recht oft Gelegenheit nehmen möchte, diese schöne Kunst einem größeren Kreise zu übermitteln.
*» Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 1153 Kälber, 295 Schafe, 370 Schweine.
Äörnerfutter.
** Die Umbauarbeiten im Bahnhofsgebäude, die bekanntlich der Verlegüng der Gepäckabfertigung und damit der Erweiterung ber Bahnhofshalle dienen, sind in ben letzten Wochen gut Dorangetommcn. Im Fürsten-Pavillon sind ,etzt bie neuen Räume für bie Verwaltungsbureaus bes Bahnhofs oollenbet, so baß in ben nächsten lagen mit bem Umzug biefer Bureaus aus bem Bahnhofsgebäude nacy bem neuen Heim begonnen werben kann. Sobald diese Verlegung beendet ist, wird mit dem Umbau dieser Räume zwecks Hineinverlegung ber Gepäckabfertigung begonnen werben. Es ist ba- mit zu rechnen, daß bie gesamten Umbauaroeiten bis etwa Anfang April beendet sind, so daß von da ab bie Bahnhofshalle um ben jetzt von ber Gepäckabfertigung in Anspruch genommenen Raum erweitert ist. Von diesem Zeitpunkt ab sollen auch bie Bahnsteigsperren unmittelbar an bie Eingänge zu den Bahnsteigen verlegt werden, wodurch dann endlich die Zugänge zu den Wartesälen von der Bahnhofshalle aus dem Publikum ungehindert offenstehen. Mit dieser Neuordnung der Dinge in unserem Bahnhofsgebäude wird bie Reichsbahnverwaltung einigen dringenden Wünschen unserer Bürgerschaft gerecht.
"• Die Dfterferien. Der Hess. Minister für Kultus unb BUbungswelen gibt bekannt: Um bie Schuljahre trotz ber verschiedenen Tage des Öfter» festes möglichst gleich lang zu gestalten, wird hiermit bestimmt, baß die Osterferien im Jahre 1929 am Sonntag, 24. März 1929, im Jahre 1930 am Sonntag, 6. April 1930, im Jahre 1931 am Sonntag, 29. März 1931,. im Jahre 1932 am Sonntag, 20. März 1932 beginnen.
** E i n Siebzigjährig er. Der Haus- und Schießstandsverwalter beim Schützenverein Gießen, Anton Meurer, begeht am morgigen 11. Jan. feinen 70. Geburtstag. Meuer ist in Kakenbach im Westerwald geboren und feit Anfang der achtziger Jahre, und zwar zuerst als Bergmann, später als Steiger.in den Erzgruben in Dettingen unb Wol- meringen im Kreise Diebenhofen in Lothringen tätig gewesen. Er würbe im Jahre 1919 von ben Franzosen aus seiner neuen Heimat vertrieben unb lebt feit dieser Zeit in Gießen. Seit dem Jahre 1920 versieht er das Amt eines Schießstandverwallers bei dem hie. figen Schützenverein. Sein lebhaftes Interesse für bie Jnstanbhaltung der Scheiben und Stände hat ihm bie Anerkennung seitens bes Vorstandes unb aller Vereinsmitglieber eingetragen. Der Schichenverein hofft, baß ihm die Tätigkeit des Herrn Meuer noch lange Zeit erhalten bleibt.
Urne Blinden-Wohlfahrts- Geldlotterie wird am 24. 3anuar ausge-
Ein kleineres großes Los.
Bei der preußischen Staatsregierung ist bekanntlich unlängst ein Antrag eingegangen, öie Höchstprämie der Preußisch-Süddeutschen Klassen- lotterte, die bis jetzt 500000 Mark betrug, auf 200 000 Mark herabzusehen. Die somit übrigbleibenden 300 000 Mark sollen zu einer Vermehrung der mittleren Gewinne um 1 000 Mark herum verwandt werden. Die Entscheidung über den Antrag liegt dem Lotterie-Ausschuh ob, der sich aus den an der Klassenlotierie beteiligten Ländern zusammcn'e.-t. Dieser Ausschuß hat bisher zu dem Anträge noch keine Stellung genommen, es ist aber auf Grund der von vielen Seiten aufgetauchten Vorschläge eine llieduzierung der größeren Gewinne vorzunehmen, damit zu rechnen, daß dem genannten Anträge stattgegeben wird. 3n d.ejem Zusammenhang bedarf es auch der Erwähnung, daß die Direktion der preußisch süddeutschen Äiaficn» lotterte sich mit dem Plan trägt, das Spiel- kapital durch eine Erhöhung des Lospreises zu vergrößern und den Preis oes Achtelloses von 3 auf 5 Mark zu steigern. Der Plan befindet sich allerdings noch im Stadium der Erwägungen, und es ist mit keiner der genannten Steuerungen fror dem Ablauf der 5.-Klasseziehung zu rechnen.
von der Deutsch-vulgär Ischen Gesellschaft.
Das Direktorium der Deutsch-Bulgarischen Ge- sellschaft, die nach dem Kriege ihre vielseitige Vermitllungsarbell zwischen Deutschland und Bulgarien zeitwellig eingestellt hat. wählte zum ersten Präsidenten einstimmig den General- obersten a.D. Dr. von Seeckt, der die auf ihn gefallene Wahl annahm. Unter der bewährten Leitung des Generals fron Seeckt wird die Gesellschaft, zu deren stellrer.retenden Prasr» denten der bekannte Bulgare Zenner und Betreuer der an deutschen Hochschulen studierenden Bulgaren, Hochschulprofessor Dr. Earl Kassner sowie der bulgarische Gesandte in Berlin^ Exz. Popo ff gewählt wurden, bereits m nächster Zeit ihre Arbeit auf nehmen. Den Vorstand vertreten die Herren bvlgar. General a.D. P. Gantschew und Geh. Rat Prof. Lindenberg. ES ist beabsichtigt, demnächst in das leitende Direktorium noch eine weitere Anzahl prominenter ^Persönlichkeiten des Geistes- und Wirtschaftslebens zu wählen, damit eine ersprietz- kiche Betätigung der Gesellschaft auf den vev- schiedensten Arbeitsgebieten, gewährleistet wird.
Aus ber Provinriakhauptsiabi.
Gießen, den 10. 3anuar 1929.
Gießener Kirchenstatistik für 1928.
3m 3ahre 1 928 fanden in der evangelischen Kirchengemeinde Gießen im ganzen 7 30 Taufen statt; sie verteilen sich auf die Matthäusgemeinde mit 86. auf die Mar- hiSgcmcinbe mit 65, auf die Lukas- unb Petrus- gemeinde mit 152, auf die 3ohannes» und Luther- gemcinde mit 131; in den verschiedenen Anstalten (Frauenklinik und K.nderilinik) fanden 263Taufen statt, auf Familien, deren Väter dem Reichsheere angehören, entfielen 27.
Die Zahl der Trauungen belief sich auf 222; in ber Matthäusgemeinde 36, in der Mar- tufgemeinbe 31, in Der Lukas- und Petrus- gemcinbe 57, ferner wurden 26 Angehörige des Reichsheeres getraut, eine Trau, ng sand in einer der hiesigen Kliniken statt, in der die Braut schwer krank lag.
Tie Zahl der D e st a 11 u n g e n bezifferte sich auf 344: davon 60 in dir Matth -usg meinde, 48 in der Markusg".mrinde, 84 in be: Lukas- und Petrusgemeinde, 94 in der 3ohanncS- und Luther-- gemeinbe, 56 im Bezirke der Anstaltspfarrei, in zwei Fällen wurden Militärpersonen kirchlich zu Grabe gebracht.
Konfirmiert wurden in der Matthäusgemeinde 66, in der Markusgem? nde 71, in der Lukas- und Petrusgemeinde 146, in der 3o- hannes- und Luthergemeinde 90, im ganzen 403 Kinder.
Die Zahl der Teilnehmer am heiligen Abendmahl betrug 5222; davon 932 aus der Matthäusgemeinde. 842 aus der Markusge- meinde, 1607 aus der Lukas- und Petrusgemeinde, 1272 aus der 3ohanneS- unb Luther- gemeinte, in den Anstalt-m nahmen 583, von Angehörigen des Reichsherres 11 Personen an der Feier des heiligen Abendmahls teil.
Da die Petrusgemeinde aus der Lukasgemeinde und die Luthergemeinde aus der 3ohannesge- meinde hervorgegansen ist, so fanden die statistischen Erhebungen für 1928. was die neuen Gemeinden betrifft, noch nicht für diese gesondert
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Wohnet äQrauptin. ■ MtDtl K 0twitl£r^)WiadstillcO< sdV eKntf» Oji nas$tge» sodscowcit 'n stcfimyner nord*/c$l Ott Pleite megen mit dem winde. Pie Beiden Stationen sienenden Zaf» »n geJtn die Temperatur an. Pie Linien eerpraden Orte mrt gleichem e*i is*.trtMU<tÄu «moereeneet#» LeHdrutM
Wettervoraussage.
Die über den britischen Inseln lagernde Druckstörung führte mit ihrer Warmluft zum Abbau der hohen Druckes. Wenn auch bie Staffel warmer Luft bie kalte Bobenluft nicht Derbrängen wirb, so steigen boch bie Temperaturen an. Außerdem kommt es zu Niederschlägen, bie als Schnee niebergehen werben.
Wettervoraussage für Freitag: Meist nebelig, wolkig mit Abschwächung bes Frostes und liebergang zu Schneefällen.
Witterungsaussichten für Samstag: Vorwiegenb wolkig, noch vereinzelte Niederschläge, Temperaturen schwankend.
Lufttemperaturen am 9. Januar: mittags —4,3 Grad Celsius, abends — 10,5 Grad Celsius; am 10. Januar: morgens — 7,1 Grad Celsius. Maximum — 4 Grad Celsius, Minimum —12 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 9. Jan.: abends — 2,5 Grad Celsius; am lOLanuar: morgens — 2,1 Grad Celsius. — Sonnenscheinbauer 2% Stunden.
Mnlersporlnachrichlen der Hess. Wetterdienststelle.
stunde, Im Studentenheim, Duragraben 9, 8 Uhr. — D. H. V.. Heiterer Rezitationsabend im Kath. 23er- einshaus, 8.15 Uhr. — Gewerbeoerein Gießen: Mitgliederversammlung 8.15 Uhr, im Gewerbehaus. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Berliner Revue „Drunter unb Drüber". — Astoria-Lichtspiele: „Das Geheimnis bes Vulkans".
— Stabttheater Gießen. Aus dem Stabt- theaterbureau wird uns geschrieben: Otto Ernsts bekannte Komödie Flachsmann als Erzieher" ist wieder in den Spielplan des Gießeirer Stadt- thcaters ausgenommen worden. Die Reueinstu- dierung geht Freitag, 11.3anuar, 20 llhr, das erstemal in Szene. — Sonntag, 13. 3anuar, zum letztenmal „Lind das Licht scheinet in der Finsternis". (Fremdenvorstellung, ermäßigte Preise, Beginn 18 Uhr.) — Als Operettengastspiel des Frankfurter Reuen Operettentheaters ist für bie nächste Woche, Dienstag, 15. 3anuar, Bruno Grcmichstaebtens Operette „Das Schwalbennest" vorgesehen. — A:s nächstes Prominentengastspiel hat die 3ntendanz mit Dr. Ludwig Wüllner für eine Festaufführung zu Lessings 200. Geburtstag abgeschlos'en. 3n einer Reuinszenierung des dramatischen Gedichts „Rathan der Weise" wird Dr. Wüllner in dec Titelrolle gastieren. — 22n 18. Januar wird bie erste Uraufführung der Winterspielzeit „Karl und Anna", Schauspiel von Leonhard Frank, herausgebracht werden.
— Bund „HauS und Schule". Es sei auch an dieser Stelle auf die Dchrsammlung am Freitagabend aufmerksam gemacht. Sie soll als Zubiläumssei^ sür Luthers kllixen Katechismus gelten, der 400 3ahre alt wird. (Siehe heutige Anzeige.)
»u Boden geschlagen. Der in seiner Begleitung befindliche Sohn flüchtete, wahrend eineHaus- a n g e st e l l 1 e aus Selm-Beifang von den Burschen vergewaltigt und grausam gefoltert wurde. Reinhard starb am nächsten Sage im Krankenhaus, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Die Täter wurden ermittelt unb dem Amtsgericht zugeführt. Es han- vell sich um vier Bergleute, von denen einige wegen schwerer Körperverletzung vorbestraft sind.
Gerüsteinstur;.
3n Gelsenkirchen-Buer stürzte auf der Zeche Wilhelmine Victoria I—IV aus bisher nicht auf- geklärter Ursache ein Montagegerüst zusammen. Drei auf ihm beschädigte Arbeiter wurden mit in die Tiefe gerissen. Zwei von ihnen wurden so schwer verletzt, daß sie dem Krankenhause zugeführt werden mußten.
Beobachtung eines Rorblichles in Thüringen.
Qluf der Sternwarte Sonneberg konnte in der Rächt zum Mittwoch ein R 0 rdlicht beobachtet werden. Wiederholt erschienen am nördlichen Horizont Strahlenbüschel, die sehr gut wahrnehmbar waren. Seit einigen 3ahren ist es das erste Mal, daß eine solche Erscheinung hier wieder zu beobachten war.
Auf einer Skitour erfroren.
Der seit Sonntag vermißte stäbtische Arzt Dr. Hans Hyden, ber eine Skitour in bas Hochlcmtschgebiet unternommen hatte, würbe, nach einer Meldung aus Graz, von einer Rettungsexpedition in ber Nähe ber Roten Wand bet Mixnitz in 500 Meter Höhe erfroren aufgefunben.
vier Kinder beim Eissport ertrunken.
Leim Spielen von Kinbern auf bem Eise eines Weihers bei Utrecht in Holland gab plötzlich bie dünne Eisbecke nach, unb brei Kinber ertranken. Beim Schlittschuhlaufen auf ber Wiel in ber Nähe von Dberleumecn brach ferner ein achtjähriger Knabe ein unb ertrank.
Buschbrände in Australien.
Die gegenwärtig herrschenbe furchtbare Hitze hat eine Anzahl von Buschbränben in der Umgebung von Sibney veranlaßt. Ein Dutzend Häuser^ unb mehrere tausend Stück Geflügel fielen ben Branden zum Opfer. In Liverpool (Neu-Sübwales) geriet das vormalige deutsche Kriegsgefangenenlager in Brand. Die Familien von zwei Solbaten, die in bem Lager wohnten, würben burch Kavalleristen gerettet, bie auf ihren Pferben burch bie Flammen jagten und zwei Frauen unb vier Kinber nahezu unverletzt in Sicherheit brachten.
Hungersnot in der Provinz Schonst.
Rach einer Meldung guS Peking herrscht in der Gegend von Suyuau Hungersnot. Zahlreiche Todesfälle sollen zu verzeichnen sein. Sol- daien haben bei Paotuschan eine Karawane von 1000 Kamelen ausgeplündert, die Getreide für die Hungernden mit sich führte.
Bootsunglück in Indien.
Ein Doot, auf dem sich 24 beim Dau der Talsperre von Sukkur be chästigte Arbeiter ke'anden, kenterte. 19 Arbeiter ertranken, darunter drei Drüder, deren Mutter beim Empfang der Trauerbotschaft tot umfiel.
Eine Erklärung
des Deutschen und Oesterreichischen Llpenvereins.
3n der Dudgetausschutzsitzung deS österreichischen RattonalrateS vom 4. d. M. hat der Abgeordnete Dr. Deutsch behauptet, daß der Deutsche und Oesterreichische Alpenverein ein politischer Verein sei. Der Derwaltungs- ausfchuh des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, derzeit in Innsbruck, legt Wert darauf, festzustellen, daß tatsächlich der Deutsche unb Oesterreichische Alpenverein unpolitisch war und ist unb Angehörige verschiedenster Parteirlchtmrgen als Miiglieder besitzt. Der DerwaltungsauSschuß spricht sein Bedauern darüber aus, daß im österreichischen Rationalrat ein Verein, der zum größeren Tell reich s- deutsche Mitglieder umfaßt, und der für die Erschließung gerade der österreichischen Alpenländer allgemein die größte Bedeutung besitzt, in ganz ungerechtfertigter Weise angegriffen nnirbe.
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