Ausgabe 
9.7.1929
 
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stark geschwächt antreten mußten. Diesmal konnten ie in kompletter Aufstellung den Spwß herum- drehen und die körperlich überlegenen Mto.er mit einer Niederlage überraschen.

(Siebener Gchwimmverein.

3m Frankfurter Stadion wurde am Sonntag das G auf e st des Gaues 1 im Kreis V des D. S. V. zum ersten Male in ganz verän­derter Form durchgeführt. Jedem Verein war die Teilnahme eines bestimmten Prozentsatzes feiner Mitglieder zur Pflicht gemacht worden. Auf diese Weise wurde ein noch nie dagewesenes zahlen­mäßiges Melde-Ergebnis erzielt; im 100-Weter- Freistilschwimmen, offen für alle, starteten allein 55 Schwimmer! Durch eine besondere Punkt­wertung für die Vereine war jeder einzelne zur Hergabe seines ganzen Könnens gezwungen, so daß schon hierdurch der innere sportliche Wert der Veranstaltung wesentlich erhöht wurde. Wah­rend früher die Wettkampfe in den verschieden­sten Klassen und getrennt für Äugend und Er­wachsene ausgeschrieben wurden, fiel diesmal jeDe Klassifikation weg. Dagegen wurden die Vereine des Gaues je nach chrer Stärke in verschiedene Klassen eingeteilt, mit Ausnahme der Spring- und Damen wettkämpfe, die diesmal noch offen für alle Vereine ausgeschrieben waren. 3n der ersten Klasse starteten nur die beiden Offenbacher Ver­eineMvenus" undOffenbach 96", ferner3ung- deutschland"-Darmstadt und der 1. Frankfurtov Schwimmklub, in der zweiten Klasse alle übrigen Vereine, die an einem Orte mit Hallenbad ihren Sih haben, darunter auch der Gießener Schwimm- verein. Eine besondere Klasse war für Vereine ohne Winterbad gebildet worden.

Der Gießener Schwimm verein konnte trotz Verhinderung seiner beiden Hauptstützen, R e h b o r n und Schaum, eine Reihe schöner Erfolge erzielen. Stütz belegte im 1 0 0» m » Rück en schw immen den ersten Platz im toten Rennen mit Dahmer. Rot-Weih-Darmstadt, den er gerade noch im Ziel erreichen konnte. 3ntev- essant ist die Feststellung, daß beide Sieger im alten Rückengleichschlag schwammen. Ein hervor­ragendes Rennen lieferte der jugendliche Georg Herbert im 100-m-Freistilschwim- m en. Dis zu 50 m war das Feld ziemlich ge­schlossen, dann schoben sich Dudecker, Frankfurter S. V, und Raumann, W-tzlar, und Herbert vor. Rach hartem Kampf behielt Dudecker die Ober­hand, während Herbert als zweiter vor Rau­mann anschlug. Herbert schwamm einen vorzüg­lichen Stil und erreichte mit 1 Min. 13,2 Sek. eine Zeit, die bisher von Gießener Schwimmern nicht erzielt wurde. Dei vorsichtigem Training dürfte er bald noch mehr zu leisten imstande sein. Auch in der Herren-Freistilstaffel 3X200 m schnitt der G. S. V. recht ehrenvoll ab. Trotzdem Schaum nicht mit schwimmen konnte und Dickel indisponiert war, langte es zum 3. Platz hinter Frankfurter S. V. und Rot-Weih, Darmstadt. Herbert eröffnete diese Staffel und kam als erster in 2;58 ein; Dickel verlor dann mit 3,13 ziemlich, und Zimmer konnte als Schlußmann mit 3;02 an dem Ergebnis nichts mehr ändern. 3m Herrenspringen wurde Schüler dritter, D i ck o r e vierter.

Die Damen muhten sich mit etwas gerin­geren Erfolgen zufrieden geben. Gustel Mand­ler war offensichtlich in schlechter Verfassung, sie schwamm eine wesentlich schlechtere Zeit als im Training auf der schweren Gießener Dahn; sie wurde infolgedessen im 100-m-Rückenschwim- men nur Dritte. 3n der Lagenstaffel 3X100 m kamen die Giehener Damen eben­falls auf Platz, aber wieder auf den dritten. Recht gut schwamm auch Lenka H a n d r i ck , die unter 20 Teilnehmerinnen im 200°m-Drust° schwimmen sich die fünfte Stelle erkämpfte.

Ein Wasserballspiel zwischen einer durch zwei Marburger ergänzte Giehener Mannschaft gegen eine aus Darmstädtern, Hanauern und Frank­furtern zusammengesetzte Mannschaft endete 4:4.

Die Ergebnisse:

100 - Meter - Rückenschwimmen für Damen: 1. Martha Lindemann, Offenbach 96, 1:41,8; 2. E. Siebert, Niederrad 04, 1,49; 3. Gustel Mandler, Gießener S. V., 1,52; 4. Heidi Seufer, Poseidon Aschaffenburg, 2,09.

100 - Meter - Rückenschwimmen für Herren: 1. Stütz, Gießener S. V., und Dahmer, Rot-Weiß, Darmstadt, im toten Rennen, 1:33,4; 2. Fischer, Niederrad 04, 1:35,1; 3 Schneider, Del­phin Frankfurt, 1:36,8.

2 0 0 - Meter ° Brust schwimmen für Damen: 1. Käte Schellhcws, Rot-Weiß, Darm­stadt, 3,35; 2.xIrube Bär, Poseidon Aschaffenburg, 3,42; 3. Erika Fuhr, Moenus Offenbach, 3,45; 4. Irmgard Weiker, Iungdeutschland Darmstadt, 3,49; 5. Lenka Handrick, Gießener S. V., 3,54.

10 0 - Meter - Freistilschwimmen für Herren: 1. Fritz Budecker, Frankfurter S. V.,

1:10,4; 2. Georg Herbert, Gießener S. V., 1:13,2; 3. Walter Naumann, Wetzlarer S. V., 1:13,5;

4 Theo Maul, Offenbacher Schwimmges., 1:15,2.

3 X 100 - Meter - Lagenstaffel für Damen: 1. Jungdeutschland, Darmstadt, 5:13,5; 2. Offenbach 96 5,14; 3. Gießener S. B. 5,35; 4. Po­seidon, Aschaffenburg 5,42. c £ , E..

3 X 200 - Meter - Freistilstaffel für Herren: 1. Frankfurter S. B. 8:42,6; 2. Rot- Weiß, Darmstadt, 8,52; 3. Gießener S. V. 9,13; 4. S. V. Niederrad 04 9:23,5.

Springen fürHerren: 1. Schmidt, 1. Frank­furter S. C., Platzziffer 5, 51,76, 2. Engel, Wetz­larer S.B., Platzziffer 11, 54,04; 3. Schüler, Gie­ßener S.V., Platzziffer 14, 42,97; 4. Dickors, Gie­ßener <5. 23., Platzziffer 20, 31,88 Punkte.

Tennis.

Gießen Fulda 8:7.

Gegen die erste Mannschaft des Tennisklubs Grün-Weih" Fulda gewann am letzten Sonntag eine kombinierte Gießener Clubmannschaft knapp. Gießen hatte die Spielstärke der Fuldaer etwas unterschätzt und hätte ruhig eine bessere Mann­schaft das Wettsviel bestreiten lassen können.

Don den sechs Herren-Einzelspielen gewann Gießen drei. Roll hatte in Grenz (Fulda) einen Gegner mit gutem Ausschlag und Vorhand, zwei Waffen, die ausschlaggebend für den etwas unerwarteten Drei-Satz-Sieg des Fuldaers wa­ren. S e r i 6 a fand nach endlosem ersten Satz im zweiten keinen Widerstand mehr; Fischer siegte ohne Satzverlust gegen den riskant, aber unsicher spielenden Knips; Sack schlug, wie immer, seine vorbildlich langen Vorhandbälle und gab nur drei Spiele ab. Cellarius und D r. Herr­mann dagegen mußten Riederlagen hinnehmen, letzterer, der sein erstes Turnierspiel absolvierte, nur knapp mit 5:7 im dritten Satz, trotz 5:1 Führung.

Dei den Damen brauchte Frl. Li S t ü ck r a t h drei Sähe, um den Widerstand von Frau Geiß­ler, Fulda, zu brechen. Gegen alle Tradition verlor Frl. Stark diesmal gegen Frl. Cra­mer, deren schneller Vorhandschlag den Aus­schlag gab. Frl. Kuhlmann blieb Siegerin Über Fr. Dr. Weiher.

Wohl Das schönste Spiel des Tages war das Doppel R o l l / S c r i b a gegen Grenz/Llung, das 6/0, 5/7, 8/6 von Gießen gewonnen wurde. Ebenfalls in drei Sähen gewannen Fischer/ Sack, während Cellarius/Dr. Herr­mann knapp verloren.

3m Mixed konnten weder Frl. S t ü ck r a t h / Roll, noch Frl. Kuhlmann/Scriba einen Sieg der Gastgeber verhindern. Siegreich dagegen blieben Frl. Stark/.Fischer.

Gesamtergebnis: Gießen siegt knapp mit 8:7 Punkten, 21:17 Sätzen, 207:183 Spielen.

V. f. B.

Die Ligamannschaft gewann am Sams­tag das Propagandaspiel gegen Herborn­seelbach hoch mit 11:3; trotzdem sie mit Ersatz antreten muhte, führte sie ein in jeder Beziehung tadelloses Spiel vor, das seinen Zweck sicherlich erreicht haben dürfte. Der Eifer und die Schnelligkeit des Gastgebers reichten nicht aus, die hohe Riederlage zu verhindern, da V. f. D. in der Technik und im Stellungsspiel bedeutend überlegen war. Das Resultat ent­spricht dem Spielverlauf, hätte jedoch von Gießen vielleicht nicht ganz so hoch gestaltet zu werden brauchen. Am Sonntag beteiligte sich die V. f. D.- Els noch an den Pokalspielen der Ligaklasse. 3hr Gegner war die Ligamannschaft des Sport­vereins Herborn, gegen die sie, nachdem die reguläre Spielzeit von zweimal zwanzig Minuten mit 0:0 beendet worden war, in der Verlängerung mit 0: 2 verlor. Zu berücksichtigen hierbei ist allerdings, daß V. f. B. infolge Ab­reise einiger Spieler noch weiteren Ersatz ein­st ellen muhte.

Wirtschaft.

Oie Reichsbank Anfang Juli.

Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 6. 3 u I i hat sich die gesamte Kapital­anlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten in der ersten 3uliwoche um 317,1 Millionen auf 2971,3 Millionen Mark verringert. 3m einzelnen haben die Be­stände an Wechseln und Schecks um 154,9 Mil­lionen auf 2688,1 Millionen Mark, die Lombard­bestände um 114,4 Millionen auf 79 Millionen Mark und die Bestände an Reichsschatzwechseln um 47,7 Millionen auf 110,4 Millionen Mark abgenommen. Die Anlage in Effekten ist mit 92,8 Millionen Mark annähernd unverändert geblieben.

2ln Reichsbanknvten und Rentenbankscheinen sind 250,3 Millionen Mark aus dem Verkehr zurückgeflossen. Der Umlauf an Reichsbanknoten hat sich um 228,6 Millionen auf 4610 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 21,7 Millionen auf 438,6 Millionen Mark verringert. 13,3 Millionen Mark an Rentenbankscheinen wur­den in der Derichtswoche getilgt. Demenffpre- chend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 12,8 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 603,8 Millionen Mark eine Abnahme um 27,4 Millio­nen Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen zusammen haben um 91,4 Millionen auf 2363,4 Millionen Mark, im ein­zelnen die Goldbestände um 83 Millionen auf 1994,5 Millionen Mark, die Bestände an deckungs­fähigen Devisen um 8,4 Millionen auf 368,9 Millionen Mark zugenommen.

Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 39,5 Prozent in der Vor­woche auf 43,3 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 47 auf 51,3 Proz.

*

* I.- G.> Farben kauft die Behring, werke in Marburg auf. Wie WTB.-Handels­dienst erfährt, hat die J.-G.-Farbenindustrie A.-G. 76 v. H. der Aktien der Behringwerke in Marburg aufgekauft. Die Behringwerke werden unter der alten Firma weitergeführt. Eine Verlegung der Werke kommt nicht in Frage, vielmehr soll der Serumbetrieb der J.-G.-Farbenindustrie nach Marburg verlegt werden.

^inbermarff in Gießen.

Zum heutigen Rindermarkt in Gießen waren 1146 Stück Großvieh und 258 Kälber aufgetrieben. Der Handel war bis zum Schluß schleppend, so daß Ueberstand verblieb. Es wurden bezahlt: für Kühe 1. Qualität 600 bis 700 Mark, 2. Qualität 450 bis 500 Mark, 3. Qualität 200 bis 300 Mark, für Schlachtkühe 150 bis 450 Mark, für Rinder, ein- bis zweijährig, 120 bis 250 Mark, für Kälber je Pfund Lebendgewicht 60 bis 65 Pf. Bessere Tiere er­brachten Preise über Notiz.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 9. Juli. Tendenz: etwas freund­licher. Der sich wieder stärker bemerkbar machende Ordermangel stand einer regeren G e - schäftsentwicklung entgegen. So war schon an der gestrigen Abendbörse eine nachgebende Kurve zu verzeichnen, doch hatte die Tendenz zu Beginn des heutigen Marktes ein freundlicheres Aussehen, da der Quartalsausweis des Stahlvereins, der eine Mehreinfuhr und einen bedeutenden Mehrumsatz auf­weist, sowie die Entlastung des heute erschienenen Neichsbankausweises in gewisser Beziehung eine An­regung boten und zu einer zuversichtlicheren Stim­mung' verhalfen. Aber Stahloerein-Aktien wurden aus dem erwähnten Grunde nicht berührt, lagen sogar bei kleinem Geschäft leicht gedrückt. Zu Be­ginn der Börse wurde das Geschäft klein und be­schränkte sich nur auf einige Spezialwerte. Im großen und ganzen waren auf fast allen Markt­gebieten gegenüber der gestrigen Abendbörse zu­meist Besserungen bis zu 1 v. H. zu verzeich­nen. Etwas stärker hervor traten heute Siemens. Dieses Papier, das in letzter Zeit ziemlich vernach­lässigt war, konnte bei reger Nachfrage 4,5 v. H. höher eröffnen. AEG., Bergmann, Licht & Kraft, Felten und Lechwerke lagen von 0,5 bis 1 v. H. fester. Etwas schwächer waren dagegen Chadeaktien mit minus 1 Mark. Am Chemicmarkt war in Farben nur geringe Umsatztätigkeit, bei knapp gehaltenen Kursen. Holzverkohlung dagegen bevorzugt und 1,5 v. H. gebessert. Stark angeboten waren Karstadt mit minus zirka 4 v. H. auf die Einführung einer Kauf­haussteuer. Auch Glanzstoff lagen wieder vernach­lässigt und 5 v. H. niedriger. Arn Montanmarkt waren heute die Umsätze wieder bescheidener. Einiges Interesse erhielt sich dagegen für Gelsenkirchen, Klöckner und Rheinstahl mit Besserungen von 0,5 bis 1 o. H. Mannesmann und Harpener etwas schwä­cher, Kaliwerte bis 1 v. H. niedriger. Banken und Schiffe uneinheitlich. Renten still. Schutzgebiete etwas gesucht und eine Kleinigkeit höher. Ablösungsschuld eröffneten gedrückt.' Ausländer behauptet. Bei Gel­senkirchen, Rheinstahl und Holzverkohlung muß der Dividendenabzug berücksichtigt werden. Auch im Ver­laufe blieben Stahlverein-Aktien auf den Geschäfts­bericht hin ganz unberührt, doch blieb der Kurs ge­halten, während die übrigen Werte dieses Marktes leicht nachgaben. Es waren überhaupt im allge­meinen leichte Rückgänge zu verzeichnen. Eine ge­wisse Widerstandsfähigkeit war aber unverkennbar. Das Geschäft beschränkte sich auf ein Minimum, was auch allgemein zur Zurückhaltung führte. Am Geld- l markt war Tagesgeld mit 7,5 v. H. wieder etwas

leichter .Am Devtfenmcnir v.. . Pfund Inter« national fest. Auch die Mark fonnt< cch mit 4,1975 gegen Dollar leicht erholen. Sonst nannte man Mark gegen Pfund 20,370, London gegen Kabel 4,8530, )egen Paris 123,97, gegen Mailand 92,70, gegen Madrid 33,50, gegen Holland 12,0790.

Berliner Börse.

Berlin, 9. Juli. Im Gegensatz zu einer mehr zur Schwäche neigenden Stimmung des Vormittags- und Vordörsenverkehrs eröffnete die heutige Börse doch in ziemlich widerstandsfähiger Haltung. Hatten vormittags noch die Auslassun- gen auf der Tagung des Langnam-Vereins außen­politische Befürchtungen und der zu er- wartende Zwischenbericht Parker Gilberts eine zu- rückhaltende Stimmung hervorgerufen, so wirkten sich später anderseits die günstigen Momente, ein optimistischer Bankbericht der Dresdner Bank, ein guter Quartalsabschluß des Stahlvereins, eine unter Schwankungen feste Neuyorker Börse und vor allem der R e i ch s d a n k a u s w e i s für die erste Juli- woche mehr aus. Letzterer brachte.eine über- raschende Gntlaftung (Reichsschatzwechsel wieder minus 47 Millionen, sonstige Wechsel minus 154 Millionen, Lombard minus 114 Millionen, Noten minus 228 Millionen) und zeigt eine weitere Zunahme des Gold- und Devisenbestandes um rund 90 Millionen an. Die Deckung konnte sich auf 43,3 bzw. 51,3 v. H. bessern. Das Publikumsinteresse war auch am Montanmarkt heute nicht so stark wie gestern, so daß die Spekulation etwas un­sicher war und eher zu Abgaben neigte. Einiges Geschäft hatte schon zu Beginn der Siemens-Markt (plus 2,90 v. H.). Auch Bank für Elektrowerte und Polyphon je 2 v. H. höher. Dagegen verloren Kar­stadt, Sarotti, Harpener, Hohenlohe, Maximilians- Hütte, Westeregeln und Glanzstoff 2 bis 5 v.H. Rheinstahl und Gelsenkirchen wurden heute exklusive Dividende, Aschaffenburger exklusive Bezug notiert Deutsche Anleihen und Ausländer behauptet, Un- garn fester. Pfandbriefe geschäftslos und wenig Ger­äubert. Geld weiter leichter. Tagesgeld 6,5 bis 9 v. H. Monatsgeld 9,25 bis 10.25 v. H., Warenwechsel 7,75 v. H. Nach den ersten Kursen blieb die Tendenz un­einheitlich. Zunächst eher' zur Schwäche neigend, machte sich am Elektromarkt für Siemens und Schuckert verstärktes Interesse fühlbar. Kursgewinne bis zu 2 v.H. in diesen Papieren regten an und führten allgemein zu einer 1,5= bis 2-v. H.-Besse- rung. Relativ schwach lagen weiter Karstadt, bei denen man eine Großbank als Abgeber bemerkte. Dagegen belebten Käufe einer anderen Großbank später den Schiffahrtsmarkt. Hapag gewannen 2,75, Norddeutscher Lloyd 1,60 v. H.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 9. 3ult. Der Produkten« markt verkehrte in ruhiger Haltung. Das An­gebot genügte vollkommen. Die Forderungen von Provinzseite waren etwas nachgebend. Die wei­ter etwas höheren Auslandnotierungen übten keinen Einfluß mehr aus. Das Geschäft bewegte sich in ziemlich engen Grenzen. Die Preise blie­ben aber gut behauptet. Roggenmehl war etwas angeboten und bis 0,50 Mark niedriger. Die Stimmung war aber nicht unfreundlich. Es wur­den notiert: Weizen 26,25; Roggen 23,50; Hafer, inländischer 23,25 bis 23,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 21,50 bis 21,75; Weizenmehl, ' süddeutsches Spezial O, 38 bis 38,25; Roggenmehl L 32 bis 32,50; Weizenkleie 12; Roggenkleie 13 Mark. Tendenz stetig.

Letzte Nachrichten.

Untergang

eines englischen Llnie seebooteö.

London, 9. 3ull. (2DIB. Drahlberichl.) Die Admiralität teilt mit: Das Unterseeboot H 47 ist bei einem Zusammen st mit dem U-Boot L 12 untergegangen. Zwei Mann oon H 47 sind gerettet. Lin Mann von L 12 wird ver­mißt. Der Ort des Unglücks befindet sich auf 52,04 Grad nördlicher Breite und 50,32 Grad westlicher Lange.

Rach einer Meldung des amtlichen britischen Funk- dienstes war an Bord des gesunkenen englischen Unterseebootes H 47 eine Besatzung von 24 Mann. Da nach der Veröffentlichung der Admirali­tät zwei Mann gerettet sind, so sind mit dem U-Bn/ 22 Mann untergegangen. Die Unglücksstelle befindet sich im S t.- © e o r g - fi a n a l zwischen Großbritannien und Irland querab oon der Saint- David-Spitze.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angesührien Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

Frankfurt a.M.

Berlin

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Ansang­flurs

Datum

8.7. |

9.7.

8 7.

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Datum

8.7. |

97.

8-7.

9.7.

6% Dl. RelchSanleihe o. 192/

ÜL Anl.-Ablöf.-Schutd mit Aus lof.-Rechien

Dedgl. ohne Austo,.-Rechte

7% Branll. Hyp.-Bk öolbpf. un kündbar bis 1932

<Fi% Rheinilche Hyp.-Bank Stau Öolbpf.

A.E.G abg. D orkriegd-Obllgation. rückzahlbar 1932

4% Schweiz. Bundesb.-Anl. 4% Oesterrelchische Goldrte. «.20% Ctften. Sllbcrrie. .

4% Oesterreich, einheitl. Rte 4% Ungarische Goldrie.

1% Ungarische SlaalSr. ö. 1910 «y-% beSgl. von 1913 4% Ungarische Kronenrte..

4% Türk. Hollanleihe v. 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anl..

Serie I

4% bcsgl. Serie I I

1% Rumänen convert. Rte. . . . lVi% Rumänen QJolbanL von 1918

Qllg. Deutsche Eisenbahn 4%

Hamburg-Amerika Paket ... 8 Hamb.-Süvam. Dampfsch. . .

Hansa Dampfschiff . . . IC

Norddeutscher Lloyd.....

Alig. Deutsche dtebitanft. . . IC Barmer Bankverein . IC

Berliner handelsgesellsch. . IS Lommerz- und Privat-Bank 1 Darmst. u. Nationalbanl 1

Deutsche Bank ... r

DiSkonio-Gesenschast 8lnt. . 1 Dresdner Bank . . . 1

Mitteldeutsche Lrediwaul ... Mrlallbank ...... e e .

Metoibonl ..» 1

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280

173,5

158,6

162,5

i 326

A.E.Ä. . ......d

Bergmann . ...... V

Elektr. Lieferungen..... 10

Reiten 4 Guilleaume. .... 6

Ges. s. Elektr. Untern.. ... 10

Hamb. Elektr. Werke .... 10

Rhein. Elektr.........9

Schlei. Elektr........io

Siemens 4 Halske ..... 12

TranSradio . . ....... 8

Lahmeyer 4 do....... 10

Buderus..........6

Deutsche Erdöl.......6

Essener Steinkohle......8

Gelsenkirchener ... f. yt Q. 4 harpener..........6

hoesch Eifen. ........8

Ilse Bergbau . .......8

fllöckncrwcrke ........ 7

flöln-Neurssen........9

Mannesmann........8

Mansselder.........7

Lberschles. Eiscnb. Bedarf. . . 5

Obcrschles. KokSwcrle.....6

Phönix Bergbau......6%

Rheinische Braunkohlen. . . io

Rheinstahl . . . f. '/. Jahr 4>;

Ricbeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlw......6

Olavi Minen.......2 sh

Kali Aschersleben ..... 10

Kalt Westeregeln......10

Kaliwerk Salzdetfurth ... 15

I. ®. Farben-Indufkrte ... 12

Thnamit Robü.......5

Ccheideanstalt........9

Goldschmidt ........ b

Rütgerewerke ........6

Metallgesellschaft. . . . . . 11

197,25

216,25

138

218

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174

78,9

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151,5

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112,5

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109,25

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253

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217

139

218

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126,25

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130,75

109

410

233,5

90

127,5

197,5

224,25

159

216,5 138,25

218,5

199,65

236,75

396,4

146,5

174,65

78,5 120,25 144,75 147,25

152

142,

220

112,5 137,75 126,75 139,25

90,5 110,75 103,65

299

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109,5

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247

254,25

411

234

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90

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197,13 224,75

157,5

130

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198,5

238,5

399,25

145

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119,5

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150

141

221

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137,25

125,6

138,75

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z

i 127,5

Frankfurt a M

Berlin

Berlin. 8. Juli

Geld

Brief

^ranjösifche Noten... hoUandlsche s)Zoien......

Italienische Noten......

Norwegische Noten....

Deutich-Oesterr, ä 100 Kronen

Numänische Noten......

Schwedische Noten......

.Schweizer Noten ......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten

Devisenmarkt Berlin

Telegraphische

16,415

168,11

22,03

111,50

59,03

2,49

112,15

80,72

60,38

12,396

72,92

-Sranffui Auszahl

16,475 168,79 22,11 111,94 59,27 2,51 112,59 81,04 60,62 12,456 73,22 t a M. ung.

Schluß Kurs

1 Uhr flute

Schluß Kurs

Anfang Kurs

Datum

8.7.

97.

8.7.

9 7.

Philipp Holzmann......,

Heidelberger Eement .... 10

Gement Karlstadt......8

Wayb & Freitag......10

Schultheis Pabenhoser ... 15

Osiwerkc........ . 12

Bcr. Glanzstoss ...... 18

Aemberg..... 14

Zellstoff Daldhos.....12

Zellstoff Aschaffenburg ... 12

Gharloiiendiitger Wasser . . . '

Teisauer 6)a5 . 8

Daimler Motoren......O

Deutsche Majchinen-Fabrik . . 0

Adlerwerle Klever......5

Ludw. Loewe.......1°

Rat. Automobil ....... O

Orenstein 4 floppet.....b

Leonhard ließ.......6

Bainag-Meguin ....... O

Ftankf. Maschinell ...... 6

................11

hcyligenstaedt.......O

Iunghane..........4

Lechwcrke. ........ 8

Mainkraftwerke . ......8

Mag...........10

Rekarsulmer ....... 8

Peters Union........8

Webt. Roeder.......10

Boigt & haessner......8

Südd. Zucker........8

Dan

113,5

139

179,5

419

163

58

50,25

55,5

73

105,5

105,5

124

124

114,5

220

149,25

knoten

102,75

414

246

162,4

50,25

106,5

113,25

101,5

308

246,5

419

333

246,75

170,5

112,75

202,5

58,25

53,25

50,25

206,5

23,75

90,5

236,75

55

72

66

123,5

122,75

222

149

113,5

414,5

331

246,75

162,13

112,75

201,6

53

51,25

92

233,5

124,25

8. Juli

9- Juli

Amtliche Notierung

(bfeld 1 Briei

Amtliche Notierung

Geld I Brie»

Ämir.-Non. Puen.-AireS Bcks-Antw. Cbristiania. .Kopenbagen Stockholm . Helnngiors. Italien. . . London. . . 'Keunorf . . Varis.... Schwei; .. Spanien .

Japan .. . 'Hio de Ian Wien in D-- Ceft- abgest Prag . - Belgrad . Budapest. Bulgarien Lissabon Tanng. . Konstantin. Athen. .

Canada

Urn ulU) Tatro ..

168,47 1,760

58,26 111,76 111,74 112,43 10,543

21,95 20,348

4,194 16,41

80,66

60,59 1,880

0,4965

59,00 12,412

7,368 73,12 3,027

18,73

81,35

2,008

5,43

4,164 4,036 20,87

168,81 1,764

58,31

111,98 111,96 112,65 10,563

21,99 20,388

4,202 16,45 80,82 60,71

1,884 0,4985

59,12 12,432

7,382 73,26 3,033 18,77 81,51

2,012

5,44 4,172 4,044 20,91

168,63 1,759 58,28

111,81

111,47 112,42

10,54 21,945 20,355 4,1945

16,42 80,655

60,81 1,890 0,497

58,995 12,415

7,365 73,09 3,032 18,73

81,39

2,023

5,43 4,165 4,036 20.88

168,87 II 1,763 I 58,40

112,03 !

111,99

112,64 10,56 .

21,985

20,395

4,2025

16,46 £ 80,815

60,93 a 1,894 0,409

59,115

12,435

7,379

73,23

3,038

18,77

81,55

2,027

5,45

4,173 j

4,044

20.01

Berlm, 8. Juli

Held

Mricf

Amerikanische Moten.....

Belgische Noten .......

Dänische Noten........

Eoglilche Not«........

4,175

58,28

111,48

20,307

4,195

58,52

111,92

20,387

L-'-N »"V

Berlin,^ Landtag o Lesung des - gen Stütz flontorbat8af scher «1 ßtaatimmift partein«- Die Degieru Verträgen n veranlassen antrag nur Schließlich 1 Antrag t die Steil Staatsvertrc Anrufung e gerichts k Ferner hab« beantragt, ir feftzulcgen, a den evangl treten soll.

Aus den Pu reiche katholisc Äerhandlungei sind der Wii und der Fina schienen.

3n der a Abg. Densct schaftspartei worben mit i JahreS bie ' Haftes Hort' Gelächter im Partei.) Am bas Äontori nisten beanti das Vertrau

4

erklärt u.a.: bas Äonfotb- Politisch vr sehnten sich einmal eine Willens zu Zurufe bei war diese ( hat jedoch n festation im Erste Vorai religiösen T vollen Menschen m (Andauernde religiöse Tole die Stabilität südlich eimnc ui denen in 1 schen mindere meng der &ni Krrn QUinifi OtaaUregienr glücklichen Qh gebracht tourt

Ad Unsere sch, vorliegenden abbangig hj ssssg

Mg.fi .Gegenüber d 5^ 6taat NAdie 3 SStren 6

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