Ausgabe 
9.7.1929
 
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deutscher Treue.

Matthias-Gedenkfeier

Einweihung des Matthrastempels im Hillersbachtal.

Bieder vbecheUcher Mnerschastettag in Gießen.

Der Verbandsvorsitzende.

Professor Pop p."

in allem: 2ln einem idyllisch schönen Fleckchen Erde wurde ein Denkmal -geschaffen, wie es schö­ner wohl kaum gedacht werden kann!

Die feierliche Ucbcrgabe des Crinnerungsmales an die Provinz Oberhessen erfolgte am vorigen Sonntag, fast genau fünf Jahre nach dem Tode Les Provinzialdirektors Matthias. Die Weihe-

selbst. Es gibt auchRuheraume", in denen Dam^, die nicht die Nacht im _ r".

erholen können; ihnen stehen auch die Geschäft»' zimmer zur Erledigung ihrer Arbeiten und die u1' kleideräume für die Toilette zur Verfügung.

Daraus ergab sich nun die Aufgabe, die den I amerikanischen Technikern gestellt war. Sie muh­ten eine Sendespielubertragung so anordnen, | daß sowohl der Klang wie auch das Bild wirk­sam übertragen werden formten. Dabei war zu berücksichtigen, dah die Fernsehapparate bei weitem noch nicht soweit entwickelt sind wie das Mikrophon, das heute empfindlicher ist als ein menschliches Ohr und aus jeöem_ Raum mit großer Raturwahrheit Klangeindrücke übermit­telt, auch wenn die Sprecher oder Musiker sich nicht in seiner unmittelbaren Rahe befinden. Die Schauspieler hingegen, dieferngesehen" werden sollten, hatten nur geringe Bewegungsfreiheit; dieSpielfläche", die ihnen zur Verfügung stand, war sehr klein.

Deshalb war es nicht möglich, eine gewöhnliche Sendespielausführung so aufzunehmen, dah sie gleichzeitig optisch und klanglich verbreitet wurde, vielmehr mußte alles für den besonderen neuen Zweck erst eingerichtet werden. Cs war der erste Schritt zu einer Technik des Fernsehdramas.

Einmal handelte es sich darum, der Rufnahme- apparatur das größte Maß von Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit zu geben, damit alle irgendwie in Betracht kommenden Vorgänge da­bei erfaßt werden konnten; deshalb konstruierte Dr. Aleranderson, der Chefingenieur der General Electric Company, eine Art Aufnahme­kamera, die sich äußerlich nicht allzusehr von einer photographischen unterscheidet. Sie hat die Form eines allseitig geschlossenen Kastens, in ihr befinden sich zwei photoelektrische Zellen sowie alles andere zur Aufnahme Rotwendige. Für jede Ucbertragung wurden drei bis vier solcher Apparate benutzt, die bald gleichzeitig, bald nach­einander in Aktion traten.

Man hatte darauf verzichtet, ein Stück be­sonders zu diesem Zweck schreiben zu lassen; es war schon vor dreißig Jahren verfaßt, und sein Verfasser hatte sich sicher niemals träumen lassen, dah gerade sein Werk als erstes Fern­sehdrama benutzt werden sollte. Der Titel des zum mindesten in dieser Hinsicht denkwürdigen Werkes istDer Bote der Königin".

rede hielt

Staatsrat Or. Weber.

Aus seinen Ausführungen, die ein Viertel­jahrhundert der wirtschaftlichen Entwicklung der Provinz vor uns erstehen lassen, sei folgendes wiedergegeben:

Der Matthias-Stein soll ein Ausdruck der Freude und Dankbarkeit sein für die Entschluß­kraft eines Mannes, der in Erkenntnis der wirt­schaftlichen Entwicklung der Provinz Oberhessen in den Zeiten katastrophalsten Währungsverfalles den Mut hatte, das Kraftwerk Lißberg durchzu­sehen und zu errichten. Die 5 Millionen Kilowatt­stunden Jahresleistung dieses Werkes bedeuten eine Kraft- und Gvldquelle, die allen Bewoh­nern Oberhessens zugute kommt. Die mutige und erfolgreiche Tat und den Ramen des Provinzial­direktors Matthias als des verantwortlichen Bauherrn für alle Zeiten festzuhalten, ist der Sinn und der Zweck der Erinnerungsstätte, die den RamenMatthias-Stein" trägt.

Der Matthias-Stein ist ein Schlußstein im ersten Ausbau des Cißberger Wasserkraftwerkes. Ein gewisser Abschluß ist erreicht, der als das Breidertsche Bauprogramm wirtschaftlich eigener Unternehmungen der Provinz Oberhessen" be­zeichnet werden fann. Mit Dr. Breidert, der 1902 die Leitung der Provinz mit großer Derantwortungsfreudigkeit übernahm, wurde jene wirtschaftlich außergewöhnlich erfolgreiche Pe­riode begonnen. Das Jnheidener Wasserwerk, das als erstes Unternehmen die finanzielle Basis für alle weiteren Prvvinzwerke bilden sollte, hat dieses Ziel erreicht. Als Prvvinzialdirektor Dr. Breidert 1910 dem Prvvinzialdirektor Dr. Ul in g er die Leitung übergab, waren die Fundamente für das Wasserwerk Inheiden und das Ueberlandwerk Oberhessen bereits geschaf­fen. Im Oktober 1911 konnte das Wasserwerk Inheiden in Betrieb gesetzt werden. Mit dem Dreidertschen Ridda-Programm vom Februar 1906 war die Einheitlichkeit der Pläne und Ziele

MspieltmanemFemsehdrama?

Von Frank Warschauer.

Die Erfindung des Fernsehens ist in Amerika schon so weit entwickelt, daß man drüben bereits ganze Theaterstücke drahtlos mit Wort und leben­dem Bild verbreitet; wer über einen entsprechen­den Apparat verfügt und Glück hat, kann sie sogar hier in Europa aufnehmen. Dem auf» merksamen Leser der internationalen Programme wird es ja nicht entgangen sein, daß ., Fernsehen" insbesondere bei der amerikanischen Station Schencktady eine dauernde Rubrik geworden ist; die betreffenden Darbietungen sind ebenso gut oder schlecht aufzunehmen wie die sonstigen aus Amerika auf kurzer Welle ankommenden; aller­dings gibt es eine Erschwerung, nämlich, daß meistens drei Wellen gleichzeitig verwendet wer­den, darunter eine von größerer Länge. Bei den Versuchen zur Uebertragung ganzer Fern­sehdramen, von denen hier die Rede sein soll, wurden von der amerikanischen Station WGy der General Electric Company für die Dildsen- dung die Wellen 379,5 und 31,4, für die Klang­sendung die Welle 21.96 Meter benutzt.

Wer auf einer Ausstellung eine Fernseh­apparatur gesehen oder etwas darüber gelesen hat, der hat ungefähr einen Begriff davon, wie die Wirkung einer Fernsehsendung sein kann. Er weiß auch, daß es vorläusig noch Schwierig­keiten bereitet, die feineren Einzelheiten der ge­sandten Bilder so wiederzugeben, daß man sie deutlich erkennen kann. Infolgedessen ist man ge­zwungen, solche Szenen zu senden, bei denen vor der Aufnahme- und Wiedergabeapparatur verhältnismäßig große Dildteile erscheinen, die auch nahe an den Aufnahmeapparat heran- gebracht werden können. Deshalb sind am leich­testen große Köpfe in Ausdruck und Bewegung wiederzugeben, vergleichbar den Großaufnahmen beim Film, während die Sendungen ganzer menschlicher Figuren bedeutend schwieriger in guter Qualität zu bewerkstelligen find. Immer aber müssen die betreffenden Personen sich in unmittelbarer Rähe des Aufnahmeapparates be-

Was sahen nun die Radiozuschauer und Zu­hörer? Run, gewiß nichts, was einer gewöhn­lichen Bühnenaufführung gleicht; vielmehr eine

Am Samsüwg trafen sich die Turnerschaften von Marburg. Darmstadt, Frankfurt und Gießen zum vierten oberhessischen Turner- s ch a f t e r t a.a e. Der Verlauf der Tagung be­wies den innigen Zusammenhang und die feste Geschlossenheit: in dem großen Verbände des V. C. und die enge Verbundenheit der Turnerschaften der genannten Universitäten.

Gegen 6 UHr bewegte sich unter flotter Marsch­musik ein stattlicher

Zestzug

durch die geschmückte Stadt und bot mit den be­rittenen Chargierten und vielen bunten Mützen ein farbenprächtiges Bild. Etwa 300 alte und junge Turnewschafter nahmen daran teil. Den Höhepunkt des festlichen Tages bildete der

Kommers

im Saale des Cafö Leib. Der erste Chargierte der im L.B. C. Gießen Vorsitzenden Turnerschaft Hasso-Rassovia, stuck, iur. Fischer, begrüßte unter den Ehrengästen den Vertreter des Lehr­körpers der Universität, Prof. Dr. Eger, der an Stelle des durch die Tagung der Hochschul­gesellschaft leider verhinderten Rektors mit Worten warmer Anerkennung die Bestrebungen des Turnerschafterverbandes würdigte und unter lebhaftem Beifall versicherte, daß die Universität durch Stiftung von Ehrenpreisen für tüchtige sporlliche Leistungen ihre große Teilnahme be­kundet halbe. Für die Stadtverwaltung sprach Beigeordmtter Dr. H a m m herzliche Dankesworte und hob die große Bedeutung solcher Tagungen hervor, an denen auch die Städte ein großes Interesse Hätten. Denn auch sie dürften nicht mehr halpmachen vor Staats- und Landes­grenzen, sondern müßten in zusammenhängenden Wirtschaftsgebieten gemeinsame Belange vertre­ten. Ferner galt der Dank und Gruß der Turner­schaften dem Vertreter des Offizierkorps, Ober-

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haften Beifall fanden und zahlreiche Aigaben zur Folge hatten.

Der Massenchor sorgte sodann für angenehme Ab­wechslung durch den Vortraa folgender Lieder: Wie's daheim war" von G. Wohlgemuth, »Schen- kenbergs Reiterlied" von ch. Weber undDeutschland, dir mein Vaterland" von ch. cheinrichs, die wieder­um von den Sängern stimmungsvoll und klangschön gesungen und von den Zuhörern mit lebhaften Dankesbezeugungen entgegengenommen wurden.

Ein Tanz beschloß den schön verlaufenen Abend, der mit zu den Glanzpunkten des ganzen Schützen­festen gezählt werden darf.

*

Zu dem gestrigen Bericht über den Verlaus des ersten Tages ist noch nachzutragen, daß von dem Vorsitzenden des Verbandes, Professor Dr. Popp (Frankfurt a. M.) am Sonntag ein Auldigungstelegramm an den Herrn

Reichspräsidenten von Hindenburg

gerichtet wurde, das folgenden Wortlaut hatte: An den Herrn Reichspräsidenten, Berlin.

Den zum 30. Verbandsschießen des Badischen, Mittelrheinischen und Pfälzischen Schutzenbundes in Gießen versammelten Schützen ist es Herzens­bedürfnis, Eurer Exzellenz in aufrichtiger Verehrung, und Dankbarkeit Grüße zu senden. Uns Schutzen allen darunter vielen aus dem besetzten und dem Saargebiet, ist Euere Exzellenz leuchtendes Beispiel

das deutsche Schießwesen. Unser deutsches Schieß- wesen, es lebe hoch!

Nach diesen mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen ergriff als erster

Vertreter des besetzten Gebietes, Schühenbruder Heerdt, Mainz

82 Jahre alt, aber körperlich und geistig noch sehr elastisch von der Festversarnrnlung lebhaft begrüßt, das Wort. Er stattete zunächst den Dank der aus­wärtigen Schützen ab für die liebevolle Aufnahme und die vielen Blumengrüße der Gießener Bevölke­rung. Die von den Vorrednern erwähnten Beschwer­den wolle er nicht wiederholen, denn die Schützen ans dem besetzten Gebiet seien nicht gekommen, um zu klagen, sondern um sich zu freuen. Rheinischer Humor klingt aus seinen Worten, die nut dem Schwur schließen: Wir wollen deutsch bleiben am deutschen Rhein.

Der nächste Redner, der

Vorsitzende des Gaues Pfalz, Bausenwein, Ludwigshafen

sagt herzlichen Dank dem Schützenverein Gießen für die entgegengebrachte Liebe und das Verständ­nis für die Nöte der Schützen des besetzten Ge- bietes und der Saar. Die Schützen fühlten sich ver­pflichtet, auszuharren für das große deutsche Vater- land bis zum Befreiungstage, der aber nicht er- kauft werden solle durch Konzessionen. Seme be­geistert aufgenommenen Worte klangen aus in den Wunsch: Die Saar und die Pfalz: Gott erhalt s!

Der zweite Teil des Abends wurde ausgefullt durch Musikvorträge der Neichswehrkapelle, die leb-

kteffen des HessenlanbeS vertreten Habe, beflen Pflichttreue und dessen Leistungen für alle Zei­ten ein Vorbild bleiben werden. Für die Pro­vinz Oberhessen übernahm

Provinzialdirektor Graef

das Ehrenmal. Cr ergänzte die Ausfüh­rungen des Staatsrates Dr. Weber und fei­erte besonders die Verdienste, die sich Staats­rat Dr. Weber als geistiger Vater des Wasser­kraftwerkes ßißbetg um die Provinz erworben habe. Cr erinnerte an dieGenieinwirtschafr Oberhessen", diesen neuartigen sozialpolitischen Versuch, den Prvvinzialdirektor Matthias im Verein mit Staatsrat Weber ins Leben ge­rufen hatte.

Für die mit ihren Kindern anwesende Witwe des Provinzialdirektors Matthias sprach Dr. med. Dalken aus Heldenbergen den Dank der Fa­milie Matthias für die Ehrung des so früh Verstorbenen aus. Bürgermeister Hensel aus Hirzenhain legte im Auftrage der Gemeinde Hirzenhain, die Prvvinzialdirektor Matthias viel verdankt, einen Kranz nieder.

Unter den auswärtigen Gästen sah man neben den Vertretern der Provinz u. a. Ministerial­direktor Reitz als Vertreter des Gesamtmi­nisteriums, die Kreisdirektoren Dr. Iann (Schotten) und Rechthien (Friedberg), die Herren Regierungsrat Weber (Büdingen) und Direktor Stadler (Friedberg), ferner die Mit- glieber des gegenwärtigen Provinaialausschusse- unb Herren, die unter Prvvinzialdirektor Mat­thias dem Provinzialausschuß angehörten, Dau- rat Frey als Vertreter des Hochbauamtes Bü­dingen, Forstmeister Dr. Künanz vom Forst­amt Konradsdorf, Unternehmer und Arbeiter, die beim Dau des Crinnerungsmales beteiligt waren, die Direktoren der Eisenwerke Hirzen­hain und viele andere.

Die würdige Feier, die auf alle Teilnehmer einen tiefen Eindruck machte, wurde von meister­haft vorgetragenen Gesangsdarbietungen de« Männerquartetts Ortenberg umrahmt. Ein den geladenen Gästen von dek Provinz gegebenes Essen im Kurhaus Selters beschloß die Feier.

Luxushotels für Damen.

Die Fvau spielt im gesellschaftlichen und wirt- schastlicheri Leben der Neuen Welt eine Rolle, deren sie sich in. der Alten Welt noch nicht zu erfreuen hat. Da das weibliche Geschlecht an dem amerikanischen Reichtum, einen so großen Anteil hat, nimmt man dort auf sie und ihre Bedürfnisse viel mehr Rück­sicht als bei uns. So gibt es denn auch in jeder größeren Stadt ein besonderes Samen« Hotel, ^u dem Herren feinen Zutritt haben, und das in feiner ganzen Einrichtung auf die besonderen Wünsche und Bequemlichkeiten der Frauenwelt zu- geschnitteri tft. Verschiedene Riesenhotel-, die beiden

leutnant Hoebels, der die gemeinsamen Ziele betonte, die Reichswehr und Turnerschaften zu erreichen suchten, die körperliche Durchbildung und Stählung der Jugend für vaterländische Aus­gaben.

Der Vorsitzende des V. A.T. Hessen-Lahn, Prof. Vo lzing, A. H. Hasso-Rassoviae, stellte mit herzlichen Worten des Dankes die von Jahr zu Jahr wachsende Beteiligung an diesen Turner- schaftertagen fest, die in hervorragender Weise ge­eignet seien, den Geist treuen Gemeinschafts­sinnes zu pflegen und innere Fühlung zu fordern.

Der Vertreter einer verehrlichen, im V. C.-Ver- bande und im L. V. C. Marburg Vorsitzenden Turnerschaft Philippina, stuck. Wissel, dankte herzlich dem L.V. C. Gießen für die Einladung und hob in begeisterten Worten die hohen Ziele und Bestrebungen des Verbandes hervor.

Oie Seffrebe

hielt Rotar Dr. Strasser aus Göttingen. A. H. Hasso-Rassoviae (Rehen. Sie sand lebhaftesten Beifall und machte auf die Festteilnehmer sicht­lich tiefen Eindruck. Der Redner führte etwa folgendes aus:

Land in Rot! Volk in Rot! Burschen heraus! Dieser Kampfruf der akademischen Jugend braust seit einer Woche durch alle deutschen Universi­tätsstädte. Er führt uns alte und junge Turner- schafter auch am heutigen Tage zusammen -Lor acht Tagen tönte das Trauergeläute der Glocken um die verlorene Freiheit. Ein einmütiges Be­kenntnis des ganzen Volkes zu dem Willen nach Freiheit erscholl in deutschen Landen. Freiheit von dem schmachvollen Versailles. Freiheit von den Ketten der Knechtschaft, das Ziel eines leben -deutschen Menschen. _c

Und dennoch kein einheitlicher Wille. Es gab Deutsche, die uns dieses Bekenntnis verwehren wollten. Darum Burschen heraus! Denn die aka­demische Freiheit ist in Gefahr. Was ist akade-

finden; was weiter entfernt ist, das kann das Fernauge vorläufig noch nicht genau sehen, es ist gleichsam kurzsichtig, ein Mangel, den die , . , a

Techniker siche- auch in kurzer Zeit beseitigen I Art Film, wobei es sich freilich um wirkliche, im werden. I gleichen Augenblick staltfindende Vorgänge han-

3m stillen H i l le r s b ach t a l, an einem der schönsten Plätzchen der an Schönheiten w reichen oberhesfischen Waldlandschaft, in unmittelbarer Rähe des Stauweihers hat die Provinz Ober- Hessen dem hochverdienten, leider allzusruh ver­storbenen Provinzialdirektor Ludw. Matthias, in dessen Amtszeit Dau und Vollendung der Talsperre und des Wasserkraftwerkes Lißberg fielen, ein Denkmal errichten lassen. Das Denkmal verdankt seine Entstehung einer An­regung des Staatsrates Dr. W e b e r , der eben­falls hohe Verdienste um die Schaffung des Wasserkraftwerkes Lißberg hat. Es war ein äu­ßerst glücklicher Gedanke, für dies Denkmal die Gestalt eines Tempelchens zu wählen. Die Bild- Hauerarbeit wurde ausgeführt von Bildhauer Fahre nb ruch (Frankfurt a.M.).

Auf halber Hohe über der Talsperre erhebt sich auf einer Waldlichtung ein massiver Rund­bau, dessen Plattform von der Hohe her auf sanft fallendem Spazierweg, von einer unten vorgelagerten Terrasse aus auf massiven Stein­treppen zu erreichen ist. Aus der Mitte der mauerumhegten Plattform ragt ein mächtiger, achteckig behauener Eichenstamm auf, der em aus Cichenrundholz gezimmertes, in altheimischer Weise mit Holzschindeln gedecktes, kegelförmiges Schutzdach trägt. In der Vorderwand des mas­siven Unterbaues ist eine Steinplatte mit der InschriftM a 11 h i a s st e i n" eingelassen. Ihr von Künstlerhand geschaffener Dildschmuck Der- sinnbildlicht die Gewinnung elektrischer Energie aus der Kraft des stürzenden Wassers. Die beiden Jahreszahlen 1903 und 1928 lenken den Blick auf ein Vierteljahrhundert oberhessi­scher Wirtschaftsgeschichte, dessen Schlußstein die Vollendung desWasserkraftwerkesLiß- be r g bildet. Eine an der mächtigen Mittel­säule angebrachte Dronzeplakette trägt die Wid­mung der Provinz.

Ein neuer, chauffierter Fahrweg gestattet, das Matthiasdenkmal von Lißberg aus überMauer- steigstraße und Konradsweg bequem zu erreichen. Serpentinenwege und Treppen führen hinauf zur Plattform, von der man einen entzückenden Aus­blick in das herrliche Grün des Waldes und auf die spiegelnde Fläche der Talsperre hat. Ruhe­bänke laben zum Sitzen ein, ein mächtiger Tisch wartet der Gäste, und eine Feuerstelle lockt diejenigen, die gerne draußen abkochen. Alles

für die Ausnutzung der Wasserschähe und Kohlenlager Oberhessens geschaffen.

Das Derteilungsvetz des Ueberlandwerkes der Provinz überspanart und verbindet heute mehr als 500 Gemarkungen mit etwa 300 000 Ein­wohnern auf einer Fläche von 3300 Quadrat­kilometern. Ideell ist die Provinz damit zu einem kommunalen Zweckverband für Wasserkraftanla­gen sowie für Licht-, Kraft» und Trinkwasser­versorgung zusammengeschlossen.

Versinkt die Jirsel Oberhessen eines Tages un preußischen Meer, ober wird Obechessen ein Destandtell einer rhein-mainischen Wirtschafts- Provinz des Reiches, so darf in beiden Fällen dieser ideelle Zusammenhang nicht verloren ge­hen, sondern er wäre zu einem öffentlich-recht­lichen Verband auszugestalten, der die heute er­rungenen Kulturgüter und deren Erträge den oberhesfischen Gemeinden dauernd erhall und zu- gleich die Fortschritte auf den bezeichneten Ge­bieten für die Zukunft gewährleistet. Darauf ha­ben die 500 Gemarkungen heute schon einen Anspruch. - .. _

-Aach den Worten des Dankes an die Herren Provinzioldirektor Graef, Provinzialrat Wolf, die Dioektoren der Ueberlandanlage und die Mitglieder des Provinzialausschusses, ferner auch den Herrn. Finanzminister und die Mi- nisterialforstabteÄung sowie die örtliche Staats- sorstbehörde übergab der Redner die Ehrenstätte der Provinz und ihren Vertretungen:Möchten Provinz und Staat in gemeinsamer Fürsorge für dieses in herrlicher Landschaft errichtete Denkmal darin wetteifern, es für alle Zeiten würdig zu erhallen und zu unterhalten, solange das deutsche Volk in diesen Waldtälern lebt, solange die deutsche Zunge in ihnen erklingt und Gott im Himmel Lieder singt!"

Rach der Weiherede von Staatsrat Dr. Weber ergriff

Oberfinanzrai Schäfer

von der Hess. Gesandtschaft in Berlin, der lange Jahre mit Pwvinzialdirektor Matthias zusam­mengearbeitet hat, das Wort. Er entwarf ein Lebensbild De.-s Mannes Matthias, der stets mit unbeugsamer Arbeitskraft die 3n-

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I beite. Bei. der ersten Aufführung sah man den Kopf des jeweilig Sprechenden, gelegentlich er­schien auch sein Gesprächspartner in gleicher Form auf Der Bildfläche. Später ist es dann auch gelungen, Die Spieler in ganzer Figur zu zeigen. Dazwischc.-n aber sah man jene Aufnahmen, die auch im Kino so viel zur Belebung des Gesamt- eindrucks beitragen: Gegenstände und Teile der Körper. Wenn etwa eine Kartenszene gesandt wurde, so- erschienen vor dem Zuschauer Hande, die Karsten mischten; eine Mordangelegenhett wurde verdeutlicht durch eine andere Hand, die einen Revolver abschoß. Man sah Sektglaser, die Bewegung des Anstoßens, und ähnliches.

Und bile Zuschauer waren, wie berichtet wird, höchst befriedigt, empfingen sie doch wirklich den Eindruck einer zusammenhängenden Handlung, bei der Bild und Klang eine verständliche Ein­heit ergaben. QU an war des Lobes voll für den Regisseun, der hier zum erstenmal die Rotwendig- leiten box Fernsehbühne begriffen hatte.

Cs ist interessant, etwas darüber zu erfahren, wie er gearbeitet hat. Cr befand sich an einem Ort, von dem aus er die ganze Szene über­sah; vor ihm befand sich ein Fernsehempfänger, auf dem er in jedem Augenblick erkennen formte, was für Den Zuschauer sichtbar wird; und ferner bestätigte es eine Schalteinrichtung, durch die er nach Bedarf die verschiedenen Aufnahmekameras zum 3tofd der Wiedergabe der betreffenden Teilszeneu. in Betrieb setzte.

Das Fnmsehdrama ist also geboren. Und wie wird feine Zukunft fein? Eins ist sicher: was heute ein. Triumph der Technik ist, daraus ergibt sich morgen eine neue künstlerische Aufgabe.

Geschlechtern offen stehen, Haden doch roemgftens ein besonderes Stockwerk, in dem üif Frauen unumschränkt herrschen, bieten den Damen eine eigne Bibliothek sowie Leseräume, in denen s» unter sich sind, Geschäftszimmer mit Telephonen, M sie allein benutzen dürfen, und natürlich ein» Schönheitssalon nur für Damen. Die Frau die M das Zusammentreffen mit dem anderen Geschlecy verzichten will, kann in einem solchen Hotel wohnen, ohne mit dem männlichen Publikum überhaupt n Berührung zu kommen. Neuyork hat jetzt em neu« Luxushotel für Damen erhalten, das alle ander, Einrichtungen dieser Art an Eleganz übertrifft uni dabei nicht nur für die Millionärinnen bestimmt ist sondern auch Frauen mit kleinerem Beutel zur Ver- fügung steht. Man kann ja schon ein Z,mmer für zehn Dollars die Woche haben und sich aller M Vorteile erfreuen, die dieses moderne Damenhorv in verfchwenderifcher Weise bietet. Es ist eine Ver­einigung von Klub und Hotel, in erster Linie sw die Mitglieder des Neuyorker Damenklubs bestimnu Das Gebäude umschließt einen Hof, der du« (Springbrunnen und Blumenbeete in einen parabif fischen Garten verwandelt ist. Durch die 28 Stock­werke, innerhalb deren sich noch andere Garten anlagen befinden, fährt man empor zu einem groh- artigen Dachgarten. Das Damenhotel besitzt eim wundervoll eingerichtete Schwimmanstalt mit einen 60 Fuß langen Bassin, ein Stadion, in dem alle mr erdenklichen Vor.ichtungen für körperliche Hebung« vorhanden sind, außerdem natürlich Tennispläy usw. Mehrere Tanzinstitute haben sich hier nieder gelassen, in deren Sälen Unterricht im Volks-, sellschafts- und "Kunsttanz erteilt wird. Natürlich auch ein großer Schönheitssalon da, an den 0- zahlreiche Ankleideräume anschließen. Die FeM sind mit besonderer Pracht ausgestattet, und elv Dame, die hier eine Damengesellschaft vereinig will, hat die Auswahl zwischen einemnordafnft nischen" (Saal, der die Farbenwunder des Drien». uer

in seiner Ausstattung widerspiegelt, einemind- 6 JgDie

schen" Saal und einemmodernen Saal , der » n ^ürn

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