Einzelbild herunterladen

Präsidenten der Reich^bahndirektion Frankfurt a. M. ein namhaftes Geldgeschenk ausgehändigt.

cs) Grüningen, i. Ott. Pfarrer2x> e b e t, der 16 Iahre in unserer Gemeinde wirkte, schied heute von hier, um nach seinem neuen Wirkungsort Berg- und Stratzebersbach überzusiedeln. Während der langen Zeit seiner hiesigen Tätig­keit hat er zum Segen der Gemeinde gewirkt und sich die Liebe und Wertschätzung der Einwohner erworben. Die besten Wünsche der Gemeinde begleiten ihn nach seinem neuen Wirkungsort. Wie verlautet, soll die hiesige Pfarrstelle vor­läufig unbesetzt bleiben und durch den Pfarrer der Nachbargemeinde Holzheim mitversehen werden.

][ Garbenteich. 7. Ott. Am Samstagabend versammelten sich hier im GasthausZum weihen Roh" die diesjährigen F ü n f z i g e r. Eine be­sondere Note erhält eine solche Zusammenkunft auf dem Dorfe dadurch, daß sich alle, mit Aus­nahme einiger Zugezogenen, schon als Schul­kameraden kennen. Postagent Schock begrüßte die Erschienenen, gedachte der bereits Verstor­benen und würdigte die Bedeutung der Feier. Bei. Musik und froher Unterhaltung verbrachten die Jubilars einen sehr genußreichen Abend.

)( L i ch, 1. Okt. Am Freitagabend hatte die Darmstädter Musikantengilde unsere Gemeinde in die St. Marienstiftskirche zu einer sehr stimmungsvollen Abendfeier eingeladen. Die Gemeindeglieder waren mit froher Erwar­tung dieser Einladung sehr zahlreich gefolgt und lauschten voller Andacht den wundervollen Dar­bietungen. Der unter der Leitung von Dipl.-Ing. Günther Simonh (Darmstadt) stehende Chor fang mit ganzer Hingebung, klangschönen Stim­men und eindrucksvoller Beseelung geistliche Lie­der. Kanons, Motetten und Choräle aus dem 16. und 11. Jahrhundert. Besonders lehrreich waren die verschiedenen Weisen und musikalischen Auffassungen des ReformationsliedesEin feste Burg". Meisterhaft vorgetragene Vorspiele und Zwischenspiele auf der Orgel von stud. math. Dorngässer (Darmstadt) bereicherten das mit großem Sachverständnis zusammengestellte Pro­gramm. Ein inniges und sinniges Abendlied Hinunter ist der Sonnenschein" von Melchior Vulpius gab der schönen Abendfeier einen wun­dervollen Ausklang.

-o- Röthges, 7. Okt. Heut« feierte unser ä l t e- ster Dorfbewohner, der Landwirt und Aus» zügler Georg Meckel IV., seinen 8 6. Geburts- t a g. Zu ganz besonderer Freude gereichte es ihm, daß ein Schreiben des Reichspräsidenten v. Hin­denburg eintraf, der ihn als Kameraden und Alt­veteranen von 1866, sowie 1870/71 in herzlicher Weise beglückwünschte. Meckel ist noch ziemlich rüstig und von geistiger Frische und Lebhaftigkeit. Wäh­rend seines langen Lebens bekleidete er die ver­schiedensten Gemeindeämter, als Gemeinderat, Orts­gerichtsmann, Feldgeschworener, Kirchenvorstand, sowie Präsident des Kriegervereins, dem er noch heute angehört.

Kreis Friedberg.

$ Friedberg, 7.Okt. Der diesjährige Fried­berger Ob st markt wurde gestern von dem Beig. Dr. L e u ch t g e n s im Schützenhaus eröffnet. Der Markt war sehr gut beschickt, und die vorzüg­liche Ware fand bei guten Preisen recht guten Ab­satz. Die Stadt hatte eine Prämiierung des bestver­packten Obstes veranlaßt. Die ersten Preise erhiel­ten Hofgut Beinhardts und die gräfliche Gärtnerei A s s e n h e i m. Allseits Beachtung fand auch die mit dem Markte verbundene Ausstellung des Wetterauer Bienenzüchteroereins.

Kreis Büdingen.

-/ Ortenberg. 7.Okt. Die Obsternte ist hier sowohl nach Menge, als auch nach Güte so gut ausgefallen, wie noch nie in den letzten Icch- ren. Zur Zeit ist ein Großhändler aus Breslau, der die ganze Ernte der staatlichen Domäne auf Breitenheide", der Gemeinde Ortenberg und einen großen Teil der Obsternte der fürstlichen Obstanlagen mit zu'ammen 3000 Zentner ange­kauft hat. daran, mit etwa 40 bis 50 Leuten die Ernte zu bergen. Das Obst wird auf den Pflanzenländern" in großen Massen gelagert, sortiert und in Kisten verpackt, zum Versand ge­bracht. Das geringere Obst wird als Kelterobst zum Preise von 2 Mk. an Ort und Stelle abge­geben. Infolge der allenthalben gut ausgefalle­nen Obsternte ist die Rachsrage bis jetzt noch sehr gering und der Preis selbst für Tafelobst sehr niedrig. Es ist jedoch nach den Erfahrungen der letzten Jahre damit zu rechnen, daß die Preise für au es Obst bald anziehen und fest werden, weil das vorzügliche Obst unserer Gegend immer sehr gesucht wird.

Kreis Schotten.

b. Schotten, 7. Okt. Aus dem Ge­meinderat: Die Mietpreise für das neue

Deamtenhaus wurden auf 750, 700 bzw. 530 Mk. Friedensmiete festgesetzt, dazu treten die jeweili­gen Mietzuichläge. Die Verteilung der Gärten für das neue Finanzbeamtenhaus wurde vorgenom- men. FÄr das Gießener Studenten- haus wurden 50 Mk. bewilligt. Die Frei­stellen an der Realschule wurden dem Vorschlag des Lehrerrats entsprechend genehmigt. Für das Rathaus wurde die Beschaffung eines neuen Ofens und neuer Stühle bewilligt. Die Märkte der Stadt für das Iahr 1931 wurden festgelegt. Die neue Wäscherei- einrichtung des neuen Krankenhauses wurde besprochen, auch die Anschaffung einer elektrisch betriebenen Mangel genehmigt. Eine Reihe von

Punkten wurde in nichtöffentlicher Sitzung er­ledigt.

Kreis Alsfeld.

1* Ruppertenrod, 7. Okt. Dieser Tage wurde die Fischerei unserer Gemeinde auf zwölf Iahre verpachtet. Der bisherige Pachtpreis betrug etwa 110 Mk., der heutige ist 240 Mk. Trotz dieser Erhöhung des Preises darf nicht unerwähnt bleiben, daß die unsere Gemarkung durchfließende Ohm als Fischwasser nicht mehr die einstige Bedeutung hat. Der Hauptgrund hierfür ist die Fassung zahlreicher Quellen zu Wasserleitungszwecken, wodurch im Sommer der Wasferstand außerordentlich zurückgeht.

Wirischast.

Wiener Bankenfusionierung.

Wie die amtliche Wiener Rachrichtenstelle er­fährt, haben die auf die Initiative der öster­reichischen Regierung eingeleiteten Verhandlun­gen wegen der Fusionierung der Boden- Kreditanstalt zu Wien und der Oester- reichischen Kreditanstalt einen solchen Verlauf genommen, daß ein positives Ergebnis erwartet werden kann. Der endgültige Abschluß hängt von einigen Voraussetzungen ab, über welche in wenigen Tagen eine Entscheidung zu gewärtigen ist. Diese Transaktion wird bei ihrem. Abschluß den Aktionären der Boden-Kredit­anstalt bedeutende Opfer auferlegen, aber ander­seits den Einlegern und sonstigen Gläubigern volle Sicherheit und den Konzernindustrien der Boden-Kreditanstalt die Fortsetzung ihrer Ar­beiten ermöglichen. Bei Durchführung der Fusion ist mit Rücksicht auf die Umstände der Trans­aktion eine Kapitalerhöhung der Kreditanstalt in Aussicht genommen, deren Begebung durch ein internationales Konsortium unter Führung des Bankhauses Rothschild in Aussicht steht.

Die Montagblätter melden zur Uebernahme der Boden-Kreditanstalt durch die Kreditanstalt, daß für vier Doden-Kreditaktien eine Kredit­aktie gegeben werden soll. Der Nominalwert der Boden-Kreditaktie beträgt 50 Schilling, der der Kreditaktie 40 Schilling. Die Bodenkredit- attionäre würden also nur ein Fünftel des Nennwertes ihrer Aktien erhalten. Mit Nach­druck wird festgestellt, daß jeder Besitzer eines Einlagebuches oder von Kassenscheinen der Boden- Kreditanstalt sein Geld auf Verlangen zurück­bekommt und daß selbstverständlich die Effekten­depots auf Verlangen ansgefolgt werden. Nach einem gestern abgeschlossenen Vorvertrag finden die Auszahlungen, wie derMontag" meldet, bereits unter der Leitung der Kreditanstalt statt. Wie das christlichsczialeMontags-Blatt" mel­det, steht fest, daß die Doden-Kredit- an st alt,nach einem Gutachten der Oesterreichi- schen Nationalbank insolvent ist. An der Börse soll der Handel in Doden-Kreditaktien heute amtlich suspendiert werden, da das Unter­nehmen ganz in der Kreditanstalt au, gehen wird. Allgemein wird das energische Eingreifen des Bundeskanzlers Schober anerkannt. Wie der Montag" von informierter Seite erfährt, ver­trat Schober bei den Verhandlungen und ins­besondere gestern auf das energischste den Stand­punkt, daß die Liquidierung nicht auf Kosten des Staates erfolgen dürfe.

* Entlassung von 400 Arbeitern bei den Mannesmann-Röhrenwerken? Wie WTD.-Handelsdienst hört, brachten die Mannesmann-Röhrenwerke bei dem Demobil- machungstommissar einen Antrag auf Genehmi­gung zur Entlassung von 400 Arbeitern in der Abteilung Rath ein. Ob es tatsächlich zur Ent­lassung kommt, läßt sich natürlich nicht voraus- sehen, da bis zur Genehmigung eines solchen Antrages längere Zeit verstreicht, in der sich die Beschäftigungsmöglichkeit wieder so weit ge­bessert haben kann, daß von der Entlassungs­genehmigung kein Gebrauch gemacht werden muh.

* Keine Jnteressennahme der Na­tional City Dank an der Danatbank. Die Darmstädter und Nationalbank erklärt, daß die von einem gestrigen Berliner Morgenblatt gebrachte Nachricht über eine Interessennahme der National City Dank, Neuyork, an der Darm­städter und Nationalbank und die Berufung ein­zelner Aufsichtsratsmitglieder zu einer Sitzung nach Berlin auf freier Erfindung beruhe. Auch alle Gerüchte über sonstige Kombinationen bei dem Institut entsprächen nicht den Tatsachen.

Frankfurter Börfe.

Frankfurt a. TO., 8. Okt. Tendenz: Schwach. Die heutige Börse sah sich bereits vor Be­

ginn des offiziellen Verkehrs auf fast allen Märkten wieder verstärktem Angebot ge­genüber. Die Hoffnungen, die sich an die Ver­flüssigung des Neuhorker Geldmarktes und an die Festigkeit der dortigen Börse knüpften, wurden stark enttäuscht. Man brachte die namentlich am Elektromarkt hervor tretenden Abgaben in Zu­sammenhang mit den Vorgängen bei der Oester- reichischen Bodenkreditanstalt. Hier verstimmte auch, daß die Fusionsverhandlungen noch nicht zu einem endgültigen Ergebnis geführt haben, wenn auch an einem Zustandekommen nicht ge­zweifelt werden kann. Einen recht ungünstigen Einfluß, namentlich für den I.-G.-Farben-Markt, hatten ferner die Nachrichten von einer Ueber- füllung der Lagerbestände an den Oppauer Wer­ken der I.-G.-Farben. Außerdem verstärkten an­dere umlaufende, vollkommen unkontrollierbare Gerüchte die herrschende Unsicherheit. Die Auf­nahmefähigkeit des Marktes war gering, da von Bankseite kein Material auf genommen wurde. Einen außerordentlichen Kursrück- gang erlitten Deutsche Linoleum, die trotz der in einigen Blättern gebrachten Mittei­lung über den guten Geschäftsgang und minde­stens vorjähriger Dividende 15 Prozent ei n- büßten. Große Abgaben wurden ferner in I. -G. -Farben vorgenommen, die 5,2 5 Pro- d en t verloren. Am Kunstseidenmarkt lagen Glanz st off 5 Prozent niedriger. Dem- berg, die zum ersten Male in Frankfurt a. M. amtlich notiert wurden, gaben gegen den letzten Berliner Kurs nach. Starke Kursrückgänge ver­zeichneten noch Elektrowerte, von denen Schuckert 5,5 Prozent, Siemens 6,5 Prozent, AEG. 2,5 Pro­zent und Licht & Kraft 3,40 Prozent nachgaben. Chade-Aktien konnten sich behaupten. Von lokalen Werten verloren Metallgesellschaft 1 Prozent und Scheideanstalt 3 Prozent. Schiffahrtswerte 2 Pro­zent niedriger. Bankaktien waren bis 1 Prozent gedrückt. Am Markte der Autoaktien gaben Daimler auf die Meldung von einer angeblichen Stillegung des Mannheimer Werkes weiter leicht nach, Kleyer dagegen gut behauptet. Entgegen der Allgemeintendenz konnten Svenska 5 Mark höher eröffnen, Deutsche Anleihen waren be­hauptet. Am Auslandrentenmarkt gaben Ana­tolier etwas nach. Nach den ersten Notierungen traten meist weitere Abschwächungen ein. I.-G.- Farben waren weiter angeboten und 1,75 Prozent schwächer. Auch Elektrowerte blieben angeboten. Im weiteren Verlaufe konnten sich geringfügige Erholungen durchsetzen. Am Geldmarkt war Tagesgeld unverändert 7 Prozent. Am Devisen­markt zog der Pfundkurs weiter an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1966, gegen Pfund 20,40, London gegen Kabel 4,8616, gegen Paris 123,8750, gegen Mailand 92.805, gegen Madrid 32,77, gegen Holland 12,10.

Berliner Börfe.

Berlin, 8. Oft. Nach einem geschäftslosen, aber im Grund ton nicht unfreundlichen Vor- rnittagsverkchr eröffnete die heutige Börse in schwacher Haltung. Die Zunahme der Spareinlagen um eine Milliarde in sieben Mo­naten bei allen deutschen Sparkassen zusammen und die bei leichten Tagesgeldsätzen unter kleinen Schwankungen st'sie Neuyorker Börse von gestern machten keinen Eindruck. Meldungen von bevor­stehenden Lohnverhandlungen bei der Mansseld- 2l.-G. und vor allem ungünstige Nachrichten in der Morgenpresse über Arbeiterentlassungen bei der I.-G.-Farbenindustrie verstimmten, und drückten auch an den übrigen Märkten, für bie anderseits absolut keine Anregungen Vor­lagen, auf die Kurse. Ohne daß das heraus­kommende Material besonders groß war, gingen ine meisten Werte bei äußerst ruhigem Geschäft um 1 bis 3 Proz. zurück. Darüber hinaus ver­loren Schubert & Salzer, Löwe, Demberg, Kar­stadt, Farben, Sarotti, Deutsche Linoleum, Clek- trlsche Lieferungen, Siemens usw. 4 bis 6 Proz.

Durch Festigkeit fielen Svenska (plus 6 Mark) auf, man verwies auf die feste Haltung deck Kreuger- und Zollaktien in London. Deutsch« Anleihen behauptet, Ausländer überwiegend etwas nachgebend. Auch Pfandbriefe still und eher schwächer. Der Geldmarkt war weiter er­leichtert. Tagesgeld 7,75 bis 10 Proz., Monats­geld 9,25 bis 10,5 Proz., Warenwechsel ca. 7,75 Prozent. Nach den ersten Kursen neigte die Tendenz weiter zurs^chwäche, obwohl man wissen wollte, daß seitens- $>r Verwaltung der I.-G.- Farbenindustrie eine beruhigende Erklärung zu den bereits erwähnten Pressemeldungen zu er­warten fei. Svenska konnten um eine weitere Mark anz'.ehen. Sonst besserte die Mehrzahl der Kurse sich um 1 bis 2 Proz., Polyphon 5,75 Prozent. Die gestern abend schon schwach veran­lagten Reichsbankanteile verloren im Verlaufe weitere 2,5 Proz. und gingen damit auf 277 Pro­zent zurück. Für Farbenbezüge nannte man einen Kurs von 4 Proz. Trotz Jnterventionstätigkeit de» Banken blieb die Stimmung auch später schwächer.

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 4. Oft.

Die Markts au den st raße ist z. Z. in ihrer Längsseite infolge von Neubauarbeiten durch eine Bretterwand derart abgesverrt, daß der Fahrweg nur noch eine Breite Son etwa 2,50 Meter aufweist. An einem Sonntag vormit­tag durch fuhr diesen von dem Lindenplah aus ein auswärtiger Motorradfahrer, um dann nach eini­gen Minuten vom Brandplatz auch den nämlichen Rückweg zu nehmen. Zu dieser Zeit spielten kleine Kinder auf der Fahrstraße unmittelbar an der Bretterwand. Der Fahrer muh diese auf Hin- und Rückfahrt bemerkt haben. Auf dem Rückweg lief ein dreijähriges Kind direkt in sein Rad. Es war dies das Werk von 1 bis 2 Sekunden. Rad, Radfahrer und Kind kamen zu Fall: letzteres trug Verletzungen davon. Der heute wegen fahrlässiger Körperver­letzung zur Verantwortung gezogene Motor­radfahrer beteuerte seine Schuldlosigkeit. Das Gericht war dagegen der Ansicht, daß der Fah­rer bei der Enge der Fahrstraße unbedingt mit der Möglichkeit rechnen mußte, daß das Motor­rad beim Voruberfahren irgendeine Wirkung auf die Kinder ausüben werde, diese namentlich infolge des Geräuschs auseinanderstieben und weglaufen könnten, und zwar gerade in seiner Fahrtrichtung hinein, da die andere Seite der Straße durch die Bretterwand versperrt war. Rechnete er aber mit dieser Möglichkeit, so hätte er seine Geschwindigkeit ganz erheblich mehr einschränken müssen, als er dies angeblich getan hat. Er mußte Schritt-Tempo nehmen, und dies war ihm auch technisch möglich. Er hätte dann fraglos augenblicklich halten können, und der Unfall wäre vermieden worden. Mindestens hätte sich der Zusammenstoß nicht so, wie geschehen, auswirken können. Ein Kraftfahrer muß, wie dies der Fragefall lehrt, unbedingt mit der­artigen Unbesonnenheiten von Kindern auf der Straße bis zu einem gewissen Grade rechnen. Die Tatsache, daß die Eltern der Kinder diese auf der Fahrstraße spielen ließen, als ob die Straße für den Fahrzeugverkehr gesperrt wäre, vermochte an der Strafbarkeit des Fahrers nichts zu ändern. Immerhin lagen für ihn derartige Milderungsgründe vor, daß nur die Verur­teilung zu einer mäßigen Geldstrafe ge­boten schien.

Der Gewerbetreibende, der sich im letzten Ter­min wegen Vergehens gegen das Arbeitszeit- geseh zu verantworten hatte, wurde heute mor­gen mangelnden Beweises auf Grund § 1 Ps 8 des einschlägigen für allgemeinverbindlich erklär­ten Tarifvertrages freigesprochen. Seine Dchutzbehauptung, daß es sich um Arbeiten ge­handelt habe, die bis zu einem gewissen Grade Überstunden gestatteten, konnte nicht widerlegt werden.

Daten für Mittwoch, 9. Oktober.

Sonnenaufgang 6.12 Uhr, Sonnenuntergang 17.22 Uhr. Mondaufgang 13.43 Uhr, Monduntergang 20.31 Uhr (in Südwende).

1477: Gründung der Universität Tübingen: 1813: der Komponist Giuseppe Verdi in Roncoke geboren: 1841: der Architekt Friedrich Schinkel in Berlin gestorben: 1874: Gründung des Welt­postvereins; 1906: Zeppelins Luftschiff steigt" zu seiner ersten größeren Fahrt auf; 1925: der Schöpfer der Weimarer Verfassung, Hugo Preuß, in Berlin gestorben.

Sprechstunden der Redaktion.

1130 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

Berlin. 7. Oktober

- ranlfurt o

Berlin

Darum

Datum

92

92

122,5

94

266

13%

38

0

38,5

1(

c

50

105

li

125,5

125,25

125,25

Danknoten

®tc hinter den Papieren angeführien Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschloßenen Dividende an.

16'/,

b

6

. . 8

. 9

9

10

108

222

54,75

6

10

0

123,5

177

50

106

47

52

47,5

52,5

75,5

186

12

1fr

261

211

222

154,5

10

io

8

A.E.G . ...

Bergmann . . . . . lileltt. Lielerungen.

Licht und Krall . . , fallen 4 Guilleaume. Gei. f. Elettr. Untern., t'nnib. (Siehr. Werte 8, Hein Elettr. . .

Schiel. (Siehr. . .

schlickert.....

clrmcn? 4 Halske . ZrnnoraDto ....

Valjmeuer 4 (So. . .

78

186,65

282 220,75 262,5

218

218

142,75 95

173

38 47,25 39,75

180

95

284,25

222

263

217

220,5

142

96,9

176,5

38.75

48,25 39

185

. 7 6Vi 10 . 6

Devi.enmartt Berlin - Frankf urt *a TO.

Telegraphische Auszahlung.

euow. Voero?

Rat -Automobil . . Crenftem 4 Koppel Vconharo Tietz Baniag-Meauin . . faontj. Maschinen . Griyner . . . < Heyiigenstaedt . < ffunghan«. . . .

Lechwerte. . . .

Mainlrailwerke . < Miag......

-Jielartulmet . . . 'Meters Union . . . (5ebr. Roeder . . . Boigt 4 Haeliner . Südo Zucker . .

Buoeruo .

Deutsche Erdöl . Wiener Steinkohle Geilenkirchener . Harpener....

Hoejch Eilen. . . Ille Bergbau . . UlödnetiDcrfe . . Köln-Ncuelien. . Mannesmann . .

ManSlelder ......

Obersch'.ei. Silenb. Bedarf Cberfdjlel. KokSwerke. Phönix Bergbau.... Rheinische Braunkohlen. Rhelnslah- . . . Rlebeck Montan .... iBereintqie Stahl» . . Olavi Minen......

Kali Aichersleben . . . Kali Welleregeln.... ttailwerr Lattdenurth .

3 ® fanben.gnouftrte . Dynamit Nobel .... Scheidean statt.....

Goldschmidt ..... Rittgerswerte.....

MelaUgeselllchaft. . . .

Pympp Hoizmann Heidelberger Eement. (Sctneni Karlstadt . .

Wavß 4 faeltag

Lchuuheis Patzenyoser Ostwerke .....

Per. Glanzstoff . . . Bem berg......

Hellftofi Waldhol . .

Zeilston Aschaffenburg Charlottenburger Wasse Desiauer Gas .

Daimler Motoren

Deutsche Maichinen-Fabrik (Dkrro-rie ttleuer .

Französische Holen Holländische Noten .... italienische '.Toten......

Norwegische Noten.....

Deutsch Oesterr,äi00 Kronen Rumänische Noten.....

Schwedische Noten ...... Schweizer Noten .....

Spanische Noten ......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten

Schluß i 'Anfang. Kur: s Kur 7.10. | 810.

Geld

16,415 168,03

21,95 111,70

58,78 2,477 12,18 80,71 62,03

12,377 72,92

Bries

16,4 5

168,71

22,03

112,14

59,02

2,497

112,62 81,03 62,32

12,437

73,22

innliui

i a

oe.

in

Schluß

i-Uh-

Schluss!

Anfang-

ff u re

Kur

ft n re 1

ftnr

Datum

7. .

8 10.

7.1 .

8.10.

6% D>. Reichsantelhe 1927 . Dl. Am.-Ablöl -Schuld mit flufl

87.5

-

87,5

los-Rechten.

j3, 13

53,2

,3,1

>3,2

DeSgl. ohne Auslos Rechte . . 7% faants Hgp -Bk Goldps. un

9,4

9,4

9,6

9,4

kündbar bis 1932.....

<y.% Rheinische Hyp.-Bank Clou

Goldps . ....

>5,5

-

76,1

A.E G abg. Borkriego-Obllgation

rückzahlbar 1932

88,5

4% Schweiz Bunvesb.-Anl..

_

_

4% Leslerreichiiche Goidrte..

28

4,20% Leslerr. Silberne .

.,75

*

2,75

_

4% Oesterreich, einheill Nie

_

4% Ungariiche Goldrte . . .

22,5

_

22,5

4% Ungarische ClaatSr. o. 1910

20,9

4 Yt % vesgs von 1913 .

-

_

4% Ungarische Kronenrle.. .

2

2

2

4% Türt. Zobanleihe v. 1911 .

1,3

1,3

4% Türluche Bagvadbahn-Anl.

Serie 1.....

1,2

_

, .35

4% desgl. Serie II......

7,2

_

7,3

4% Rumänen ronveN. Rle. . .

7,4

_

7,3

14,2

W*% Rumänen Goldanl. von 1913

14,25

,3ranlrurt a .

Berlin

edjlufe. ff n re

i-Uhi ffur

Schlich- ffur.

Anfang- ffur

7.10.

8.10.

7.10-

8. 10.

181,75

179,25

182,13

180,5

212,5

210

164

159,5

88,4

135

187

185

125

125

122,25

184

33,5

132,6

-

138,5

d

142,75

142

175

172,25

.05,5

350,5

200

204

200,5

344

>50,5

345,75

134

173

172

171

t7,5

66

_

106

107,75

105,6

133,5

135

i34,65

132,6

39

138,5

137,5

120,25

119,25

213

212,5

212

1.9,25

Iu9,5

108

118,5

116

-5,5

103,75

>66,4

104,75

129

128,5

31,75

128,75

75

73,25

99

98,25

02

100,25

102,25

100,75

260

-

260,u

260

111,5

113,5

110,75

-

118

11

111,25

110

67,65

67,5

219

218

224

222

365,25

>66

362

02

196,75

02,13

197

94

46,5

143,5

_

69,5

69,75

69

69,5

73,5

124

73

74

72,5

123

124

-

Schluß- Kurs

I-UIK ffiir

7.10.

8.10.

r

o

... 10

... 10

. . . IV,

... 10

... 10

u

... 10

... 11

... 16

.... 8

... 10

.... 6

. . . . 6

.... fr

.... 8

... 0

. . . 6V,

... 10

7TT". 7

.... 7

1. Oktober

8. Oktober

Amtliche Notierung

Geld 1 Brie

Amtliche Notierung

(Held ! Brief

Amn.-Nolt.

168,38

167,79

168.33

168,67

Buen. Aireö Brff- Antw

1,75/

1,761

1,758

1,762

>3.40j

58,52j

58,42

58,54

Christrania -

111,90

112,12

111,85

112,07

Kopenhagen

111,94

112,16

111,92

112,14

Stockholm .

112,41

H2,6.>

112,40

112,62

Helsingsors.

10,54

10,56

21,98

10,536

10,556

Italien - -

21,94

21,935

21,975

London. .

Nemwrl .

20,38

20,42

20,373

20,413

4,191

4,199

4,1915

4,1995

Varis. . ..

16,43

16,47

16,445

16,485

Schwei» . .

30,91

81,0,

80,92

81,08

Spanien .

62,19

62,31

62.21

62,33

Japan - . .

1,993

2,002 '

1,998

2,002

Rio de Jan- Wien in D--

,4975

0,4995

0,4975

0,4995

C eft- abfleft

58,93

59,0v

58,92

59,04

Prag . .

12,405

12,425

12,404

12,424

Bel irad . .

7,387

7,401

7,384

7,398

Budapest. .

73,12

73,26

73,11

73,25

Bul arien

>,035

3,045

3,035

3,041

Lissabon Danzig

i8,7l

18,8z

18,78

18,82

81,44

81,60

81,43

81,59

-Konst nttn.

2,023

2,027

2,025

2,029

Athen.

5,425

5,435

5,435

5,445

Canada

4,150

4,158

4,151

4,159

Ura uat) .

4,096

4,104

4,069

4,104

Tatro - - .

20,90

20,94

20,895

20,935

flllfl Deutsche Eilenbahn . .

«y,

Hamburg-Amerika Paket . .

. 7

116,75

114,75

17,5

115,5

Hamb. Südam. Tampfsch

. 8

Hansa Dampfschiff.....

10

-

153,75

152,3

Norddeutscher liioyd ....

. 8

Ib8,65

108,65

107,25

Alig DeutscheEreditanlt. .

10

123,75

124,25

124,25

Barmer Bonlverein ....

10

124

124,j

124,5

Berliner HandelsgeseUsch. .

12

202,75

201 i 5

Evmmer.;- und Prioal-Bank

11

1.4,75

174,25

-'4,63

174

Tarmsi. u Nakionalbanl .

12

263.5

264

263

Deuliche Bant ....

10

162

161,5

6275

162

Diskonw-GeseUschaft Ant.. -

10

162,5

162,5

162

Dresdner Bank......

Metallbau l........

10

. 8

157,5

156,5

157,5

.56,25

Reich«»»! . . ......

12

279

283

279,5

Berlin, 7- Oktob r

Geld

«rief

Amerikanische Noten.....

4,176

4,196

Belgische Noten .......

Dänische Noten .......

58,26

111,70

58,50

112,14

ttmalllche Noten........

20,35

20,43