Präsidenten der Reich^bahndirektion Frankfurt a. M. ein namhaftes Geldgeschenk ausgehändigt.
cs) Grüningen, i. Ott. Pfarrer ‘2x> e b e t, der 16 Iahre in unserer Gemeinde wirkte, schied heute von hier, um nach seinem neuen Wirkungsort Berg- und Stratzebersbach überzusiedeln. Während der langen Zeit seiner hiesigen Tätigkeit hat er zum Segen der Gemeinde gewirkt und sich die Liebe und Wertschätzung der Einwohner erworben. Die besten Wünsche der Gemeinde begleiten ihn nach seinem neuen Wirkungsort. Wie verlautet, soll die hiesige Pfarrstelle vorläufig unbesetzt bleiben und durch den Pfarrer der Nachbargemeinde Holzheim mitversehen werden.
][ Garbenteich. 7. Ott. Am Samstagabend versammelten sich hier im Gasthaus „Zum weihen Roh" die diesjährigen F ü n f z i g e r. Eine besondere Note erhält eine solche Zusammenkunft auf dem Dorfe dadurch, daß sich alle, mit Ausnahme einiger Zugezogenen, schon als Schulkameraden kennen. Postagent Schock begrüßte die Erschienenen, gedachte der bereits Verstorbenen und würdigte die Bedeutung der Feier. Bei. Musik und froher Unterhaltung verbrachten die Jubilars einen sehr genußreichen Abend.
)( L i ch, 1. Okt. Am Freitagabend hatte die Darmstädter Musikantengilde unsere Gemeinde in die St. Marienstiftskirche zu einer sehr stimmungsvollen Abendfeier eingeladen. Die Gemeindeglieder waren mit froher Erwartung dieser Einladung sehr zahlreich gefolgt und lauschten voller Andacht den wundervollen Darbietungen. Der unter der Leitung von Dipl.-Ing. Günther Simonh (Darmstadt) stehende Chor fang mit ganzer Hingebung, klangschönen Stimmen und eindrucksvoller Beseelung geistliche Lieder. Kanons, Motetten und Choräle aus dem 16. und 11. Jahrhundert. Besonders lehrreich waren die verschiedenen Weisen und musikalischen Auffassungen des Reformationsliedes „Ein feste Burg". Meisterhaft vorgetragene Vorspiele und Zwischenspiele auf der Orgel von stud. math. Dorngässer (Darmstadt) bereicherten das mit großem Sachverständnis zusammengestellte Programm. Ein inniges und sinniges Abendlied „Hinunter ist der Sonnenschein" von Melchior Vulpius gab der schönen Abendfeier einen wundervollen Ausklang.
-o- Röthges, 7. Okt. Heut« feierte unser ä l t e- ster Dorfbewohner, der Landwirt und Aus» zügler Georg Meckel IV., seinen 8 6. Geburts- t a g. Zu ganz besonderer Freude gereichte es ihm, daß ein Schreiben des Reichspräsidenten v. Hindenburg eintraf, der ihn als Kameraden und Altveteranen von 1866, sowie 1870/71 in herzlicher Weise beglückwünschte. Meckel ist noch ziemlich rüstig und von geistiger Frische und Lebhaftigkeit. Während seines langen Lebens bekleidete er die verschiedensten Gemeindeämter, als Gemeinderat, Ortsgerichtsmann, Feldgeschworener, Kirchenvorstand, sowie Präsident des Kriegervereins, dem er noch heute angehört.
Kreis Friedberg.
$ Friedberg, 7.Okt. Der diesjährige Friedberger Ob st markt wurde gestern von dem Beig. Dr. L e u ch t g e n s im Schützenhaus eröffnet. Der Markt war sehr gut beschickt, und die vorzügliche Ware fand bei guten Preisen recht guten Absatz. Die Stadt hatte eine Prämiierung des bestverpackten Obstes veranlaßt. Die ersten Preise erhielten Hofgut Beinhardts und die gräfliche Gärtnerei A s s e n h e i m. Allseits Beachtung fand auch die mit dem Markte verbundene Ausstellung des Wetterauer Bienenzüchteroereins.
Kreis Büdingen.
-/• Ortenberg. 7.Okt. Die Obsternte ist hier sowohl nach Menge, als auch nach Güte so gut ausgefallen, wie noch nie in den letzten Icch- ren. Zur Zeit ist ein Großhändler aus Breslau, der die ganze Ernte der staatlichen Domäne auf „Breitenheide", der Gemeinde Ortenberg und einen großen Teil der Obsternte der fürstlichen Obstanlagen mit zu'ammen 3000 Zentner angekauft hat. daran, mit etwa 40 bis 50 Leuten die Ernte zu bergen. Das Obst wird auf den „Pflanzenländern" in großen Massen gelagert, sortiert und in Kisten verpackt, zum Versand gebracht. Das geringere Obst wird als Kelterobst zum Preise von 2 Mk. an Ort und Stelle abgegeben. Infolge der allenthalben gut ausgefallenen Obsternte ist die Rachsrage bis jetzt noch sehr gering und der Preis selbst für Tafelobst sehr niedrig. Es ist jedoch nach den Erfahrungen der letzten Jahre damit zu rechnen, daß die Preise für au es Obst bald anziehen und fest werden, weil das vorzügliche Obst unserer Gegend immer sehr gesucht wird.
Kreis Schotten.
b. Schotten, 7. Okt. Aus dem Gemeinderat: Die Mietpreise für das neue
Deamtenhaus wurden auf 750, 700 bzw. 530 Mk. Friedensmiete festgesetzt, dazu treten die jeweiligen Mietzuichläge. Die Verteilung der Gärten für das neue Finanzbeamtenhaus wurde vorgenom- men. — FÄr das Gießener Studenten- haus wurden 50 Mk. bewilligt. — Die Freistellen an der Realschule wurden dem Vorschlag des Lehrerrats entsprechend genehmigt. — Für das Rathaus wurde die Beschaffung eines neuen Ofens und neuer Stühle bewilligt. — Die Märkte der Stadt für das Iahr 1931 wurden festgelegt. — Die neue Wäscherei- einrichtung des neuen Krankenhauses wurde besprochen, auch die Anschaffung einer elektrisch betriebenen Mangel genehmigt. Eine Reihe von
Punkten wurde in nichtöffentlicher Sitzung erledigt.
Kreis Alsfeld.
•1* Ruppertenrod, 7. Okt. Dieser Tage wurde die Fischerei unserer Gemeinde auf zwölf Iahre verpachtet. Der bisherige Pachtpreis betrug etwa 110 Mk., der heutige ist 240 Mk. Trotz dieser Erhöhung des Preises darf nicht unerwähnt bleiben, daß die unsere Gemarkung durchfließende Ohm als Fischwasser nicht mehr die einstige Bedeutung hat. Der Hauptgrund hierfür ist die Fassung zahlreicher Quellen zu Wasserleitungszwecken, wodurch im Sommer der Wasferstand außerordentlich zurückgeht.
Wirischast.
Wiener Bankenfusionierung.
Wie die amtliche Wiener Rachrichtenstelle erfährt, haben die auf die Initiative der österreichischen Regierung eingeleiteten Verhandlungen wegen der Fusionierung der Boden- Kreditanstalt zu Wien und der Oester- reichischen Kreditanstalt einen solchen Verlauf genommen, daß ein positives Ergebnis erwartet werden kann. Der endgültige Abschluß hängt von einigen Voraussetzungen ab, über welche in wenigen Tagen eine Entscheidung zu gewärtigen ist. Diese Transaktion wird bei ihrem. Abschluß den Aktionären der Boden-Kreditanstalt bedeutende Opfer auferlegen, aber anderseits den Einlegern und sonstigen Gläubigern volle Sicherheit und den Konzernindustrien der Boden-Kreditanstalt die Fortsetzung ihrer Arbeiten ermöglichen. Bei Durchführung der Fusion ist mit Rücksicht auf die Umstände der Transaktion eine Kapitalerhöhung der Kreditanstalt in Aussicht genommen, deren Begebung durch ein internationales Konsortium unter Führung des Bankhauses Rothschild in Aussicht steht.
Die Montagblätter melden zur Uebernahme der Boden-Kreditanstalt durch die Kreditanstalt, daß für vier Doden-Kreditaktien eine Kreditaktie gegeben werden soll. Der Nominalwert der Boden-Kreditaktie beträgt 50 Schilling, der der Kreditaktie 40 Schilling. Die Bodenkredit- attionäre würden also nur ein Fünftel des Nennwertes ihrer Aktien erhalten. Mit Nachdruck wird festgestellt, daß jeder Besitzer eines Einlagebuches oder von Kassenscheinen der Boden- Kreditanstalt sein Geld auf Verlangen zurückbekommt und daß selbstverständlich die Effektendepots auf Verlangen ansgefolgt werden. Nach einem gestern abgeschlossenen Vorvertrag finden die Auszahlungen, wie der „Montag" meldet, bereits unter der Leitung der Kreditanstalt statt. Wie das christlichscziale „Montags-Blatt" meldet, steht fest, daß die Doden-Kredit- an st alt,nach einem Gutachten der Oesterreichi- schen Nationalbank insolvent ist. An der Börse soll der Handel in Doden-Kreditaktien heute amtlich suspendiert werden, da das Unternehmen ganz in der Kreditanstalt au, gehen wird. Allgemein wird das energische Eingreifen des Bundeskanzlers Schober anerkannt. Wie der „Montag" von informierter Seite erfährt, vertrat Schober bei den Verhandlungen und insbesondere gestern auf das energischste den Standpunkt, daß die Liquidierung nicht auf Kosten des Staates erfolgen dürfe.
♦
* Entlassung von 400 Arbeitern bei den Mannesmann-Röhrenwerken? Wie WTD.-Handelsdienst hört, brachten die Mannesmann-Röhrenwerke bei dem Demobil- machungstommissar einen Antrag auf Genehmigung zur Entlassung von 400 Arbeitern in der Abteilung Rath ein. Ob es tatsächlich zur Entlassung kommt, läßt sich natürlich nicht voraus- sehen, da bis zur Genehmigung eines solchen Antrages längere Zeit verstreicht, in der sich die Beschäftigungsmöglichkeit wieder so weit gebessert haben kann, daß von der Entlassungsgenehmigung kein Gebrauch gemacht werden muh.
* Keine Jnteressennahme der National City Dank an der Danatbank. Die Darmstädter und Nationalbank erklärt, daß die von einem gestrigen Berliner Morgenblatt gebrachte Nachricht über eine Interessennahme der National City Dank, Neuyork, an der Darmstädter und Nationalbank und die Berufung einzelner Aufsichtsratsmitglieder zu einer Sitzung nach Berlin auf freier Erfindung beruhe. Auch alle Gerüchte über sonstige Kombinationen bei dem Institut entsprächen nicht den Tatsachen.
Frankfurter Börfe.
Frankfurt a. TO., 8. Okt. Tendenz: Schwach. — Die heutige Börse sah sich bereits vor Be
ginn des offiziellen Verkehrs auf fast allen Märkten wieder verstärktem Angebot gegenüber. Die Hoffnungen, die sich an die Verflüssigung des Neuhorker Geldmarktes und an die Festigkeit der dortigen Börse knüpften, wurden stark enttäuscht. Man brachte die namentlich am Elektromarkt hervor tretenden Abgaben in Zusammenhang mit den Vorgängen bei der Oester- reichischen Bodenkreditanstalt. Hier verstimmte auch, daß die Fusionsverhandlungen noch nicht zu einem endgültigen Ergebnis geführt haben, wenn auch an einem Zustandekommen nicht gezweifelt werden kann. Einen recht ungünstigen Einfluß, namentlich für den I.-G.-Farben-Markt, hatten ferner die Nachrichten von einer Ueber- füllung der Lagerbestände an den Oppauer Werken der I.-G.-Farben. Außerdem verstärkten andere umlaufende, vollkommen unkontrollierbare Gerüchte die herrschende Unsicherheit. Die Aufnahmefähigkeit des Marktes war gering, da von Bankseite kein Material auf genommen wurde. Einen außerordentlichen Kursrück- gang erlitten Deutsche Linoleum, die trotz der in einigen Blättern gebrachten Mitteilung über den guten Geschäftsgang und mindestens vorjähriger Dividende 15 Prozent ei n- büßten. Große Abgaben wurden ferner in I. -G. -Farben vorgenommen, die 5,2 5 Pro- d en t verloren. Am Kunstseidenmarkt lagen Glanz st off 5 Prozent niedriger. Dem- berg, die zum ersten Male in Frankfurt a. M. amtlich notiert wurden, gaben gegen den letzten Berliner Kurs nach. Starke Kursrückgänge verzeichneten noch Elektrowerte, von denen Schuckert 5,5 Prozent, Siemens 6,5 Prozent, AEG. 2,5 Prozent und Licht & Kraft 3,40 Prozent nachgaben. Chade-Aktien konnten sich behaupten. Von lokalen Werten verloren Metallgesellschaft 1 Prozent und Scheideanstalt 3 Prozent. Schiffahrtswerte 2 Prozent niedriger. Bankaktien waren bis 1 Prozent gedrückt. Am Markte der Autoaktien gaben Daimler auf die Meldung von einer angeblichen Stillegung des Mannheimer Werkes weiter leicht nach, Kleyer dagegen gut behauptet. Entgegen der Allgemeintendenz konnten Svenska 5 Mark höher eröffnen, Deutsche Anleihen waren behauptet. Am Auslandrentenmarkt gaben Anatolier etwas nach. Nach den ersten Notierungen traten meist weitere Abschwächungen ein. I.-G.- Farben waren weiter angeboten und 1,75 Prozent schwächer. Auch Elektrowerte blieben angeboten. Im weiteren Verlaufe konnten sich geringfügige Erholungen durchsetzen. Am Geldmarkt war Tagesgeld unverändert 7 Prozent. Am Devisenmarkt zog der Pfundkurs weiter an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1966, gegen Pfund 20,40, London gegen Kabel 4,8616, gegen Paris 123,8750, gegen Mailand 92.805, gegen Madrid 32,77, gegen Holland 12,10.
Berliner Börfe.
Berlin, 8. Oft. Nach einem geschäftslosen, aber im Grund ton nicht unfreundlichen Vor- rnittagsverkchr eröffnete die heutige Börse in schwacher Haltung. Die Zunahme der Spareinlagen um eine Milliarde in sieben Monaten bei allen deutschen Sparkassen zusammen und die bei leichten Tagesgeldsätzen unter kleinen Schwankungen st'sie Neuyorker Börse von gestern machten keinen Eindruck. Meldungen von bevorstehenden Lohnverhandlungen bei der Mansseld- 2l.-G. und vor allem ungünstige Nachrichten in der Morgenpresse über Arbeiterentlassungen bei der I.-G.-Farbenindustrie verstimmten, und drückten auch an den übrigen Märkten, für bie anderseits absolut keine Anregungen Vorlagen, auf die Kurse. Ohne daß das herauskommende Material besonders groß war, gingen ine meisten Werte bei äußerst ruhigem Geschäft um 1 bis 3 Proz. zurück. Darüber hinaus verloren Schubert & Salzer, Löwe, Demberg, Karstadt, Farben, Sarotti, Deutsche Linoleum, Clek- trlsche Lieferungen, Siemens usw. 4 bis 6 Proz.
Durch Festigkeit fielen Svenska (plus 6 Mark) auf, man verwies auf die feste Haltung deck Kreuger- und Zollaktien in London. Deutsch« Anleihen behauptet, Ausländer überwiegend etwas nachgebend. Auch Pfandbriefe still und eher schwächer. Der Geldmarkt war weiter erleichtert. Tagesgeld 7,75 bis 10 Proz., Monatsgeld 9,25 bis 10,5 Proz., Warenwechsel ca. 7,75 Prozent. Nach den ersten Kursen neigte die Tendenz weiter zurs^chwäche, obwohl man wissen wollte, daß seitens- $>r Verwaltung der I.-G.- Farbenindustrie eine beruhigende Erklärung zu den bereits erwähnten Pressemeldungen zu erwarten fei. Svenska konnten um eine weitere Mark anz'.ehen. Sonst besserte die Mehrzahl der Kurse sich um 1 bis 2 Proz., Polyphon 5,75 Prozent. Die gestern abend schon schwach veranlagten Reichsbankanteile verloren im Verlaufe weitere 2,5 Proz. und gingen damit auf 277 Prozent zurück. Für Farbenbezüge nannte man einen Kurs von 4 Proz. Trotz Jnterventionstätigkeit de» Banken blieb die Stimmung auch später schwächer.
Amtsgericht Gießen.
Gießen, 4. Oft.
Die Markts au den st raße ist z. Z. in ihrer Längsseite infolge von Neubauarbeiten durch eine Bretterwand derart abgesverrt, daß der Fahrweg nur noch eine Breite Son etwa 2,50 Meter aufweist. An einem Sonntag vormittag durch fuhr diesen von dem Lindenplah aus ein auswärtiger Motorradfahrer, um dann nach einigen Minuten vom Brandplatz auch den nämlichen Rückweg zu nehmen. Zu dieser Zeit spielten kleine Kinder auf der Fahrstraße unmittelbar an der Bretterwand. Der Fahrer muh diese auf Hin- und Rückfahrt bemerkt haben. Auf dem Rückweg lief ein dreijähriges Kind direkt in sein Rad. Es war dies das Werk von 1 bis 2 Sekunden. Rad, Radfahrer und Kind kamen zu Fall: letzteres trug Verletzungen davon. Der heute wegen fahrlässiger Körperverletzung zur Verantwortung gezogene Motorradfahrer beteuerte seine Schuldlosigkeit. Das Gericht war dagegen der Ansicht, daß der Fahrer bei der Enge der Fahrstraße unbedingt mit der Möglichkeit rechnen mußte, daß das Motorrad beim Voruberfahren irgendeine Wirkung auf die Kinder ausüben werde, diese namentlich infolge des Geräuschs auseinanderstieben und weglaufen könnten, und zwar gerade in seiner Fahrtrichtung hinein, da die andere Seite der Straße durch die Bretterwand versperrt war. Rechnete er aber mit dieser Möglichkeit, so hätte er seine Geschwindigkeit ganz erheblich mehr einschränken müssen, als er dies angeblich getan hat. Er mußte Schritt-Tempo nehmen, und dies war ihm auch technisch möglich. Er hätte dann fraglos augenblicklich halten können, und der Unfall wäre vermieden worden. Mindestens hätte sich der Zusammenstoß nicht so, wie geschehen, auswirken können. Ein Kraftfahrer muß, wie dies der Fragefall lehrt, unbedingt mit derartigen Unbesonnenheiten von Kindern auf der Straße bis zu einem gewissen Grade rechnen. Die Tatsache, daß die Eltern der Kinder diese auf der Fahrstraße spielen ließen, als ob die Straße für den Fahrzeugverkehr gesperrt wäre, vermochte an der Strafbarkeit des Fahrers nichts zu ändern. Immerhin lagen für ihn derartige Milderungsgründe vor, daß nur die Verurteilung zu einer mäßigen Geldstrafe geboten schien.
Der Gewerbetreibende, der sich im letzten Termin wegen Vergehens gegen das Arbeitszeit- geseh zu verantworten hatte, wurde heute morgen mangelnden Beweises auf Grund § 1 Ps 8 des einschlägigen für allgemeinverbindlich erklärten Tarifvertrages freigesprochen. Seine Dchutzbehauptung, daß es sich um Arbeiten gehandelt habe, die bis zu einem gewissen Grade Überstunden gestatteten, konnte nicht widerlegt werden.
Daten für Mittwoch, 9. Oktober.
Sonnenaufgang 6.12 Uhr, Sonnenuntergang 17.22 Uhr. — Mondaufgang 13.43 Uhr, Monduntergang 20.31 Uhr (in Südwende).
1477: Gründung der Universität Tübingen: — 1813: der Komponist Giuseppe Verdi in Roncoke geboren: — 1841: der Architekt Friedrich Schinkel in Berlin gestorben: — 1874: Gründung des Weltpostvereins; — 1906: Zeppelins Luftschiff steigt" zu seiner ersten größeren Fahrt auf; — 1925: der Schöpfer der Weimarer Verfassung, Hugo Preuß, in Berlin gestorben.
Sprechstunden der Redaktion.
1130 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.
Berlin. 7. Oktober
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3,035
3,041
Lissabon Danzig
i8,7l
18,8z
18,78
18,82
81,44
81,60
81,43
81,59
-Konst nttn.
2,023
2,027
2,025
2,029
Athen.
5,425
5,435
5,435
5,445
Canada
4,150
4,158
4,151
4,159
Ura uat) .
4,096
4,104
4,069
4,104
Tatro - - .
20,90
20,94
20,895
20,935
flllfl Deutsche Eilenbahn . .
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—
Hamburg-Amerika Paket . .
. 7
116,75
114,75
17,5
115,5
Hamb. Südam. Tampfsch
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——
Hansa Dampfschiff.....
10
—
-
153,75
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Norddeutscher liioyd ....
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—
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Alig DeutscheEreditanlt. .
10
123,75
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Barmer Bonlverein ....
10
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Berliner HandelsgeseUsch. .
12
—
202,75
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Evmmer.;- und Prioal-Bank
11
1.4,75
174,25
-'4,63
174
Tarmsi. u Nakionalbanl .
12
263.5
264
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Deuliche Bant ....
10
162
161,5
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Diskonw-GeseUschaft Ant.. -
10
162,5
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Dresdner Bank......
Metallbau l........
10
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Reich«»»! . . ......
12
279
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Berlin, 7- Oktob r
Geld
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Amerikanische Noten.....
4,176
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Belgische Noten .......
Dänische Noten .......
58,26
111,70
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ttmalllche Noten........
20,35
20,43


