Ausgabe 
8.1.1929
 
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Schafe Schweine

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100* Millionen -Preußenanleihe.

Hm Preußischen Landtag begannen gestern nachmittag die Ausschuhberatungen über den Staatshaushaltsplan für 1929. 3n den Vor­mittagsstunden verhandelte der preußische Fi­nanzminister Dr. Höpk«r-Aschofs mit der Preußischen Staatsbank über die eventuelle Aus­gabe einer neuen 100-Millionen -An­leihe Preußens. Die Staatsbank, die An­leiheberaterin des preußischen Staates, erachtet unter Hinweis auf den gegenwärtigen billigen Geldmarkt die Zeit für Anlciheauinahmen als günstig. Mit den neuen 100 Millionen würden Anleihevorschüsse abgedeckt. Dadurch würde das Finanzministerium in die Lage versetzt, nun für neue werbende Zwecke abermals Vorschußleistun» gen gewahren zu können.

Die heutigen Verhandlungen hatten noch kein positives Ergebnis. Zwar ist man grundsätzlich bereit, im Interesse der Entlastung des Anleihe­etats und im Hinblick auf die günstige Lage des Geldmarktes die Anleihe jetzt unterzubringen, auch well dec Minister dann imstande wäre, neue Vorschußzahlungen für Landkultivierungen, Dtraßenbauten usw. zu leisten: doch wünscht man vor einem definitiven Beschluß noch die Ansicht des Reichsbankpräsidenten zu hören. Dr. Schacht kommt aber erst Ende dieser Woche von seiner Weihnachtsreise nach Berlin zurück, so daß erst anfangs nächster Woche das Schicksal der neuen Preußen-Anleihe endgültig entschieden wird.

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Wenn trotz der nach den Feiertagen nachlassen­den Kauflust das Flris^rzeschäst zum Feier­tag kann nicht besonders lebhaft gewesen sein das Geschäft nicht gerade schleppend war, so ist das aus die verringerte Aeua ilie erung zurück- zusühren. Die Zufuhren deckten den Bedarf völ­lig. zumal sich das Frostwett:r nur in geringem Umfange auf die Kauftätigkeit auswirlte.

Die Austriebszahlen gestatten infolge der Un­terbrechung durch die Feiertage nur schwerlich einen Vergleich mit den vorhergehenden Zif­fern, doch waren die Zufuhren fast in allen Klassen erheblich niedriger.

Die Rindermärkte nahmen einen mäßig regen Verlauf, etwas Interesse bestand vornehm­lich für die sogenannten Wursttiere, leichte Kühe und dergleichen. Die Preise konnten in Einzel» ölten gegenüber der Vorwoche um Kleinigkei­ten anziehen. Das Kälbergeschäft lag mittelmäßig. Durchweg konnten sich die vorwöchi- gen Preise ungefähr behaupten. Bessere Sachen fanden flotten Absatz. Das Schafgeschäft war nicht bedeutend, die Votierungen wenig ver­ändert. Auch Schweine hatten nur mittleren Handel bei eher leicht nachgebenden Preisen. Fleischige Tiere wurden nach wie vor bevorzugt. Es kosteten je Pfund Lebendgewicht:

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Annener Gußstahlwerke, Annen ... Westfalen. Die Dermaltung schlägt eine von 8 auf 10 v. H. erhöhte Dividende vor.

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Dieser sah während - nach Diehen, feie ein ntsernung von ihm aui etwa in der Witte der i die Stadt zu fahren, er Angeklagte nicht die- die ihr ein vorsichtiger beilegen müssen, zumal igeleise Aufbruchsarbeiten unb die Fahrstraße be* Sicherheit des Fahrens noch durch andere Um* unb Äässe der turz vor« ! - beeinträchtigt wurde, cüe den Aadsahrer. der eite bei Fahrdammes ex* irr Sntsernung von wen!« er wollte noch rechts an reifte aber bat Xab, so unb btt eingangs er« Sr konnte diesen nicht

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3ad London. Sein Leben und Werk. Geschildert von seiner Frau Channian London. 297 Seiten 8° mit Bildern. Vorwort von Arthur H o l i t s ch e r. Llniversitas Deutsche Verlags- Aktiengesellschaft Berlin. (706) Höllischer schreibt u. a. über diese Biographie im Vor­wort: »Das Leben hat Jack London in alle Tiefen, fchließl^h aber auf die Höhe, den Gipfel menschlicher Schicksalsmöglichkeiten geschleudert und erhoben, ^lnd alles, alles hat sich in ihm in Mitteilung verwandelt. Sein Lebern das auf solche Weise allen gehört, gehört selbstverstä.id- lich auch mit jeder Einzelheit dieser Allgemein­heit, die ein Recht darauf hat: zu wissen, in welcher Distanz das wirklich Erlebte zum Mit­geteilten stebt, wieviel des Dauernden, das heißt: des ins Dichterische Erhobenen im Alltag des Dichters gewesen ist. Wie groß die Schöpfer­kraft des Dichters war und wie berauschend darum das Leben, eben dieser Alltag, den Jack London reicher und bewußter gelebt hat als die meisten Menschen."

Pshchoghmnastik, von Dr. med. Ernst Rothe. Gebunkten 8,50 Mk. Max Hesses Verlag, Berlin-Schöneberg I. (797) Pshchoghmnastik ist die Uebung, das Training seelischer Fähigkeiten, das Tahlorsystem der Seele. Der Derfa'ser gibt in feinem Buch eine praktische Anleitung, wie man durch Pshchoghmnastik seine see'i'chen Fähigkeiten steigern kann, wer Pshchoghmnastik treiben soll, welche verschiedenen Methoden bei verschiedener Veranlagung anzuwenden sind.

* I. P. Demberg A. -- G., Ba rmen. Zu den Dlättermeldungen über eine Kapitalerhöhung der I. P. Bemberg A-G. mn 14 auf 42 Mill. Mark erfährt WTD.-Handelsdienst von der Ge­sellschaft, daß wohl eine Kapitalerhvhung zu erwarten fei, über deren Höhe dürste jedoch erst in einer Aufsichtsratssitzung Beschluß gefaßt werkten. m

' Tubize Kun st seid e. Die Tubize Kunst­seidengesellschaft reduziert ihre Dividende für 1928 infolge zunehmender Gestehungskosten und ab­nehmender Preise, auch wird die Leitung reor­ganisiert und verbreitert. Die Dclgo Canadienne, die mit Loewenstein kooperierte, wendet sich mehr und mehr von der Kunstseide ab und der Chemie und Elektrizität zu. Deshalb soll ste angeblich einen Umtausch ihrer Enka-Akllen gegen Aktien der I.-G.-Farkenindustrie planen. Weitere Ein­zelheiten der Transakllon sind noch unbekannt.

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Luvw. Loewe Rai. automobil CrtnRdn 4 Roobd Leonhard Dietz Bamag-Megut» »Jtanff Maschine» < Warnet . ,

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* Achtprozentige Anleihe von acht Millionen Reichsmark der Stadt Bochum. In den nächsten Tagen kann mit dem Abschluß einer achtprozentigen Jnhaberanleihe der Stadt Bochum im Betrage von acht Millionen Reichsmark gerechnet werden. Der Betrag ist be­stimmt für verschiedene außergewöhnliche Ausfüh­rungen der Stadt Bochum. Die Anleihe wird von einem Bankenkonsortium aufgelegt, das unter Führung der Preußischen Staatsbank (Scehand- lung) steht. Mit dieser Anleihe wird ein Teil der von den Bochumer städtischen Körperschaften in den letzten Jahren für produktive Zwecke beschlossenen außerordentlichen Ausgaben endgültig gedeckt.

WirWast.

Erleichterung am Geldmarkt.

Der Iahresultimo ist recht leicht verlaufen. In der abgelaufenen Woche ist eine wesent­liche Erleichterung am Geldmarkt ein­getreten, die nicht nur zu einer Ermäßigung der Sätze für Tagesgeld geführt hat, sondern auch bei Monatsgeld und bei den Privatdiskonten in Er­scheinung trat. Schon am 2. Januar konnte eine Herabseßung des Privatd'.skonisa^ für beide Sichten erfolgen, die von abermal.gen Ermäßigun­gen in der a'bgelaufenen Woche bis auf 6 Prozent für beide Sichten 'abgelöst wurde. Man erkennt hieran, dah die Versorgung überaus reichlich gewesen ist. Es ist anzunehmen, dah die Entspan­nung am Tagesgeldmarkt sich noch weiter fort­setzen wird. Wesentlich dazu beitragen wird die Abdeckung der hohen Lombardkredite bei der Reichsbank. Die Gründe für diese auffällige, über den erwarteten Rahmen hinausg<ende Flüssigkc-»t des Geldmarktes liegen vornehmlich in der gesteigerten Kassenhaltung, in der Hebet- sinanzierui-g des Iahresultimos, wozu auch noch die Ausschüttung der Eouponzinsen als starker Druck auf die Geldmarktraten hinzukommt.

Das Interesse des Geldmarktes konzentriert sich gegenwärtig vor allem auf die Frage einer Diskontermähigung. Wir hatten bereits bei Desvrechung des Reichsbankstatuts darauf hingewiefen, dah dieser an sich durchaus eine Diskontermähigung zulassen würde, zumal mit einer ziemlich schnellen Erleichterung tm Januar zu rechnen ist. Die Frage einer Diskontermähi­gung kann aber nicht nur von dem Standpunkt der Entwicklung des Reichsbankausweises und seiner Entspannung betrachtet werden. Diese Ent­wicklung ist so klar, dah die Reichsbank von dieser Seite aus den Diskont ohne weiteres um Vr Proz. herabsehen könnte. Dei der Diskontfrage muh vor allem die Konjunkturentwicklung be­rücksichtigt werden und der Einfluh, den eine Mskonterinähigung auf die Konjunkturge- st a l t u n a Haden würde. Wenn man damit argu­mentiert, oah die Verbilligung der Geldsätze durch eine Diskontermähigung das Mittel ist. um einer rüdgäng gen Konsum tut enlg genzuw rk n, so ist die Forderung einer Diskontermähigung. die be­sonders von den Kreisen der Wirtschaft, vor­nehmlich der Schwerindustrie, erhoben wird, ver­ständlich. Anderseits darf aber auch nicht auh«r acht gelassen werden, dah die Entwicklung der Preise bisher nicht deutliche Zeichen eines Kon­junkturrückganges aufzuweisen hat, im Gegenteil, die Preise haben sich bisher auf dem erreichbaren hohen Stande gehalten. ES ist nun fraglich, ob sich auf dem gegenwärtig hohen Preisniveau (in­dustrielles Preisniveau) eine erneute Aufwärts­entwicklung der Konjunktur aufbauen läßt, die na­türlich gegebenenfalls neue Preis,le gerungen zur Folge haben würde. Wie übersteig:rt das deutsche Preisniveau ist, zeigen die Preise des Auslandes. Das Preismoment muh also bei der Ent­scheidung über die Diskontfrage weitgehend in Betracht gezogen werden, damit verhütet wird, dah der Konjunktur ein neuer Antrieb gegeben wird, der auf einem ungefunden Preisniveau basiert.

Die Kalipreise. Rach einer lleinen An­frage eines deutschnattonaten Landtagsabgeord­neten ziehe der gesamte Handel aus bestimmten Anzeichen den Schluh, dah das Kalisyndikat für eine neue Preiserhöhung Stimmung mache: je­doch fei die Herabsetzung der Kmipreise eine dringende Rotwendigkeit. Hierauf erging seitens des preuhischen Landwirtscha,tsminis.e .s nach dem Amtl. Preuh. Pressedienst u. a. folgende Ant­wort: Die Verbilligung der Kalipreise liegt ebenso wie die Verbilligung anderer landwirtschaftlicher Vetrlebsmittel im Interesse der Landwirtschaft. Der Minister ist daher bereit, für eine Ennähi- gung der Kalipreise auf die Reichsregierung ein­zuwirken.

D i e italienische Diskonterhö­hung. Rach einer ergänzenden Meldung be­zieht sich die am 7. Januar in W rksamkeit tre­tende Diskonterhöhung von 5,5 auf 6 Prozent aus den Wechseldiskont- und den Lombard-Satz.

Ford in Aegypten. Einer Dlättermel- dung zufolge prüft die ägypllsche Regierung den Vorschlag Henry Fords, auf seine eigenen Kosten eine makadamisierte Straße von 250 Kilometer Länge in Aegypten zu bauen und zu unterhalten, wenn die Regierung die freie Einfuhr von Ford- Wagen nach Aegypten gestattet. Augenblicklich wird bis zur Anwendung des neuen Tarifgesetzes ein« achtprozenllge ad-valorem-Zollabgabe für Ford-Wagen entrichtet.

Rindermarkt in Gießen.

Zum heutigen Rindermarkt in Gießen waren 635 Stück Großvieh und 155 Stück Jung­vieh und Kälber aufgetrieben. Der Handel war leb­haft unb der Markt bis zum Mittag geräumt. Be­zahlt wurden für Kühe 1. Qualität 550 bis 650 Mark, 2. Qualität 350 bis 450 Mark, 3. Qualität 100 bis 250 Mark: Rinder ein- bis zweijährig 100 bis 200 Mark, Kälber, das Pfund Lebendgewicht 55 bis 65 Pf.: bessere Tiere erbrachten Preise über

Frankfurt a. M., 8. Jan. Tendenz: etwas freundlicher. Im vorbörslichen Verkehr unterlag die Börse großer Zurückhaltung, doch machte sich zu Beginn des offiziellen Marktes eine freund­lichere Haltung bemerkbar. Die vernünftigere Beurteilung des Berichtes Parker Gilberts im Aus­lände unb ber zurückgeftellte Beschluß der in Aus­sicht genommenen Preußenanleihe hatten eine all­gemeine Besserung zur Folge. Das Geschäft war jedoch verhältnismäßig klein, da ber immer noch bestehenbe Ordermangel keine größeren Umsätze auf- kommen ließ. Das Geschäft beschränkte sich lediglich auf einige Spezialpapiere, in benen bie Kulisse zu Deckungen schritt. Es kamen zur ersten Notiz nur wenige Notierungen zustanbe, ba auch ber unsichere Verlauf ber gestrigen Neuyorker Börje zur Zurück­haltung mahnte. Gegenüber ber gestrigen Abenbbörfe waren zumeist Kurserholungen zu verzeichnen, bie jedoch selten 1,5 v. H. überschritten. Im Vordergründe standen vor allem Siemensaktien, die lebhafter ver­langt unb bis 4,5 v. H. gebessert waren. Schuckert plus 1,5 v. H. AEG. unb Felten gut behauptet. Am Farbenmarkt hatten auch J.-G.-Farben mit plus 1,5 v. H. etwas lebhafteres Geschäft. Auf bie in Aussicht genommene Preisermäßigung ber Kalifabrikate waren Kaliwerte angeboten unb bis zu 2 v. H. schwächer. Nachfrage bestanb nach allen Montan- werten, da die Hoffnungen einer Divibenbenbelastung unb bie festen Eifenpreise anregten. Im Verlaufe ließ jeboch hier bas Interesje nach, unb bie Umsätze be­schränkten sich auf ein Minimum. 5)arpener lagen 1,25 o. H. und Rheinstohl 1,75 o. H. höher. Bankwerte lagen überwiegend etwas niedriger. Nur Metallbank lagen gebessert. Am Rentenmarkt war bas Geschäft etwas besser. Deutsche Anleihen gaben burchschnitt- lich eine Kleinigkeit nach. Von Auslänbern konnten Türken, unb hier bcsonbers Anatolier, etwas an­ziehen. Nach ben ersten Kursen konnte von einem Geschäft kaum nochbieRebe fein. Die Ten- benz war nicht unfreunblich, boch hatte bie Geschäfts­losigkeit eine uneinheitliche Kursentwicklung zur Folge. Siemens waren auf Realisationen angeboten unb 1,5 v. H. rückgängig. AEG. unb J.-G.-Farben blieben gut behauptet, währenb von Autowerten Ablerwerke insgesamt bis 1,75 v. H. nachgaben. Am Geldmarkt war Tagesgelb zu 4,5 o. H. unveranbert angeboten. Am Devisenmarkt erfuhr bie Mark erneut eine Abschwächung. Man nannte Mark gegen Dollar 4,204250, gegen Pfunb 20,395, Lonbon gegen Kabel 485,10, gegen Paris 124,08, gegen Mabrlb 29,7250, gegen Mailanb 92,64, gegen Hollanb 12,0760.

Be ner Börse.

Be rlin, 8.Jan. Währenb am Vormittag bis auf Montanwerte bie Tenbenz eher schwächer war, setzte sich an ber Dorbörse eine Kurserholung burch, bie aber nicht von großer Dauer war. Schon ber offizielle Börsenbeginn zeigte ein f e h r un­einheitliches Aussehen. Nur in einigen

Montanwerten unb anderen Spezialpapieren waren geringe Kursbesserungen festzustellen, während der größte Teil der Pariere 1- bis 3-o. H.-Verluste auf­zuweisen hatte. Schwach waren besonders Kali­werte auf bie Mitteilung, baß bie preußische Re­gierung auf bas Reich einwirken wolle, um bie Kalipreise zu ermäßigen. Die Rückgänge betrugen hier bis 5 o. H. Fest waren Siemens. Di« Speku­lation wurde hierdurch etwas angeregt unb nahm bei erhöhten Kursen einige Käufe vor. Dagegen waren wieber R. W. E. schwach auf Betrachtungen über bie letzten Kurssteigerungen unb bie Option auf bie Amerika-Anleihe. Hiervon ausgehenb lagen auch Rheag 3 v.H. schwächer. Am Montanmarkt waren auf Käufe von Großbankjeite Gewinne von etwa Och bis 1 v. H. sestzuftellen. Ilse Bergbau lagen mehrere Prozent schwächer. Adlerwerke waren heute wieder angeboten unb schwächer. Kunstseibenwerte lagen auf bie Melbung, baß in kurzer Zeit Besprechungen über bie Preispolitik stattfinben werben, bis fast 5 v. H. schwächer. Auch Svenska unb Berger verloren mehrere Prozent, währenb Felbmühle, Deutsche Telephon, Tietz, Lo­renz bis zu 3 v.H. gewannen. Deutsche Anleihen kaum gehalten. Bon Auslänbern Türken fester. Am Psanbbriefmarkt war bie Tendenz nicht einheitlich. Der Gelbmarkt war unveränbert leicht. Taäesgelb 4,5 bis 6,5 v.H., Monatsgelb 7 bis 8 v.H., Waren­wechsel 6,63 bis 6,75 v.H. Rach ben ersten Kursen konnte sich bas Kursniveau um 1 bis 2 v. H. er- holen, ba bie Spekulation verfchiebentlich zu Dek> hingen schritt. Schultheis 4,5 v.H. höher und leb- haft gefragt

Frankfurter Pferdemarkt.

Frankfurt a. M., 7. 3an. Der Auftrieb des heutigen Pserdemarktes war gering; ei stan­den nur 500 Pferde zum Verkauf. Gehandelt wurden vorwiegend leichte Laufpferde unb Huns­rücker Pferde. Schwerst« Arbeitspferde belgi­scher Rasse und Wagenp erde norddeutschen Schla­ges wurden weniger gefragt. Die Preise waren im allgemeinen normal, trotzdem bot der Markt dem Kenner vielfach Gelegenheit zu günstigem Kauf, da der Handel diesmal nicht als flott zu bezeichnen war. Vom bevorstehenden Pserkte- markt (4. Februar) erwartet man größeren ilm- sah, weil die Landwirtschaft erfahrungsgemäß meist im Februar und März kurz vor der Feld­bestellung ihren Pserdebedarf deckt. Schlachtpserde waren, wie immer, von Aufkäufern aus dem Rheinlande gesucht und im Preise anziehend.

Frankfurter Getreivebörse.

Frankfurt a.M., 8. Jan. Der Frankfurter Produktenmarkt hatte heute eine ausgesprochen freundliche und teilweise sogar etwas festere Ten­denz. Weizen konnte im Preise etwas anziehen. Auch bas Mehlgeschäft erfuhr heute eine Belebung, so baß Weizenmehl auch etwas höher notiert war. Es würben notiert: Weizen 22,90 bis 23; Roggen 22,50; Sommergerste für Brauzwecke 23,75 bis 24; Hafer, inlänbijcher 22,75 bis 23; Mais (gelb) für Futterzwecke 22; Weizenmehl, fübb., Spezial 0 32,25 bis 32,50; Roggenmebl 29,25 bis 29,75; Weizenkleie 13,65 bis 13,75; Roggenkleie 14,25 bis 14,50 Mark. Tendenz: befestigt.

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Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben bie Höhe bet zuletzt beschloßenen Dividende an. - Reichsbankbiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

* Rationalisierung in der Zigarei­ten i n d u st r i e. Am 25. Januar wird die bekannte Zigarettenfabrik Halpaus aus Er- sparnisgrün^n ihren gesamten Kölner Betrieb schließen und nach der Zentrale in Breslau ver­legen. Dadurch werden in Köln etwa 700 Ar­beiter und Angestellte arbeitslos.

* Rheinisch-westfälische Stahl- und Walzwerke, A. - G., Gelsenkirchen: D.i Aufsichtsrat beschloß, wieder eine Dividende von 8 v.H. in Dorjchlag zu bringen.

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114.1

113 6

Phönit Bergbau

92,25

92

91,75

92,4

Rhetnifchf Braunlohieo 10

-

287

286.5

«heinllahl L % 3aM 4^

138. i

137

fltebed »cmum ... 7^

Serrintgtf Lucht». ... . 6

Otatrt Minen .... 9 »b

94,5

67,9

68.25

>o,7ö 8

>4,5 8.25

»all SicherSlebev .... W

391

291 2

288 2-

»an Betteregel» .....10

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292..

290 2.

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530

528

532

527

A ® ^atbcn-jBWmi ... 12

62, L

63.6

62.13

'62,5

Dvoamit Nobel . . .... 5

Lcheiveanttalt ...... 9

186

4.13

103.5

Solvichmtvl . 1

Äütgertroerte

94 25

103.5

103,75

TOetaaaelenkML.....«

^ramoniitic 'Jioten.....

i 11,43

16,49

poQanbddie Noten......

168,31

168.99

Italienische Noten ......

21,955

22,015

Norweatsche Noten. .... Deursch-Oestrrr., i 100 Krona

111,78

59.00

112,22

59.24

Romäntlche Noten .....

2,525

2,545

Schwedische Noten......

112,08

112,58

80,80

81,12

68,31

8,59

rschechoilowakische Noten . .

12,39

12,45

Ungarische Noten

73.00

73,30

Schluh- Kur»

1-Uhr. Kur»

Sch.uh »In lang

Kur» Kur»

7 1.

8. 1.

7 t. | 8 1.

7. Januar

8 Januar

Amtliche Noti.rung

Ärmliche Notierung

Geld

Brie«

Geld

1 Brre'

ÄmfL-fflott

Buen^Atreö

168,68

1.7i>8

169.02

1.772

168,56

1,767

168790 1.771

Bnl-Äunv

,8.36

»8,48

»8.335

58.455

Cbrifti-inta

111,97

112,19

111.91

112,13

Kovendagrv

114,07

112,-9

112.06

112,28'

Elockboim

112,34

112.56

112,35

112,57

fcelfrnotorS.

10,554

1U,j74

16.55

10.38

Atalien . . .

21,985

42,025

21/399

22.035

London. . .

20..46

40,412

40.7

2o.4l

Neovork . .

1,199..

4,2073

4,0000

4,2680

DartS. . . .

l .42

16,46

16,405

lu.445

Schweiz . .

10,865

51,025

>0,825

-0.985

©Danton .

o8.54

u8,b8

8.50

»8.64

Jovan . .

1,928

1,932

1,927

1.931

Hio de San

).4985

>.5005

3.4985

0.5005

Vien tn Ceft. abatft

»-.09

»9.21

»9.12

»9,24

12,443

12,473

12.439

12,459

Vel?rnd

7,380

7,394

7,367

7,390

BudoveK.

<3,19

73,33

73,18

73.32

Bul arten

,02-

-,1M»

-,029

-.035

Lissabon

18.73

18,77

18,6»

18.64

Danzig

81,43

1,59

51,46

81.62

Sonst a«tt»

2,058

.,062

4.058

2.162

Arven

5,425

5,435

»,44a

5.436

ianaba

1.187

1,195

1.186

1.194

Uru na» .

1.886

4.291

1,28b

4.296

Un - . -

30,885

20.925

A.887

20.(27

Berlin, 7- Januar

Brre,

Ämerrkamiche Nore» .....

nn

nöi

Belgische Noren .......

»8.45

58.49

Dmrriche Norrn .......

111.83

112.27

Englische .......

50.382

30.412