Ausgabe 
6.9.1929
 
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Wirtschaft.

Oer Dersicherungskrach.

Eine Erklärung der Balerländischcn und Rhenania.

Berlin, 5. Sept^Die Direktion der Vater­land i f ch e n und Rhenania Vereinigte Versicherungsgesellschaften A.-G., Elberfeld erklärt: Die Vaterländische und Rhenania mit einem volleingezahlten Kapital von 12 Mill. Mark, mit 1,6 Mill. Mark Kapital- referve, 3 Mill. Mark Spezialreserve und mit stillen, intakten und realisierbaren Reserven von mehreren Millionen ist an der D a t e r l ä n bi­schen Kreditversicherung-A. -G., deren Kapital 8 Mill. Mark beträgt, mit 50 Proz. beteiligt. Diese Gesellschaft hat Verluste er­litten, die mit 4 Mill. Mari eingeschäht werden. Hieraus ergibt sich für die Vaterländische und Rhenania ein Verlust von 2 Mill. Mark. Ein weiterer Verlust von 2 Mill. Mark resultiert aus den Anteilen der Vaterländischen und Rhenania an der Rückver­sicherung der von der Vaterländischen Kredit­versicherung versicherten Risiken. Diese Ziffer ist vorsichtig geschäht. Darüber hinaus hat die Vater­ländische und Rhenania keine Verluste erlitten und keine zu erwarten. 2m Gegenteil, das eigent­liche und wesentliche Geschäft der Vaterländi­schen und Rhenania nimmt einen absolut nor­malen Verlauf. Die Risiken bewegen sich in nor­malen Grenzen. Die Gesellschaft ist den Grund­sätzen der Dersicherungsbranche entsprechend liquide. An Bankschulden besteht lediglich ein Kredit von 3 Mill. Schweizer Frank, der vor längerer Zeit ausgenommen wurde und der zu einem Drittel im Mai 1930 und zu zwei Dritteln im April 1932 rückzahlbar ist. Diesem Betrag steht ein Deteiligungskonto mit einem Buchwert von 20 Mill. Mark gegenüber.

3n einer Pressebesprechung wurde noch u. a. mitgeteilt, daß sich die Kreditversiche­rung in Deutschland noch nicht be­währt habe und auch das eigentliche Delkre­dere-Versicherungsgeschäft risikovoll sei. Bei der Deutschen Automobilbank-A.°G. habe man hel­fend eingreifen müssen, weil sonst die Vater­ländische Kreditversicherung-A.-G. wahrscheinlich noch größere Verluste erlitten hätte. Zur Zeit schweben mit der Holländischen Disconteerings­bank aussichtsreiche Vergleichsverhandlungen, die dieser Tage zum Abschluß kommen. Rach dem gegenwärtigen Status betrage der Wert der Deutschen Automobilbank etwa 600 000 bis 700 000 RM. Das Geschäft könne einen Retto- gewiny von 200 000 bis 250 000 RM. erbringen, wodurch sich die Verzinsung des investierten Ka­pitals auf etwa 10 Prozent stellen würde.

Zusammenfafsend gab die Verwaltung dann noch bekannt, daß die Fehlerquellen, die im Be­trieb der Kreditversicherung vorgekommen sind, beseitigt seien. 3n bezug auf die Interessen der Gläubiger der Vaterländischen Kredit be­stehe keinerlei Grund zur Beunruhigung. Der Aufsichtsrat der Vaterländischen Kre­tz i t werde eine P rüfung der Verhältnisse vor­nehmen, bei der sich zeigen werde, ob eine llmgeftaltung oder Liquidation der Ge­sellschaft in Frage komme. Die diesbezügliche Besprechung finde bereits morgen statt; die Ent­scheidung werde int Oktober fallen.

Der Saaten st and in Preußen An­fang September. Rach den Feststellungen der Statistischen Korrespondenz konnten in Preu­ßen die Crntearbeiten trotz des späten Beginns fast überall sehr gut gefördert und zum Teil schon beendet werden. Das Ausdruschergebnis ist fast durchweg mittel, aber geringer als im Vorjahre. Bei Kartoffeln und anderen Hack­früchten hat sich der Stand durch die anhaltende Trockenheit wesentlich verschlechtert. Die Knollen der Spätkartoffeln sind klein geblieben, die Rü­ben sind im Wachstum noch sehr zurück. Auf leichteren Böden ist vieles bereits vertrocknet. Wenn nicht bald größere Riederschläge eintreten, sind die Ernteaussichten für Kartoffeln und Rü­ben sehr schlecht.

* Neue Franks nrterSchatzanweisun- g e n. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, hat die Zeichnung auf die 8-v. H.-Schatzanweisungen der Stadt Frankfurt ein recht befriedigendes Ergebnis gehabt. Von den insgesamt 30 Millionen RM. sind die von dem Bankenkonsortium fest übernommenen 15 Millionen RM. voll und zum großen Teil mit einer Sperrfrist von sechs Monaten untergebracht worden. Von den restlichen 15 Millionen RM. ist ebenfalls ein nicht unerheblicher Teil bereits placiert worden.

* Rheinische Brauneifenbergwerke. Infolge der weiteren Verschlechterung der Absatzver- hältnisse ha' die Gewerkschaft Dr. Geier in Wald­algesheim erneut 250 Grubenarbeiter entlassen, und sie wird in den nächsten Tagen die zweite Schicht vollkommen einfteüen.

Abgaben in größerem Umfange.

Frankfurt a. TL, 6. Sept. Tendenz: unsicher. Zu Beginn der heutigen Börse griff erneut eine große Unsicherheit Platz. Es tauchten Ge­rüchte von neuen Insolvenzen im Reiche sowie auch im Auslande auf, woraufhin das Vertrauen in der Kulisse stark erschüttert wurde und zu Abgaben in größerem Umfange führten. Auch sollen bei den Vorgängen in der Vaterländischen und Rhenania-Verßcherungs-Aktiengesellschast doch schlim­mere Auswirkungen zu erwarten sein, und selbst­verständlich stand diese Vermutung wie eine Drohung im Vordergründe. Nachteilig empfunden wurden noch die st a r k e n K u r s e i n b r ü ch e an der gestrigen Neuyorker Börse. Obwohl die Verwaltung der Glanz­stoffgesellschaft eine beruhigende Meldung ausgab, lag dieses Papier heute wieder stärker angeboten und fast 9 v.ch. schwächer. Es sollen Schwierig­keiten bei Glanz st offirmen im Aus­lande eingetreten (ein, wodurch die Interessenten dieses Papiers geängstigt wurden. Orders vom Aus­lande waren kaum eingetroffen, hierauf soll die Schweiz stark als Abgeber aufgetreten fein. Gegen gestern abend gingen die Verluste bis zu 4 v. f). Stärker gedrückt eröffneten Deutsche Lino­leum mit minus 6 o. $)., am Kalimarkte Westeregeln mit minus 5 v. H. und Aschersleben minus 4 o. ch. Am Elektromarkt verloren AEG. 2,25 v. $)., Sie-- mens 2,5 v. S). und Gesfürel 2 v. ch. Auch das Ver­trauen, das immer noch für Farbenwerte bestand, hat sich durch die Vorgänge bei einzelnen Industrie­zweigen vermindert. Bei größeren Abgaben lagen I.- G.- F a r b e n zur Erstnotierung 3 v. S). schwächer, gaben aber später erneut um 1,5 v. ch. nach. Montanwerte lagen bis 2 v. S). niedriger. Reichsbank gut behauptet. Die übrigen Bankwerte lagen bis 2,5 o. H. schwächer. Renten geschäftslos. Im Verlaufe wurden die Abgaben weiter fortgesetzt. Bei der geringen Aufnahmefähigkeit neigte die Tendenz weiter zur Schwäche, bei er­neuten Verlusten bis zu 2 v. H. Glanzstoff erneut minus 5 o. ch. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 v. ch. wieder knapper. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2025, gegen Pfund 20,36, London gegen Kabel 4,8475, gegen Paris 123,87, gegen Mailand 92,70, gegen Madrid 32,90.

Rückgänge in Berlin.

Berlin, 6. Sept. Rachdem gestern in Reu- hork nach der monatelangen Aufwärtsbewegung ziemlich unerwartet ein starker Kursein­bruch erfolgte, der hauptsächlich mit der Rekord­höhe der Makler-Darlehen und dem mehrere Tage nach dem Ultimo immer noch nicht entspannten Geldmarkt zusammenhing, waren im heutigen Vormittagsverkehr für den heutigen Markt kaum anderes als Abschwächungen zu erwarten. Die teilweise gestern schon bekannten ungün­stigen Momente wirkten nach und veranlaßten die Spekulation zu weiteren Abgaben. Der Kreis der Baissiers wird immer größer, da es sich trotz anderer Ansicht einiger Großbanken gezeigt hat, daß immer wieder die Ware zu niedrigerem Kurse zurückzubekommen ist. Bei fehlendem In­land- und Auslandinteresse, (man sprach im Ge­genteil von Auslandabgaben), zeigten die ersten Kurse Rückgänge bis zu 5 Prozent im Durch­schnitt. Auf die Betriebseinschränkung bei Bem- berg verloren diese 15,25 Proz., Glanzstoff 10,5 Prozent. Auch in Rorddeutsche Wolle setzten sich die Abgaben fort. Man wollte wissen, daß dieses Unternehmen sehr hohe Dankverpflichtun­gen habe. Bemerkenswert schwach waren ferner Tietz mit minus 8,25 Proz. Schlesische Gas minus 5, Farben minus 4 Prozent. Selbst die in der letzten Zeit widerstandsfähigen Montanpapiere mußten sich heute ein- bis zweiprozentige Rück­gänge gefallen lassen. Deutsche Anleihen ab­bröckelnd. Ausländer behauptet. Pfandbriefmarkt uneinheitlich und fast geschäftslos. Der Geldmarkt war ziemlich unverändert. Tagesgeld 8 bis 10,5 Prozent, Monatsgeld 9,25 bis 10,25 Prozent; Warenwechsel etwa 7,60 Prozent. Auch im Ver­laufe gaben die Kurse weiter nach. Man beob­achtete einige gute Auslandverbindung besitzende Privatbankhäuser als Abgeber und kombinierte daraus auf Auslandverkäufe. Ein weiterer Rück­gang von 4 Prozent bei Rorddeutsche Wolle ver­stimmte ebenfalls, wie die auch im Verlaufe schwache Veranlagung der Temberg-Aktie. Far­

ben konnten sich, anscheinend auf Stützungskäuse, später relativ gut behaupten. Bei Montanwerten setzten- sich sogar gegen die Anfangskurse leichte Erholungen durch. Demberg erholten sich gegen ihren Anfangskurs um 5 Prozent.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 6. Sept. Der Produkten­markt verkehrte in unverändert stiller Haltung. Bei der geringen Umsahtätigkeit neigte die Ten­denz am Drotgetreidemarkt weiter etwas zur Schwäche, und Weizen gab erneut leicht nach. Die übrigen Rotierungen blieben unverändert. Es wurden notiert: Weizen 25,30 bis 25,40; Roggen 20,15; Sommergerste für Brauzwecke 21,50; Hafer, inländischer, alt 19 bis 19,50, neu 18,75 bis 19; Mais. gelb, für Futterzwecke 20,75 bis 21; Weizenmehl, süddeutsches. Spez. 0, 38 bis 39; Roggenmehl 29,25 bis 30,50; Weizen­kleie 11 bis 11,10; Roggenkleie 10,75 Mark. Tendenz ruhig.

Letzte Nachrichten.

Ein neuer Bombenfun- in Berlin.

B e r (i n , 6. Sepf. (WIB. Funkspruch.) Bei Prü­fung des Schaltervorraums und seiner Zugänge fand heute früh ein Beamter des Postamts Ost 27 in der INagazinstrahe am Alexanderplah in einem Korridor eine Blechbüchse, die 23 Patronen und etwa ein halbes Pfund Holzkohle, mit Pa­pi erschniheln bedeckt, enhielt. Aus dem Gan­zen ragte eine Spiralfeder heraus. Ls ist nicht ver­sucht worden, das papier anzuzünden. Der Täter wurde anscheinend gestört. Rach Angabe von Sach­verständigen, die den Inhalt der Büchse untersucht haben, hat der Täter vermutlich nur die Absicht ge­habt, Unruhe zu stiften.

Echach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mit­teilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion desGießener Anzeigers".

Problem Nr. 228.

g

8

7

6

5

4

3

2

1

g h

a b

Don P. A. Larsen.

Schwarz, c d e f

Weiß.

Weih zieht und seht in drei Zügen matt. Weiß: 6 Steine. Ka7; De8; Tdl, g5; Se3, e6. Schwarz: 9 Steine. Ke5; La6, Sf5; Bb5, c4, (7, g3, g6, h5.

Partien Nr. 151,152 und 153.

Rachstehend einige Partien aus dem Karlsbader Schachturnier.

13. Runde:

Weiß: Dogoljubow. Schwarz: Maroczh.

1. d4, Sf6. 2. c4, e6. 3. Sc3, d5. 4. Sf3, Le7. 5. Lf4, 0-0. 6. e3, c5. 7. dxc, Lxc5. 8. cxd, Sxd5. 9. Sxd5, exd5. 10. Ld3, Ld6. 11. Lxd6. Dxd6. 12. 0x0, Sc6. 13. Tel, g6. 14. Db3, Tab8, 15. Tfdl, Le6. 16. Le2, Tfc8. 17. Da4, Db4. 18. Dx b4, Sxb4. 19. a3, Sc6. 20. d>4, Kf8. 21. Kfl, Ke7. 22. Kel, h6. 23. h3, Ta8. 24. Kd2, Tab8. 25. Tc5, Sd8. 26. Sd4, Txc5. 27. bXc, Ld7. 28. Lf3, Tc8. 29. Tel, Se6. 30. SXe6, fxe. 31. e4, Lc6. 32. exd, LXd5. 33. Lxd5, Td8. 34. Tbl,Txd5-H 35. Ke3, Td7. 36. Ke4, Kf6. 37. Tb3, Tc7. 38. Tc3, Tc6. 39. Kd4, b6. 40. a4, bxe-s-. 41. Txc5, Td6+. 42. Kc3, Tdl. 43. Tb5, Tal. 44. a5, Ta2. 45. Tx a7, Txf2. 46. Th7, h5. 47. a5, Txg2. 48. a6, Ta2. 49. a7, Kg5. 50, Te7, Kh4. 51. Kb3, Tal. 52. Tx e6, Tx*7. 53. Txg6, Kxh3. 54. Kc2, Td7. 55. Tg5, H4. 56. Tgl, Td4. 57. Kc3, Tg4. 58. Tal, Kg2. 59. Kd3, h3 aufgegeben.

15. Runde:

Weiß: Nimzowitsch.

Schwarz: Samisch.

1. b3, d5. 2. Lb2, c5. 3. e3, Sc6. 4. Lb5, Ld7. 5. Sf3, Dc7. 6. 0-0, Sf6. 7. d3, e6. 8. Sbd2, Le7. 9. Lxc6, Lxc6. 10. Se5, 0-0. 11. f4, Le8. 12. Tf3, Sd7. 13. Tg3. g6. 14. Dg4, Lf6. 15. Sf3, Lg7. 16. Th3, f5. 17. DH4, Sf6. 18. Sg5, h5. 19. Sxe6, De7. 20. Sxg7, Dxg7. 21. Tg3, Sg4. 22. Dg5, Sxe5. 23. Lxe5, Dh7. 24. c4, Lf7. 25. Dxf5, dx c4. 26. bxc4, Tfe8. 27. De4, TadS. 28. d4, cxd4. 29. exd4, Kf8. 30. Dxb7, Te7. 31. Db4 aufgegeben.

16. Runde:

Weih: Didmar.

Schwarz: Euwe.

1. d4, Sf6. 2. Sf3, g6. 3. Lg5, Lg7. 4. Sbd2, c5. 5. e3, b6. 6. Ld3, Lb7. 7. 0-0, h6. 8. Lf4, d6. 9. c3, SH5. 10. Db3, Sxf4. 11. exf4, 0-0. 12. Tadl, Sc6. 13. Lbl, cxd4. 14. cxd4, e6. 15. Sde4, Sce7. 16. Da3, Sef5. 17. Tdd2, De7. 18. Seg3, Sfxg3. 19. fxg, Tfc8. 20. g4, Tcc7. 21. f5, exf5. 22. gxf5, g5. 23. Tfel, Df6. 24. h3, Tac8. 25. Tddl, Tcc4. 26. d5, a5. 27. Sfd2, vg4-s-. 28. Khl, Dxd5. 29. Le4, Txe4. 30. Sxe4, Dxf5. 31. Sxd6, LXg2+. 32. Kxg2, Tc2+. 33. Khl, Df4. 34. Te8 + ,Lf8. 35. Txf8+!, KxfS. 36. 5(54-, Kg8. 37. Df8-j-! aufgegeben.

Lösung des Problems Nr. 224.

Don I. Scheel.

1. Kg2-h3! usw.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonStisch.

Sommerlhealer.

Als Ludwig Barnah dasBerlinerThe­ater" leitete, erfreute er sich der besonderen Gunst Wilhelms 11. Einmal ritt der Kaiser im heißesten Hochsommer über die Linden und unter den Reu­gierigen, die sich auf dem Straßendamm sammel­ten, bemerkte er Barnah und winkte ihn zu sich heran. Der Kaiser erkundigte sich danach, wie es denn in seinem Theater gehe, worauf Bamay, der wegen des heißen Wetters vor fast leeren Bänken spielen mußte, einen verzweifelten Blick nach dem wolkenlos strahlenden Himmel warf, und mit dem Zitat ausHamlet" antwortete: Mein Fürst, ich habe zuviel Sonne!" Der Kaiser mußte über dieses passende Zitat herzlich lachen.

Die Hiobspost.

Die Basutos in Südafrika sind ein freundliche- und gutmütiges Völkchen, das den Farmern gute Dienste leistet. Von seinen Dasuto-Arbeitern erzählt der südafrikanische Gutsbesitzer Leonard Flemming allerlei lustige Geschichten, darunter auch eine von seinem alten Diener Gabriel. Als er nach einer Abwesenheit von drei Tagen auf die Farm zurückkehrte, fragte er:Run, Gabriel, alles in Ordnung?"Ja, Baas, alles ist in Ordnung."Richts Schlimmes passiert?" forschte der Herr weiter.Rein, Baas, nichts Schlimmes nur zwei Rinder sehr krank, Baas." Was? Gabriel, zwei Rinder krank? Was ist denn mit ihnen los?"Weiß nicht, Baas, sie sind nur sehr krank das eine ist schon tot, Baas!"

Beseht.

Eine nette kleine Dame steht vor der Autobus­haltestelle und ist sehr verärgert: schon der dritte Wagen ist besetzt, und sie kommt nicht vom Fleck weg. Da nähert sich der vierte Wagen: auch kein Platz. Dafür wirft ein junger Kavalier von der Plattform feurige Blicke der wartenden Schönen zu. Sie lächelt ihn vielsagend an, ja noch mehr als das, sie gibt dem Jüngling ein kleines Zeichen. Dieser springt hochbeglückt ab, und im selben Augenblick nimmt sie nicht etwa seinen angebotenen Arm, sondern seinen Steh­platz im Wagen ein. Er will ihr noch immer nichts Böses ahnend folgen, da ruft der SchaffnerBeseht!" und der Autobus seht sich in Bewegung, ohne den lackierten Don Juan mitgenommen zu haben.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

,vranffurt a M.

Berlin

Datum

5% Dl. Retchsanlethe v. 1927 - Dl. Anl.-Ablös.-Schuld mit AuS- los.-Rechtcn.........

Desai. ohne AuSIos.-Rechte . . .

1% ftrantf. Hyp.-Bk. Goldps. un- kündbar bis 1932.......

Rheintiche Hyv.-Bant Liqu.- Goldps............

A.E.G. abg. BorkriegS-Obltgation., rückzahlbar 1932 .......

4% Schweiz. Bunvesb.-Anl.. . . 4% Lcsterreichilche Goldrte.. . .

4,20% Oesterr. Silberne.....

4% Oesterreich. emheiU. Rte. . .

4% Ungarische Goldrte.....

4% Ungarische StaatSr. V. 1910 desgl. von 1913 ....

4% Ungarische KronenNe.. . . 4% Türk. Zollanleihe v. 1911 .

4% Türkische Bagdadbahn-Anl

Serie 1..........

4% desgl. Serie II. - - - - 4% Rumänen conöcrt. Rte. . . iy3% Rumänen Goldanl. von 1913

wlg. Deutsche Estenbayn . . *'/* Hamburg-Amerika Paket ... 8 vamb.-Südam. Dampssch. . . 8 van!» Dampsjchiss.....1°

Norddeutscher Lloyd.....8

illlg. Deutsche Credilansi. . . 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelögesellsch. . . 12 Commerz- und Pnvat-Bank. 11 Darmst. u. Nationalbank . . 12 Deutsche Bank......10

Dlskonto-Gejellschast fflnt. . 10 Dresdner Bank ...... io Metallbau I ......... h «cichsbank........12

Schluß-s 1-Uhr Kurs | Kurs

Schluß-s Kurs |

Anfang. Kurs

5.9. |

6.9.

5-9.

6.9.

87,4

87,5

53,95

53,8

53

11

11

10,75

85,5

-

77,75

-

87

99

_

29

29

2,35

2,5

22JT

22,75

19,75

20

22,2

1,65

1,7

7,25

7,5

7,4

7,55

7,25

7,4

7,25

7,4

7,6

7,35

15,13

_

_

119,25

120

119

184,75

158,75

159

112,65

111,75

113,25

111,5

125,5

125,5

125,75

127

208

08

207,5

179,5

178,75

179,5

178,75

274

273,5

272

167,75

165,75

167,5

166,5

153,5

153,5

152,75

159,5

157

159,5

158

297

297

299

298

Urankfun a M.

Berlin

Schlutz-s t-Uhr Kurs I Kurs

Schluß-s Anfang- Kurs | Kurs

Datum

k.9. | 6.9.

5.9.

6.9.

A.E.G...... 8

Bergmann ....> . 9 Elektt. Lieferungen.....jo

Licht und Kraft 1°

Reiten & Guilleaume. . 6

Ges. f. Gleltr. Untern.. ... 10 Hamb. Elektt. Werke .... io Rhein, ................9

Schlei. Elektt........1('

Schuckert.....»

Siemens & Halske . *-

TranSradio . . ....... 8

Lahmeyer ........... 10

Essener Steinkohle......8

Gelsenkirchener ... f. 54 3-4

Harpener.......... 6

Hoesch Eisen. ...... ..8

Ilse Bergbau ........8

Klöcknerwerke..... 7

Köln-Neuessen........9

Mannesmann........ 8

Mansfelder.........1

Oberschles. Etsenb. Bedarf. . . 6

Oberschles. KokSwerke.....6

Phönix Bergbau......5%

Rheinische Braunkohlen... 10

Rhelnstabl . . . f.'/. Jahr 4^,

Riebeck Montan......7,2

Bereinigte Siahlw......<

Olavi Minen.......2 sh

Kali Aschersleben.....10

Kali Westeregeln......10

Kaliwerk Salzdetfurth ... 15

I. ®. Farben-Industrie ... 12

Dynamit Nobel ....... 5

Scheideanstalt ....... 9

Goldschmidt ........ 5

NütgerSwerie ........ 6

Melallgesellschast. ..... 11

195,25

227,5

214

140,5

217

231

91,5

172,5

146

149

.19

119,75

140,5

111

270,5

128,75

120

233,5

238,5 386

25,5

153

75

83,5

125,5

193,5

215

229,13

389

118

110

126

119,25

230

234

222,5

82,25

195

228 171,25 213,75 141/

217,75

146

152,5

190

232

392,5

173

116

144

146,25

149 136,5 218,75

119

132 119,75

140,5

87

107,13

111

270 1.29,5

120

72,5

234 x38,5 388,65

226

108

74,5 84

126,5

194 222,75 170,6

211

139,13

145

150

185

229

390

114,75

142

144,5

147,6

133,25

215

117,5

131

117,25

139,5

105,13

109,4

267

125,75

119

71,9

385,5

222

75 82,25 125,13

Banknoten.

Frankfun a M.

Berlin

Schluß-s

KurS I

1-Uhr Kurs

Schluß-I

Kurs |

Anfang- Kurs

Datum

5.9. |

6.9.

5.9.

69.

Philipp Holzmann . .

e

107

Heidelberger Cement.

e

10

131,5

Gement Karlstadt . .

. 8

185

Wayß & Freitag . . .

10

103,75

104

104

Schultheis Payenhoser

15

297

295,5

Ostwerke......

12

232

230,5

Der. Glanzstoss . . .

e

e

18

346,25

338,25

347,5

337

Bemberg......

Zellstoss Waldhos . .

e

e

e

14

277,25

262

12

238,75

240

238

Zellstoj Aschaffenburg

e

»

12

157

156,75

Eharlottenburger Wasser

e

. 7

107

Dessauer Gas ....

. 8

197,25

195

Daimler Motoren . .

. 0

51,65

Deutsche Maschinen-Fabrik

. 0

55,75

55,25

Adlerwerke Klever . -

. 5

41,5

41,5

43

42

Lubw.Loewe ....

10

210

Rat. Automobil . . .

. 0

Orensteü, 4 Koppel

e

. b

88

89,25

Leonhard Tiey . . .

. 6

200,5

192,25

Bamag-Meguin . . .

. 0

Franks. Maschinen . .

Gritzner......

. 6 11

62

54

62

_

Heyligenstaedt . . .

. 0

8,7

Junghans......

Mmnkrastwerke . . .

. 4

. 8

63,25

106

63,5

. 8

106

_

Mrag........

10

125,5

124,5

124,5

Nekarsulmer . . . .

. 8

Peters Union . . .

. 8

Gebr. Roeder . . . .

10

110

Boigi 4 Haessner . .

. 8

222

222

-

Südd. Zucker ....

. 8

158,75

158

Berlin, 5. September

Geld

Brief

Amerikanische Noten .....

4,176

4,196

Belgische Noten..... .

58,23

58,47

Dänische Noten ......

111,45

111,89

Eualüche Noten........

20,309

20,389

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Berlin, 5. September

Geld

«rief

französische Noten.....

16,415

Holländische Noten......

167,83

168,51

Italienische Noten......

21,98

22,06

111,45

Deutsch-Oesterr, äiov Kronen

58,90

59,14

Rumänische Noten......

2,48

2,50

Schwedische Noten......

^mmeizer Noten .......

112,13

80 59

112,57

Spanische Noten.......

61,58

61',82

Tschechoslowakische Noten . .

12,40

12,46

Ungarische Noten......

73,00

73,30

5. September

6. September

Amtliche Mtierung

Amtliche Notierung

Geld l

Brief

Geld !

Brief

Amft.- Rott.

168,17

168,51

168,16

168,50

Bucn- AireS

1,759

1,763

1,760

1,764

Brss.-Antw,

58,315

58,435

58,31

58,43

Christiania.

111,73

111,95

111,72

111.94

Kopenhagen

111,71

111,93

111,69

111,91

Stockholm .

Helüngfors.

112,39

112,61

112,39

112,61

10,547

10,567

10,546

10,566

Italien. . .

21,95

21,99

21,95

21,99

London. . .

20,345

20,385

20,341

20,381

Neuhork ..

4,1975

4,2055

4,197

4,205

Paris....

Schweiz » .

16,42

16,46

16,42

16,46

80,79

80,95

80,78

30,94

Spanien . .

61,81

61,95

61,79

61,91

Japan . . .

1,958

L962

1,958

1,962

Rio de Jan. Wien in D-«

0,4975

'0,4995

0,4975

0,4995

Ceft. abgest.

59,105

59,225

59,08

59,20

Prag . . . .

12,427

12,447

12,421

12,441

Belgrad . .

7,366

7,390

7,373

7,387

Budapest. .

'3,22

73,36

73,215

73,355

Bulgarien.

3,044

3,050

3,034

3,040

Lissabon . .

18,78

18,82

18,77

18,81

Danzig. . .

81,345

2,020

5,425

81,505

81,32

81,48

Athen. .

2,024

5,435

2,023

5,425

2,027

5,435

Canada . .

4,171

4,179

4,171

4,179

Uruguay.

4,091

4,099

4,096

4,104

Cairo . ..

20,866

l 20,906

20,866

20,906