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Ob weitere Verletzungen vorliegen, ist noch nicht bekannt. Der Autofahrer ist aus Nidda.

AuS dem Niddatal, 5. Juni. Die an- haltend hohen Ferkelpreise, die nun schon eit Monaten zwischen 40 und 50 Mark pro Kopf chwonken, veranlassen die Einleger von Schlacht- chweinen zu größter Zurückhaltung. Diele Leute nehmen eine abwartende Stellung ein, weck sie hoffen, daß der Sommer die Preise zurückschrau- ben wird und sie dann noch immer ihren Bedarf decken können. Andere nicht landwirtschaftlich eingestellte Einleger, die es seit Kriegsende bei­behalten haben, ihr Schwein zu mästen, geben die Mast auf, die im Hinblick auf die hohen Ferkelpreise nicht rentabel erscheint. Der Preis der Schlachtschweine ist der Aufwärtsbewegung der Ferkelpreise nicht gefolgt.

Kreis 'Alsfeld.

x» Deckenbach, 5. Juni. In der Nacht zum Montag kam zwischen unserem Orte und Scha­denbach ein junger Motorradfahrer na­mens Ernst Vesper aus Burg-Gemünden mit seiner Maschine so unglücklich zu Fall, daß er mit einem Unterschenkelbruch und leichteren Verletzungen an der Unglücksstelle lie­gen blieb. Von jungen Burschen aus Deckenbach wurde der bedauernswerte Mann später auf­gefunden und ihm die erforderliche Hilfeleistung gebracht. Der Verunglückte wurde nach der chirurgischen Klinik in Gießen übergeführt, wo er bis zu seiner Wiederherstellung noch geraume Zeit verbleiben muh.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

0 Gleiberg, 3. 3uni. Dieser Tage fand auf Burg Gleiberg eine Sitzung der A m t s v e r- tretung des Amtes Atzbach unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Brockmeier statt. Es wurde zunächst über die in der letzten Sitzung schon beratene Verbesserung des Fort­bildungswesens der männlichen Jugend verhandelt. Der Vorsitzende teilte das Ergebnis seiner Besprechungen mit den Stadtverwaltungen Wetzlar und Gießen mit. demzufolge diese Städte bereit sind, gegen Erstattung der ihnen erwachsen­den Kosten die jungen Leute aus dem Amtsbezirk in ihre Berufsschulen aufzunehmen. Nach dem letzten Schuljahr kommen 93 Schüler in Betracht, welche sich auf die einzelnen Gemeinden wie folgt verteilen: Atzbach 19, Dorlar keine, Dutenhofen 4, Garbenheim 10, Kinzenbach 8, Krofdors-Gleiberg 41, Vetzberg 11. Die Vertretung beschloß, die jetzt bestehenden ländlichen Fortbildungsschulen aufzulösen und die Schulpflichtigen in die Berufs­schulen der vorgenannten Städte einzuweisen. Die Schüler der Gemeinden Dorlar und Garben­heim sollen nach Wetzlar, die aller anderen Ge­meinden nach Gießen zugeteilt werden. Der Bür­germeister wurde beauftragt, mit den betreffenden Stadtverwaltungen Verträge, zunächst auf drei Jahre festbleibend, dann mit beiderseitigem ein­jährigen Kündigungsrecht weiterlaufend, abzu- schließen und für den Amtsbezirk eine entspre­chende Satzung zu erlassen. Die Kosten der Fort­bildungsschulen trägt auch weiterhin das Amt. Bezweckt wird mit der Aenderung eine bessere, fachmännische Ausbildung der einzelnen De- rufsarten. Der Haushaltsplan des Amtes Atzbach wurde in den einzelnen Posi­tionen durchberaten und dem Entwurf entspre­chend in Einnahme und Ausgabe auf 93 000 Mr. festgesetzt. Beantragt wurde, bei der Kreisspar­kasse in Wetzlar vorstellig zu werden, damit die Zinsen für Darlehen an Gemeinden und Ge­meindeverbände auf den Zinssatz für Hypotheken­darlehen an Privatpersonen ermäßigt werden. Die Verbesserung des Zugverkehrs nach Wetzlar auf der Strecke LollarWetzlar soll weiterhin erstrebt werden. Aus dem Schul­arztbericht ist zu erwähnen, daß innerhalb der Amtsbezirke Atzbach und Launsbach der Er­nährungszustand der Schulkinder im allgemeinen gut ist. Der Gesundheitsbericht zeigt folgendes Bild: 47 Prozent der Kinder haben schlechte Zähne, 9 Prozent haben Fehler an den Hals­organen, 4 Prozent Herzbeschwerden, 1,8 Prozent sind lungengefährdet, 3 Prozent sind krank an der Wirbelsäule, 2 Prozent an den Augen, 1,7 Prozent an den Nerven. Nach Schluß der Sitzung fand bei sonnigem Wetter eine Besich­tigung der Burgräume, der Ruinen und des Turmes statt.

* Odenhausen, 5. Juni. Hier hat sich ein neuer Turnverein gebildet, der Mitglied des Allgemeinen Deutschen Turnerbundes ist. Er zählt bereits 40 Mitglieder.

Autofahrt und Mainzer Aktienbier.

Wohl in der erklärlichen Erkenntnis, daß Hitze und Landstraßcnstaub nicht nur bei Wanderern die Kehle trocknet, sondern auch bei Autolenkern und

.insassen, hat eine Verkehrsregelungs-Instanz vor der Unterführung bei Klein-Linden eine Tafel in nachstehender Form aufgestellt:_____________

GIESSEN

Langsam fahren!

Mainzer Aktienbier.

Also: Ihr Leute im Töff-Töff, Vergeßt nett das Gesöff! ObDunkel" oderHell" Fahrt langsam, fahrt nicht schnelll NebenOlex",Dapolin" undShell" iiornmt bald auch eine Bier-Tankstell'.

Wirtschaft.

Oie Aussichten der Konjunktur.

Nachdem über die Zahlenfrage und ebenso über die deutschen Vorbehalte bei den Pariser Sach- v-:rständigen-Derhandlungen eine Einigung erzielt worden ist, steht die Frage im Mittelpunkt, welche Wirkungen sich aus dieser Tatsache in der Lage unserer Konjunktur fühlbar machen werden. Zunächst ist allgemein zu sagen, daß der in dem Ausgang der Reparationsver­handlungen liegende Llnsicherheitsfaktor durch die Einigung beseitigt und damit auch aus allen Konjunkturprognosen herausgenommen ist. Um so mehr aber verdienen die Konjunkturdiagnosen, die soeben in den Monatsberichten der Banken und in dem DierteljahrShcft des Instituts für Konjunkturforschung veröffentlicht worden sind. Beachtung, gerade weil bei einem Vergleich dieser Konjunkturberichte ein wesentlicher Unterschied in der Betrachtung sich herauskristallisicrt. Dabei zeigt es sich, daß es sich um die Kardinalfrage handelt, ob die Güter- oder die Geld feite der Wirtschaft für die Entwicklung der Konjunktur in den nächsten Monaten ent­scheidend sein soll. Die Dresdner Dank geht vor allem von dem gegenwärtigen Stande der Pro­duktion, des Umsatzes und des Außenhandels und der Lage des Arbeitsmarktes aus, um dann schließlich eine konjunkturelle Entspannungsten­denz festzustellen. Die Disconto-Gesellschaft kommt (u einem negativen Ergebnis quf Grund der ver- chlechterten Gesamtbedingungen für die wirt- chaftliche Tätigkeit, und auch das Institut für Konjunkturforschung erwartet eher eine Zunahme der Schwierigkeiten. Disconto-Gesellschaft und Institut für Konjunkturforschung geben wohl mit Recht der Geldseite der Wirtschaft gegenüber der Güterproduktion den Vorrang, und das In­stitut für Konjunkturforschung stellt sogar fest, daß jetzt die Führung auf den Geldmarkt über­gegangen sei. Man kann dieser Auffassung in­sofern zustimmen, als tatsächlich die Güterseite der Wirtschaft auf die Geldseite in den letzten Mo­naten keinen Einfluß gehabt hat, sondern sich der Geldmarkt entgegen einer Abschwächung der Konjunktur und damit des wirtschaftlichen Tätig» keitsgrades ständig in einer angespannten Ent­wicklung befunden hat. Ja, die Kreditrestriktio­nen der Reichsbank, die Kapitalknappheit und die Geldverteuerung haben einen nachhaltigen Einfluß auf die Konjunkturentwicklung ausgeübt. Es scheint somit klar zu sein, daß von der Geld­seite her die Erleichterung der wirtschaftlichen Lage einfehen muß, bzw. daß mit einer auf dem Geld- und Kapitalmarkt eintretenden Entspan­nung auch die Wirtschaft sich wieder elastischer gestalten wird. Infolgedessen kann eine Prognose über die Aussichten der Konjunktur nicht ange­stellt werden, solange die Geldseite der Wirt­schaft unübersichtlich bleibt. Alles in allem scheint sich jedoch die Konjunktur ihrem tiefsten Punkt genähert zu haben, von dem aus dann wieder bei Klärung der Geldverhältnisse der Aufstieg einsehen könnte.

Zusammenschluß

der deutschen Waggonfabriken.

Gestern fand in Berlin eine Sitzung der Ver­treter der deutschen Waggonfabriken statt zum Zwecke der Gründung eines Verbandes zur Ra­tionalisierung der sämtlichen in- und auslän­dischen Aufträge, soweit sie nicht von der Deut­schen Reichsbahn vergeben werden. Die Rege­lung der Reichsbahnaufträge liegt bekanntlich seit zwei Jahren in den Händen der Deutschen Wagenbauvereinigung. Die Sitzung führte zu dem Ergebnis, daß 16 Firmen mit über 52 v. H. der errechneten Quoten sich zum sofortigen Bei­tritt bereit erklärten. Drei Werke fehlten ent­schuldigt, die übrigen 15 Firmen behielten sich die Entscheidung über den Beitritt bis zum 19. Juni vor.

* Der Hessische Sparkassen- und. Giroverband hielt in Bingen eine außer­ordentliche Mitgliederversammlung ab, welche der geplanten Verschmelzung der Hessischen Giro­zentrale mit der Kommunalen Landesbank zu­stimmte. Die vorgelegten Entwürfe des abxu- schliehenden Verschmelzungsvertrages, sowie oer Satzung der künftigen Gemeinschaftsbank fanden Annahme. Die Gemeinschaftsbank wird den Na­menHessische Landcskommunalbank Girozen­trale in Darmstadt" führen. Die ordentliche Mit­gliederversammlung wird aus Anlaß der Ein­weihung des neuen Sparkassengebäudes der Be­zirkssparkasse Lauterbach am 25. Juni in Lauter­bach stattfinden.

* Aktiengesellschaft Bad S alz- ch l i r f. Die Generalversammlung der Aktien­gesellschaft Bad Salzschlirf soll in diesem Jahre am 29. Juni stattfinoen. Es wird die Verteilung einer Dividende von 2 Prozent auf 2 000 000 Mk. Stammkapital vorgeschlagen, da die seit den letzten Jahren eingetretene wesentliche Erhöhung der Frequenzziffer des Bades nunmehr die Vertei­lung einer Dividende gerechtfertigt erscheinen läßt. Die Gesellschaft hat in den letzten beiden Jahren eine nicht unwesentliche Vervollkommnung ihrer sämtlichen Einrichtungen vorgenommen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 6. Juni. Tendenz: ab­geschwächt. Schon im Vormittagsverkehr machte sich, nachdem an der gestrigen Abendbörse eine kleine Erholung eingetreten war, stärkeres Reali­sationsbedürfnis bemerkbar. Auch fehlten zu Be­ginn größere Aufträge fast vollkommen, so daß sich das Geschäft heute in kleinerem Rahmen bewegte. Die Spekulation verhielt sich abwartend und schritt eher zu Abgaben, doch wurde das herauskommende Material verhältiris- mätzig leicht ausgenommen, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse die Verluste gering blieben und nur in einzelnen Fällen 2 Prozent über­schritten. Die Grundstimmung zeigte jedoch eine nicht zu verkennende Widerstandskraft, die vor allem ausschlaggebend für einen kommenden Dör- senverlauf sein dürfte. Der schwache Schluß der gestrigen Neuyorker Börse blieb nicht ohne Einfluß, doch störte man sich im großen und ganzen nur wenig hieran, da auf der ande­ren Seite die weiter günstigen Geldmarktver­hältnisse eine bessere Zukunft gewährleisten. Leicht gedrückt und bis 1,5 Prozent niedriger eröffneten am Elektromarkt Licht und Kraft, Gesfürel und Siemens. Für A.E.G. bestand dagegen bei et­was höherem Kurse einiges Interesse. Nur Schuckert mit minus 2,5 Prozent waren etwas stärker angeboten. Am Chemiemarkt eröffneten J.-G.-Farben 2,5 Prozent, Deutsche Erdöl 1 Pro­zent und Rütgerswerke 1,40 Prozent schwächer. Holzverkohlung dagegen gefragt und 1 Prozent höher. In Glanzstoffwerten und am Montan­markt in Rheinische Braunkohlen kamen die Realisationen stärker zur Auswirkung^ und diese Papiere gaben je 5 Prozent nach. Die übrigen Montanaktien lagen nicht ganz ein­heitlich. ManneSmann, Phönix, Vereinigte Stahlwerke und Rheinstahl dagegen bis zu 2 Prozent niedriger, während Autowerte 1,25 Prozent gewinnen konnten. Kaliwerte bis zu 3,5 Prozent abgeschwächt. Schiffahrtswerte knapp gehalten. Am Bankenmarkt gewannen Commerz­bank 2 Prozent und Deutsche Bank 1 Prozent. Im Verlaufe hörten die Realisationen zumeist auf, und die Stimmung wurde wieder etwas freundlicher. Auch in den Nebenwerten wav jetzt eine etwas lebhaftere Umsahtätigkeit festzu­stellen. Es ergaben sich Besserungen bis zu 1 Prozent. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Prozent weiter angeboten und leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1929, gegen Pfund 20,338, London gegen Kabel 4,8595, gegen Paris 124,04, gegen Madrid 34,80, gegen Mailand 92,68, gegen Holland 12,0775.

Berliner Börse.

Berlin, 6. Juni. Nach einem ruhigen Vor­mittagsverkehr auch an den Vortagen lag die Vorbörse meist schwächer, doch setzte sich zu Be­ginn des offiziellen Verkehrs wieder eine Er­holung durch, die durch das Anziehen von AEG., in denen man Auslandkäufe be­obachten wollte, hcrvorgerufen wurde. Die ersten Kurse lagen aber doch überwiegend 1 bis 2 Pro­zent unter den gestrigen Mittags-Schluh-Kursen. Die Spekulation zeigte heute, wie schon an der gestrigen Abendbörse, Neigung, das erhöhte Kursniveau zu Gewinnmitnahmen zu benutzen. Man konnte an fast allen Märkten Realisatio­nen feststellen, doch wurde das herauskommende Material glatt ausgenommen, bi die vorliegen­den Auslandorders eine Stühe boten. Anregende Momente lagen kaum vor. Die Neuyorker Börse von gestern war noch schwächer. Dagegen be­friedigte die Mitteilung, daß eine Diskont­

erhöhung nicht zu befürchten sei, da die Spekulation weiter eingeschränkt werden würde. Der Wochenbericht des Instituts sirr Konjunkturforschung stellte zwar nichts besonde­res fest. Aus Paris lag nichts neues vor. Man rechnet für morgen mit der Unterzeichnung des Planes. Am Montanmarkt gingen die Abschwä­chungen für Ilse Bergbau bis zu zirka 5 Pro­zent und für Rheinische Braunkohlen bis zirka 8 Prozent, die anderen Werte verloren zirka 2 Prozent. Am Glektromarkt konnte sich nur für A.E.G. auf Auslandkäufe der Kurs um 2 Pro­zent bessern. R.W.E. verloren aber 3 Prozent. Kaliwerte, Danken, Erdöl, Rütgerswerke und Farben waren durchweg schwächer, dagegen lagen Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg, Wiking Ze­ment, Demberg, Textilwerte, Tietz und Poly­phon 1 bis 5 Prozent fester. Spritwerte waren auch heute lebhafter gefragt und 2 Pro­zent höher. Davon beeinflußt auch Bank für Brauindustrie fest. Deutsche und ausländische Renten waren gut behauptet. Bosnier lagen fest. Pfanbbriefmarkt weiter freundlich. Am Geld­markt war eine weitere Erleichterung zu bemerken. Tagesgeld 7 bis 9,5 Proz., stellen­weise 6,5 Proz., Monatsgeld9,5 bis 11 Proz. Nach den ersten Kursen war es vorübergehend weiter schwächer, dann setzte sich eine Erholung durch, die aber bald einer neuen Abwärtsbewegung Platz machte, nur Rheinische Braunkohlen und Ilse Bergbau waren 2 Proz. gebessert. <

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 6. Juni. Der Produkten­markt verkehrte heute auf die wieder nachgeben­den Auslandmeldungen in ruhiger und teilweise etwas abgefchwächter Haltung. Die Umsätze waren aber so gering, daß sich die wieder ein- fehende Abschwächung auf die offizielle Preis­gestaltung nicht auswirken konnte. Es wurden notiert: Weizen 22,25 bis 22,50, Roggen 21,50 bis 21,75, Sommergerste für Brauzwecke 23, Hafer, inländ. 22,25, Mais (gelb, für Futter- zwecke 20 bis 20,25, Weizenmehl, füdd. Spezial 0 32,25 bis 32,75, Roggenmehl 27,50 bis 28,50, Weizenkleie 11,25, Roggenkleie 12. Tendenz ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 6. Juni. Auftrieb: 133 Rinder, 1163 Kälber, 85 Schafe, 693 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 78 bis 83 Mk.: mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 77; geringe Kälber 64 bis 71. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 71 bis 7ck von etwa 160 bis 240 Pfund 72 brs 75; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 70 bis 72 Mk. Marktverlauf: In allen Dieh- gattungen reges Geschäft, ausverkauft.

Letzte Nachrichten.

Schwerer Autozusammenstoß.

Heute vormittag gegen 11 Uhr ereignete sich auf der Landstraße zwischen Klein-Linden und Großen-Linden ein schwerer Zu­sammen st oh zwischen einem L a st a u t o von Gießen und einem auswärtigen Personen­auto. Die beiden Fahrzeuge rannten, als sie aneinander vorüberfahren wollten, auf bis jetzt noch ungeklärte Weise zusammen. Dabei wurden die Wagen sehr stark beschädigt: an dem Lastauto wurde die Vorderachse gebrochen und der Wagen in seinen übrigen Teilen schwer mitgenommen, an dem Personenauto wurde der Vorderteil völlig eingedrückt. Die Fahrzeuge stellten sich infolge des gewaltigen Zusammen­pralls zum Teil quer über den größten Teil der Landstraße, so daß hier nur noch eine schmale Stelle frei blieb. Als nun e i n zweites Lastauto sich an den schwerbe­schädigten beiden Wagen vorbeimanöverieren wollte, kam auch dieses Fahrzeug von der Straße ab und blieb im Straßengraben liegen, wodurch die Landstraße so einschneidend ge­sperrt wurde, daß die Passiermöglichkeit voll­ständig unterbunden war. Eine Anzahl Autos mußten längere Zeit ihre Fahrt unterbrechen, bis cs gelungen war, die Straße wieder freizumachen. Bei dem Zusammenprall der ersterwähnten Kraft­wagen sind wie durch ein Wunder feine schwereren Personenschäden entstanden. Eine auf dem Gie­ßener Lastauty mitfahrende Frau wurde erheb­lich am Kopfe verletzt und von einem zufällig an der Unglücksstelle weilenden Personenauto nach Gießen gebracht. Der Lenker des Lastautos und der allein in dem Wagen sitzende Lenker des Personenautos kamen mit dem Schrecken davon. Die Gendarmerie hat die Untersuchung über die Ursache des Unglücksfalles alsbald ausgenommen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Franlsuno. M.

Berlin

Franksurt a M

Berlin

Schluß-

1-Unt-

Schlub-

An sang

Schluß-

I Uhr-

Schluß-

Anfang-

Kure

Kure

Kur»

Kur»

Kur-

flute

Rure

Kure

Damm

5-6.

6-6.

5 6.

6 6.

Datum

56.

6.6.

5-6.

6-6.

5% Dt. «etchrauleihe u. 1927 .

Dt. Arü.-Ablös.-Schuld tnü Siu?

8?,3

-

87,5

_

AHÄ ........v

194,75

195,25

194,26

196,4

224

225,5

223

51,5

11,9

51,6

51,3

51,4

Elektr. Lieferungen.....10

168,75

169,5

167,5

Desgl. ohne Au«los.-Rechte . - - 7°/0 Franks. Hyp.-Bt. Goldps. un kündbar bti 1932......

11,9

11,8

227

225,5

227,4

226

148

87,5

Ges. f. Elektr. Untern.. . . . 10

233,5

232

232

232

*V»% Rheinische Hyp.-Bank Liau

Hamb. Elektr. Werte .... 10

146,75

146,25

78,75

87

Rhein. Elektr.........9

Schics. Elekrr........10

Schuckert..... 8

169,5

»

1 6b

167,75

-Ü.E.G.oba. BorkriegS-Obligation. rückzahlbar 1983

_

251,5

249

202,4

251,25

201

250,5

405,5

404

406

404,5

1% Schweiz. BunbeSb^Ani..

100

Transradio . . ....... 8

148,5

4% Leilerreichische Goldrte.. .

4,20% Oeslerr. Silberne. . . .

175,5

174,7

2,5

2,75

77,5 115,75

4% Oesterreich, einheitl. Rte. -

1% Ungarische Goldrte.....

1% Ungarische StaalSr. v. 1910

1,8

22,5

22,6

22,8

Buderus..........5

Deutsche Erdöl.......6

77,5

ll7

77

116

77/l>

117,5

19,7

20

20,2

Essener Steinkohle ...... 8

133,5

132

4%% Deigl. Don 1913 . .

21

Gelsenkirchener ... f. H 9- <

139

139,75

138,25

4% Ungarische Kronenrte.. . 4% Türk. Zallanleihe v. 1911 .

2,05

w

2,05

148,25

Hoesch Eisen. ........8

131,6

226,75

129,5

4% Türtiiche Bagdadbohn-Anl.

Ilse Bergbau........8

226,75

222

Serie 1........

4% desgl. Serie U......

9

9

109,13

108,6

_

9,25

flöln-Neuessen..... 9

128,5

126,4

4% Rumänen conoeN. Rte. . .

ManneSmann........8

122,5

121

122,9 135

121,9

<y,% Rumänen (Bolbonl. von 1918

17.25

17,75

WnnäfpJbM ........7

135

132,25

Oberschles. Sisenb. Bedars . . . 6

90,5

89,25

flUp. Deutsche titlenbahn

Hamburg-Amerika Batet ... 8

Hamb.-Sbdam. Dampssch. . . 8

-Iberschlei. Kokswerke ... 6

114,5

113,75

154,5

124,9

125,25

Bhöntr Bergbau. . . . 5%

Rheinische Braunkohlen . . 10

96,5

303

95,25

298

96,7

304

95

296,25

198

197,75

Rheinstabl f. V* Jahr -

132,5

130

132

130

Hansa Dampsschlsl . . 10

158,75

157,75

Riebrck Montan .....7/.

152

Aorddeutscher Lloyd .... 8

117,5

117,13

117,9

117,40

bereinigte Stahkw......t

101

103,25

101

Mo Deutsche CredtlanN. 10

129,5

-

129,25

129,40

Olavi Äinen .... 8 »h

70,5

71,75

71,75

71,5

Barmer Bankverein 10

133

133,75

134,25

«alt Aschersleben .... 1'

251,5

248

250,5

248,25

Berliner Handelsgesellsch. . 12

Lommerz- und Prwat-Banl 11

Dar mit. u. Nationalbank 12

224

224,75

ffoft Westeregeln......1<

257,25

254,5

257,25

253

189,25

275,25

187,5

275

189,75

276,5

186

276,25

Kaliwerk Salzdetfurth ... Id

413

414,13

414

Deutsche Bant 1°

168,5

167,5

169,25

168

I. G. Farben-Induftrle ... 12

263

260,5

263

261,25

DiLlonto-GeseNschast Ant.. 10

157,5

157,5

157,25

156,5

Dynamit Nobel ....... 6

<

Dresdner Bank

Älttteldeutsche Eredttbwu « ...................

Netchlöan! ......

164,75

164,75

163,5

169,5

_

ffloibftbtnibl

69

89

_

_

97.7

132

96,25

131,5

97,75 13$,5

96

321

322,5

320

Metallgeielllchaft......11

131,5

Franksurt a M.

Berlin

Berlin. 5. Juni

Geld

Brief

Französische Noten.....

»olländtsche Noten......

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch-Oe sterr-, 4100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische 'Noten..... .

Tschechoslowakische Noten ..

Ungarische Violen.......

Devisenmarkt Berlin

Telegraphische

16732 167,92

21,95

111,38

58,78

2,53

111,73

80,56

57,43

12,395

72,85

-Frankfur Auszahl

70740

168,00

22,03 111,82

59,02

2,55 112,17

80,88

57,67 12,455

73,15 t a. M.

ung.

Schluß- Kurs

l Uhr- Kure

Schluß-lAnfang- Kurs 1 Kurs

Datum

5.6-

6.6.

5.6.

6 6.

Bhillpp Hotjmann......<

Heidelberger Cemcnl .... 10

Gement Karlstadt ...... 8

Waqß & Freitag......10

Schulthel» Paßenhaser ... 15

Oslwerkc.........12

Bcr. Glanzftofs......18

Bcmberg.........14

Zellsloss Waldhos.....12

ZellsiosjJlidiaffenbuM ... 12

Gharloltenburger Wasser ... 7

Dessauer Gas........8

Daimler Motoren......O

Deutsche Maschinen-Fabrik . . o

Adlerwerle Klever......5

Ludw. Uoeioe.......10

Rat. Automobil.......0

Lrenstein 4 Koppel . .... 6

Bamag-Meguin ....... 0

Fran!!. Maschinen ...... 6

Griyner ..... 11

Heyligenslaedl ....... 0

Iunghans. ...... .4

Lechwerte..... .... 8

MainkrastwerK ....... 8

Mtag. ........10

Neiarsulmer ........ 8

Peters Union ........ 8

Gebr. Roeder ....... IC

Boigt & Haeffner......8

Südd. fludet ......8

Dan

rar

139,5

118,5

451

259,5

201,75

57

55,5

54,25

73,5

8

109

105,25

125

129,5

115

212

151,5

knoten

117,5

460

257,5

200,5

55,25

54

108,75

128

150,13

11 9,5

119

324,9

263,5

464

362

259

202

118,75

218,25

58,25

54

55,25

214,5

98,75

296,75

53,25

72

79

124

128,5

213 150

11Ö

227

263

462,5

367

257

200

118

216,75

57,5

53

55,5

213

98

298

124

5. Juni

6. Juni

Amtliche Notierung

(Seid 1 Briet

Amtliche Notierung

Geld | Briet

«mir.. Ron. Buen-Aires Brss.-Antw Chsiftiania. Kopenhagen Stockholm. HelsingforS. Stalfen . . . London. . . Nenhort . . Paris.... Schwei, .. Spanien.

Japan . - - Rio de Jan Wien in D - Ceft. abflcft Prag . . . Belgrad . - Budapest. . Bulgarien Lissabon . Tanüg. . . Konstauttn- Athen. . Tanada Uruguay. . Tatro . .

168,25 1,755

58,15

111,61

111,61 112,01

10,627

21,93 20,319 4,1900 16,375 80,625

57,64

1,835 0,4965

58,86 12,408

7.363 73,02

3,027

18,73

81,22 1,990

5,425 4,155

4,056 20,84

168,59 1,759

58,27

111,83

111.83

112,23

10,647

21,97 20,359 4,1980 16,415

80,785

57,66 1,839

0,4985

68,98 12,428

7,377 73,16

3,033 18,77

81,38 1,994 5,435

4,163

. 4,064

20,88

168,22 1,754

58,17 111,62 111,59 112,02 10,525

21,92 20,316 4,1895

16,38 80,64 58,29

1,832 0,496

58,85

12,404 7,361

73,02 3,032

18,78 81,21

2,003 5,435

4,154 4,066

20,835

168,56 1,756 58,29

111,84 111,81

112,24 10,545

21,96 200356 4,1975

16,42 80,80 58,41 1,636 0,498

58,97 12,424

7,375 73,16 3,038 18,82 81,37 2,007 5,445

4,162 9,074

20,875

Berlin, 5- Juni

Held

Brief

Amerikanische Noten .....

Belgische Noten........

Dänische Noten .......

4,171

58,09

111,38

20,294

4,191

58,33

111,82

20,374