Ausgabe 
6.4.1929
 
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Oberfläche der Kuppelstoffe endlich näher zu kommen, indem man sie zur Beugung der Elektro- nenstrahlen benutzt.

Dr. Rupp verstand es übrigens in seinem Vorträge in geradezu mustergültiger Weise, auch den Laien in sein Arbeitsgebiet einzuführen, vielleicht besonders dadurch, dah er durch die Vermeidung einer schwer verständlichen Darstel­lungsweise seine Erfolge fast als selbstverständ­lich erscheinen lieh. Diese Fähigkeit der Dar­stellung eines schwierigen Gebietes findet man leider so selten, das bescheidene Zurückstellen der eigenen Verdienste hinter die Sache noch seltener.

Wirtschaft.

Wochenbericht

vom Frankfurter produkienmarki.

Durch die älnterbrechung der Osterfeiertage konnte sich bas Geschäft wieder nur langsam ent» wickeln. Das Angebot von Inlandware blieb immer noch Nein, aber auch die Aachsrage hielt sich trotz der drei Markttage in dieser Woche in engsten Grenzen. Anregungen lagen nicht vor. zumeist trafen ungünstigere Auslandmeldun- gen ein, doch blieben diese ohne Einfluß auf die Tendenzgestaltung; die Stimmung war ja so­wieso lustlos. Der Hauptgrund hierfür war die schlechte Beteiligung der Mühlen und des Exports am Produktengeschäft. 3m Verlause wurde die Grundstimmung jedoch wieder etwas zuversichtlicher, da erhöhte überseeische Rotierun­gen günstig ausgenommen wurden. Diese Tat­sache konnte sich jedoch kaum auswirken, da die Händler nach wie vor zurückhaltend blieben und nur im Bedarfsfälle zu Abschlüssen schritten. Die Preise, die anfangs der Woche schon schwächer lagen, blieben unverändert. Rur für Weizen machte sich eine leichte Erhöhung geltend. Die Ursache ist aber in erster Linie auf den etwas gesteigerten Bedarf frer Wühlen nach Brot­getreide zurückzuführen gewesen. Die Mehl- markte lagen nach wie vor ohne Geschäft; obwohl Ware auch hier nur wenig vorhanden war, blieb eine Preissenkung unvermeidlich. Stark gedrückt war wieder vor allem Weizenmehl niederrh. Qualität mit einem Verlust von einer halben Mark. Weizenmehl selbst war anfangs gut gehalten, büßte aber im Zuscunmenhang hier­mit ebenfalls etwas ein. Auch der Futter­mittelmarkt hatte kein nennenswertes Ge­schäft zu verzeichnen. Die Preise blieben, mit Wisnahme von Roggeickleie, gut behauptet. Von den übrigen Getreideartcn wär nichts Beson­deres zu berichten.

Zum Wochenschluß war die Hallung lustlos. Die flauen überseeischen Aotierungen verstimm­ten. Das Angebot von 3nlandware blieb aber gering,* und trotzdem stellten sich verschiedent­lich. da Abnehmer kaum vorhanden waren, Ver­luste ein, so daß die bei einzelnen Getreidesorten erziellen Gewinne wieder verloren gingen. Be­sonders Weizen, der auch etwas mehr angeboten war, da die Forderungen der Provinz entgegen­kommender lauteten, hatte unter dieser Lage zu leiden. Am Futtermittelmarkt waren Weizen-- und Roggenlleie ebenfalls gedrückt und schwächer. Rur Mais für Futterzwecke machte sich von feiten der Landwirtschaft etwas lebhafteres In­teresse bemerkbar. Hier konnte im Gegensatz zu den übrigen Märkten ein kleiner Gewinn fest- gestellt werden. Auf dem ermäßigten Riveau zeigten die Wühlen zum Schluß doch etwas Deckungsneigung in Weizen. Der Mehlmarkt blieb vernachlässigt.

2m Vergleich mit den Rotierungen der ver­gangenen Woche büßten Weizenmehl, Roggen­mehl und Roggenlleie bis zu einer viertel Mark ein. Weizenkleie lag 0,10 bis 0,25 Mk. schwächer. Weizenmehl (niederrh.) verlor eine halbe Mark. Weizen, Roggen, Sommergerste, Hafer (inl.) und Mais für Futterzwecke blieben gut behauptet. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 23,75, Roggen 23 bis 23.25, Sommer­gerste 24, Hafer (inl.) 24.25 bis 24,50, Mais für Futterzwecke 23 bis 23,25, Weizenmehl 33 bis 33,50. niederrh. 32,50 bis 32.75, Roggenmehl 30,25 bis 31, Weizenkleie 13,75 bis 13,90, Roggen­lleie 14,75 bis 15.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

,-3n der Woche nach der mehrtägigen Unter­brechung des Börsengeschäftes durch das Osterfest beschränkt, sich die Berichterstattung Über die Weiterentwicklung der Tendenz aus drei Börsen­tage. Der Auftrageingang aus dem Auslände ließ stark nach, und die Folge davon war eine merk­liche Ernüchterung der Börse, die nunmehr der allgemein ungünstigen Lage wieder größere Auf­

merksamkeit zuwandte. Die Kulisse schritt zu Glatt- stellungen. und bei ziemlich unsicher werdender Stimmung traten auf den meisten Marktgebieten Kursrückgänge ein. 3m Grund ton der Börse war jedoch eine gewisse Widerstandsfähigkeit nicht zu verkennen, die ihre Haupturfache wohl darin hatte, daß das Material, das vom Ausland ge­kauft worden war, bis jetzt nicht, oder nur ht minimalem Umfange zu den deutschen Märkten zurückgeflossen ist. 3m Gegensatz zu der lebhaften Geschäftstätigkeit der beiden letzten Wochen herrschte jedenfalls ziemlich große Ge­schäfts st ille und starke Zurückhal­tung. Wan verwies vor allem darauf, daß die Reparationsverhandlungen nunmehr in ihr kri­tisches Stadium getreten sind. Bet diesen Erörte­rungen konnte die Aeußerung Dr. Schachts eine gewisse Beruhigung ausüben. Das zweite Moment einer starken Unsicherheit war die Ungewißheit über etwaige Diskontmaßnahmen in Amerika und England. 3m Zusammenhang damit verfehlte naturgemäß die schwache Hallung der Reuhorker Börse auf die Dauer ihren ungünstigen Einfluß auf den deutschen Markt nicht. Auch die Lage des deutschen Geldmarktes war weiter unbefriedigend. Dabei rief vor allem der Reichsbankausweis vom Quartalsultimo größere Verstimmung hervor. Die starke Anspannung der Reichsbank, die feste Haltung der Devisen und der daraus sich ergebende Fortgang der Devisen - und Goldabgaben der Reichs­bank erweckten Befürchtungen, daß die Reichs­bank ihren Diskontsatz erhöhen müsse. Eine der­artige Maßnahme, die jetzt zu einer Zeit der Wirtschastsdepression eine Wiederbelebung be­deutend erschweren würde, erscheint jedoch bei ruhiger Betrachtung der Lage nicht aktuell, so­lange nicht in London und Reuyork eine Erhöhung vorgenommen worden ist. Zur Zurückhaltung mahnten ferner die verschiedenen sich verschärfen­den Lohnstreitigkellen, vor allem bei der Reichs­bahn, und ungünstige Konjunkturberichte. Dem­gegenüber wurde ein saisonmäßig bedingter leich­ter Rückgang der Arbeitslosigkeit nur wenig beachtet. Rach den vorangegangenen Steigerungen waren naturgemäß Elellrowerte am stärksten ab­geschwächt. Ebenso gaben Kaliaktien, Zellstoff- werte, Montanpapiere. Zellstoff- und Kunstseide- werte stärker nach. Am Anleihemarkt konnten Ablösungsschuld für Reubesitz aus nicht klar er» sichtlichen Gründen etwas anziehen.

Wochenbericht

vom Frankfurter Gchtachtviehmarkt.

Das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in dieser Woche im allgemeinen ruhig, aber infolge des geringen Auftriebs in allen Viehgattungen ausverkauft bei teilweise stark anziehenden Preisen. Die knappe Beschickung wurde mit den vergangenen Feiertagen in Zu­sammenhang gebracht. Auf dem Rindermarkt war der Oluf trieb besonders schwach. Die Rach­frage fonnte jedoch befriedigt werden. Auch auf dem Schweinemarkt war die Beschickung erheblich geringer, als in der Vorwoche. Rach ruhigem Handel und anziehenden Preisen wurde der Markt geräumt. Kälber und Schafe hatten zu Beginn des Rebenmarktes reges Ge­schäft. zum Schluß des Marktes jedoch wurde die Stimmung flau. Die Preise lagen gegen die Vorwoche aber immer noch um ein beträchtliches höher. Der Markt wurde geräumt Der Gesamt ° auf trieb bestand aus 845 Rindern, darunter 189 Ochsen, 39 Bullen. 410 Kühen unö 178 Färsen, ferner aus 1243 Kälbern. 127 Schafen und 3748 Schweinen. 3m Vergleich zu dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 851 Rinder, 1681 Käl­ber, 310 Schafe und 3162 Schweine weniger auf­getrieben.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al. 57 bis 61. 2. 52 bis 56, bl. 47 bis 51; Bullen a) 52 bis 54. b) 48 bis 51; Kühe a) 43 bis 48, b) 39 bis 42. c) 35 bis 38, d) 28 bis 34; Färsen a) 57 bis 62. b) 52 bis 56, c) 46 bis 51; Kälber b) 80 bis 84, c) 75 bis 79. d) 68 bis 74; Schafe a 1. 58 bis 62,

b) 50 bis 57; Schweine b) 79 bis 82.

c) 79 bis 82. d) 79 bis 82, e) 77 bis 80. Der- glichen mit den Preisen der letzten Berichtswoche konnten Ochsen, Bullen, Kühe und Schweine je 2 Mark, Färsen bis 3 Mark, Kälber und Schafe bis zu 4 Mark im Preise anziehen.

Erweitcrunq der Opelwerke.

WSN. Die Opelwerke haben mll der E r w ei­te r u n g i h r e r B c t r i e b e , die bei den Verhand­lungen mit den General Motors lebhaft debattiert wurde, begonnen. Große Ländereien sind sowohl im Anschluß an das Betriebsterritorium, als mich außerhalb gekauft worden. Das Werk beabsichtigt, einerseits neue Betriebsanlagen zu errichten, ander­seits für Arbeiterwohnungen erhebliche Summen zur Verfügung zu stellen. Fast der gesamte Land­

streifen bis zur Landstraße RüsselsheimBischofs­heim wlld in den Besitz der Opelwerke übergehen.

* Gesteigerter Kaliurnsatz im März. Die Abladungen der zum Deutschen Kalisyndikat ge­hörenden Kaliwerke im März 1929 betrugen 2 330 005 Doppelzentner Reinkali, gegen 1 615 125 Doppelzentner im März 1928, in den ersten 11 Mo­naten des laufenden Düngejahres 13 244 732 Doppel­zentner, gegen 12 223 231 Doppelzentner im Vor­jahr, in den ersten drei Monaten des Jahres 1928 5 424 686 Doppelzentner, gegen 5 719 235 Doppel­zentner in der gleichen Zeit 1928.

'** Das Lahnkraftwerk leistet weni­ger als erwartet. Infolge der langen Trocken­periode im vorigen Sommer blieb die Jahresleistung des Lahnkraftwerks Camberg bei Diez, die mll 14 Millionen Kilowattstunden veranschlagt war, hinter den Erwartungen zurück. Das Betriebsjahr ergab nur 11,8 Millionen Kilowattstunden erzeug­ten Strom.

° Der Hessische Sparkassen- und Giroverband uni) seine Bankanstalt, die Hessische Girozentrale Darmstadt, erstatten über das 3ahr 1928 wiederum einen gemeinsamen Bericht. Aus dem Verbandsbericht ist vor allem die Entwicklung der Spareinlagen bei den hessischen Sparkassen von 3nteresse. Trotz der ungünstigen Verhälttrisse, unter denen aus den bekannten Gründen die hessische Wirtschaft leidet, erreichte der Rettozuwachs im verflossenen 3ahr die Höchstziffer seit der Stabilisierung, näm­lich 51,15 Millionen Mark (i. V. 38,86 Millionen), und zwar betrugen die Einzahlungen 115,20 Mil­lionen, die Rückzahlungen 64,05 Millionen Mark. Die aus diesen Zahlen sprechende, immer noch sehr lebhafte Bewegung auf den Sparkonten darf bei Anlegung der Sparkapitalien nicht allster acht gelassen werden. Die Gesamteinlagen bei den hessischen Sparkassen hatten am 31. Dezember 1928 40 Prozent des Vorkriegsstandes (414 Mil­lionen), nämlich 165,5 Millionen Mark erreicht; daneben betrugen die Guthaben auf Girokonten noch 27,5 Millionen Mark. Die Zahl der aus- gegebenen Sparbücher belief sich Ende 1928 auf rund 230 000, was ungefähr 70 Prozent des Vorkriegsstandes entspricht. Dieses verhältnis­mäßig schnelle Wiederanwachsen der Zahl der Sparbücher stellt dem Sparsinn der Bevölkerung das beste Zeugnis aus. Von den Spareinlagen waren angelegt: in Hypotheken 48 Prozent, in Darlehen an Gemeinden 22 Prozent. Von den Hypothekdarlehen entfiel mehr als ein Drittel auf die Förderung des Wohnungsbaues, dessen Unterstützung sich die Sparkassen besonders ange­legen sein lassen. Die Hessische Girozentrale wid­mete sich auch im verflossenen 3ahr in erster Linie der Pflege des Gemeindedarlehensgeschäfts, der Förderung des kommunalen Giroverkehrs und ihrer Aufgabe als Geldausgleichstelle der Sparkassen. Die Reuauslechungen an Gemein­den (abzüglich Rückzahlungen) betrugen in 1928 rund 15.5 Millionen Mark, womit der gesamte Bestand an Gemeindedarlehen auf rund 50 Mil­lionen anwuchs. Auch von diesen Darlehen floh wieder ein erheblicher Teil dem Wohnungs­bau zu.

Frauksuvtcr Börse.

Frankfurt a. M., 6. April. Tendenz: fest. In Nachwirkung der günstigen '-Beurteilung der Re­parationsverhandlungen trafen auch heute wieder Auslandorders in erheblicherem U m = fange ein. Dos Geschäft nahm daher aus diesem Grunde in Spezialwerten recht lebhafte Fo r m e n an. Auch die weiter gebesserten Geld- marktoerhällnisse, woraufhin schon der gestrige Ber­liner Privatdiskont um v. H. ermäßigt werden konnte, trugen zur Befestigung bei. Auf der anderen Seite wurde der uneinheitliche Verlauf der gestrigen Reuyorker Börse kaum beachtet und konnte kaum nachteiligen Einfluß ausüben. And) die Spekulation schritt infolge der günstigen Verfassung und der zu­verlässigeren Lage erneut zu Interessenkäufen. Die Beteiligung der Privatkundschaft am Börsengeschäft blieb im Gegensatz zu den Vortagen immer noch ziemlich minimal. Gegenüber der gestrigen Abend­börse waren zur ersten Notiz Kursbesserun. g e n bis zu 3 o Sy zu verzeichnen. Im Vordergründe des Interesses standen Farben mit plus 1,5 v. Sy und vor allem die Elektroaktien, denn an diesen Werten war das Ausland besonders stark interessiert. Das Geschäft war im allgemeinen recht lebhaft. Auch die übrigen Marktgebiete wurden von der Aufwärts­bewegung mitgezogen. Gesfürel eröffneten 4,5 v. H. höher, Schuckert plus 3 v. H., Siemens und Berg­mann je plus 1.5 o. ch Auch am Montanmarkt war beute der Geschäftsumfang etwas größer. Besonders Gelsenkirchen zogen 3,75 v. H. und Harpener 2,5 v.ch. an, Phönix 2 d. Sy Häher. Metallwerte dagegen weiter vernachlässiat. Ausschlaggebend waren hier die stark gedrückten Werte dieses Marktes an den Aus- landbörfen. Mansfelder minus 2 v. Sy, Dtaoimtnen

und Metallbank dagegen knapp behauptet. Baukek ohne besonderes Geschäft, jedoch leicht erhöht. Nach­frage bestand noch für Salzdetfurth mit plus 4 v. S). und für Westeregeln mit plus 1,5 v. Sy Renten still, aber behauptet. Als im Verlaufe Nachrichten aus Paris eintrafen, die hier diskutiert und all­gemein ungünstig beurteilt wurden, kam das Geschäft momentanzumStillstand. Die Spekulation schritt zu Abgaben, so daß Verluste bis zu 2 v. Sy - eintraten. Doch setzte sich bald hierauf wieder eine Beruhigung durch, da es sich in den Ausführungen 1 doch nur um Mutmaßungen und Vor­schläge handelt. Bei mehrfachen Schwankungen setzten bei der Widerstandsfähigkett der Börse doch wieder kleine Besierungen durch, und die vorüber­gehenden Verluste tonnten durch erneute Deckungen wieder ausgeglichen werden. Am Geldmarkt mar Tagesgeld mit 5,5 d. Sy abermals leichter. Am De­visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2172, gegen Pfund 20,47, London gegen Kabel 4,8540, gegen Paris 124,22, gegen Malland 92,74, gegen Ustadrid 32,35, gegen Holland 12,1050. *

Berliner Börse.

B e r l i n, 6. April. Die heutige Samstagbörse hatte, wie erwartet, einen durchaus freund-- l >.ch e n G r u n d t o n. Das Geschäft litt zwar zu­nächst unter zu wenig Orders, die vorliegenden Mo­mente lauteten aber ziemlich günstig so daß die Spekulation von den sonst üblichen Wochenschluß­deckungen Abstand, nahm. Einen guten Eindruck machte der Abschluß der Vorbesprechungen über die Verständigung über den Reichshaushallsetat, wobei eine Verminderung des Defizits um X Milliarde erreicht wurde. Von den angekündigten Einzelbe­sprechungen in Paris verspricht man sich viel für eine günstige Lösung des Problems. Der leichte in­ternationale Geldmarkt ließ eine beruhig­tere Beurteilung der hiesigen Geld- und Devisenver hältnisse zu. Ein günstiger Kaliabsatzbericht regte an. Bei Festsetzung der ersten Kurse machte sich i n Spezialwerten A u s l a n d i n t e r e s s e be­merkbar. Farben, Siemens, Kaliwerte und Kunst­seidenaktien hatten lebhafteres Geschäft. Die Kurs- Veränderungen bewegten sich im Durchschnitt ht engen Grenzen. Spritwerte lagen 2 bis 3 d. Sy fester. Montanwerte konnten etwas anziehen. Mans­felder gewannen 4 v. Sy und Pöge 3 v. Sy Dagegen gaben Metallwerte bis zu 3 o Sy, Tietz bis zu 4,5 vH. nad). Bemberg wurden heute exklusive Bezugsrechk gehandelt (Abschlag 67,50). Deutsche Anleihen freund­lich Ausländer wenig verändert. Pfandbriefe ge schäftslos. Geldmarkt weiter erleichtert. Tagesgeld 6,5 bis 8,5 u. Sy, Monatsgeld 7,5 bis 8,5 d. Sy, Warenwechsel nominell Mitte 6,5 v. Sy Nach den ersten Kursen wurde es allgemein lebhafter und fester. Man konnte gute Käufe, wahrscheinlich für das Ausland, an fast allen Märkten beobachten. Kunstseidenwerte stiegen um 5 v. Sy, auch Kaliwerke zogen weitere 2 bis 4 v. Sy an. Moittanaktien lagen fest und gewannen bis zu 3 v. Sy Elektrowerte unter Führung von Gesfürel bis 2 v. Sy höher, und vor allen waren sog. Nebenwerte jetzt lebhafter und höher. Das Kursnioeau stieg durchschnittlich um 1 bis 2 v. Sy gegen Anfang.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 7. April, von 19,30 bis 22,45 älhr: Die Fledermaus. Montag, 8., von 19,30 bis nach 22,30 älhr: Pulcinella; hierauf: Der Jahrmarkt von Sorotschintzi. Dienstag, 9.. von 19,30 bis gegen 22,30 älhr: Die Macht des Schicksals. Mtttwoch, 10., von 20 bis gegen 22 30-

Tosco. Donnerstag, 11., von 19,30 bis gegen 22,30 LI.hr: Der Wildschütz. Freitag, 12., von 19,30 bis gegen 22,30 Ahr: Samson und Dalila. Samstag, 13., von 19.30 bis gegen 23 Uhr: Aida. Sonntag 14., von 19,30 bis 22,15 Uhr: Erstes Gastspiel Kammersänger Wilhelm Rode von der Staatsoper München: Der fliegende Holländer. Montag, 15., von 19 bis 22,45 Uhr: Der Rosenkavalier. Schauspielhaus. Sonntag, 7. April, von 16 bis 18 Uhr: 2. Gast­spiel der Gruppe junger Schauspieler Berlin: Revolte im Erzi^bungshaus. Von 20 bis 22 Uhr: 3. Gastspiel der Gruppe junger Schauspieler Ber­lin: Revolte im Erzichungshaus. Montag, 8., von 20 bis 22 Uhr: 4. Gastspiel der Gruppe junger Schauspieler Berlin: Revolte im Erziehungshaus. Dienstag, 9., von 20 bis 22 Uhr: 5. Gastspiel der Gruppe junger Schauspieler Berlin: Revolte im Crziehungshaus. Mittwoch, 10., von 20 bis 22 Uhr: Die schwarze Kugel. Donnerstag, 11.. von 20 bis gegen 22,15 Uhr: Katharina Knie. Freitag, 12., von 20 bis gegen 22,15 Uhr, Katha­rina Knie. Samstag, 13., von 20 bis 22,30 Uhr Das Käthchen von Heilbronn. Sonntag, 14., von 11,30 Uhr: Anfängerprüfung des Bühnenvereins und der Genossenschaft. Von 15,30 bis gegen 17.30 Uhr: Tanzgastspiel Trude Strauß. Don 20 bis gegen 22,15 Uhr: Katharina Knie. Montag, 15., von 20 bis gegen 22,30 Uhr: Paulus unter den Juden.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angesühr'en Ziffern neben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombarbzinsfuh 7,5 Prozent.

ürankfun a M.

Berlin

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Berlin

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Dalum

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64.

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6.4.

Datum

5-4.

6.4.

5-4

64

5% Dl. Rrichsanleihe i. 192 <

IL 2lnl.-21iM..SÄuld Aus

Desgl. ohne AuÄos.-Rechle 7% Franls. Hyv.-Bk Goldvl- un kündbar bis 1939

VA% Rheinische Hhp.-Bank Stau. Goldpf.

A.E.cs. dbg. BorkriegS-Obligattan. rückzahlbar 1933

<% Schweiz. Bundesb.-Ani.. 4% Oetterreichische Goldrte.

4,20% Ceften. Sllberrte. 4% Oskerreich, einheill. Rte 4% Ungarische Goldrte.

4% Ungarische StaatSr. V. 1910 4'A% veSgl. von 1918 4% Ungarische Kronenrte-.

4% Lürt. Hollanleihe v. 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Ant.

Serie 1

4% besflL Serie 11

4% Rumänen corweti. Rte. . . . 416% Rumänen ffloIbanL von 1913

LMg. Deutsche Etseudalin 4/a

hamburg.Amerika Palet . . ö vamb^Südam. Daorvilch. . 8 Hansa Dampfschiss . . io

Norddeutscher Lloyd ... d Wg. Deutsche EreditanK. . 10

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Berliner Handetagesellsch. . ij Commerz und Privai-Bant ll Darm ft. u. Rationalüank 12

Deutsche Bank 10

Dtekonto-Geselllchaft Lnt. 10

Dresdner Bank 10

Mitteldeutsche Lredttdanl . . S Mekallbilnk . 8

oreichSbank........12

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53,9 12,65

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80,75

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10,3

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-

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Bergmann ....... 9

(Jleltt. Lieferungen.....10

Lickt und Kraft ..... 10 gelten & Guilleaume. .... 6 Ges. s. Elektr. llnicnt.. ... 10 Hamb. Elektr. Werke .... 10 Rhein. Elektr.......9

Echtes. Elektr. .....10

Schuckert ........ S Siemens & Halske ..... 12 Transradta . ..... .8

Lahmer,er & Go...... . 10

Buderus '..... . 5

Deutsche Erdöl ....... G Essener Steinkohle......8

Gelsenkirchener . . . f. Va 1.4 Haroener ....... 6

Harsch Eilen. ........ 8 ?.He Bergbau ....... 8 «tocknerwerke ....... .7 Köln-Neuessen. ....... 9 Mannesmann..... 8

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-Lberschles. Eilend. Bedarf. . . 6 Oberschles. Kokswerle ... 6

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Bereinigte Stahlw......f

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j. (3- »zarden-Jnvuftrtr . . . i. Dynamit Nobel ...... k Lchetdeanstalt . ...... S Goldschmidt ....... 5 RütgerSweri: . ....... 6 Metallgesellschaft. ..... li

183,75

231,5

175

224

146

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245,5

405,5

178,75

79,13

131

134

136

220

109,75

121

42

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300

130

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244,5

247,75

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169,75

90,5

97,5

184,5

233

176

225

242,25

248,5 407

180

80,5

137,25

138,5

'N

122

140

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259

169,5

2

183,25 230,25

174.5

223

145,5

237 150,4

172,75

221

245,75

405 161,75 178,25

79,5 130.25

132,5 134,25 136,75 127.65

219 110

127

121

142,65

90,25

106,9

95,5 299,75

129

148

92,4

72

242,75

246 365,25

257,5 120

91.5 97

'163,75 232.9

223,9 145,5

241 151,5 173,75

221

247 405,5

179

79,75 130,13

134,6

135

137

129

221

111

128

121 140,25

103

96 299

128,5

93

71

244

248 366,5

258,5

121

92

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Frankfurt a. M

Berlin

Berlin 5-

Geld

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Noten. .

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Kurs

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Kurs

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Holländische at. Herrische Norwegische

Noren . . .

.

168,55

22,19

112.06

59,15

2,495

112,18

169,23

22,27

112,50

Datum

5.4.

6-4.

5.4.

6 4.

Noten. . .

X'huivy vu-zmann .... Heidelberger (Scment . . . Cemem Karlstadt ....

1 10 . . 8

128,5

149

180

129,25

I

130.5

-jLcmiaj vcirerr-, a iuu jtronen Rumänische Noten ...... Schwedische Noten......

59,39

2,515

112.62

2Sayh 4 Freitag .... Schultheis Patzerchoser . .

. 10

. 15

134,75

134,75

302,5

304

Schweiier Noten.......

Svanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten ..

81,02

64,01

12,435

81/34

64.29

12,495

Oftwerke ......

. 12

252.5

254,25

ungarische Noten

73.21

73.51

Ber. Glanjswss . . . .

. IS

ll

480

480

4/9,5

414

273

194

476

352

274

194,75

Devisenmarkt Berlin

-Sranffutt

a W.

Zellswfs Daldhaf .... Zellstoff Aschassenburg . . Eharlottenburger Lasser . Dessauer Gas......

. 12

. 12

195

Telegraphische

Auszahlung.

* *. S

--

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