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64. Fortsetzung.
Nachdruck verboten.
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(Fortsetzung folgt.)
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Karneval-Artikel
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Das närrische Komitee
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keine Ditte an dich habe."
Richthofen fand nicht ein wünschung. Er hatte sich geschlichen. Joachim sah es,
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ihn nun zeitlebens streifen.
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sich den breiten Reifen, der an sie band, an den Finger „Und gedenket ihr beiden nun Marrn und Weib seid,
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bleiben muht bis zum Endel" klang die Stimme des Geistlichen dicht vor ihnen auf. „Richts soll zwischen euch treten! Auch nicht der Hauch eines Geheimnisses darf euch voneinander trennen! Denn alles, was Unwahrheit ist, ziehet den Tod eures Glückes nach sich."
Der schlanke Frauenkörper zitterte am Anne des Mannes, der wie ein Fels an der Seite des
blassen Weibes stand, bas nun seinen Ramen trug.
Orgelspiel rauschte über Elisabeth dahin. Eine Flut von Sonne umkoste sie, als sie aus der Kirche traten.
„Frierst du, geliebte Frau?" Hettingen schritt eilig mit ihr nach dem Wagen und hob sie in die Kissen.
Die anderen Autos folgten.
Der erste Kuh, den sie zu Hause empfing, wo man die Tafel gedeckt hatte, war der der Da-
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du glaubst. Elisabeth, daß eS dir unmöglich ist, meine Frau zu werden, dann sage es! Roch ist es nicht zu spät!"
Sie lehnte sich in hilfloser Schwäche gegen seine Drust. Ihre Finger tasteten nach den seinen, hoben sie empor und führten sie zu ihrem Munde. „Ich — Joachim — ich..."
Er bog sich zu ihr herab, um kein Wort zu verlieren, was sie ihm zu sagen hatte. „Sprich fertig, Liebste!"
„Ich liebe dich — wie ich noch nie einen Menschen geliebt habe!"
„Ich danke dir!"
Arm in Arm mit ihr schritt er zum Wagen.
Mit festem Strich setzte Hettingen seinen Ramen in das Buch, das ihm der Standesbeamte zuschob:
Freiherr Joachim von Hettingen.
In Elisabeths Fingern zitterte die Feder: Fveiin Maria Elisabeth Hettingen geborene — Der Rame war unleserlich.
Ein überaus zartes Orgelspiel empfing sie vom Chore der Kirche herab, in welchem die Trauung durch den Geistlichen stattfand.
Das Licht der Kerzen zitterte goldfarben über das nun sanft gerötete Antlitz der Braut. Wie ein Hauch ruhte der Schleier über den schlanken Formen ihres Körpers, der sich eng an die Sieg- friedsgestalt des Gatten lehnte.
Ihre rechte Hand lag ohne Regung in feiner linken. Beim Wechseln der Ringe suchte sie für eine Sekunde sein Auge. Er lächelte und ließ
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„Poldl!" An der Tür stehend, sah er zu ihm hinüber, der reglos am Fenster stand und in den blühenden Garten hinunterstarrte.
Richthofen wandte sich langsam um. „Ich tomm gleich, Joachim! Ein paar Minuten noch — wann ich in einer solchen Stimmung an der Tafel sitz, verderb ich dir die ganze Hochzeit."
„Du kannst mir nicht verzechen, Poldl — ich begreife es ja!" — Er öffnete feinen Rock, nahm seine Brieftasche heraus und reichte chm Marias Bild. „Sag deiner Schwester, ich hätte sie bis heute an meinem Herzen getragen. 3<f> werde sie an meinem Herzen tragen bis zum Tode — ohne daß ich dadurch gegen die Treue, die ich heute meinem Weibe gelobt habe, sündigen werde."
„Behalt das Bildl, Achim!" Richthofens Stimme schlug verräterisch über. „Wann's deiner Frau net recht ist, kann sie's ja verbrennen! Vergiß uns halt nicht ganz! Gelt Joachim!" Er preßte Hettingens Rechte, daß sie sich völlig blutleer fühlte.
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_ . . . , gewahrte, wie seine
Frau von den Gästen umringt war, und ging ihm in das Zimmer nach, das der Freund bewohnte.
ronin. Mit einem langen Blick ruhten die Augen der Mutter in denen des jungen Weibes. „Gott segne eure Ehe. mein Kind! Mache meinen armen_3ungen glücklich! Du weiht, daß
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Isabella Ieska öffnete die Türe, trat auf Schwester Elisabeth zu und schloß sie in die Arme. 3n ihrem Kleide mit den prachtvoll rvsen^e- musterten Silberspihen sah sie aus wie eine Königin von Geblüt. „Macht er dir 's Herz wieder schwer, der böse Mensch? Sott ich dem Joachim einen Deuter geben?"
.Isabella!" Die schöne überschlanke Braut verlor noch den letzten Rest von Farbe. „Wenn ich ihn verlieren mühte, heute, wo er mir das erstemal gehören soll — ich..."
Sie schwieg, denn Feßmann war nach einem kurzen Klopfen eingetreten. Er sowie Jankes hatten als Trauzeugen zu fungieren. Auf die Braut zuaehend, neigte er sich über ihre Hand und bot ihr dann den Arm. Unten standen schon die Kraftwagen, welche die Gäste nach der Kirche bringen sollten. Das Brautpaar selbst mit dem Doktor und dem Kommerzienrat fuhr erst noch nach dem Standesamte zur Zivillrauung.
Fehmaim hatte den bebenden Arm, der in dem seinen ruhte, fest gegen die Drust gedrückt. „Wenn Sie wünschen, daß ich ihn aufkläre, gnädiges Fräulein — in ein paar Minuten ist es vorüber. Ich kenne Joachim doch! Sie müssen keine solche entsetzliche Furcht vor ihm haben. Er —“
3m Worte innehallend, führte er Hettingen, der eben in Frack und Zylinder aus dem Zimmer der Daronin kam, die Braut zu. Dieser nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände und küßte den weißen zuckenden Mund. Die Rosen ihres Dvaut- bukettes waren nicht bleicher und süßer als ihre Wangen.
„Weshalb ängstigst du dich so, mein Liebes? 3n der ersten Stunde, die ich nicht gut zu dir bin, darfst du deine Türe vor mir verschließen. Wenn
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Dann gingen sie zusammen zu den anderen.
Diebows strahlender Humor verscheuchte jede Spur von Depression. „Was mache ich nun. wenn ich wirklich krank werde, Daronin?" Mit einem Lachen bog er sich zu Elisabeth hinüber. „Joachim, gibst du mir deine Frau zur Pflegerin?"
„Rein!" kam es ruhig.
Das herzliche Lachen des Kommerzienrates bewies, wie ihn Hettingens Antwort freute. „Der Baron kennt dich, mein Junge!"
Die frohe Laune der Gäste stieg auf den Höhepunkt.
Mit dem Rachmittagsschnellzug fuhr das junge Paar nach Lugano. Hettingen hatte nur um drei Tage Urlaub gebeten. Jankes war mit einer kleinen Malaria aus Eapri zurückgekommen, da wollte er ihm jede Arbeitsüberlastung abnehmen.
Das Zimmer, das Joachim bestellt hatte, ging nach dem See hinaus. Glutfarbem. tauchten die Bergsvitzen in den Abendhimmel. Der Blic, der sich dem Auge bot, war eine einzige Symphonie von Blau und Gold und Rot und Grün. Glühwürmchen ähnlich tanzten die Lichter der Zahnradbahn den Monte Dree hinauf, während über dem Monte Salvatore die Sichel des Mondes sich von Osten hob.
An den Gatten gelehnt, stand die junge Frau auf dem Balkon und lieh dieses Wunder der Ratur an sich vorüberziehen. Rach dem Abendtisch machten sie noch einen kleinen Spaziergang den See hinunter, wo tausend und aber tausend Lichter sich in dem dunklen Wasser spiegelten.
Etwas nach elf LIhr traten sie wieder in ihr Zimmer. Die Derandatüren standen weit offen. Ein kühler Luftzug strich herein. Hettingen trat noch für einen Moment auf den Balkon, um die Asche seiner Zigarre an dem Stfengeländer abzustreifen.
Als er wieder zurückkam stand die junge Frau mit hängenden Armen gegen daS eine der Betten gelehnt.
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