Ausgabe 
5.9.1929
 
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Nr. 208 Erstes Blatt

179. Jahrgang

Donnerstag, 5.

Erschrn,l i ö g li ch, außer Sonntags und Feiertags.

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vrvck und Verlag : vrühl'fche Univerfitälr-Vuch- und Ztemdruckerei R. Lange in Giehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7.

September 1929

Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

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Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.

Gustav Stresemann.

Line Schilderung aus holländischer Feder.

A m st e r d a m , 4. Sept. DerRieuwe Rotter- damsche Gourant" bringt aus der Feder seines Korrespondenten auf der Haager Konferenz Cha­rakterschilderungen der bedeutendsten Politiker der Haager Konferenz. Nachdem sich ein früherer Ar- titel mit dem Ministerpräsidenten B r i a n d befaßt hatte, erscheint im heutigen Abendblatt ein mit Strejemann" betitelter Aufsatz, der auf ein Interview zurückgeht, daß der deutsche Reichs­außenminister dem Schreiber am Schlußtage der Konferenz in Scheveningen gewährte. Der Korre­spondent führt aus, daß Dr. Stresemann Selbstbe­herrschung genug besitze, um die körperliche Ruhe, die sein Gesundheitszustand erfordere, zu finden, daß es aber mehr als fraglich sei, ob er auch seine geistige Aktivität zugeben könne. Von dem Werk, das Dr. Stresemann 1924 auf sich genommen habe, sei nun viel vollbracht, aber ein kräftiger Geist sei noch nötig, um es zur vollen Entfaltung zu bringen. Gerade Dr. Stresemann scheine von der Sorte Staatsmänner zu fein, die trotz aller ihrer Frei­heitsträume letzten Endes doch im Amte zu sterben wünschten. Dr. Stresemann habe bei dieser Unter­redung Menschen und Ereignisse und Probleme vor­überziehen lassen, wobei er oft mit Wehmut, auch wieder ntit großer Wärme gesprochen und sich selbst und das Werk soviel wie möglich außerhalb der Diskussion gehalten habe. Dies sei ein anderer Stresemann gewesen als der, den der Korre­spondent früher gekannt habe. Dies sei nicht mehr der dynamische Mann von überquellendem Temperament gewesen, und von dem unbezwing­barem Drang erfüllt, überall da selbst zuzugreifen, wo andere verkehrt handelten, sondern ein Mann, reich an Erfahrungen und umsichtig im Handeln, ein Kapitän, den Stürme nicht mehr in seiner Ruhe erschüttern könnten, jemand, der gelernt habe, mit seinen Gefühlen und Kräften praktisch umzugehen, ein Mann, der das Werk, das sein Leben darstelle, nicht mehr erleben werde. Nach der Art seines Sprechens und dem schnellen Wechsel seiner Ge­dankengänge habe er trotz des großen Unterschiedes, der zwischen beiden Männern bestanden habe, an Rathenau erinnert, jedoch habe letzterer in seiner Eigenschaft als Politiker niemals die Genugtuung gehabt, zu sprechen, wie jetzt Stresemann. Am Tage des Triumphes seiner Politik sei er der Mann, der der Deutschen Republik die Stellung verschafft habe, die sie jetzt im Rate der Völker einnehme, der Werke von Mißtrauen und Haß wegzuräumen verstanden habe und der die Befreiung des Rheinlandes fünf Jahre vor dem hierfür festgesetzten Termin und wahrscheinlich auch bald diejenige des Saargebietes sein Werk nennen könne, der Mann auch, der der in der ganzen Welt beinahe schematisch gewordenen Kritik an der Führung der deutschen Diplomaiic ein Ende bereitet habe. Oft habe man Stresemann den Vorwurf gemacht, daß er eine einheitliche Linie bei seinen Handlungen habe vermissen lassen. Aber gerade diese wechselnden Entscheidungen auf der Suche nach der für Deutschland richtigen Politik seien seine Stärke gewesen.

GeneraldisküssM im Völkerbund.

China verlangt Nachprüfung nie haltbarer

Verträge.

(Senf 4. Se.ck. (WTB.) Heute vormittag wurde die Generaldiskussion in der Völkerbunds- Versammlung fortgesetzt. Der Führer der chinesi­schen Delegation, Chao Chu-W u, der Ver­treter der Vanking-Vegicrung in Washington, unterstrich als erster Redner die Gleichbe­rechtigung der Völker, die den Grundge­danken des Völkerbundpaktes bilde. Gerechtigkeit allein könne die Grundlage des internationalen Lebens sein. Deshalb sei China dem Völkerbund beigetreten, deshalb habe es den Ke l logg - Pakt unterzeichnet, den, wie der Redner unter deutlicher Anspielung auf den russisch-chinesi­schen Konflikt hinzufügte, China trotz sehr ernster Provokationen eingchalten habe. Eine d:r wesentlichsten Destimmungen des Volrerbund- paktes M der Artikel 19, wonach die Bundes­versammlung von Zeit zu Zeit dG Bundes- Mitglieder zu einer RachprüfungderV er­trage und solcher internationalen Derhaltnine auffordern kann, deren Aufrechter ha l - tun g dazu angetan sei, den Weltfrieden zu gefährden. Leider habe die Völkerbunds­versammlung bisher von diesem Recht noch keinen Gebrauch gemacht. Rach seiner Meinung, so er­klärte der chinesische Delegierte, gebe es kein besseres Mittel, um das Ansehen des Döller- bundes zu festigen, als die furchtlose und unpar­teiische Anwendung des Artikels 19.

Der dänische Ministerpräsident Stauning stimmte der Briandschen Idee der Vereinigten Staaten von Europa kurz zu und ging dann auf die Abrüstungsfrage ein, deren baldige Lösung von den verschiedenen dänischen Regierungen in der Völkerbundsversammlung immer wieder verlangt worden sei.Dänemark fühlt sich von keinem seiner Nachbarn bedroht, die einzige Gefahr für uns ist ein allgemeiner Krieg, an dem die Groß­mächte teilnehmen. Selbstverständlich sind wir ent- chlosien, unser Land und seine Streitkräfte auf eine olche Weise zu organisieren, daß sie ausreichend ind, um die Verpflichtungen zu erfüllen, die uns auf Grund des Neritralitätsabkornrnens von 1907 auferlegt wurden ober die uns aus unserer Mit­gliedschaft zum Völkerbund erwachsen könnten.

Das kanadische Natsmitglied D a n d u r a n d sprach über die Entwicklung der Verhandlungen zum Minderheitenproblem unter beson­derer Betonung feines persönlichen Eingreifens und der Mitwirkung seiner Regierung. Die erziel-

&eme Einigung Mer die MMchMrschemW

Auch dasBerliner

len Verbesserungen sieht Dandurand vor allem in der H e r st e 11 u n g einergewissen Oes fent- lichkeit, da nunmehr den beschwerdefuhrenden Minderheiten entgegen dem früheren Brauch von dem Schicksal ihrer Beschwerde Mitteilung gemacht werden müsse. Unbefriedigend bleibe dagegen noch der Umstand, daß die Dreierkomitees des Rates keine eigentlichen Aufträge erhalten haben, zu ihrer

sehung, die Saarfrage, ist Sonderverhandlun­gen zwischen Frankreich und Deutschland über­wiesen worden. Das ist ein sehr bedenkliches Ergebnis. Ich könnte mir gerade in dieser Frage sehr gut eine Initiative des Reichstags vorstellen, wenn nämlich erklärt wird: Wir

vtC rig im Kurs. Die ganze Habgier der französi- Mehrheitsbildung fcfcn hat sich im Haag zu deutlich ge-

- - 1 zeigt, als daß sich irgendein Mensch noch durch

derartige Magierkünste einfangen liehe. Die Ab­rüstung wird marschieren, und die englische Poli­tik muh zwangsläufig dahin führen, daß dabei

sind bereit den ^oungplan zu schlucken, wir verlangen aber, daß die Saarfrage

gelehnt wurde, ist anscheinend doch nicht ver­mieden worden. Die dritte politische Boraus-

Königsberg, 4. Seht. (Privatmeldung.) Reichsminister a.5). Dr. Scholz wies in einem Vortrag vor der Wirtschaftlichen Vereinigung darauf hin, dah es in Deutschland zwei Gruppen von Meinungen gebe: die eine lehne den Vvung- Plan als wirtschaftlich untragbar ab, die andere, zu der auch die Deutsche Dolkspartei gehört, sage: Wir wollen den Plan an sich akzeptieren, machen seine Annahme aber von drei politischen Vor ausse Hungen abhängig: sofortige und bedingungslose Räu­mung des Rheinlandes, keinerlei an die Stelle der Besatzung tretende Kontrollbefugnisse der Besatzungsmächte und eine befriedigende Lösung der Saarfrage. Welches ist nun das Ergebnis der Haager Konferenz? Die finanziellen L a ft e n des Poung-Planes sind nicht ver­ringert, sondern wesentlich erhöht wor­den. Wir muhten uns mit einer Erhöhung der nicht transfergeschühten Annuität einverstanden erklären, auch unsere Hoffnung auf einen Ab­schluß der finanziellen Besahungskosten sowie auf einen Ersah der uns durch die Besatzung entstandenen Schäden hat sich nicht erfüllt. Die erhoffte Lösung der Frage der Liquidation deutschen Eigentums in fremden Ländern ist ebenfalls nicht eingetreten, es soll darüber weiter verhandelt werden. Auf dem Gebiet der Sachlieferungen ent­stehen ebenfalls neue Lasten. So wurde der Poung-Plan im Haag finanziell we­sentlich verschlechtert, Alnb wie steht es mit den politischen Voraussetzungen? Die bedeu­tendste politische Forderung ist, wenn auch nicht restlos, erfüllt worden, nämlich die Be­freiung des Rheinlandes. Das ist ein großer Erfolg. Aber-

viel bedenklicher scheint sich die sogenannte Kontrollfrage zu entwickeln. Eine Erweiterung der Kontrolle, die von vornherein strikt ab-

verantwortlichkeiten, die mußten.

Frankreich in die Zange genommen wird. Das Paneuropa, wie Driand es sich vorstellt, ist doch im wesentlichen nichts anderes, als der na- poleonifche Traum einer französischen He­gemonie in Europa/ der sich mit Macdo- nalb nicht erfüllen läßt. Was er bem ent­gegensetzt, ist ber nüchtern-reale Gebanke eines Abbaus ber Zollmauern, so vernünftig, bah er eigentlich auch ben vaneuropäischen Ideologen eingehen sollte. Denn schließlich konnte ja auch bas Deutsche Reich erst ge­schaffen werben, nachdem ber beutsche Zoll­verein die Voraussetzung dafür geschaffen hatte. Die europäischen Staaten müssen enger aneinan* berrüden, wenn sie sich in bem immer er­bitterter werbenben Ringen um bie noch freien Märkte der 'Welt halten wollen. Dazu aber

Tageblatt" be°

Ergebnislose Besprechung der Parteiführer.

Die Ltreitpunklc bestehen fort.

Berlin, 4. Sept. (B.D.Z.) Kur; nach 16 Uhr begannen im Reichstag die Parteisührerbe- sprechungen über die Reform der Arbeitslosen- Versicherung. Außer Reichsarbeitsminister W i s s e l l nahmen auch die meisten sonstigen in Berlin an­wesenden kiabinettsmitglieder an den Beratungen leit, nämlich hilferding, Schätzet, Eur- lius, v. Guerard und Dr. Wirth. Arbeits­minister Wisfell leitete die Beratungen durch einen längeren Vortrag ein. Eine Reihe von Sachver­ständigen nahm an der Sitzung teil. Die fünf Streitpunkte, mit denen sich die Besprechung be- schäfttgte, betreffen eine Aenderung der A n w a r t - schäft, die Verlängerung der Wartezeit, den Abbau der Lei st ungen, die Erhöhung der Beiträge und die Behandlung der Sai­sonarbeiter. 3n bezug auf die Wartezeit waren alle Regierungsparteien mit A u s n a h m e der Sozialdemokraten mit den Vorschlägen der Regierungsvorlage einverstanden. Die Anträge der Deutschen Volkspartei über den Lei­stungsabbau begegneten bei den übrigen Regie­rungsparteien großen Bedenken, weil diese befürch­teten, dah dann bis zu 60 Prozent der versicherten Arbeitslosen weniger Unterstützung erhalten wur­den, als sie vor Einführung der Versicherung 1927 aus der Erwerbslosenfürsorge bekamen. Die Bespre­chungen führten noch zu keinem Ergebnis.

Keine Initiative des Reichskabineits. Gespalten und unentschlossen

Berlin, 5. Sept. (Priv.-Tel.) DasReichs- tabinett hat sich, wie die ,,Germania berichtet, gestern abend nocy in einer kurzen Be­sprechung mit bem negativen Ausgang der Be­sprechung mit ben Regierungsfraktionen über die Arbeitslosenreform befaßt. Aber von bie] er (Seite dürfte, so heißt es in bem Blatt, ein entschlossenes Eingreifen in bie verfahrene Lage kaum zu erwarten sein. Das Reichskabinett selbst ist in der Frage der Arbeitslosenversicherung g e s P alte n unb hatte bekanntlich nicht einmal bie Möglichkeit, eine vollständige Gesetzesvorlage bem Parlament zu unterbreiten. Die politische Lage, so bemerkt

Informierung die beschwerdeführenden Minder­heitenvertreter persönlich zu verhören.

Corneju (Peru) wies auf das erfolgreiche unb geschickte Eingreifen des Völkerbundsrates im Grenzkonflikt zwischen Bolivien und Paraguay hin, dessen Ergebnis in ganz Latein­amerika mit Genugtuung empfunden worden sei.

Volkspartei und Haager Konferenz.!

, fladjung täuscht sich über die eigene Leere gern

Minister Scholz über das Verhandlungsergebms: Wesentliche finanzielle durch ben Gebrauch hochtrabender Worte hin- Verschlechterung des tzvung-plans. - Lückenhafte politische Erfolge. - Inner-

politische Folgerungen. serviert werden, daß die Abrüstungs-

oebatte des Völkerbundes, die von

Macdonald eingeleitet wurde und über Dri­and zu Stresemann ging, ein Markstein in der Weltgeschichte sei. Du lieber Gott, wie viel Marksteine haben wir in Genf in ben letzten Zähren nicht schon erlebt. Wären sie alle Wahrheit gewesen, der Weg ber jüngsten Ver­gangenheit wäre an beiden Seiten mit einer dicken Steinmauer begrenzt. Meist aber ha.e i sie nur in ber Phantasie unverwüstlicher Optimi-.en gestanden, bie sich über bie verzweifelte Ent- -- täuschung zusammengebrochener Illusionen hin-

zuersi geregelt werde. wegbringen wollten. Immerhin, diesmal ist etwas

Wenn Deutschland überhaupt, was sehr frag- Wahres daran, bie Rebe, bie Macdonald ge- lich ist, in ber Lage fein soll, seine Lasten zu halten hat. kann wenigstens eine neue Aera tragen, so muß eine grunbsätzliche Re- ber weltpolitischen Konstellation «Gleiten.

Di ion seiner Finanz- unb Wirt- Daß es ihm selbst bamit ehrlich ist, darüber schaftsvolitik durchgeführt werben. Die besteht kein Zweifel. Macdonald ist eine sei^ame

aanze Situation brängt nach Reformen. Wir Mischung von Idealismus und Realismus. Er stehen ober fallen mit diesen Reformen. Die hat fchon früher den Beweis erbracht, daß er Arbeitslosenversicherung kann ohne den Mut zur eigenen lieber Beugung bat, unu er jeden Reichszuschuß, aber auch ohne Erhöhung hat inzwischen genug gelernt, um nicht mehr in ter Beiträge saniert werden. Bei der (Sanierung bie leere Luft zu stoßen, sondern den zwecken ter Arbeitslosenversicherung dürfen wir aber Schritt erst zu wagen, wenn er nach dem ersten nicht stehen bleiben. In den E t a t s d e r L ä n - wieder festen Boden unter den Fußen suhlt, der unb besonbers auch ber Gemein- Er will der Prophet desfriedens mit Wuroe be n wird sich noch manch ein Posten finben, sein und wirb baburch unbewußt zum Sprach- der nicht unbedingt zu ben probuktiven Ausgaben rohr von Meinungen, bie bisher nu r von gehört. Zu ber Drosselung ber Ausgaben kommt Deutschlanb in Genf vertreten wurden unb bann als weitere Rotwenbigkeit die Reor- schon beshalb ohne jebeS Egw blieben, Polini qanifation ber E i n nahmen, vor allem ist nun einmal angetoanbte Macht, ein Staat, ter ber (Steuern. Daher müßten alle finanziellen keine Macht hinter sich hat kann die schönsten Vorteile des Voung-Planes zur Lastensen- Theorien verfechten, niemand wird mehr darauf kung verwandt werben. Dor allem gilt bas geben als billiges Beifallklatschen. Wenn da­für die heute schon unerträglich gestiegenen Re- gegen England mit feiner Flotte sich au ben alsteuern. Diese müssen durch ein Sverr- gleichen Ideen bekennt, dann verschiebt |td) geseh begrenzt werden. Von entscheidender was psychologisch ganz verständlich ist vor bem Bedeutung ist ferner ein vernünftiger Fi - Zuschauer das Bild sofort.

nanzausg leich. ohne den alle noch so schö- Dabei ist davon auszugehen, daß Die neuen neu Pläne über eine notwendige Reichsreform Ziele der englischen Weltpolitik wie sie Mac- - nur -sehr [xr.TTTtR'xn tl/eoretif check Wert haben, donalb jetzt vor dem Völkerbund' entwickelt hak, i ,L, ................... mit einem bitteren De rzicht beginnen, eigent-

-------------------------------------------- lich mit einer Verurteilung ber ganzen englischen

, Kriegspolitik. Die Regierung von 1914 zog in ben Weltkrieg wirtschaftspolitisch, um bie bro- * fjenöe deutsche Konkurrenz totzuschlagen, macht­bas Zentrumsblatt weiter, bie sich aus ben hier Politisch, um den Albbruck der deutschen No te geschilderten Tatsack)en ergibt, ist zweifellos du beseitigen und bie Seeseltung Engla^s zu er n st. Trotz alledem geben wir der Erwartung ^ewigen. Sie hatihre betben 3ule nichter Ausdruck baß sich noch eine Einigung ber reicht, bas Erbe des beutschen Hanbels haben Parteien'ermöglichen läßt, und man nicht zu bem die 03 e r e i n i g t e n^ t a a t e n an^ta^n in hilfinen Ollittel einer uferlosen Berta- I der internationalen Finanz hat bie Schwächung q u n q schreitet. Denn wenn bie biktatorische ber QUarf nicht bem Pfunb, sondern nur bem Haltung einzelner Regierungsparteien es bem- Dollar 9<^6t. ®er öeutf^ ^raum ber *^r- nächst zu einer politischen Krise treiben sollte, teibigung 3ur See liegt zwar auf bem Boden tn Zlx ° s-iinhliff auf die aroßen Aus- von Scapa Now, aber England, das uns ge-

gaben ber nächsten Monate immerhin bas V e r - genüber noch ben ^i°Mach^^amöarb Dcrtre- nnfvnnrtiinnälnfefte von den vielen Ain* ten wollte, muß sich bamit abfinben, daß ne antwortungsloseste von AV^cn^n- $ ^reinigten Staaten minbefteng

gleichberechtigt neben ber eigenen steht. Eine angesichts der Opfer, die dafür vergeblich TubM7 bäh bie'Qinreauna die Regierung selbst I gebracht wurden, ungeheuerliche Bilanz. Aber m^geePne6 neue DoW zur Ausfüllung' der Äacdonald hat recht, fte muß einmalgezogen Lücken der ersten ein&ngen, keinen An- werden denn nur, wenn das England vvn i < . n '"Rpniprimdämifaliebern fand Die I heute klar erkennt, wo es steht, kann es sich

Mehrheit der Regierung'steht auf dem Stand- aus den Fesseln befreien, die Vnmer drückender buntt daß eine neue Vorlage jedenfalls solange tt>erben. Chamberlain hat das me begreifen wol- nifft in 'siraac kommt als die alte noch un» len. Er war dazu nicht weitsichtig genug, aber Sigt b=ÄÄ hege -$or. innertid) frei. Er Bat:

toärtö", ber mitteilt, daß das Reichskabinett Hutung der engen Anlehnung an nach der Parteiführerbesprechung keinerlei ^^ankreich gesucht, die praftisch nur OOqU Beschlüsse gefaßt hat, sagt zu dem nega- führte, daß Frankreich über den Schwachezustand tiv^n Ergebnis der Verhandlungen: Es sind n°ch demKriege hinwegkam: und immer unöer-

also auch die neuerlichen Versuche, auf dem Alm» duttter die e u r o p l H e S u P r e m q N e für

Wege über die Parteiführer zu einer Einigung beansprucht^ wahrend in der Erwerbslosenfrage zu gelangen, erfolg- ©den und Enden an den Folgen ber Kriegs ioö gewesen Die Hauptursache dafür liegt nach schwlerigkeiten litt.

JLr n dem Verhalten der Deut- Macdonald ist entschlossen, die Vergangenheit

s che n Vo l ks P a r te i/ Die Deutsche Volks- M liquidieren. Er fängt mit den V e r e in i g ten nin.ihf bitr.+ Wo bcbarrlidy' 2l b l e h - Staaten an, will sich mit ihnen vergleichen, p<"ter glaubt, durch dw beharrliche^Ad leDruck, den er von dort her spürt, verjchwin- ^im^ndiakoit man sich ^auck in ihren Kreisen den lassen auf die Gefahr hin. daß dadurch bie faum Ä SrfSt1 b^en a 11 ge meU e n A b - Entente cordiale enbgültig geopfert tixrben bau der Der sicher unasleistung trotz muß; von ber Englanb. im Ganzen gesehen, alledem doch erzwingen zu können. Das aber ist doch sehr wenig Dorteile gehabt hat- Keln Wun- ein T r u a ch l u h. Die Sozialbemokratie wird der. baß Macbonalbs Rebe gerade bei ben nnnr.rn/inmü OTSban n i m t tulaffcn S'r Franzosen mit einiger Kuhle ausgenommen wor- S^ialvoEtiscke Ausschuß muß Äne Beratungen den ist. Aber Herr B r i a n b hat sich vergeblich ta Die Varte7en müßen fu ben ein- bemüht, baß Gleichgewicht wieberherzustellen. »einen Fragen Stellung nehmen, unb dabei wird Seine paneuropäischen Phrasen stehen heute nieb- bie Klärung der Situation erzielt werden, die 1 5)16 oanxc ^atKncr ber ^airosi-

bie Doraussehung für eine M ist. - DieD. A. Z.", die erklärt, dah Die Deutsche Dolkspartei bei ihrer Absicht bleibt, die in der Regierungsvorlage enthaltene Bei­tragserhöhung nicht mitzumachen, hält es im Hinblick auf die Dringlichkeit dieses wichtigen finanzpolitischen Problems für sehr wohl möglich, Ende September ben Reichs­tag für einige Tage einzuberufen. Aber die sozialdemokratifche Dcrfchleppungspolitik arbeite sehr zielbewußt und bie Regierung lasse toieber jede Führung vermissen.