Wmtersplelreli alS erste Novität tir Dietzen zur Aufführung gelangen.
*
*• Aus dem GießenerStandesamts- re gift er. Es berft arbeit in der Zeit vom 15. bis 31.3ult: 18. 3uli Karl Feuster. Arbeiter. 30 Jahre. Kirchenplatz 2; 19. Siegmund Jacob, Kaufmann, 56 Jahre. Bahnhofstraße 54. Fritz Keibel, 7 Jahre, Walltorstrahe 58, Karl Buh, Student. 21 Jahre. Am Riegelpfad 88; 23. Kathinka Aaumann. geb. Saint-Denis, 53 Jahre, Wvlfstraße 11; 24. Christine Dem. geb. Größer, Witwe, 80 Zähre, Frankfurter Straße 76; 25. Margarete Euler, geb. Schmidt. Witwe. 79 Jahre, Hinter der Westanlage 5. Bruno Stern, 5 Minuten, Seltersweg 71; 26. Luise Bademer, geb. Ieschke, 27 Jahre, Wetzsteingasse 6; 27. Georg Reitz, Lackierer, 60 Jahre, Weserstr. 25; 28. Rudolf Wilhelm Ricolai, 1 Jahr, Am Riegelpfad 22, Marie Schützler, geb. Schürz. 59 Jahre, Schützenstratze 20.
** Wildernde Hunde. Auf dem Wege zum Philosophenwald konnten Spaziergänger am Samstag um die Mittagszeit beobachten, wie zwei große Hunde aus der Stadt einen Hafen in den überschwemmten Teil des Wiesengeländes trieben, ihn im Wasser einholten und töteten. Leider waren die Hundebesitzer büs jetzt nicht zu ermitteln.
** Wieviel Handgepäck darf man in ■ein Abteil mitnehmen? Es führt fast ständig zu Llnzuträglichkeiten. wenn Reisende das Eisenbahnabteil über Gebühr mit Gepäck belegen und dadurch häufig eine Behinderung des Verkehrs, oder der Bequemlichkeit herbeiführen. Es sei daher darauf hingewiesen, daß das Handgepäck für jeden Reisenden 25 Kilogramm nicht übersteigen darf. Rur in die Abteile mit der Kennzeichnung „Für Reisende mit Traglasten" darf Gepäck im Gesamtgewicht von 50 Kilogramm mitgenommen werden. Wer bei einer Zugrevision mit mehr Gepäck angetroffen wird, seht sich einer Bestrafung aus, abgesehen davon, dah das Gepäck in den Packwagen geschafft werden muß.
** Preiswerte Gesellschaftsreisen. Die Firma S i e m e r u. Co., Berkehrsgesellschaft m. b. Sy, München, veranstaltet im Spätsommer und Frühherbst eine Anzahl preiswerter Gesellschaftsfahrten. u. a. an die Ostsee (Warnemünde), rund um den Golf von Venedig, nach Dalmatien, nach Rom. zur Weltausstellung in Barcelona. Interessenten seien auf die Anzeige in unserer Rümmer vom Samstag verwiesen, aus der nähere Einzelheiten zu erfahren sind.
** Eine bemerkenswerte Entscheidung über ärztliche Insertion. Das WB. meldet aus Hamburg: Ein bereits vor anderthalb Jahren auf Betreiben der Gesundheitsbehörde gegen vier hamburgische Aerzte wegen fortlaufenden Inserierens in Tageszeitungen eingeleitetes Verfahren ist jetzt vom Hamburger Landgericht endgültig dahin entschieden worden, daß das einfache sachliche Inserat in Tageszeitungen nicht gegen das Gesetz verstößt. Die Aerzte standen unter der Anklage, gegen den § 7 des neuen Geschlechtskrankheitengesehes verstoßen zu haben. Dieser Paragraph verbietet das unlautere Anerbieten von Aerzten zur Heilung von Geschlechtskrankheiten. Das jetzige Tlpteil besagt. daß das fortlaufende Inserieren in Tageszeitungen nicht unlauter ist.
** Männerbade-Verein 1836. Das aus Anlaß des 93. Stiftungsfestes am gestrigen Sonntag veranstaltete Strandfest konnte bei dem den' ganzen Tag anhaltenden schönen Wetter programmgemäß durchgeführt werden. Die Beteiligung am sportlichen wie am unterhaltenden Teile des Festes war gleich groß. An dem Wettschwimmen am Vormittag beteiligten sich alle Altersklassen bis zu den Fünfzigjährigen; es wurden dabei recht ansehnliche Leistungen gewertet. — Der sportliche Teil des Rachmittags wurde in der Hauptsache von der „Wasserriege" des Turnvereins von 1846 bestritten, der in zwei Wasserballspielen den Turnverein Wetzlar zum Gegenspieler hatte. Heber den Verlauf dieses Spiels wird im Sportteil berichtet. Die Turnerinnen des genannten Vereins zeigten ihr Können im Reigen und Figurenlegen. Im unterhaltenden Teile des Rachmittags holte sich der Quartettverein Gießen mit dem Vortrag von vier Liedern den verdienten Beifall, ebenso die unermüdlich tätige Kapelle Weller mit musikalischen Darbietungen. — Auch der Humor kam in verschiedenen Einlagen auf dem Wasser zur Geltung. Rach der Preisverteilung gebot die einbrechende Rächt Schluß des für alle Teilnehmer befriedigend verlaufenen Festes.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Wirtschaft.
Normaler Llttimo.
Die Erwartungen einer normalen liebe rroin« düng des Ultimo sind nicht getäuscht worden. Die Nachfrage hat sich am Geldmarkt in der Berichtswoche in normalen Grenzen gehalten, und von einer Verknappung konnte nirgendwo die Rede sein. Die Entwicklung am Prioatdiskont- markt, an dem beide Sätze infolge der starken Nachfrage nach Privatdiskonten, die sogar zum Teil durch Angebot von Reichsbankwechseln befriedigt worden ist, um - Prozent auf 11 Prozent ermäßigt werden konnten, beweist besonders den günstigen Verlauf des Ultimo. Nachdem bereits in der Vorwoche eine Ermäßigung des Report- geldsatzes vorgenommen werden konnte, hat sich also nunmehr die relative Erleichterung am Geldmarkt auch an einem der wichtigsten Barometer ausgedrückt. Auch der Reichsbankausweis zum Ultimo weist ein leichtes Aussehen auf, die Inanspruchnahme der Notenbank zum Ultimo Juli ist verhältnismäßig gering gewesen. Das Charakteristische des Reichsbankausweises liegt in der geringen Beanspruchung des Lombardkredits in Höhe von nur 55,9 Mill. Mk. Daraus geht hervor, daß den Banken Auslandgelde r in erheblichem Maße zur Verfügung stehen, und daß ihnen durch die Rückzahlung des Reichskredites in Höhe von 180 Mill. Mk. genügend Mittel zugeflossen sind. Die Banken sind dadurch flüssiger geworden und waren nicht gezwungen, den Rediskontkredit der Reichsbank in erheblichem Maße zu beanspruchen. Andererseits hat auch das Reich den ihm bei der Reichsbank zustehenden Betriebskredit nicht besonders hoch in Anspruch zu nehmen brauchen. Die G o l d z u f l ü s s e und Devisenzugänge der Reichsbank machen wieder 80 Mill. Mk. aus, ihr Kreditspielraum hat sich dementsprechend erweitert. Es kann heute gesagt werden, daß die während der ersten Monate dieses Jahres eingetretene Ausweitung des Notenumlaufs, die weit über die der entsprechenden Zeit des Vorjahres, hinausgeht, jetzt wieder beseitigt ist.
Die Reichsbank könnte heute ohne weiteres, wenn man ihren Status zugrunde legt, den Diskont senken, was um so mehr erwünscht wäre, als damit der Wirtschaft eine bedeutende Erleichterung und Stütze gegeben würde. Aber die Klärung der internationalen Geldmarktlage ist bisher nicht erfolgt, und die Gesahrenmomente aus ihrer Unsicherheit drohen nach wie vor. Die Bank von England hat weiter starke Goldverluste erlitten und ihr Goldbestand hat nun schon seit einigen Tagen die Minimalgrenze von 150 Mill. Pfund Sterling unterschritten. Trotzdem hat die Bank von England am Donnerstag der Berichtswoche die vielfach erwartete Diskonterhöhung nicht vorgenommen, obwohl man in der Erhöhung des belgischen Diskontsatzes den Vorläufer für eine solche sah. Anscheinend will die Bank von England in gleicher Weise wie die Reichsbank seinerzeit zu dem Mittel der Kreditrestriktion greifen, um der bestehenden Schwierigkeiten Herr zu werden. Die Aufforderung des eng« lischen Finanzministers Snowden an die Banken, sich in der Gewährung von Krediten an das Ausland Zurückhaltung auszuerlegen, wird sich naturgemäß nicht unmittelbar in die Praxis umsetzen lassen, denn man kann nicht gerade schwebende und vor dem Abschluß stehende Kreditverhandlungen auf eine solche Aufforderung hin abbrechen. Für Deutschland in seinen Geldbeziehungen zu England ist die gegenwärtige Situation so, daß sowohl eine Erhöhung des englischen Diskonts als auch eine Krediteinschränkung gegenüber dem Ausland eine Rückwirkung auf die Versorgung des deutschen Geldmarktes mit englischen Krediten haben muß. Solange sich hier nicht eine Klärung der Verhältnisse in bestimmter Form und Richtung ergibt, wird sich die Reichsbank schwerlich zu einer Dis- kontmaßnahme entscheiden können.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 5. Aug. Tendenz: freundlich. — Zu Beginn der neuen Wlochtr io ar die Stimmung freundlich und in einigen Werten konnte sich recht lebhaftes Geschäft entwickeln. Don besonders ausschlaggebender Bedeutung waren die Ausführungen in der Aufsichtsratssitzung der AEG. von Freitag, die viel besprochen wurden. Besonders wurde die vermehrte Zusammenarbeit der General Elektric mit der AEG. hervorgehoben. Vorbörslich wurde hier ein Kurs von 204 erreicht, offiziell kam aber nur eine Rotie- rung von 203 zustande, denn das anfangs stärkere Interesse, das durch Ausland- und Publi- kumskäufe gehoben wurde, konnte sich später nicht erhalten. Von den übrigen Elektrower- t e n sind besonders Siemens zu nennen, die 4 Prozent höher eröffneten. Es wurde hier von Tauschoperationen gesprochen. AEG. gewannen aber trotzdem 2 Prozent, S ch u ck e r t 3,5 Prozent
und Gesfilrel 1,5 Prozent. Die übrigen Märkte lagen dagegen ruhiger. Einen günstigen Eindruck machten noch die weiter etwas günstigeren Geldmarktverhältnisse am hiesigen Platze, die festere Reuyorker Börse am Samstag und man verwies auf den leichteren Tagesgeldsatz am dortigen Platze. Ferner wurde die Zunahme der Spareinlagen nach dem Bericht der Preußischen Sparkasse im Juli günstig ausgenommen. Gegenüber den Schlußkursen von Freitag waren durchschnittlich Besserungen von 1,5 Prozent zu verzeichnen. I.-G.-Farben bei ruhigem Handel unverändert. Montanwerte lagen uneinheitlich. Harpener angeboten und 1,25 Prozent schwächer. M annesmann zeitweise etwas gefragter und eine Kleinigkeit höher. A u t o w e r t c lagen still, aber ohne Abschläge. Glanzstoff - Aktien eröffneten 1 Prozent schwächer. Zellst o f f w e r t e etwas gebessert. Banken leicht gedrückt. Renten still, aber gut behauptet. Im Verlaufe wurde das Geschäft erheblich ruhiger, die Kurse blieben aber gut gehalten. Rur einzelne Werte lagen auf Realisationen leicht gedrückt. Am Geldmarkt nannte man Tagesgeld mit 8,5 Prozent unverändert. Arn Devisenmarkt nannte man: Mark gegen Dollar 4,1900, gegen Pfund 20,365, London gegen Kabel 4,8520, gegen Paris 123,85, gegen Mailand 92,80, gegenMadrid 33,50, gegen Holland 12,1113.
Berliner Börse.
Berlin, 5. Aua. (Eigner Drahtbericht des „Gießener Anz.") Die neue Woche eröffnete in freundlicher Stimmung. Besondere Anregungen lagen zwar nicht vor, anderseits waren aber die wenigen Momente, wie der infolge besserer Geldverhältnisse feste Schluß der Neuyorker Börse, die höhere Ruhrkohlenförderung und die Nachwirkungen der Transaktionen A.E.G.-Oeneral Electric durch die Auslegungen der Presse nicht ungünstig, lieber den weiteren täglichen Goldverlust der Bank von England (Samstag waren es wieder 1,2 Millionen Pfund) und den pessimistischer gestimmten Haager Bericht ging man ohne diesen Momenten Beachtung zu schenken hinweg. Elektrowerte standen im Vordergründe des Interesses; obwohl auch diese die hohen Vormittagskurse nicht immer erreichten, gewannen sie zu den letzten offiziellen Notierungen doch etwa 3 o. H. im Durchschnitt. Hiervon ausgehend wurden die übrigen Märkte meist angeregt. Das Geschäft blieb jedoch nach wie vor klein und beschränkte sich nur auf Spezial- werte. Aktiengesellschaft für Verkehr, Salzdetfurth, Chade-Aktien, Bergmann, Licht und Kraft, R. W. E., Siemens, Schlesische Gas, Daimler, Deutsche Waffen, Karstadt und Sarotti lagen 2 bis 4 o. H. höher. Bemerkenswert schwach eröffneten Reichsbank mit minus 2,25 v. H., Glanzstoff minus 3 o. H. und Polyphon minus 2 v. H. Deutsche Anleihen waren behauptet. Auch Ausländer wenig verändert. Pfandbriefe gehalten. Der Geldmarkt war heute eine Kleinigkeit angespannter, wohl im Zusammenhang mit dem Einzahlungstermin auf die Reichsanleihe. Tagesgeld 8 bis 10 o. H., Monatsgeld 9 bis 1 Ov. H., Warenwechsel zirka 7,75 v. H. Ob der Steuertermin Mitte des Monats schon einen Einfluß hatte, läßt sich natürlich nicht feststellen. Nach den ersten Kursen blieb das Geschäft ruhig, und die Tendenz war wieder nicht einheitlich. Im allgemeinen gehalten, traten bei den anfangs stärker erhöhten Kursen Reaktionen ein.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 5. Aug. Am Produktenmarkt war die Haltung zu Beginn der neuen Woche schwächer, da die niedrigeren Auslandnotierungen auf die Stimmung drückten und geschäftshemmend wirkten. Das Angebot in In- landware war ziemlich groß, besonders in Roggen neuer Ernte bei einem Rachgeben des Preises um 0,50 Mk. Auch lagen im Einklang hiermit Mehle etwas schwächer, besonders Roggenmehl wurde hiervon betroffen. Es wurden notiert: Roggen (neuer) 22,50 bis 22,25; ausl. Hafer 22,25 bis 22,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 22; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 39 bis 42; Roggenmehl 31 bis 31,75; Weizenkleie 11 bis 10,90; Roggenkleie 12,5; Erbsen 33 bis 33,50; Linsen 40 bis 110, Heu 10,50; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 5; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 4,50; Treber, getrocknet, 18 bis 19 Mark. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 5. Aug. Auftri-eb: 1664 Rinder (darunter 305 Ochsen, 115 Bullen, 720 Kühe, 507 Färsen), 553 Kälber, 84 Schafe, 4518 Schweine. Es wurden notiert: Rinder (Ochsen): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 60 bis 63 Mk., (ältere) 55 bis 59; sonstige vollfleischige (jüngere) 50 bis 54; (Dullen); jüngere, vollfleischige, höchsten
Schlachtwerks 54 bis 58; sonstige vollfleischlgtz oder ausgemästete 49 bis 53: (Kühe): jüngere^ vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 47 bis 50j sonstige vollfleischige oder ausgemästete 42 bis 46t fleischige 35 bis 41; gering genährte 30 bis 34. —** Kälber: beste Mast- und Saugkälber 76 bis 79; mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 75; geringe Kälber 62 bis 69. — Schweine: vollfleischigs Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 85 bis 83; von etwa 160 bis 240 Pfund 86 bis 88; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 82 bis 85 Mk. — Marktverlaufr Rinder anfangs rege, zum Schluß abflauenü, nahezu ausverkauft. Schweine rege, audDerfauft, Kälber und Schafe ruhig, geräumt. >
Frankfurter Eiermarkt.
Frankfurt a. M., 3. Aug. Am Frankfurter Eiermarkt waren die Preise bei lebhafterem Geschäft anziehend. Die Preise verstehen sich unverzollt ab Station bzw. Grenzstation und in Pfenniges und per Stück. Bulgarische 10 bis 10,25, Holländische 11,25 bis 13,25, Jugoslawische 10 bis 10,25, Polnische 8,75 bis 9,25, Russische 10 bis 11, Dänische 11,50 bis 13,50, Belgische 11,50 bis ^2, Französische 10,50 bis 11,50, Schlesische 11 bis 11,-50, Bayerische 10,75 bis 11, Norddeutsche 11 bis 12, Rumänische 10 bis 10,3.
Kunst und Wissenschaft.
Zu Hamsuns 70. Geburtstage.
Die Preußische Akademie der Künste, Sektion für Dichtkunst, hat dem Dichter Knut Hamsun in Nörholmen (Norwegen) zu seinem 70. Geburtstag das nachstehende Glückwunschschreiben zugehen lassen: „Der Sektion der Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste als staatlichen Vertretung des gesamtdeutschen Dichtertums ist es eine besonderes Bedürfnis, Ihnen za Ihrem 70. Geburtstage den einhelligen, freudigen und bewundernden Dank für ihr bisheriges Schaffen und alle guten Wünsche für ihr künftiges Leben und Werk darzubringen. Wir richten diese Worts herzlicher Ergebenheit nicht in die Fremde, dem, ihre Kunst lebt und wirkt mitten unter uns, sie haß in unserem Lande Tausenden wohlgetan, Tausendes erhoben, gelenkt und nach Ihrem Bilde gebildet. Wir wenden uns nicht in die Ferne, denn wir fim den Ihre Natur in unserem Innern wieder."
Ausstellung „Der neue Druck — Das schone Buch",
In Magdeburg wurde am Samstag dis Ausstellung „Der neue Druck — Dag schöne Buch" im Beisein von Vertretern der Behörden in der Kunsthalle feierlich eröffnet. Reichs« kunstwart Dr. R e b s l o b behandelte in seiner Eröffnungsrede ein Grundproblem unserer Zeit: das Problem des polaren Ausgleichs zwischen Kunst; und Technik, zwischen freier, künstlerischer und handwerklicher Arbeit auf der einen Seite und der Normierung und Egalisierung der Arbeitsmethoden auf der anderen Seite.
Letzte Nachrichten.
Glückwünsche des Reichspräsidenten.
Berlin, 5. Aug. (H3IB. Funkfpruch.) Der Herr Reichspräsident hat an Dr. Eckener folgendes Telegramm gesandt: „Meine herzlichsten Glückwünsche zum erfolgreichen zweiten Amerikaflug des Luftschiffes „Graf Zeppelin". Ich wünsche auch weiterhin guten Erfolg. Mit freundlichen Grüßen gez. von Hindenburg. Reichspräsident."
Oie Begeisterung in Neuyork bei der Ankunst des „Graf Zeppelin".
R e u y o r k, 5. Aug. (WTB. Funkspruch.) Die Freudenkundgebung der Reuyorker Bevölkerung bei der Ankunft des „Graf Zeppelin" stand keineswegs hinter der des letzten Jahres zurück. Als das Luftschiff den Hafen überflog, wurde es von einem wilden Ehorus von Schiffs- sirenen begrü ßt, worauf Lichtsignale aus der Hinteren Gondel den Dank zurückblinkten. Die Offiziere und Mannschaften der im Hafen liegenden deutschen Scfjiffe waren begeistert, die Schiffe prangten in vollem Flaggenschmuck. Auf dem Times Square drehten zahlreiche Fümpholographen ihre kurbeln, um den majestätischen Anblick festzuhat« ten. 3m Battery-Park jubelten Tausende dem langerwartelen Luftschiff zu. Ein Jagdflugzeug, das sich im Vergleich zu dem Luftschiff wie eine Mücke ausnahm, flog dem „Graf Zeppelin" als Führer voran, hinterher flog eine Eskorte von mehreren Flugzeugen. Die ganze Lustparade wurde von verschiedenen Stellen aus durch Scheinwerfer magisch beleuchtet.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlub» Kurö
l-Uhr- Kure
Schlub» Ansang
Kurs
ftut«
Datum
2-8.
5.8.
2 8.
5.8.
6% Dt. RetchSanlethe d. 192? . .
2)1. Anl..Ablös..Schuld mit AuS-
87,25
—
87,25
—
los.-Rechien.........
51
51,05
51
51
Desgl. ohne AuSlof.-Rcchte . . . 7% Franks. Hnp.-Bk. Goldps. un»
10,3
10,4
10,4
kündbar blS 1932.......
Rheinische Hyp.-Bank Liqu.»
—
—
—
—
Goldps............
A.E.G. aha. BorkriegS-Obltgation., rückzahlbar 1932 .......
—•
—
—
—
—
—
—
—
4% Schweiz. BundeSb.-Anl.. . .
—
—
—
—
4% Oesterreichische Goldrle.. . .
——
—
—
4,20% Lesterr. Silberrie.....
2,35
——
—
4% Oesterreich, cinheitl. Rte. . -
4% Ungarische Goldrle......
1,925
—
1,920
—
22,75
—
23
——
4% Ungarische StaatSr. v. 1910 .
19,9
—
20
—
4'/,% desgl. von 1913.....
*■
——
—
—
4% Ungarische Kronenrtc.....
1,8
—
—
1,85
4% Türk. Hollanleche v. 1911 . .
4% Türkische Bagdadbahn-Anl.,
7,7
—
7,7
—
Serie 1...........
7,65
—
7,7
—
4% deSgl. Serie II.......
7,65
7,6
7,7
—
4% Rumänen convert. Rte. . . .
—
454% Rumänen Goldanl. von 1913
—
—
—
—
Mg. Deutsche Eisenbahn . . 4/,
_
_
_
_
Hamburg-Amerika Paket ... 8
Hamb.-Südam. Dampssch. . . 8
123,75
123,5
123,75
—
186
——
Hansa Dampsschiss.....10
—
—
162,75
—
Norddeutscher Lloyd.....8
115,5
—
115,75
_
Allg. Deutsche Creditanst. . . 10
126,25
——
126,5
126,5
Barmer Bankverein . . . . 10
Berliner Handelsgesellsch. . . 12
127,5
——
127,5
128
210
—
211
210
Commerz» und Privat-Bant. 11
184,25
183,5
184
183,5
Tarmst. u. Nationalbank . . 12
277
—
276,75
277
Deutsche Bank......1°
170
—
170
170
Diskonto-Gesellschast Aut.. . 10
154,75
154,5
154,75
154
Dresdner Bank ...••• 1°
160,25
160,25
160
160,25
Metallbau I. ....... .8
—
—
ReichSbauk ......
314
—
314,5
312,25
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlub» Kurs
l-Uhr- Kurs
Schlub» Kurs
Anfang- Kurs
Datum
2-8.
5.8.
2-8.
5.8.
A.E.G............8
Bergmann...... 9
Elektr. Lieferungen..... 10
Licht und Kraft......10
Felten 4 Guilleaume..... 6
Ges. s. Elektr. Untern.....10
Hamb. Elektr. Werke .... 10
Rhein. Elektr.........9
Schles. Elektr........10
Siemens & Halske . • • • • 12
TranSradio...... 8
Lahmeyer L Eo.. ..... 10
BuderuS....... . . . 6
Deutsche Erdöl ....... 6
Essener Steinkohle ...... 8
Gelsenkirchener ... s. % I. 4
Harpener .....6
Hoesch Eisen.........8
Ilie Bergbau ...... ..8 »löcknerwerke ........ 7
Köln-Neuessea. .......9
Mannesmann...... . 8
. ManLfelder.........7
Lberschles. Eisenb. Bedarf. . . 6
Oberscnlej. Kokswerke.....6
Phönix Be^bau......6%
Rheinische Braunkohlen... 10
Rhetnslahl . . . f. % Jahr 4'/,
Riebeck Montan......7,2
Bereinigte Stahl». ..... c
Kali Aschersleben ..... 10
Kali Westeregeln......10
Kaliwerk Salzdetfurth . . . 16
I. ®. Farben-Jndustrie ... 12
Dvnamtt Nobel ....... 6
Scheide anstall .......9
Goldschmidt ....... .6
RülgerSwerke ........ 6
Metallgesellfchast. . • • • . 11
201,5
231
170
215,5
142.5
219
234
387,25
172
76
136
145,5
219,5
112,5
120,25
139
104,75
284,5
126
112
237
243
398
226,4
157
76
84,5
126
203
169,5
220,5
390,5
144,25
120,75
104,5
226,4
126
200,4 231,75
169,75 213,25
141,5
218,5 142 153
187,25 231
386,9 147
76 114,75 138,25
136
132
219,5 112,75
128,5 120,4
139,25
109,4 104,75
283,5 126 138 112
65
236,25 243,5
398,25
226
76,75
85,25
125,75
203,4 233
171
216
142,6
220
142,75
153,5
189,9
235
391,5
75,13
114,5
138,13
136,25
147
112,5 128
120,13
139
109
104,5 284
126
112,5
65,6
412
227
5
Frankfurt a M.
Berlin
Schlub» Kurs
1 Uhr» Kurs
Schlub» Kurs
Anfang- Kurs
Datum
2.8.
5-8-
2-8-
5.8.
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109
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109
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Heidelberger Cement .
Cement Karlstadt . .
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•
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134
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10
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102,85
—
—
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-
15
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301,5
301,5
Lftwerke......
12
—
—
239,5
238,25
Ber. Glanzstoff . . .
e
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18
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14
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—
305
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12
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—
238,75
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Zellstoff Aschaffenburg . Charlottenburger Wager
-
•
12 . 7
158
158,5
156,25
108,65
108,5
Dessauer GaS ....
. 8
——
—
195,5
196
Daimler Motoren . .
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Deutsche Maschinen-Fabrik
•
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Adlerwerk« Klever . .
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205,5
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*
•
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—
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Orenstetn 4 Koppel .
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90,9
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Leonhard Tietz . . . Bamag-Megutn . . . Franks. Maschinen . .
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Mainkraslwerke . . .
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Gebr. Roeder . . . .
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Banknoten.
Berlin, 2. August
Geld
Brief
Amerikanische Noten .....
4,168
4,188
Belgische Noten........
Dänische Noten ........
58,32
111,40
58,56
111,84
Sualüchc Noten........
20,31
20,39
Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Berlin, 2- August
Geld
Brief
französische Noten.....
16,46
16.52
167,68
168 36
Italienische Noten ......
21,98
22^06
Norwegische Noten......
111,40
111,84
Deutsch Ocsterr , 5 i<x> Kronen
59,055
59,295
Rumänische Noten......
2,47
2,49
Schwedische Noten......
112,03
112,47
Schweizer Noten.......
80,65
80,97
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . .
61,03
12,385
61,27
12,445
Ungarische Noten.....'. .
72,90
73,20
2. August
5- August
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brie»
Geld
Brief .
Amsl.-Rott.
168,03
168,37
167,92
168.26
Buen.-Aires
1,759
1,763
1,758 58,28
1.762
Brff-Antw
58,28
58,40
58.40
Christiania. Kopenhagen
111,70
111,92
111,70
111,92
111,68
111,90
111,70
111,92
Stockholm .
112,33
112,55
112,35
112,57
HMngforS.
10,53
21,92
10,55
10,535
10,555
Italien. . .
21,96
21,92
21.96
London. . .
20,343
20,383
20,342
20,382
Neuyork . .
4,1925
4,2005
4,192
4,200
Paris....
Schweiz ..
16,425
16,465
16,42
16,46
80,665
80,825
80,625
80.785
Spanien . .
61,24
61,36
61,30
61,42
Japan .. . Rio de Jan.
1,955
9,497
1,959
0,499
1,963 0,4075
1,967 0,4095
Wien inD-- £eft. obgest.
59,085
59,202
59,06
59,18
Prag . . . .
12,405
12,425
12,403
12,423
Belgrad . .
7,363
7,377
7,360
7,374
Budapest. .
73,135
73,275
73,16
73.30
Bulgarien .
. 3,037
3,043
3,037
3,043
Lissabon . .
18,78
18,82
18,78
18,82
Danzig. . .
81,38
81,54
81,34
81,40
Konstantin.
1,984
1,988
1.995
1,999
Athen. . .
5,42
5,43
5,42
5,43
Canada . .
4,180
4,588
4,179
4,187
Uruguay. .
4,126
4,134
4,126
4,134
Cairo . . -
20,865
20,905
20,87
20,91


