Ausgabe 
5.7.1929
 
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Schwere Sagelwetter-Kalaflrophe in Franken

stücke erschlagen. 3n den Ortschaften wurden hau-

setzt sich demnach wie folgt zusammen:

Sitze

von

Handel, Industrie und Handwerk erfolgen.

im

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(1)

einer Kelte festhlelt, vomvllherschlagen. In Winnrichl wurde ein Bauer durch Blitz, ein anderer

Aus aller Welt.

Der Weltflug desGraf Zeppelin".

Der Weltflug desGraf Zeppelin" wird

durch Hagel erschlagen. 3n Deinschwang wurde eine Frau vom Blitz erschlagen, desgleichen eine Kuh,

Entwurf eines Berufsausbildungsgefehes.

Keine BerwaltungSreform in Bayern.

Berlin, 4. Juli. Dem Bayerischen Landtag sollte die Aufgabe obliegen, demnächst eine Vorlage über die Vereinfachung der Staatsver­waltung zu verabschieden. Die Regierung hatte sich zunächst mit den Koalitionsporteien in Ver­bindung gesetzt, um festzustellen, ob für ihre Pläne

schlag versichert. 3n der Gemarkung Rohrn st adk wurde ein Ehepaar, das ein Rindergespann an

sowie eine ganze Herde Schafe getötet. Auch Gänse und Hühner wurden durch die niedergehenden Eis-

ser vielfach abgedeckt. Das Wasser ist durch die Decken in die Zimmer eingedrungen. 3n manchen

Nürnberg, 4.3uli. (WTV.) Das Städtchen Altdorf und Umgebung wurde von einer schweren hagelkatastrophe heimgesucht. Um 14.45 Uhr verfinsterte sich der Himmel und aus den von Westen heranziehenden Wolken rauschten ungefähr sieben Minuten lang Schloßen in der Gröhe von Tauben- und Hühnereiern nieder. 3n Altdorf selbst floh das Wasser, große Eis - und Schuttmassen mit sich führend, meterhoch durch die Straßen. Die auf dem Felde arbeitenden Personen hatten durch die großen Lisstücke blutende Wunden und starke Beulen davongetragen. Die Pferde waren durch den Hagelschlag über und über mit Beulen übersät und rasten mit Gerät und Vagen in ihrem Schmer; davon durch die Straßen der Stadt. Der Gebäudeschaden ist sehr groß. Die Felder und Gärken bieten einen tro st losen An­blick. kräftige Bäume wurden vom Wirbelwind in der Mitte umgedrehl und ihre Kronen bis zu 30 Meter weit fortgeschleudert. Auch wurden viele Bäume entwurzelt. Fast niemand ist gegen Hagel-

wurde des

Geldstrafe verurteilt. Den Studenten Strafaufschub unter dem Vorbehalt Wohlverhaltens gewährt.

Die Schüsse auf Kachot.

Der Elsässer Benoit vor dem Richter.

Paris 4. Juli. (WTD.) Vor dem Schwur- | gericht in Paris hat der Prozeß gegen den Elsässer Georg Venoit begonnen, der am 21. Dezember 1928 den Generalstaatsanwalt im Colmarer Autonomistenprozeh F a ch ot durch Re- volverschüsse in seiner Wohnung verletzte. Der Prozeß vollzieht sich unter fast völli­ger Teilnahmslosigkeit des Publi­kums, denn es sind nur wenige Zuhörer er­schienen. Der Angeklagte erklärt: Ich habe die elsässische Politik verfolgt; ich dachte mir, die Elsässer wissen nicht mehr, was sie wollen. Ich habe damals die Auffassung der Autonomisten nicht geteilt, aber allmählich habe ich eingesehen, worum es sich handelt, insbesondere nach dem Colmarer Prozeß, in dem ich e i n e f ü r ch- terliche Ungerechtigkeit erblickte. Män­ner, wie Dr. Ricklin, die nichts anderes ver­brochen hatten, als für das Elsaß zu leiden, wurden ihrem Heim entrissen. Ich habe in Fachot den Verantwortlichen Urhe­ber dieser Leiden erblickt, und als ich später wieder nach Paris kam, fühlte ich mich dazu gedrängt, ihn aufzusuchen. Benoit erklärt ferner, daß alle Tatsachen, die er im Elsaß er­lebte, nicht nur der Autonomistenprozeh in Col­mar, sondern auch die Verbote der elsässischen Zeitungen und der von der Kammer beschlossene Mandatsverlust der elsässischen Abgeordneten ihn zu seinem Vorgehen veranlaßt haben.

Kunst und Wissenschaft.

Verleihung der Leibnlzmedaille.

Die Preußische Akademie der Wissen­schaften hat die Goldene Leibnizme- daille dem früheren Staatssekretär und derzeitigen Rundfunkkommissar Dr.-Jng. e. h. Hans Bredow verliehen in Anerkennung der Tatsache, daß er in seinen verschiedenen Stellungen die wissen­schaftliche Arbeit auf dem Gebiete des Funkwesens in der tatkräftigsten Weise gefördert hat. Durch Gründung und Förderung der Hcinrich-Hertz-Gesell- schaft habe er der Forschung auf diesem Gebiet wert- volle Dienste leisten können. Ferner sei die Errich­tung und dauernde Unterhaltung des Instituts für Schwingungsforschung an der Technischen Hochschule Berlin ihm zu verdanken. Die vier Silbernen Leibniz-Medaillen wurden zuerkannt: Dr. F i n - sterwalder (München) für Verdienste auf topo­graphischem Gebiet, Archivdirektor Dr. W e n tz k e (Düsseldorf) als Politiker und Historiker, ferner dem Redakteur des Thesaurus Linguae Latinae, Dr. Jo­hann Baptist Hofmann (München) und dem Di­rektor des Pelizaeus-Museums in Hildesheim, Prof. Dr. Roeder.

Die Zenlralfchule Rudolf von Labans fiedelt nach Essen über.

Wie uns gemeldet wird, siedelt auf Grund von Verhandlungen zwischen den städtischen Folkwang- schulen Essen und der Zentralstelle Laban die Zen­tralschule Rudolf von Labans von Herb st 1929 a b nach Essen über. Sie wird mit den Folkwang- schulen Fachabteilung Tanz, Direktor Kurt Joos vereinigt in städtischer Regie weiterge­führt. Rudolf von Laban wird weiterhin in den Meisterkursen und Prüfungen wirken. Gertrud S n e l l, die bisherige Leiterin des choreographi­schen Instituts, tritt in den Lehrkörper der Folk- wangschulen.

sichtigt; die Regelung soll im Anschluß an die schon bestehenden gesetzlichen Berufsoertretungen

Römisch-Katholische Staatspartei Sozialdemokraten

Antirevolutionäre Partei Christlich-Historische Partei Liberale Staatspartei (Freiheitsbund) Freisinnige Demokraten Christliche Reformpartei (extrem calvinistisch)

Reformistische Staatspartei Mittelstandspartei (Floris Vos) Bauernbund (Braat)

Kommunisten, abhängig von Moskau Kommunisten, unabhängig v. Moskau Römisch-Katholische Volkspartei

denvertretern an Veranstaltungen, bel denen die Reichsfarben nicht anher- vorragenderStellegezergt werden, er­lassen. Sie weist darauf hin,daß es in Lieberein­stimmung mit der Reichsregierung eine nationale Pflicht und staatspolitische Notwendigkeit sei, daß bei Veranstaltungen, an denen Vertreter der Lan­desregierung oder Vertreter nachgeordneter Be­hörden teilnehmen, dem Gedanken der Reichsein­heit und Reichstreue durch eine würdige Hervor­hebung der verfassungsmäßigen Reichsfarben Schwarz-Rot°Gold treulich Ausdruck verliehen wird". Es wird dann weiter angeordnet, daß Vertreter von Landesbehorden an Veranstaltungen, bei denen Flaggenschmuck ver­wendet wird, nur dann teilnehmen dür­fen, wenn die Reichsfarben an hervor­ragender Stelle gezeigt werden und ihnen ein angemessener und würdiger Anteil am Flaggenschmuck eingeräumt wird. Die Behörden­vertreter haben vor der Entscheidung über ihre Teilnahme festzustellen, ob dieser Anordnung Ge­nüge geleistet ist und gegebenenfalls auf eine rnt- sprechende Ausschmückung in den Reichsfarben hinzuwirken.

50 Jahre Reichsdruckerei.

Traunstein, 4. Juli. (WTD.) Heute nach­mittag ging über dem Chiemgau ein heftiges Llnwetter nieder. Die Bäume wurden durch den

Hinblick auf die nach dieser Zeit in den chine­sischen Gewässern vorherrschenden äußerst gün­stigen Windverhältnisse bestimmt noch in der ersten Hälfte des August angetreten werden. Als Zeitpunkt ist vorläufig der 10. August in Aussicht genommen. DaS Luftschiff wird zunächst nach Tokio fliegen, dann an der Küste des Stillen Ozeans entlang nach Los Angeles, um dann über Lake- hurst nach Friedrichshafen zurück- z u k e h r e n. Man rechnet mit einer Stunden­geschwindigkeit von etwa 110 Kilometer. Die ganze Strecke, etwa 32 000 Kilometer, soll in etwa drei Wochen zurückgelegt werden, wo­bei allerdings die Aufenthalte zur Er­gänzung des Brennstoffes für etwaige Instand- sehungsarbeiten und Empfänge mit etwa einer Woche einbegriffen sind. An der Fahrt werden sich im allgemeinen nur Journalisten be­teiligen.

Entschließungen des Lutherischen Veltkonvents.

Der Lutherische Weltkonvent nahm in seiner Schlußsitzung eine Reihe wichtiger Entschließungen an. Angesichts der schwierigen Lage vieler lutheri­schen Kirchen hält der Weltkonvent eine organi­sierte Hilfsaktion für notwendig und emp­fiehlt dem Vollzugsausschuß auch weiterhin die Lei­tung einer solchen Hilfsaktion der lutherischen Kirchen. Die Einheit der lutherischen Kirchen soll durch persönliche Fühlungnahme führender Vertreter der verschiedenen Kirchen durch eine organisierte Jnformationstätigkeit sowie durch die : Unterstützung von Theologiestudenten aus den Min­derheitenkirchen gefördert werden. Die soziale Frage soll unter Wahrung des inneren Charakters des Christentums und seiner eigentlichen religiösen Aufgaben in gründlicher Weise studiert und die Er­gebnisse in einer umfassenden Kundgebung bekannt- gegeben werden. Doch richtet der Wellkonvent schon jetzt an alle lutherischen Kirchen einen Aufruf zur stärkeren Aktivität in den sozialen Fragen der Gegenwart, um dadurch ein Christentum der I Tat auf allen Gebieten des praktischen Leben» zu

bekunden«

mußte für einige Zeit eingestellt werden. Be­ladene Heuwagen wurden umgeworfen, und in den Dörfern die Dächer fast durchweg abgedeckt. Auf dem Chiemsee herrschten Wirbel­stürme, die das Wasser 30 Meter hoch peitschten. In dem Alpenweiler Seehaus bei Ruppolding war durch Kurzschluß Feuer ent­standen. Infolge des Sturmes fingen das be­nachbarte Forsthaus, ebenso das Jagdhaus und das Wirtshausgebäude Feuer. Im Ru standen sämtliche Gebäude in Hellen Flam­men. Das Feuer drohte, auf die naheliegenden Wälder überzugreifen; doch gelang es den aus dem ganzen Chiemgau herbeigeeilten Feuerweh­ren, die Gefahr eines Waldbrandes abzuwen­den. Die Arbeiten der Wehren wurden dadurch erschwert, daß die Straße mit umgeworfenen Bäumen dicht übersät war.

Der Sturm über den Chiemsee setzte uner­wartet rasch ein, so daß eine Anzahl von Segelbooten nicht mehr rechtzeitig and Land kam. Vier Boote wurden zum Ken­tern gebracht. Don der zwölf Mann starken Desatzung konnten zehn gerettet werden bzw. sich selbst retten, dagegen werden die bei­den Berliner Oberprimaner Bruno DeWitt und Ernst Scheffler vermißt. Ob der Sturm noch weitere Opfer gefordert hat, ist zur Zeit noch nicht bekannt. Die Bewohner der Fraueninsel bezeichnen das Hntoetter als das stärkste seit etwa zehn Jahren.

Schwerer Sturm über Wien.

Wien, 4. Juli. (WTB.) Rach einem sehr heißen Tage brach kurz nach 20 Llhr über Wien ein orkanartiger Sturm los. Die Feuerwehr mußte in 120 Fällen ausrücken, auch die Ret­tungsgesellschaft mußte vielfach eingreifen. Ins­gesamt wurden 10 Personen verletzt, da­runter zwei, die schwere Rippenbrüche erlitten hatten. Eine Frau wurde augenscheinlich mit einem Schädelbruch ins Spital gebracht. Sie hatte sich mit ihrer Stieftochter im Türkenschanzpark aufgehalten und war von einem um stür­zenden Baum begraben worden. Beson­ders schwerer Schaden wurde in den Gartenanla­gen angerichtet. Zahlreiche Bäume wurden ent­wurzelt. Auf der Ringstraße war der Verkehr streckenweise unterbrochen, da abgerissene schwere Baumäste den Weg versperrten. Von zahlreichen Häusern wurden oie Dächer abgehoben und die Schorn st eine umgelegt. Don den Fronten wurden Firmenschilder abgerissen und die Fenster aus den Rohmen gehoben. Viele Häuser muhten abgestüht werden, da Einsturzge­fahr besteht. Mit dem Orkan, der ungefähr eine halbe Stunde dauerte, trat eine merkliche Ab­kühlung ein.

Fünf Löffelstiele verschluckt.

In der Strafanstalt Tegel hat der Strafge­fangene Reichelt, der noch eine längere Strafe zu verbüßen hat, 5 metallene Löffelstiele verschluckt. Der Gefangene wurde sofort nach dem Lazarett des Untersuchungsgefängnisses Moabit gebracht. Durch einen operativen Eingriff gelang es auch, die fünf Löffelstiele aus dem Magen zu entfernen. Gleich darauf verschlimmerte sich aber der Zustand des Erkrankten; es kam noch eine Lungenentzündung hinzu, an deren Folgen Reichelt im Gefängnis gestorben ist.

Eine Holländerin in den Schweizer Bergen verunglückt.

Bei Kandersteg (Verner Oberland) ist eine Dame aus Holland beim Abstieg vom sogenann­tenHohtürli" durch herabfallendes Gestein töd­lich verunglückt.

Die Bestimmungsmensur in Baden.

In Karlsruhe hatten sich sieben Studenten unter der Anklage des Zweikampfes und ein Wirt aus Beiertheim, der seinen Saal zur Austragung der Mensuren zur Verfügung gestellt hatte, wegen Beihilfe vor Gericht zu verantworten. Die Angeklagten bekannten sich im Sinne der Anklage für schuldig. Es handelt sich um Bestimmungsmensuren, denen keine Eh­renhändel zugrunde lagen. Einige Paukanten wurden dabei leicht verletzt. Das Gericht erkannte gegen die Studenten dem Antrag des Staats­anwalts entsprechend auf je drei Monate Festungshaft. Der Wirt wurde wegen Bei­hilfe zu 25 Tagen Festungshaft bzw. 25 Mark

Berlin, 4. Juli. (WB.) Aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der Reichsdruckerei fand im ehemaligen Herrenhaufe eine Gedenkfeier statt, mit der eine Ausstellung ausgewähl- 1er Druckerzeugnisse verbunden war. Der Herr Reichspräsident hat der Reichs­druckerei einen Erlaß zugehen lassen, in der er ihr seinen Glückwunsch und seine Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen ausspricht. Reichspostminister Dr. Schätze!, dem die Reichsdruckerei untersteht, schloß sich diesem Glück­wunsch zugleich namens der Reichsregierung an. , - -

Er stellte fest daß es der Reichsdruckerei in der Hausern wurden sämtliche Fensterscheiben zertrum- verflvssenen Zeit gelungen ist, ihrer wichtigen wert. Die Leute flüchteten sich in die Ecken, um sich Aufgabe gerecht zu werden, und gab der Zu- üor den Glasscherben zu schützen. 3n dem Pfarr- versicht Ausdruck, daß die Reichsdruckerei auch von Gnadenberg wurden allein 45 Fenster fernerhin auf dem ihr zugewiesenen wichtigen, xjngefchlagen. 3n Deinschwang und anderen Orlen verantwortungsvollen Gebiet eine Muftcr- $ bie Leute in die Keller. Der Schaden ist ±Äe,n' unüUftftbar. d° bie ganje Ctnle weif unb

dmcknei He lmbe^er^ dankte für die der breit vernichtet ist. Die hagelschlohen liegen Reichsdruckerei und üjrem Personal erwiesenen auf den Straßen etwa 30 Zentimeter hoch. Dicke Ehrungen und gab einen anschaulichen Lieberblick Bäume wurden von dem Unwetter entwurzelt und über die Geschichte und Entwicklung der Reichs- sperren den Verkehr.

b ruderet In dem Erlaß des Herrn ^6^5- 1^, , ,

»Üäfibmten v. $iniwnbutg HE °s: ,.2n dm Schwkkts ulltpelikk imEylkNWU 50 Iahren ihres Bestehens hat sich die Reichs- j < . _. c

Druckerei ihrer Bestimmung entsprechend zu einer Zwkt Berliner Primaner auf dem Chiemsee Musteranstalt des graphischen @e*| ertrunken.

werbes entwickelt und sich als solche im In- und Ausland ein hohes Ansehen erworben. Der Reichsdruckerei und allen chren Mitarbeitern

ich daher zum Seuti^n Sage meinen auf. , Streichhölzer geknickt, die Telephon.

Äwr L Stangen -»stört. der Eisenbahnverkehr

Stufe stehenden Leistungen und für ihre au-

verlässige und gewissenhafte Arbeit aus. Ich e(ne Mehrheit zu finden ist. Heute vormittag sanden verbinde damit den Wunsch, daß diese Arbeit sich unter den Koalitionsparteien Besprechungen statt, auch in Zukunft wie bisher zum Ruhen des &ie zu keiner Einigung führten. Jnfolge- Reichs bewähren möge. dessen kann der ursprüngliche Plan der Staatsregie-

" rung, die Vorlage noch in der gegenwärtigen Ses-

Antfonö Uion im Landtage einzubringen, nicht durchse- Ajae«wapiergcvnw in^UUUHV führt werden. Die Staatsregierung wirb vielmehr «sie Huiaminenlekuna von der Einbringung einer Vorlage über die Staats-

. (YAinttipr Vereinfachung absehen. Somit Wird die bayerische

der neuen holländischen Kammer. Berwaltungsreform einstweilen nicht zustande

A m st e r b a m, 4. Juli. (WB.) Die nunmehr kommen.

vorliegenden vorläufigen nichtamtlichen Ergebnisse der Wahlen für die Zweite Kammer ergeben, daß keinerlei nennenswerte Verschiebun- g e n eingetreten sind. Die Antirevolutionäre Partei, die Liberale Staatspartei (Freiheitsbund) und die Berlin, 4.Juli. (WB.) Der Reichsrat hat am Römisch-Katholische Volkspartei haben je einen Sitz 2. Juli den Entwurf eines Berufsausbildungsgesetzes verloren, wohingegen die Christlich-Calviniftische verabschiedet. Der Entwurf wird nunmehr schnell- Reformpartei, die neue Mittelftandspartei (Gruppe stens dem Reichstage zugehen. Er regelt die B e -

Dos) und die von der Moskauer Internationale rii f s a u s b i l d u n g I u g e n d l i ch e r, und zwar

unabhängige kommunistische Parteigruppe je einen aller mit Ausnahme derjenigen, die in der

Sitz gewonnen hoben. Die neue Zweite Kammer Landwirtschaft beschäftigt werden. Es han-

I beit sich um ein Rahmengesetz. Vorgesehen ist weit= bisher gehenbe berussstänbische Selbstverwal- (30) | t u n g auf ber Grunblage ber Gleichberechti­

gung ber Arbeitgeber unb Arbeitneh­mer. Neue Behörben zu schaffen ist nicht beab-

Oie Wetterlage

Ijänrtäyen-

Seydlsf.

-Thorsh.

j <ohjna

Blüte und senkt sie in die kühle Flut. Die Wun­derblume (Mirabilis) im Garten rollt ihre Blät­ter kraus zusammen, während der blaue Enzian sie zierlich und regelmäßig faltet. So scheinen es sich die bunten Blumen, jede auf ihre Weise, bequem zu machen, und selbst das grüne Laubwerk nimmt mitunter teil an der Ruhe. Die Akazien, Mimosen, Bohnen, Lupinen, die Kleearten richten ihre zusammengesetzten Blätter, die tagsüber; wagrecht standen, senkrecht auf oder lassen sie na unten herabhängen, und die Blättchen liegen sich zusammen und decken sich gegenseitig, als wollten sie sich gegen die kühle Rachtluft und den Verlust an Wärme durch Ausstrahlung schütz Rach der nächtlichen Ruhestellung kehren bie Blätter bei Tagesanbruch in ihre frühere Lagü zurück.

Eine aufmerksame Beobachtung der Pflanzen zeigt uns aber in abendlicher Stunde unb ver-

Wenn wir mit offenem Blick und mit empfäng­lichem Sinn in die Ratur schauen, Jo sehen wir allerdings, baß der größte Teil der Blumen abends eine andere Stellung einnimmt als bei Tage, und so können wir mit einem gewissen Recht von einer Schlafstellung sprechen. Hie unb da hängen bie vorher aufrecht stehenben Bl menhäupter müde herab, wie beim Mohn. Bei manchen Doldenpflanzen, z. B. bei ber Mohrrübe, nickt der Hauptstiel, so daß alle Döldchen sich der Erde zuneigen. Butterblumen, bie morgens gleich kleinen Sonnen strahlten, verbergen bie goldene Pracht unter dem steif aufgerichteten Hüll kelche. Der Hahnenfuß legt die leuchtenden Blätter seiner Krone fest zusammen. Auf dem Flachsfelde find die zahlreichen Augen, die vormittags mit dem Himmel an Bläue wetteiferten, erloschen; träumerisch schließt die Wasserrose ihre schneeige

0Wolkenlos.0 neuer. <>halt) oederxi »woikiq. ©Bedecktireoe^

* Sehnet Graupein e Nebel K Gewitter.®Windstille. «CS xW (eichter Ost massige' Südsüdwest Q stürmischer «ordwesl Die Pfeile fliegen mit dem tfmdt Oie oeioen Stationen stehenden Zah» len geben die Temperatur an. Die Urnen verbinden Orte mit gleichen» auf Meeresniveau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Obwohl sich durch den ansteigenden Luftdruck die Wetterlage etwas beruhigt und vor allen Dingen etwas mehr Aufheiterung eingesetzt hat, so ist im ganzen der Witterungscharakter_ im­mer noch wechselnd. Wenn auch der höhere Luftdruck sich teilweise auswirken wird, so dürfte doch der Rückfeiteneinfluß der über den Driti fchen Inseln lagernden Störung bis in unsere

Bezirk vorgreifen. Dabei kommt es immer noch zeitweise zu Bewölkung und Schauern, die von Gewittern begleitet sein werden. Gleichzeitig setzt mit dem Zustrom kühler Luftmassen Abkühlun ein.

Wettervoraussage für Samstag; Wechselnde Bewölkung mit Aufheiterung, leichte Abkühlung, noch gewitterartige Regenschauer.

Wettervoraussage für Sonntag! Mehr aufheiterndes Wetter unb vorwiegen trocken.

Lufttemperaturen am 4. Juli: mittags 23,8 Grad Celsius, abends 16 Grad; am 5. Juli: morgens 18,9 Grad. Maximum 24,1 Grad, Minimum 10,8 Grad.

Reisewetterdienst der amtlichen Wetterdienststelle Oberhesfev.

Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Ges heißer Tag, teils wolkig, teils heiter; Heu morgen 15 Grad, Windstille, wolkig.

Baden (Baden-Baden): Gestern wa Tag, veränderlich mit Schauern; heute morge 19 Grad, Südwestwind, heiter. (Triberg) Gestern schwül, veränderlich mit Schauern; Heu morgen 18 Grad, Westwind, heiter.

Rheingebiet (Köln): Gestern schwül, tei heiter, teils wolkig, heute morgen 16 Grad, Westwind, wollig.

Küste (Borkum): Gestern milde Rächt, heiter, teils wolkig; heute morgen 15 Grad, Süd- Westwind, wolkig. (Westerland auf Sylt) Gestern milde Rächt, meist trübe; heute morge 13 Grad, Westwind, wolkig.

Donnerstag. -- d./Uuli 1929. 7h afrds. D

sichs'eboren-K^

-3ur iilidl des Schutz iMister m W oulaesordert.

»fcS' Jssä .. oi d der beruhm --M. 9. Juli, °u! < Malers in der B Anstalten. 2er □Jofciten^or m i - siebener lot«, Samstag, 11 fen Wbet in stritt

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Aus der provinzialhaupissadi.

Gießen, den 5. 3uli 1929t

Blumenschlaf.

Es schweigt der Wald, es schweigt das Tal, Die Vöglein schweigen allzumal;

Sogar die Blume nicket ein

Lind schlummert bis zum Tag hinein.

Das hübsche Bild vom Schlafe ber Blume^ das Hoffmann von Fallersleben hier anwenbet, und das auch im Volksmund gebräuchlich ist, kehrt in mannigfachen Weifen in spielen Abe«, liebem wieder. So heißt es bei Rückert:

Die Blumen alle schließen

Die Augen allgemach

und bei Geibel:

Die Halm' und Blumen neigen Das Haupt im Mondenschein.

Aber ist der Vergleich denn auch zutreffend? Kann man wirklich zur Rachtzeit schlafähnliche Erscheinungen bei den Pflanzen beobachten?

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