der Zwangsjacke mit seinem eigenen, vervielfachten und ins Riesenhafte vergrößerten Schatten.
Rus dem weiten Gebiete, das wir heute als „okkult" bezeichnen, feien ebenfalls einige charakteristische Fälle angeführt: Der Trancezustand des Voghi im „Indischen Grabmal" erlaubt es ihm, sich zu entmaterialisieren, und uns, -Zeuge dieses Vorganges zu sein. Auch geheimnisvolle Willenskräfte, Wunderheilungen, Persönlichkeits- spaltungen, Telekinesen u. a. mehr erleben wir mit. Aehnliches auch in Fritz Langs wunder- vollem „Müden Tod", dessen Phänomene aber schon hineingreifen ins rein Märchenhafte, in eine bisher nur der Phantasie zugängliche Wun- derwclt, die erst der Film, wenn auch nur teilweise, dem Auge erschließen tonnte, und die ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat m Douglas Fa irban ks zauberhaftem „Dieb von Bagdad".
In allen solchen Szenen erlebt der Zuschauer Unerhörtes und Ungeahntes, und wenn er sich nachher auch skeptisch fragt, wie der Regisseur, der Kameramann das gemacht hat, so bleibt doch im Moment der Aeberraschung, der Lleberrumpe- lung des Verstehens und der Auffassungsfähigkeit der Eindruck eines Erlebnisses, wie es keine Kunst, außer der Filmkunst so eindringlich her- vorbringen kann.
Amtsgericht Gießen.
♦ Gießen, 28. Mai. Ein hiesiger Kaufmann hotte sich wegen Unterschlagung in zwei F ä l l e n zu verantworten. Er hat nach der Anklage in einem Falle ihm von einer auswärtigen Mieterin eingehändigten Mietzins nicht auftragsgemäß an den Vermieter abgeliefert, sondern für sich verbraucht. Ein Mahnbrief des letzteren veranlaßte die Mieterin etwa 14 Tage darnach zur Anzeige. Jetzt erst erklärte der Angeklagte, er habe das in einem Umschlag befindliche Geld entweder verloren, oder versehentlich mit anderen Briefen, die er seiner Auftraggeberin besorgen sollte, in den Briefkasten der Bahnpost geworfen. Er mußte aber zugeben, daß er nach dem angeblichen Verluste, von dem er niemandem etwas gesagt hatte, nichts getan hat, um wieder zu dem Gelde zu gelangen, obwohl ihm verschiedene Wege hierzu offen standen. Der Angeklagte hat bald nach der Anzeige Ersah geleistet. Die Anklage wird aber dadurch nicht hinfällig. Der andere Fall ist ähnlich geartet. Weitere Aufklärungen waren geboten, und die Verhandlung wurde deshalb ausgesetzt.
Auch die Pferdefuhrwerksbesitzer sind an die allgemeine Straßenverkehrsordnung gebunden; auch sie müssen bei ihren Fahrten die rechte Straßenseite einhalten, ebenso wie die Autoführer. Diese vermögen deshalb die vorschriftsmäßig fahrenden Fuhrwerke leicht links zu überholen. Anders aber, wenn letztere vorschriftswidrig auf der linken Seite fahren, wie dies fortgesetzt durch den Knecht einer benachbarten Mühle bei einer Fahrt auf der Landstraße geschehen ist. Die Automobile müssen dann, wenn ihre Führer nicht Gefahr laufen wollen, durch Rechtsüberholen in Strafen zu kommen, öfters warten, bis die links fahrenden Fuhrwerke hinreichenden Raum zum wiederholen auf der linken Seite geben. Für Autoführer, die Eile haben, bedeutet dies oft eine Verkehrsstörung, und es wird darüber von ihnen viel geklagt. Auch im Fragefall wurde von dem Verkehrsbeamten derartiges beobachtet. Der angeklagte Knecht erhielt eine Geldstrafe.
Strafkammer Gießen.
* Gießen, 4. Juni. Mitte Rovember 1928 fuhr ein Kraftfahrer mit seinem 5-t-Wagcn von Lollar nach Gießen. Es war dunkel, stürmisch und regnerisch. In der Gegend der Wellersburg sah er plötzlich auf kurze Entfernung zwei Radfahrer vor sich. Er bremste alsbald und steuerte nach links. Zufolge der Rässe der Straße kam aber der Wagen ins schleudern, und beide Radfahrer wurden vom Rad geschleudert und verletzt; der eine verstarb noch in der Rächt. Das Schöffengericht hatte den Kraftfahrer wegen fahrlässiger Tötung zu 4 Wochen Gefängnis, umgewandelt in 300 Mark Geldstrafe, verurteilt. Die Strafkammer bestätigte dieses Erkenntnis. Auch nach ihrer Auffassung wäre es unter den gegebenen wlmständen Pflicht des Angeklagten gewesen, entweder zu halten, oder wenigstens so langsam zu fahren, daß er jederzeit halten konnte, dadurch aber, daß er dies nicht getan hat, sondern trotz der Dlendwirkung eines entgegenkommenden Autos in seinem alten Tempo weitergefahren ist, obwohl er wußte, daß unmittelbar vor ihm Radfahrer waren, hat er den Tod des einen fahrlässigerweise verursacht.
Oie Deutsche Reichsbahngesellschafi im Jahre 1928.
Die DeutscheReichsbahngesellschaft legt nunmehr den bereits vom Derwaltungsrat genehmigten Geschäftsbericht für das Jahr 1 928 vor. Zu Beginn des abgelaufenen Jahres gelang es, 200 Millionen Mark Vorzugsaktien zu begeben, wodurch eine Erleichterung in der gespannten Finanzlage eintrat. Weitere Versuche, der Gesellschaft neue Mittel zuzuführen, haben bisher zu keinem Erfolg geführt. Es ist jedoch zu hoffen, daß es nach Abschluß der Pariser Verhandlungen möglich sein wird, langfristige Anleihen, die innerhalb eines Zeitraumes von etwa 60 Jahren zu tilgen sind, zu erhalten.
Die Tariferhöhung im Oktober v. 3. hatte eine Einnahmesteigerung um etwa 54 Millionen Mark zur Folge.
Die Einnahmen der Betriebsrechnung sind mit 5159 Millionen Mark etwa 120 Millionen Mark größer als im Vorjahre (5039 Millionen Mark). Die Ausgaben für Betrieb und wlnterhaltung erhöhten sich von 3438 auf 3646 Millionen Mark. Die Ausgaben für Erneuerung der Reichseisenbahnanlagen betrugen 73 MiNionen Mark weniger. Es ergibt sich somit ein
Detriebsüberschuß von 865 (881) Millionen Mark,
von denen für den Dienst der Reparationsschuldverschreibungen 658 (590) Millionen Mark, davon Verzinsung 545 (554) Millionen Mark und Tilgung 113 (37) Millionen Mark, für den Dienst der neuen Anleihen 2,5 (2,1) Millionen Mark Verwendung finden. Es verbleibt somit einschließlich 173 (168) Millionen Mark Vortrag ein
Reingewinn von 249 (235) Millionen Mark, wovon an Vorzugsdividende 76 (62) Millionen Mark zu zahlen sind, so daß der Vortrag für
1929 fast unverändert 173 Millionen Mark beträgt.
Zu der in der Öffentlichkeit bestehenden Ansicht, daß der Vortrag auf neue Rechnung zu groß ist, ist zu bemerken, daß dieser Betrag nicht mehr liquide ist; er mußte in den vergangenen Jahren mangels anderer Deckungsmittel bis auf einen kleinen Rest (15 Millionen Mark) zur Finanzierung des Anlagezuwachses herangezogen werden. Von den aus der Kriegsund Rachkriegszeit in der Oberbauerneuerung vorhandenen Rückständen von 7700 Kilometer konnten nur 100 Kilometer aufgearbeitet werden. Das Streckennetz ist mittels der Reichs- und Länderkredite um 215 Kilometer vergrößert worden, so daß sich die Gesamteigentumslänge der Reichsbahn auf 53 750 Kilometer erhöhte. Ein Bedarf an Lokomotiven ist nicht vorhanden, es sind im Gegenteil noch mehrere hundert zuviel da. Mangel herrscht dagegen an Personenwagen.
lieber das neue Geschäftsjahr wurde anläßlich der Besprechung noch mitgeteilt, daß die Einnahmen im Januar und Februar infolge der Kälte um etwa 50 Millionen Mark hinter dem Voranschlag zurückgeblieben sind. Im März konnten 25 Millionen Mark wieder aufgeholt werden, während die Aprileinnahmen wieder 6 Millionen Mark niedriger waren.
Für die ersten vier Monate ergibt sick somit ein Einnahmeausfall von etwa 31 Millionen Mark, der fast ausschließlich auf den Personenverkehr entfällt.
Der Güterverkehr hat sich befriedigend entwickelt. Durch den Frost sind allerdings zusätzliche Ausgaben in Höhe von 27 Millionen Mark entstanden, so daß sich gegenüber dem Voranschlag ein Minderaufkommen von 57 Millionen Maf ergibt.
Wirtschaft.
Besserung der Wirtschaftslage.
In einer Rückschau auf die Entwicklung der Wirtschaft wird in dem Monatsbericht der DresdnerDank u. a. ausgeführt: Auch wenn man von den Saisonwirkungen absieht, ist ein weiterer Rückgang der Produktion im allgemeinen nicht festzustellen. Rur in der Textilindustrie hat sich die Lage zum Teil noch weiter verschlechtert. Im übrigen sind vielfach die schon seit März zu beobachtenden Besserungserscheinungen neuerdings in verstärktem Maße hervorgetreten. Besonders fällt die starke Steigerung der Produktion der metallurgischen I n d u st r i e im April auf. Bereits die Ziffern des Februar und März, die gegenüber der infolge des Streiks im Rovember überhöhten Januar-Produktionen zurückgegangen waren, übertrafen die Produktionsergebnisse vor dem Streik; der April zeigt eine weitere beträchtliche Steigerung, auch über die hohe Januar-Erzeugung hinaus, auf einen Stand, der bisher im Monat April noch nicht erreicht worden ist. Die diesjährigen Aprilziffern der R o h st a h l - und Walzwerksproduktion stellen sogar Rekordergebnisse der Monatsproduktion seit der Stabilisierung dar. Die Kohlenförderung erhielt sich weiter auf dem erreichten hohen Ri- veau. Auch die Entwicklung des Außenhandels entspricht der eben gekennzeichneten Lage. Die Einfuhr hat sehr stark zugenommen, wobei besonders die Zunahme der Einfuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren hervorzuheben ist. Hand in Hand mit der Steigerung der Einfuhr ging auch eine Zunahme der Ausfuhr — die gleichfalls einen Höchststand erreicht hat — vor sich, die zum Teil zwar auch eine Reaktion auf die durch die Kälte beeinträchtigten Transportmöglichkeiten darstellt, in der Hauptsache aber durch die bis in die letzte Zeit noch sehr schwierigen Absahverhältnisse im Inlande zu erklären ist, die im Sinne einer Forcierung des Exports gewirkt haben. Auch die starke Zunahme der inländischen Warenbewegung im April, wie sie aus der Entwicklung der Wagengestellung bei der Reichsbahn hervorgeht, kann ebensowenig nur als Rcaktionserscheinung auf die Verkehrsbeschränkungen der Wintermonate gewertet werden. Die Entwicklung des Zahlungsverkehrs bei der Reichsbank zeigt eine weit über das saisonübliche Maß hinausgehende Zunahme, und zwar hat im April der arbeitstägliche Abrechnungsverkehr einschließlich Eilavisverkehr im
Vergleich zum März um 20 Prozent, der arbeitstägliche Giroverkehr sogar um 22 Prozent zugenommen, während saisonmähig für beide nur eine Zunahme von 7 bis 8 Prozent zu erwarten gewesen wäre; diese Steigerung hat ebenso, wie beim Reichsbahnverkehr, auch in den ersten Wochen des Mai angehalten. Als Folge der geschilderten Entwicklung ist auf dem Arbeitsmarkt eine weitere beträchtliche Entlastung festzustellen. Wie zu erwarten war, hat sich die Abwärtsbewegung der Preise fortgesetzt, wobei infolge der ungünstigen Weltmarktlage besonders die Preise der Agrarerzeugnisse zurückgingen. Aber auch bei Rohstoffen und Fertigwaren war der Rückgang der Preise, abgesehen von einigen Spezialartikeln, allgemein. Demgegenüber blieb die Lage auf dem Geldmarkt weiterhin angespannt. Die Diskonterhöhung der Re ich sbank auf 71/» Prozent hatte zunächst nicht den gewünschten Erfolg. Die Goldabflüsfe dauerten fort, so daß sich die Reichsbank veranlaßt sah, eine Einschränkung der Wechseldiskontierungen vorzunehmen. Dadurch wurden die Geldsähe derart in die Höhe getrieben, daß sie einen seit 1925 nicht mehr beobachteten Stand erreichten. Sobald die Anomalien der gegenwärtigen Geldlage in Deutschland verschwunden sein werden, dürfte die gegenwärtig bestehende konjunkturelle Entspannungstendenz in Verbindung mit der während der nächsten Monate bis zum Spätsommer gewöhnlich eintretenden saisonmäßig bedingten Erleichterung auf dem internationalen Geldmarkt wohl im Sinne einer Herabsetzung der Geldsähe wirksam werden.
* Vom Koliabsah. Die zum deutschen Kalisyndikat gehörenden Kaliwerke hatten einen Kaliabsah im Monat Mai von 773260 Dz. Reinkali, gegen 637 660 Dz. im gleichen Monat des Vorjahres aufzuweisen. In den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurden von den Kaliwerken insgesamt 7 321 711 Dz. Reinkali, gegen 7 031 488 in der gleichen Zeit des Vorjahres versandt. In diesen Zahlen sind die Abladungen der Kaliwerke für die Exportläger des Syndikats mit enthalten.
* Frankfurter Getreidebank A.-G., Frankfurt a. M. Die gestrige G.-V. erledigte die Regularien. Danach gelangen wieder 5 Prozent Dividende zur Verteilung, der Reserve werden 3500 Mk. zugewiesen, auf neue Rechnung werden 1539,60 Mk. vorgetragen. Der stellvertretende Vorsitzende erklärte zum Schluß kurz, daß der seitherige Vorsitzende des Aufsichtsrates,
Reichsminister a. D. Dr. Eugen Schiffer, in gütlichem Einvernehmen mit der Gesellschaft aus dem Aufsichtsrat ausgefchieden ist.
* Dhckerhofs und Widmann A.-G., Wiesbaden-Biebrich. In der gestrigen G.-D. wurden die Regularien einstimmig genehmigt. Aus einem Reingewinn von rund 902 000 Mark werden 4 Proz. Dordividende und 4 Proz. Lieberdividende, also insgesamt 8 Proz. verteilt. Aus dem Geschäftsbericht ist zu erwähnen, daß das abgelaufene Geschäftsjahr eine günstige Entwicklung genommen hat. Der Llrnfah konnte trotz der sich auf dem Baumarkt mehrenden ungünstigen Einflüsse bedeutend gesteigert werden.
* Basalt 21.*®., Linz a. R h. Der Rechnungsabschluß für das Geschäftsjahr 1928 ergibt einen Lieberschuß von 4 001 644 Mark. 23er- waltungsunkosten nebst Zinsen, Steuern und Versicherungsbeiträgen betragen insgesamt 2 817 933 Mark, so daß ein Rohgewinn von 1 183 670 Mk. verbleibt. Die Abschreibungen werden auf 1 158 233 Mark festgesetzt, so daß ein Reingewinn von 25 437 Mk. verbleibt, der vorgetragen werden soll. Die Verhältnisse haben sich auf allen Gebieten inzwischen wesentlich gebessert, jedoch müsse auf die Beeinflussung hingewiesen werden, die für die ersten Monate durch den harten Winter zu verzeichnen gewesen fei.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 5. Juni. Tendenz uneinheitlich. — Im Vormittagsverkehr war die Stimmung f 2 ft und das Geschäft ziemlich rege, da, angeregt durch weitere Auslandorders, die Bankkundschaft lebhafteres Interesse bekundete. Die Kurse tagen mehrere Prozent höher gegenüber der gestrigen Abendbörse. Die bevorstehende Llnterzeichnung des Voungschen Planes und die Einigung in d er belgischen Markbanknotenangele genheit toirlterf stimulierend. Aber auch die weitere Entspannung am Geldmarkt wurde mit Befriedigung ausgenommen, ferner wirkte der feste gestrige Schluß der Reuyorker Börse vorteilhaft. Auch die hohen Absahziffern des Kalisyndikats hinterließen einen günstigen Eindruck. Doch machte sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs wieder Realisationsneigung bemerkbar, und die Tendenz neigte etwas zur Schwäche. Auch nahm die Kulisse Abgaben vor, die vor allem durch das weiters Ausbleiben von Aufträgen verursacht wurden. Das an den Markt kommende Material sand aber ohne Schwierigkeiten ilnterfunft, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse nur ganz geringfügige Kursabschläge eintraten. Am Chemiemarkt lagen I.-G.-Farben leicht gedrückt, von Elektrowerten verloren Chadeaktien 2 Mark, Lahmeher 1,5 Prozent und A E G. 1,75 Prozent. Interesse bestand dagegen für Bergmann und Licht und Kraft, die je 1.5 Prozent gewannen. Auch am Montanmarkt nahmen die Realisationen größeres Ausmaß an. Mannesmann büßten 2,5 Prozent und Mansfelder 1,75 Prozent ein. Buderus dagegen leicht anziehend. Banken uneinheitlich. Berliner Handelsgesellschaft und Commerzbank waren bis zu 2 Prozent schwächer. Disconto-Gesellschaft und Reichsbank waren dagegen bis zu 1,5 Proz. gebessert. Etwas regere Rachfrage bestand von internationalen Werten für Svenska mit plus 4 Mk., Deutsche Linoleum und für Zellstoffwerte, die bis zu 2 Prozent anzogen. Auch Kaliwerke lagen trotz des günstigen Kaliabsahes im Angebot und gedrückt. Rur Aschersleben konnten eine Kleinigkeit gewinnen. Deutsche Erdöl minus 3,5 Prozent. Anleihen ebenfalls etwas stiller, doch weiter leicht gebessert. Im Verlaufe nahm die Kulisse weitere Qlbgaben vor, so daß sich erneut Rückgänge bis zu 2,5 Prozent ergaben. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 Prozent weiter leichter. Arn Devisenmarkt nannte man: Mark gegen Dollar 4,1948, gegen Pfund 20,335, London-Kabel 4,8490, gegen Paris 124,04, gegen Mailand 92,68, gegen Holland 12,0740.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 5. Juni. Der Produktenmarkt verkehrte heute auf die festeren Auslandmeldungen und bei etwas lebhafterer Geschäftstätigkeit in ebenfalls fester Haltung. Für Brotgetreide zeigte sich heute vermehrtes Interesse, so daß Weizen 0,50 Mk. anziehen konnte, auch Roggen war um 0,25 Mk. höher notiert. Das Mehlgeschäft konnte sich heute erheblich vergrößern, so daß Weizenmehl bis 0,50 Mk. anzog. Auch Roggenmehl lag heute zumindest gut behauptet. Es wurden notiert: Weizen 23,25 bis 23,50 Mk., Roggen 21,5 bis 21,75, Sommergerste (für Brauzwecke) 23, Hafer (int.) 22,25, Mais (gelb, für Futterzwecke) 20 bis 20,25, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 32,25 bis 32.75, Roggenmehl 27,50 bis 28,50, Weizenkleie 11,25, Roggenkleie 12 Mk. — Tendenz: fester.
Die hinter den Papieren angeführten
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskvnt 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluh-
i-Ubt-
Schluß»
Ansang
Nurs
Kurs
Kurs
Kur»
Datum
4-6.
5.6.
4 6.
5 6.
6% Dl. Reichsauleihe v. 1827 .
87,3
87,5
_
Dt. Anl.-Ablös.-Schuld mü AuL
tof^8ied)tcn.........
—
51.5
51,25
51,4
SeiflL ohne LluSws.-Rechte . . .
11,6
12
11,6
12
1% Frank). Hyp.-Bk. Goldpf. un-
kündbar bi3 1933.......
88
_
_
_
VA% Rheinische Hyp^Bank Liqu.- ©olbtff........- - - -
——
_
SLC.®. dbg. Borkriegs-Obligation.
rückzahlbar 1933 .......
87
—
—
—
4% Schweiz. ghntbeSb-fSnL. . ■
100
—
—
4% Oesterrcichische Goldrie.. . .
—
—
—
_
4,20% Oesterr. Silberne.....
2,6
—
—
—
4% Cetteneid). einbeitL Rte. .
—
—
——
_
4% Ungarische Goldrte......
4% Ungarische StaatSr. v. 1910 .
22,5
—
22,6
20
—
4y,% beffll. von 1913.....
—
—
21
——
4% Ungarische Kronenrte.....
1,85
—
1.85
_
4% lürf. Zollanleihe v. 1911 .
8.5
—
9,2
4% Türkische Bagdaddahn-Anl..
Serie I...........
9
—
9,3
c-
4% bcSflL Serie II.......
9
—
8,9
4% Rumänen converi. Rte. . . .
9,13
—
4K% Rumänen ÖufoanL von 1913
—
17,25
—
VUg. Deutsch« Eisenbahn . . 4%
—
—
—
fcambura-Smenla Paket . . . 8
Hamb.-Südam. Dampssch. . . 8
Hansa Dampfschiff.....10
125
125,4
124,5
125
—
—
191,5
156,9
158.75
Norddeutscher Lloyd.....8
117,25
118,5
117,75
118,25
Wg. Deutsche Creditank. . . 10
127,75
—»
128,5
129.75
Barmer Bankverein .... 10
Berliner Handels eseüsch. . . 12
134
134,5
133,25
134,75
225,5
223,5
225,5
225,5
Lommerz- und Privai-Banl . 11
190
189,5
190
190
DarmA. ü. Rattonalbank . . 12
275
275
274,75
276
Deutsche Bank......10
Diskonto-Gesellfchaft Änt. . 10
168.5
168,5
169
169,5
157
157
156,75
157
Dresdner Bant..... 10
Mitteldeutsch, SrrdUbcmI ... 9
Metallbau! ...••••••9
164,75
164,25
164
—
Rridrfbaal .«•••••• U
322
323
320,73
323
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- Kur«
1 Uhr- Kurs
Schluß« Kurs
Anfang- Kurs
Datum
4.6.
5.6.
4-6.
5. 6.
Ül.E.Ä.........
. 8
197,75
196,25
196,5
196
Bergmann ......
. 9
224
225
224,5
226,75
Elektr. Lieferungen. . .
10
169,5
169,5
168,75
170,25
Licht und Krajt ....
e
e
10
227,5
228,5
227,4
229
Felten & Guilleaume. • Ges. f. Elektr. Untern.. .
e
•
. 6
150,5
150,25
148,75
149,25
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e
10
235
235
234,75
236
Hamb. Elektt. Werks . .
•
•
10
—
—
147,75
148,5
Rhein. Elektr......
. 9
168
—
167,5
170
Schlei. Elektt......
•
•
10
—
—
201
204,4
Schuckert..... •
e
•
. 8
251
251
249
251
12
406
407,5
403,25
409
Transradio ......
e
e
. 8
—
—
148
149,5
Lahmeher 4 Co.... .
•
•
10
176,5
175,25
174,5
175,5
Buderus..... •
•
. 6
78
78,5
77,25
78
Deutsche ErdLI ....
e
e
. 6
122,75
119,25
122,25
118,5
Essener Steinkohl« ...
. 8
——
—
130
131,25
Gelsenkirchener ... t H 3- 4
140
140
140
139,9
. 6
148,75
—
149.5
148,5
Hoejch Eisen. .....
. 8
—
—
132
131
Ilse Bergbau . • • • • Klöcknerwerke . . • • •
. 8
230
—
229,5
228
*
e
. 7
110,5
—
110
110,5
Köln-Neuesse«. • • • •
e
e
. 9
—
—
129,25
129
Mannesmann.....
. 8
125,75
123,6
124,25
124,25
Mansselder......
. 7
136,5
135,25
135,5
136,5
Oberschlei. Eisenb. Bedai
e
. b
•—
—
91,75
91,25
Oberschles. KoUwerke. .
. 6
—
—
113,65
114
Phönix Bergbau....
Rheinische Braunkohlen.
6K
10
98
307
97,6
306,9
97,5
306,75
97,5
308
Rheinstahl . . . f. % gabt V/i
133,5
132,5
133,65
133,5
Riebeck Montan . . .
Bereinigte Stahl». . .
M
7,2
—
—
. 6
104,75
104
104,5
104,25
—
71
70,65
71,75
Kall Aschersleben . . .
e
10
251
251,75
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225
Kall Westeregeln....
10
257
256,5
257
258,75
Kaliwerk Salzdetfurth .
•
•
Id
415
414,5
413
414.25
I. G. Farden-FnduLrte .
-
•
12
263,5
263,25
263
264
Dynamit Nobel ....
Ä
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. 6
Scheide an stalt . . . . .
Ä
•
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—
_
_
Goldschmidt . . . . .
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•
e
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98,25
98,5
98,25
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•
•
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134
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Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß-
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Kurs
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Kur«
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4-6-
5.6.
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121
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10
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—
—
dement Karlstadt .....
. 8
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Wayß 4 Freitag......
10
117
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117,5
Schultheis Patzenhoser . . .
15
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—
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320,5
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12
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—
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Ber. Glanzstosf......
18
451
453
450
453
Bemberg.........
14
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—
355
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Zellstoff Waldhos.....
12
257
259
257
260
Zellsioss Aschaffenburg . . .
12
—
203
199
201
Charlottenburger Wasser . .
—
—
118
118,75
Dessauer GaS.......
. 8
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—-
219
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Daimler Motoren.....
. 0
56,5
58,25
58,5
Deutsche Maschinen-Fabrik .
. 0
—
—
54,5
54,5
Adlerwerle Klever.....
. 6
58
56
56
55,25
Lud». Loewe.......
10
—
—
215
218,5
Rat. Automobil......
. 0
—
—
28,9
Ctenfiein & Koppel ....
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—
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97,75
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296,75
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Miag...........
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Rekars ulmer .......
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—
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PeterS Union . ......
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Gebr. Roeder . ......
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113
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Boigt 4 Haesfner.....
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212
—
212
Südd. Zucker .......
. 8
151,25
150,5
150,25
—
Banknoten.
___Berlin, 4. Juni
Geld
«rief
Yuneritamlcbe Notes.....
I 4.172
| 4.192
Belgische Noten........
58,11
58,35
Dänische Notar........ italische Enfrn---.... .
111,38
111,82
1 20,296 I
1 20,376
Berlin, 4- Juni
Geld
Brief
Französische Noten.....
Holländische Noten......
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch-Oefterr-, ä 100 Kronen
Rumänische Noten......
Schwedische Noten.....*
Schweizer Noten .......
Svanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten ..
Ungarische Noten.......
Devisenmarkt Berlin
Telegraphische
16,34 167,88
21,93
111,38
58,76
2,53
111,76
80,57
58,18
12,40
72,85
-Frankfur
Auszahli
16,40 168,56
22>O1 111,82
59,00
2,55 112,20
80,90 58,42 12,46 73,15
1 a. M.
ing.
4. Juni
5. Juni
Amtliche Notierung
Geld । Briet
Amtliche
Geld
Qotierun
Brie
Amtt.-tstott. Buen--AireS Brss.-Antw Chriftiania. .Kopenhagen Stockholm - HelirngforS. Italien. . . London. . . NetWork . . Paris.... Schweiz . . Spanien. . Japan . . . Rio de Jan- Wien in D-- Qest. abgest Prag Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon . . Danzig. . . Konstantin. Athen. . . Tanada . . Uruguay. - Lairo . . -
168,21 1,757
58,17 111,60 111,59 111,99 10,525
21,92 20,316 4,1915
16,38 80,64 58,04 1,838 0,496
58,85
12,409 7,359 73,02 3,032 18,78 81,19
1,993 5,435 4,154 4,066
20,835
168755 1,761
58,29
111,82 111,81 112,21 10,545
21,96 200356 4,1995
16,42 80,80
58,16 1,842 0,498
58,97
12,429 7,373 73,16 3,038 18,82 81,35
1,997
6,445 4,162 9,074
20,875
168,25 1,755 58,15
111,61 111,61 112,01
10,527 21,93
20,319 4,1900
16,375 80,625
57,64 1,835
0,4965
58,86 12,408
7,363 73,02 3,027 18,73 81,22 1,990 5,425 4,155
4,056 20,84
168,59 1,759 58,27
111,83
111,83 112,23
10,547
21,97
20,359
4,1980
16,415
80,785
57,66 1,839
0,4985
58,98 12,428
7,377 73,16 3,033
18,77
81,38
1,994
5,435 4,163 4,064
20,88


