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Montag, 4. NovemberMY
Homburg. Hanau und Bad Kissingen, wo ebenfalls die Dersorgungskuranstalten besichtigt wurden.
Bund Hessischer Heimatfreunde.
' Frankfurt a. 1, 2. Dov. 3m Restaurant „3um Storchen" versammelten sich heute Anhänger der Heimatschulbewegung au- allen drei Provinzen Hessens zwecks Gründung eines Bundes der hessischen Hrt matschulfreunde. Lehrer Weinheimer (Mainz) konnte als Gäste Schulrat H a s s i n g e r (Darmstadt), der das hessische Kultusministerium vertrat, und mehrere Kreis- und Stadtichulrät: begrüben, darunter aus Oberhessen die Schulräte Fischer (Gießen), Gockel (Büdingen) und Lorentz (Lauterbach). Lehrer E i d- mann (Darmstadt) und Lehrcr^Roos (Viernheim) behandelten als Referenten den gegenwärtigen Stand der Heimotschulfrage in Hessen und verbreiteten sich über Zweck und Ziele und über die Rotwendigkeit der Gründung eine» Bundes. Dieser erstrebt in erster Linie die Vertiefung der Heimatschulidee und die pädagogische Auswertung der von den amtlichen heimatlichen Arbeitsgemeinschaften erarbeiteten heimatkundlichen Stoffe. Die sehr rege Aussprache ging tiefer auf das Heimatschulproblem ein, zog öte tlare Trennungslinie zwischen Heimatforschung und Heimatschule und wünschte, das) der Rahmen des Bundes weiter gezogen werde, indem als natürliches Arbeitsgebiet ganz Hessen und Rassau zusammengesaht würden. Ein gcschäftssührender Vorstand, bestehend aus den Lehrern E i d m a n n (Darmstadt), Spang und Weinheimer (Mainz), Schwarz (Rudingshain) und Rektor Pfeiffer (Birkenau), wurde mit dem Ausbau der Organisation beauftragt, die als Bundesorgan einstinunig die bereits erscheinende Heimatzeitschrist .Die alte Heimat" wählte. Beschlossen wurde, schon in nächster Zeit Provinzialtagungen in den drei Provinzen zu veranstalten, um weitere Kreise der Lehrerschaft für dis Arbeit des Bundes zu gewinnen.
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Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der ' Schriftleitung.)
O. lk., Reichssiedlungsgeseh. Dieses Gesetz, vom 11. August 1919, können Sie auf Ihrer Bürgermeisterei einsehen. Jedes Reichsgeseh gilt für das ganze Reich und geht stets dem Landesrecht vor. Rach Art. 1 2lbs.2 des hessischen Landesgesehes vom 1. September 1919 ist der hessische Staat gemeinnütziges Siedlungsunternehmen im Sinne des vorgenannten Reichs- gesehcs. Es gibt weiter eine Beamtensiedlungs- verordnung des Reichs vom 11. Februar 1924 und ein Hess. Beamtensiedlungsgeseh vom 20. Oktober 1925. Der Inhalt der Gesetze ist so umfangreich, daß er unmöglich im Rahmen einer Briefkastennotiz Beantwortung finden kann.
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Nr. 259 Dritter Blatt
Lin MchstagsariSschuß in Vad-Aauheim
* B ad-R auheim , 4.Rov. Der 16e r Ausschub im deutschen Reichs tag, das ist der Kriegsbeschädigten-Ausschuß, weilte dieser Tage auf einer Besichtigungsreise in unserer Stadt. Die 16 Abgeordneten, die hier als Gäste waren, gehören den verschiedensten Parteien an. Unter i hnen befand sich auch der bayrische Dauernbündier Eisenberg in oberbayerischer Rationaltracht. Der Besuch galt der hiesigen Bersorgungs - Kuranstalt, woselbst die Unterbringung und Verpflegung der zur Kur weilenden Kriegsbeschädigten eingehend angesehen wurden. Als Gast wohn:e Bürgermeister Dr. A h I der Besichtigung bei. Als Vertreter des Reichsarbeitsministeriums waren die Ministerialräte Meier und G riesmeier anwesend, als Vertreter des Hauptversorgungsamtes Kassel Direktor W e r k m a n n und Reg.-Obermedizinalrat Krummacher. Die Führung durch die Anstalt, die zur Zeit baulich erweitert und auf eine Delegstärke von 82 Betten gebracht wird, besorgten als leitende Aerzte die Regierungsmedizinalräte Dr. Grünebaum und Dr. S ch r o e - der. Im Laufe des Besuchs wurden auch die Bäder und Kur anlagen einer Besichtigung unterzogen. Bei einem gesellschaftlichen Zusammensein im Kurhause begrüßte Kurdirektor_ von B o e h m e r die Gäste. Deren Dank für die gastliche Aufnahme in Bad-Rauheim übermittelte der Vorsitzende des 16er-Ausschusses, der demokratische Reichstagsabgeordnete Spare r. Er sprach im Ramen des Ausschusses seine hohe Befriedigung über das Gesehene aus. Don hier ging die Reise des Ausschusses weiter nach Bad
verwundeten Kameraden Musche und des verwundeten Räubers zum Krankenhaus bewerkstelligte und ein anderer den dritten Räuber der Polizeiwache zuführte, nahm ich selbst mit dem vierten Beamten die Verfolgung der beiden Entkommenen in Angriff. Der eine von ihnen wurde schon in den nächsten Tagen zur Strecke gebracht, die Festnahme des fünften Räubers gelang aber erst viele Monate später in einer rheinischen Stadt, gelegentlich seiner Beteiligung an einem Straßenraube. Zu unserer größten Freude hatten wir aber schon in wenigen Monaten Gelegenheit, unseren verwundeten Kameraden wieder gesund unter uns zu sehen.
(Fortsetzung folgt.)
was uns die frühen Morgenstunden bringen sollten. Es wurde ein Uhr, zwei Uhr, und es schlug drei Uhr, aber nichts ließ sich vernehmen. Plötzlich hörten wir, wie über uns im Hausflur die Haustür geöffnet wurde, mehrere Personen eintraten und die Tür wieder hinter sich schlossen. Schon wenige Minuten später vernahmen wir an der hinteren Tür des Kellers, hinter der wir zum gebührenden Empfang der Mordbuben bereitstanden, leise flüsternde Stimmen. Ein Tan- del wurde von draußen in das Schloß gesteckt, das aber den hartnäckigen Versuchen gewaltsamer Oeffnung standhielt. Den Räubern gelang es nicht, das Schloß zu öffnen, und unwillig vor sich hinbrummend, zogen sie sich zur Beratung in den Hausflur zurück. Wir glaubten sie immer noch bei ihrer „Konferenz", als uns ein krachendes Geräusch von dem vorderen Eingang des Kellers her zusammenfahren lieh. Die Räuber hatten, da sie die Oeffnung der hinteren Tür nicht bewerkstelligen konnten, einfach die vordere Kellereingangstür eingedrückt und polterten nun die Kellertreppe herunter. Eine elektrische Taschenlampe blitzt auf, die Räuber, vier, nein fünf Mann, suchen den vordersten Keller ab. „Der Jude hat sich versteckt, wir müssen ihn suchen" ruft der Führer, als er das leere Bett des Trödlers erblickt. Und dann treten sie in den zum hinteren Eingang des Kellers führenden Gang hinaus, in dessen Rische wir, in Erwartung ihres Eindringens von der hinteren Kellertür aus, der Verbrecher harren. „Hände hoch, Kriminalpolizei!" schmettern wir den Räubern entgegen. Ihre Antwort sind einige Schüsse, die von unserer Seite selbstverständlich sofort erwidert werden. Drüben ein Aufschrei, neben mir sinkt einer meiner Beamten zu Boden, dann drüben noch ein Schrei, das Feuer verstummt, unö_ „halt, wir wollen uns ergeben", bitten die Räuber. Aber als wir uns anschicken, hervorzutreten, um die Räuber zu fassen, setzt von drüben wieder ein starkes Feuer ein, das uns nun zur rücksichtslosen Abwehr zwingt. Dann brechen wir zum Angriff hervor, um Die Räuber zu überwältigen. Einer der Verbrecher liegt erschossen im Kellereingang, die übrigen aber hatten trotz unseres Sperrfeuers, mit dem wir ihnen den Rückzug aözuschneiden suchten, die Möglichkeit gehabt, zu entfliehen. Ihnen nach! Wenige Häuser entfernt finden wir einen schwerverletzten Räuber und neben ihm den dritten, der sich mit der Pistole nochmals zur Wehr zu sehen versucht. Mein Faustschlag macht ihn rasch und endgültig kampfunfähig. Die beiden anderen Räuber waren
„Hände hoch — Kriminalpolizei!"
Was ich in 45 jährigem Kamps gegen das internationale Verbrechertum erlebte
Don Kriminalkommissar Ernst Engelbrecht.
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in dem Keller des Trödlers und warteten ab, aber vorläufig entkommen. Während einer der ' ' ' i Beamten den sofortigen Abtransport des schwer»
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3d) werde der Mordkommission zugeteilt.
Sperrfeuer im Trödlerkeller.
Auf Anordnung des Dirigenten der Kriminalpolizei wurde ich Oktober 1921 auch auf die Mordbereitschaftsliste gefetzt. Diese Liste enthielt die Ramen von etwa sechzehn Kriminalkommissaren, die zur Bearbeitung von Mord- und besonders schweren Kapitalverbrechen herangezogen wurden. Immer je zwei dieser Kriminalkommissare bildeten zusammen je eine Mordkommission, die dann der Reihe nach vier Wochen hindurch den Mordbereitschaftsdienst zu versehen hatte. Diesen Mordkommissionen wurde auch noch cm Stab anderer Beamter der Kriminalpolizei und Beamte des Erkennungs- und Fahndungsdienstes zugeteilt. _
Hier hatte ich Gelegenheit, einige Kapitalfalle zu bearbeiten, die durch den Verlauf ihrer Aufklärung besonders interessant waren.
Eines Morgens wurde mir vertraulich mit- geteilt, daß im „Dalles", der damals berüchtigsten Verbrecherbörse Berlins, zwischen einigen Verbrechern ein Gespräch belauscht worden sei, das sich um die Ermordung und Beraubung eines in der Linienstrahe wohnenden Trödlers drehte. Die Angaben waren derart Präzis, daß die Kriminalpolizei sie für zutreffend halten mußte. Vier der DalleSstammgäste hatten sich verabredet, m den folgenden Äacht in einen Linienstrahe 37 belegenen Trödlerkeller einzudringen, um den dort wohnenden jungen Trödler zur Herausgabe seines Geldes zu zwingen und ihn dann zu ermorden. Mein Gewährsmann hatte von einet der zahlreichen im „Dalles" verkehrenden Dirnen noch erfahren können, daß sie und eine ihrer Freundinnen zur Begleitung und Beteiligung an dem Mordüberfall aufgefordert worden waren. Aber diese Angaben genügten selbstverständlich nicht, die Verbrecher endgültig zu überführen, cs war deshalb unbedingt erforderlich, sie auf frischer Tat zu ertappen. Der Trödler wurde unter Forderung strengsten Stillschweigens ührr die Sachlage unterrichtet und ihm der sicherste Polizeischuh zugesagt. Der Vorschlag der Krimi- nalpolizei an den Trödler, unter polizeilichem Schutze im Keller den Ueberfall abzuwarten, wurde energisch abgewehrt. „Ich bin noch so jung und ich möchte noch nicht sterben", waren die Worte, mit denen der junge Galizier sich gegen unsere Pläne sträubte. Wir fünf, ich, Heinrich Wild und drei Beamte, versteckten uns
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