Ausgabe 
4.11.1929
 
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Sius der Vwvinziaihauptstadt.

Giehen, den 4. November 1929.

Oie letzten 2Rofen.

Wir waren draußen gewesen im Wall), trotz der drohenden Wolken, die von Zeit zu Zeit den Tag verdunkelten, und wir hatten es nicht bereut. Kam doch zuletzt wenn auch schüch» tcrn die Sonne noch einmal durch und ver­goldete mit ihren Strahlen den wundersam ge­färbten Wald und die kahle Flur. Alles war zauberhaft verwandelt. Wir standen am Wald­rand inmitten des rieselnden Laubes, das nun müde zur Erde fiel. Der Wind hatte sich auf­gemacht und durchwühlte die Bäume. Es war das AbschiedSlied. das er den fallenden Blättern sang. Ileberall raschelte das Laub, knackten die reifen Bucheckern, die nun auch von den Bäumen geweht werden.

Es hat einen eigenartigen Reiz, in solchem Herbstwald zu gehen. Ganz von selbst kommen dir dann Gedanken des Abschieds, der Melan­cholie.Ach, wie bald, ach, wie bald .älnd wir können die Dichter verstehen, die gerade diese Herbsttage besungen haben. Eine unbe­stimmte Wehmut schleicht sich in unser Herz.

Welkes Laub, lein Bogelruf Ach wie stille, wie verlassen?

(Lenau).

Durch leere Felder, über Wiesen ohne Blu­men führte uns der Weg. Schweigen legte sich auf uns. Wir kamen sinnend und nachdenklich nach Hause. Die Sonne war längst weg, rauhe Herbstlust halte unsere Backen gerötet, und wir waren froh, als uns die milde Wärme des Zimmers umfing. 3d) knipste das Licht an.

Da stand mitten auf dem Tisch, gerade unter der strahlenden Lampe, der letzte Rosenstrauß. Er kam mix In diesem Augenblick wie eine Er­scheinung aus einer anderen Welt vor. Was sollen uns Rosen, wenn die Ratur sich zur Winterruhe rüstet?

Ich hatte sie am Morgen aus dem Garten geholt. Schon einige Tage hatte ich sie be­trachtet, sie wollten nicht recht aus der Knospe heraus. Die Rächte waren wohl zu kühl, und wenn der Morgenirebel über der Erde lag, beug­ten sie stumm und ergeben ihr Haupt. 3ch schnitt sie ab und stellte sie in die Base. 3n der Wärme entfalteten sie sich schnell und strömten einen

köstlichen Duft aus. der das ganze Zimmer er­füllte. Die Schönheit der Blumen und ihr Dust waren es, die nun so eigenartig auf mich wirk­ten, als ich von dem Herbstspaziergang zurück- kam.

Grüßten doch diese letzten Rosen als Zeichen des vergangenen Sommers, als eine Erinnerung an sonnige Tage. Sie täuschten noch einmal die Sommerherrlichkeit vor, ließen für Augenblicke vergessen, daß es nun Herbst ist. Wie schnell ver­blühen die Rosen an heißen Sagen! Am Morgen noch herrliche Knospen, am Abend fallen schon die Blütenblätter ab. Die letzten S>er6ftblumen aber sind gehärtet durch die tüpfen Rächte, bleiben lange in der Knospe und erfreuen uns auch für Wochen mit ihren herrlichen Blüten und ihrem Wohlgeruch. ES ist, als ob sie die Schönheit des Sommers aufgespeichert hätten, und nur den letzten Rosen entströmt dieser herr­liche Duft. Sie sind wie die köstlichen Werke unserer Künstler, die nach arbeitsreichem Leben, nach freudigen und schme.zlichen Erfahrungen, ihr Bestes gaben, um ihre Mitmenschen zu erfreuen.

Die letzten Rosen bringen unS die schönsten Erinnerungen, sie zeigen mit ihren Blüten zu­gleich aber auch hinüber nach dem kommenden Frühling, sie sind uns ein Sinnbild des Ab­schieds, aber auch Träger einer Hoffnung, die in der Brust eines jeden Menschen lebt.

Wohl ist es Herbst, doch warte nur, doch warte nur ein Weilchen!

Der Frühling kommt, der Himmel lacht. Es steht die Welt in 'Veilchen. (Storm).

Z.

Taten für Dienstag, 5. November.

Sonnenaufgang 6.59 Uhr, Sonnenuntergang 16.28 Uhr. Mondaufgang 11.32 Uhr, Monduntergang 18.33 Uhr.

1414: Konzil zu Konstanz; 1494: der Dichter Hans Sachs in Nürnberg geboren; 1878: der englische Physiker James (Eiere Maxwell in Edinburg gestorben.

Bornotizcn.

Tageskalender für Montag.Hans- besiherverein Gießen: Mitgliederversammlung, 20 Uhr, im (Safe Leib. Gießener Freiw. Feuer­wehr: Monatsversammlung, 20 Uhr, bei König (.Stadt Kassel'). Wohlmuth-Jnstitut: Licht­bildervortrag über .Raturkraft und Medika­mente!", 20 Uhr, im Hotel Hindenburg.

St. u. Oe. Alpenverein, Sektion Gießen: Licht- blldervortrag ,Hochtouren in 3apan', 20.30 Uhr, im Horsaale des Physik. Instituts. Arbeitsamt Gießen: Vortragsabend der Abt. Berufsbera­tung, 19.30 Mn. Gvethe-Schulhaus, Westanlage. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: .Der Skanoal in Badcn-BavLn' undDie blaue Maus'. Astoria-Lichlspidle: .Das brennende Schiff" und »Wenn zwei sich» lieben.

Aus d e m Stadttheaterbureau wird uns geschrieben:.orgen, Dienstag, 5. November, erste Wiederholung, der OperetteSchwarzwald­mädel": Operetten-dastspiele Frankfurt a. M. Mitwoch, 6. Novcmbt.tr, Georg KaisersHellseherei" (Spielleitung Dr. Praüh), Dieser neueste Kaiser hat nach der Gießener Ausführung Anlaß zu starken Diskussionen gegeben uvd dürfte bis jetzt einer der interessantesten Theaterastende dieser Spielzeit fein. Am 8.November gastiers Hemüne Körner mit eigenem Ensemble. Sonnig, 10. November, erster Tag des Kammerspielzykls>; Goethe-Morgenfeier, zusammen mit dem Goethebvud.

Die Dienstagkur Je derDolkshoch- schule beginnen morgen, 2v Uhr, in der Univer­sität. Der KursRhythmische Körperschulung" findet in der Grabenstraße 11 (Hinterhaus) statt und wird wieder, wie früher, gemeinsam ü<m Herrn Stein­bach und Frl. Kübel durchqcsührt. Siehe heutige Anzeige. *

Wochenfahrkarten bej: Wiesecker Omnibuslinie und der7 Straßen­bahn. 3m heutigen Anzeigenteil veröffent­lichen die Kraftverkehrsgesellschaft ..Hessen" und die Direktion der städtischen Straßenbahn eine gemeinsame Bekanntmachung über dve Ausgabe von Wochcnsahrkarten, die vom 11. November ab auf der Omnibuslinie und der Straßenbahn ab Walllvr gelten werden.

** Baumfällen und Telegraphen- anlagen. 3n der Zeit des DaumfäUems wer­den an den Straßen und in den Ortschaften die Reichs-Telegraphen- und Fernsprechleitungen durch umstürzende Bäume oder durch herab­fallende Aeste häufig beschädigt, weil die Per­sonen, denen das Baumfällen obliegt, in der Regel die zur Sicherung der Telegraphenanlagen gegen DLjchädigungen erforderlichen Vorkehrun­gen überhaupt nicht oder in ungenügendem Maße treffen und cs unterlassen, von den bevorstehen­den Arbeiten der nächsten Postanstalt rechtzeitig Mitteilung zu machen. Da auch fahrlässige Be­schädigungen der Telegraphenanlagen im § 318

des Reichs-Strafgesetzbuches mit Strafe bedroht sind, sei den Daumbcsitzern empfohlen, die nächste Postanstalt von der bevorstehenden Daumfäl- lung so rechtzeitig zu benachrichttgen, daß e. F. die Entsendung eines Beamten zur Sicherung der Leitungen veranlaßt werden kann.

Hessische Bereinigung sürVolks­kunde. Die Hessische Bereinigung für BoltS- kunde, die vergangenes 3ahr in Lich tagte, halt ihre diesjährige Hauptversammlung unter dem Vorsitz von Oberstudiendirektor Dr. Faber (Friedberg) am 7. und 8. Dezember in Lauter­bach ab. Außer geschäftigen Verhandlungen bringt die Tagung wichtige vol'skundlich« Referate.

** D i e Elektrizität in Küche und Haushalt war am Donnerstagabend Gegen­stand eines Vortrages im Saale des Casö Leib. Vor einer außerordentlich starken Zuhörerschar der Saal war nahezu bis zum letzten Platz besehtsprach Frau Dr. 3 a k o b im Auftrag« des städtischen Elekir zitätswerkes und der Gie­ßener Fachgeschäfte über die Vorteile deS elek­trischen Herdes beim Kochen, Braten, Backen, CBarmtoaffcrbcreiten usw., ferner über die An­nehmlichkeiten elektrischer Gerätschaften im Haus­halt. Die interessanten Darbietungen der Red­nerin über die verschiedensten Verwendungs­möglichkeiten des elektrischen Herdes wurden von den Zuhörerinnen und Zuhörern mit großer Spannung entgegengenommen. Dabei wurde das mit dem Vortrag verbundene Probekochen und -braten mit st art ein 3nteresse verfolgt, das bann seinen Höhepunkt erreichte, als die zubereiteten Speisen Suppe, Braten, Fisch, Kartoffeln, Bratwurst, Schnitzel, Kreppel, Kuchen, Kaffee usw. als Kostproben unter die Besucher ver­teilt wurden. Man konnte sich überzeugen, daß die Speisen vorzüglich geraten waren und somit der kochtechnische Zweck des Abends als erreicht festgestellt werden mußte. Die Vortragende be­tonte weiterhin an Hand von Berechnungen, daß der elektrische Strom als Heizguelle in der Küche recht billig und in seiner Verwendung auch hinsichtlich der Sauberkeit unerreicht dastehe. Die Ausführungen der Rednerin wurden mit lebhaftem Deisall auf genommen. Anschließend fand noch eine Werde, ilmvorsührung für die Verwendung der Elektrizität In Küche und Haus­halt und eine Gratisverlosung einiger elektrischer Küchengeräte statt. Die Veranstalter des Vor­tragsabends können mit dem Ergebnis dieser Werbung zufrieden sein.

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