Ausgabe 
4.10.1929
 
Einzelbild herunterladen

c

c <

c;

B1

V

= a.o

ei c s~ C

0 o

SL n <*. * * E

h EZ

Wt z z.

L 2>a»< ^3^ 5^.05

« bflS . C»Bn L«H«ZL

e£ « E si

Xsö«5

£UU

*2|

6:3 =

S *0*. ti gjO

Ss^K ^c

lSe - a. t&c ® , >: ic J s s M 2 £a j- 3-.°^ Säht

«ih!

g 5g = «D=BaBc

Eft tS

L -==9i t, ® 4> 2= A vL tjl;

Danknote«.

5

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Frankfurt a M.

Berlin

Schlutz- Kurs

1-Ubr

Kurs

Cchiutz-l

Kur« I

Ansang. Kurs

Datum

3. UL

4 10.

3.10.

4.10.

5% Dt. ReichScmIeihe ö. 1927 . .

87,5

87,5

Dt. Aul.-WlSs.-Schuld mit Aus- ws.-Rechten........

53,6

9,5

53,55

53,7

53,5

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . . .

9,5

9,5

7% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. un> kündbar bis 1932.......

85,5

_

_

4Yi% Rheinische Hyp^Bank Ltqu- Goldps............

76,6

A.E.G. aba. Borkriegs-Obltgation., rückzahlbar 1932 ......

88

4% Schweiz. BundeSb.-Anl.. . .

4% Oeslerretchische Goldrte.. . .

28

27,9

4,20% Oesterr. SUberrte.....

2,65

2,5

__

4% Oesterreich, einhettl. Rte. . .

2

4% Ungarische Goldrte......

22,5

_

22,5

4% Ungarische StaatSr. v. 1910 .

19,9

4*4% desgl. von 1913.....

22,25

22

4% Ungarische Kronenrte.....

1,95

2

1,95

4% Türk. Zollanlethe v. 1911 . .

7,3

7,4

4% Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie I...........

4% deSgl. Serie II.......

7,25

_

7,35

7,25

7,45

_

4% Rumänen convert. Rte. . . .

7,425

7,45

4 yt% Rumänen Goldani. von 1913

14,45

14,4

Wg. Deutsche Eisenbahn . . 4%

Hamburg-Amerika Paket ... 7

117,5

116,75

116,5

Hamb.-Südam. Dampssch. . . 8

175,25

Hansa Dampsschtss.....10

156

156

Norddeutscher Lloyd.....8

107,65

_

107,5

107,25

Allg. Deutsche Ereditanst. . . 10

123,75

124,25

124,4

Barmer Bankverein .... 10

124,75

124,75

124,75

Berliner Handelsgesellsch. . . 12

205

205

205

Commerz- und Privat-Bank. 11

177,5

176,5

177,5

176,5

Darmsu u. Natlonalbank . . 12

266,5

266,75

266,5

Deutsche Bank......10

Diskonw-Gesellschaft Ant,. . 10

163

162,4

162,75

162,5

163

162,4

162,75

162,5

Dresdner tiaut..... 10

158

157,5

158

158

MelaUbao I...... . . . 8

Retchs»«a........12

285

286,5

284,25

Frankfurt a

Berlin

Schluß- Kurs

i-Uhr Kurs

Schlusz- Knrs

Anfang. Kurs

Datum

3.10.

4.10.

3.10.

4.10.

Philipp Hmzmann......<

Heidelberger dement .... 10

dement Karlstadt ..... 10

Wayb & Freitag......-8

Schultheis Pahenhofer ... 15

Ostwerke.........12

«er. Glanzstoss......18

Bemberg......... 14

Zellstoss Waldhos .... 13%

Zellstoss Aschaffenburg ... jz

Charlottenburger Wasser ... 8

Dessauer Gas........9

Daimler Motoren......i

Deutsche Malchinen-Fabrik . . '

Adlerwerke Klever......0

Luvw. Loews ....... 10

Rat. Automobil.......0

Orenstein & Koppel ..... 6

Leonhard Tietz ...... 10

Bamag-Meauin ....... 0

Franks. Maschinen......4

Gritzner..........6

Heyligenstaedt .......

Jungyans. .........6

Lechwerke. . ...... 8

Mainkastwerko.......8

Bliag...........10

Stekarsulmer ...... ..8

Peterü Union........8

Gebr. Roeder ...... io

Voigt & Haesfna......9

Südd. Zucker.......10

94

123

178

96,25

274

222,5

144

39,5

49,25

55

54

106

105,25

125

108,5

222

153,5

95,13

268

39,75

40

105,75

93

96,25

287,9

225.13

272,5

215

220,75

143

98,25

175,5

41

48,65

40,5

167

77

190,5

55

51

124

222

152,5

92,75

288

227

267

217

220,75

97,5

174,5

40,13

48,25

41,25

181

77,75

126

Berlin, 3. Oktober

Geld

Brief

französische Noten.....

16,425

16,485

Holländische Noten ......

167,98

168,66

Italienische Noten......

21,98

22,06

Norwegische Noten......

111,65

112,09

Deutsch-Ocsterr.,Ll00 Kronen

58,85

59,09

Rumänische Noten......

2,48

2,50

Schwedische Noten......

112,25

112,69

Schweizer Noten .......

Spanische Noten.......

62,05

62^29

Tschechoslowakische Noten . .

12,38

12.44

Ungarische Noten ...

72,95

73,25

Franksun a M.

Berlin

Schluß- Kurs

l-Uhr Kurs

Schluß-! Kurs

Anfang. Kurs

Damm

3.10.

4-10-

3.10.

4.10.

A.E.G........

. v

183,75

182,75

183,4

183,25

Bergmann.....

. 9

216

215,5

214

Elekkr. Lieferungen. .

10

165

165

163,75

Licht und Kraft . . .

10

190

189

186,25

Felten & Guilleaume.

e

e

,

126

125,75

126,5

Ges. f. Elektr. Untern..

e

e

10

186

186

186

Hamb. Elektr. Werke .

e

10

142

Rhein. Elektr.....

. 9

141,5

143

142,5

Schlei. Elektr. . . . .

10

174

179,5

Schuckert......

Siemens & Halske .

e

e

11

210,5

207,25

208,5

206,25

16

360,5

355,5

359

357

Transradio .....

e

. 8

131,5

132,75

Lai,«eher L Co.. . .

10

176,5

174,5

Buderus......

. 6

67,5

66,75

Deutsche Erdöl . . .

. 6

108,25

107,4

Essener Steinkohle . .

e

. 8

134

135

Gelsenkirchener . . »

. 8

135,5

135,25

134,6

Harpener......

. 0

139,5

139,5

139,25

Hoejch Eisen. ....

6V,

119,5

120,5

Ilse Bergbau ....

Klöcknerwerke ....

e

-

10

214

214

e

e

110,5

110,5

110,5

Köln-Neuessen. . . .

. 7

117

118

Mannesmann....

e

. 7

105,75

105,6

105,75

106,5

Mansselder.....

e

fr <

131

130,75

130,5

Oberschles. Eisend. Bedarf

. 6

74,25

73,75

Oberschles. Kokswerke.

e

. 7 ey,

97,75

98,25

Phönix Bembau.... Ryelnische Braunkohlen.

e

102,25

102

102,25

10

263,5

263,5

261,25

Rhetnslahl.....

. 6

114

112,5

112,25

112,9

Riebeck Montan . . .

e

7,2

118

Bereinigte Stahlw. .

110,75

110,5

110,25

Olavi Atinen .... Kali Aschersleben .

167.

67,65

67,4

lo

222,5

222,5

222,25

222,5

Kall Westeregeln. . . Kaltwert Salzdetfurth

.

10

227

377

226,5

226

377,5

226,75

377

F. G Farben-Industrie

12

204,4

202

203,13

203,13

Dynamit Nobel .

. 6

95

95

Scheideanslalt....

. 9

148

Goldschmidt . . . .

*

. 6

71

71,5

71,5

Rütgerswerke . . . .

*

. 6

74,5

74

74,5

Metallgesellschcht. . .

9

e

. 8

125

124,75

126

126,5

3- Oktober

4. Oktober

Amclichc Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Briet

Geld

Brief

Amst.» Rott.

168,31

168,65

168,32

168,66

Buen.-Aires

1,758

1,762

1,757

1,761

Brff.-Antw.

58,375

58,485

58,39

58,51

Chriltiania.

111,85

112,07

111,88

112,10

Kopenhagen Stockholm . Helnngforö. Italien. . . London. . .

111,89

112,11

111,91

112,13

112,41

112,63

112,41

112.63

10,535

21,94

10,555

21,98

10,537

21,94

10,557

21,98

20,368

4,192

20,408

20,375

20,415

Neuyork . .

4,200

4,191

4,199

Paris....

16,44

16,48

16,43

16,47

Schweiz ..

80,90

81,06

80,91

62,22

81,07

Spanien. .

62,19

1,998

62,31

62,34

Japan . ..

2,002

1,998

2,002

Rio de Jan. Wien in D--

0,4975

0,4995

0,4975

0,4995

£ eft. aügest.

58,92

59,04

58,93

59,05

Prag Belzrad . .

12,412

12,432

12,412

12,432

7,383

7,397

7,388

7,402

Budapest. .

73,12

73,21

73,12

73,26

Bulgarien .

3,035

3,041

3,035

3,045

Lissabon

18,78

18,82

81,62

18,78

18,82

Danzig. . . Konstantin.

81,46

81,45

81,61

2,025

2,029

2,026

2,030

Alhcn. . .

5,425

5,435

5,425

5,435

(Sanaba . .

4,154

4,162

4,152

4,162

Uruguay. .

4,096

4,104

4,096

4,104

Cairo . . .

20,89

20,93

20,892

20,932

Berlin, 3. Oktober

(Selb

Brief

Amerikanische Noten .....

4,18

4,20

Belgische Noten . ...»»» 4

Dänische Noten .»».«».»

58,25

111,65

58,49

112,09

Enaläche Noten ********

20,333

20,418

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

nen Platzes, lieber den Ausgang dieser beiden Tref­fen kann nichts vorausgesagt werden.

Ebenfalls nach Nieder-Girmes muß die erste S ch ü l e r e l f. Ihr könnte man einen Sieg über die erst m Schüler des Platzvereins zutrauen. Un­terschätzen darf sie ihren Gegner allerdings nicht.

Handball her Sp.-Vg. 1900.

Den letzten Sonntag vor den Verbandsspielen nützen die 1900er noch einmal zum Austrag eines Freundschaftsspieles. Sie empfangen die erste Elf der 2. K o m p. des hiesigen Batail­lons. Der spielerische Aufschwung der Mili­tärmannschaften begann im Herbst vorigen Jah­res und hat dazu geführt, daß sie jetzt für dis ersten Bereinsmannschaften des hiesigen Bezirks als gleichwertige, wenn nicht gar überlegene Gegner zu gelten haben. Die Spielvereinigungs­leute, die immer noch nicht ihre schlagkräftigste Mannschaft ins Feld stellen können, haben daher kaum Gewinnchancen. FaUs die Hintermann­schaft des Platzvereins ihre Aufgabe so gut zu lösen vermag, wie gegen die Oberrealschule am vergangenen Samstag, sollte der Torunterschied nicht allzu groß werden.

Handball im Männeriurnverein (O.T).

Am vergangenen Sonntag trug die 1. Jugend des M to. auf eigenem Platze ein Verbandsspiel gegen die gleiche Mannschaft des T v. 1 8 6 0 Bad- Nauheim aus. Nach überlegenem Spiel konnte die Platzmannschaft mit dem hohen Resultat von 11:1 das Spiel für sich entscheiden.

F. Sp. B. 1926 Steinbach.

Steinbach I Garbenteich I 9:0.

Steinbach II Bieber I 1:4.

Vergangenen Sonntag weilte die erste Mann­schaft des Sportvereins Garbenteich in Stein­bach, um dort das fällige Verbandsspiel zum Aus­trag zu bringen. Die Gäste kamen jedoch nie richtig auf und mußten sich eine Niederlage gefallen lassen. Mit diesem überzeugenden Siege konnte der Platz­verein sich zwei wertvolle Punkte sichern.

Die zweite Mannschaft Steinbachs verlor ge­gen die körperlich weit kräftigere erste Mannschaft von Bieber 1:4.

Nächsten Sonntag fährt die erste Mannschaft Steinbachs nach Steinberg, um sich dort

Wirtschaft.

Oie Besserung des Außenhandels.

Das Statistische Reichsamt legt soeben die Rach- weifungen über die Entwicklung des deut­schen Außenhandels im Iah re 1 9 2 8, verglichen mit den beiden Vorjahren, der Oeffent- lichkeit vor. Zwar kennt man die allgemeinen Zahlen schon, aber eine Nachprüfung dieser sorg­fältig gearbeiteten Tabellen gestattet wichtige und interessante Rückschlüsse, die im Rachstehenden angedeutet seien.

Die deutsche Warenausfuhr, die im Jahre 1926 einen Wert von 10 414,459 Mil­lionen hatte und im Jahre 1927 auf 10 801,053 stieg, hatte 1928 einen Gesamtwert von 12 054,794. Die Einfuhrzahlen für die gleichen Pe­rioden betragen 10 001.443, dann 14 228,061 und im letzten Jahr 14 051,267. Zwar ist diese Bilanz also noch immer passiv und nur einmal, im Jahre 1926, aktiv gewesen. Aber 1928 hat sich das Ausmaß dieser Passivität sehr erheblich, nämlich von fast 3,5 auf knapp 2 Milliarden vermindert, und diese Verminderung hat im laufenden Jahre weitere Fortschritte ge­macht. Ein weiteres günstiges Symptom ist die gleichzeitige Vergrößerung der Ausfuhr um rüehr als 10 Prozent: und als drittes ist die Verschiebung festzustellen, die in dem Verhältnis der Fertigwaren-Ein- fuhr zur Fertigwaren-Ausfuhr ein­getreten ist. Denn während Deutschland, das im Jahre 1926 nur für 1362,967 Millionen fertige Waren eingeführt hatte, diese Ziffer 1927 auf die relativ gewaltige Höhe von 2538,686 Mil­lionen steigerte, ist im letzten Jahre eine Ver­minderung auf 2459,026 eingetreten. In der­selben Periode ist aber die Fertigwaren-Aus- fuhr von 7154,230 im Jahre 1926, 7723,505 im Jahre 1927, auf nicht weniger als 8701,480 Millionen im letzten Jahre gestiegen. Das be­deutet eine Steigerung von fast 15 Proz. bei einer Gesamterhöhung der Aus­fuhr um etwas über 10 Proz., also eine Verbesserung zugunsten der deutschen Industrie 'und Arbeit, die natürlich in höherem Maße an Fertigwaren, als an Rohprodukten oder Halb­fabrikaten beteiligt sind. Wie stark aber Deutsch­land von ausländischen Rohprodukten abhängig ist. zeigt die Tatsache, daß mehr als die Hälfte der gesamten Einfuhr in den beiden letzten Jah­ren. fast genau die Hälfte im Jahre 1926 auf die

Einfuhr solcher Produkte entfällt. Wertmäßig stehen dabei Oelfrüchte uno Oelsaaten obenan (1928 rund 850 Millionen): mit 795 Millionen folgt Baumwolle, mit 764 Millionen Wolle und andere Tierhaare. An vierter Stelle steht Dau- und Ruhholz mit 529, an fünfter Kupfer mit 376 Millionen. An der industriellen Ausfuhr Deutsch­lands sind nach der Gliederung der Reichsstatistik in erster Linie allgemeine Eisenwaren beteiligt, die mit 674 Millionen 1928 erscheinen: Daum­wollgewebe mit 426, allgemeine Maschinen mit 507, chemische und pharmazeutische Erzeugnisse allgemeiner Art mit 500 Millionen, elektrotech­nische Erzeugnisse mit fast 400 Millionen folgen dicht dahinter. Die Einfuhr von Lebensmit­teln und Getränken ist 1928 mengenmäßig ziemlich stark, wertmäßig nur um etwa 3 Proz. gegenüber 1927 zurückgegangen: doch ist gleichzeitig eine Steigerung der Aus­fuhr in diesen Erzeugnissen um etwa 70 Mill, mehr zu verzeichnen, als die Einfuhrminderung ausmacht. Dabei ist ein erheblicher Rückgang der Einfuhr von Weizen und Roggen, von Hafer, Fleisch und Fleischwaren, Käse und Schmalz, pflanzlichen Oelen und Fetten, d «gegen eine Stei­gerung der Einfuhr von Reis, Gemüsen, Obst und Südfrüchten, Kaffee, Butter und Eiern zu ver­zeichnen. Auch in lebenden Tieren ist die Ein­fuhr, verglichen mit 1927, rückläufig gewesen.

Im ganzen ist das Bild der H an d e"ks - bilanz von 1 9 2 8, allerdings zum Teil be­günstigt durch eine gute Ernte, ein entschie­den besseres als dasjenige der Vorjahre.

* Kein Austritt der Deutschen Gaso- l i n A.-G. aus der Benzin-Konvention. Die in einer Reihe von großen Tageszeitungen ver- öffentlichte Nachricht, wonach die Deutsche Gasolin A.-G. aus der Benzinkonvention ausgetreten sei, ist, wie dem WTB.-Handelsdienst von Verwaltungsseite mitgeteilt wird, vollständig aus der Luft gegriffen. Es hat weder am vergangenen Donnerstag in Düs­seldorf eine Konventionssitzung überhaupt stattgefun­den, noch ist die Möglichkeit, daß die Deutsche Ga­solin A.-G. aus der Konvention austreten könnte, erörtert worden. Die Deutsche Gasolin A.-G. weist die Nachricht über ihren Austritt als unwahr und unbegründet zurück.

Frankfurter Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers*.

Frankfurt a.M., 4. Okt. Tendenz: schwächer. Nachdem gegen Schluß des gestrigen Tagesverkehrs und an der Abendbörse eine gewisse Beruhigung und Erholung eingetreten war, erfuhr die Tendenz zu Beginn der heutigen Börse eine neue Abschwä - chung. Die durch den Tod Dr. Stresemanns geschaffene unsichere politische Lage sowie die Un­sicherheit über die weitere Entwicklung riefen starke Zurückhaltung hervor. Dazu kam die schwache Hal­tung der gestrigen Neuyorker Börse. Das Geschäft war recht still. Wenn auch weiterAbgabenei- g u n g bestand, ft war das Angebot im allgemeinen nicht so groß wie gestern, so daß das Jnterventions- konsortium sich nicht in dem gestrigen Ausmaße be­stätigte. Auf einzelnen Märkten waren aber doch große Verluste festzustellen, so vor allem bei Svenska, die auf schwache Londoner Kurse 16 Mk. einbüßten. Außerdem wurden am Elektromartt, an­geblich für Rechnung eines Bankinstituts, größere Abgaben in Siemens und Schuckert vorgenommen, die 5 bzw. 3,25 v. H. schwächer eröffneten. Ferner lagen wieder Glanzstoff mit minus 6 v. H. recht schwach. Bei den anderen Märkten hielten sich die Kursrückgänge in engeren Grenzen. J.-G.-Farben eröffneten 2,40 v. H. niedriger. Mon­tanaktien waren stark vernachlässigt. Rheinstahl 1,5 o. H. schwächer. Kaliwerte knapp behauptet. Bank­aktien gaben bei kleinsten Umsätzen bis 1 v. H. nach. Am Markt der Autoaktien eröffneten Kleyer leicht gebessert, Daimler dagegen angeboten und 1,25 v. H. schwächer. Renten still. Altbesitzanleihe etwas niedri­ger. Im Verlaufe gingen die Kurse bei anhaltender Geschäftsstille weiter zurück. Namentlich in Svenska- Aktien und Elektrowerten hielt das Angebot an. Die ErleichterungfürTagesgeld machte Fort­schritte. Der Satz wurde aus 7 v. H. ermäßigt. Am Devisenmarkt war der Pfundkurs auch gegen Paris besser. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1960, ge­gen Pfund 20,403, London-Kabel 4,8617, gegen Pa­ris 123,96, gegen Madrid 92,83, gegen Mailand 32,76, gegen Holland 12,1025.

Berliner Börse.

Berlin, 4. Okt. In gewissem Sinne war die heutige Börse eine Enttäuschung. Nachdem ge­stern abend auf die erfolgreiche Jnterventionstätig- keit der Banken eine weitere Beruhigung eingetreten war, glaubte man heute vormittag mit weiteren Kurs­besserungen rechnen zu können. Da aber zu den er­sten Kursen Ware herauskam (wenn auch nicht viel), zeigten diese überwiegend 1- bis 2prozentige Rückgänge. Als verstimmendes Moment wurden flaue Auslandbörsen genannt. Wie schon öfters aus-

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mit­teilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion desGießener Anzeigers".

Problem Nr. 232.

Don Baron b. Terestschenko, Baden-Baden.

Schwarz.

Weiß.

Weiß zieht und seht in drei Zügen matt.

Weiß: 7 Steine. Kb3; Dh3; Td8; Sd5, g5; Ba5, e5. Schwarz: 5 Steine. Kd4; Lai; Sa3, g4, Bf5.

Rachstehend die vierte und fünfte Partie aus dem Weltmeisterkampfe zu Wiesbaden.

Partie Nr. 160.

Indisch.

4. Partie des Wettkampfes.

Weiß: Bogoljubow. Schwarz: Aljechin.

1. d2-d4, Sg8-f6. 2. c2-c4, e7-e6. 3. SblT c3, Lf8-b4. 4. Ddl-b3, c7-c5. 5. d4xc5, Sb8- a6. 6. a2a3, Lb4xc3 + . 7. Db3xc3, Sa6xc5. 8. f2f3, a7-a5. 9. e2-e4, 0-0. 10. Lcl-f4!, Dd3-b6. 11. Tal-dl, Sf6-e8. 12. Sgl-e2, d7- . 13. Lf4-e3, Db(X-c7. 14. Sc2-d4, Dc7-e7. 15. Sd4-b5, Ta8-a6. 16. Lfl-e2, f7-f5. 17. e4- e5, d6xe5. 18. Dc3xe5, Sc5-d7. 19. De5-c3, e6-e5. 20. 0-0, Ta6-g6. 21. Dc3xa5, f5-f4. 22. Le3-cl! (Dies ermöglicht später Dd8) 22. ..., De7-g5. 23. Tfl-f2, e5-e4? (Planlose Bauern­opfer, die zu baldigem Untergänge führen, Aljechin sollte versuchen durch DH4 nebst Th6 den Angriff aufzubauen.) 24. f3xe4, Sd7e5? 25. Da5d8! (Dieser feine Zug erstickt alle Angriffsversuche des Schwarzen.) 25..... Se8-f6. 26. Lclxf4, Se5

f3-h 27. Le2xf3, Dg5xf4. 28. Dd8-d6, Df4-h4. 29. g2-g3. (Pariert am einfachsten die Drohung 29. . . ., Dxf2+! utto.) 29. .. ., Dh4-h3. 30. e4- e5, h7 - h6. (Sonst entscheidet Ld5-s-.) 31. Lf3-d5+, Kg8-H7. 32. Dd6xf8, Sf6xd5. (Aljechin hätte hier lieber aufgeben sollen.) 33. c4xd5, Lc8 - g4. 34. Td 1 d3, DH3-H5. 35. Sb5-d6, Lg4-e2. 36. Sd6-f7, Tg6-b6. 37. Td3-d2, Le2-c4. 38. Df8-c5. (Aufgegeben; für einen Weltmeister eine etwas über­raschende Niederlage.)

Partie Nr. 161.

Angenommenes Damengambit, tz. Partie des Wettkampfes.

Weiß: Aljechin.

Schwarz: Bogoljubow.

1. d2-d4, d7-d5. 2. c2-c4, c7-c6. 3. Sgl f3, Sg8-f6. 4. Sbl -c3, d5xc4. (Bogoljubow schlug als Schwarzer in den ersten Wettkampfpartien immer den Gambitbauern und erhielt durchweg ein schwer

zu verteidigendes Spiel). 5. a2 - a4, Lc8f5. 6. Sf3 e5, e7-e6. 7. Lei-g5, Lf8-e7. 8. f2-f3, h7-h6» 9. e2-e4, Lf5h7. 10. Lg5-e3, Sb8-d7. 11. Se5x c4, 0-0. 12. Lfle2, c6c5. 13. d4xc5, Le7xc5. 14. Le3xc5, Sd7xc5. 15. b2-b4, Sc5-a6. 16. Ddlx d8, TfSxdS. 17. Sc3-a2, Sa6-b8. 18. Kel-f2, Sb8-c6. 19. Thl -dl, Sc6-d4. 20. Tal-cl,Kg8- f8. 21. Le2fl, Sf6-e8. 22. Sa2-c3,f7-f6. 23. Sc4- 25, Ta8-b8. 24. Sc3-b5, Sd4xb5. 25. TdlxdS, Tb8xd8. 26. Sa5Xb7, Td8-b8. 27. Sb7-c5, Kf8- e7. 28. a4xb5, Se8-d6. 29. Tel-al, Sd6-c8. 30. Lfl c4, Lh7-g8. 31. f3 f4, Lg8-f7. 32. e4- e5, f6xe5. 33. f4xe5, Tb8-b6. 34. Kf2-e3, Lf7- e8. 35. Tal -a5, Le8-d7. 36. Ke3-d4, Ld7-e8. 37. H2 - h4, Le8 - d7. 38. Lc4 - e2, Tb6 - b8. 39. Sc5x d7, Ke7xd7. 40. Le2 - f3, Tb8b6. (Hier wurde die Partie abgebrochen, nach den folgenden 8 Züge« gab Bogoljubow auf.) 41. Kd4 - c5, Tb6 - b8.42. h4 H5, Kd7-d8. 43. Lt3-c6, Kd8-e7. 44. Ta5-a3, Ke7-f7. 45. Lc6-e4, Kf7-e7. 46. Kc5-c6, Ke7- d8. 47. Ta3d3+, Kd8e7. 48. Kc6 c7 aufgegeben.

Lösung des Problems Rr. 228.

Don P. A. Larsen.

1. Se3d5!, Ke5d6 2. De8c6+! ufto, 1. .. ., Ke5-e4 2. Se6-d4 + ufto.

1. ..., f7xe6 2. De8 b8 + usw.

1. ..La6-c8 oder beliebig 2. Se6-c5+ usw.

Echachbriefkaften.

N. Aehhausen. Besten Dank für Ihre Mit­teilungen: eine Berichtigung erscheint in einen der nächsten Schachspalten.

Oie Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonStisch»

Die Spree muß zahlen.

Eine in Dresden beheimatete Firma, welche mit Ueberlandautomobilen Gesellschaftsreisen zu unternehmen pflegt, macht ihren Gästen die zu besuchende Gegend natürlich möglichst schmackhaft, lieber Berlin und Umgebung steht z. B. folgen-, des in den Prospekten zu lesen:

Die Spree ist mit den verschiedensten Fische« belebt und känn sich die Langeweile durch Angeln vertreiben gegen Lösung einer Angelkarte von einer Mark."

Daß die Spree selber noch zahlen muh, wenn sie ihre eigenen Fische fangen will, ist wirllichj allerhand.

Segen des Vollbarles.

Folgende haarsträubende Sache wird in einem! Berliner Blatt zum besten gegeben:

Der Dichter Hermann Bahr betrat in Wien eine Buchhandlung. Eine junge Dame, die sich auch gerade in dem Laden befand, trat schüchtern auf ihn zu und fragte zögernd:Verzeihung... sind Sie nicht... Theodor Däubler?** Rein, mein liebes Fräulein," antwortete Bahr, ich habe zwar auch einen großen Bart, aber ich bin nicht Theodor Däubler, ich bin Jo­hannes Brahm s."Oh," reagierte jetzt be­geistert das Fräulein,dann sind Sie ja deü Verfasser des berühm ten Buches..., ja wie heißt es doch gleich...?"

Sie meinen jedenfalls Brahms' Tier - leben", erwiderte Bahr kurz, indem er den Laden verließ.

Unnötige Ausgabe.

Ein junger Bankier, der mit einer Filmdiva! verheiratet war, führte eines Tages folgendes Gespräch mit ihr:Neulich war ich bei einem Wahrsager und habe mir für hundert Dollar die Wahrheit verkünden lassen. Weiht du, was er mir sagte? Er erzählte, daß du nichts von mir hältst."Idiot!" rief die Diva,das hätte ich dir auch umsonst sagen kön­nen."

geführt, kann aber bei leichten Geldsätzen (gestern Tagesgeld 6 o. H.) schwaches Neuyork für den Ber­liner Markt auf die Dauer nur ein Houssemoment sein. Daß allerdings die Maklerdarlehen eine Zu­nahme auf 6,5 Milliarden erfahren haben, ist un­angenehmer. Trotzdem gestern keine weiteren Gold­verluste bei der Bank von England eingetreten sind, denn das Pfund hat seit gestern auch gegen Pa­ris den Goldausfuhrpunkt überschritten, liefen heute schwache Londoner Meldungen ein. Hierunter hatten besonders Polyphon und Svenska zu leiden. Letztere verloren schon zu Beginn 1.3,5 Mk. und im Verlaufe weitere 3,50 Mark. Polyphon, zunächst nur 4 v. H. schwächer, gingen nach der ersten Notiz um 4,5 v. H. zurück. Sonst waren noch BMW., die füh­renden Elektrowerte und von Nebenwerten Deutsche

Ton und Steinzeug 2 bis 3 v. H. schwächer. Durch Widerstandsfähigkeit fielen Spritwerte auf. Deutschs Anleihen und Ausländer ruhig. Mexikaner etwas erholt. Pfandbriefe bei sehr stillem Geschäft schwä­cher taxiert. Der Geldmarkt war etwas leichter, Tagesgeld 8,5 bis 11 v. H.; Monatsgeld 9,25 bis 10,5 v. H.; Warenwechsel zirka 7,75 v. H. Nach den ersten Kursen bei ruhigem Geschäft weiter nad)t gebend. Man sprach im Verlaufe von Auslandab­gaben in den führenden Werten. Siemens verloren 5 o. H., Salzdetfurth 4 v. H., Karstadt 4,5 v. H., Kunstseidenwerte 11 v. H. usw. BMW. gingen int Verlaufe um weitere 4 v. H. zurück. Svenska lagen 5 Mk. und Polyphon 8 v. H. niedriger, als zu An­fang. Selbst der Bankenmarkt mußte sich ein» bis dreiprozentige Abschwächungen gefallen lassen.