Ausgabe 
4.10.1929
 
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Zreitag, 4. Oktober 1929

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Nr. 255 Drittes Blatt

Turnen, Sport und Spiet

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Nachdruck verboten.

3. Fortsetzung.

Verlobte

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Käthe hörte wieder eimnnl Worte, nichts Worte, die ihr nichts sagten. Was wußte von den Männern? Nichts! Gar nichts!

Berndt Klausen war der erste, mit dem anders als geschäftlich oder gleichgültig

Sie fand keine Antwort, aber als sie Schritte draußen hörte, wischte sie sich schnell die Trä­nen ob. , _

Es war nur das Mädchen, das abraumen wollte.

Käthe gab dem Mädchen den Brief an die Tante mit und bat, ihn schnellstens zu befördern.

Dabei kam ihr wieder ein Gedanke, den sie noch nicht gehabt hatte.

Ob denn nicht auch Berndt Eltern hatte, wenigstens eine Mutter, einen Vater, jemand, dem er melden muhte, daß er sich verheiratet hatte?

Nun erst besann sich Käthe, daß Berndt nie ton Verwandten gesprochen hatte. Sie wußte nicht einmal, woher er stammte. Vicht ein Wort hatte er davon gesagt.

War das nicht schrecklich? Sie war die Frau eines Mannes, dessen Vame ihr bekannt war, sonst ober auch nichts!

Das Mädchen ging mit dem Briefe, ilnb Käthe war wieder allein. Allein mit sich und den Ge­danken, die nun erst recht auf sie einstürmten.

Wo blieb nur Berndt Klausen?

1. Salsberg, 2,30 Meter; 2. Rohrbach ll, 2,25 Meter; 3. Schmelz, 2,17 Meter. Ballweitwurf: 1. Herbert, 69,40 Meter; 2. Rohrbach II, 52,90 M.; 3. Schmelz, 46,70 Meter. O-Klasse (Iahrg. 17 u. j), 50 Meter: 1. Volk, 7,4 Sek.; 2. Oppenheimer; 3. Haibach. Weit­sprung aus dem Stand: 1. Volk, 2,26 Meter; 2. Op­penheimer, 2,06 Mir.; 3. Haibach, 1,60 Meter. Ball­weitwurf: Volk, 60,20 Meter.

Frauen:

100 Meter: 1. Frl. Nickel, 14,4 Sek.; 2. Frl. Weiershäuser, 15 Sek.; 3. Frl. Voß, 15,6 Sekunden. Weitsprung: 1. Frl. Nickel, 4 Meter; 2. Frl. Voß, 3,80 Meter; 3. Frl. Link, 3,80 Meter. Hochsprung: 1. Frl. Weiershäuser, 1,20 Meter; 2. Frl. Peters, 1,15 Meter; 3. Frl. Link, 1,15 Meter; Kugelstoßen: 1. Frl. Langhammer, 7,67 Meter; 2. Frl. Nickel, 6,58 Meter; 3. Frl. Weiershäuser, 6,14 Meter. Schlagballweitwurf: 1. Frl. Langhammer, 42 Meter; 2. Nickel, 37,50 Meter; 3. Frl. Voß, 33,20 Meter. Mädchen A, 100 Meter: 1. Frl. Braun, 15,2 Sek.; 2. Frl. Andreä, 16 Sekunden. Hochsprung: 1. Frl. Braun, 1,15 Meter. Weitsprung: 1. Frl. Braun, 3,75 Meter; 2. Frl. Andreä, 3,50 Meter. Ballweitwurf: 1. Frl. Andreä, 27 Meter; 2. Frl. Braun, 25,80 Meter. Mädchen 6, 100 Meter: Frl. M. Lösch, 14,2 Sekunden (!). Hochsprung: Frl. Lösch, 1,15 Meter. Weitsprung: Frl. Lösch, 3,70 Meter. Ballweitwurf: Frl. Lösch, 45 Meter (!).

Zechten im Turngau Hessen (D.T.)

In der Turnhalle des Turnvereins von 1860 zu Bad-Vauheim fand am Sonntag ein gut be­suchter Lehrgang für Dorfechten statt. Es nahmen Fechtwarte und Vorfechter folgender Vereine daran teil: T v. 1 8 4 6 Gießen, Mtv. Gießen, Tv. 1860 Bad-Vauheim, T. u. Spv. Butzbach. Tgm. Friedberg, T. u. Spv. Marburg, Tv. Wetzlar. Der Leiter, Kreisfechtwart 011 (Offenbach a. M.), erteilte eine gründliche und sehr interessante Fechtschule mit praktischer und theoretischer Belehrung. Ein Kampfrichterlehr- gang beschloß die arbeitsreiche Tagung.

aber sie war zu schwach. Da riß die Pflegerin es auf und hielt ihr das Blatt dicht vor die Augen. ,

Sofort kommen! Tante, sehr krank, ruft Sue!

Edelmann."

Immer wieder las Käthe die Worte. Wer war nur dieser Edelmann? And Tante krank? Tanke rief sie? Mein Gvtt, was war denn das nur?

Der Arzt schaute besorgt auf sie, als sie sich auf rich tete.

Sie dürfen nicht aufstehen, müssen noch liegen* bleiben," ragte er.

Da blickte sie ihn verwundert an.

Tante ruft mich doch!" sagte sie.

Sie reichte ihm das Telegramm. Er las und sprach leise mit dem Direktor. Dann sagte er:

Wenn Sie noch diese Vacht brav schlafen, nachdem Sie ordentlich gegessen haben, wollen Wir sehen, ob Sie morgen fahren können."

Schlafen! Ia, schlafen!

Käthe schlief schon längst wieder, als das Essen kam. man störte sie nicht. Diesmal aber war es nicht Bewußtlosigkeit, diesmal arbeitete ihr Geist und zeigte ihr das Häuschen unter den Kastanien, zeigte ihr die alte, strenge Frau darin.

Tante war sehr krank! Sie sehnte sich nach Käthe! War die Liebe in ihr doch erwacht?

In Käthe war, trotzdem sie schlief, immerfort ein Drängen. Sie wollte fort und konnte nicht.

Als sie am Morgen erwachte, waren ihre Augen klar. Im Schlummer hatte ihre Seele sich wiedergefunden. Sie dachte nicht mehr an den Mann, der in ihr einsames Leben getreten und wieder daraus verschwunden war. sie dachte nur an ihre Tante und an das große, unfaßbare Wunder, daß sie von dieser gerufen wurde!

Der Arzt staunte, als er kam. Er redete etwas von der Kraft verwandtschaftlicher Liebe, aber er hatte nichts einzuwenden, daß Käthe aus- stand und sich zur Veise fertigmachte. Er ver­langte nur, daß sie von der Pflegerin bis zum Schiff gebracht wurde.

So geschah es. daß Käthe das Hotel wieder verlieh, ohne daß sie etwas von dem Verbleib Berndt Klausens erfahren hatte; und niemend wagte, sie an ihn zu erinnern.

Es war wie ein Wunder, daß er ihr sein Geld gegeben und sie dadurch in den Stand gesetzt hatte, die Hotelrechnung und nun die Veise zu bezahlen, den Arzt, die Pflegerin und alles andere.

Es würde ihr auch sonst noch genug bleiben, denn es war eine große Summe in der Tasche gewesen. Käthe dachte nicht daran,_ daß sie vielleicht gar nicht hätte darüber verfügen dür­fen, sie dachte überhaupt nur einss: Würde sie die'Tante noch am Leben finden?

(Fortsetzung folgt.)

Liebe in Ketten.

Zfiomcin von Hans Mitteweider. Copyright by Martin Fmchtwanger, Halle (Saale).

Körperlich krank ist sie nicht, höchstens zu Tode erschöpft," sagte er,aber ihr Gemüts­zustand ..."

Käthe schaute die Menschen an, die sie um­standen, ohne einen zu sehen. Sie sprach nicht, sie weinte nicht mehr es war, als sei etwas in ihr gestorben, sie wußte nicht, was. And stumpf ließ sie alles geschehen.

Sie trank auch, was man ihr reichte: ein Schlafmittel. And so vergingen ihr die nächsten vierundzwanzig Stunden, ohne daß sie etwas davon wußte. ,

Als sie erwachte und ein fremdes Mädchen an ihrem Bett sitzen sah, wußte sie überhaupt nicht wo sie war. Eie tastete mit beiden Händen nach dem schmerzenden Kopfe. Was war nur mit ihr?

Die Pflegerin fragte sie nach ihrem Befinden. Sie, sprach deutsch.

Da kam alles wieder über Käthe.

Ist er da?" stieß sie hervor, indem sie auf- f Sanft ward sie wieder in die Kissen gedrückt, ohne daß eine Antwort erfolgte. And sie fragte nicht wieder. Sie wußte alles.

Berndt war nicht gekommen! Er war ver­schlungen worden von dieser fremden, unheim­lichen Stadt!

Käthe dachte nicht einen Augenblick daran, daß sie nun Witwe geworden war, ohne Frau gewesen zu sein. Sie hatte überhaupt nur einen Wunsch: Fort! Heim!

Heim? Wo war sie denn daheim, seit Tante Wohllcbe sich von ihr losgesagt hatte?

Ihr kamen keine Tränen bei diesem Gedanken. Wieder fühlte sie, daß ettöas in ihr tot war. And dann schwand ihr das Bewußtsein.

Die Amwelt versank vor ihr.

Am achten Tage erst kam Käthe Klausen wie­der zu sich, schwach und matt und so müde, ach, so unbeschreiblich müde!

Sie sah den Arzt, sie sah die Pflegerin, den Direktor. Sie hörte Worte, immer wieder nur Worte, aber sie wartete nicht mehr darauf, daß man ihr sagte, Berndt sei gekommen. Der war doch tot, schon lange! .

Aber der Direktor hatte ein gelbes Kuvert in der Hand, es sah ganz sonderbar aus. Er schaute auf den Arzt und fragte ihn etwas und erhielt eine Antwort.

Da trat er an das Bett und reichte Käthe den sonderbaren gelben Amschlag.

Dieses Telegramm ist für Sie emgetroffen, Frau Klausen," sagte er.Es ist dringend und kommt aus Ihrer Heimat, wie ich annehme. Wol­len Sie es in aller Ruhe lesen? Vielleicht ent­hält es die ersehnte Vachricht?"

Aus der Heimat! Mehr hörte Käthe nicht. Sie griff nach einem Kuvert und wollte eS offnen,

Tv. Pfaffendvrf; 18. Fritz Werntgen, Tgs. Koblenz.

Die unfern Lesern schon bekannte Veuner- Mannschaft des

Hessen-Gaues

führt die letzten Vummem. und zwar in der Reihenfolge: 19. Würtz. Krofdorf; 20. Otto Sektor, Marburg; 21. Keil. Marburg; 22. Goetfch. Marburg; 23. Reuter, Gietzenl 24. Eckhardt, Vidda; 25. Seht, Großen- Linden; 26. Sinnwell, Bad-Vauheim; 27. Fink, Marburg.

Die Hebungen

folgen einander im Wechsel der Gaue, so daß also die Kampfnummern 1, 10 und 19 bei jedem Gerät eröffnen und nach dem Durchlauf der ent­sprechenden Dreier-Gruppen die Vummern 9, 18 und 27 den Kampfabschnitt schließen.

Der jüngste Mitkämpfer zählt 19, der älteste 39 Iahre. Das Durchschnittsalter beträgt 24,4 Iahre; das der Hessen 25,5, das der Frankfurter 23 4. und das vom Rhein-Moselgau 24.3 Iahre. ' Im Lebensalter von 20 bis 25 Iahren stehen 20 Turner, je zwei finden wir zwischen 26 und 30. 31 und 35, und 36 bis 39 Iahren.________

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821 ID

Sie haben den Vamen verhört, Frau Klau­sen," sagte er.Er lautet Frome" er buch­stabierte ihn,das ist eine bekannte Firma. And wenn ich auch nicht dort anfragen konnte, weil niemand mehr im Bureau ist, so wissen wir doch nun wenigstens, wo Ihr Gatte gewesen ist. Man kann nicht wissen, was ihn zurückge- halten hat..."

Er muß verunglückt sein!" schrie Käthe auf.

Doch sogleich erwiderte der Direktor:

Das dürfte so gut wie ausgeschlossen sein, denn ich hatte mich bereits an den zuständigen Stellen erkundigt, aber man weiß dort nichts, daß ein Deutscher mit dem Vamen Klausen als verunglückt gemeldet und irgendwo eingeliefert worden ist."

Aber wo soll er denn fein? Er wollte doch um zehn Ahr spätestens wieder hier sein!"

Er wollte! Gewiß, gnädige Frau! Er ist, wie Sie sagen, früher schon hier in Stellung gewesen. Vielleicht hat er einen guten Bekannten getroffen. Er hat vielleicht auch versucht, Sie zu benachrichtigen, aber es ist ihm aus irgend­einem Grunde nicht gelungen. Freilich, freilich, ich ^ebe zu, es ist unverantwortlich von einem jungen Ehemann, seine Frau so zu ängstigen. Allein, Sie werden uns Männer noch kennen- lernen, wir sind allzumal keine Heiligen. .."

Fd®r Qua'ität ge, E nkaufes. Unser

20. Deutscher Turntag.

15. Deutsches Turnfest in Stuttgart.

Im Mittelpunkt der Besprechungen des Haupt­ausschusses der D.T. stand die Wahl des Ortes für das 15. Deutsche Turnfest. Wohl noch nie ist hem Hauptausschuh die Wahl des Turnfestortes so schwer gefallen, wie in diesem Iahre. Drei Städte, Breslau, Stuttgart und Dresden, bewar­ben sich um das Fest. Alle drei sicherten der D. T. die restlose Erfüllung der Richtlinien zur Durch­führung eines derartig großen Festes zu. Vach Anhörung der für die einzelnen Städte sprechen­den Vertreter erfolgte die Wahl von Stutt­gart, für das besonders auch sprach, daß die Anlagen für das Turnfest erst neu errichtet wer­den müssen, wobei größte Rücksicht auf die be­sonderen Wünsche des Turnausschusses der D. T. auf Grund der Erfahrungen bei den letzten Deut­schen Turnfesten genommen werden kann. Handball-Lokaltreffen in Gießen.

inännerfurnoerein Turnverein 1846.

Das wichtigste Treffen der Meisterklasse findet om kommenden Sonntag auf dem Aniversitäts- sporlplah statt und sieht als Gegner die beiden Gießener Turnvereine. Beide Mannschaften sind in ihrer Spielstärke ziemlich ausgeglichen. Das vorjährige letzte Spiel der Derbandsrunde endete unentschieden, nachdem Mtv. das Vorspiel 2:1 für sich entscheiden konnte. Es gingen über­haupt alle bisherigen Treffen mit höchstens einem Tore Anterschied aus. Ein Beweis dafür, daß alle Kämpfe ausgeglichen waren. Leiter des Spiels ist ein Frankfurter Schiedsrichter.

Die vorhergehende Begegnung der Iugend- mannfchaften wird wohl der Mtv. für sich ent­scheiden. da er größere Spielerfahrung besitzt.

Leichtathletik der Ep.-Dg. 1900.

ö. Bei prächtigem Herbstwetter wurden am Sonn­tag die Vereinsmeisterschaften zum Aus- tiag gebracht. Sie ergaben ein anschauliches Bild von der Güte der 1900er Leichtathletik. Sowohl bei den Einzelwettbewerben als auch auch bei den Staf­feln entwickelten sich durchweg spannende Kämpfe. Bei den gezeigten Leistungen ist zu beachten, daß in fast allen Klassen eine Reihe erster Kräfte dem Start fernbleiben mußten. Bei den Aktiven domi­nierten mit ansprechenden Leistungen Guyot in den Sprintstrecken, Bepperling über die Mittel­und Paul über die Langstrecken. 3m Weitsprung machte sich das Fehlen Seipps bemerkbar, beim Hochs prung schien Hopfen müller die An- sprungbahn nicht zu liegen. Bei den Werfern erzielte L a n g l o tz überraschenderweise die Bestleistung durch seine 47,35 Meter im Speerwurf. Eigenartiger­weise wurde auch bei den Jugendlichen die absolut beste Leistung von einem Jugendlichen aufgestellt: H. Müller wartete im Kugelstoßen mit 14,39 Me­ter auf. Aber auch die übrigen 3ugendergebnisfe, insbesondere die der Klasse B, können sich sehen las­sen. Unter den Frauen und Mädchen haben sich in der verhältnismäßig kurzen Feit des Bestehens der Abteilung eine erfreulich große Zahl zu recht brauchbaren Leichtathletinnen entwickelt. Nachstehend

die Ergebnisse:

Aktive:

100 Meter, Gruppe I: 1. Guyot, 11,4 S.; 2. Hop- femnüller, 11,6 S.; 3. Langlotz, 11,9 Sekunden. 100 Meter, Gruppe II: 1. Täubert, 12 S.; 2. Birken­stock, 12,2 S.; 3. Knigge, 12,3 Sekunden. 200 Meter, Vorgabelauf: 1. Schickedanz 24 Sek. bei 8 Meter

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Ser SM-KetSaM bet 9. T. in bet Mchalle Wen die Gegner schicken.

Käthe hatte den schrecklichsten Tag ihres Lebens ^erbracht. Berndt Klausen kam und kam nicht zurück!

Er war noch nicht da, als sich bereits die Schatten des Abends auf die Riesenstadt senkten und die Lichter überall aufflammten. Er kam nicht, als der Verkehr langsam zu verebben be­gann.

Käthe wußte sich vor Angst nicht mehr zu fassen. Das Mädchen hatte vergebens zu trösten versucht, und endlich schickte sie den Direktor des Hotels zu der trostlosen junaen Frau. Er sprach Deutsch; er fragte, er erfuhr nichts, sie wußte ja nichts nur, daß sie getraut worden war und dann in dem Restaurant gesessen hatte. Sie beschrieb es.

Der Direktor nannte einen Vamen.

Ich werde sogleich selbst anfragen, ob man die Herren dort gekannt hat, wenigstens die Engländer," sagte er.Ich weiß, wo Sie ge­wesen sind."

Käthe atmete auf. Endlich kam ein Lichtstrahl in baß Dunkel.

Sie wartete in fieberhafter Erregung und eilte dem Direktor entgegen, als er wiederkam. Sie sah ihn lächeln er wußte etwas.

Borg.; 2. Guyot, 24,1 Sek. vom Mal; 3. Hopfen­müller, 24,2 Sek. bei 2 Meter Vorgabe. 400 Meter: 1. Bepperling, 55,9 Sek.; 2. Lange, 56,2 Sek.; 3. Knigge, 60 Sekunden. 800 Meter, Vorgabelauf: 1. Bepperling, 2:06,1 Min vom Mal; 2. Glagow, 2:08 Min. bei 50 Meter Borg.; 3. Linsemann 2:10,3 Min. bei 50 Meter Vorgabe. 3000 Meter, Vorgabelauf: 1. Paul, 10:06,1 Min., vom Mal; 2. Koch, 10:26 Min., vom Mal; 3. Linsemann 10:38,8 Min., bei 100 Meter Vorgabe. Weitsprung: 1. Maus, 5,85 Meter; 2. Knigge, 5,60 Meter; 3. Linsemann, 4,90 Meter. Hochsprung: 1. Hopfenmüller, 1,55 Meter; 2. Pe­ters, 1,49 Meter; 3. Maus, 1,45 Meter. Kugelstoßen, Gruppe 1:1. Frey, 11,49 Meter; 2. Langlotz, 11,22 Meter; 3. Hopfenmüller, 10,43 Meter. Kugelstoßen, Gruppe II: 1. Schmelz, 10,48 Meter; 2. Birkenstock, 9,74 Meter; 3. Trauth, 9 Meter. Speerwurf, Gr. I: 1. Langlotz, 47,35 Meter; 2. Guyot, 45,30 Meter; 3. Klös, 44 Meter. Speerwurf, Gr. II: 1. Lange, 38,80 Meter; 2. Frey, 35,75 Meter; 3. Trauth, 28,70 Meter. Dreikampf für Fußballer (100 Meter, Weit­sprung, Speerwurf): W. Schmitz.

Jugend:

A-Klasse (Jahrgang 11 bis 12), 100 Meter: 1. Schickedanz, 12 Sek.; 2. Schlarb, 12,2 Sek.; 3. Bal­ser, 12,3 Sekunden. 800 Meter: 1. Balser, 2:16,4 M.; 2. Peters, 2:19,2 Min.; 3. Koch I, 2:20,9 Minuten. Weitsprung: 1. Schlarb, 5,35 Meter; 2. Balser, 5,15 Meter; 3. Koch I, 4,40 Meter. Kugelstoßen: 1. H. Müller, 14,39 Meter (!); 2. Speier, 11,41 Meter; 3. Schlarb, 11,36 Meter. Speerwurf: 1. H. Müller, 44 50 Meter; 2. Balser, 41,20 Meter; 3. Schlarb, 37 M. B-Kl. (Iahrg. 13 bis 14), 100 Mir.: Koch II, 12 Sek.; 2. Gräf, 12,3 Sek.; 3. Rodriguez, 12,4 Sek. 300 Meter: 1. Koch II, 45,1 Sek.; 2. Rodriguez 46,3 Sek.; 3. Rohrbach 46,7 Sekunden. 800 Meter: 1. Mootz, 2:20,8 Min.; 2. Koch II; 3. Rohrbach I. Weit­sprung: 1. Gräf, 5,55 Meter; 2. Rodriguez, 5,05 Meter ; 3. Koch II, 5 Meter. Speerwurf: 1. Gräf, 43,75 Meter; 2. Auer, 42,85 Meter; 3. Felsing, 37,45 Meter. C-Klasse (Iahrg. 15 bis 16), 50 Meter: 1. Rohrbach II, 7,3 Sek.; 2. Salsberg, 7,4 Sek.; 3. Schmelz, 7,5 Sekunden. Weitsprung aus dem Stand:

£> Vunmehr sind auch die Ausscheidungs­kämpfe in den Gauen Frankfurt a. M. zind Rhein-Mosel durchgeführt und die Turner genannt worden, die ihre Gaue in Gießen ver­treten sollen. Wir geben die Vamen in der end­gültigen Reihenfolge ihrer Wettkämpfe wieder.

Der Gau Frankfurt

läßt seine Kampfmannschaft wie folgt antreten: 1. Paul Seip, Tgm. Bockenheim. 2. Hans Helmer. Tgs. Rödelheim; 3. Herbert Müller, Tgm. Eintracht, Frankfurt; 4. Ludwig Her­rn a n n, Tgm. Dockenheim; 5. Karl Hörnis, Tv. Viederrad; 6. Robert I a n s e n, Tgm. Ein­tracht, Frankfurt; 7. Heinrich H o l f e l d e r, Tgm. Bornheim; 8. Georg Pfeiffer, Tgm. Ein­tracht, Frankfurt. 9. Ernst Winter, Tgm.Ein- tracht, Frankfurt.

Der Rhein-Mosel-Gau

meldet sich in folgender Aufstellung: 10. Peter Barten, Tv. Bendorf; 11. Richard Busch, Tv. Ehrenbreitstein; 12. Hubert Breidbach, Tv. Weißenturm; 13. Heinrich Böckstiegel, Tv. Mülhofen; 14. Otto I o st, Tv. Wirges; 15. Iosef Hannappel, Tv. Dernbach; 16. Willi Griser, Tv. Wirges; 17. Michel Klaß,

sprachen hatte! . r r

Eie ängstigte sich, daß sie es nicht sagen konnte, aber doch gestand sie sich, daß es weniger um Berndt war, als vielmehr, weil sie allein war in der fremden Stadt, mutterseelenallein trotz der Millionen von Menschen, die hier lebten!

Wenn sie in Deutschland drüben gewesen wäre, es wäre nicht so schlimm gewesen! Aber hier! Berndt Klausen war doch jetzt der einzige Mensch, an den sie sich klammern komrte, nachdem die Tante ihr die Tür gewiesen hatte!

Wohin, wohin sollte sie sich wenden, wenn er nicht wiederkam?

Der Direktor redete ihr vergebens zu, nut hinunterzukommen und sich durch die Musik in der Diele etwas zerstreuen zu lassen. Käthe blieb auf ihrem Zimmer und wanderte unruhig hin und her, Stunde um Stunde, bis sie endlich erschöpft zusammenbrach und liegenblieb, wo sie lag.

Als spat abends das Mädchen noch einmal nach ihr sah, fand sie sie so, hob sie auf und trug sie mit Mühe zum Bett. Dann alarmierte sie das Haus, man rief einen Arzt?

Er schüttelte bedenklich das Haupt.

Spielveremigung 1900 Gießen.

Im dritten Meisterschaftsspiel treten die 1900er am kommenden Sonntag auf eigenem Platz der Ligaelf des Fußballvereins 19 2 0 Mar - burg-Ockershausen entgegen, die wegen ihrer guten Angriffsreihe immer ein gefähr­licher Gegner für die etwas langsame Abwehr der Gießener war. Die letzte Begegnung zwischen den beiden Mannschaften sah die Marburger Vorstädter mit 2:0 Toren als knapper Sieger. Die Aussichten des Plahvereins für den kom- menten Sonntag lassen sich noch nicht beurteilen, da es im letzten Spiel in Wallau zu viel Bles­sierte gab, deren Mitwirkung bis jetzt noch in Frage steht. '

Dor dem Ligaspiel liefern sich die dritten Mannschaften der beiden Ortsgegner 1900 und V.f.D. das erste Lokaltreffen ihrer Klasse in dieser Saison. Der Ausgang ist vollständig offen.

1900s vierte Elf empfängt die zweite Mann­schaft vom Fußball-Club 1 9 2 6 Großen- B u s e ck. Im letzten Gesellschaftsspiel bföeb Gr- Buseck 1:0 Sieger, was sich auch in der jetzigen Begegnung wiederholen kann, obwohl 1900s Vierte bis jetzt ungeschlagen ist-

Iugendspiele kommen wie folgt zum Aus­trag 1900 1. IrgendHeuchelheim 1. Iugend. dürfte der Plahverein gewinnen. 1900 2 .Iugend Leihgestern 1. Jugend. Das Spiel findet in Leih­gestern statt und läßt den 1900ern wenig Ge­winnchancen. Ebenso das Spiel 1900 3. Iugend Großen-Buseck 1. Iugend, das ebenfalls auf dem Platz des Gegners zum Austrag kommt <*j in dem die 1900er körperlich überlegen sind. Die 1. und 2. Schülerelf der Dlauweißen sind zusammengepaart.

V. f. 23.

Während die Liga am kommenden Sonntag wieder spielfrei ist, hat die zweite Mann­schaft ini Verbandsspiel die gleiche des Wetz­larer Sportvereins zum Gegner. Wetzlar war im Vorjahre Meister seiner Klasse, und muß als der schwerste Gegner der V.f.B.-Elf bezeichnet wer­den. In der letzten Punktspielserie verlor V.f.B. sein erstes Treffen auf dortigem Platz hoch mit 1:7 und konnte dann im Rückspiel ein 4:4 erzwingen. In diesem Jahre scheint sich das Stärkeverhältnis bei­der Mannschaften etwas verschoben zu haben, da Sportverein den vergangenen Sonntag gegen die Zweite von Nieder-Girmes mit 3:4 verlor, während V.f.B. diese in überlegenem Spiel mit 8:2 schlagen konnte. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb wird man der Platzmannschaft für kommenden Sonntag nicht mehr Siegesaussichten einräumen können, als ihrem Gegner. In wohl fast allen bisherigen Spie­len zeigte sich Wetzlar als die energischere und wuch­tigere Elf. Dafür gilt V.f.B.als technisch besser, so daß es schwer fällt, den eventuellen Sieger voraus­zusagen. Nur wenn die Platzelf diesmal ihr spiele­risches Können mit dem nötigen Kampfeseifer und Eiegeswillen vereinigt, kann sie unter Umständen das'Treffen ganz knapp für sich entscheiden.

Die erste Ju g e n d m a n n s cha f t fährt zum Pflichtspiel nach Nieder-Girmes und wird gegen die dortige erste Jugend einen sehr schweren tzl'and haben. Wenn V.s.B. nicht bessere Leistungen, vor allen Dingen eine bessere Zusammenarbeit zwi­schen den einzelnen Mannschaftsteilen, zeigt, wird er der Unterlegene sein.

Zweite und dritte Ju-gendelf haben in ihren Pflichtspielen gegen Steinbergs erste bzw. Büblingshausen erste den Vorteil des eige-

............rm. 0.35 a.........rm 0,58

...........rm. 1,35

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