Ausgabe 
4.6.1929
 
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Oie Wetterlage.

dazu,

der

stützen würden, wonach diese Frage geson­dert geregelt werden muß. 3m übrigen wird darauf hingewiesen, daß die beteiligten Regie­rungen zu einer späteren Zeit das Pariser Ab- kommen zu ratifizieren haben und daß in der Zwischenzeit sich sehr wohl eine Gelegenheit für einen direkten Ausgleich zwischen Deutschland und Belgien bieten sollte, so daß bis zum Zeit­punkte der Ratifikation auch diese Frage geregelt werden könnte.

Frankreichwillemenpräzedenzsall

Spekulation auf die Saargruben.

Ein Militärzug verunglückt.

Bier Reichswehrsoldaten getötet.

Dresden, 3.3uni. (TA.) Aus noch nicht aufgeklaAr Arsache ist heute nachmittag ein bon Schlesien nach Königsbrück bestimmter ©uterang mit Reichswehrsoldaten und Pferden auf dem Bahnhof Lausnitz ent- b ! r « U"d u mg e ft ürzt. Dabei wurden r ® f -S 6 toehrsoldaten getötet un6 bandelt sich um einen 7 Ä3? der 1. und 5. Eskadron des 1k^S'schen Reiterregiments, bon dem um li« <rn 1 Om Dahnhos Lausnitz bei Königsbrück ?ntnh?n9en mr!-- ^ann und sechs Pferden und etwa 400 Meter weit geschleift wurde. Der Zug kam dann zum Halten.

London über die belgischen Forderungen.

London, 3. Juni (Telun.) In maßge­benden englischen Kreisen ist man auf ©rund der aus Paris vorliegenden Meldungen davon überzeugt, daß Belgien in der Mark­forderung schließlich seine Unterschrift un­ter den Youngplan nicht verweigern wird, da sowohl die britische, wie auch die amerikanische Delegation im Falle einer wirklichen Gefährdung des Pariser Ergebnisses den deutschen Standpunkt unter-

EinBriefGchachts anOwenHoung

Direkte Verhandlungen zwischen Deutschland und Belgien vorgeschlagen.

Wie verlautet, drängt man daher die Belgier dazu, sie möchten den Borschlag annehmen. Ob­wohl eine Aeußerung aus Brüssel hierzu noch nicht vorliege, habe man in Konferenzkreisen gestern abend allgemein den Eindruck, daß die Unterzeichnung des Sachverständigen- berichtes- nunmehr in einigen Tagen werde er­folgen können. Owen D. Young scheine ziem­lich optimistisch zu sein und habe angekündigt, er beabsichtige, am Samstag die Rückreise nach Amerika anzutreten.

Briand reist nach Madrid. Wettervoraussage.

Daris 1 Die Wetterlage steht unter dem Einfluß der aus-

Briand' pmhfinn nm Außenminister gedehnten skandinavischen Störung, die sich seit

Dur^eile nnA gestern abend weiter vertieft hat. Ihr Kern lag

AÜßenministe?Z?l^s ki. Wie Äauwt wird > ^utemarg^^itBarometechänden^nter 740 Milli- Drrand am Dienstagvormittag 10 Uhr Paris , ebenfalls zur Ratstagung nag) Madrid zu begeben.

Die Art, wie zur Zeit die belgische Mark- orderung von französischer Seite behandelt wird, legt in der Tat den Verdacht nahe, daß Frank- 5^^..unter allen Umständen eine Präjudiz herbeifuhren will, umForderungenFrank- nnr6r-A Ü-b6J den Young-Plan hinaus anläßlich eines etwaigen Rückkaufes der Saar- gruben von Deutschland zu ermöglichen. Diesem Ersuche muß auf das schärfste widersprochen werden.

Paris. 3. Juni. (DL.) In der belgischen Mark-Frage hat der Vorsitzende der deutschen Gruppe, Reichsbankpräsident Dr. Schacht, an den Vorsitzenden des Sachverständigen-Ausschusses, Owen doung, folgenden Brief gerichtet:

..Sehr geehrter Herr Vorsitzender!

3n Ergänzung der Unterhaltung, die ich am letz­ten Samstag mit Ihnen in der belgischen Mark- Frage gehabt habe, beehre ich mich, Ihnen mikzutei- len, daß die deutsche Regierung bereit ist, folgende Maßnahmen zu ergreifen:

1. unverzüglich ein pactum de contrahendo mit der belgischen Regierung (sei es durch Roten­wechsel, sei es durch ein gemeinsames Protokoll) ab- Z »schließen, wodurch die beiden Regierungen sich verpflichten, Verhandlungen auf einer neuen Basis aufzunehmen mit dem Ziel einer endgültigen Regelung der Mark-Frage,

2. diese Verhandlungen alsbald aufzunehmen und darüber übereinzukommen, daß diese Verhand­lungen abgeschlossen werden sollten, bevor der neue Reparationsplan von den Regierungen in Kraft gesetzt wird.

Die deutsche Regierung hat Herrn Ministerialdirek­tor Ritter zu ihrem Sonderbevollmächtigten für diese Frage ernannt; er ist bereit, die Verhandlun­gen alsbald zu eröffnen.

Der wesentliche Inhalt der vorhergehenden Punkte ist dem belgischen Gesandten in Berlin mitgeteilt worden, dessen Antwort von der deutschen Regie­rung erwartet wird. Die deutsche Regierung hat diesen Vorschlag in dem Geiste des Entgegen­kommens und mit dem festen Dillen gemacht, dieses Hindernis für die normale Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den bei­den Ländern zu entfernen.

3d) hoffe, daß diese Feststellungen alle Mih - Verständnisse beseitigen werden, die hin­sichtlich der Stellung der deutschen Regierung in der belgischen Mark-Frage bestehen. 3m Hinblick auf diese zur Zeit bestehenden Mißverständnisse wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie den übrigen Mitgliedern des Ausschusses von der Stellungnahme der deut­schen Regierung, wie ich sie hierin dargelegt habe, Mitteilung machen würden."

Der Brief ist vom Vorsitzenden an sämtliche Mit­glieder des Ausschusses verteilt worden.

Ein greifbarer Beweis für -en guten Willen Deutschlands.

Paris, 4. Juni. (WTD. Funkspruch.) Durch den Brief, den Reichsbankpräsldent Dr. Schacht gestern dem Vorsitzenden der Reparationskonfe- rena Owen D. Young geschrieben hat, ist in der Angelegenheit der belgischen Markbanknoten eine neue Lage geschaffen. Rach derChicago Tribüne" sieht

die Mehrzahl der Gläubigerdelegationen dieses Schreiben als einen greifbaren Beweis für den guten Dillen Deutschlands an.

* 5<hnec a Graupeln. e NeDtl K Ciewitttr.(§)wind5lilit.O-. sehr «eichtet Ost -nissiger Südsüdwest. q stürmischer dordwesl Oie Pfeile fliegen mit dem winde. Die oeiaen Stationen stellenden Zah» ten geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichem **>t Meeresniveau umgerechneten Luftdruck

Der Gtinnes-Prozeß.

(WB.) Im Stinnes- t 0 0 beschloß das Gericht die Ladung des

einmaligen Reichskommissars für die Ablösung entwerteter Markanleihen, Staatssekretär Hein- nrlr-V Sachverständigen, der sich über das Ablosungsverfahren äußern soll.

hierauf wurde die Vernehmung des Angeklag- SL wS, ® L6 fortgesetzt. Der Angeklagte fa^k feine mr den letzten Verhandlungstagen ge- dahin zusammen, daß nach seiner Meinung wegen seiner Beteiligung an dem

Meter über Südschweden, lieber Deutschland, das von der Südseite der Störung beeinflußt wird, kommt es infolgedessen vielfach zu Niederschlägen und stärkerer Bewölkung. Die Wetterlage wird wei­terhin durch das Druckfallaebiet beherrscht, und zwar gelangt sie unter den Rückseiteneinfluß. Somit strömt kalte Luft unserem Gebiet zu, und unter Tempera­turrückgang nimmt die Witterung einen unbestän­digen Charakter an. Niederschläge treten ebenfalls noch auf, jedoch gehen sie mehr in Schauer über.

Wettervoraussage für Mittwoch: Kühles und unbeständiges, wechselnd wolkiges Wetter, vorübergehend auch aufheiternd, noch Regenschauer.

Wettervoraussage für Donners­tag: Aebergang zu ruhigerem Wetter, teils wolkig, teils aufheiternd, leichte Erwärmung wahrscheinlich.

Lufttemperaturen am 3. Juni: mittags 23,0 Grad Celsius, abends 15,6 Grad Celsius; am 4. Juni: morgens 14,2 Grad Celsius. Maxi­mum 24,1 Grad Celsius. Minimum 12,6 Grad Celsius. Riederschlag 9,6 Millimeter. Sonnen­scheindauer 2Va Stunden.

Amtlicher Reisewellerdienst der öffentlichen Wetterdienststelle Gießen.

Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Gestern warmer Tag, regnerisch; heute morgen 13 Grad Celsius, Windstille, Regen. (Berchtesgaden): Gestern warmer Tag, regnerisch; heute morgen 13 Grad, Nordweftwind, wolkig

Küste (Westerland auf Sylt): Gestern kühle Rocht, veränderlich mit Schauern; heute morgen Grad Nordweftwind, wolkig. (Swinemünde): gestern schwul, meist trübe; heute morgen 12 Grad, Sudwestwind, wolkig. (Borkum): Gestern kühle Jladjt, veränderlich mit Schauern; heute morgen 10 Grad, Nordwestwind, wolkig.

Baden (Baden-Baden): Gestern schwül, Wet- ter schlechter geworden; heute morgen 11 Grad, T^estwind, Regen. (Triberg): Gestern milde Bacht, Wetter schlechter geworden; heute mor­gen 10 Grad, Westwind, Regen. (Freiburgk Gestern schwül, teils heiter, teils wolkig; heul» morgen 16 Grad, Rordostwind, wolkig.

heingebiet (Köln): Gestern vorherrschend werft trübe; heute morgen 13 Grad. Sitz- Westwind. wolVg.

Landwirtschaft einen ausreichenden Zollschuh zu gewähren.

2lbg. Frau Weber (Zentr.) verlangt größere Förderung des deutschen Gemüsebaues, um die Einfuhr aus dem Auslande auf diesem Gebiet einzudämmen.

Minister Dietrich: Die Regierung hat nicht etwa beschlossen, die ganzen Fragen bis zum September zurückzustellen, sondern zunächst über die Fragen des Brotgetreides einen Ausschuß zu berufen, der zu meinen Vorschlägen Stellung nehmen soll. Bevor der Reichstag auseinander­geht, soll auch er zu diesen Fragen Stellung nehmen. Dagegen sind gewisse Dinge, in denen die Regierung handelsvertraglich gebunden ist, zur Entscheidung im gegenwärtigen Moment noch nicht reif. Diese Fragen sollen geprüft werden im Zusammenhang mit dem großen Problem: Wie stellen wir unsere Wirtschaftspolitik ein auf das Ergebnis der Pariser Verhandlungen? Im Zusammenhang mit diesem Problem, für das eine Sondertagung im September vorgesehen ist, muh auch die Entscheidung über die erwähnten landwirtschaftlichen Fragen fallen.

2lbg. Haag (DntL) verlangt größere Förderung der Bienenzucht und Hilfe für den Weinbau.

21bg. Lind (DntL) beantragt erhöhte Mittel für Absatzförderung.

2lbg. Hanse (Chr.-Nat. Bp.) wünscht Maßnah- men zur Hebung des Obst- und Gemüsebaues und der Bienenzucht.

Damit schließt die Aussprache. Der kommunistische Mißtrauensantrag gegen den Ernährungsminister wird in einfacher Abstimmung gegen die Antrag­steller abgelehnt. Die Ausschußentschließung, die er­forderliche Relation zwischen Lebendvieh- und Fleischzöllen herzustellen, wird mit den Stimmen der Rechtsparteien und des Zentrums angenommen. Da­mit ist die zweite Lesung des Landwirtschaftsetats beendet.

Sie vier Getöteten find: Anteroffizier Franke. Obergefreiter Milde, Fahnenjunker Förster iURL^Cn,Un£r Severak, sämtlich bon der 1. GStabron. a?on icir Leichtverletzten ist einer

£Cr geblieben, die anderen wurden tm Garnisvnlazarett Königsbrück aufgenommen

^r$«#Cnnb Sanitätsmannschaften waren lofort zur Stelle. Nach kurzer Zeit erschien ferner ein Hilfszug sowie verschiedene Feuer­wehren an der Anfallstelle. Der Betrieb wurde nur wenige Stunden unterbrochen. Der Präsi­dent der Reichsbahndirektion. Dr. Kluge war ebenfalls an der Anfallstelle anwesend. '

Aus aller Wsti.

Prolestschließung der Kinos in Bayern.

Versammlung des Vereins bayerischer Lichtspieltheaterbesiher in München wurde öte Protestfchließung der Theater Ven ^'?Ä^6baren Lustbarkeitssteuer" be°

Termin der Schließung wurde der 14. -Juli festgesetzt.

Sprengunglück beim Zugspihbahnbau.

® 41 ^?uni. (WTB. Funkspruch.)

Q3etm bohren von Sprenglöchern in einem Sun» E der tm Bau befindlichen Zugspitzbahn fhefj man auf einen alten, noch nicht entladenen Schuß, welcher explodierte. Ein Arbeiter

6e totet, drei schwer verletzt, einer tarn mit leichteren Verwundungen davon. Einer spateren Meldung zufolge ist der Arbeiter P e - terskofertin Krankenhaus von Garrnisch fei-

Verletzungen erlegen, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Ein wei­terer Arbeiter schwebt noch in Lebensgefahr.

Spafe Aufdeckung eines Mordes.

Der Kriminalpolizei in U l m ist es gelungen M -m vergangenen Herbst ausgeführten

zDcotb anfzndecken. Wie verlautet, hatte der

Anlecheablofungsgeschäft gegen ihn höchstens eine Ordnungsstrafe verhängt werden könnte. Da aber Die von ihm veranlaßten Ablösungsanträge wie­der zurückgezogen worden seien, komme auch eine Ordnungsstrafe nach seiner Ansicht nicht in Be- tracht.

Der Angeklagte Schneid stellte entschieden in Abrede, daß er die Anleihestucke nach Stempeln ober anderen Merkmalen geordnet habe. Es wäre eine Unwahrheit, wenn Groß behaupte, keine materiellen Interessen an der Sache gehabt zu haben. Seiner, Schneids Ansicht nach hätten Groß nur materielle Beweggründe bei dem Geschäft geleitet.

Auf die Frage des Staatsanwalts an den Ange­klagten Groß, ob Nothmann ihm mitgeteilt habe, daß auch Stinnes davon unterrichtet gewesen ei, daß Neubesitz als Altbesitz angemeldet werden oUte, antwortete der Angeklagte, dies sei nicht der Fall gewesen.

Rechtsanwalt Wygodzinski stellte entgegen einer Behauptung des Angeklagten Groß fest, daß der Angeklagte Hirsch bestreite, von Groß 500 Mark bekommen zu haben.

(Priv.-Tel.) Die Führer ... fn 111 d)60 Spitzenorgani-

f a 11 o n e n haben gestern an den Reichsernährungs­minister Dr. Dietri chein Schreiben gerichtet, in bem es heißt: Am 20. März haben wir der Reichs­regierung Vorschläge für eine Ueberroinbuna ^^O.enwärtigen Agrarkrise unter breitet Seitbem finb über zwei Monate verflossen ohne baß die Reichsregierung etwas über bas Gr« gebms ber uns in Aussicht gestellten Prüfung um ferer Vorschläge hat verlauten lassen. Inzwischen habe sich die Lage außerordentlich oer-

2a5 Schreiben schließt mit ber bringen- den Bitte an den Minister, durch eine entschlo . ! ene Initiative noch vor der neuen Ernte die m unmittelbare Nähe gerückte Gefahr einer Katastrophe abzuwenden.

Um 21.15 Uhr vertagt sich das Haus auf Dienstag.

Der Reichsverkehrsminister über die Reichsbahn.

Berlin, 3. Juni. (VDZ) In der heutigen Sitzung des Haushaltsausfchusses des Reichstages erklärte Reichsverkehrsminister Dr. Stegerwald, daß die künftige Stellung der Reichsbahn sich in den nächsten Tagen ent­scheide.

Die Reichsbahn müsse aus der internationalen Umklammerung heraus.

Der Minister gibt die gegenwäriigenD elastun- gen der Reichsbahn für politische Zwecke auf 11OO Millionen an. Für die Zukunft schwanke die Belastung zwischen 645 und 660 Mil- lwnen Mark. Der an den 1100 Millionen noch fehlende Rest sei eine innerdeutsche Angelegenheit. Der Minister fuhr dann fort: Wir müssen uns allseitig klar werden, daß die deutsche Wirt- schafts- und Finanzpolitik durch die Pariser Vereinbarungen sich vor eine gründ­liche Reuorientierung gestellt sieht. Sie muß sich jetzt darauf einstellen, daß wir für

viele 3ahrzehnte jährlich zwei Milliarden Mark an die Siegerffaafen

abzuführen haben. Im laufenden Jahre rechnet die Reichsbahn mit einer Einnahme einschließ­lich der Deförderungssteuer von 5,7 Milliarden die Reichspost mit 2,6 Milliarden Mark. Ins­gesamt dürfte die deutsche Volkswirtschaft für die Beförderung von Menschen, von Rachrichten unö von Gütern jährlich 11 bis 12 Milliarden Mark verausgaben, d. L etwa der sechste bis liebte Teil des deutschen Volkseinkommens. Anter den Verkehrsmitteln steht an Bedeutung die Reichsbahn an erster Stelle. Ihre Lage ist gegenwärtig wenig befriedigend. In der ^.arifpolitik steht die Reichsbahn gegenwär­tig vor folgender Situation: Die Massengüter finb seither relativ billig befördert worden, wäh- Tenö für die übrigen Waren gemäß dem gelten­den Werttarifshstem die Frachten erheblich höher hegen. Ein nicht geringer Teil der letzteren Waren wandert immer mehr ab von der Schiene )um Lastkraftwagen, so daß die Massengüter schließlich mehr und mehr zur Haupteinnahme- quelle werden. Auch die A n l e i h e p o l i t i k Der Reichsbahn hat seither mit großen Schwierig- teiten zu kämpfen. Wenn die Reichsbahn in noch ftarterem Blaße ein Förderungsinstrument der deutschen Wirtschaft werden soll, so ist das meines Erachtens nur auf zwei Wegen möglich:

enttoeber bfe Reichsbahn muß stärker von den Politischen Verpflichtungen entlastet wer­den, oder es müssen für besondere wirtschaft­liche und nationale Zwecke, die ich persönlich für notwendig halte, Zuwendungen aus Reichsmitteln gemacht werden.

Daneben müssen aber auch die Voraussetzungen geschaffen werden für eine wirtschaftliche und tragbare A n l e i h e p o l i t i k großen Stils. Dabei handelt es sich aber, auf lange Sicht ge- jeyen, nicht um einige Hunderte von Millionen Wadern um mehrere Milliarden Mark'.

Ein dringender Appell der Landwirtschaft.

m Söflingen bei Ulm ansässige 40 Jahre alte Tage, whner Schöneg seinen 34 Jahre alten Brubek ermordet und die Leiche im Garten vergraben. Am Montagnachmittag wurde durch Gerichtspersonen die Leiche ausgegraben und der Täter verhaftet. Er hat die Tat e i n g e st a n d e n. Der Täter lebt getrennt von feiner Frau. Die Motive zur Tat sind noch nicht geklärt.

24 Verletzte bei einem Grubenunglück.

Kohlfurt, 3. Juni. (WB.) Auf dem Braun- kohlenbergwerkStadt Görlitz" ist heute früh auf der Grubenbahn ein von einer Lokomotive gezo­gener Personenwagen auf einen vollen Kohlenzug aufgefahren. 24Personen wurden verletzt, davon fünf schwer. Anter den schwerer Verletzten befindet sich auch Dergwerksdirektor Strang­feld. Lebensgefahr besteht bisher bei keinem ber Verletzten. Heber die Arsache des Anfalls' wirb bie Antersuchung noch Klarheit ergeben.

Paris, 3.Juni. (TA.) Die außerordentliche! Stratzenbahnunglück in Prag.

Hartnäckigkeit, mit der Belgien seinen Stand- ®in s ch w eres Stratzenbahnunglück punkt in der Frage einer S on d e re n t sch ä- I ereignete sich am Montag vormittag in der digung in Höhe von jährlich 25.Mil- Prager Dorstadt Zizkov dadurch, datz auf lionen Mark, für die seinerzeit von Deutsch- ejner abschüssigen Strecke ein Triebwagen der land in Belgien zurückgelassenen Gelder, verficht, Straßenbahn an einer Haltestelle gegen den An­fällt allmählich überall auf die Rerven. Die Hal- Hänger eines voraussahrenden Strahenbahnzuges tung der Alliierten in dieser Frage ist aufprallte. Die Plattform des Anhängers wurde jedvch, wie betont werden muh, nicht ein- eingedrückt und sämtliche Fensterscheiben zer» hei 1 lich, ba nur Frankreich den belgischen I trümmert. 16 Personen wurden oer» Standpunkt in der Markfrage ganz unterstützt, letzt, darunter fünf schwer. Rach Angabe von Beträchtliches Befremden hat auch das Derhal- Augenzeugen hat der Führer des Triebwagens ten der französischen Presse erregt, die der bel- I Fahrzeug, das ins Gleiten gekommen war, gifdjen Regierung in der Markfrage mehrfach trotz rechtzeitigen Gebrauchs von Bremse und durch die Behauptung den Rücken zu stärken ver- Sandstreuer nicht aufzuhalten vermocht.

fiK^te, 6 a d) t habe eine Entschädigung von Dootsunglück auf der Flensburger Förde

Kreise Eupen und Mal- Flensbura 3

mebh abhängig gemacht. o 1 e n s o u r g , d >>uni. (WB.) Zwischen

Dieses Verhalten ber franxnfifdion -sipronrttmn Meierwik und Glucksburg kam ein Boot, in bem

unb ihrer Presse bürste, wie de?Ver^ete/be^ Gärtnereigehilfen ^fanden zum

Telegraphen-Anion von gut unterrichteter Seite »/ZpnVh ^ner ber 3nfaHeni

Ä °Uf @rtoä9m9e" 3«rüd8ufü6ten fein, di- Lke7 Zn ÄL sind^-r^

'r-nzöslsch-n Borbereifung ber (Enbtöfung beo

Saarproblems hochosenexplosion.

zufammenhangen. Frankreich wünsche, durch das Moskau, 3. Juni. (WTD. Funkspruch.) Del zwingen einer Sonderregelung ber einer Hochofenexplosion in einem Hütten- -Uiartfrage einen ausdrücklichen Tren- werk in Dorbecken verbrannten drei Ar- nungsstrich zwischen den im Youngplan ge- beiter, 10 wurden schwer verletzt regelten allgemeinen Reparationsverpflich­tungen Deutschlands und angeblichen Sonder- verpflichtungen zu ziehen, die Deutschland außer­dem zu erfüllen habe. Dqmit würde nach fran­zösischer Ansicht ein Präzedenzfall ge- Raffen, der auch in künftigen Fällen S on de rabmachungen zwischen Deutschland unb seinen Reparationsgläubigern (insbesondere zwischen Deutschland unb Frankreich in der (Saar­frage) außerhalb des Rahmens des Youngplanes zuliehe. Da bei ber für 1935 in Aussicht genommenen Abstimmung über bie staatspolitische Zugehörigkeit bes Saargebiets die Bevölkerung auch nach französischer Meinung sich in ihrer überwältigenden Mehrheit f u r De u tsch lanb aussprechen werde, würde e_8 für Deutschland dann notwendig werden, die Saar kohlen gruben mit besonderem Ka­pitalaufwand zurückzukaufen, die bekanntlich als erste Anzahlung auf die von Deutschland geschul­deten Wiedergutmachung der Kriegsschulden pureb ben Friedensvertrag in das Eigentum des französischen Staates übergegangen sind.

Werde die belgische Markforderung im fran­zösischen Sinne außerhalb des Young- planes geregelt, dann könnte Frankreich für die Saargruben eine ähnliche Sonderregelung verlangen und Widersprüche von alliierter Sette wegen Schädigung der Sicherheit des Young-Planes durch einen Hinweis auf diese Vorentscheidung entkräften.