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sich doch nach dem Ultimo die Geldsituation wesent­lich erleichtert. Kurse sind noch nicht zu hören. Man taxiert die gestrigen Abendkurse eher Geld. Am De­visenmarkt nennt man London gegen Kabel 484,90, Berlin 20,3325 bis 20,3375, London

beiten. .

Anschließend spielten Frau Dr Fischer (Flügel) und Herr Bauer (Violine) das Ada­gio aus der Sonate Opus 30 Ar. 1 don Beet­hoven. Mit einem Präludium und dem Choral Jesus meine Zuversicht" fand die Gedenk­stunde für Prof. Dr. Krausmüller ihren Ab­schluß.

Talen für Mittwoch, 5. Juni.

Sonnenaufgang: 3.46 Uhr, Sonnenuntergang: 20.10 Uhr: Mondaufgang: 2.27 Uhr, Mond­untergang: 17.36 Uhr.

754: Bonifatius, derApostel der Deutschen , bei Dockum von den Friesen erschlagen (geb. um 675). _ 1599: Der spanische Maler Don Diego Delazgucz in Sevilla geb. (gest. 1660). 1826: Der Komponist Karl Maria v. Weber in London gest. (geb. 1786).

Gietzener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200, Maite 30 bis 35, Wirsing 20 bis 25 Weißkraut 20 bis 25, Rotkraut 20 bis 25, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 20 bis 2o, Spa^ ael 30 bis 80, grüne Erbsen 40 bis 50 Misch­gemüse 15 bis 20, Tomaten 80 bis 120, Zwiebeln 15 bis 20, Schwarzwurzelt^^ts^O^habarber

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Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Pat und Pata- chon als Detektive".

Die hessischen Schulen und der Versailler Bertrag. Der hessische Mim« ster für Kultus und Bildungswesen hat an die Schulleitungen folgende Bekanntmachungen ge­richtet: Am 28. 2uni jährt sich zum zehnten Male der Tag der Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrages. Angesichts der Bedeutung dieses Vertrages, der ja in ebenso nachhaltiger Weise wie die Reichsverfassung das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben des deutschen Volkes beeinflußt, empfehle ich, daß am 28. Juni in den Schulen in irgendeiner Form die deutsche Jugend auf die Bedeutung des Versailler Ver­trages, auf feine Entstehung, seinen Inhalt und seine Folgen hingewiesen wird. .

Personalie. Ernannt wurde am 7. Mai der Kriminalinspektor bei der Staatsanwaltschaft in Mainz, Friedrich Lehr, zum Kriminalober­inspektor bei der Staatsanwaltschaft in Gießen.

AusdemGießenerStandesamts- register. Es verstarben in der Zeit vom 16. bis 31. Mai: 17. Helmut Peter Hermann August Jockel, 7 Jahre alt, Marburger Straße 40. 17. Johannes Eusebius Kumpf, Bäckermeister, 63 Jahre alt, Walltorstraße 7. 18. Ludwig Kratz, Weichenwärter, 47 Jahre alt, Frankfurter Straße 134. 18. Elisabethe Etling, geb. Schäfer, Witwe, 75 Jahre alt, Wolfstraße 13. 20. Marie Katharine Schäfer, geb. Combecher, 69 Jahre alt, Dammstrahe 39. 21. Karl Jakob Heinrich Schlaudraff, Dergvcrwalter i. R., 51 Jahre alt, Bückingstrahc 5. 21. Julie Roese, geb. König, Witwe, 66 Jahre alt, Ludwigstraße 52. 22. Maria Schneider, geb. Drauzberg, 44 Jahre alt, Hinter den Schiehgärten 25. 22. Emma Wallenfels, geb. Huesmann, Witwe, 74 Jahre alt, Südanlage 22. 22. Heinrich Georg Gerbig, Oberpostschasfner i. R., 86 Jahre alt, Am Riegelpfad 46. 22. Franz Holterhoff, Kaufmann, 72 Jahre alt, Selters- weg 20. 23. Professor Dr. Georg Krausmuller, Oberstudienrat, 58 Jahre alt, Bergstraße 21. 23 Franziskus Pius Sack. Kaufmann, 51 Jahre alt, Reuen Däue 17. 24. Friedrich Keller, Fuhr­mann. 69 Jahre alt. Schiffenberger Weg 33. 25. Hieronymus Heinrich Hettler. Konditormeister und Kaffeehausbesiher. 68 Jahre alt. Frank­furter Straße 1. 27. Albert Gürtler, Eifenbahn- sekretär i. R., 67 Jahre alt, Wilhelmstrahe 36. 27. Katharina Klingelhöfer, geb. Löber, 79 Jahre alt, Crednerstraße 10. 28. Philipp Römer, Post- assistent, 60 Jahre alt, Steinstrahe 14. 30. Karl Ludwig Ernst Petri, Lackierer, 61 Jahre alt, Plockstrahe 14. 30. Marie Steudel, geb. Heidel­bach, 29 Jahre alt, Am Kugelberg 73.

' BundHaus und Schule". Am Frei­tagabend fand im Johannessaale die übliche Monatsversammlung statt. Während an den seit­herigen Vortragsabenden vorzugsweise Fragen der Erziehung und Religion behandelt wurden, trug der diesmalige Familienabend mehr künst­lerischen Charakter. Frau Dr. Fischer leitete ihn mit einem Solovortrag auf dem Flügel ein, worauf Fräulein Stammler zwei Lieder saug. Den Mittelpunkt des Abends bildete ein Vor­trag des Amtsgerichtsrats Gros, Gießen, der Ernstes und Heiteres" aus seinen Schriften brachte. Hierbei zeigte sich wiederum, welch fein­sinniger Beobachter von Land und Leuten unserer Heimat der Redner ist. Man weiß nicht, was man mehr bewundern soll, die Kunst seiner Schilderung oder die Kunst seines Vortrags. Der Daum im Ohmtal" undIch muß hinaus" trugen ernsten Charakter. Ihnen folgten Dar­bietungen heiteren Inhaltes.Die alten Leute im Vogelsberg", die Schilderung eines Essens in einem Provinzstädtchen Oberhessens und ..Der Großherzogliche Dompfaff" waren voll köstlichen Humors und erregten die Lachmuskeln der An­wesenden. Zwei Gesangsvorträge von Fräulein Stammler und ein Klaviervortrag von <zrau Dr. Fischer beschlossen den genußreichen und wohlgelungenen Abend. Auch diese beiden Künst­lerinnen gaben ihr Bestes und trugen wesentlich zum Gelingen des Abends bei.

Preußen.

Kreis Marburg.

WSR. Cappel bei Marburg, 3. Juni. Dieser Tage ereignete sich auf einem abschüssigen Holz­abfuhrweg in der Rähe des Dorfes Bortshausen ein bedauerlicher Unglücksfall dem zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Der 32jährige Landwirt Ludwig Damm aus Cappel war mit feiner 34jährigen Frau dort mit Holz­abfahren befchäftigt. Aus nicht feststellbarer Ur­sache, vermutlich durch Scheuen der Pferde, schlug das schwer beladene Holzfuhrwerk um und be­grub die beiden unter sich. Die Frau ist an den furchtbaren Verletzungen, die sie erlitten hatte, alsbald gestorben. Der Landwirt, der schwere Quetschungen davongetragen hatte, wurde sofort in die Marburger Klinik gebracht, wo er, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, kurz nach der Einlieferung verschied. Die Ver­unglückten, die zwei Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren hinterlassen, waren im Dorf all­gemein beliebt.

Schotten, 3. Juni. Unter Führung Landwirtschaftsrates Dr. G ü n t h e r (Rtdda) ternahm die Vereinigung ehemaliger Landwirtschaftsschüler (Schotten, nach Verlegung Ridda) einen zweitägigen L e h r - ausflug zur Eder. Der erste Tag führte die 22 Teilnehmer zur Edertalsperre, wo eine eingehende Besichtigung des Elektrizitäts­werkes stattfand. Man übernachtete in der Ju­gendherberge zu H e m f o r d und setzte am zwei­ten Tage die Fahrt nach Kassel fort. Hier wurden neben den baulichen Sehenswürdigkeiten insbesondere die gärtnerischen Anlagen in das Blickfeld der Betrachtungen gerückt. AmSamstag- abend erfolgte die Rückfahrt. Die ehemaligen Schüler der Landwirtschaftsschule haben sich zu einer Vereinigung zusammengeschlossen, die in enger Verbindung mit ihrer einstigen Schule steht und den Zweck verfolgt, zeitgemäße Fragen und neue Anregungen in der Landwirtschaft zu

Starkenburg.

Heimatfesttage in Groß-Gerau.

WSR. Groß-Gerau, 2. Juni. Die Kreis­stadt Groß-Gerau feierte am Samstag die Einweihung des historischen Rat­hauses. das eine völlige Instandsetzung und einen modernen Ausbau erfahren hat, und wei­terhin die Einweihung des in Verbindung mit dem Rathaus stehenden neugegründeten Hei­matmuseums des Gerauer Landes, und endlich des Stadtarchivs, eine Schöp­fung des jüngsten Ehrenbürgers der Stadt, Wil­helm Hermann Diehl. Unter den Festgästen sah man neben dem Staatspräsidenten Ade­lung eine große Zahl von Vertretern der Staats- und Kreisbehörden, sowie Vertreter der verschiedenen Körperschaften. Die Feier im Rat­haussaal wurde mit einer Ansprache des Bür­germeisters Dr. L ü decke eingeleitet, der die Gäste mit herzlichen Worten begrüßte, worauf Baurat Diefenbach das Rathaus dem Bür­germeister Dr. Lüdecke übergab. Rach einer An­sprache des Ehrenbürgers Wilhelm Hermann Diehl und der Überreichung des Ehrenbürger- briefcs durch den Bürgermeister dankte Staats­präsident Adelung für die Einladung zu der Feier und überbrachte die Glückwünsche der hes­sischen Staatsregierung. Die Stadtverwaltung und alle, die zu dem Erfolg beigetragen haben, dürften stolz sein auf das Gelingen des Werks. Kreisdirektor Dr. Merck überbrachte die Glück­wünsche der Kreisverwaltung, während Mini­sterialrat Wagner für den Hessischen Denk- malrat und als Referent für Denkmalpflege in Hessen sprach. Rach einer Reihe weitere» Glückwunschansprachen, u. a. von Direktor Dr« Feigel für das Hessische Landesmuseum, sprach Bürgermeister Dr. Lüdecke in einem Schluß­wort allen Rednern seinen und der Stadtver­waltung herzlichen Dank aus. Er schloß mit dem Gelübde, mit dem er einst sein Amt angetretenf hat, daß er die Stadt Groß-Gerau erhalten wird als eine Stadt, die voller Mut und voller Zu­versicht in die Zukunft schaut. An den Festakt schloß sich ein Rundgang mit Besichtigung von Rathaus, Heimatmuseum und Stadtarchiv. Rach dem Festakt begab sich die Festversammlung zum HotelZur Krone", wo ein Festessen stattfand.

Oberheffen.

Kreistag des Kreises Schotten.

X Schotten, 3. Juni. Im hiesigen Rathaus­saal hielt dieser Tage der Kreistag des Kreises Schotten seine ordentliche Tagung ab. Der neue Kreisdirektor Dr. Jann begrüßte die Mitglieder in herzlichen Worten, auch der neu hierherversetzte Kreisschulrat Hasenzahl stellte sich in kurzer Ansprache dem Kreistag vor. Rach Erledigung der üblichen Formalitäten wurde die 1927er Rechnung unbeanstandet genehmigt. Der Voranschlag für 1 929 wurde alsdann in seinen einzelnen Teilen du^>gesprochen und unbeanstandet angenommen. Der Voranschlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit 228 295 Mark ab. Die Umlagen des Kreises sind, wie im Vorjahr auf rund 100 000 Mark fest­gesetzt worden. Von den Gebäuden werden 3,5 Pfennig, von den land- und forstwirtschaftlich ge­nutzten Grundstücken 7,5 Pf. pro 100 Mark Steuerwert, vom Gewerbe-Anlagekapital 8 Pf. bzw. vom Ertrag 40 Pf. Steuer erhoben. Den gewerblichen Fortbildungsschulen werden 800 Mk. überwiesen. Zur Förderung des Obstbaues und der Viehzucht sind je 1000 Mark eingestellt. An Prämien für Faselhalter werden 500 Mk. ver­teilt. An die Gemeinden, die Prämiierungsmärkte veranstalten, werden 800 Mk. gezahlt, für die Jugendherbergen 320 Mk. Die vom Kreis unter­stützte Kadaververwertungsanstalt erfordert einen laufenden Zuschuß. Das KapitelWohlfahrts- pflege, Gesundheitswesen, Jugendfürsorge" erfor­dert etwa 64 000 Mk. Kreiszuschuß. Aus dem schriftlichen Bericht des Kreisarztes über feine Untersuchung an den Schulkindern ging hervor, daß der Gesundheitszustand der Kinder im Kreise zu wünschen übrig läßt. Die Untersuchung der Kinder soll auf alle Schulen des Kreises aus­gedehnt werden. Im Anschluß an die Tagung fand imHess. Haus" ein gemeinsames Essen statt, bei dem Kreisdirektor Dr. Jann auf Vaterland und Heimat sprach und Lehrer Ltnck den neuen Kreisdirektor herzlichst begrüßte.

Landkreis Gießen.

* Lang-Göns, 3. Juni. Unter zahlreicher Beteiligung der hiesigen Einwohnerschaft und der näheren, Umgebung wurde gestern unser neu erbautes Gemeindehaus feierlich eingeweiht.

* Climbach, 3. Juni. Dieser Tage feierte der weithin bekannte und beliebte Förster i. R. Se­verin Leyerer von hier in körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 8 2. Geburtstag. Aus diesem Anlaß wurde ihm als Veteran von 1870/71 vom Herrn Reichspräsidenten ein herz- liches Glückwunschschreiben nebst Bild mit eigen­händiger Unterschrift übersandt. Außerdem gin­gen ihm noch zahlreiche Geschenke und Glück­wünsche aus nah und fern zu; von dem Man- dolinen-Klub Climbach-Treis wurden einige sehr schön gespielte Konzertstücke vorgetragen: der Wanderführer des Klubs, Herr Ludwig Stein von hier, beglückwünschte und feierte den alten Herrn in einer kurzen Ansprache. Herr Leyerer stand bis zu seiner vor fünf Jahren erfolgten Pensionierung nahezu 50 Jahre als Förster im Dienste der Freiherrn von Rordeck zu Rabenau, und es hat sich während dieser langen Zeit ein überaus herzliches Verhältnis zwischen ihm und seiner Herrschaft herausgebildet.

I. Hungen, 3. Juni. Zu dem heute dahier abgehaltenen Schweinemarkt waren 314 Fer­kel aufgetrieben, und zwar etwa 190 Stück von Händlern und 124 Stück von Landwirten. Cs kosteten 6 bis 7 Wochen alte Ferkel 35 bis 42 Mark, 7 bis 8 Wochen alte 43 bis 50 Mark, 8 Wochen alte und darüber 51 bis 65 Mark. Der Handel war gut, so daß die Bestände nahezu geräumt wurden.

Kreis Büdingen.

* Ridda, 3. Juni. Der Streik der hiesi­gen Maurer ist beendet. Es wurde ihnen ein Stundenlohn von 1,04 Mk., rückwirkend vom 1. Mai an, bewilligt.

* Unter-Schmitten, 3. Juni. Hier feierte dieser Tage die älteste Bewohnerin unseres Dorfes, Katharine Elisabethe Diehl- mann, Witwe des Landwirts Konrad Diehl- mann I., ihren 9 0. Geburtstag. Aus diesem Anlaß wurden der allseits geachteten Frau zahl­reiche Glückwünsche entgegengebracht. Sie ist noch verhältnismäßig rüstig und besitzt ein vorzüg­liches Gedächtnis bei großer geistiger Frische.

g. R i e d e r - M o ck st a d t, 3. Juni. Durch den Tod unseres Bürgermeisters Bernhardt war Reuwahl desDürgermei st ers nötig ge­worden. Diese fand am Sonntag unter großer

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Gießen, den 4. Juni 1929.

Gedenkfeier für Prof. Dr. Krausmüller.

3m stimmungsvoll dekorierten Singsaal des Realgymnasiums hielt gestern abend die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Dolkspartet eine letzte Gedenkfeier für ihren verstorbenen ersten Vorsitzenden, Oberstudienrat Professor Dr. Kransmüller ab. Zahlreich waren die Mit­glieder und Freunde erschienen, umihrem Pro­fessor" für alles Wirken und Arbeiten zu dan­ken. Inmitten eines Lorbeerhaines stand ein großes Bild des Entschlafenen. Er und alle feine Freunde waren noch einmal beisammen.

Eingeleitet wurde die Feier durch ein Harmo« niumspiel (Oberreallehrer R i e b e l i n g), der nach einem Präludium den ChoralWenn ich ei-mal soll scheiden" zu Gehör brachte. Anschließend sprach Landgerichtsdirektor S ch u d t die Gedenk- Worte. Er führte etwa folgendes aus:

Als wir die Rachricht von dem plötzlichen Ab­leben unseres langjährigen Vorsitzenden erhiel­ten, da wollten und konnten wir es nicht glau­ben, daß dieser Mann im besten Mannesalter, dieser Mann der Arbeit, der nur den Dienst an der Allgemeinheit, nur Arbeit für andere kannte, dahingegangen sein sollte. Aber wir muhten Ab­schied nehmen. Seit über 30 Jahren verbindet mich eine enge Freundschaft mit dem Dahinge- gangenen. Ich habe ihn fennengelernt als einen wahrhaft national, liberal und sozial denkenden Mann von fester Lebensauffassung und politischer Weltanschauung. Ein Schwanken und Zweifeln gab es bei unserem Freunde Krausmüller nicht. Die Rachrufe, die ihm gewidmet worden sind, geben ein deutliches Zeichen von seiner Wertschätzung als Mensch. Diese Wertschätzung überbrückte die politi­schen Gegensätze, warme Worte der Anerkennung widmeten auch die politischen Gegner dem Ver­storbenen. Ja, als Politiker und als Mensch war unser Professor ein treuer und kluger Haus­halter. Die höchste Genugtuung und Freude be­reitete es ihm, wenn er für andere etwas erreicht hatte. Mit diesen Charaktereigenschaften, mit die­ser Lebensauffassung war er der berufene Führer unserer Partei. Ein Parteimann im besten Sinne des Wortes, wurde er schon in jungen Jahren in der Partei in führende Stellen geschickt. Seine Ruhe und fein sicheres Urteil befähigten ihn, bei schwierigen Verhandlungen als Vertreter unserer Partei aufzutreten. Auch nach dem Um­sturz im Jahre 1918 stand seine Persönlichkeit sofort wieder im Vordergrund. Sein Wunsch, auf fester und breiter Grundlage das nationale Bürgertum im Reiche zu einigen, blieb leider un­erfüllt. Fest hielt er an den Idealen der alten Nationalliberalen Partei und unter seiner Füh­rung haben wir hier in Gießen mit als erste eine Ortsgruppe der Deutschen Volkspartei ge­gründet. Der liberale Geist, das Streben nach innerer Freiheit, der Wille, der Einzelpersönlich- fett freie Entwicklung auf allen Gebieten zu ermöglichen, das waren die Leitsterne, die bis zum Tode über dem Lebensweg von Prof. Kraus- müller leuchteten. Das Verständnis für Anders­denkende ließ ihn den Ausgleich suchen und Ge- gensähe überbrücken. Bei allen Urteilen, die er zu fällen, und bei aller Arbeit, die er zu leisten hatte, war stets die Gesamtlage für ihn maßge­bend. Weniger das Grundsätzliche als vielmehr das Rotwendige stand für ihn im Vordergrund. In unserem verstorbenen Freunde waren alle die guten Eigenschaften der Bewohner seiner obcrhessischen sjeimat vereinigt. Er liebte Volk und Heimat, ihnen galt auch seine ganze Ar­beit. Sein Lebensbild steht vor uns als das eines Mannes, der nur ein Vorbild sein kann, der deut­schen Geist als Geist des Schauens und zugleich des Schassens ersaßt hat. Diesem Vorbild wol­len wir nacheifern und in feinem Sinne wollen wir an seiner Deutschen Volkspartet weiterar-

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