g-n Hund in dem durch die Strichzahl bezeich- neten Stückwerk. Ein gewöhnliches Pluszeichen mit der betreffenden Anzahl von Strichen soll den Dettelkollegen Mitteilen, daß in d r betreffenden Wohnung dem Bettler immer etwas gegeben wird. Dementsprechend bedeutet ein Minuszeichen, also ein einfacher wagerechter Strich das Gegenteil. Eine schrägstehende Leiter zeigt ein sicheres Unterkommen für Landstreicher an.
Sn den Straf- und Untersuchungsgefängnissen findet man auch heute noch hin und wieder den Gebrauch von Gaunerzinken. Hauptsächlich an den Orten, die einer größeren Anzahl Gefangener zugänglich sind, und an Gegenständen, die mehreren Gefangenen zur Verfügung stehen. Diese Zinken haben aber in den allerseltensten Fällen irgendeine bestimmte Bedeutung, meistens sind sie der Langeweile der Gefangenen entsprungen oder bezwecken nur eine Verbindung mit den Mitgefangenen.
Die Verbrechersprache hat ihren Ursprung in einer Vermischung der deutschen Sprache mit der hebräischen und der Zigeunersprache. Den Haupt- cinfluh auf ihre Gestaltung hat wohl die hebräische Sprache ausgeübt, und zwar weniger die hebräische Schriftsprache als gerade das sog. ..Jiddische", eine Sprachart, die noch heute bei den polnischen Süden gebräuchlich ist. Diesem „Siddi- schen" hat die deutsche Verbrechersprache einen großen Teil ihres Wortschatzes entnommen. Beide Spracharten, das ..Siddische" und die Verbrechersprache, sind sich deshalb ungemein ähnlich. So
läßt sich die Bezeichnung für Verbrecher, Gan- nove", vom jiddischen „Gannew", der Dieb, und kapores" (tot) aus dem jiddischen „kaporah' herleiten. Ebenso ist der „Kabber" (Verbrechergenosse, Komplice) der jiddische „Chawer" und die „pleete" (Flucht) die echte jiddische Pleite. Zahlreiche andere Ausdrücke der Verbrechersprache wie „gaseln" (rauben), „ba Som" (bei Tage), „ba Leile" (bei Rächt), „machulle" (tot), kaspern" (betrügen), „treife" (unsicher), „koscher" (rein) „Schickse" (Mädchen), „Masol" (Glück), Mezücke" (Angst), „Amol" (gestern), „Basulle" (Sungfer), „Gaslam" (Räuber), können ihre Her- kunft aus dem Hebräischen nicht verleugnen. Aus der Verbrechersprache möchte ich nur noch einige besondere interessante Ausdrücke erwähnen, die in Verbrecherkreisen gang und gäbe sind und teilweise sogar in der bürgerlichen Verkehrssprache Eingang gefunden haben: „Flebbe" (Ausweis), „Knast" (Strafe), „Schränker" (Einbrecher), „Paddenklaucr" und „Taschenkrebs" (Taschendieb), „Lude" (Zuhälter), „verschütt gehen" und „hoch gehen" (festgenommen werden), „Verpfeifen" (verraten), „türmen" (ausreißen), „Schmiere stehen' (aufpassen), „kobern" (anlocken), „keß" und „dufte' (gerissen). Während diese Derbrechersprache in den früheren Sahrhunderten eine große Bedeutung hatte und auch wohl von allen zunft- mäßigen Verbrechern beherrscht wurde, beschränkt sich das moderne Verbrechertum auf die Kenntnisse der hauptsächlichsten Bezeichnungen.
(Fortsetzung folgt.)
Wirischast.
Die Wirtschaftslage im November.
Rach der auf Grund von Berichten der Preußischen Sndustrie- und Handelskammern und des Deutschen Handwerks- und Gewcrbelammertages im preußischen Ministerium für, Handel und Gewerbe zusammengestellten Ilebersicht haben die Zusammenbrüche in der Wirtschaft, besonders im Bankwesen, im Rovember noch zugenommen. Dennoch hat sich die Lage der Wirtschaft im allgemeinen nicht wesentlich verschlechtert. Der Kohlenmarkt besserte sich sogar noch gegenüber dem Vormonat. Auch auf dem Eisenmarkt war am Anfang des Monats der Auftragseingang lebhaft. Die Lage der chemi sch en Sndustrie blieb im allgemeinen befriedigend, d'.e der Textilindustrie besserte sich teilweise. Auch die übrigen, für den Konsum der Bevölkerung arbeitenden Sndustriey zeigten Ansätze zur Belebung. Die Kapital- i n a p p h e i t blieb nach wie vor groß, doch scheint sich eine Entlastung der Kreditmärkte anzubahnen. Die Rohstoffpreise sind im Durchschnitt 2,3 Proz. niedriger als vor einem Sahr. Der Großhandelsindex ist weiter gesunken.
Verschlechterte Lage des Handwerks.
Auch in diesem Sahre hat sich im Rovember unter dem Einfluß des beginnenden Winters die Geschäftslage des Handwerks überwiegend verschlechtert wenn sich auch, je nach den Einwirkungen der Sahreszeit und der örtlichen Verhältnisse, kein einheitliches Bild zeigte. Besonders stark machte sich .der Rückgang in der Bautätigkeit bemerkbar, die sich trotz des guten Wetters nur in engen Grenzen hielt. Der allgemeine Kapitalmangel machte den Beginn neuer Bauten unmöglich und hinderte häufig sogar die Vollendung bereits begonnener Bauten. Auch in den Bau- nebengewer.en ist der Auftragsbestand bereits erheblich zurück-begangen. Von den Handwerkszweigen, für die der Monat Rovember Hauptgeschäftszeit zu sein Pflegt, wird überwiegend berichtet, daß die in diese Zeit gesetzten Erwartungen nicht erfüllt werden. Die Handwerkszweige, die besonders für das Weihnachtsgeschäft in Betracht kommen, melden, daß die sonst in der zweiten Hälfte des Rovember einsehende Rachfrage nach Geschenlarti'eln in diesem Sahre bis jetzt ausgeblieben ist, auch sind infolge der allgemeinen Unsicherheit und Rer» vosilät der Wirtschaft die Erwartungen auf ein gutes Weihnachtsgeschäft nicht allzu hoch gespannt. Sn den ländlichen Gebieten ist die Geschäftslage noch ungünstiger. Die Hoffnungen auf lebhaftere Rachfrage der landwir.scha'tlichen Bevölkerung und vermehrte Nachfrage infolge Abschluß der.Erntearbeiten haben sich nicht erfüllt. Der Geschäftsgang hat sich, im ganzen gesehen, gegenüber dem Vorjahr nicht gebessert,
sondern eher verschlechtert. Erschwerend hinzu, daß auch die Geld- und Kreditverhältnisse keine Besserung erfahren haben. Entsprechend der wenig günstigen Lage des selbständigen Handwerks war auch die Lage des Arbeitsmarktes schlecht.
* Die Konkurse und Vergleichsverfahren im November 1 9 2 9. Nach einer Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im November 1929 durch den „Reichsanzeiger" 813 neue Konkurse (Oktober 840) ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung und 394 (350) eröffneten Vergleichsverfahren bekanntgegeben. i
* Dreiwöchige Betriebsstillegung bei Heinrich Lanz A.-G., Mannheim. Auf Anfrage teilt die Verwaltung mit: „Während wir in früheren Sahren am Ende der Erntesaison eine Anzahl Arbeiter entlassen muhten und auch teilweise Kurzarbeit einführten, sehen wir uns in diesem Sahre infolge der besonders ungünstigen Lage in der Landmaschinenfabrikation gezwungen, eine dreiwöchige Betriebsstill- legung im Einvernehmen mit der Betriebsvertretung vorzunehmen, und zwar für die Zeit vom 5. Dezember bis 6. bzw. 9. Sanuar 1930. Die zur Zeit in der Fabrik beschäftigte Belegschaft wird aber mit dem 6. bzw. 9. Sanuar mit den alten Rechten wieder hereingenommen. Außerdem ist in Erwägung gezogen, ab 2. Sanuar 1930 eine Verkü.zang der Arbeitszeit in einzelnen Bureau- abteilungen vorzunehmen. Die Verhandlungen hierüber sind noch im Gange."
* Zahlungseinstellung des Bankhauses Probst & C o., Aachen. Das Aachener Bankhaus .Probst & Co., das auch in Köln eine Zweigniederlassung unterhält, stellte gestern seine Zahlungen ein. lieber die Höhe der Aktiven und Passiven ist eine Auskunft noch nicht zu erlangen. Seit gestern schweben Verhandlungen mit einer Großbank, um den den Gläubigern anzubietenden Vergleich zu stützen. Als Ursache der Schwierigkeiten werden die umfangreichen Depotkündigungen und Kundenverluste genannt, die aus den Bankinsolvenzen, Kursrückgängen und der allgemeinen wirtschaftlichen Struktur der letzten Monate resultieren.
* Reckarwerke A.-G., Eßlingen. Das der Gesfürel nahestehende Unternehmen schlägt eine Kapitalerhöhung um 10 auf 30 Mill. Mk. vor, wobei der Drzirksverband Reckar-Enz-Werke 8 Mill. Mk., und zwar 7,5 Mill. Mk. zu 101 v. H., die restlichen 0,5 Mill. Mk. zu 110 v. H. durch den Verband württembergischer Stromabnehmer übernimmt. Zur Ermöglichung der Transaktion will die Gesfürel, die selbst die restlichen 2 Mill. Mark zu 140 v. H. übernimmt, dem Bezirksverband ein entsprechendes Darlehen gewähren^ das zum Reichsbankdiskont zu verzinsen ist. Außerdem erhält der Bezirksverband von der Reckar
werke A.-G. bis 1954 eine jährliche Abgabe von 1,25 v. H. der Stromeinnahmen, mindestens aber 225 000 Mk.
Rinderniarkt in Gießen.
Zum heutigen R i n d v i e h m a r k t i n G i e ß e n waren 1233 Stück Großvieh und 165 Stück Kälber aufgetrieben. Der Handel war infolge Fernbleibens der auswärtigen Händler, besonders aus Süddeutschland bis zum Schluß schleppend, so daß Ueberstand verblieb. Nachstehende Preise wurden erzielt: Kühe 1 Qualität 560 bis 650 Mark, Kühe 2. Qualität 350 bis 450 Mark, Kühe 3. Qualität 200 bis 300 Mark, Schlachtkühe 100 bis 200 Mark, Rinder, 3Ä-- bis 1)4jährig, 150 bis 250 Mark, Rinder, bis^jährig, 100 bis 180 Mark, Kälber je Pfund Lebendgewicht 50 bis 60 Pf. Nur ausnahmsweis gute Tiere erzielten Preise über Notiz.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 3. Dez. Tendenz: freundlich. Die freundliche Stimmung, die an der gestrigen Abendbörse geherrscht hat, konnte sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs noch verstärken. Das Geschäft war aber trotzdem ziemlich klein. Nur einige Spezialwerte traten etwas mehr hervor. Vereinzelte Auslandorders sollen der Grund hierfür gewesen fein. Die Spekulation zeigte nur wenig Unterneh- mungslust, da Anregungen fast vollkommen ehlten. Die Neuyorker Börse von gestern.schloß chwächer, doch machte dies wenig Eindruck. Die Tendenz blieb freundlich. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten durchweg leichte Erholungen em. Am Elektromarkt bestand lebhafte Nachfrage für Siemens mit plus 4 v.H., AEG., Schuckert und Gesfürel zogen bis 0,75 v. H. an. In Nachwirkung der Mitteilungen über Standard Oil waren J.-G.- Farben ebenfalls etwas bevorzugter und gewannen 1,75 v. H. Scheideanstalt lagen eine Kleinigkeit fester. Schiffahrtswerte bis zu 1,25 v. H. niedriger. Am Montanmarkte ergaben sich Erholungen bis zu 1,40 v. H. Auch heute waren Reichsbankanteile weiter gesucht und gewannen erneut 5,5 v.'H. Hiervon ausgehend wurde die Stimmung günstig beeinflußt, und das Geschäft konnte zeitweise einen etwas lebhafteren Charakter annehmen. Die übrigen Bankwerte lagen zumeist nur behauptet. Renten still. Im Verlaufe waren Spezialwerte weiter lebhafter gefragt. Es traten durchweg gegenüber dem Anfang erneute Besserungen bis zu 1,5 v. H. ein. Im Vordergründe standen Siemens, Farben und Rheinstahl. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 v. H. etwas leichter. Am Devisenmarkt war die Mark fest, das Pfund international schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1755, gegen Pfund 20,383, London gegen Kabel 4,8795, gegen Paris 123,86, gegen Mailand 93,20, gegen Madrid 35,05, gegen Holland 12,0875.
Berliner Börse.
Berlin, 3. Dez. Der heutige Börfenbeginn hatte ausfallende Ähnlichkeit mit dem gestrigen Vormittag. Vorbörslich geschäftilos und zurückhaltend. wurde die Stimmung zum offiziellen Beginn, von Spezialwcrten ausgehend, freundlich. Wieder waren es Reichsbankanteile, die im Vordergründe des Snteresses standen, doch hatte sich heute der Kreis der gefragten Papiere etwas vergrößert, lieber den unregelmäßigen und eher schwächeren Verlauf der gestrigen Reu- yorker Börse ging man hinweg und ließ sich von dem Bericht der preußischen Handelskammer und der Denkschrift des Reichsverbandes der Deutschen Sndustrie anregen. Mehr Beachtung fand heute auch die Darstellung der Standard Oil Companie Über die Zusammenarbeit mit der S.-G.-F a r b e n i n d u str ie. die sich langsam zu einer Preisaktion allergrößten Ausmaßes zu entwickeln scheint. Ferner besprach man, angeregt durch .eine Pressenotiz, Möglichkeiten einer Diskontsenkung in London am kommenden Donnerstag. Die trotz des Bedarfes des Reiches eher leichten Geldverhältnisse wurden ebenfalls viel beachtet. Der Reichsbankausweis für den Ro- vember-älltimo war zu Beginn der Börse noch nicht allgemein bekannt: die Beanspruchung um rund 600 'Millionen wurde als relativ gering angesehen. Allerdings hat sich der Rotenumlauf um 750 Millionen etwa erhöht und die Deckung auf 45,6 resp. 53,6 Prozent verschlechtert. Die ersten Kurse lagen uneinheitlich, aber überwiegend fester. Der Schiffahrtsmarkt hatte durchweg unter Angebot zu leiden. Maschinenfabrik Augs- burg-Rürnberg erschien mit Minus-Minus-Zei- chen. Bemberg verloren 4 Prozent. Svenska minuß 5 Mk. Chemische Heyden weitere 2,5 Prozent schwächer usw. Fest eröffneten Reichsbankankeile mit plus 3,25 Prozent, Zellstoff-Verein plus 3 Prozent, Kaliwerte bis 3 Prozent höher usw. Deutsche Anleihen leicht nachgebend. Aus
länder geschästslos. Pfandbriefe still, Liquida^ tionspfandbriefe und -anteile uneinheitlich. Der Geldmarkt war weiter erleichtert. Man nannte Tagesgeld mit 8 bis 10 Prozent, Monatsgeld 8,5 bis 10 Prozent, Warenwechsel ohne Umsatz. Gleich nach den ersten Kursen wurde es auf fast allen Märkten lebhafter. Die Tendenz , in Spezialwerten wurde ausgesprochen fest. Papiere wie Schultheiß, Salzdetfurth, Polyphon, Siemens usw. zogen um 3,5 Prozent bis 5 Prozent an. Farben besserten sich um 2 Prozent, Tietz um 2,5 Prozent. Chadeaktien zogen etwa 3 Mk. an.
Bezirkssparkasse Alsfeld.
H Alsfeld, 2. Dez. Am Samstag hielt im Sitzungssaals des Rathauses die Dezirks- sparkasse Alsfeld ihre diesjährige ordentl. Mitgliederversammlung ab, die fast vollzählig von allen Vertretern der Mitgliedsgemeinden besucht war.
Aus dem vom Vorstand erstatteten Geschäftsbericht über das Saljr ;-1928 ging hervor, daß auch im Sahre 1928 die Entwicklung der Sparkasse eine günstige war, wenn auch die Lage von Sndustrie, Handel und Gewerbe, sowie der Landwirtschaft als wenig erfreulich zu bezeichnen ist. Der Gesamtumsatz der Kasse im Sahre 1928 betrug rund 65Vz Mill. Mark. Die Spareinlagen haben eine erfreuliche Zunahme erfahren und sind von 2^ Millionen auf 3 Mitt. Mark angewachsen. Der Reingewinn des Sahres 1928 beträgt 31 202 Mark. Die gesamte Rücklage der Kasse ist auf rund 118 000 Mark angewachfen. D:r Geschäftsbericht wurde ohne Aussprache genehmigt, ebenso die Sahresrechnung für 1928. Die Verwendung des Reingewinns vom Sahre 1928 erfolgte nach den Vorschlägen des Aufsichtsrats und des Vorstandes.
Als neues Mitglied wurde die Gemeinde äldenhausen ausgenommen. Die Zahl der Mitgliedsgemeinden beträgt jetzt 45.
Bei der sahungsgemäßen Wahl für den Aussichtsrat wurde an Stelle des ausgeschiedenen Mitgliedes Fabrikant Gustav R e b st o ck, Alsfeld, als neues Mitglied Bürgermeister Seim, Heidelbach, gewählt. Bei der Vorstandswahl wurde an Stelle des eine Wiederwahl ablehnenden Vorstandsmitgliedes Rechner Po r t, Fabrikant Otto Rab, Alsfeld, neu gewählt. Die übrigen Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates wurden wiedergewählt.
Dann hielt Direktor Seipp von der hessischen Girozentrale in Darmstadt einen Vortrag über „öffentliche Bausparkassen", deren Endziel die Schaffung von Eigenheimen ist. Als wesentliche Vorzüge der an die hessische Girozentrale angegliederten Bausparkassen bezeichnete der Vortragende die unbedingte Sicherheit der Sparkassen, sowie die älnabänderlichkeit der Bausparverträge. Die praktische Durchführung des Verfahrens wurde an der Hand von Beispielen veranschaulicht. Der Redner forderte zu eifriger Werbetätigkeit innerhalb der örtlichen Sparkassen auf. Sustizrat Dr. Reh, Darmstadt, als Vorsitzender des hessischen Sparlassen- und Giroverbandes, begrüßte namens derselben die Versammlung und sprach der Verwaltung den Dank aus für die günstige Entwicklung der Kalle, die das Vertrauen der Bevölkerung im vollsten Maße genieße.
Daten für Mittwoch, 4. Dezember.
1409: Gründung der Universität Leipzig: — 1642: der Staatsmann Kardinal Richelieu in Paris gestorben; — 1679: der englische Philosoph Thom .s Hobbes in Hardwick gestorben; — 1795: der Geschichtsschreiber Thomas Carlyle geboren; — 18/5: der Dichter Reiner Maria Ritte in Prag geboren.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechksgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Adolf QL in Gießen. Rach Ortsverzeichnissen aus den Sahren 1821 und 1823 sind im früheren Rassau zwei Orte Rieder-Diesfenbach festzustel- len, und zwar ein Ort bei Runkel, im damaligen Amt Rassau, ein weiterer im damaligen Amte Hadamar. Aeltere Ortsfeststellungen aus den Sahren 1750 bis 1760 waren uns nicht möglich, es ist aber nach den vorstehenden Feststellungen natürlich anzunehmen, daß diese Orte auch um 1750 bis 1760 schon bestanden haben.
L. Sch. R. Die Kündigungsfrist betragt zwc! Wochen. Sie erfolgt van Datum zu Datum, ohne etwa an ein Wochenende gebunden zu sein.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 o. H., Lombardzinsfuß 8 o. H.
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70,75
71
V-onbmO Tiey . .....
11
—
•
150,25
148,25
Svenska -..•••
•
322
—
322
317
Frankl. MMchtnea.....
.
44,75
45,5
43
—
Gritzner ...... .
.
45
—
45
—
Heyliaenftaedt ......
^unghanS. .....
.
.
5,75 -
49
49,25
Leckwerte.
.
103
——
—
Maintraitweri HSchft O. M-
105,75
—
—-
—
Miag. . . ....
1
121,5
—
120
120,5
Gebr. Roeder.......
1
10S
—
—-
—
Boigt 4 Haessne,
222
—
225
Süds- Lucka.......
1
160
1 161
159
—
Banknoten.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. kN.
Berlin, 2- Dezember
Geld
Bries
Amerikanliche Noten . . .
4,162
4,182
Belgische Noten
58,20
58,44
Dänische Noten .......
111,68
112,12
Englische Noten . .......
20,325
20,405
psranzvsllcke Noten .......
16,40
16,46
Holländische Nosen .......
168,08
1bö,76
Italienische Noten. . ......
21,81
21,89
Norwegische Noten.......
111,58
112,02
Deutsch-Oesterreich, ä 100 SchUiing
58,56
58,80
Rumänische Noten.......
2,46
Schwedische Noten .......
112,08
112,52
Schweizer Noten........
80,93
81,25
Spanische Noten ........
57,40
57,64
Tschechoslowakische Noten.....
12,33
12,39
Ungarische Noten .....
72,87
73,17
2. Dezember
3. Dezember
Ämtlichl- Geld
Kotierung
Bries
Amtliche Notierung
Geld
Bnr
Amu.- Non
168,39
168,73
168,37
168.71
Buni.-Aires
1,731
1,735
1,728
1,732
Brss.Antw
58,375
58,495
58,375
58,495
Chrtstiania - fiopentjaflen Stockholm - HeUingfors. Italien. -
111,84
111,92
112,31
10,488
21,85
112,06
112,14
112,53
10.508
21,89
111,81
111,87
112,34
10,486
21,85
112.03
112.09
112,56
10.506
21,89
London. . .
20,361
20,401
20,356
20,396 4.1800 16,475
81,19 58.02 2,048 0,992
Neuyork - .
Paris...
4,1735
16,44
4,1815
16,48
4,1720
16,435
Schweiz ..
Spanien -
81,025 57,64
81,185
57,76
81,03
57,90
gäpan . . - Nio de Jan
2,044 0,490
2,048 0,492
2,044 0,490
Wien in D-- Oe st. abgest Prag . Beiirad -
58,73
12,38
7,397
58,85
12.40
7,411
58,73
12,376
7.397
58.85
12,396
7,411
73.16
3,020
18,85
81.62
1.887
5.44
4,135
4.020
20,913
Pubapeft .
73,025
73,165
73.02
Bui arten Lissabon
3,014 18,80
3,020
18,84
3,014 18,81
Danzig. . Konstantin-
81,41
81,57
81.46
1,893
1,897
1,883
Athen. .
5,43
5,44
5,43
Ganaba
4,127
4,135
4,128
Ihn rtay
4,016
4,024
3,016
Cutro . .
20,88
1 20,92
20,895


