Ausgabe 
3.12.1929
 
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g-n Hund in dem durch die Strichzahl bezeich- neten Stückwerk. Ein gewöhnliches Pluszeichen mit der betreffenden Anzahl von Strichen soll den Dettelkollegen Mitteilen, daß in d r be­treffenden Wohnung dem Bettler immer etwas gegeben wird. Dementsprechend bedeutet ein Minuszeichen, also ein einfacher wagerechter Strich das Gegenteil. Eine schrägstehende Leiter zeigt ein sicheres Unterkommen für Landstreicher an.

Sn den Straf- und Untersuchungsgefängnissen findet man auch heute noch hin und wieder den Gebrauch von Gaunerzinken. Hauptsächlich an den Orten, die einer größeren Anzahl Gefangener zu­gänglich sind, und an Gegenständen, die mehreren Gefangenen zur Verfügung stehen. Diese Zinken haben aber in den allerseltensten Fällen irgend­eine bestimmte Bedeutung, meistens sind sie der Langeweile der Gefangenen entsprungen oder be­zwecken nur eine Verbindung mit den Mit­gefangenen.

Die Verbrechersprache hat ihren Ursprung in einer Vermischung der deutschen Sprache mit der hebräischen und der Zigeunersprache. Den Haupt- cinfluh auf ihre Gestaltung hat wohl die hebräische Sprache ausgeübt, und zwar weniger die hebräische Schriftsprache als gerade das sog. ..Jiddische", eine Sprachart, die noch heute bei den polnischen Süden gebräuchlich ist. DiesemSiddi- schen" hat die deutsche Verbrechersprache einen großen Teil ihres Wortschatzes entnommen. Beide Spracharten, das ..Siddische" und die Verbrecher­sprache, sind sich deshalb ungemein ähnlich. So

läßt sich die Bezeichnung für Verbrecher, Gan- nove", vom jiddischenGannew", der Dieb, und kapores" (tot) aus dem jiddischenkaporah' herleiten. Ebenso ist derKabber" (Verbrecher­genosse, Komplice) der jiddischeChawer" und diepleete" (Flucht) die echte jiddische Pleite. Zahlreiche andere Ausdrücke der Verbrecher­sprache wiegaseln" (rauben),ba Som" (bei Tage),ba Leile" (bei Rächt),machulle" (tot), kaspern" (betrügen),treife" (unsicher),koscher" (rein)Schickse" (Mädchen),Masol" (Glück), Mezücke" (Angst),Amol" (gestern),Basulle" (Sungfer),Gaslam" (Räuber), können ihre Her- kunft aus dem Hebräischen nicht verleugnen. Aus der Verbrechersprache möchte ich nur noch einige besondere interessante Ausdrücke erwähnen, die in Verbrecherkreisen gang und gäbe sind und teilweise sogar in der bürgerlichen Verkehrs­sprache Eingang gefunden haben:Flebbe" (Aus­weis),Knast" (Strafe),Schränker" (Einbrecher), Paddenklaucr" undTaschenkrebs" (Taschendieb), Lude" (Zuhälter),verschütt gehen" undhoch gehen" (festgenommen werden),Verpfeifen" (ver­raten),türmen" (ausreißen),Schmiere stehen' (aufpassen),kobern" (anlocken),keß" unddufte' (gerissen). Während diese Derbrechersprache in den früheren Sahrhunderten eine große Bedeu­tung hatte und auch wohl von allen zunft- mäßigen Verbrechern beherrscht wurde, beschränkt sich das moderne Verbrechertum auf die Kennt­nisse der hauptsächlichsten Bezeichnungen.

(Fortsetzung folgt.)

Wirischast.

Die Wirtschaftslage im November.

Rach der auf Grund von Berichten der Preußi­schen Sndustrie- und Handelskammern und des Deutschen Handwerks- und Gewcrbelammertages im preußischen Ministerium für, Handel und Gewerbe zusammengestellten Ilebersicht haben die Zusammenbrüche in der Wirtschaft, besonders im Bankwesen, im Rovember noch zugenommen. Dennoch hat sich die Lage der Wirtschaft im allgemeinen nicht wesentlich verschlechtert. Der Kohlenmarkt besserte sich sogar noch gegenüber dem Vormonat. Auch auf dem Eisenmarkt war am Anfang des Mo­nats der Auftragseingang lebhaft. Die Lage der chemi sch en Sndustrie blieb im allge­meinen befriedigend, d'.e der Textilindustrie besserte sich teilweise. Auch die übrigen, für den Konsum der Bevölkerung arbeitenden Sndustriey zeigten Ansätze zur Belebung. Die Kapital- i n a p p h e i t blieb nach wie vor groß, doch scheint sich eine Entlastung der Kreditmärkte anzubahnen. Die Rohstoffpreise sind im Durch­schnitt 2,3 Proz. niedriger als vor einem Sahr. Der Großhandelsindex ist weiter gesunken.

Verschlechterte Lage des Handwerks.

Auch in diesem Sahre hat sich im Rovember unter dem Einfluß des beginnenden Winters die Geschäftslage des Handwerks überwiegend verschlechtert wenn sich auch, je nach den Einwirkungen der Sahreszeit und der örtlichen Verhältnisse, kein einheit­liches Bild zeigte. Besonders stark machte sich .der Rückgang in der Bautätigkeit bemerkbar, die sich trotz des guten Wetters nur in engen Grenzen hielt. Der allgemeine Kapitalmangel machte den Beginn neuer Bauten unmöglich und hinderte häufig sogar die Vollendung be­reits begonnener Bauten. Auch in den Bau- nebengewer.en ist der Auftragsbestand bereits erheblich zurück-begangen. Von den Handwerks­zweigen, für die der Monat Rovember Haupt­geschäftszeit zu sein Pflegt, wird überwiegend berichtet, daß die in diese Zeit gesetzten Er­wartungen nicht erfüllt werden. Die Handwerks­zweige, die besonders für das Weihnachts­geschäft in Betracht kommen, melden, daß die sonst in der zweiten Hälfte des Rovember ein­sehende Rachfrage nach Geschenlarti'eln in die­sem Sahre bis jetzt ausgeblieben ist, auch sind infolge der allgemeinen Unsicherheit und Rer» vosilät der Wirtschaft die Erwartungen auf ein gutes Weihnachtsgeschäft nicht allzu hoch ge­spannt. Sn den ländlichen Gebieten ist die Ge­schäftslage noch ungünstiger. Die Hoffnungen auf lebhaftere Rachfrage der landwir.scha'tlichen Bevölkerung und vermehrte Nachfrage infolge Abschluß der.Erntearbeiten haben sich nicht er­füllt. Der Geschäftsgang hat sich, im ganzen gesehen, gegenüber dem Vorjahr nicht gebessert,

sondern eher verschlechtert. Erschwerend hinzu, daß auch die Geld- und Kreditverhält­nisse keine Besserung erfahren haben. Entspre­chend der wenig günstigen Lage des selbständigen Handwerks war auch die Lage des Arbeits­marktes schlecht.

* Die Konkurse und Vergleichsver­fahren im November 1 9 2 9. Nach einer Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im November 1929 durch denReichsanzeiger" 813 neue Konkurse (Oktober 840) ohne die wegen Masse­mangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung und 394 (350) eröffneten Vergleichsverfahren be­kanntgegeben. i

* Dreiwöchige Betriebsstillegung bei Heinrich Lanz A.-G., Mannheim. Auf Anfrage teilt die Verwaltung mit:Wäh­rend wir in früheren Sahren am Ende der Ernte­saison eine Anzahl Arbeiter entlassen muhten und auch teilweise Kurzarbeit einführten, sehen wir uns in diesem Sahre infolge der besonders ungünstigen Lage in der Landmaschinenfabri­kation gezwungen, eine dreiwöchige Betriebsstill- legung im Einvernehmen mit der Betriebsver­tretung vorzunehmen, und zwar für die Zeit vom 5. Dezember bis 6. bzw. 9. Sanuar 1930. Die zur Zeit in der Fabrik beschäftigte Belegschaft wird aber mit dem 6. bzw. 9. Sanuar mit den alten Rechten wieder hereingenommen. Außerdem ist in Erwägung gezogen, ab 2. Sanuar 1930 eine Verkü.zang der Arbeitszeit in einzelnen Bureau- abteilungen vorzunehmen. Die Verhandlungen hierüber sind noch im Gange."

* Zahlungseinstellung des Bank­hauses Probst & C o., Aachen. Das Aachener Bankhaus .Probst & Co., das auch in Köln eine Zweigniederlassung unterhält, stellte gestern seine Zahlungen ein. lieber die Höhe der Aktiven und Passiven ist eine Auskunft noch nicht zu erlangen. Seit gestern schweben Verhandlungen mit einer Großbank, um den den Gläubigern anzubietenden Vergleich zu stützen. Als Ursache der Schwierigkei­ten werden die umfangreichen Depotkündigungen und Kundenverluste genannt, die aus den Bank­insolvenzen, Kursrückgängen und der allgemeinen wirtschaftlichen Struktur der letzten Monate resul­tieren.

* Reckarwerke A.-G., Eßlingen. Das der Gesfürel nahestehende Unternehmen schlägt eine Kapitalerhöhung um 10 auf 30 Mill. Mk. vor, wobei der Drzirksverband Reckar-Enz-Werke 8 Mill. Mk., und zwar 7,5 Mill. Mk. zu 101 v. H., die restlichen 0,5 Mill. Mk. zu 110 v. H. durch den Verband württembergischer Stromabnehmer übernimmt. Zur Ermöglichung der Transaktion will die Gesfürel, die selbst die restlichen 2 Mill. Mark zu 140 v. H. übernimmt, dem Bezirksver­band ein entsprechendes Darlehen gewähren^ das zum Reichsbankdiskont zu verzinsen ist. Außer­dem erhält der Bezirksverband von der Reckar­

werke A.-G. bis 1954 eine jährliche Abgabe von 1,25 v. H. der Stromeinnahmen, mindestens aber 225 000 Mk.

Rinderniarkt in Gießen.

Zum heutigen R i n d v i e h m a r k t i n G i e ß e n waren 1233 Stück Großvieh und 165 Stück Kälber aufgetrieben. Der Handel war infolge Fernbleibens der auswärtigen Händler, besonders aus Süddeutsch­land bis zum Schluß schleppend, so daß Ueberstand verblieb. Nachstehende Preise wurden erzielt: Kühe 1 Qualität 560 bis 650 Mark, Kühe 2. Qualität 350 bis 450 Mark, Kühe 3. Qualität 200 bis 300 Mark, Schlachtkühe 100 bis 200 Mark, Rinder,-- bis 1)4jährig, 150 bis 250 Mark, Rinder, bis^jährig, 100 bis 180 Mark, Kälber je Pfund Lebendgewicht 50 bis 60 Pf. Nur ausnahmsweis gute Tiere er­zielten Preise über Notiz.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 3. Dez. Tendenz: freundlich. Die freundliche Stimmung, die an der gestrigen Abendbörse geherrscht hat, konnte sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs noch verstärken. Das Geschäft war aber trotzdem ziemlich klein. Nur einige Spezial­werte traten etwas mehr hervor. Vereinzelte Aus­landorders sollen der Grund hierfür gewesen fein. Die Spekulation zeigte nur wenig Unterneh- mungslust, da Anregungen fast vollkommen ehlten. Die Neuyorker Börse von gestern.schloß chwächer, doch machte dies wenig Eindruck. Die Ten­denz blieb freundlich. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten durchweg leichte Erholungen em. Am Elektromarkt bestand lebhafte Nachfrage für Siemens mit plus 4 v.H., AEG., Schuckert und Gesfürel zogen bis 0,75 v. H. an. In Nachwirkung der Mitteilungen über Standard Oil waren J.-G.- Farben ebenfalls etwas bevorzugter und gewannen 1,75 v. H. Scheideanstalt lagen eine Kleinigkeit fester. Schiffahrtswerte bis zu 1,25 v. H. niedriger. Am Montanmarkte ergaben sich Erholungen bis zu 1,40 v. H. Auch heute waren Reichsbankanteile weiter gesucht und gewannen erneut 5,5 v.'H. Hiervon aus­gehend wurde die Stimmung günstig beeinflußt, und das Geschäft konnte zeitweise einen etwas lebhafteren Charakter annehmen. Die übrigen Bankwerte lagen zumeist nur behauptet. Renten still. Im Verlaufe waren Spezialwerte weiter lebhafter gefragt. Es traten durchweg gegenüber dem Anfang erneute Besserungen bis zu 1,5 v. H. ein. Im Vordergründe standen Siemens, Farben und Rheinstahl. Am Geld­markt war Tagesgeld mit 7,5 v. H. etwas leichter. Am Devisenmarkt war die Mark fest, das Pfund international schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1755, gegen Pfund 20,383, London gegen Kabel 4,8795, gegen Paris 123,86, gegen Mailand 93,20, gegen Madrid 35,05, gegen Holland 12,0875.

Berliner Börse.

Berlin, 3. Dez. Der heutige Börfenbeginn hatte ausfallende Ähnlichkeit mit dem gestrigen Vormittag. Vorbörslich geschäftilos und zurück­haltend. wurde die Stimmung zum offiziellen Beginn, von Spezialwcrten ausgehend, freund­lich. Wieder waren es Reichsbankanteile, die im Vordergründe des Snteresses standen, doch hatte sich heute der Kreis der gefragten Papiere etwas vergrößert, lieber den unregelmäßigen und eher schwächeren Verlauf der gestrigen Reu- yorker Börse ging man hinweg und ließ sich von dem Bericht der preußischen Handelskammer und der Denkschrift des Reichsverbandes der Deut­schen Sndustrie anregen. Mehr Beachtung fand heute auch die Darstellung der Standard Oil Companie Über die Zusammenarbeit mit der S.-G.-F a r b e n i n d u str ie. die sich lang­sam zu einer Preisaktion allergröß­ten Ausmaßes zu entwickeln scheint. Ferner besprach man, angeregt durch .eine Pressenotiz, Möglichkeiten einer Diskontsenkung in London am kommenden Donnerstag. Die trotz des Bedarfes des Reiches eher leichten Geldverhält­nisse wurden ebenfalls viel beachtet. Der Reichsbankausweis für den Ro- vember-älltimo war zu Beginn der Börse noch nicht allgemein bekannt: die Beanspruchung um rund 600 'Millionen wurde als relativ gering angesehen. Allerdings hat sich der Rotenumlauf um 750 Millionen etwa erhöht und die Deckung auf 45,6 resp. 53,6 Prozent verschlechtert. Die ersten Kurse lagen uneinheitlich, aber überwie­gend fester. Der Schiffahrtsmarkt hatte durchweg unter Angebot zu leiden. Maschinenfabrik Augs- burg-Rürnberg erschien mit Minus-Minus-Zei- chen. Bemberg verloren 4 Prozent. Svenska minuß 5 Mk. Chemische Heyden weitere 2,5 Pro­zent schwächer usw. Fest eröffneten Reichsbank­ankeile mit plus 3,25 Prozent, Zellstoff-Verein plus 3 Prozent, Kaliwerte bis 3 Prozent höher usw. Deutsche Anleihen leicht nachgebend. Aus­

länder geschästslos. Pfandbriefe still, Liquida^ tionspfandbriefe und -anteile uneinheitlich. Der Geldmarkt war weiter erleichtert. Man nannte Tagesgeld mit 8 bis 10 Prozent, Monatsgeld 8,5 bis 10 Prozent, Warenwechsel ohne Umsatz. Gleich nach den ersten Kursen wurde es auf fast allen Märkten lebhafter. Die Tendenz , in Spezialwerten wurde ausgesprochen fest. Papiere wie Schultheiß, Salzdetfurth, Polyphon, Siemens usw. zogen um 3,5 Prozent bis 5 Prozent an. Farben besserten sich um 2 Prozent, Tietz um 2,5 Prozent. Chadeaktien zogen etwa 3 Mk. an.

Bezirkssparkasse Alsfeld.

H Alsfeld, 2. Dez. Am Samstag hielt im Sitzungssaals des Rathauses die Dezirks- sparkasse Alsfeld ihre diesjährige ordentl. Mitgliederversammlung ab, die fast vollzählig von allen Vertretern der Mitgliedsgemeinden besucht war.

Aus dem vom Vorstand erstatteten Ge­schäftsbericht über das Saljr ;-1928 ging hervor, daß auch im Sahre 1928 die Entwick­lung der Sparkasse eine günstige war, wenn auch die Lage von Sndustrie, Handel und Gewerbe, sowie der Landwirtschaft als wenig erfreulich zu bezeichnen ist. Der Gesamtumsatz der Kasse im Sahre 1928 betrug rund 65Vz Mill. Mark. Die Spareinlagen haben eine erfreuliche Zu­nahme erfahren und sind von 2^ Millionen auf 3 Mitt. Mark angewachsen. Der Reingewinn des Sahres 1928 beträgt 31 202 Mark. Die ge­samte Rücklage der Kasse ist auf rund 118 000 Mark angewachfen. D:r Geschäftsbericht wurde ohne Aussprache genehmigt, ebenso die Sahresrechnung für 1928. Die Verwendung des Reingewinns vom Sahre 1928 erfolgte nach den Vorschlägen des Aufsichtsrats und des Vor­standes.

Als neues Mitglied wurde die Gemeinde äldenhausen ausgenommen. Die Zahl der Mit­gliedsgemeinden beträgt jetzt 45.

Bei der sahungsgemäßen Wahl für den Aus­sichtsrat wurde an Stelle des ausgeschiedenen Mitgliedes Fabrikant Gustav R e b st o ck, Alsfeld, als neues Mitglied Bürgermeister Seim, Hei­delbach, gewählt. Bei der Vorstandswahl wurde an Stelle des eine Wiederwahl ablehnenden Vorstandsmitgliedes Rechner Po r t, Fabrikant Otto Rab, Alsfeld, neu gewählt. Die übrigen Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates wurden wiedergewählt.

Dann hielt Direktor Seipp von der hessischen Girozentrale in Darmstadt einen Vortrag über öffentliche Bausparkassen", deren Endziel die Schaffung von Eigenheimen ist. Als wesentliche Vorzüge der an die hessische Giro­zentrale angegliederten Bausparkassen bezeich­nete der Vortragende die unbedingte Sicherheit der Sparkassen, sowie die älnabänderlichkeit der Bausparverträge. Die praktische Durchführung des Verfahrens wurde an der Hand von Beispielen veranschaulicht. Der Redner forderte zu eif­riger Werbetätigkeit innerhalb der örtlichen Sparkassen auf. Sustizrat Dr. Reh, Darmstadt, als Vorsitzender des hessischen Sparlassen- und Giroverbandes, begrüßte namens derselben die Versammlung und sprach der Verwaltung den Dank aus für die günstige Entwicklung der Kalle, die das Vertrauen der Bevölkerung im vollsten Maße genieße.

Daten für Mittwoch, 4. Dezember.

1409: Gründung der Universität Leipzig: 1642: der Staatsmann Kardinal Richelieu in Paris ge­storben; 1679: der englische Philosoph Thom .s Hobbes in Hardwick gestorben; 1795: der Ge­schichtsschreiber Thomas Carlyle geboren; 18/5: der Dichter Reiner Maria Ritte in Prag geboren.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechksgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Adolf QL in Gießen. Rach Ortsverzeichnissen aus den Sahren 1821 und 1823 sind im früheren Rassau zwei Orte Rieder-Diesfenbach festzustel- len, und zwar ein Ort bei Runkel, im damaligen Amt Rassau, ein weiterer im damaligen Amte Hadamar. Aeltere Ortsfeststellungen aus den Sahren 1750 bis 1760 waren uns nicht möglich, es ist aber nach den vorstehenden Feststellungen natürlich anzunehmen, daß diese Orte auch um 1750 bis 1760 schon bestanden haben.

L. Sch. R. Die Kündigungsfrist betragt zwc! Wochen. Sie erfolgt van Datum zu Datum, ohne etwa an ein Wochenende gebunden zu sein.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 o. H., Lombardzinsfuß 8 o. H.

Frankfurt a VI

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von 1929 ........

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50,1

lol.-Diediicn . .

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8,6

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überlicücn Provinz.Anleihe mll

89.5

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Deutsche Komm. Sammelabl

46

46,4

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6% grants. Hrip.-Banl Goldvse.

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96,5

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unkündbar bis 1932 .

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8% Pr. LandeSpsandbriesanlrall,

78,75

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Pfandbriese 81. n . . .

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24,4

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4% Türk. Zollanleche v. 1911 . -

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7,8

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6% Rumänische vereint) Reni

7,7

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von 1903 ' - - - -

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von 1913 . . . . -

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7,2

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I

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2 12

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Hansa Damrsichiss.....

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Norddeutscher Lloyd .... Allg. Deutsche Sreditanst. . .

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Barmer Bankverein .... Berliner Handelsgeielisch. . .

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Commerz- und Privat-Bank -

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Dirconio-Geseilschast, Aot. .

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Dresdner Bank......

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150

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149,5

Reichsbani ......

1

274,5

279,75

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162

162,25

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161,5

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Elellr. LieferungSgelellichasl

207,5

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Licht und Otaft

n

166,5

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166,5

Reiten & Guilleaume....

IV,

115,5

114,25

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Gel f. Elektr. Untern.. . . -

10

161,5

161

163,5

Hamb. Elekir -LLerke ....

1

126,5

129,5

Rhein. Ekeln........

144,5

144,5

Schlei. Glefr ......

10

152

152,5

Schuften &Go. .....

11

184,75

185,5

183,75

183,5

Siemens & Halske.....

16

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293

287

289,75

Transradio ........

. 8

124,5

124,5

Lahmeyer 6 Go. . .....

10

157

156,25

158

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Deutiche ErdSI ......

. 5

. 6

63

95

62

95

95,75

Gilencr Steinkohle.....

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127,25

128

Geilenkirchener ......

.................

.

. 0

125,5

130,5

125,25

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130,25

Hoefch Vien........

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109,75

110,6

Ilie Bergbau .......

10

216

215

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92

91,75

91,25

Köln-Neueiien

107,75

108

Mannesman- -Röhren .*. Mant-Ieldei Bergbau . .'l .

93,4

93,5

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113.75

113,5

114

Lberich'es. Cmen^eoars . .

69,65

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Obcriihlei. fioldroerie....

96,65

96,75

Phönix Bergbau......

6V

102,25

103,5

102,13

102,5

Rheinische BraurUohlea.

11

245

243,5

244,9

104,25

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.

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103,9

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Berlin

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Datum

2 12

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2 12

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104,75

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54

53,5

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i

187,5

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10

194,65

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313,75

3. G Farben-Jnsuftrio . . .

12

176,75

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175-51

176,5

Dynamit Nobel......

6

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Scheideanktait.......

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140,5

Goldlchmidt .......

5

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Rütgerswerkr.......

6

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Metallgetellichast . . .

8

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137

137

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92,9

135,25

92,9

Destauer Gas......

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158,75

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Daimler Pkotoren .....

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39,5

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Deutfche Linoleum ....

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Malchinenbau A.-G.....

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uuow. MOCID ....

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Rat Automob'. ......

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Crenitetn & Koppel ....

70,75

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V-onbmO Tiey . .....

11

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Svenska -..

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322

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Frankl. MMchtnea.....

.

44,75

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5,75 -

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1

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Boigt 4 Haessne,

222

225

Süds- Lucka.......

1

160

1 161

159

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. kN.

Berlin, 2- Dezember

Geld

Bries

Amerikanliche Noten . . .

4,162

4,182

Belgische Noten

58,20

58,44

Dänische Noten .......

111,68

112,12

Englische Noten . .......

20,325

20,405

psranzvsllcke Noten .......

16,40

16,46

Holländische Nosen .......

168,08

1bö,76

Italienische Noten. . ......

21,81

21,89

Norwegische Noten.......

111,58

112,02

Deutsch-Oesterreich, ä 100 SchUiing

58,56

58,80

Rumänische Noten.......

2,46

Schwedische Noten .......

112,08

112,52

Schweizer Noten........

80,93

81,25

Spanische Noten ........

57,40

57,64

Tschechoslowakische Noten.....

12,33

12,39

Ungarische Noten .....

72,87

73,17

2. Dezember

3. Dezember

Ämtlichl- Geld

Kotierung

Bries

Amtliche Notierung

Geld

Bnr

Amu.- Non

168,39

168,73

168,37

168.71

Buni.-Aires

1,731

1,735

1,728

1,732

Brss.Antw

58,375

58,495

58,375

58,495

Chrtstiania - fiopentjaflen Stockholm - HeUingfors. Italien. -

111,84

111,92

112,31

10,488

21,85

112,06

112,14

112,53

10.508

21,89

111,81

111,87

112,34

10,486

21,85

112.03

112.09

112,56

10.506

21,89

London. . .

20,361

20,401

20,356

20,396 4.1800 16,475

81,19 58.02 2,048 0,992

Neuyork - .

Paris...

4,1735

16,44

4,1815

16,48

4,1720

16,435

Schweiz ..

Spanien -

81,025 57,64

81,185

57,76

81,03

57,90

gäpan . . - Nio de Jan

2,044 0,490

2,048 0,492

2,044 0,490

Wien in D-- Oe st. abgest Prag . Beiirad -

58,73

12,38

7,397

58,85

12.40

7,411

58,73

12,376

7.397

58.85

12,396

7,411

73.16

3,020

18,85

81.62

1.887

5.44

4,135

4.020

20,913

Pubapeft .

73,025

73,165

73.02

Bui arten Lissabon

3,014 18,80

3,020

18,84

3,014 18,81

Danzig. . Konstantin-

81,41

81,57

81.46

1,893

1,897

1,883

Athen. .

5,43

5,44

5,43

Ganaba

4,127

4,135

4,128

Ihn rtay

4,016

4,024

3,016

Cutro . .

20,88

1 20,92

20,895