der Ostküste Ellesmerelands. Hier überwintert die Expedition, um sich dann mit Beginn der Schlittenreisezeit im März 1930 quer durch das Ellesmereland zum Heu rika- Fjord zu begeben und im Grantland und Axel-Heiberg- Land zu arbeiten. Nach Abschluß ihrer Arbeit will die Expedition sich nach der Polizeistation auf der Smith-Insel an der Südküste von Ellesmereland begeben, um von dort durch den kanadischen Archipel und über Kanada nach Europa zurückzukehren. Die Geldmittel für die Expedition Dr. Krügers, der nach 14jährigem Aufenthalt in Südafrika 1925 eine Expedition nach der Arktis machte, stammen von der preußischen Akademie der Wissenschaften, der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, vom hessischen Staat sowie von der Industrie.
Wirtschaft.
Llnveränderte Geldmarkilage.
Die älltimo-Vorbereitungen haben im letzten Monat recht frühzeitig und sehr umfangreich eingesetzt. Infolgedessen trat in der Derichts- woche in den Sähen für Tagesgeld eine vorübergehende Ermäßigung ein, soweit Ultimo» gelder für Tagesgeld zur Verfügung gestellt wurden. Iedoch verstärkte sich die Nachfrage in der zweiten Hälfte der Derichtswoche wieder, was vor allem auf die Anforderungen für den Überbrückungskredit des Reiches und die dadurch eintretende Verknappung zurückzuführen war, so daß die Sähe für Tagesgeld wieder auf 8 bis 10 Prozent stiegen. Monatsgeld stieg auf einen Satz von 10 bis 11,5 Prozent, die Derichtswoche brachte auch eine erhebliche Steigerung des Reportgeldsatzes um 1,25 Proz. bei einer Spanne von 10 bis 10,5 Prozent. Am Markte für Privatdiskonten hat das Angebot nur geringfügig nachgelassen, die Repartierungen seitens der aufnehmenden Stelle konnten entsprechend gemildert werden. Der unverändert hohe Stand der Geldsätze deutet darauf hin, daß die Reichsbank zum Ultimo ziemlich erheblich in Anspruch genommen werden wird, zumal da noch vom Ultimo April her ein Spihenbetrag von rund 250 Mill. Mark nach dem Ausweis vom 23. Mai nicht abgedeckt war. Die Kreditrestriktionen der Reichsbank haben das Devisenangebot beträchtlich vergrößert, man kann jetzt sogar von einer Flucht vor den Devisen sprechen, der Dollarkurs ist inzwischen wieder auf seine Parität von 4,198 zurückgegangen. Die Reichsbank hat inzwischen Devisenbeträge in Höhe von rund 95 Mikl. Mark ausgenommen, eine Veeinflussung der Geldmarktlage durch die Geldbeträge, die durch diese Devisenverkäufe flüssig gemacht worden sind, hat sich jedoch nicht besonders bemerkbar gemacht. Es ist anzunehmen, daß die Reichsbank nach der Abwicklung des Ultimos die Frage prüfen wird, ob ein weiteres Festhalten an der gegenwärtigen Destriktionspolitik am Platze ist. oder aber ob allmählich ein Abbau der Restriktionsmaßnahmen vorgenommen und damit die Frage einer Diskonterhöhung nähergerückt wird. Man muß bedenken, daß trotz der ergriffenen Restriktions- mahnahmen die Reichsbank die Herrschaft über den Geldmarkt nicht hat, der beste Beweis dafür ist die Erhöhung der Bankzinsen, und damit die Aufhebung des festen Verhältnisses zwischen Debetzinsen der Banken und Diskont der Reichsbank. Praktisch hat die Reichbank durch ihre Restriktionen einen Erfolg, nämlich den, daß jetzt durch Erhöhung ihrer Deckungsreserven sich ihr Spielraum für eine Ausdehnung des Noten-- bankkredits (schätzungsweise um etwa 350 bis 400 Mill. Mark) erhöht hat, was für die Abwicklung des Ultimo von Wert ist. Auf jeden Fall muß aber gerade, nachdem die Banken ihre -Zinsen erhöht haben, ein Abbau der Krediteinschränkung seitens der Reichsbank notwendigerweise zu einer Diskonterhöhung führen, um die feste Relation zu den Debetzinsen der Banken und zugleich die Herrschaft der Reichsbank über den Geldmarkt wiederherzustellen. Eine Diskonterhöhung würde zwar die gegenwärtige Lage des Geldmarktes nicht erleichtern, aber die Kredit- Verhältnisse wieder normal gestalten. Eine wesentliche Erleichterung des Geldmarktes kann nur dann eintreten, wenn an den internationalen Geldmärkten und im besonderen in Neuyork eine Entspannung eintritt. Mit dieser ist jedoch vorerst wohl nicht zu rechnen.
* D i e amtliche Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 29. Mai berechnete Großhandelsindexzifser des Statistischen Reichsamtes ist mit 134,2 gegenüber der Vorwoche (135,6) um 1,0 d. f). gesunken. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 2,9 v.H. auf 122,3 (126,0) und die Indexziffer für Kolonialwaren
um 0,9 v. H. auf 123,6 (124,7) zurückgegangen. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat mit 131,2 (131,3) leicht nachgegeben, während diejenige für industrielle Fertigwaren mit 157,6 unverändert war.
* Neue Konkurse im Mai. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes wurden im Mai 1929 durch den Reichsanzeiger 846 (im April 885) neue Konkurse — oh-ne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 454 (464) eröffneten Vergleichsverfahren, bekanntgegeben.
* Nassauische E n e r g i e - G. m. b. H.» Oberscheld (Dillkreis . Mit ci em Stammkapital von 1,6 Millionen Mk. ist mit dem Sih in Oberscheld (Dillkreis) die Nassauische Energie G. m. b. H. gegründet worden. Gründer dieser G. m. b. H. sind der Bezirksvorstand des Regierungsbezirks Wiesbaden und die Hessen-Nas- sauische Aeberlandzentrale in Oberscheld. Gegenstand des Unternehmens ist die Erzeugung und Verwertung elektrischer Energie für den Dillkreis und Kreis Biedenkopf. Der Bezirksverband des Regierungsbezirks Wiesbaden als einer der Gesellschafter, bringt in Anrechnung auf feine Stammeinlage Sachwerte (Grundstücke, gelegen in vier Gemarkungen im Dillkreis sowie zwei Wasserkraftwerke mit sämtlichen Maschinen und elektrischen Einrichtungen) sowie die Konzession zur Ausnutzung der Wasserkraft des Rehbaches im Dillkreis ein. Der Gesamtbetrag dieser Sacheinbringung beträgt 1 440 000 M?., der Restbetrag der Einlage wird von der Hessen-Nassauischen Ueberlandzentrale in bar eingebracht. Nachdem erst vor kurzem das Kraftwerk in Oberscheld nach modernsten technischen Grundsätzen ausgebaut worden ist, wird in Kürze ein neues Kraftwerk bei Merkenbach im Dillkreis errichtet werden unter Ausnutzung der Wasserkraft im Rehbachtal, die bisher Eigentum des Bezirksverbandes Wiesbaden war. Die Gesamtkosten dieser neuen Kraftanlage sind auf rund 1 Million Mark veranschlagt. Mit der technischen Einrichtung des Werkes ist, wie wir hören, die Firma Siemens & Schuckert beauftragt worden.
• Mannesmannröhrenwerke, 21.-0. Die G.-V. der Mannesmannröhrenwerke, A.-G., genehmigte 7 (i. V. 8) Prozent Dividende. Zur Geschäftslage sei mitzuteilen, daß in den Monaten Ianuar und Februar die Verladungen erheblich hinter der gleichen Zeit des Vorjahres zurückgeblieben seien. Von Anfang März feien aber die Verladungen wieder normal gewesen. Der Versand der Bergwerke blieb in Kohlen vom Ianuar bis einschließlich 2lpril um 160 000 Tonnen gegenüber dem Vorjahre zurück, dagegen konnte der Koksversand um 30 000 Tonnen gesteigert werden. Alle Betriebe zusammengenommen ergäben in den ersten vier Monaten des Iahres ungefähr den gleichen Ueberschuß wie im Vorjahre. Bezüglich der zukünftigen Entwicklung müsse ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß schon bei den heutigen Belastungen die Lage immer schwieriger werde, mit billiger ar- beitenden Nachbarländern zu konkurrieren unb zur Aufrechterhaltung der Betriebe die notwendigen Arbeitsmengen zu sichern. Sollten die schwebenden Verhandlungen über die Arbeitszeit in den Bergwerken zu einer weiteren Belastung führen, so wären die Folgen nicht zu übersehen.
Frankfurter Eiermarkt.
Bei ruhigem Geschäft notierten: Bulgarische 8’/4 bis 81/», Holländische 8V2 bis lly2, ©üb- lawische 3 bis 31/», Polnische 61/. bis 7, Russische 77t bis 871, Dänische 972 bis 12, Belg.-flandr. 93/.1 bis IO1/,, Französisch 972 bis 10, Rumänische 8 bis 874, Schlesische 93/4 bis 107z, Bayrische 9 bis 93/4, Norddeutsche 97- bis 10 Pf. per Stück. (Auslandeier unverzollt ab Grenz- tation, Inlandeier ab Station.)
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 3. Iuni. Tendenz fest. Zum Wochenbeginn war die Geschäftstätigkeit der Börse wieder recht lebhaft, ©tintige Nachrichten über die Wirkung des Ab- chlusses der Pariser Verhandlungen lösten eine große Ermutigung aus, und die Kulisse schritt wieder in verstärktem Maße zu Deckungen. Auch konnte man eine lebhaf t e Beteiligung des Auslandes am Börsengeschäft bemerken. Dies wirkte sich besonders am Farben- unb Montanmarkt aus, da bei letzteren auch noch die Preiserhöhungen für Eisen anregten. Hier schritten auch rheinische Industriekreise zu Interessenkäufen. Die Tendenz war fest, und es ergaben sich gegen den Schluß von Samstag für Spezialwerte ganz beträchtliche Besserungen. Führend waren am Montanmarkt Harpener plus 4 Proz., Klöckner plus 3 Proz. und Rheinstahl plus 4,25 Prozent. Auch Mannesmann gewannen auf die engere Zusammen
arbeit mit dem 2luslande 3,5 Proz. ^Bereinigte Stahlwerke plus 2,5 Proz. Kaliwerte lagen etwas ruhiger. Nur in Aschaffenburger war die Geschäftstätigkeit etwas reger, bei einem Gewinn von 4 Proz. Westeregeln plus 2,5 Proz., Salzdetfurth nur behauptet. Trotz lebhafter Nach- frage gewannen Farben zur ersten Notiz nur 1,5 Proz. Von den übrigen Chemiewerten zogen Scheideanstalt, Deutsche Erdöl und Goldschmidt bis 2,5 Proz. an. Am Elektromarkt waren die Besserungen auch bei kleinerem Geschäft nicht besonders groß, da erstens hier noch Realisationsneigung bestand, zweitens der Schuckert- Bericht immer noch einen ungünstigen Einfluß ausübte. Auch das Interesse von Auslandseite war hier etwas geringer. Das herauskommende Material wurde aber leicht ausgenommen, so daß sich wieder Erhöhungen bis zu 1,5 Proz. ergaben. Schuckert waren behauptet. Lebhafteres Interesse bestand noch für Karstadt plus 5 Proz. Am Dankenmarkt lagen Berliner Handelsgesellschaft mit plus 4 und Reichsbank mit plus 3,5 Proz. gebessert. Auch Schiffahrtswerte traten heute etwas in den Vordergrund. Hapag gewannen 3,5 Prozent unb Norddeutscher Lloyd 2,5 Prozent. Glanzstoff plus 5 Prozent. Frankfurter Maschinen lagen gedrückt. Zellstoffwerte bis 2,5 Prozent fester. Am Anleihemarkt zeigte sich bei beträchtlich gebesserten Kursen lebhaftes ©e- schäft. Ausländer lagen still. Auch im Verlaufe war das Geschäft lebhaft. Der Kreis der Favoriten vergrößerte sich noch. Es traten weitere Besserungen bis durchschnittlich 1,5 Prozent ein. Montanwerte blieben bevorzugt, aber auch für die anfänglich sehr vernachlässigten Elektroaktien bestand jetzt regeres Interesse. Siemens gewannen 2,5 Proz. 21.®.©. 1,5 Proz., Schuckert dagegen nur ganz geringfügig fester. Ilse Bergbau plus 4 Prozent. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8,5 Proz. unverändert. Am Devisenmarkt war die Lage wenig verändert. Man nannte: Mark gegen Dollar 4.1950, gegen Pfunde 20.357, London gegen Kabel 4.8495, gegen Paris 124.06, gegen Mailand 92.07, gegen Madrid 34.50, gegen Holland 12.0713.
Berliner Börse.
Berlin, 3. Iuni. Der Beginn der neuen Woche war weiter freundlich. Spezial- werte, deren Kreis sich erweiterte, konnten Gewinne boid 4 bis 8 Prozent verbuchen. Trotz des noch bestehenden Widerstandes Belgiens glaubt man doch die endgültige Einigung in Paris in Kürze erwarten zu Dürfen. Anregend wirkte vor allem der Artikel der „Financial News" über die Aussichten des Poungschen Planes. Tagesgeld stellte sich auf 8 bis 10,5 Prozent, Monatsgeld auf 10 bis 11 Prozent. Das Ausland zeigte sich an den verschiedenen Märkten als Käufer, auch die Spekulation schritt zu Deckungen. Vereinzelt waren auch Glattstellungen zu beobachten, die das Kursniveau aber nicht beeinflußten. Der Geldmarkt war heute weiter leichter. Lebhaft waren Farben, in denen eine große Kauforder vorlag. Elektrowerte waren nur vereinzelt fester. Auch heute beobachtete man Tauschoperationen an diesem Markte gegen Montanwerte, die daraufhin allgemein lebhaft waren. Besonders gefragt waren Rheinstahl, Mannesmann, Stolberger Zink. Von Banken waren Rheinische Hypothekenbank und Bayerische Der- einsbank 4 Prozent fester. Reichsbank weiter lebhaft. Spritwerte lagen weiter fest. Kunstseidenwerte, Schlesische Zement, Berger Tiefbau, Polyphon, Feldmühle Papier und Sarotti konnten bei größeren Umsätzen bis zu 8 Prozent anziehen. Deutsche Anleihen lagen ebenfalls fester. Ausländer nicht einheitlich. Pfandbriefe gut gehalten. Nach den ersten Kursen setzte sich eine weitere Aufwärtsbewegung durch. Im Vordergründe fanden Montanpapiere, Polyphon und AEG. ES ergaben sich neue Kursgewinne von 1 bis 3 Prozent. Hohenlohe zogen 6,5 Prozent an. Später wurde es wieder etwas ruhiger. Nur Kaliwerte und Bayerische Hypothekenbank waren 1 bis 2 Prozent niedriger.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 3. Iuni. Trotz höherer Auslandnotierungen traten heute wieder erneute Abschwächungen ein. Das Angebot blieb wieder unverändert groß, aber die Nachfrage war nur gering, da die schlechten internationalen Getreide- märkte verstimmten. Die Tendenz neigte eher nach unten Besonders Brotgetreide hatten unter diesem Druck zu leiden, während Mehle, aber auch hier nur bei geringem Geschäft, gehalten blieben. Es wurden notiert: Weizen 23; Roggen 21,25 bis 21,50; Sommergerste für Drau- xtoeefe 23; tnl. Hafer 22 bis 22,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 19,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 31,50 bis 32; Roggenmehl 27,75 bis 28,50; Weizenkleie 11,75; Roggenkleie 12; Erbsen 33 bis 50; Linsen 40 bis 110; Heu 12 bis 12,50;
Weizen- und Roggenstroh, drahtgepretzt, 5,25 'bis 5,50; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 5; Treber, getrocknet, 18,50 Mark. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M, 3. Iuni. Auftrieb: 1205 Rinder (darunter 240 Ochsen, 70 Bullen, 546 Kühe, 319 Färsen), 641 Kälber, 76 Schafe, 4580 Schweine. Es wurden notiert: Rinder (Ochsen): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 61 bis 63 Mk., (ältere) 56 bis 60; sonstige vollfleischige (jüngere) 48 bis 55; (Dullen): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 54 bis 58; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 49 bis 53; (Kühe): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 45 bis 50; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 40 bis 44; fleischige 35 bis 39; gering genährte 28 bis 34; «Färsen — Kalbinnen, Iungrinder —): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 60 bis 63j vollfleischige 55 bis 59; fleischige 49 bis 54. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 80 bis 83; mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 79; geringe Kälber 58 bis 71. — Schweine: voll- fleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 72 bis 74; von etwa 160 bis 240 Psund 73 bis 76; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 70 bis 72 Mk. — Marktverlauf: Rinder und Kälber rege, geräumt. Schweine rege, zum Schluß stark abflauend, geringer Ueberftanb. Schwere und Deckschweine schwer verkäuflich.
Letzte Nachrichten.
Bombenanschlag auf daee Oldenburger Finanzamt.
Oldenburg, 3. Iuni. (WTB. Funkspruch.) In der letzten Nacht wurde kurz vor 3 Ahr auf das Lande sftnanzamt ein Bombenanschlag verübt. Die Sprengwirkung war so stark, daß sämtliche Fenster des Landesfinanzamtes auf der Seite zur Lamberti-Kirche vollkommen zertrümmert wurden. Auch in der gegenüberliegenden Kirche ist eine große Anzahl Fenster gesprungen, ebenso ist im Gebäude der Landesspar- kafse, das etwa 50 Meter von der Sprengstelle entfernt liegt, kaum ein Fenster ganz geblieben. Im Gebäude des Finanzamtes sind außerdem an der Sprengseite sämtliche Türen eingedrückt und aus den Riegeln gerissen worden. Die Bombe war außen am Gebäude ziemlich tief angebracht. Verwendet wurde eine Bombe mit Zeitzündung. Alles deu» tet darauf hin, daß es sich um ein gut vorbereitetes Attentat handelt. Motiv und Tater sind noch nicht bekannt.
Großseuer in Neukölln.
Berlin, 3. Iuni. (WTB. Funkspruch.) In den frühen Morgenstunden des Montag brach m der Automaten» und Maschinenfabrik Sielaff, A.-G., in Neukölln am Stichkanal ein Feuer aus, das allmählich einen solchen Umfang annahm, daß gegen 5 Ahr früh 10 Feuerloschzllge mit sieben B» und C- Rohren, sowie ein Feuerlöschboot an der Bekämpfung des Brandes unter Leitung von Oberbranddirektor G e m p p arbeiteten. Der Brand konnte gegen 6.45 Ahr auf seinen Herd beschränkt werden. Das Feuer war im Montageraum ausgebrochen, wo eine Feilbank in Brand geraten war. Don dort aus breiteten sich öle Flammen mit ungewöhnlicher Schnelligkeit aus und vernichteten nach und nach fast die gesamte Inneneinrichtung. Der Betrieb, der rund 500 Arbeiter beschäftigt, maßte geschlossen werden. Die Arsache des Brandes ist noch nicht ermittelt.
Schweres Autounglück.
Bayreuth, 3. Iuni. (WTB. Funkspruch.) Beim Nehmen einer scharfen Kurve ist gestern nachmittag in Wüstenselbih ein Lastauto der hiesigen Tapetenfabrik, das mit 17 Fußballspielern besetzt war, aus der Fahrbahn geraten. Es stieß in voller Fahrt gegen das Schulhaus und wurde zertrümmert. Sieben Personen wurden sehr schwer verletzt. Zwei von ihnen mußten in Münchberg in das Lazarett übergeführt werden, da sie nicht transportfähig waren. Die fünf übrigen wurden in bedenklichem Zustand ins Bayreuther Krankenhaus etngeliefert.
Sprechstunden der Redaktion
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
2elegraphische Auszahlung.
Banknoten.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der
Dividende an. —
7,5
Lornbardzinsfuh 8,5 Prozent.
Franksun a. M.
Berlin
Franksurt a. M.
Berlin
«chluh-
<lute
'Uhr- flute
Schluß» Kurs
Ansang fturö
Schlutz» Kurs
I 1 Ubr- 1 Kurs
Schluß» Kurs
An sang»
Datum
1.6.
36.
1 6.
3 6.
Datum
1.6.
3.6.
1-6-
3.6.
6% Dl. Ketd)äanlcit)e >
Dl. Aul.-Ablöl^Schuld mit üiu> lol.-öirdjten . .
Desgl. ohne AuSlos.-Rechle . . . 7% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. un- kündbar bis 1932. . . .
51
10,9
11,2
87,5
51
10,8
51,1
11,2
A.E.G............8 196
Bergmann..... 9 223
Elcktr. Lieferungen.....10 168,25
Licht und Krasl ...... 10 224,5
Felten L Guilleaume.....6 143
197,5
168,5
145,75
195,75
221
167
224
144,25
196,25
220
166,25
225
146
!'/*% Nhelntlche Hyp^Bank Llgu
Goldps. ......
Ges. k. Elcktr. Untern.. ... 10 230
Hamb. Elektr. Werke .... 10 —
Rhein. Elcktr...... 9 164
Schics. Elektr...... . 10 —
233
231,5
143,25
232,8
143,75
O.G.ii). abg. BorkrtegS-Obllgatton. rückzahlbar 1932
—
163,5
194,25
164
198
tomudert....... 8
255,5
546,13
255,4
245,75
4% Schmelz. Bundesb^Ant..
—
—
_
Siemen» & Hallke ..... 12
391
393,25
392,25
394,5
4% Oeslcrrelchlsche Golbrte.. . .
—
—
-
_
Transradio..... 8
156,25
4,20% >?i*(lprt .'ilbcrrte.....
_
175
173,5
4% Oesterreich, etnheill. Rte. . .
___
_
4% Ungarische (Melotte......
22/7
Subern»..........6
Deutsche Erdöl.......6
72,25
74,5
73
74,75
4% Ungarische SiaaiSr. v. 1910 .
_
_
119,5
122
119,25
121
4*/t% deSgl. von 1913 . ...
_
_
91
Essener Steinkohle......8
——
—
128
129,25
4% tingatische Kronenrle.....
__
1,85
1,9
Gelsenkirchener ... f. yt g. 4
139
139,9
139
140,5
4% Türk. Zollanlcihe v. 1911 . .
—
—
8,9
Harpener..........6
146,25
150
148
149,75
4% Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie 1 .........
9,13 9
Hoesch Eisen..........
Ilse Bergbau ........ 8
Klücknerwerke ........ 7
220
—
132,5
220,75
134,25
221,5
4% deSgl. Serie II.......
_
_
106
109
107,75
109
4% Rumänen converi. Rte. . . .
_
Käln^leuessen........9
Mannesmann...... . 8
ManSfelder.........7
—
—
129,4
131,5
414% Rumänen (BoIbanL voa 1918
—
—
16,?T
—
128
134,5
131
128,75
135,75
130
136
Oberschles. Eisend. Bedars. . . b
82
_
87,5
110.5
89,9
111,75
96,6
302,25
Wg. Deuriche Eisenbahn . . i‘/2
—
—
_
Oberschles. Kokswerle.....e
_
Hamburg-Amerika Patel ... 8
Hamb.-Südam. Dampssch. . . 8
122,25
124,5
122,25
188
124,5
Bhönir Bergbau......5%
Rheinische Braunkohlen... 10
R^nslahl . . . ,. % gafjt 4Y-.
Riebeck Montan......72
95,5 301
97,5
303
96,13 301
Hansa Dampsschiss ... 10
—
—
149
153
128,75
132,75
129
131
Norddeutscher Noyd .... 8
113
116,4
113,5
116
150
150
Ailg. Deutsche Eredltanst. . . 10
Barmer Bankverein ... 10
125
128
124,75
128,75
125,5
129,5
Bereinigte Stahlw......6
Otavi Minen.......2 sh
100
70
102,5 71
101,5
70,25
750
102,5
Berliner Handelsgesellsch. . . 12
223,5
227,5
224,25
225
Kali Aschersleben.....10
249
252
253,25
257,5
417.5
Kommerz- und Prival-Bon!. n
187
190
188,75
189,5
Koki Westeregeln......10
Kaliwerk Salzdetfurth . . . 1b
255,5
258
256
414
larmfi. u. Nationalvank 12
267,5
270
270,25
415
415
deutsche Bank ... 10
Tiskonto-Geselllchast Aut.. . 10
Dresdner.Bank ... 10
'M.: ■ rutsche Ereditbaul ... 9
Virtoliban,...... 8
’iVlrfxbanf ...... 11
166,5
154,5
161,5
320
I 13 1
167,9
157,5
163
320,25
167,5
165,75
163,5
324,5
3. G. Farben-Inbustri, ... 12 Dynamit Nobel.......5
Scheideanstall. ....... 9
Goldschmidt . .......6 Mütgcrswerke ....... e Metallgesellschaft........
258,5
119,5
83,75
94
132,5
259,5
169,5
86
95,25
133,5
258,5
121
86
93,25
133
260 121,5
85,9
94,5 133,5
Franksurt a. M.
Berlin
Schluh- Kurs
l-UH» Kure
Cchluh» Kur«
Ansong Kure
Datum
1.6.
3-6.
1.6-
36.
Phllipv Holzmann . .
118
118,5
118
117,25
Heidelberger Eement .
■
•
10
138
138
Eement Karlstadt . .
. 8
——
_
Wayh & Freitag . . .
10
113,5
114,75
113,5
—
Schultheis Potzenhoser
■
15
—
—
317
318,75
Oslmerke......
12
—
—
257,13
260,5
Ber. Glanzstoss . . .
•
e
■
18
446
451
445
450
14
_
—
357 s
LeUstoss Waldbos . .
12
253,5
256
253,5
255,5
Zellsross Aschaiienburg
12
195
197,5
195
196
Eharlotlenburger Wasser
e
. 7
—
113,5
114,9
Dessauer Gas ....
. 8
—
—
214,5
215
Daimler Motoren . .
. 0
54
56,4
54,75
56,75
Deutsche Maschinen-Fabrik
.
. 0
53
54
Adlerwerke Klever . .
. 6
55
55
53,5
53,5
Ludw.Loewe ...»
■
10
—
—
207
210
Rat. Automobil . . .
. O
—
28,13
Lrcnstein <6 Koppel .
•
•
e
. 5
—
—
95
96
. 6
—
—
298
298
Bamag-Meguin . . .
. 0
—
—
Franks. Maschinen . .
. 6
53
52
51
_
Grihner......
11
69,75
_
Heyligenstaedt . • •
. 0
—
_
_
Funghans......
. 4
68,5
-
65
_
. 8
_
Mainkrastwerke ...
e
e
•
. 8
—
_
_
Miag........
10
—
—
123,5
125.5
Nekarsulmer ....
•
e
■
. 8
—
—
Peters Union ....
. 8
122
123
Gebr. Roeder ...»
10
112,5
_
Voigt 4 Haeffner . *
e
e
e
. 8
210
_
212
Südd. Zucker ....
. 8
148
151
149,25
—
Berlin, 1. Juni
Geld
Bries
Fran;öiische Noten....
Holländische Noten......
(italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch-Oesterr-, i 100 Kronen Rumänische Noten .....
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten .....
Devisenmarkt Berlin
16,34
168,17
21,94
111,45
58,75
2,55
111,80
80,61
58,98
12,405
72,85
-Frankfur
16,40 168,85 22,02 111,89 58,99
2,57 112,24 80,93 59,22 12,465 73,15 t a. M.
I- Juni
3. Juni
Amtliche Notierung
Geld 1 Briet
Amtliche Notierung
Geld I Brie>
flmft.« Ron.
168,37
168,71
168,27
168,61
Buen-AireS
1,757
1,761
1,755
1,759
Brff-.Antw
58,23
58,35
58,22
58,34
Chriitiania -
111,65
111,87
111,63
111,85
Kopenhagen
111,64
111,86
111,61
111,83
Stockholm .
112,02
112,24
112.01
112,23
HelsingforS. Italien. . . London. . .
10,528
21,94
10,548
21,98
10,528
21,93
10,548
21,97
20,322
20,362
20,319
20,359
Ncupork . .
4,1915
4,1995
4.1900
4,1980
Paris. . . . Schwei, . .
16,38
16,42
16,375
16,415
80,64
80.80
80,66
80,82
Spanien .
58,83
58,95
58,59
58,71
Japan - . . Rio de ftan.
1,855
1,859
1,843
1,847
0,4975
0,4975
0,4955
0,4975
Wien in D--
Oe st. abgest
58,83
59,95
58,83
58,95
Prag ....
12,414
12,434
12.41
12,43
Belgrad . .
7,363
7,377
7,363
7,377
Budapest. .
73,02
73,16
73,02
73,16
Bulgarien
3,029
3,035
3,027
3,033
Lissabon
18,78
18,82
18,73
18,77
Daruig. . . Konstantin.
81,24
81,40
81,21
81,37
2,018
2,022
1,887
1,991
Athen. . .
5,435
5,445
5,425
5,435
(Sanaba
4,158
4,166
4,156
4,164
Urn. uav •
4,066
9,074
4,066
4,074
Cairo • • -
20,849
20,889
20,84
20,88
Berlin, 1. Juni
Geld
Brief
Amerikanische Noten .....
Belgische Noten........
Dänische Noten........
Englische Noten........
4,178
58,13
111,38
20,304
4, 58
111 20,
198 ,37 ,82 384


