reichten, sich Blumen in die Haare steckten und dazu in einer Weile lächeln konnten, die, wie cs heißt, ötc Sorgen des Alltags vergessen ließ.
Lport im Parlament.
(p) Bukarest.
3n einer rumänischen Zeitung wird die Ictyte politische Rede AVer escus folgendermaßen kommentiert: 3
Sport imParlament, das ist das neueste in unserer Innenpolitik. Averescus letzte Rede war bestimmt mehr ein sportlicher als politischer Erfolg. Denn Averescu, hoch an Jahren, hat in seiner stundenlangen Rede eine bewunderungswürdige Ausdauer bewiesen. Das ist — finden wir — jedenfalls anzuerkennen, denn viele der zuhörenden Senatoren, die an Jahren bedeutend jünger als Averescu sind, sollen bei seiner Rede eingeschlafen sein, während Averescu bis zuvi Schluß aushielt.
Wirtschaft.
Zur Wirtschaftslage.
Dem soeben erschienenen Monatsbericht der Direktion der Disconto -Gesellschaft entnehmen wir die nachstehenden Ausführungen:
Erst Witte Marz. d. h. zwei Monate später als im Vorjahr, hat die winterliche Arbeitslosigkeit ihren Höhepunkt überschritten, und eine zögernde Erleichterung am Arbeitsmarkt beginnt sich durchzusehen. Von größter Bedeutung ist für die deutsche Wirtschaft die Frage, ob der Baumartt in der gleichen Stärke wieder^ aufleben wird, mit der er im vergangenen Spätherbst zum Erliegen kam. Cs ist dies int wesentlichen em Problem der Finanzierung. Die Verfassung des deutschen Kapitalmarktes hat bisher ebensowenig wie die des Geldmarktes durch die Konjunkturabschwächung eine wesentliche Erleichterung erfahren. Andererseits hat im vergangenen Jahr der Kapitalmarkt gerade in der Aufbringung von Mitteln für Hypothekarkredite im Wege der Begebung von Pfandbriefen eine relativ große Ergiebigkeit erwiesen, an der allerdings das Ausland erheblich beteiligt war. Die privaten Hypo- thekenbanken konnten zur Finanzierung der Reubautätigkeit im Jahre 1928 5o0 Mill. Mark zur Verfügung stellen gegenüber 220 Mill. Mark- int Jahre 1927 und 140 Mill. Mark im Jahre 1926. Aimmt man hinzu, daß die Sparkassen stark 40 Prozent ihres kräftig anwachsen- den Cinlagenbestandes in Hypotheken anlegen und im Jahre 1928 mit rund 750 Mill. Mark zur Baufinanzierung beigetragen haben, so ergibt sich die steigende Bedeutung, die der aus privaten Mitteln stammende Realkredit wieder für den Wohnungsbau gewonnen hat. Für den Baumarkt hangt zunächst sehr viel davon ob, wie weit die Bereitstellung von ZwischenLrediten gelingt, die erst später in die konsolidierte Form der Hypothek überführt werden. Cs hat den Anschein, daß die Möglichkeit zu der Beschaffung solcher Kredite in einem Umfang bestehen wird, der eine Bautätigkeit im Rahmen derjenigen des Vorjahres zulassen wird. Zu einem sehr großen Teil ist zudem die Baufinanzierung von der Gestaltung des freien Kapitalmarktes unabhängig, indem die Zwangskapitalbildung durch die Hauszinssteuer an Stelle der freiwilligen tritt.
Auch auf zahlreichen anderen Gebieten unserer Wirtschaft wird für die nächste Zeit außerordentlich viel davon abhängen, wie weit durch Lieberwindung bestehender Finanzierungsschwierigkeiten die Deckung an sich vorhandenen Bedarfs ermöglicht wird. Das gilt u. a. besonders für die Erteilung von Aufträgen seitens der öffenllichen Hand.
Von den privaten Wirtschaftsgruppcn ist es neben dem Baugewerbe vor allem die L a n d - wirtschaft, die in der kommenden Zeit mit verstärktem Bedarf auf dem Kapitalmarkt hervortreten wird. Was die Deckung ihres Warenbedarfs für die übrige Wirtschaft bedeutet, ergibt sich allein aus der Tatsache, daß sie 15 bis 20 Prozent unserer gesamten industriellen Erzeugung aufnimmt.
Mit dem deutlich erkennbaren Nachlassen der allgemeinen Kaufkraft sind wir sodann an einem Punkt angelangt, an dem die Gestaltung der Preise verstärkten Einfluß auf die weitere Entwicklung gewinnt. Eine Stabilisierung der Löhne und mit ihnen der Gestehungskosten brauchen die deutschen Industrien um so mehr in dem Matze, wie die Einengung des Binnenmarktes zu verstärktem Export zwingt. Scheitert die Erhaltung und Steigerung der Cxporthohe an erhöhten Selbstkosten, so wirken die Folgen in Gestalt von verminderter Beschäftigung, Kurzarbeit, Entladungen und Stillegungen gerade auch auf die Arbeiterschaft zurück. Der Geldmarkt weist an Stelle der zu erwartenden Ent
spannung eher Anzeichen einer in entgegengesetzter Richtung verlaufenden Entwicklung auf. Außer den starken Saisonansprüchen der Wirtschaft und dem Geldbedarf der öffenllichen Stellen unter Führung des Reiches find dem Geldmarkt im Zusammenhang mit den großen Devisenabgaben der Reichsbank in den letzten Wochen erhebliche Beträge entzogen worden. Eine fühlbare Erleichterung durch erneutes Hereinfließen von Aus- landgeldern ist angesichts der angespannten und ungeklärten Lage an den internationalen Geldmärkten nicht zu erwarten. Es wird daher sehr viel davon abhängen, daß die Reichsbank nicht durch eine ungünstige Außenhandelsentwicklung weitere Devisen- oder Goldverluste erleidet, die sie unter LImständen zu diskontpolitischen Maßnahmen zwingen würden.
Auch im Wege der langfristigen Anleche- aufnahme haben die deutschen Devisenbestände in den letzten Wochen nur geringfügigen Zufluß erhalten. Außer durch Anleiheaufnahme erfolgt aber zu einem sehr bedeutsamen Teil die Kapitaleinfuhr nach Deutschland in Gestalt des Verkaufes von Effekten an das Ausland. Es hat den Anschein, daß gerade diese letztere neuerdings wieder an Bedeutung gewinnt. Die Auslandkäufe konnten eine kräftige Aufwärtsbewegung an der Börse Hervorrufen, zumal sie auf sehr leere Märkte gestoßen sind.
Rückgang der Arbeitslosigkeit.
Rachdem der Eintritt milderer Witterung die Ausnahme der Auhenarbeiten wenigstens in gewissem Umfange ermöglicht hat, zeigt die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung und in der Sonderfürsorge bei berufsüblicher Arbeitslosigkeit am 15. März dieses Jahres zum erstenmal wieder einen merklichen Rückgang. Sie betrug an diesem Tage insgesamt 2 324 545, gegenüber 2 460 760 am 28. Februar dieses Jahres. Das bedeutet eine Abnahme von 136 215 Personen, oder von 5,5 Prozent. Davon entfallen 57 028 auf die berufsübliche Sonderfürsorge und 79 187 auf die Arbeitslosenversicherung. Die Abncchme ist bei der Sonderfürsorge etwas größer als bei der Arbeitslosenversicherung (6,1 Prozent gegenüber 5,2 Prozent). Der Rückgang ist in beiden Gruppen bei den Männern verhältnismäßig stärker als bei den Frauen (in der Arbeitslosenversicherung und in der Sonderfürsorge zusammen bei den Männern 6 Prozent, bei den Frauen 2,5 Prozent).
Die Krisenunterstützung weist demgegenüber zum gleichen Stichtage eine Steigerung von 161 493 auf 177 343 Hauptunter- stützungsempfänger, also um 15 850 oder 9.8 Prozent auf. Die Zunahme ist verhältnismäßig bei den Männern und Frauen ungefähr gleich.
• Die am tliche Großhandelsindex - z iss er. Die auf den Stichtag des 26. März berechnete Großhcmdelsindexzisfer des Statistischen Reichsamtes ist mit 138,6 gegenüber der Vorwoche (139,3) um 0,5 Proz. zurückgegangen. Don den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 1.9 Proz. auf 130,4 (132,9) gesunken. Die Indexziffer für Kolonialwaren war mit 125,4 unverändert. Die Indexziffer der industriellen Rohstoffe und Halbwaren ist um 0,3 Prozent auf 134,9 (134,5) gestiegen, während diejenige für industrielle Fertigwaren mit 158,0 keine Veränderung ausweist.
* Die Reichsindexziffer im März. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „sonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monats März auf 156,5 gegenüber 154,4 im Vormonat. Sie ist fonad) um 1.4 v. H. gestiegen. Diese monatsdurchschnittliche Steigerung ist fast ausschließlich auf die bis in die erste Hälfte des Monats sich fortsetzende Erhöhung der Preise für Kartoffeln, Ge- müfe und Eier zurückzuführen; in der zweiten Märzhälfte haben Kartoffeln und Eier, sowie Milch und Butter im Preise nachgegeben, so daß der gegenwärtige Stand der Indexziffer bereits unter dem — durch die außergewöhnliche Winterkälte beeinflußten — Monatsdurchschnitt liegt. Die Indexziffern für die einzelnen Gruppen betragen (1913 bis 1914 gleich 100): für Ernährung 159,3, für Wohnung 125,9, für Heizung und Beleuchtung 152.5, für Bekleidung 172,6, für den „sonstigen Bedarf einschließlich Verkehr" 191,4.
? Die Landesgenossenschaftsbank e. G. m. b. H. zu Darmstadt verschickt soeben ihren Bericht über das sechzehnte Geschäftsjahr. Am 31. Dezember 1928 waren der Bank 1 Zen- tralgeschäftsanstalt, 427 Kreditgenossenschaften. 30 Bezugs- und Absatzgenossenschaften, 11 Winzergenossenschaften, 17 sonstige Genossenschaften, 2 Vereinigungen. 3 Einzelpersonen, zusammen 491 Mitglieder mit 828 Geschäftsanteilen zu je 3000
Mk. gleich 2 484 000 Wk. Geschäftsguthaben und einer Gesamthaftsumme von 24 840 000 Mk. angeschlossen. Die Mitgliederzahl der angeschlosse- nen Genossenschaften erhöhte sich um 943 auf 74 250. Llmgesetzt wurden rund 883 000 000 Mk. Die Bilanzsumme einschließlich der Giroverbindlichkeiten beträgt rund 22 119 000 Mark. Gegenüber dem Vorjahre haben sich der Llmsatz um 52 000 000 Mk. vermehrt, die Aktiva um 697 000 OHL und die Summe der in Anspruch genommenen Kredite einschließlich Wechselverbindlichkeiten um 760 000 Mk. vermindert. Die Guthaben in laufender Rechnung haben sich um 354 000 Mk.. die Termingelder um 184 000 Mk. vermehrt. Der Wechseleingang von 56 328 664 Mk. verteilt sich auf 13 200 Stuck Diskontwechsel und 10 500 Stück Jnkassowechsel. Der Scheckeingang von 39 024 083 Mk. setzt sich aus 135 OOO Schecks zusammen. Die VerwaltungLkosten und die Erträgnisse an Zinsen und Provision sind gegenüber dem Vorjahre fast unverändert. Genehmigt die Generalver- fammlung den Vorschlag von Vorstand und Auf- fichtsrat. aus dem 180 225 Mk. betragenden Reingewinn 36 045 Mk. den Reserven zu überweisen und 144 180 Mk. zur Ausschüttung einer 6pro- zentigen Dividende auf das Ende 1927 eingezahlte Geschäftsguthaben zu verwenden, so betragen der Reservefonds 380 112 Mk., die Betriebsrücklage 380 113 Mk., die Rückstellungen 44 189 Mk.. die Reserven zufammen 804 414 Mark. Die Generalversammlung soll auf 24. Mai eingeladen werden.
* Frankfurter H o f A. - G.. Frankfurt a. M. Rach dem Geschäftsbericht hat das Jahr 1928 die Erwartungen auf einen vermehrten Fremdenverkehr nicht erfüllt. Infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Rotlage sei der LIm- sah in den Restaurants der Gesellschaft zurück- gegangen. Dagegen haben sich die Weinhandlung und das angegliederte Zigarren-Cngros- Geschäft zufriedenstellend entwickelt. Auch die Qlbteilung Delikateftenversand habe einen erfreulichen Aufschwung genommen. Steuern erforderten 349 480 (347 646) Mk. und Abschreibungen 234 345 (187 068) Mk. Aus dem einschl. 57 500 Mark Vortrag — 260 520 Wk. betragenden Reingewinn wird bekanntlich eine ermäßigte Dividende von 5 (i. V. 7) Proz. auf 3,6 Mill. Mk. Stammaktien und 6 Proz. auf 32 000 Mk. Vorzugsaktien vorgeschlagen. Zum Vortrag auf neue Rechnung verbleiben 57 600 Mk. Lieber die Entwicklung des neuen Geschäftsjahres lasse sich noch nichts voraussagen. (G.-D. 22. April.)
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 2. April. (Eigner Drahtbericht des „Gieß. Anz.") Tendenz: freundlich. Rach der langen Unterbrechung durch die Osterseier- tage konnte sich heute das Geschäft nur langsam entwickeln. Orders, auch von Auslandseite, lagen in nur ganz geringem Umfange vor, so daß das Geschäft klein blieb und sich nur auf einige Spezialwerte beschränkte. Anregungen irgendwelcher Art lagen nicht vor, doch zeigte die Börse im Grundton ein freundliches Aussehen. Am Elektromarkt konnte zeitweise ein etwas regeres Geschäft festgestellt werden, doch blieben auch hier die Kursbesserungen gegenüber der letzten Börse vor den Feiertagen sehr gering und überschritten wie auf allen Marktgebieten kaum 1,5 Prozent. Rur Vereinigte Glanzstvff aus dem Rahmen der allgemeinen Lage und konnten lebhafteres Interesse auf sich lenken. Dieses Papier gewann zur ersten Rotiz 15 Prozent. Von Elektroaktien waren Chade mit plus 3 Mk. etwas reger gefragt. A.E.G. mit 1,25 Prozent, Lah- meyer 1,75 Proz., Siemens 1 Proz. etwas höher. Chemiewerte waren dagegen vernachlässigt. Licht und Kraft unverändert. Der Montanmarkt wurde heute etwas mehr beachtet. Besonders Mans- felder mit plus 3 Prozent standen im Vordergründe. Rheinstahl zogen 2 Prozent an. Banken leicht erhöht. Metallltank minuS 1 Proz.. Reichsbank plus 2,5 Prozent. Von Bauunternehmungen Wayß & Freitag plus 2,25 Prozent, Kaliwerte uneinheitlich, Aschersleben 2 Prozent schwächer, Westeregeln dagegen 1,5 Prozent fester. Renten still, aber behauptet. Im Verlaufe wurde es auf Abgaben der Spekulation schwächer und lustlos. Cs traten durchschnittliche Verluste bis zu 3 Proz. ein. Siemens verloren 5 Proz., Schuckert und A.E.G. je 3 Prozent. Am Farbenmarkt waren die Verluste gering. Farben minus zirka 1 Proz. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt nannte man: Mark gegen Dollar 4.2155. gegen Pfund 20.462. London-Kabel 4.8525, gegen Paris 124.20, gegen Holland 12.1190, gegen Mailand 92.70.
Berliner Börse.
Berlin, 2. April. Die erste Börse nach den Ofterfeiertagcn entsprach etwa den Erwartungen. Nach der langen Unterbrechung konnte das Geschäft erst langsam wieder in Gang kommen, so daß heute überhaupt so gut wie gar keine Umsätze getätigt worden waren und man erst das Eintref
fen neuer Auslandorders abwarten wollte. Mo mente lagen wenig vor. Einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit standen wachsende Konkursziffern gegenüber, einer beruhigenden Erklärung 2)r. Schachts zu den Reporationsver- handlungen schwache Auslandbörsen und ein pessimistischer Bericht der Dresdener Bank. Die Warnungen, die letzterer enthält, brachten aber eigentlich nichts Neues und werden von der Spekulation schon dauernd beachtet. Zu den ersten Kursen (teilte sich dann heraus, daß die Kaufneigung überwog, so daß die Stimmung ziemlich freundlich wurde' Das Geschäft blieb aber still und be schränkte sich wieder nur auf Spezialwerte, von denen besonders der Elektromarkt im Vordergründe stand. Das Ausland zeigte für Svezialwerte Interesse. Am Elektromarkt tauchten die alten Kombinationen über Siemens und Schuckert wieder auf. Kunstseideaktien gewannen 8, resp. 11,5 v. H. und Werte wie Drenftein, Berger Tiefbau, Deutsche Erdöl, Polyphon. Mansselder, Kaliwerte gewannen bis zu 5 v. f). Montecatini wurden heute -exklusive Dividende (4 Mark) gehandelt. Die schwache Haltung der Rheinischen Braunkohlen (minus 2,75 v. H.), Soenska (minus 4 Mark) und 2ü>Ierroerfe (minus 2,75 v. H.) fiel auf. Bei letzteren verstimmte natürüd) der Derlustabschluß. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer geschäftslos. Mexikaner eher schwächer. Pfandbriefe wenig verändert. Tagesgeld blieb mit 7,5 bis 9,5 v. H. gesucht, vereinzelt auch bis 10 v.H. Monatsgeld notierte mit 7,5 bis 8,5 v. H. unverändert. Warenwechsel geschäftslos. Auch nach den ersten Kursen hielten anscheinend die Auslandkäufe in Kun st seidewerten an und führten zu weiteren kleinen Kurssteigerun-- gen. Später überwog aber das Angebot, so daß diese Gewinne wieder verlorengingen und noch dazu Verluste bis zu 5 v.H. eintraten. Am stärksten gedrückt waren Siemens minus 4 v. $)., Kunstseide- werte minus 5 bis 6 v. H., Kaliaktien minus etwa 3 v.H.
Frankfurter Getreidebörse.
F r a n? f u r t a. M., 2. April. Der Produktenmarkt verkehrte in der neuen Woche in ruhiger Haltung. Die schwächeren Auslandnotierungen drückten auf die Stimmung, doch blieb die Preisgestaltung hiervon unberührt, da das Geschäft zu gering war. Das Angebot blieb jedoch auch verhältnismäßig klein. Es wurden notiert: Weizen 23,75, Roggen 23 bis 23,25, Sommergerste für Brauzwecke 24, Hafer, inländischer, 24.25 bis 24,50, Mais (gelb) 23,25, Weizenmehl, süddeutsches, Svezial 0 33 bis 33,75, Roggenmehl 30,25 bis 31,25, Weizenkleie 14, Roggenkleie 15 bi« 15,25 Mk. Tendenz: Ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M, 2. April. Auftrieb: 832 Rinder (darunter 189 Ochsen, 39 Bullen, 410 Kühe. 178 Färsen), 300 Kälber, 14 Schafe. 3296 Schweine. Es wurden notiert: Rinder (Ochsen): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 57 bis 61 Mk., (ältere) 52 bis 56; sonstige vollfleischige (jüngere) 47 bis 51; (Bullen): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 54; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 48 bis 51; (Kühe): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 43 bis 48: sonstige vollfleischige oder ausgemästete 39 bis 42: fleischige 35 bis 38; gering genährte 28 bis 34; (Färsen — Kalbinnen, Jungrinder —): voll- fleischige, ausgemästete. höchsten Schlachtwerts 57 bis 62; vollfleischige 52 bis 56; fleischige 46bis51. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 80 bis 85; mittlere Mast- und Saugkälber 77 bis 76; geringe Kalber 70 bis 76. — Schweine: Fettschweine über 200 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80; vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 79 bis 81: von etwa 160 bis 240 Pfund 80 bis 82; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 77 bis 79 Mk. — M ar k tv erlauf: Bei allen Viehgattungen ruhiges Geschäft, ausverkauft.
Buntes Allerlei.
Die Veteranen der Einigungskriege.
Aus den Kriegen von 1864, 1866 und 1870/71 gibt es nach einer Statistik, die das Reichsarbeitsministerium jetzt aufgestellt hat, am 1. März 1929 noch 54 250 Personen, die die sogenannte Beteranenbechilfe beziehen. S>a mit dieser Beihilfe aber längst nicht der ganze Kreis der Kriegsveteranen erfaßt wird, so dürften vorsichtige Schätzungen ergeben, daß heute noch 60 bis 65 000 Teilnehmer an den deutschen Einigungskriegen am Leben sind. Leider besteht nicht die Möglichkeit, die Veteranen der ver- schiedenen Kriege statistisch gesondert zu erfassen, doch nimmt man an, daß die Zahl der noch lebenden Teilnehmer des Krieges von 1864. der heute 65 Jahre zurückliegt, noch in mehrere Tausende gehen.
Brick
Geld
Datum
121,75'122,25
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162
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Lombardzinsfutz 7.5 Prozent.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt
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288,75 1
A.E.G. ■ Bergmann .... (xleltt. Lieferungen. Licht und fttaft . . Reiten & Guilleaume Ges. s. (Stellt. Untern. Hamb. (Slcttr. Werte Rhein. Elcktr. . . . Gdilef. eieltr. . . . Schultert ..... Siemens & Halske • TranSradio .... Lahme»« & Co.. •
Buderus Tevtfche Erdöl . . Essener Steinkohle . Gelsenkirchener . . Harponer..... Hoesch Eisen. ... Ilse Bergbau . . .
•amentannöjc 'JJ Belgische Noten Dänische Noten Englische Notes
145.5 ! 146,25
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115,13 115,5
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dllfl. Deutsche Eisenbahn Hamburg-Amerika Palet . Hamb.-Süd am. Dampfsch. Vansa Dampfschiff - .
Norddeutscher fclorjb - -
Wg. Deutsche Treditansk. .
Barmer Bankverein Berliner HandelLgesellsch. . Commerz- und Privat,Bank Barmst, il Nationalbant Deutsche Dank • - - TiUonto-Aeiellichaft Ant.. TreSdner Bank • • L'citteldeutsche Eredilbao! - 9?ietaUbant ...... tteidiebanl ......
Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. W.
Telegraphische Auszahlung.
Ämst.-Rott. Bucn.'Aires Brff-.Antw. Khrntiunia. Äopenbaaen Stockholm . HclsingforS. Italien. . . London. . . yienhort . . Paris.... Schnitz .. Spanien.
Japan . .. Rio de Ian. Wien in D^- £eft. abgeft- K?U:: Budapest. . Bulgarien Lissabon Danzig- - • Konst.Mm. »Wen. . . Canada llrn uaD - fcdro .. •
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
~ 6,5 Proze
173,75 ;
144
322 I
Berlin 28. März
^ranzoniche Noten.....
»ollandische Vlotzn ..... Italienische Noten......
Norwegische Noten Teiitsch.Lesterr.LlON'Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten ..... Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten.......
SUödnerroetfe ....... KSln-Reuesserl. ...... Mannesmann....... Mansfelder.......
Oberschlei. Eisend. Bedarf. . Lberschles. Kokswerke...» Phönix Bergbau Rheinische Braunkohle» . - . Rheinstahl i. 3,i Jahr Stieüeck Montau......
Bereinigte Stahlw. .... Otatii Minen . .....! fialt Aschersleben Kaki Destereaelo......
Kaliwerk Salzdetfurth . . .
I. ®. Farben'Jndustrie. . . Lvnarnit Nobel ...... Sdieibeanftalt. ..... Goldschmidt ..... e
172 172,25
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Frankfurt a.M.
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Datum
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Schultheis Patzenhoser . .
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Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser .
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Banknoten
Berlin. 28. Mär,
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Frankfurt a. M.
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96,5
—-
96.65
——
10
303,5
—-
303
300,5
129,75
131,5
129,65
132,5
—
—
—
. 6
93
93,5
93,25
93,75
sh
72.4
72,5
72
72,4
10
245
243
243
245,9
10
248
249,5
248
248,75
Id
367
367
370,25
12
258,5
j 258,25
258
! 258,5
. 6
—
■*
120.5
—
. 9
172,25
1 171,75
—
• .
93
—
93.25
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• '
97
, 98,5
07,5
93,75
11
—•
1 —
fiianffutt a. M. |
Berlin
Schluß-,
l-Uhr-
Schluß-Anfang
Kurs !
Shire
Kurs
Kurs
Datum
23.3. |
2.4.
28.3. |
2-4.
5% Dt. KeichSanIeihe o. 1027
Dt. Anl..?lblös..Schuld mit AuS-
87,4
—
87,5 I
—
lof.-Rechten
53,85
53.85
53,9 :
54
Tekgl. ohne SluAos.-Rechle . . . 7% Franks. Hyp-'Bl. Goldps. un-
12.8
12,7
12,75 |
12,6
kündbar biS 1932. ...
C',% Rheinische Hhp.-Bank Sian-
90
--
—
—
Goldps.
A.E.G. abg. Vorkriegl-Obligation..
8)
—
—
—
rückzahlbar 1932
89.13
—-
—•
—•
4% Schweiz. BundeSb.-Anl..
99,5
—
4% Oeslerreichische Goldrte.. .
30,5
30,8
4,20% Oestcrr. Silberne. . .
2,9
—
4% Oesterreich. einheiU. Ria.
4% Ungarische Goldrte..
4% Ungarische Staatlr. v. 1910
24.6
21,05
-
24,7
21,3
4’4% desgt. von 1913
4% Ungarische Kronenrte.. .
—
22,4
2
2
4% Türk. Hollanleihe v. 1911 . .
•% Türwche Bagdadbahn-Anl..
11,05
11.1
-
Serie l . . . .
10,4
10,6
—«
i% beißt Serie II.......
10,6
10.9
4% Rumänen amtiert. Rte. . . .
9
—
_
414% Rumänen Goldanl. von 1913
19
—
I
—
—
"16'.49
16,55
168.41
169.08
22.18
22.26
112,15
112.59
59.11
59.35
2.50
2,52
112.18
112,62
81.00
81 <32
63,88
64.16
12,44
12.to
73,15
73,45
28. svrörz
2. April
Amtliche Notierung
Keld 1 Briet
Amtliche Notierung
Geld 1 Brick .
168,76 I
169,16
168.77
169,11
1,770
1.774
1,769
1,773
59.475
58,595
58.485
58.605
112.30
112,52
112.29
112,51
112,22
112,44
112,21
112,43
112.49
112,71
112,44
112,66
10,592
10,612
10.591
10.611
22,045
22,085
22,06
22,10
20.44
20,48
20.439
20,479
4,2115
4,2195
4,212
4.220
16.455
16,495
16.46
16,50
81,025
81,185
81,03
81,19
63,82
63.94
63.58
63.70
1,878
1,882
1.874
1,878
8.498
0,500
0,4985
0,5005
59,20
59,32
59.11
59,31
12,462
12,482
12.464
12,484
7,395
7,409
7.393
7,407
73,30
73,50
73.37
73,51
3.039
3,045
3.041
3,047
18,85
18,89
18.93
18,97
81,75
81,91
81.72
81.88
2,063
2,067
2,066
2,070
5,455
5,465
5.465
5,475
4,186
4,194
4.188
4,196
4.266
4.274
4.240
1 > 4,2«
20,965
1 21,005
20,978
21,OM


