Ausgabe 
2.4.1929
 
Einzelbild herunterladen

Rheinhessen.

WER. Mainz. 1. April. Aach vier Sitzungs­tagen haben die Mainzer Stadtverordneten den Haushaltsvoranschlag verabschiedet. Durch Streichungen und Gebühren- echöhungen war das Defizit, das ur­sprünglich 2 321 230 Mk. betrug, auf 1 580 448 Mk. verringert worden. Durch Mehrüberwersun- gen aus Reichssteuern, Einführung einer Filial- und einer Hausangestelltensteuer, sowie durch Erhöhung der Grund- und Gebäudesteuer ist nun­mehr auch dieses Defizit ausgeglichen worden.

Preußen.

Besserung im Befinden des Bischofs von Limburg.

WSR. Limburg, 1. April. Die Lungen­entzündung des Bischofs Augustinus Kilian ist als überwunden anzusehen. Die Herz­tätigkeit hat eine Besserung erfahren. Sollten keine weiteren Komplikationen eintreten, so ist trotz der großen Schwäche, die als Folge der ernsten Krankheit zu betrachten ist, eine Genesung zu erhoffen.

KreiS Wetzlar.

WER. Wetzlar, 1. April. Mit dem 31. März ist der Landrat des Kreises Wetzlar, Geheimrat Dr. Sartorius, in den wohlverdienten Ruhe- stand getreten. Fast drei Jahrzehnte hat er mit hingebender Pflichttreue an der Entwickelung seines ihm liebgewordenen Kreises gearbeitet, und sein Wirken ist von manch schönem Erfolge gekrönt gewesen.

(d Dutenhofen, 30. Märg. Unsere Gemeinde plant den Bau einer Wasserleitung.

Nachdem die Schürfarbeiten im Stehbachtol zum Erfolg geführt haben, soll nunmehr die Quellen­fassung erfolgen. Diese Arbeiten sind dem hiesigen Unternehmer Joh. Müller übertragen worden. Die Einwohnerschaft zeigt bei diesem Projekt gro- gen Opfersinn, da sie schon mehrere tausend Mark für diesen Zweck durch freiwillige Sammlungen aufgebracht hat.

Kreis Limburg.

WER. Limburg, 1. April. 3n der Aacht zum Ostersonntag brach kurz vor 12 Uhr in der Schreinerei der hiesigen Eisenbahnwerk­stätte Feuer aus, das an dem leicht brenn­baren Material schneU Aahrung fand, so dah im Au die große massive Halle in Flammen stand, einen mächtigen Feuerschein gegen den nächtlichen Himmel werfend. Zwar konnte das Aiederbrennen der Schreinerei, in der bis vor kurzem Eisenbahnwaggons hergestellt wurden, nicht mehr verhindert werden, jedoch gelang es den Feuerwehren, die umliegenden dicht zusammenhängenden Hallen, in denen viel Material aufgestapelt war, zu retten, auf die die Flammen schon übergegriffen hatten. Aach iVrstÄndiger Arbeit war das Feuer gelöscht. Die Entstehungsursache wird auf Kurzschluß zurückgeführt.

Schweres Autounglück.

WSN. Amorbach, 1.April. Am Ostermontag ereignete sich in der Nähe von Amorbach ein schweres Automobilunglück, bei dem der Wagenführer Stange getötet wurde. Schwer verletzt wurde der Sohn des portugiesischen Konsuls Bungert aus Mannheim, der aus dem Wagen herausgeschleudert wurde. Er befindet sich im Kran­kenhaus Amorbach. Lebensgefahr besteht jedoch für

ihn nicht. Der verunglückte Wagenführer hat an­scheinend an einer Kurve die Geistesgegenwart ver­loren. Er kam unter den Wagen zu liegen und wurde vom Schutzblech getötet. Er ist der Neffe des in Mannheim lebenden Generalleutnants a. D. Os­kar v. Stange.

Gießener Jugendgericht.

Als Jugendschöffen wirkten in der letzten Sitzung mit Frau Sophie Maier von Gießen und Friedrich Karl Rinn von Heuchelheim.

Es standen zwei Fälle zur Aburteilung. Im ersteren Falle handelte es sich um ein Verbrechen wider die Sittlichkeit, im zweiten um eine Be­drohung und um ein Verbrechen gegen das Sprengstoffgeseh.

Im ersteren erhielt der kaum der Schulzucht entwachsene Täter eine Gefängnis st rase, wenn auch unter bedingter Strafaussetzung, um ihn von künftigen Verfehlungen abzuhalten, gleichzeitig wurden Erziehungsmaßre­ge l n angeordnet. Im letzteren Falle bildeten Familienzwistigkeiten die LIrsache der schweren Verfehlung. Ein bereits nahe an der Grenze der vollen Verantwortlichkeit stehender Iugend- licher hatte wieder einmal Hausstreit bekommen und war infolgedessen vor die Tür gesetzt wor­den. AlS ihm auch noch seine Kleider durch das Fenster nachgeworscn wurden, erfaßte ihn ein solcher Zorn, daß er nunmehr eine Blech­büchse. die mit Sprengmaterial geladtpr war, in unmittelbarer Aähe seines elterlichen Hauses zur Explosion zu bringen suchte. Als ihm dieses nicht gelang, nahm er den Deckel der Büchse ab und zündete den Büchseninhalt mit dem Erfolg an, daß er durch die hierdurch entstehende Stichflamme nicht unerheblich am Arm ver­

brannt wurde. Die Tat bildet eine nach dem Sprengstoffgeseh schwer zu ahndende Verfehlung. Mit Rücksicht darauf jedoch, dah der Angeklagte aufs schwerste gereizt war und dah er seine Tat bereut, dah auch wohl eine Versöhnung mit seinen Eltern zustande gekommen ist. erhielt er nur eine Gesamtstrafe von einemMonatGe- f ä n g n i s unter fünfjähriger Bewährungsfrist,

Kunst und Wissenschaft.

Ein Gedenkstein für Eva König.

Eva König, in ihrer zweiten Ehe ßef* sings Gattin, haben am Tage der Eva-König- Feier in Wolfenbüttel ihre Nachkommen aus erster Ehe, die Familie Henneberg, einen Gedenkstein errichtet. Die Stadt Wolfenbüttel stellte hierzu einen Platz auf dem alten, male­rischen Dürgerfriedhof, auf dem Lessings Gattin ihre letzte Ruhe gefunden hat, zur Verfügung. An Stelle ihres Grabes, daS seit langem nicht mehr bekannt ist, soll dieser Stein ihr Andenken bewahren. Die Gedächtnisrede hielt Dr. Bruno Henneberg, Professor der Anatomie in Gießen. Eva Königs Rachkommen 84 an der Zahl leben fast alle in Aorddeutsthland.

VII. Deutsches Brahmsfesl.

Das Vll. Deutsche Brahmsfe st der Deut­schen Drahmsgesellschaft findet unter Leitung von Wilhelm Furtwängler mit dem Berliner Philharmonischen Orchester vom 29. Mai bis 2. Iuni 1929 in Iena statt.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.

Vi

'fr

HENSCHELS

ä i

ÜLi

MW

VORZÜGE derHENSCHELMOTOREN: abnehmbare Zylinderköpfe (beim 6 Zylinder gefeilt und abnehmbar)/hängendeVenlile/günsligerZündkerzen- silz / einfache Anordnung der beiden Vergaser (6 Zyl.) mit Luftfilter / Auspuffableitung in der Molormifte, zum Schulze des Führerraumes vor Ausstrahlungen / Motor- bremse, leicht zu bedienen -und immer betriebssicher. Die Vorteile unserer Konstruktion sind Ihr Nutzen. Lassen Sie sich unsere Wagen verführen.

unter» ^Motorhaube

zeigt Ihnen die vortreffliche Einblock-Konstruktion unserer Motoren, die eis Vier- oder Sechszylinder je nach Wunsch und Beanspruchung in unsere Lastwagen und Omnibusse eingebaut werden. Mil dieser Konstruktion haben wir einen modernen Motor geschallen, dessen hohe Leistung bei ein­facher, übersichtlicher Form von jedem Kenner immer wieder bewundert wird.

WEINBERG

Generalvertretung für Gießen und Umgegend: Ing, R. GUngerich & Co., Gießen, Liebigstraße 58, Fernruf 4186

i KASSEL* ABTLG. omVibusse

26-8 V

Bekanntmachung

Zn unser Handelsregister Abteilung B wurde heute bezüglich der Firma Commerz- imb Privatbank, Aktiengesellschaft, Filiale Gießen, eingetragen: 2965D

In der Generalversammlung der Aktio­näre vom 28. Februar 1929 ist der mit Aktiengesellschast unter der Firma Mittel­deutsche Creditbank zu Frankfurt a. M. abgeschlossene Verschmelzungsvertrag vom 6. Februar 1929, wonach das Vermögen der letzteren als Ganzes unter Ausschluß der Liquidation auf die Gesellschaft unter der Firma Commerz- und Privatbank, Aktiengesellschaft, zu Hamburg, übergeht, genehmigt und zunr Zwecke der Durch­führung dieses Verschmelzungsvertrages die Erhöhung des Grundkapitals um 15000000, JMl auf 75000000, M durch Ausgabe von 13000 Stammaktien zu je 1000, JMt und 20000 Aktien zu je 100, :JUt, sämtlich auf den Inhaber lautend, beschlossen worden.

Die in der Generalversammlung der Aktionäre vom 28. Februar 1929 beschlosse­ne Kapitalserhöhung ist erfolgt. Ter Um­tausch der Aktien zu 600, .'O, und 60, WJ( in solche zu 1000, ."Jltt, bzw. 100, ,r/Ml ist durchgeführt worden.

Durch Generalversammlungsbeschluß vom 28. Februar 1929 ist der Gesellschafts­vertrag in den §§ 5 Abs. 1 (Grundkapital und Einteilung), 16 (Wahl des Aufjichts- rates) und 17 Abs. 1 Satz 1 (Wahl des Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Stell­vertreter) geändert worden.

Grundkapital: 75000000, JLK, ein­geteilt in 63000 Aktien zu je 1000, JUL und 120000 Aktien zu je 100, JUl, sämtlich auf den Inhaber lautend.

Iustizrat Dr. Albert Kotzenellenbogen, Bankdireltor zu Frankfurt a. M., und Friedrich Reinhart, Bankdirektor zu Ber- litt, sind zu ordentlichen Vorstandsmit­gliedern bestellt worden.

Dem David Rubin zu Gießen ist für die Filiale Gießen Prokura erteilt mit der Maßgabe, daß er berechtigt ist, die Firma in Gemeinschaft mit einem Vorstands- mitgliede (ordentlichem oder stellvertreten­dem) oder mit einem anderen für die Filiale Gießen bestellten Prokuristen zu zeichnen.

Gießen, den 27. März 1929.

Hessisches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abteilung B wurde am 27. März 1929 bei der Firma Mitteldeutsche Creditbank, Filiale Gießen, folgendes eingetragen: Tie Generalvcr sammlung vom 28. 2. 1929 hat nach Genehmigung des Fusionsvertragcs vom 8. 2. 1929 beschlossen, das gesamte Ver­mögen der Gesellschaft als Ganzes unter Ausschluß der Liquidation auf die Commerz* und Privatbank, Aktiengesellschaft in Ham- bürg, zu übertragen. Die Gesellschaft ist ausgelöst, die Firma ist erloschen. 2965V

Gießen, den 28. Marz 1929.

Hessisches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abteilung A wurde eingetragen:

Am 12. Mar,; 1929 bei der Firma Hermann Sommer in Gießen: Die Firma ist erloschen.

Am 18. März 1929 bei der Firma I. Schmücker Nachf. in Gießen: Ludwig Hirschmann in Gießen ist in das Geschäft als persönlich hastender Gesellschafter ein- getreten. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Februar 1929 begonnen.

Am 19. März 1929 bei der Firma Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein- Druckerei R. Lange in Gießen: Die Firma ist geändert in Drühl'schc Univerutäts- Buch- und Stcindruckerei R. Lange, Verlag des Gießener Anzeiger, Kommanditgesell- chaft. Tie Kommanditgesellschaft hat am 1. Januar 1929 begonnen. Es sind 4 Kom­manditisten vorhanden.

Am 20. März 1929 bei der Firma Wilhelm Strauch in Gießen: Das Geschäft ist mit dem Recht der Weiterführung der Firma auf den Kaufmann Paul Schild in Gießen übergegangen. Die Prokura der Wilhelm Strauch Ehefrau ist erloschen. Die Firma ist geändert in: Wilhelm Strauch, Inhaber Paul Schild.

Am 26. März 1929 a) bei der Firma S. Rosenau in Gießen: Tic Prokura des Kaufmanns Hans Schönfeld in Gießen ist erloschen, b) Bei der Firma Wilhelm Herr, graphische Kunstanstalt, Buchdruckerei und Steindruckerei in Gießen: Die Prokura der Marie Fillmann ist erloschen, c) Bei der Firma Apotheker Fried. Pascoe, pharmazeutische Präparate in Gießen: Tas Geschäft ist mit dem Recht der Weiter- sührung der seitherigen Firma unter Aus­schluß oes Uebergangcs der Passiva auf den 4lpothekcr Friedrich Pascoe in Gießen übcrgcgangen. Tie bem Apotheker Fried­rich Pascoe in Gießen erteilte Prokura ist erloschen. 2965 O

Gießen, den 27. März 1929.

Hessisches Amtsgericht.

Nutzholzversteigerung

Tonncrstag, den 4. April, von vor» mittags 10 Uhr aufangcnd, kommt aus hiesigem Gemeindewald nachstehendes Holz zur Versteigerung:

Kicfernstämme 3a-ÄL 5 St. 6,75 km 2d- 7 -- 6,64

Buchcnftämmc 5. 3 --- 3,59

4. 2 = 1,96

Etchcnstämmc I. 2 0,32

n - H* H 2,03

.. 3. 3 -- 1,81

4. 5 ---- 2,79

Terbstangcn Lu.2. 356 ^23,19

zirka 4000 Bohnenstangen.

Bemerkt wird, daß die Bohnenstangen mittags von 2 Uhr ab zum Ausgebot kommen. 298 ID

Zusammenkunft ist im Ort.

Bersrod, den 30. März 1929.

Hessische Bürgermeisterei Bersrod.

Becker,

Bekanntmachung.

Unter Zugrundelegung der Reichsver­dingungsordnung sollen die nachstehend aufgeführten Arbeiten zur Errichtung von Obdachlosenwohnungen an der Marga-- retenhütte vergeben werden:

1. Puy-, Weißbinder- und Anstreicher- arbeiten,

2. Schreinerarbeiten,

3. Glaserarbeiten,

4. Schlosserarbeiteu,

5. Kanalarbeiten,

6. Jnstallationsarbeiten,

7. Herd- und Ofenlieferung.

Die Unterlagen liegen auf unserem Bureau, Asterweg 9, offen. Angebots­formulare sind daselbst zu haben. Die An­gebote sind verschlossen, versicgell und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin 2969C

Dienstags den 9. April 1929, borm. 10 Uhr, bei uns einzurcichen.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, den 30. März 1929.

Stabt. Hochbauamt. Gravert.

Bekanntmachung.

Der Jnstallationsmeister Wilhelm Rinn IX. in Gießen, Schützenstraße 19 I, ist zur Ausführung von Anlagen im Anschluß an das Gas- und Wasserwerk auf Grund der Bestimmungen vom 16. 6. 1925 zugelassen worden. 2969C

Gießen, den 28. März 1929.

Der £ berbürgermeister. I. V.: Dr. Ham m.

Holzsnbmission.

Die Gemeinde Nieder-Bcsfinge« ver­kauft im,Wege schrifllichen Angebots nach­stehend verzeichnetes Holz:

Stämme und Abschnitte N.

Eiche 1. Kl. 26 St. = 4,02 fm

Hainbuche

3

Linde

Fichte

3

1

15

1

la lb> 2a:

108

15

1 291 167

67 10

219 315

--- 32,00

--- 8,53

--- 0,65

----- 3,29

--- 0,29

-- 0,77

--- 0,88

--- 41,56

-- 54,37

--- 42,44

--- 8,83

2b- Fichtcnderbst. 1.

4 '

» 3. ,. 879

Lohnstangcn 1559 ^tüd Fichten-Nutzreijig 74,7 rm.

Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klassen pro Festmeter bzw. Raum­

meter bis zum Freitag, dem 5. April 1929, vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle mit entsprechender Aufschrift cin- zurcichen. Die Bedingungen, welchen sich die Käufer mit der Einrerchunst ihrer An­gebote unterwerfen, werden tm Termin bekanntgegeben und können vorher ein­gesehen werden. 2968D

Nieder-Bessingcn, 29. März 1929.

Hessische Bürgermeisterei. Steuernagel.

Bekanntmachung.

Die Lieferung von Zement, Traß, Zementröhren und Steinzcugröhreu soll auf Grund der Reichsverdingungsordnung vergeben werden.

Angebote sind spätestens zum Eröff- nungStermin am

Montag, den 8. April 1929, borm. 10 Uhr, beim flöht. Ticfbauamt, Afterweg Nr. 25, verschlossen und versiegelt abzngeben.

Angebotsvordrucke sind daselbst zu haben.

Zuschlags- und Bindesrift drei Wochen.

Gießen, den 30. März 1929.

Stöbt. Tiefbauamt.

____________Braubach._______2969 C

Bekanntmachung.

Betr.: Das Landgestüt; hier: ,bcn Abgang der Landgestütsbeschäler nach beit' Deckorten.

Nach Mitteilung ber Landgestütsbirek­tion sind die Laubgestütsbeschäler.für die Deckorte Berstadt, Butzbach, Lich und Grünberg in ihren Standorten einge- trosfen. 2969C

Gießen, den 30. März 1929.

Der Oberbürgermeister.

I. V.: Dr. Rosenberg.

Bekanntmachung

Ich verweise auf nachstehende Bekannt­machung des Kreisamts Gießen vom 13. März 1929.

Gießen, den 30. März 1929.

Ter Oberbürgermeister.

I. V.: Dr. Rosenberg.

Betr.: Forst- und Jagdschutz.

Auf Grund des Artikels 65 des Gesetzes, betr. die innere Verwaltung und die Ver­tretung der Kreise und Provinzen, vom 8. Juli 1911, wird für den Kreis Gleßen zum Schutze des Wildes ans die Dauer von vier Wochen bei Meiduna einer Geld­strafe bis zu 90 JLM. für jeden Fall der Zuwiderhandlung mit sofortiger Wirkung angcordnet:

1. Außerhalb der Ortsausgänge und ge­schlossenen Gehöfte müssen sämtliche Hunde dauernd mit festem Halsband versehen sein und an einer sicheren Leine geführt werden; das freie Umherlaufen- lassen von Hunden ist verboten.

2. In nicht geschlossenen Gehöften sind Hunde festzulegen (anzuketten oder ein» zuspcrren).

3. Die Verwendung von Hirtenhunden zur Begleitung von Herden, von Jagd­hunden und Polizeihunden unterliegt außerhalb der Zeit des unmittelbaren Gebrauchs den gleichen vorstehenden Vorschriften. 2969C

Gießen, den 13. März 1929.

Hessisches Kreisamt Gießen.

I. V.: Schmidt.

WWWMM ^geroüiHdjfen Allsslaklung Hinein u.orclsmeri Ole Brühiidie Unio.-Dtüdetel. H. Lange. Sietzen. SffiulttU.

Holzsnbmission.

Tie Gemeinde Ettingshausen verkauft int Wege schriftlichen Angebots folgende Hvlzsortlmente: 2945D

Fichtenftämme

4b-

Kiefer na öschnütel b?

3

1

4

6

2

250

356

1103

454

552

333

171

46

4

1

1

2

la>; lb. , 2a» , 2t>, ' 3a1 ,

3b-, 4a» ,

- 76,77 -190,99 -218,78 -185,64 - 73,70 - 8,52 - 1,51 -- 1,75 -,36 - 1,72 - 2,42 - 1,72 - -,70 --,63 -- 1,24 -- 1,36

Kiefernstäinme Is-Kl. 12 St. 2,19km

- - Ci - ' 2a» 2b-

3a» 3b-

Fichtenabichnittelb- 23- . . .......3a?

Fichte,r-Terbst. - l. in-

1b-

195

= 54,08

2a-

206

103,59

2b-

66

= 53,61 ,,

3a-

5

= 5,45

3b-

3 ii

-- 2,98

4a^

1

--- 1,26

Windfallholz aus dem Jahr 1928:

Kiesernstämme

Id-Kl.

!St.--

,37 km

2a-

2 -

1,13 ,,

Fichtenstämme

2b-

2 =

1,87

la-

8 =

1,05

1b-

31 =

8,81

2a-

15 --

9,99 ,,

2b- ,,

1 n

,81

3,39

ck

3a-

.2 =

Fichtenabschnitte 1b-

1 »

-14

2a-

3 =

1,08

2b-

1 =

621,,

3a-

1 =

-,68

Fichten-Derbst.

1-

4

H.

27

ff

III.

37 -

Dieses Windfallholz ist mit Rinde ge­messen, geschält und noch sehr gut. Für dieses Holz sind die Angebote getrennt von den anderen und für sich einzureichen.

Angebote sind in Reichsmark pro Fest­meter, getrennt nach Sortiment und Klassen, mit der AufschriftHolzsub­mission" bis spätestens Mittwoch, den 3. April 1929, nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzu­reichen. Tie Eröffnung findet zu vor­erwähnter Zeit auf dem Rathaus statt. Mit Einreichung der Angebote unter­werfen sich Käufer den Verkaufsbedin-- gungen, welche bei uns eingesehen werden können. Man bittet, das Holz vorher ansehen zu wollen, und wird auf Ver­langen von Herrn Forstgehilfen Mohr vorgezeigt. Spätere Reklamationen werden nicht berücksichtigt.

Ettingshausen, den 30. März 1929. Hess. Bürgermeisterei Ettingshausen. Opper.