'Preis: PH. 6.50
(Unbegrenzt haltbar
lediglich durch die Art der Steuererhebung eine Aenderung der Ausschlagssätze bedingt ist. Es kann also erfreulicherweise festgestellt werden, daß allgemein eine Erhöhung der Steuern nicht eingetreten ist. Hervorzuheben ist noch, dah diese Sätze mit die niedrigsten in Hessen sind.
Steuerwert des Gewerbeertrages 120 Pf., an Sondergebäudesteuer werden 17 Prozent vom staatlichen Sondergebäudesteuersoll erhoben. Diese Steuersätze sind, mit Ausnahme der bei der Gewerbesteuer, dieselben wie im vergangenen Jahre. Cs sei jedoch bemerkt, dah eine Erhöhung der Gewerbesteuer nicht erfolgt, sondern dah
Aus dem dem diesjährigen Dekanatstag Les Cvang. Dekanats Giehen vorgelegten Jahresbericht sei folgendes für eine größere Oeffent- lichkeit bekanntgegeben:
Zahlen für das Jahr 1928 konnten noch nicht ausgenommen werden, da die Statistik für 1928 noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Infolge der Uneinheitlichkeit der Einzelberichte, verursacht durch Einführung der sonntäglichen Zählung, konnte auch nicht eine Aufstellung für Die einzelnen Gemeinden angefertigt werden. Die der Kirchenbesucher beträgt 1927: Am 1. Ostertag 11595 Erwachsene und 2936 Kinder (1926: 11 805 und 3256); am 12. n. Trin. 4366 Erwachsene und 2111 Kinder (5469, 2281); am 3 Advent 4575 Erwachsene und 1574 Kinder (4650 2028); zusammen 20 536 Erwachsene und 6621 Kinder (1926: 21 924 und 7565); im Durchschnitt der drei Zähltage besuchten den Gottesdienst 1927: 6845 Erwachsene und 2207 Kinder oder 15,7 Prozent und 10,1 Prozent; die ent- sprechenden Zahlen lauteten 1925 : 8005 Erwachsene, 2678 Kinder, oder 18,42 Prozent unö 12,32 Prozent; 1926: 7308 Erwachsene, 2522 Kinder oder 16,79 Prozent und 11,59 Prozent Der Kirchenbesuch hat also bei Erwachsenen und Kindern abgenommen. Den höchsten A b e n d - mahlsbesuch weist Burkhardsfelden auf mit 28,77, den niedrigsten Giehen mit 26 47 Prozent. Unter den 10 oberhessischen D^ kannten steht das Dekanat nach dem Kirchenbesuch der Erwachsenen an 9. Stelle, der Kinder an 10 Stelle, nach dem Abendmahlsbesuch an 7. Stelle; diese Stelle ist in den letzten Jahren unverändert geblieben. Der Durchschnitt beträgt 1927: 93,0 Prozent gegen 88,80 Prozent 1926 und 90,33 Prozent 1925.
Getauft wurden im Jahre 1927: 143o Kin-
Das Evangelische Dekanat Gießen in -en Jahren 1922/28.
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am vorteilhaftesten. A
Durchführung harren, eine Erhöhung der Steuersätze nicht ein tritt. Aach den weiteren Ausführungen des Bürgermeisters erscheint im Voranschlag 1929 erstmals die Einstellung einer Rücklage in Höhe von 12 000 Mk. für den in den nächsten Jahren erforderlich werdenden Schulhausneubau. Diese Rücklage soll in den kommenden Jahren nach Möglichkeit erhöht werden. Für Straßenbau werden 32 000 Mk. vorgesehen. In diesem Betrage sind 10 000 Wk. für eine Drücke über die Lauter als Verbindung von Dleichstraße und Müllersweg enthalten. Zur besseren Aufbewahrung der Feuerwehrschläuche soll im Laufe des Jahres ein Schlauch türm errichtet werden, der etwa 2000 Mk. Kosten verursachen wird. Weiterhin sind erstmals im 1929er Voranschlag 7000 Mk. für Zinsverbilligungen aus der Sonder- gebäudesteuer zur Förderung des Kleinwohnungsbaues enthalten. Der restliche Betrag der eingehenden Sondergebäudesteuer in Höhe von etwa 8000 Mk. wird für spätere Zinsverbilligungen bei der Bezirkssparkasse angelegt, falls diese Steuer über kurz oder lang nicht mehr zur Erhebung kommen sollte. Für soziale Fürsorge, wie z.B. zu Unterstützung von Klein- und Sozialrentnern, Erwerbslosen, Krisen- unterstühungsempfängern und sonstigen Hilfsbedürftigen sind rund 30 000 Mk. vorgesehen. Die Erbauung einer neuen Kläranlage (Em- scher Brunnen) erfordert mindestens 30 000 Mk Ferner sind für den projektierten Umbau des früheren Skinnerschen Anwesens in ein Cafe und Waldrestaurant 12000 Mk. vorgesehen. Dieser Umbau ist um so mehr zu begrüßen, als das Anwesen in idyllischer Lage am Abhang des Cichbergs direkt an der Freibadeanstalt gelegen ist. Die Instandhaltung des Kanals nach dem Eltwerk erfordert 3000 Mk. Der Voran« schlag der Stadt schließt, wie schon kurz gemeldet, in der Abteilung „Für den Betrieb" mit 326 750 Mark, in der Abteilung „Für das Vermögen" mit 98 304 Mk. ab. Die Gesamteinnahme und «ausgabe beträgt somit 425 054 Mk. Zur Bestreitung sämtlicher Ausgaben ist außer den Erträgnissen aus dem Vermögen, Reichssteueranteilen usw. noch eine G e m ei nd eum l a g e von 64 000 Mk. erforderlich. Zur Erreichung dieses Betrages wurden folgende Ausschlags- sähe beschlossen: Von je 100 Mk. Steuerwert Gebäude und Bauplätze 12 Pf., von je 100 Mk. Steuerwert land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitz 24 Pf., von je 100 Mk. Steuerwert des Gewerbekapitals 30 Pf., von je 100 Mk.
firmation droht die Gefahr der Entziehung der landeskirchenamtlichen Genehmigung, wenn öffentliche Tanzvergnügen am Konfirmationstag nicht unterbleiben. Daß Sportbetrieb und Jugendriegen vielfach systematisch vom gottesdienstlichen Leben entfremden, wird wiederholt festgestellt. Unter den kirchlichen Vereinen sind im Dekanat die Frauenvereine von besonderer Bedeutung. An milden Gaben gingen ein 69 742 Mk. Die Durchschnittszahlen auf den Kopf der evangelischen Bevölkerung bewegen sich zwischen 46 und 357 Pf. (Allendorf a. d. Lda.) Der Durchschnitt ist von 112 Pf. in 1926 gestiegen auf 117 Pf. Die Gesamtleistungen des Dekanats für die H e i d e n m i s s i o n betrugen 1924: 3573 Mark; 1925 : 5570 Mk. (auf den Kopf 8,5 Pf.); 1926 : 6203 Mk. (9,3 Pf.); 1927: 9661 Mk. (14,8 Pfennig). Die Teilnahme der Dekanatsgemeinden an diesem Werk ist also im Steigen begriffen. Die Zahl der von dem Vertrauensmann der Inneren Mission, Pfarrer Bönning (Rödgen), betreuten im Dekanat untergebrachten Fürsorgezöglinge beträgt 18; hierbei sind einbegriffen Lehrlinge, Dienstmädchen, schulpflichtige Kinder und Pfleglinge. An Gaben für die Innere Mission gingen ein 3591 Mk.
Unter den 31 Zweigvereinen des Hessischen Hauptvereins der Gustav-Adolf-Etif- tung steht der Zweigverein Gießen nach seiner Jahresleistung auf den Kopf der Bevölkerung an 2. Stelle; nur eine Gemeinde (Klein-Linden) steht mit 10,6 Pf. über der Durchschnittsleistung für den Gustav-Adolf-Verein in Hessen (10,2 Pf ). Insgesamt wurden 3735 Mk. für ihn aufgebracht. Der Evangelische Bund (8 Zweigvereine mit 572 Mitgliedern) ging leider an Zahl der Zweigvereine unO der Mitglieder zurück. Die Jubiläumsgaben von 14 Dekanatsgemeinden zum Gießener Dundesfest betrugen: 2044 Mk. Einen erfreulichen Fortschritt hat in den Berichtsjahren die Sache der Kirchengesangvereine aufzuweisen. Cs entstanden neu und fanden Anschluß an den Hauptverein für Hessen die Vereine Allendorf (Lahn), Hausen und Oppenrod. Mit 13 Choren steht das Dekanat an der Spitze aller oberhessischen Dekanate; unter ihnen befindet sich der Frauenchor zu Alten-Duseck; dazu kommen die noch abseits vom Verband stehenden Chöre zu Lang-Göns und Wieseck (Frauenchor). Besonders bantbar wird die Zusammenarbeit mit dem Posaunenchor Klein-Linden erwähnt. Das Ziel bleibt: Keine Kirchengemeinde ohne Kirchengesangverein.
der, darunter 210 uneheliche; davon 181 in Gießen (Entbindungsanstalt!); von 91 Kindern aus Mischehen wurden 46 evangelisch getauft; (1925: 79 und 26; 1926: 74 und 35). Don 1927 standesamtlich geschlossenen 48 Mischehen wurden nur 18 evangelisch getraut. (1925 von 41: 18; 1926 von 46: 17.) Kirchlich getraut wurden 501 Paare bei 540 standesamtlichen Eheschließungen; Trauungsverweigerungen kamen 4 vor und 27 aufgeschobene Trauungen. Konfirmiert wurden 1236 Kinder, davon 33 aus Mischehen. Konfirmationsversagung gab es eine, Konfirmationsentziehung keine. Verstorben sind 1000 Evangelische, von denen 717 kirchlich beerdigt wurden;
14 Kinder wurden ohne Mitwirkung des Geistlichen nach Herkommen beerdigt. Dei einer Zahl von 1464 im Dekanat Lebendgeborenen ergibt sich ein Geburtenüberschuß von 464. Die Seelen- zahl des Dekanats betrug 1927: 65 078. Von der evangelischen Landeskirche getrennt sind 1927: 106 Altlutheraner, Freilutherische, Separiertlutherische; 3 Wennoniten, 123 Baptisten, 10 Methodisten, 274 Aeuapostolische, 23 Adventisten, 54 christliche Dissidenten, 157 Freireligiöse, 69 Apostolischkatholische, 43 Dissidenten. Uebertritte fanden statt: aus der katholischen zur evangelischen Kirche 3, von sonstigen christlichen Gemeinschaften 3, von sonstigen nichtchristlichen Gemeinschaften 1; Austritte zu sonstigen christlichen Gemeinschaften 19, zu sonstigen nichtchristlichen Gemeinschaften oder ohne ilebertritt oder unbekannt wohin 56; im ganzen 75 (1925: 40; 1926: 82).
In dem Llbschnitt über den r e l i g i ö 3 - f 111 - lichen Zustand wird begrüßt eine Warnung des Kreisamts Gießen vor grobem Unfug bei Kirmesbegräbnifsen, die mit einer Ausnahme auf guten Boden gefallen zu sein scheint. Der immer mehr sich einbürgenben O st erkon -
2823 V
1703653099 | 34
Gewinn- und Verlust-Rechnung 1928
RM 135000000 48000000
Gläubiger Akzepte Wohlfahrtsfonds für die Angestellten ■ • • • • Noch nicht abgehobene Gewinnanteile der früheren Jahre . . 10% Gewinnanteil auf RM 135000000 Kommandit-Anteile. . Gewinnbeteiligung des Aufsichtsrats Uebertrag auf neue Rechnung - • •
Zahlreiche Zweigniederlassungen in Deutschland
1928
Aktiva
Kasse, fremde Geldsorten und fällige Zins- und Dividendenscheine Guthaben bei Noten- und Abrechnungsbanken Schecks, Wechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen . . Nostroguthabcn bei Bänken und Bankfirmen mit Fälligkeit bis zu 3 Monaten : - • •. •
Reports und Lombards gegen börsengängige Wertpapiere . . Vorschüsse auf verfrachtete oder eingelagertc Waren.
eigene Wertpapiere * • Konsortial-Beteiligungcn
Beteiligung bei der Norddeutschen Bank in Hamburg . . . . Beteiligung bei dem A. Schaaffhausen'schen Bankverein A.-G. Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen. Schuldner in laufender Rechnung Einrichtung Bankgebäude Sonstige Liegenschaften . ...............
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1436998163 62249318 2952000 77022
13500000 656756 219837
Passiva
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Allgemeine (gesetzliche) Reserve - • „nXoAnÄ
Besondere Reserve . . . RM 3000000 hierzu Uebcrwcisung aus dem Reingewinn . . ,, looouuv
RM
Pf.
26446894
73
50624223
56
437013930
02
139521522
40
102867489
09
228298490
42
984772550
22
12840 221
34
32787858
34
12000000
—
25000000
—
34367913
50
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94
1
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Wechsel und Zinsen - - :
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RM
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Pf. 14 55 13
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drei Kleiderschränke, zwei Waschtische mit Marmor und Spiegel, einen Ausziehtisch (Eiche), mehrere Sessel, mehrere Lampen, eine emaillierte Badewanne (fast neu), eine Flurgarderobe, einenWeinschrank,1SÄilder, mehrere Stühle, ein Paar Schneeschuhe, eine Doppelleiter, vier Luthertische, ein komplettes Äett mit Federzeug, einen Wandspiegel, eine Chaiselongue, einen Glas- schrank,zweiOiPlomaten«Schreibt»sche,einen Trumeauspiegel, einen Zimmert,sch, einen Eisschrank, zwei Teppiche, mehrere Decken und Wandbehänge, Herren- und Lamen- Räder u. n. v. a. 2977U
Versteigerung bestimmt.
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Donnerstag, den 4. April 1929, werden aus dem Gemeindewald versteigert:
8 Kiefernstämme 2b, 3a N und 3a und 3b N Abschnitte = 5,82 fm, 350 Fichten- Terbstangen, 3,2 rm Fichten-Nutzknichpe, 11,6 rm Buchenscheit, 6,2 rm Eichenscheit, 41 rm Kicfernscheit, 23 rm Buche, Eiche, Kiefernknüppcl, 230 Buchenwellen, 370 Eichenwcllen, 2800 Kiefernwellen, 3000 Fichtenwellen und 20 rm Stoctt)olz.
Die Kiefernstämme und Fichten-Derb- stangeii kommen am Anfang zum Aus- aebot. Zusammenkunft Distrikt Schindanger vormittags 9 llhr. Das zerstreut lagernde Holz wird nicht vorgezelgt.
Leihgestern, den 30. März 1929.
I Bürgermeisterei. 2970V
Holzsubmission.
fm
Stamm
Freitag,
bis
spätestens
Bürgermeisterei Allen-Bnfech
3d- 4a»
1
1
42,29
83,44
52,97
17,25
. 0,68 . 0,83
47,71
39,77
38,18
16,40
12,74
10,07
4,15
lb-
2a-
2b-
3a-
Aus den Waldungen der Gemeinde Alten-Buseck sollen die nachbezeichnetcn Nutzhölzer im Wege schriftlichen Angebots verkauft werden: 2927V
1. Kiefern-Abschnitte, GüteklasseA.
1 Stamm 3a-Klasse ........ 0,73 fm
la-Klasse
Id- „
2a- „
2b- „
3a- „
3b- „
4b- „
3b- „ ....... 4,64
Langholz Güteklasse N.
Angebote sind den 5. April 1929, nachmittags 3 Uhr, pro Festmeter, getrennt nach Klassen, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei schriftlich einzureichen, woselbst auch die Kaufbedingungen bekanntgegeben werden.
Alten-Buseck, den 28. März 1929.
115
139
58
13
3
3. Fichten
288 Stämme
121
63
17
S „
5
2. Kiefern-Lang holz, Güteklasse N.
5 Stämme la-Klasse 0,99 fm
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