Ausgabe 
1.8.1929
 
Einzelbild herunterladen

3m Haag bette eS stch darum handeln, die Fol­gen deS Genfer Protokolls in die Tat umzu­setzen. Die Sachverständigen hätten eine Regelung gefunden, die, wie man hoffen dürfe, zu einem Funktionieren des Voung-Planes führen und Frankreich für immer der Rotwendigkeit überheben werde, dem Schuldner mit dem Ge­richtsvollzieher zu drohen. Solange diese Dro­hung zwischen Frankreich und Deutsch­land bestehe, gebe es keinen Frieden. Eine Annäherung zwischen den beiden Völkern fei nicht möglich, wenn man den Chauvinisten freie Hanb lasse, die Geister zu erregen und Sic Atmosphäre zu vergiften.

Die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland mühten geregelt werden.

Zwischen beiden Ländern müsse es eine ver­mittelnde Person geben. Es sei ferner notwendig, daß die Schuld mobilisiert werde, daß man sie internationalisiere. Dann werde Frankreich die Sicherheit haben, dah seine Forderungen voll und ganz bezahlt werden. Driand sprach sodann von der Rotwendigkeit, eine Verständigung zwi­schen den europäischen Rationen herbeizuführen. Seit vier 3ahren arbeite er daran, die Frie- densatmofphäre zwischen den Völ­kern zu schaffen, um Europa zu organi­sieren. Dieses Werk dürfe aber gegen kein anderes Land gerichtet sein. Die Ver­einigten Staaten von Amerika seien gleichfalls interessiert daran, dah die Länder von Europa aus der augenblicklichen Atmosphäre des Fana­tismus herauskommen. 3n diesem Geiste werde er seine Bemühungen fortsehen. Die Konferenz im Haag habe sich mit der Reparations - frage und dem Rheinland zu befassen. Er habe sich geweigert, in den Haag zu gehen, wenn er sich vorher festlegen müsse.

Er gehe zur Konferenz auf Grund der Be­stimmungen des Friedensvertrages, die sehr klar seien, und die durch die RegierungserNä- rungen vervollständigt würden. Er gehe in den Haag, um sich zu bemühen, seinen guten Dillen zu zeigen. Diese Friedensgeste könne nur unter­nommen werden auf Grund des gegenseitigen guten Willens Frankreichs und Deutschlands. Er habe sich überzeugt, dah auf deutscher Seite sich die Regierung diesem Wege zugewandt hätte.

Run werde man sehen, was bei den Verhandlun­gen hercruskvmme. Was dabei herauskomme, müsse etwas Solides, etwas Vollständi­ges und etwas Endgültiges sein. Frank­reich könne nicht verpflichtet werden, auf 3ahre zu zahlen, ohne etwas zu erhalten.Heute," so schloß Driand,handelt es sich für das fran­zösische Parlament nicht darum, Politik zu treiben, sondern es handelt sich darum, daß sich jeder­mann sagen muh: Morgen wird im Haag die Sache Frankreichs verteidigt. Die Um­stände bringen es mit sich, dah ich, Driand, der Advokat fein werde. Ich werde um so deutlicher sprechen können, mein Wort wird um so weiter schallen, wenn ich das Vertrauen der Kammer besitze, Mein Wunsch ist, daß die gesamte Kammer es mir gewahrt.

Der Austtang.

Dach der Rede Driands erhob der kommu­nistische Abgeordnete D e r t h o n Protest gegen Die Präventivmaßnahmen der Polizei aus Anlaß des morgigen Roten Tages und trat für die Amnestierung der verurteilten elsässischen Auto- Nvmisten ein.

Der sozialistische Abgeordnete F r o f s a r d ging nochmals auf die Stellung seiner Partei zum Kabinett Driand ein und erklärte, dadurch, daß sie von einem Kabinett behandelt werde, lin welchem reaktionäre Elemente vorherrschend seien, werde die Frage der Rheinlandräu­mung unklar, denn sie werde von Politikern befürwortet, die dafür auf innenpolitischem Ge­biet Zugeständnisse erlangen wollten.

Der elsässische Abgeordnete Walther sprach sich für, der reaktionäre Abgeordnete D a l l a t gegen die Politik der Regierung aus.

Im Ramen der Radikalen verlas der Abgeord­nete D a l a d i e r eine Erklärung, in der es heißt: Driand erhalte die Unterstützung von Politikern, die seine Politik von Cannes und Locarno bekämpften. Diese Politiker wollten also jetzt entgegen ihren Grundsätzen für seine Außenpolitik stimmen, um innenpolitisch Vorteile au erlangen. Mit einer solchen Mehrheit könne Die Radikale Partei nicht zusammenarbeiten. Logischerweise mühte sie also gegen die Regierung stimmen. Da seine Partei aber Zutrauen zu Driand habe, wolle sie dies nicht tun und erkläre deshalb, dah sie sich bei der Abstimmung der Stimme enthalten werde.

Darauf wurde die Dertrauenstages- vrdnung Sybille mit der oben gemeldeten Stimmenzahl angenommen.

Die Kammer nahm dann auch die Steuer- ermähigung in Höhe von 520 Millionen Francs einstimmig an. Sodann wurde die außer­ordentliche Session geschlossen.

Annahme der Steuererleichterungen im französischen Senat.

Paris, 31. Juli. (WD.) Der Senat hat heute abend das von der Kammer angenommene Gesetz über die Steuererleichterungen einmütig angenommen und nach Erledigung einiger kleinerer Vorlagen seine außerordent­liche Tagung gleichfalls geschlossen.

Oie Berliner Polizei am 1. August.

Berlin, 31. Juli. (WTB.) Wie wir erfah­ren, hat die Berliner Polizei sämtliche Vorkehrungen getroffen, um die Ordnung am morgigen 1. August, an dem die Kommu­nisten ihrenInternationalen Roten T a g und die Sozialdemokratische Partei eine Antikriegskundgebung veranstalten, aufrecht zu erhalten. Die Kom­munisten haben ihre Anhänger durch dasBer­liner Antikriegskomitee" zu einer Kundgebung aufgerufen, die um 5.30 Uhr nachmittags im Lustgarten stattfindet, während der Dczirksvor- stand der Sozialdemokratischen Partei abends um 7,30 älhr auf dem Sportplatz in Friedrichs­hain die Mitglieder versammeln wird. Die Poli­zei hat diese verschiedenen Zeitpunkte festgelegt um so Zusammenstöße zwischen den Teilnehmern zu verhindern. Außerdem werden die An- und Abmarschstraßen für die geschlossenen Züge der Demonstranten durch starke Polizeikräfte

Sven Hedin über feine Wna-Expedilion.

Zn her Wüste Gobi. Schon reiche wissenschaftliche Ausbeute.

Hamburg, 31. Juli. (WB.) DieHamburger Nachrichten" veröffentlichen eine Unterredung mit Sven H e d in , in der sich der Forscher ein­gehend über seine letzte Expedition und leine künftigen Pläne äußerte. In Berlin will ich mich, so erklärte Sven Hedin, mit meinem Verleger Brockhaus besprechen und die Frage der Brief­marken regeln, deren Ausgabe seitens her Expe­dition die Nanking-Regierung gestattet hckt. Es find sieben meteorologische Stationen er­richtet, die nur mit Rundfunk-Empfangsgerät aus- gestattet sind und auf denen das Nauener Zeit­zeichen empfangen wird. Ein junger Deutscker, Dr. Waldemar Hande, hat ganz Erstaunlicyes auf dem Gebiete der Meteorologie geleistet. Er hat allein 3 5 3 Pilotballons in d i e Strato­sphäre entsandt. Die höchste erreichte Höhe betrug 21 200 Meter. Das Hauptgebiet unserer Tätigkeit ist das Gebiet von Kansu. Die Expedition hat einen Stab von 22 Gelehrten und außerdem eine Begleit­mannschaft. Im ganzen gehören ihr 74 Personen an. Sobald wie möglich werde ich wieder nach Asien zurückkehren, aber noch weiß ich nicht, auf welchem Wege. Viel wird es davon abhängen, wie sich die Dinge in der Mongolei gestalten.

Im weiteren Verlaufe des Gesprächs bemerkte Sven Hedin, die Expedition müsse noch min­destens zwei Jahre arbeiten. Scyon zwei Jahre und zehn Monate ist sie unterwegs. Zunächst konnten wir die Eisenbahn benutzen, dann wurden Automobile und in der Wüste Gobi vorwiegend Kamele verwendet. Don großem Nutzen für uns war der Karawanenführer Larson, ein Schwede. An Manuskripten habe ich viel fertig- gestellt, es fehlt aber noch viel, und ich weiß noch nicht, ob mein neues Werk bald erscheinen kann. 16 000 Meter Film wurden bisher gedreht; daraus ist ein Film zusammengestellt, der 2500

Meter umfaßt und unter dem TitelM i t Sven Hedin in der Wüste Gobi" bald laufen wird.

Sven Hedin sprach hierauf von den Stiftungen der Fachgelehrten der Expedition. Astronom Lund untersucht die Pendelschwingun­gen und den Erdmagnetismus. Außer­ordentlich sind die Erfolge des Geologen. Die Ufer des alten Sees Lopnor und der alten Seen Zentralasiens sind vermessen worden. Bedeutsam sind die Dinosaurier-Funde; es handelt sich um ältere Formen des Dino­saurus, als sie sonst gefunden werden. Der Archäologe hat über 20 000 Gegenstände ge­sammelt, die hauptsächlich aus der Steinzeit stam­men. Dr. Hummel, ein Deutscher, der Arzt der Expedition, ist zugleich Botaniker und Zoologe und nimmt auch anthropolo­gische Messungen vor. Major Zimmer­mann, ein Deutscher, leitet eine Station in der Wüste Gobi. Seit vielen Monaten habe jch nichts mehr von ihm gehört, hoffe aber, daß es ihm gut geht. Er hat seine Station erfolgreich gegen Räuber verteidigt und interessante Be­obachtungen gemacht. Bisher haben wir kein Menschenleben verloren. Am Schluffe der älnterredung erklärte Sven Hedin, dah er sich nur auf Reifen wohl fühle, daß er nicht lange in Schweden bleiben werde und selbst in Stockholm in seinem eigenen Zimmer sich nur als Gast betrachte.

Empfang beimReichspräsidenten

Berlin, 31. Juli. (WB.) Der Reichs­präsident empfing beute den Forscher Dr. Sven Hedin, der such zur Zeit auf der Durch­reise für einige Tage in Berlin aufhält.

gesichert werden. Die einzelnen Demonstrations­züge werden durch starke Lastkraftwagen-Kom­mandos, wie üblich, überwacht. Die Kommu­nisten fordern heute übrigens ihre Anhänger auf, zwecks Teilnahme an her Kundgebung im Shift* garten die Betriebe morgen eine Stunde vor Arbeitsschluh zu verlassen.

Kommunistenkundgebungen in Wien verboten.

Wien, 31. Aug. (WB.) Die Pvlizeidirektion beschloß heute erneut, jede kommunistische Kundg ebung £u berb ie ten. Das Organ der kommunistischen Partei Oesterreichs, dieRote Fahne", wurde heute wegen Aufsvrderuüg zur verbotenen Kundgebung beschlagnahmt. Im Laufe des gestrigen Rachmittags wurde eine Reihe Kommunisten, hauptsächlich sog. Prvpa- aandapatrouillen, die beim Ankleben von Pla­katen oder bei Verteilung von Zetteln betroffen wurden, verhaftet.

Beschlagnahme herHumarrtt^ in Paris.

Paris, 1. Aug. (WTB. Funkspruch.) Heute nacht um 1.30 ilbr ist die kommunistische Zei­tungHumanitä" beschlagnahmt wor­den.

Am Tage vor dem 1. August sind in Frankreich noch eine Anzahl Verhaftungen vor­genommen worden So, nach demEcho de Paris" 40 in Paris selbst und 30 in ©t. Etienne. 5 8 auslän bische Kommunisten wurden ausg ewiesen und an die Grenze abgescho­ben.

Landtagspräsident Dr. Königsbauer f.

München, 31. Juli. (WB.) Der Präsident des Bayerischen Landtags, Dr. Königs­bauer, ist heute im Nymphenburger Krankenhaus seinem schweren Leiden erlegen.

Präsident Dr. Königsbauer stand erst im 53. Lebensjahre. Er war am 11. November 1876 in München geboren, wo er das Schreinerhandwerk erlernte und bis 1902 als Gehilfe arbeitete. Zwan­zig Jahre lang war er dann Sekretär am Volks­bureau und Arbeitssekretariat München. Als Mit­glied der Zentrumspartei gehörte er von 1907 bis 1912 der Abgeordnetenkammer an. Von 1912 bis 1924 war er Mitglied des Münchener Magistrates bzw. des Stadtrates. Seit dem 1. No­vember 1922 bekleidete er die Stelle des Direktors des Landesamtes für Arbeitsvermittlung. Vom 21. Fe­bruar 1919 bis 18. März 1920 war er Vizepräsident und von da an ununterbrochen Präsident des Bayerischen Landtages. Vor einigen Jahren wurde ihm von der Medizinischen Fakultät der Universität München der Ehrendoktortitel verliehen. Mit dem Tode Dr. Königsbauers hat der Bayerische Landtag einen schweren Verlust erlitten. Die außerordent­liche parlamentarische Gewandtheit und Erfahrung, die nie versagende Ruhe, die stete Sicherheit der Amts- und Geschäftsführung Dr. Königsbauers ver­lieh ihm ein in den Lager aller Parteien anerkann­tes Ansehen und allgemein persönliche Hochschätzung.

Pressefreiheit" in Polen.

K a t t o w i h, 31. Juli. (WD.) Die P o l i ze i - direktion Kattvwih hat wieder meh­rere Zeitungen wegen der Stellungnahme zum Alihprozeß beschlagnahmt, und zwar dieBreslauer Reuesten Rachrichten", dieVvs- sische Zeitung", dieBreslauer Zeitung", das Berliner Tageblatt", sowie dieGazetta Robot- nicza". Es handelt sich dabei um die Ausgaben vom 28., 29. bzw. 31. Juli.

Wie aus Kattowiher Gerichtskreisen verlautet, wird das Berufungsverfahren im Lllitz-Prvzeß gegen Ende des Monats Ro» vember stattfinden.

England und Rußland.

Berhandlungspause.

London, 31. Juli. (WB.) Die Verhand­lungen zwischen Henderson und Sowjetbot­schafter D o w g a l e w s k i sind noch nicht wieder aufgenommen worden, da der Botschafter noch feine Antwort feiner Regierung auf die Mitteilung er­halten hat, die er ihr nach seiner ersten Zusam­menkunft mit Henderson gemacht hatte.

Nachwahl zum englischen Unterhaus.

London, 31. Juli. (WTB.) In Preston fand heute eine Rachwahl zum Unter» Haus statt, die dadurch erforderlich geworden war, daß I o w i 11 aus der Liberalen Partei ausgeschieden war, um als Attorney General in das Arbeiterpartei-Kabinett ein- zutreten. Bei der heutigen Wahl wurde Jö­rn i 11 mit 35 608 Stimmen gewählt. Der konfer- vattve Kandidat erhielt 29 168 und der Kandi­dat der Unabhängigen Arbeiterpartei 410 Stimmen.

Beginn der russisch-chinesischen Besprechungen.

London, 31. Juli. (WTB.) Wie Reuter aus Schanghai meldet, hat gestern in Mand- schult zwischen dem sowjetrussischen Generalkonsul in Charbin und dem Ver­treter des chinesischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten die erste Vorbesprechung zur Beilegung des russisch-chinesischen Konflitts stattgefunden. Ge­genstand der Besprechung waren Zeitpunkt und Ort einer offiziellen russisch-chinesischen Kon­ferenz.

Einberufungen in Ostsibirien.

Moskau, 31. Juli. (WB.) Wie die Telegra­phenagentur der Sowjetunion aus Chabarowsk meldet, wurde die Einberufung aller im lang­fristigen Urlaub befindlichen, in den Gebieten des Fernen Ostens wohnenden Offiziere der Roten Armee zu Militärübungen angeordnet. Auch alle Wehrpflichtigen der Wehrklasse 1902/03, die in den Kreisen Wladiwostok, Chabarowsk, Amur Stretensk und Tschita wohnen, sind zu Reserve- Übungen einberufen worden.

Die rumänische Militärverschwörung.

Bukarest, 31. Juli. (WD.) Die Unter» suchung der Militärverschwörung ist abgeschlossen worden. Das zweite Armee­korps beantragt die Anklageerhebung gegen 42 Militärpersonen, weil sie für Die Rächt vom 4. Juli Vorbereitungen zum An­griff auf die wichtigsten Staatsgebäube sowie zur Beseitigung von Mitgliedern der Regierung getroffen hätten. Viele Offiziere, Deamte und Arbeiter sind der Teilnahme an der Verschwö­rung angeklagt. Die Verschwörer waren äußerlich nach dem Dorbilde der italienischen Fa­se i st e n organisiert und trugen schwarze Hemden als Erkennungszeichen. Der Prozeß beginnt am 2. September vor bem Militärgericht des zweiten Armeekorps.

Aus aller Welt.

Ankunft derBremen" in Plymouth.

London, 1. Aug. (WTB. Funkspruch.) Die Breme n" ist gestern abend kurz nach 11 Uhr, von Neuyork kommend, nach einer Rekordfahrt von 4 Tagen 14 Stunden 30 Minuten in Plymouth eingetroffen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit vom Ambrose-Kanal-Leüchtturm b«' Eddystone, eine Entfernung von 3084 Meilen, betrug 27,9 Knoten.

Plymouth, 1. Aug. (WTB. Funkspruch.) Dem gestern abend hier eingetroffenen Schnelldampfer Breme n" des Norddeutschen Lloyd wurde ein herzlicher Empfang bereitet. Der Bürger­meister der Stadt sowie die Vertreter aller Behör­den und die Angehörigen der Presse gingen an Bord, um das Schiff zu begrüßen. Bürgermeister A n - brems, der Präsident der Handelskammer, Brigg, und der Vorsteher der Kaufmannschaft übermittelten Direktor Adolf Stadtlaender und Kapitän Z i e g e n b e i n vom Norddeutschen Lloyd die herzlichsten Glückwünsche und sprachen ihre An- ertcnnuna über das Schiff und feinen Erfolg aus. Hervorgeyoben wurde in den Ansprachen der eng­lischen Herren die neue Rekordleistung des Schisses auf dem Wege über den Atlantik von Neuyork nach Plymouth. Direktor Stadtlaen- der dankte im Namen des Aufsichtsrates und des Vorstandes, forofe des Schiffiihrers, Kapitän Zie­ge n b e i n, und betonte, es sei der Wunsch des 1

Norddeutschen Lloyd, däß K-Bretnflf* M IBA* terer Baustein zur Brücke zwischen den Nc» t i o n e n sein möge. Beim Rundgang durch das Schiff wurde der Bürgermeister von Plymouch von denBremen"-Passagieren lebhaft begrüßt. Der Bürgermeister dankte mit herzlichen Motten und gab dem Wunsche Ausdruck, selbst einmal ein Bremen"-Passagier zu werden.

30 Opfer der Waldenburger Katastrophe.

Waldenburg, 1. Aug. (WTD. Funkspruch.) Die Zahl der Opfer der Bergwerks- katastrophe hat sich in der letzten Rächt, nachdem bereits gestern nachmittag ein weiterer Schwerverletzter seinen Wunden erlegen war, um zwei auf 30 vermehrt.

Im Laufe des heutigen Tages toeeben sich der höchste preußische Bergbaubeamte, Oberberg­hauptmann Geheimrat Flemming vom preußi­schen Handelsministerium, und der Chef der Sicherheitskommifsion, Bergrat H a tz f e l d t, an die Llnglücksstätte auf der Glückhilf- Friedens- Hoffnungsgrube begeben, um die Ursache der Katastrophe festzustellen.

Der Reichspräsident hat für die Opfer des Waldenburger Grubenunglücks als erste Hilfe einen Betrag von 6000 Mark zur Verfügung gestellt.

Der preußische Ministerpräsident Dr. Braun hat in Telegrammen an die Zechenverwaltung und den Detttebsratsvorsitzenden herzliches Bei­leid ausgesprochen.

Schweres Grubenunglück «t Frankreich. 8 Tote.

Paris, 1. Aug. (WTB. Funkspruch.) Wie demEcho de Paris" aus ßend gemeldet wird, ereignete sich gestern abend in einem Schacht des Bergwerks von Escarpelle bei Cour- celles-les-Lens ein Grubenunglück. Um 20 Uhr 10 Minuten brachen in einem Schacht schla­gende Wetter los. An den gefährdeten Stel­len befanden sich 160 Bergarbeiter. Dis 23 Uhr sind 8 Tote geborgen worden.

Dorfbrand in Südfrankreich.

Paris, 1. Aug. (WTD. Funkspruch.) Wie demEcho de Paris" aus Rizza gemeldet wird, wütet ein heftiger Brand in dem in den Meeralpen gelegenen Dorf St. Etienne. 12 Häuser und die Kirche stehen in Flammen. Zur Vorsicht haben die 1200 Bewohner die Ortschaft geräumt.

Graf Stolberg nicht geisteskrank.

Auf eine Anfrage der Hirschberger Unter­suchungsbehörde hat Professor Dr. Schulze in Göttingen, der zur Zeit den Grasen Christian Stolberg untersucht, erklärt, daß die Unter­suchung in den ersten Tagen des August beendet sein werbe. Er werbe bann das Gutachten aus» arbeiten unb einsenden. Er könne aber schon heute sagen, baß bei dem Grafen Chttstian eine bie strafrechtliche Verantwortung ausschließende Geisteskrankheit nicht vorliege. Rach bem Eingang des Gutachtens von Professor Schulze wirb die Voruntersuchung in der Sache geschlossen werben.

Kraftwagen fährt in eine Reichswehrkotonne.

Beim Ausrücken einer Kompagnie bes Reichs- Wehr-Regiments 11 ins Manövergelände ereig­nete sich, wie aus Leipzig gemeldet wird, am Mittwoch früh um 4 Uhr auf der Staatsstraße zwischen Gautzsch unb Zöbigker ein schweres Kraftwagenunglück. Der 23jährige Sohn bes Rittergutsbesitzers Kirsche aus Trautschen bei Pegau, ber von Leipzig kommend nach Hause fuhr, wollte die Kolonne überholen und fuhr dabei in diese hinein. Zwei Unteroffiziere unb ein Gefreiter würben schwer verletzt unb mußten ins Garnisonlazarett nach Leipzig über­geführt werben. Auch vier Pferbe würben schwer verletzt. Die Kolonne befanb sich auf ber Fahrt nach Kieritzsch, wo sie nach bem Manöverae' nde in Bayern verlaben werben sollte.

Die Wetterlage.

Jan layen-

ROSt-

75

45

c

MittV/OCh; d.31.Jull, 1929y 7b at>ds.

Owolkenlos (5 neetn. ona|D Drae^xt. 9 worxig. ® oetftcxiirtgrn W Schnee (kaupeln, a NeDeL KCewiiier.(§)win<istllie.^^ sehr eicnter Os» massige- soosoawesk q stürmischer nordwcsl Oie Pfeue fliegen ma dem winde. OTe oeioen Stationen stehenden Zal> ten geben die Temperatur an. Die Unien veromdeo Orte mn gickoenj *f «i«rcsnlveav nmoeHrtiaeteD'Lull druck

Wetter Voraussage

Die Englanb-Depression ist unter weiterer Ver­tiefung ostwärts getoanbert unb liegt mit ihrem Kern heute morgen über ber Rorbsee. Auf ihrer Rückseite werben uns unter lebhaften Winden kühlere Polarluftmassen zusliehen, die bas Wetter zunächst noch unbestänbig gestalten. Wenn auch ber Himmel zeitweise aufklart, so kommt boch häufig noch Bewölkung auf, wobei auch vereinzelt Regenschauer niebergehen. Ieboch wird die Polarluft Druckanstieg mit sich bringen, und eine Beruhigung wird cintreten.

Wettervoraussage für Fre.itag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, Tempera­turen schwankend, bei lebhaften westlichen bis nordwestlichen Winden noch vereinzelt Regen­schauer.

Wettervoraussage für Samstag: Etwas ruhigeres Wetter.

Ä

Win 5^

Patent leicht ub« klawepreK tenzahlunc Das ift.e «s» dings 9# die wohl / trortete M Aechwanw--" veranlag, tragA/'s. lehne M *

KZkj Ob es auch ist noch ni4

Also der Packpapier Ludwig M brvchene Parterre a etwas, der M" erklai mit sehr ? viel Dergnu

Ao, nur sichr Gebra auf den re mm der red Olein I Doch richtig stelle

Ludwig 01 Aber nirgen alle Kraft zi s-hah es: di sondern fiel dem Lehnstul Lehmen teil anmeifung 1

Ludwig gr geworden. '21 es im Zinm Freuden an artig, was \ tat?" Er In hinaus auf fing an, nc Liegestuhl zu Leider war lich Hari. T nungen leuc horte erregt Aber Ludt Nur ben 5t unb bie er i kurze Antwv Morgen, eil die Damen wurde eing

Ludwig einen Lesest noch beim lich an zu Geschick, li Leider ftar Balkon mi meinte na< zwar ein t 3 bis 4 Dr

2H besuch nach feinem ganz munter er nicht. gewöhnlichen m der 8de s bekannt vor. lagte nur: Set Schrein, auS gemacht

Gietzi löstet«

Miet Igo (io etüdj ®cifjfraut gelbe Astbe