Seitenwand des Apparates liegt. Der Leiter braucht also den Handfernsprecher zum Sprechen und Hören nicht ans Ohr zu nehmen, vielmehr wird jedes von den andern Teilnehmern gesprochene Wort durch den Lautsprecher im ganzen Zimmer hörbar, ebenso wie jedes im Zimmer des Leiters gesprochene Wort durch das Mikrophon den Teilnehmern an der Besprechung zugeleitet wird. Diese Ergänzung bedeutet natürlich einen wesentlichen Vorteil: Der Leiter kann unbehindert im Zimmer umhergchen, in Akten blättern. Aufzeichnungen machen usw. (Betritt während der Besprechung jemand das Zimmer des Leiters, für dessen Ohren die Unterredungen nicht bestimmt sind, so braucht der Leiter nur den Hörer abzunehmen: er schaltet dadurch das Gespräch auf seinen Handfernsprecher, verwandelt also seinen Apparat in einen gewöhnlichen Fernsprecher. Die Teilnehmer an einer solchen Fernsprechanlage können auch ohne die Teilnahme des Leiters miteinander sprechen, indem sie einfach die den gewünschten Teilnehmern zugeordneten Hebel an den Apparaten umlegen.
Die Vorteile einer solchen Anlage liegen auf der Hand. Infolge der Möglichkeit, in jedem Augenblick sämtliche verantwortlichen Mitarbeiter anhören und sprechen zu können und sie ihre Meinungen gegeneinander abwägen zu lassen, kann der Geschäftsleiter natürlich ganz anders schalten und walten, als wenn er eine Anzahl Cinzelgespräche zu führen hätte und die einzelnen Herren zeitraubende Wege antreten mühten. Große Handelshäuser, Danken und Industrieunternehmen, vor allem solche, bei denen die einzelnen Betriebsstätten weit voneinander entfernt sind, bedienen sich schon in großem ilm- sange der neuen Einrichtung, die wieder einen großen Erfolg im alten Kampf des Menschen gegen Raum und Zeit darstellt.
Wirtschaft.
Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit
Die amtlichen Zahlen über den Umfang der Arbeitslosigkeit am 15. April bestätigen die vorläufigen Angaben der Landesarbeitsämter, daß auch in der ersten Hälfte des Monats April die Arbeitslosigkeit weiterhin erheblich zurückgegangen ist, da vor allem die Auhenberufe viele Arbeitskräfte aufnahmen. Die Zahl der Hauptunter- slühungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung betrug am 15. April ingesamt 1 480 000, davon 1 197 000 männliche und 283 000 weibliche Personen. Am 31. März wurden insgesamt 1 900 000 Personen unterstützt. In der Zeit vom 31. März bis 15. April ist also ein Rückgang der unterstützten Arbeitslosen um rund 420 000 eingetreten. Rach den vorläufigen Berichten ist die Arbeitslosigkeit auch nach dem 15. April weiter zurückgegangen. Die Zahl der Hauptunter- stühungsempfänger in der Krisenfürsorge ist in der Berichtszeit von 192 000 auf 198 000 gestiegen.
• Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten im April. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten /Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, 'Bekleidung und ^sonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monats April auf 153,6 gegenüber 156,5 im Vormonat. Sie ist sonach um 1,9 v. H. zurückgegangen. Der Rückgang ist im wesentlichen auf eine Senkung der Ernährungsausgaben zurückzuführen: insbesondere haben die Preise für Eier, Milch und Butter sowie für Kartoffeln nachgegeben. Die Indexziffern für die einzelnen Gruppen betrogen (1913/14 = 100): für Ernährung 154,0, für Wohnung 126,0, für Heizung und Beleuchtung 151,2, für Bekleidung 172.7, für den „sonstigen Bedarf, einschließlich Verkehr" 191,6.
* Deutsche Petroleum 21.-®. Aus dem nach Abschreibungen von 1326 815 Mk. (i. V. 2 016 470 Mk.) verbleibenden Reingewinn von 1 661 382 Mk. (1050 705 Mk.) werden 4 (i. V. 0) Prozent Dividende vorgeschlagen werden.
* Diskuswerke Frankfurt a. M. Maschinenbau 21.-©. Aus 110 672 ((86 764) Mk. Reingewinn sollen 30 000 (14 000) Mk. der Reserve zugeführt, 5000 (—) Mk. für Gründung eines Reservefonds verwendet, 10 Prozent Dividende verteilt und 18 092 Mk. vorgetragen werden. (A.-K. 500 000 Mk., G.-V. 8. Iuni.)
* Frankfurter Allgemeine Versicherung s - A. - G», F ra n kf u rt a.M. Die Dividende für 1928 ist bei erhöhtem Reingewinn mit unverändert 12,5 v. Sy zu erwarten. Die Frankfurter Lebensversicherungs-A.-G. wird die Dividende auf 15 o. Sy (im Vorjahre 12 o. Sy) erhöhen.
Sie hessische kommunale Gasfernversorgung.
Die Denkschr
Vom Vorstand der Hekoga wird uns mitgeteilt: In der Aufsichtsratssitzung der Hekoga vom Montag hat der Vorstand das Ergebnis der in eingehenden Erhebungen und Verhandlungen gewonnenen finanziellen und wirtschaftlichen Werte vorgelegt. Die genaue Ausrechnung und rein zahlenmäßige Gegenüberstellung der Endergebnisse der verschiedenen Angebote für Ferngasbezug, sowie für das Projekt oer eigenen zentralen Gasanstalt ergibt folgendes Bild:
1. Eigene zentrale Gasvecjorgungsaastalt.
Der Vorstand hat aus dem vorliegenden Material den Eindruck gewonnen, daß die Anlagekosten sich auf etwa 16,5 bis 17 Mill. Mark stellen dürften und daß die Gasselbstkosten mindestens 4,28 Pf. pro Kubikmeter betragen. Die Stellungnahme zu dieser Frage ist außerordentlich beeinflußt von dem mit dem Betrieb einer solchen Kokerei verbundenen Risiko.
2. Das Angebot der Südwestdeutschen Gas-A.-G., Frankfurt a. 2H.
Aus der Frankfurt-Mannheimer Leitung oder ab Frankfurt a. M. beträgt der Durchschnittspreis 4,5403 Pf. pro Kubikmeter. Rechnet man die Erzeugung des Mainzer Werks, für die höhere Preise verlangt werden, hinein, so ergibt sich ein Durchschnittspreis von etwa 4,9 Pf. Außerdem ist eine Kohlenklausel vorgesehen, die eine Gaspreiserhöhung um 6,1 Proz. bringt, wenn der Kohlenpreis um 10 Proz. steigt. Das Werk soll mit 4200 Wärmeeinheiten und einem Druck von 500 MillimeterWassersäule ausgestattet werden.
3. Das Angebot der Ruhrgas-A.-G. in Essen.
Der Hekoga wird Gas von 4500 Wärmeeinheiten in unbegrenzter Menge mit einem Mindestdruck von 10 000 mm Wassersäule angeboten. Der Gaspreis ist gestaffelt. Er geht von rund 4,29 Pfennig bei 60 Mist. cbm Abnahme auf 3,58 Pf. bei 250 Mill, cbm Absatz zurück, wobei die innerhalb eines bestimmten Gebiets abgegebene Menge der Hekoga gutgebracht wird. Außerdem wird für die Versorgung gewerblicher und industrieller Betriebe eine weitere Preisermäßigung zugestanden. In der Ruhrgas-Kohlenklausel bringt eine lOprozentige Kohlenpreiserhöhung eine Gaspreiserhöhung um 5,05 Prozent. Außerdem hat die Ruhrgas-A.-G. sich bereit gefunden, für die Errichtung der Leitung ab Siegen mit der Hekoga eine gemischt-wirtschaft-
Kokereibetrieb (Gutachten E)
Kokereibetrieb (Ueberarbeitung durch den
Vorstand)
Fremdgasbezug von Frankfurt ohne Mainzer Verpflichtungen
Fremdgasbezug von Frankfurt mit Mainzer
Verpflichtungen
Fremdgasbezug von der Ruhr, nur Kommunalgas
Fremdgasbezug von der Ruhr, 60 Millionen
Kubikmeter Kommunal- und 20 Millionen Kubikmeter Industriegas
Fremdgasbezug von der Saar
k der Hekoga.
liche GeseUfchaft zu bilden, woraus sich weitere finanzielle Vorteile errechnen.
4. Das Angebot der Ferngasgescllschaft Saar m. b. h.
Die Gesellschaft bietet frei Worms Gas zum Preise von 4 Pf. pro cbm bei Abnahme von 80 Mill, cbm, heruntergehend bis 3,1 Pf. bei Abnahme von 300 Mill, cbm an. Dieser Gaspreis ist jedoch aufgebaut auf dem jetzt tatsächlich bezahlten mittleren Kohlenpreis des französischen Franken, von dessen Veränderung • er mit 75 Prozent abhängig ist. Unterstellt man, eine spätere Angleichung der Sparkohlenpreise an den Ruhrkohlenpreis, dann würde der Gaspreis betragen für 8 Mill. cbm ungefähr 5,05 Pf., für 100 Mill, cbm ungefähr 4,8 Pf. und über 150 Mill, cbm' 4,62 Pfennig.
5. Gastransportkosten.
Einen besonderen Faktor bilden die Gastransportkosten, für die gleichfalls ein Gutachten eingeholt wurde. Danach würden sich die Gesamtjahresausgaben aus dem Fernleitungsdienst auf folgende Summen stellen: bei eigener Kokerei 1,14 Mill. Mk., bei Anschluß an Frankfurt 0,97 Mill. Ml., bei Anschluß an die Ruhr 0,407 Mill, und bei Anschluß an die Saar 1,040 Mill. Mk.
Hierbei ist mit einem mittleren Gasdurchsatz von 169 Mill. Kubikmeter im Durchschnitt der 30jährigen Vertragsperioüe gerechnet. Bei einem Durchsatz von 80 Millionen Kubikmeter betragen die Ziffern pro Kubikmeter einschließlich der zusätzlichen Verteilungskosten im Mainzer Gebiet bei Projekt 1 1,28 Pfennig, beim Anschluß an Frankfurt 1,08 Pf., beim Anschluß an die Ruhr 0,5, beim Anschluß an die Saar 1,19 Pf. pro Kubikmeter.
6. Zusammenfassung.
Unter Berücksichtigung des Vorhergesagten ergeben sich demnach für eine Gasabnahme von 80 Millionen Kubikmeter im Jahr für die einzelnen Lösungsmöglichkeiten die in der untenstehenden Tabelle verzeichneten Gasselbstkosten pro Kubikmeter in Pfennigen, wobei auch für Fernleitungsdienst Steuern, Unterhaltung und lieber« wachung der Leitung, Versicherungen usw. nicht einbegriffen sind.
Nach eingehender Aussprache wurde beschlossen, in einer demnächst stattfindenden weiteren Sitzung wegen des Antrages an die Generalversammlung endgültig Stellung zu nehmen. Die Denkschrift soll mit ungekürztem Text in nächster Zeit den Beteiligten zugehen.
inftanbs»
Transport
Verluste
Ins
preis
kosten
gesamt
3,2700
1,280
0,082
4,6320
4,2800
1,280
0,107
5,6670
4,5403
1,085
0,150
5,7753
4,8848
1,085
0,161
6,1308
4,0897
0,500
0,035
4,6247
3,9647
0,500
0,034
4,4987
5,0500
1,190
0,114
6,3540
• Mannesmannröhren-Werke. Die Mannesmannröhren-Werke schließen das Geschäftsjahr 1928 mit einem Rohgewinn von 35 597253 (33 637 840) Mark. Von ihm sind ab- zusehen die Gesamtunkosten mit 8 396 584 (7 751 972) Mk., Anleihezinsen mit 84 000 (72 000) Mark, Steuern einschl. Industriebelastung mit 7 761579 (5 814 320) Mk. unö die Abschreibungen auf Anlagen mit 8 833105 (7 493 364) Mk. Aus dem einschl. Vortrag verbleibenden Reingewinn von 13 723 651 (15 786 571) Mk. sollen 7 tt. V. 8) Prozent Dividende auf 139 999 800 Mk. Stammaktien verteilt und 3 121 839 (3 201 666) Mk. vorgetragen werden. Infolge der Auswirkungen des Frostes ist der Versand in den ersten Monaten des neuen Iohres gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres zurückgeblieben, ebenso der Auftragsbestand, letzterer namentlich in gewalzten Döhren für das Inland. Der Auftragsbestand ist aber etwas höher als am 1. Ianuar 1929.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 1. Mai. Tendenz still. — Zu Beginn der heutigen Börse war das Geschäft sehr ruhig und beschränkte sich nur auf ganz vereinzelte Werte. Die Maifeier übte hinsichtlich der Geschäfts- entwicklung insofern einen Druck aus, daß verschie
dentlich die Börsen im Auslande und auch in Deutschland geschlossen waren. Die Tendenz war jedoch nicht unfreundlich, da man die internationale politische Lage weiter optimistisch betrachtet. Auch der sehr feste Schluß der gestrigen Neuyorker Börse sowie die wieder etwas entspannteren Geldmarktverhältnisse (in Neuyork war gestern Tagesgeld 10 o. Sy gegen 16 o. Sy am Vortage) machten einen günstigen Eindruck, jedoch konnte trotz der günstigen Momente das Geschäft keine Aufwärtsbewegung erfahren, da das Ausland am heutigen Börsengeschäft nur wenig interessiert war. Nur am Farbenmarkt wurden von Auslandseite verhältnismäßig viel weitere Jnteressenkäufe vorgenommen. Eine gewisse Zurückhaltung übte die Tatsache aus, daß Gerüchte Verbreitung fanden, wonach bei den in Berlin ab« gehaltenen Maifeiern Tumulte entstanden seien. Gegenüber den gestrigen Abendkursen war die Tendenz nicht einheitlich, da verschiedentlich aus Anlaß des Zahltages noch in einigen Werten Abgaben vorgenommen wurden. Im Vordergründe des Interesses standen Farben und am Elektromarkt AEG., die bei 1 v. Sy höherem Kurse lebhaft gefragt waren. Besonderes Interesse machte sich für Felten plus 5,75 v.Sy bemerkbar. Etwas schwächer eröffneten Bergmann, Schuckert, Licht & Kraft, die bis 1 v. Sy verloren. Don internationalen Werten waren Soenfka
mit minus 5 Mark stark angeboten. Montanwerte hatten ebenfalls kaum Geschäft zu verzeichnen, doch lagen hier die Kurse zur ersten Notiz weiter leicht gebessert. Nur Mansfelder leicht gedrückt. Kaliwerte und Zellstoffpapiere, bei ebenfalls geringem Umsatz, eine Kleinigkeit höher. Danatbank zumeist 1 v. Sy schwächer. Renten still und gut gehalten. Im Verlaufe blieb die Umsatztätigkeit weiter klein. Die Kurse gaben leicht nach. Am Geldmarkt warTages- geld mit 9 v. Sy weiter angespannt. Am Devisenmarkt war die Lage weiter beruhigt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2175, gegen Pfund 20,466. London gegen Kabel 4,8530, gegen Paris 124,15, gegen Mailand 92,63, gegen Madrid 33,70, gegen Holland 12,0760.
Berliner Börse.
Berlin, I.Mai. Nach einem sehr zurückhaltenden und nicht einheitlichen Dormittagsverkehr, bei dem so gut wie gar keine Umsätze zustandekamen, eröffnete die Börse ebenfalls in un^icherer Tendenz bei ruhigem Geschäft. Nur in einzelnen Werten, wie I.-G.-Färben-Industrie und Polyphon, ging es etwas lebhafter zu. An anregenden Momenten, die aber heute kaum wirkten, waren die zum Schluß sehr feste Haltung der gestrigen Neuyorker Börse und Vermutungen von bevorstehenden Inter' ventionen der Banken am dortigen Geldmärkte zu erwähnen, auch die fortschreitende Besserung am Ar- breitsmarfte wurde kaum beachtet. Aus Paris lagen keine neuen Nachrichten vor, die gestern beobachteten Auslandkäufe vermißte man heute fast ganz, doch ist dabei zu berücksichtiaen, daß verschiedene Auslandbörsen und auch deutsche Börsen heute geschlossen waren. Schon wenig herauskommende Ware genügte, um das Kursniveau ein bis zwei Prozent, vereinzelt auch darüber hinaus, zu senken. I.-G.-Farben-Industrie konnte sich behaupten. Polyphon lagen weiter schwach. Weil Verwaltungsmitglieder von Paris nach London gefahren sind, vermutete die Börse, daß die Verhandlungen dort ergebnislos verlaufen find. Der Kurs ging wieder um 8,5 x>.Sy zurück. Von Montanwerken, die im allgemeinen schwächer lagen, waren Mannesmann auf die 7proz. Dividende etwas fester. Salzdetfurth, Bemberg, Glanzstoff, Feldmühle, Transradio und Siemens verloren bis 4,5 d. Sy, während Löwe und einige andere Werte sich leicht befestigen konnten. Adlerwerke waren auf die heutige Generalversammlung 2 v. Sy schwächer. Deutsche Anlechen blieben behauptet. Ausländer waren überwiegend schwächer, besonders Bosnier und Mexikaner. Der Pfandbriefmarkt war bis jetzt sehr ruhig. Am Geldmarkt hielt die Verknappung noch unverändert an, Tagesgeld war mit 8,5 bis 10,5 o. Sy gesucht, Monatsgeld mit 8,5 bis 9,5 d. Sy Warenwechsel waren ohne jeden Umsatz. Der Verlauf der Börse blieb sehr uneinheitlich und nervös. Nach einer vorübergehenden leichten Erholung wurde es später wieder schwächer, nur Polyphon, Felten, Reichsbank und Svenska (Schwedische Streichhölzer) hielten sich.
Frankfurter tzZctrcid, börfe.
Frankfurt, a.TL, 1. Mai. Der Produkten- markt verkehrte in stiller Haltung. Umsätze kamen kaum zustande: obwohl die Auslandnotierungen etwas höher lauteten, traten verschiedentlich Abschwächungen ein, die aber nur gering waren. Besonders am Futkermittelmarkt waren Mais, Weizenkleie und Rvggenkleie 0,25 bis 0,50 Mark schwächer. Brotgetreide blieb unverändert und gut gehalten, nur Sommergerste war angeboten und eben» falls etwas niedriger. Bei schleppenden Umsätzen blieb das Mehlgeschäft klein. Es wurden notiert: Weizen 23 bis 23,75; Roggen 22,75; Sommergerste für Brauzwecke 23,75 bis 24; Hafer, inländischer, 24 bis 24,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22; Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0, 32,25 bis 32,75; Roggenmehl 30 bis 31; Weizenkleie 13,10; Roggen- kleie 13,75 Mark. Tendenz ruhig.
Kunst und Wissenschaft.
Friedrich Lienhard f.
Der Schriftsteller Prof. Dr. Friedrich Lienhard ist im Alter von 64 Iahren plötzlich gestorben.
Lienhard wurde am 4. Oktober 1865 in Roth- bach im Elsaß geboren. Er studierte Theologie und Philologie in Straßburg und (Berlin, wurde Hauslehrer, darauf freier Schriftsteller, schließlich (1896) Feuilletonredakteur der „Deutschen Zeitung". Schon während seiner journalistischen Tätigkeit entstanden die ersten, bekannter gewordenen dichterischen Arbeiten Lienhards. Von ihnen sind zu nennen: die „Lieder eines Elsässers", die Dramen „Eulenspiegel" und „Münchhausen", sowie die „Wartburg-Trilogie". Von seinen Romanen wurde die elsässische Revolutionserzählung „Oberlin" wohl das reifste seiner Werke, viel gelesen. Seit 1920 wirkte der Verstorbene in Weimar als Herausgeber der vom Freiherrn von Grotthuß 1898 begründeten Zeitschrift „Der Türmer".
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
stranksurl a. M.
Berlin
Schluß»
1 Uhr-
Schluß-
Anfang
Kur«
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Kurs
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Datum
30.4.
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30 4.
1 5»
6% Dt. Rcich4anleihr o. 192'.
Dt. »Schuld mll Aus
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Desgl. ohne AuSkof.-Rechte .
T% Stanff. Hyp.-Bt Soldpf. ttn»
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kündbar bis 1932
88
-_____
*y,% Rheinische Hyp.-Vank Stau..
Goldps.
76,5
_
V.C.G. abg. Vortriegr-Obltgattan. rückzahlbar 1932
88
_
4% Schweiz. Bunvesb^Anl..
101
_
_
4% Dcitcnddjifdie Goldrte.. . •
29,75
—
30
4,20% Leslerr. Silberne. . . •
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——
4% Oesterreich, einhcitl. RtL •
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—
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—
4% Ungarische StaatSr. V. 1910
<Y,% dekgl. von 1913
—
—
—
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22,8
4% Ungarische Kroncnrte.....
1,9
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4% Türkische Bagdadbahit-Anl.,
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9
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—
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—
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—
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Hamburg-Amerika Bakel ... 8
Pamb.-Südam. Tampfsch. . . 8
—
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—
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Norddeutscher Lloyd .... 8
VUlg. Deutsche Ureditank. . . io
111
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110,25
109,5
125,5
125
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Barmer Bankverein 10
127
127
127.5
Berliner Handelsgesellsch. 12
211.75
210 75
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186,5
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186 5
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Darmsl. u. Nationalbank 12
257
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267
Deutsche Bank . . 10
Ttakonto-Gesellschafl 0nL. . 10
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—
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153
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Mitteldeutsch« Lreditbanl ... 9
158,5
158j
158,5
158
Metallbau! ....•••••8
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Berlin
Schluß- Kur-
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Datum
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Bef. f. Slettr. Untern.. ... 10
Hamb. Elektr. tßede .... 10 Rhein. (Llektr.........V
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Lahmeyer L To...... . 10
Buderus ........ 6
Deutsche Erdöl ....... 6
Esfener Steinkohle......8
Gelsenkirchener ... t» Vi 3» 4
Harpener.......... 6
Hoesch Eisen. ........8
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cberschles. «fead. Bedarf. . . 6 Oberschlef. KokSwerke ... 6 Bhünir Bergbau......6%
Rheinische Braunkohlen... 10 Rhetnstahl j. % Jahr <y,
Ntebeck Montan......7,2
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Olavi Minen . ... . 9 eh
Kali Ascherilek»«.....ir
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Scheideanftalt........ 9 Goldschmidt ........ b
Rütgertwerke ....... .6
Metallgesellschaft......n
168
153
207,25 137
217
160
237,25
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127
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237 241,5 378,5
248.75
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126 131,25 115,25
213 99,5 114,25 111,25
130 81,5 101,5 92,13
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66,9 236,5 242,75
379
249
116
84,25 88,25 129,25
166,75 208,25
153 205 139,75 216,25
143
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189
235,5 367,25 141,25
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117
126,5 130,5
212,5
99,5 113
112,25 130
101,25
92 279 116 143
90,6 66,75
235 241,5 374,5
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Heidelberger Cement .... 10
Gement Karlstadt......8
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Schulthei» Pahenhofer ... 15
Ostwerke.........12
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Bemberg.........14
Zellstoff Daldbos.....12
Zellstoff Aschaffenburg ... 12
Charlottenburger Walser ... 7
Deilauer Gas . . 8
Daimler Motoren . . . . 0
Deutsche Mafchtiien-Fabrik . . o
Adlerwerte Kleoer......6
Ludw. Loewe.......10
Nat. Automobil . ...... 0
Orensteiu 4 Koppel.....5
Bamag-Mcguin ....... 0 strankf. Maschinen ...... 6 Gritzner ....... 11
Heyligenstaedt ....... 0
IunghanS. ........ 4
Lechwerke. ......... 8
Mainkraltwerke.......8
Miag. ....... 10
Nekarsulmer ........8
PeierS Union ........ 8
Gebr. Roeder.......10
«olgl 4 Haesfner......8
Südd. Zucker 8
117,5
146,5
175
433
183
56,5
50,5
85
10,5
63,13
113
111
122,75
17,8
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150,25
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109,75
205,75
56,25
50
51,25
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90
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54,5
85
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18
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205
150,25
117,25
288
236
432
337
255
179 109,75 204,5
50
50,5
208
91,75 285
122
Banknoten
Berlin, 30. April
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Ameritaniichr Holen.....
4,227
4,247
Belgische Noten . .......
Dänische Noten ........
58,43
112,15
58,67
112.59
Englisch« Noten........
20,465
20,545
Berlin 30» April
Geld
Brief
französische Noten.....
vollandliche Noten......
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Dentsch-Oesterr.i 100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . •
Ungarische Noten
Devifenmartt Berlin
Telegraphische
16,48
169.41
22,16
112,18
59,10
2,51
112,48
81,44
61,23
12,475
73,25
-Frankfur Auszahl,
16,54 170,09 22,24 112,62 59,34 2,53 112,92 81,76 61,47 12,535 73,55 t a M.
rng.
30- April
1» Mai
Amtliche Notierung
Held 1 Brie-
Amtliche Notierung
Geld | Brier
Amu»- Ron» Bucn.-Aires Brss.-Antw Christicmta - Kopenhagen Stockholm - HelnngforS» Italien. .
London. . . Nenvork . . Paris. . . - Schwei; . . Spanien » Japan » » » Rio de Ian Wien in D-- CtfL abgesl Prag - - » • Bellrad ■ • Budapest » • Bul arieo Lissabon Danzig - . . Konst.mtin- Athen- . Tanada Uru uay. Cairo ■ .
169,41 1,772
58,525
112,36
112,39
112,59
10,593
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5,46
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4,076
1 20,975
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4,189 4,074 21,02


