Landes zur Förderung des Volks- sportes in Hessen und Nassau statt.
Der Verband, der sich das Ziel gesteckt hat, Mittel zu schaffen, um einem möglichst großen Teil des deutschen Volkes Gelegenheit zu geben, sich — ohne Kosten für den einzelnen — in den verschiedensten Spcr.ztceigcn auszu ilden, konnte das erste Iahr seiner Tätigkeit mit mancher bemerkenswerten Tat abschl'.e.zen. Dir zahlreich erschienenen Mitglieder des Verbandes, der 21 Ortsgruppen zählt, erkannten die geleistete Arbeit voll an und ließen allgemein das Bestreben erkennen, auf dem beschrittenen Wege fortzu- fahren und vor allem die noch untätigen Ortsgruppen zu reger Arbeit anzutreiben.
Referate über das Klr'.nlali ersch'eßen, Sportschulen, Reiten, Teilnahme an der Führertagung der Retchsarbeitögemetnschaft, Vo.ls Po t unj Ausbildung im Segelflugsport boten den Teilnehmern r:iche Anregung:n. Besonderes Interesse erweckten auch die Mitteilungen des Ge- schäftssührcrs der Südwestdeutschen Volls Port G.m. b.H., Stuttgart, die daLselbe Ziel in Süd- wcstdeutschland verfolgen.
Die mit den Regierungsstellen aufgenommenen Verbindungen berechtigen auch die älnterstühung Lieser Stellen zu erhoffen.
Es wäre dringend zu wünschen, daß für die Folge auch weitere Persönlichkeiten und Kreise Lurch selbstlose Gebefreuleigkeit die Ziele unterstützen und die Arbeit des Verbandes zum Wohle und im Interesse des Vaterlandes fordern.
Wirtschaft.
On Dresdner £onf zur Wirtschaftslage
Im Monatsbericht der Dresdner Dank, wird u. a. ausgeführt: Im verflossenen Monat haben sich Produktion und Absatz fast durchweg noch weiter verschlechtert. Die Zahl der Hau>tunterstützungsempfänger in der Arbeiislcser.v:rsiche-.ung ist um etwa 10 Prozent g:stiegen, während saisonmäßig nur etwa 5 Bro-,ent zu erwarten gewesen wäre. Rach der Gemerkschas.sstalistik im Dezember 2,1 Prozent, im Ianuar 1,1 Prozent. (In der Konjunkturgruppe 3,6 Prozent bzw. 1,2 Prozent, in der Produktionsmittelindustrie 1,4 Prozent bzw. 1,0 Prozent.)
Immerhin bleibt die Tatsache einer nach mehre.e.a Monaten erstmals trotz ungünstiger Saison» e nf üs,c zu beobachtenden Verlangsamung der Arbeitslosen -u nähme und auch der 1 mstanu, da, s.e gerade in den Verbrauchsgüte r i n d u ft r . c n ic^uftellen ist, um so auffallender, als der seit Ende 1927 vor sich gehende Konjunkturrückgang sich seinerzeit auch zuerst in Lea Verbrcuchsgüter- und erst viel später in den Produk.iorsmittelindustrien aubgewirkt hat. Da bereits im Mirz, mit dem Eintritt des Frühjahrs, eine Belebung in den meisten Industriezweigen cinzuschen pl g , dürfte eine weitere wesentliche Verschlechterung der all- gem inen Wirtsch-f slrge nichtzu erwarten fein. Auch ist zu berücksichtigen, daß auf die Frühjahrsbelebung cLbsIo eine längere Sommerpause zu folgen pflegt, fo daß mit einer gewissen Stagnation der Wirtschaft vor der Hand noch gerechnet werden muß. Cha- rak eristisch für die kommenden Monate durste uu.ier diesen älmständen eine Fortdauer des seit einiger < eit zu beobachtenden Preisabbaues und eine weitere Reinigung des Wirtschaftskörpers von schwachen Elementen fein, wobei a..zunehmen ist. daß sich Produkt'onsumfang und Beschäftigungsgrad, abgesehen von den durch sai'onmäh'.ge Einflüsse, wie z. D. der Arbeitsaufnahme im Baugewerbe und in der Landwirtschaft b-d.ngten Schwankungen, im allgemeinen etwa auf dem jetzigen eingeschränkten Niveau behaup.en dürfen.
Bei der Beurteilung der Lage darf selbstver- stündlich nicht übersehen werden, daß die wirtschaft iche Ak.ivität zur Zeit auch durch die üln- gewistheit über den Ausgang der schwebenden Reparationsverhandlungen stark beeinträchtigt wird.
Mitteldeutsche (SrebifOanf.
Tit'Fusion mit derCommerzbankgenehmigt.
Die Generalversammlung, in der 18.97 Mill. Mark Stamm- und 20 CO) Mark Vorzugsaktien vertreten waren, genehmigte einstimmig die Fusion mit der Commerz- und Privatbank QI.-®., Hamburg zu den bekannten Dedingun en (Akiienumtausch 1:1. nachdem auf die Mit e deutsche Creditbankaktien zehn Prozent Dividende ausgeschüttet worden sind). Wie von Verwaltungsseite ausgesührt wurde, feien die Umstände, die zu der Fusion führt 'n. hinreichend bekannt, so daß sich weitere Erklä
rungen erübrigten. Betont wurde nur. baß sich die Verschi. elzung auf vollkommen paritätischer Tasis vollziehe. Hm ten Namen des Instituts zu erhalten, werde die Frankfurter Niederlassung in Zukunft .Mitteldeutsche Creditbank, Niederlassung der Commerz- und Pr.vatbanb' firmieren. Vom Vorstand wurde als das Hauptziel der Fusion die Senkung der Unkosten bezeichnet. die nicht ohne Vereinfachungen und Rationalisierungen bor euommen werden könne. Ein Abbau von Angestellten lasse sich daher, wenn auch nicht unmitlelbar, so doch auf die Dauer nicht vermeiden, es fei denn, daß sich die allgen e'ne Geschäftslage bedeutend günstiger gestalte. Bei diesem Abbau werde man aber mit größtmöglicher Schonung vorgehen.
Ein Dertre'.ee des Deutschen Bankbeamten- vereins forlert von der Verwaltung ein Expose über das Schicksal der Angestellten, unter denen begreifliche Unruhe herrsche. Durch eine weit über den Rahnen der gesetzlichen Abfindung hinauspehenie Ver-ütung müsse für die älteren, dem Ab'au verfalle rden Beamten gesorgt werden. In gleicher Richtung bewegten sich die Ausführungen eines Vertreters der gewerblichen Angestellten.
Don Verwaltungsseite wurde entgegnet, daß Einzelheiten über die geplanten Maßnahmen nicht im Fusionsvertrag und nicht in der Ce :e- ralversammlung erorle t werden könnten. Die Rechte ter Beamten der Mitteldeutschen Creditbank an die bestehende Penfionslasse würden durch die Fusion nicht beeinträchtigt.
Die K -B der Commerzbank genehmigt ebenfalls.
Die a. o. G.-V. der Commerz- und Privatbank A.-G. genehmig e einstimmig den Fusionsvertrag mit der Mittel, eutschen Creditbank uno Erhöhung des Kapitals um 15 auf 75 Mill. Mk. Reu in den Aufsichtsrut gewählt wurden die bisherigen Auffichtsratmitglieder der Mitleldeut.chen Creditbank, sowie als Ber'.reter der Firma Iarislowsky & Co., Felix Beer. In den Vorstand der Commerzbank treten die Herren Katzenellenbogen und Reinhart ein. Zur Begründung der Fusion wurde mitgeteilt, daß die M ittet- deutsche Creditbank über ein ausgedehntes und gesunde; Geschäft, sowie über wertvolle Beziehungen b:r üge, d.r.n Ueucrnah.ne öerSom- merzbank erhebliche Vorteile zu bringen verspräche. Die Mitteldeutsche verfüge zudem über starke innere Reserven, so daß ein Umtausch von 1:1 durchaus berechtigt erscheine.
Auf die Anfrage eines Vertreters des Deut- schen Donkbeamtenvereins gab der Vorsitzende die Zusicherung ab, daß die Verwaltung alles tun werde, um den Delangen des Personals gerecht zu werden. Die Verwaltung sei der Ansicht, daß die Zukunft ein wesentlich vergrößer- t e s Geschäft bringen werde, so daß ein Abbau kaum nötig fein werde. Der Vorsitzende teilte noch mit. daß nach einer am 20. März stat f indenden Aufsi t'r tt imn-j voraussichtlich etwas über das Ergebnis des laufenden Ge- fchäftLjahres gesagt werden könne. Mitteilungen über die Dividende für 1928 wurden nicht gemacht.
*
• Die Reichsindexziffer für die 2c- benshaltungskosten im Februar. Die Reichsindexzifser für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „sonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Rei:HS- amtes für den Durchschnitt des Monates Februar auf 151,4 gegenüber 153,1 im Vormonat. Sie ist sonach um 0,8 v. H. gestiegen. Diese Steigerung ist hauptsächlich auf die erho' ten ®e- müfe- und Kartosselpreise zurückzuführen. Die Indexziffer für die einzelnen Gruppen betragen (1913/14 = 100): Für Ernährung 15',7. für Wohnung r5,9, für Heizung und 2el"uchtung 151,8, für Dekleidung 172,5, für den „sonstigen Bedarf" einschließlich Verlehr 191,4.
• Frankfurter Gewerbekasse e. G. m. b. H., Frankfurt a.. M. Bei einem auf 259,30 (236,19) Mill. Mark erhöhten Umsatz tour- den im Iahre 1928 an Zinsen 671 531 (485 224) Mark und an Provisionen 273 877 (247 419) Mark erzielt. Anderseits b:a . p.uchten Pas iv.'i fen 454 996 (304 412) Mark und Unkosten 304 773 (281 627) Mark. Aus dem Reingewinn von 198 803 (176 872) Marl werden wieder 10 Proz. Dividende ausgeschuttct.
* A. Schaaffhausenscher Dankver - ein A.-G. in Köln. In der Sitzung des Aufsicht srates des A. Schaaffhauscnschen Dunkvereins A.-G. und in der anschließenden Generalversammlung wurde der Abschluß für das Geschäftsjahr 1928 vcrgeleat und die Verteilung einer Dividende von 10 Pro-ent beschlossen. Das Gewinn- und Verlustkonto für 1923 schließt mit 11 693 737,43 Mk. ab. Hiervon sind zu kürzen:
Handlungsunkosten cinschtz Tuntiemen 6 344 833,82 Mark, Steuern 2 J43 »<.8,7j Mk. Es wird Dorgc- schlagen, den verbleibenden Reingewinn von 2 704 864,85 Mk. wie folgt zu verwenden: 4 Proz. Dividende auf 25 000 000 Mk. Aktienkapital 1 000 000 Mk., Tantieme des Aufsichlsrates 121 621,65 Mk., 6 Prozent Suprrdioidcnde auf 25 000 000 Mk. Aktienkapital gleich 1 5)0 000 Mk., Vortrag auf neue Rechnung 33 313,2) Mk.
» Deutsche Dampf schiffahrts°Ge° sellschast Hansa, Dremen. Der Oluf» jichttzrat beschloß, die Verteilung einer Dividende von wieder 10 Proz. vor-ufch'agen.
* Mansfeld A.-G. für Bergbau- und Hüttenbetrieb. Aus dcm Reing.winn der Gesellschaft von 2,87 (2,86) Millionen R ichemark sollen wieder 7 v. H. Dividende ausgeschüttet werden.
• Kaii-Gewerkscha, t Wintershall. In der orbent'.i^e.r Gewerlenversumml.ng wurden die Dilanzen für 1927 und 1923 genehmigt. 2luf die Anfrage eines Gewerken wurde vom Vorsitzenden mitgeteilt, daß sich etwas mehr als die absolute Majorität der Ka'iindustr.e A.-G. im Tesitze von Wintershall befinde, nachdem die Verwaltung von Wintershall, das Bezugsrecht auf sämtliche ihr zustehenden jungen Ak ien der Kaliindustrie A.-G. ausgrübt hat. Es wurde berichtet, daß der Kaliabsah im Iahre 1928 sich besonders günstig entwickelt hat. Während sich der Absatz des Iahres 1927 mit 62,9 Prozent auf das Inland und 37,1 Prozent auf das Ausland verteilte, sind die entsprechenden Zahlen für 1928 62,5 Prozent auf das Inland und 37,5 Prozent auf das Aus'and. Die beiden ersten Monate des laufenden Iahres haben gegenüber dem gleichen Zeitraum des Iahres 1923 einen Lieferaus'all von rund 953 0)) dz gebracht. Es wird mit der Möglichkeit gerechnet, daß bei einem eintretenden Wit er ingsumsch'ag ein Teil des Ausfalles im die jährigen Frühjahrsaüsatz noch aufgeholt wird.
ifraut, uvier Börse
Frankfurt a. SW., 1. März. Tendenz.freundlich. Auch heute zeigte die Börse bei Eröffnung ein freundlicheres Aussehen. Das Geschäft blieb aber hinter gestern zurück, da Orders nur in geringem Umfange eingetroffen sein sollen. Die öftere geftr.ge SleuQoner Börse und vereinzelte Deckungen der Spekulation hatten eine weitere AufwärtsbewegungderKursezur Folge, wenn sie auch das Ausmaß der g.ftrigen Erholungen n.cht erre chte. Gegenüber der gestrigen Abendbörse gingen die Gew.nne nur in E.nzeif allen, und zwar nur bei den bevorzugten Alt.en, über 1 v. H. hinaus. Bei der Spekulation war eine gew.sse Zurückhaltung und Vorsicht nicht zu verkennen, da die immer noch unklare Lage in der Regierungsbildung und der langsame Fortgang der Reparationsverhand- lurgen auf der anderen Seite auf die Stimmung drückten. Auch der nicht sehr befriedigende Monatsbericht der Commerzbank und der Discontogrscllsch-st übten eher einen nachteiligen Eindruck aus. Das Geschäft wurde durch diese Tatsachen stärker beein- s'.ußt. Auch heute wurde wieder vor allem den Kupferwerten größeres Interesse entgegengebracht. Die weiter steigenden Kupferpreise veranlaßten die Spekulation, bei Mansfelder mit plus 2.5 v. S) und Otavi m t plus zirka 1 Mark Jnteressenkäufe zu tätigen. Auch die Montanwerte konnten von dieser Bewegung vrof.tieren und bei etwas lebhafterer Nachfrage 15 v. H. höhere Kurse aufwe sen. Elektrowerte hatten kleinste Umsätze und waren nur bis 1 v. H gefragt. AEG sogar vernachlässigt und etwas schwächer. Am Chem'-markt konnte sich in Farben kaum lebhafteres Geschäft entwickeln: Sch?i)'eanftaft aber 1 v H. erholt. Interesse bestand noch für Zell- ft off Aschaffenbura mt plus 2,5 v. H Bankaktien uneinheitlich, doch hielten sich hier die Gewinne und Verlust" d-e Waage. Am Kal markt war die Haltung I acteilt. Asch"rsleben verloren auf Gewinnsicherungen
2 5 v. H, während W st-reqeln w"stere 2 vH. an- ziehen fo-rten. Renten still. Deutsche Anleihen behauptet. Sch"tzaebiete bei etwas Sherer Nachfrage wieder eine K'einigkeit erb ht Ausländer ohne nennenswerten Umlatz Nach einer vorübergehenden "räßeren Geschäft-stille wurde es, vom Sch-ff- f a h r t s m a r k t ausgehend, wieder lebhafter. Aus nicht er^nnbaren Gründen konnten Hanna bei lebhafter Nachf-mge snrunghoft 4 v H. gegen Anfang nrb Norddeutscher L'oyd 3,5 v. H. anziehen. Die Stimmung mir wieder rechtzuversichtlich und die übrigen Märkte konnten von der A"fwärts- heroegung der acna-'nten Papiere ebenfalls ihren Nutzen ziehen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 5 o S). unverändert. Am ^ev fenma'-''t nanr^o man Mark gegen Dollar 4’138. gegen Vfund 20 454, fiapbon neuen Kabel 4 ^527, gegen Baris 124 26, Ma-land 92,57, qenen Madrid, geringfügig erhöht, 21,60, gegen Holland 12,1175.
Berlin, 1. März. D'e im heutigen Varm'ttags- verkehr herrschende Stimmung erhielt sich zwar auch
zu Beginn der Börse, das Geschäft war aber ent- täuschend still, da bei den Banken nach wie vor Ordermangel herrschte. Der reibungslose Verlauf des Zahltages, die trotz hohen Tagesgeldsatzes von 10 v. H. feste Neuyorker Börse, ein freundlicher Monatsbericht der Dresdner Bank und die weitere Erhöhung der Kupferpreise auf 19,5 Cent regte die Spekulation zu we tcren Deckungen an, so daß d e ersten Notierungen immer noch gegen gestern Kursbesseiungen aufweisen konnten, im allgemeinen aber nicht so fest waren, als vorbörslich noch erwartet. Eine gcw.sse Verst rnrnung geht sicher immer noch von dem unsicheren A -gang der Verhandlun- gen in Paris und der inneren Pol tik aus, da die Bemühungen des Reichskanzlers bei den Parte en immer noch auf Widerstand stoßen. Außer ten öfteren Kupferwerten fielen eigentlich nur noch Re chs- bank m l plus 4,75 v H., Hansa (auf den 10’0.5).- Dioidendenoorschlag) und Schubert 8- Salzer (in (Ermattung einer guten Bilanz) aus dem allgemeinen Rahmen. Vereinigte Stahlwerke wurden heute aus- schließlich D vidende rotiert. Zunghans verloren 2 v. H, Rütgerswerke lagen zu Beginn schwächer. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer gesch'iftslos. Mexikaner bis 0,5 v. H. f.ster. Pfandbriefe still. Der Geldmarkt war zwar in den Sätzen etwas leichter, Tagesneid m t 7,5 bis 9,5 immer noch gesucht. Nach den ersten Kursen machte sich die Geschäftsstille stärker füh'bar, da die Deckungen der Speku'ation zum Stillstand kamen. N'cht -mmer konnte sich das Kursniveau behaunten, nur Mansfelder und Otaviminen waren eher f fter. Letztere haften sogar ausgesvrochen lebhaft-'S Geschäft. Auch RWE. und Schubert & Salzer zeichneten sich durch Widerstandsfähigkeit aus.
Frankfurt a. M., 1 März. Zum Wochenschluß verkehrte der Prvduktenmarkt in fast vollkommen geschäftsloser Hallung. Die Händler übten allgemein Zurückhaltung. Vereinzelt tarnen Abschlüße zustande auf gegen gestern unveränderer Preisbasis. Es wurden notiert: Weizen 24 Mark: Roggen 23,75; Sommergerste für Brauzwecke 24.25 bis 24,50; Hafer, inländischer, 24,50 bis 24 65: Mais (gelb) für Futterzwecke 24,25 bis 24 50: Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0, 34 bis 34,75; Roggenmehl 30,75 bis 31,75; Weizenkleie 14,25 b s 14,35; Roggenkleie 15 bis 15,25. Tendenz: stetig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 28. Febr. Der deutsche Getreidemarkt ist durch die langcnhallen'ce Frostperiode von den Auslandmürlten nahezu gänzlich isoliert und, da außerdem zwischen den Preisen für In- und AuS- landweizen eine immer noch sehr beträchtliche Spanne besteht, vermochten die flauen Meldungen von den überseeischen Terminmärktcn und die Ermäßigung der Cifofierten hier keinen abschwächenden Einfluß aus'uräben. Das inländische Angebot von Weizen ist nach wie vor recht gering. Das herauskomm''nde Material findet zu etwa 1 Mark höheren Preisen älnlerkun't. Roggen ist nleichsalls knapp offeriert und konnte sich im Preise gut behaupten. Am Lieferungsmartt herrschte ebenso wie für Effektivware ein recht fester Unterton, obgleich zu morgen bereits größere Andienungen namentlich in Roggen angekündigt wurden. Die Hauptstütze des Markte- ist in der keineswegs reichlichen Versorgung der Mühlen zu erblicken. Das Mchlgeschäst hat sich zwar immer noch nicht beleben können, es ist jedoch weiter Nachfrage auch auf Lieferung im Markte. Abschlüsse scheitern nach wie vor an den unzureichenden Geboten. Hafer und Gerste bei
Dunies Allerlei.
Zwei Iahrzchnle „kolonlalkrlegerdank".
Der unter dem Vorsitz des Herzogs Adolf Friedrich zu Mecklenburg stehende Kolo- nialkriegerdank blickt in diesen Tagen auf eine zwanzigjährige erfolgreiche Tätigkeit zurück. Bereits 1913 wurde der Kolonialkriegerdank vom Preußischen Staat mit den Vorrechten einer milden Stiftung belichen. Sein Betreuungskreis umfaßt nicht nur die ehemaligenSoldaten derSchutz- und Polizeitruppen, sondern die durch den Weltkrieg von Haus und Hof vertriebenen Kolonialdeutschen, sowie die Witwen und Waisen. Die Gesamtsumme der durch den Kolonialkriegerdank seit Beginn der Goldwährung (1. Januar 1924) gezahlten Unterstützungen beträgt allein fast 100 000 Mark, abgesehen von seinen sonstigen Hilfsmaßnahmen. Bekannt sind die erwerbenden Unternehmungen der Stiftung Kolonialkriegerdank, insbesondere seine Annoncenexpedition und die in seinem Verlage erscheinenden kolonialen Zeitschriften, von denen die alte wissenschaftliche «Koloniale Rundschau" und die „Uebersee- und Kolonial- zeitung^ (Der K o l o n i a l de u t s ch e) im In- und Auslande als der Ausdruck deutschen kolonialen Wollens gewürdigt werden.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
1.3.
28.2 | 1 3
Datum
28.2.
122.75
1<
129,75
lf
W
188,5
54
50
O
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11
72
141,5
27
122
145,25
>44
Danknoten
Berlin. 28. fre ru.i
Die hinter den Papieren angefühnen Ziffern neben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — ReichSbanldislonl 6,5 Prozent, Lombardzinsfuß 7,5 Prozent.
15
71,5
89,75
265
123
137,5
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60.25 100
142
26,75
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142
27,25
103
259
191
Scklub' Kurs
e o
0 b
10 0
6
277,4 235,5 417,5
370 258,25 189.25
122,5 214,5
55
51,5 15
215
..u.»tuaimcue Vieren belgische Noten . . . Täniidie Raren . . . Englische Noten. . .
i'Uin flur?
Lch.ub-IAniang Surr I Kurs
128
276 232,25
414,5
368
259 185,25 122,25 212.5
54.5 51
51
214
33 88
264
Uiguipu ^.zmarm . . . Heidelberger iSement . . (Semcnt Karlstadt . . . SSayß & Freitag . . . . LchulthciS Patzenhoser . Cftrocrle.......
i8er. Glanzstotz . . . . Bembcrg.......
tzellllotz Waldbos . . . Zellstotz vlschassenburg . lihorloilcnburger Wasser Dessauer 6!ad.....
Daimler Motoren . . . Demag .......
Adlerlverke Kleoer . . .
Ludw. Loews.....
Auwmobil . . . . crenstein & Koppel . . Leonhard Tiey . . . . Bamag-Megutn . . . . .vrants. Maschinen . . . Gritzner.......
Hcyligenstaedt . . . . IunghanS.......
Lechwerte.......
Mainlrastwerko . . . Miag.........
Nelarsulmer . . . . , Peter» Union .... Otebr. Roeder .... Poigl 4 Hactzner . . Eltdd. Zucker . . . . .
212
44,5
Devisenmarkt Terlin- Frankfurt 6 W.
Telegraphische Auszahlung.
lycrlin, 28 ^.-bruar
utels
*tief
tfiaiijPiiiaje 'Jioun.....
iT443
16,505
oolinndiichc 'Jiorcn......
168,21
168,89
At Ueniffbc Noten......
22.095
22,175
Norweqische Noten......
112,00
112.44
D'uu'ch^eiterr,4100 Krone»
59,06
59,30
Numänische Noten......
2,48
2.50
Lcbwedischc Not-n......
112.20
112.64
80,90
81 S?
Svanisch: Noten.......
64,56
64.84
Lich-choilowaklsche Noten . .
12,43
12.49
Ungarische Norcn.....
73,21
73,51
,iranffuna M.
Berlin
zrantsuri a. M.
Berlin
Lchluss. ttu re
l Ubr. Kurs
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Schlutz- Kur»
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Sure
Kur»
Kur»
Datum
28.2.
1 3.
28 2.
1.3.
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1 3
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3% DI. Ü^ichsamcide >. lUz.
87.3
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. . . f
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—
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Zamb.-Ltivom. Dampssch. . . 6
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126
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—
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112,49
112,77
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10,588
10.608
10,589
10.609
Italien. -
22,05
22,09
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London. . .
20,43
20.48
20,429
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16,45
16,435
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Schweiz . .
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81,18
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64.21
64,27
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1,897
1.901
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Tanva - • .
31,67
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2,076
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5,435
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4,188
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Nrn nao .
4,301
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4,194
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58,54
111.96
112,40
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20,482


