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Lehrpersonen aller Schulgaitungen teilnehmen. Del dem ®eiPlena3abend im Pädagogischen In- stUul sprach der wissenschaftliche Seiler de» Lehr» gaagc-, Dr. Braun-Blonquett (28ont» pell er einer der bedeutend® tn Vach kundige n. über bte .Notenelemente de» MUtelrheingrbte- ted anschließend Proseftor Dr Spilger über die Vegetation der Bickenbacher und Zwinger» berget Gegend. während vberftudienra: Dr. Mannheimer (Mainz) die Mainzer $Ior« behandelte ferner zeigte auch noch Lehrer Kal­lenbach der bekannte Pilzforscher. einige vor­zügliche Pilzaufnabmcn au» dem behandelten ®ebtet. Gestern früh unternahmen die Zetlneb- mer eine Slkursion nach Bickenbach, wo unter Geltung de» Professor» Dr. Spilger. de» Gandesgeologen Professor Dr. Diehl und de» Tergrats Professor Dr. Schottler die Dcge- tation der trodenen Sandfelder und Kiefern­wälder studiert wurde. Um Mittwoch wurde von Mainz au» die reiche wärmeliebende Dege- tation des Mainzer Sande» studiert, worauf dann dem floristifch bemerkenswerten Tau-Alges- Heimer Kopf ein Besuch zugedacht ist Die Sr- kursion verlas,! daraus Hessen, um sich noch Denn zu begeben.

/ Preußen.

Urci» Wetzlar.

DSD Metzlar, 30. Mai. Die evangelische Kirchen gerne in de Wehlar stellte in der vergan­genen Woche ihren Etat mit 6Z 250 Mk. in (Sin- nahm« und Ausgabe fest. Durch die Drosselung verschiedener Ausgabeposten ist es möglich ge­wesen, die Kirchensteuer von 15 Prozent der Einkommensteuer des Vorjahres auf 12,5

in Wetzlar wird in die Wege geleitet.

- Wetzlar, 29. Mal. Die städtische Verkehr». '21. (H bat zwei neue vpelomnibusse angc- schafft, die ein kleineres Ausmaß als die bisher ge­fahrenen und etwa 18 Sitzplätze haben. Die Wagen werden in den verkehrsschwachen Stunden zur Er­zielung einer gröberen Wirtschaftlichkeit eingesetzt. Die Verkehrs A -lS. verfügt nunmehr über sechs Omnibusse.

H Wetzlar, 29. Moi. Das hiesige staat - liche humanistische Gymnasium hat so­eben seinen Jahresbericht für da» vergangene Schuljahr herausaegeben. Der Bericht, ber von Di­rektor Dr. Großmann mit gewohnter Sorgfalt erstattet ist, verzeichnet eine Schülerzahl bei Schluß des Schuljahres von 256, wahrend bei Beginn zu Ostern 1927 278 Schuler vorhanden waren. Die Krieg fahre machen sich auch hier bemerkbar Das zeigt schon die geringe Schüleraufnahme in diesem Jahre mit 34 bei der Sexta. Die Reifeprüfung er­hielten 16 Oberprimaner. Aus dem Bericht gehen weiter die Bestrebungen ber Anstaltsleitung um Beseitigung ber großen Raumnot hervor, bie zu dvkalbesprechungen mit einer vom Provinzlalschul- follcgium in Koblenz nach Wetzlar entsandten Kom­mission geführt hatten. Leiber ist ein grundlegender Schritt zur Besserung bi» heute immer noch nicht S verzeichnen unb Die Gerüchte von einer Ber- jung der Anstalt nach ber Spilbura haben sich nicht bewahrheitet, wenigstens sind Die mit ber Stadt noch dieser Richtung hin gepflogenen Ver­handlungen wohl noch nicht zum Abschluß ge­kommen

O Wetzlar, 29. Mat. DaS Kreisjugendamk veranstaltet am 1Z. 3uni in Wetzlar einen Kreis- turn- und Oporttag. Es sind folgende Ver­anstaltungen vorgesehen Von 11 bU 3 Uhr auf der Öpilburg: volkstümlicher Drei'amps in vier Klassen (Gaufen. Wer'en und Springen): von 11 bis 12 übt. Aufsahrt der Ruderer an den BootS- Häusern, Darbietungen der Schwimmer im Turner­bad. von 11 biS 12 Uhr: auf den Sportplätzen Ochsenwiesc und Rauborner Strohe zwei Fuß- haUzwischenspiele: von 3 bi- 6.30 il&r im Sta- dion-Spilburg Fuß- und Handballentscheibungs- spiele, Sieger der Vor- und Zwischenrunden. Geichtaihletische Üinzelwettkämpie. 100-, 800- und 3000-Weterlauf, Kugelstoßen, Weltsprung, Ge­räteturnen und Siafselläufe, alsdann Liegerver­kündung Die Durchführung des Kreisturn- und SporttageS ist dem Verband für Leibesübungen im Kreise Weilar übertragen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

X Dorlar, 30. Mai. Bemerkenswerte Der- bef|erungen der Straßen Verhältnisse werben auf der Strcde WetzlarGarbenheim Dutenhofen in hiesiaer Gemarkung ausgeführt. Die Breite ber Fahrbahn genügte an vielen Stellen nicht, um ein Ausweichen der schweren Lastfuhr­werke, ohne Gefahr, möglich zu machen, besonders in Den scharfen Kurven, wo dies gefährlich ist. Diese Stellen werden jetzt bedeutend verbreitert, um die Uebelftänbe zu beseitigen. 3n der Röhe der hiesigen Blockstelle findet eine Verbreiterung ber Strohe um fast da» Doppelte der jetzigen Breite statt, wodurch die scharfe Kurve gänzlich verschwindet. Reue War- nungszeichen für Autofahrer wurden angebracht.

j Hochelheim, 29. Mai. Am ersten Pftngst feiertagc feierte die hiesige evangelische Gemeinschaft ihr diesjähriges Iahresfest 6» handelte sich um das erste Iahre»feft, welche» bie Gemeinschaft in dem neuerbauten Lereinshaus ad hielt. Das Fest war

sehr gut besucht. Die Begrüßungsansprache hielt der Ortsgeift'iche, Bfarrcr Schneider (Hochelheim!, und die Festansprache Prediger Kuchhäuser (äu an der Bieg) Bleuere Anlprachen wurden von Pre- biger Irippler (Groh Rechtenbach) unb Ober­inspektor Lari (Gi. ßen) gehalten. Da» Schlußwort sprach Pfarrer Koch (CüUellinben). 3m übrigen wurde bie Feier durch Mustkoorträge der Posaunen- chdre von Hochelheim und Hörnsheim unter GeUung von Richard Boller (Lang^äne) und durch Ge fangsoonräge des Gemischten Thors non Hochel­heim unter Leitung von Albert Suhl (Hörnsheim) umrahmt.

3 Münchholzhausen, 30. Mai Der Neu­bau einerKirche für die hiesige Gemeinde, der bereits während de» Krieges zur Aus'uhrung kom­men sollte, dann aber durch den unglücklichen Au», gona de» Krieges unb bie Geldentwertung unter­blieb, wirb von leiten der hiesige» evangelischen Kirchengemeinde zur Zeit wieder ernstlich erwogen. T» ist »edoch der Äirdyrngemeinbe nicht mögllch, an den Bau heranzugehen, solange die erforderlichen Mittel nicht jicheroestellt sind. Die gesonnen Bau- kosten für eine neue Kirche werben von sachoerstan- biger Seite auf runb 100 000 Mark geschätzt Die Kosten für bie innere Einrichtung sind in diesem Betrage nicht mitenthalten. Dann auch von feiten der Provinzial- und der Landeskirche namhafte Bau- beihllsen zu erwarten sind, io würde doch ber überwiegende Teil der Baukosten von der Kirchen- aemebibe oufzubringen sein Die Kirchengemeinde selbst verfügt aber durch den Verlust der früher ge­sammelten unb gestifteten Beiträge über keinerlei Mittel, so baß an ihrer Stelle die bürgerliche Ge- meinbe al» Kosteiuragcrin wird auftreten niuifen. Da» zu dem Bau der Kirche erforderliche Holz könnte au» den Waldungen der Gemeinde entnom­men werden, ebenso bie erforderlichen Bruchsteine aus dem Gemeinbesteinbruch. Auch bie erforderlichen Ziegelsteine könnten durch das auf dem Lande übliche Feldbrandverfahren auf verbilligte Weise gewonnen werden. Trotzdem blieb alsdann noch ein wesentlicher Barbetrag auf dem Anleihewege auf- ^ubrlngen. An freiwilligen (Baben sind noch der In­flation bereits wieder einige tausend Mark ge- zeichnet. 6e wäre sehr zu begrüßen, wenn cs der Kirchengemeinbe mit Hilfe der bürgerlichen Ge- tneinbe gelänge, das geplante Bauvorhaben zu fi­nanzieren, damit es bald in die Wirklichkeit umge­fegt werden könnte. Dies um so mehr, als sich nach dem Zustand der alten baufälligen Kirche dos Be­dürfnis noch einem Neubau immer mehr heraus» stellt.

Lützellinden 30. Mai. Von einem plötzlichen Tode wurde heute morgen der auf dem Standesamt zu Gießen beschäftigte Stadk- sekretär Karl Hölz von hier ereilt, tzölz wollte vor seinem Weggänge nach Gießen noch eine kleine Arbeit verrichten, wobei er einen Herz­schlag erlitt, der seinen sofortigen Tod zur Folge hatte Von seinem Schwager wurde er tot aasaefunden.

3 Au 5 dem Kreise Wetzlar, 30. Mai Der ProvinzialauSschuß der Aheinprovinz hat die Versicherungsbeitrüge für den Viehseuchenenkschädigu ngsfo ndS für das RechnangSiahr 1928 für Pferde. Fohlen. 2sel. Maultiere und Maulesel auf 60 Pf und für Rindvieh auf 65 Pf. für das Stück festgesetzt. Die Aufnahme der abgabepflichtigen Vieh­bestände findet im Juli statt.

Dillkreis.

WSV Dillenburg, 30. Mai. Die vom Aeichsarbeitsminister seinerz?it bewilllgle Frist­verlängerung zur Einführung der 48- Stundenwoche für die hiesige Schwerindustrie läuft am 31. Mai ab. Da die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die in letzter Woch? geführt wurden, ergebnislos verkaufen sind, ist der Belegschaft der Firma Herwig zum 9. Juni gekündigt worden

U Gisemroth, 29. Mai Heute gegen 10 ^Ihr brach im Dachiefchost des Wohnhauses des Bäckermeister A. Martin, der nebenbei noch ein Kolonial- und Manusakturwarengefchäst be­treibt. auf bis jetzt noch unaufgeklärter Weise Feuer aus. Die Gefchästsvorräte. die auf dem Speicher lagerten, wurden zum Teil ein Vaud der Flammen Dem tatkräftigen Singreifen Per- hältniSmästig weniger Leute der freiwilligen so­wie auch Pflichtfeuerwehr gelang es. daS Feuer auf feinen Herd zu beschränken und zu löschen. Der eigentlich.' Sachschaden erscheint nicht sehr bedeutend. Einige auswärtige Feuerwehren wie Oberndorf und Tringenstein trafen ebenfalls auf ber Dran' statte ein. Vei deren Ankunft war jeDoch das Feuer bereits gelbfcht.

Großfeuer in Frankfurt. (Sin Ehepaar schwer ver'eht.

WS2. Frankfurt a. M.. 30. Mai. Gestern abend g:gen 10 älhr entstand in einem Hause der Ka.i.eng'.estergasse ein grober Brant), der wahrschei lich durch das äleberkochen von Oel entstanden i|L Das Feuer verbreitete sich so schnell, dah eS von den Devohnern erst be­merkt wurde, als bereits daZ ga.ty HauS in Flammen fta d. Die Bewohner der oberen Stock­werke schwebten in größter LebenSge^ahr und mutzten von der rasch eintreffenden Feuerwehr über die grvtze Geiler in Sicherheit gebracht werden. 6m Ehepaar, daS im zweiten Stock

der Ko-

60. 3ublldum»lagung ber Deutschen Landsmannschaft Auf der 60. Iu bi läum » t a g un g Deutschen GandSmannschaft in

wohnte, wurde von den Flammen über­rascht und abgesch.itten. Der Ghemann erlitt schwere Brandwunden, während feine Frau aus dem Fenster (prang und sich hierbei

bürg würdigte Studiendirektor Köppel von der zur Zeit in der Deutschen Landsmannschaft Vorsitzenden Landsmannschaft Saxo-Guestphalia» Erlangen in der Eröffnungsrede Geschichte und Entwicklung, Wesen und Ziel der Deutschen Landsmannschaft. Der Redner strich als Ziel der Deutschen Landsmannschaft die Auswirkung der von den Verbänden im Wahlspruch geführten Ehre zum Rationalgefühl und der Freundschaft zum sozialen Gedanken im deutschen Volke zum Heile deS groben deutschen Vaterlandes heraus. Sine besondere Ehrung wurde den beiden noch lebenden Gründern deS Verbände-, Fabrikbesitzer Clever-Köln und Dr. 0 a n 11 c r - Frank- f u r t a. TL. zuteil. Anschliehend daran sand eine Kundgebung der Deutschen Landsmannschaft und der zur Zeit in Koburg wellenden kolonialen Iugendverbände vor dem Theater statt, in der die Rotwendigkeit deutschen Kolonialbesitzes und die Forderung auf Rückgabe der ehemaligen deutschen Kolonien -um Ausdruck gebracht wurde. An dem Festkommers nahm nutzer den Vertretern der Behörden von Stadt und Land und zahl­reichen Ehrengästen auch der auS dem schlesi­schen FreiheitSkamps bekannte General Höfer teil, der von den Anwesenden begeistert be-. grübt wurde Unter drn zahlreichen Reden sind besonders die Festrede des Oberstudien^irektorS Prof. Cick - Saro-Guestphalia und die Vater­landsrede von Dr. Lehmann- Vitebergia- Halle zu erwähnen. Die sreundscha tlichen Be­ziehungen der K)burger Bürgerschaft zur Deut­schen LandSmann chast bekundeten die herzlichen Ansprachen des OberregierungSrateS Dr. Fritsch von der Landesregierung und deS OberbürarrmcisterS von Koburg. Dr Unter» fähr. Die ArbeitStagungrn am P ingstfonniag und -moniag beschäftigten sich mit dem organi­satorischen wie geistigen Ausbau der Deutschen Landsmannschaft unb iheer S:ellungnahme zu den hochschul- und nationalpolift chen Fragen der Gegenwart. Dr. Teutlofs - Herc^nia- Halle sprach über .Die 3bee des Waf'en- studententums". dellen Ausgabe es sei, die Per­sönlichkeiten zum Einsatz ihrer seelischen, geistigen und körperlichen Kräfte für Volk und "Vaterland

Kunst und Wiffenschast.

Professor Sdjänfliefc t.

Der elicmalige SRalhcmatitprofeHor an ber Uni­versität Frankfurt a. M . Proscjior Dr. Schon- flieh, ber erst vor Wochen feinen 75. Geburtstag begehen konnte, ist in Frankfurt a. M gestorben.

80. Tagung be» Lösen er Lougresses deutscher Korpsstubentrn.

Born 23. bis 25. Mai fanb in Bab Kojen bie Bfingfttagung der im Kösener-Se- n i o r e n - Konvent z u s a m m c n g e s ch I of­fen e n Koro» ber deutschen unb österreichifchen Universitäten statt. Der diesjährige Kongretz stand im Zeichen einer Doppel- unb Jubelfeier, nämlich ber vor 80 Jahren erfolgten Gründung des H St. 6. L. B. unb ber vor 40 Jahren ertolgten Gründling des Gefamtausfchusies bes Qerbanbeo öfter Korpsstudenten. Aus bie(em Anlatz veran­staltete am Abend des 22. Mai ber Gefamtausjchust des Verbandes alter Korpsstudenten eine im ern­sten Rahmen gehaltene Feier. Erster Staatsanwalt Meißner (Rhenanioe-Freiburg, Rheno Guest- phaliae) wies in seiner Festrede auf den bebeul- famen Augenblick ber in den Sturmjahren erfolgten Gründung bes H. K. S C V. hin. Er gab dabei dem Gedanken Ausdruck, daß kein grohes Fest Dcranftaltct, sondern bie Feier ernst unb würdig, den Zeitoerhältmssen entsprechend, begangen wer­ben soll. Den Dank der jungen Korpsstudenten stattete cand. jur. Maaß (Bavariae-Eriangen) ab. Er dankte allen alten Korpsstudenten, die an dem stolzen Bau de» Verbandes mitgeorbeitet haben. Den Abschluß der Feier bildete ein Lichtbilber-Vor- frag von Dr. Schöning (Rhenaniae-Tübingen) über den Friedcnsoertrag von Berfaille«. Die Be­ratungen, die am nächsten Tage begannen, befaßten sich In ber Hauptsache mit Internen Angelegenhei­ten. Besonders hervorgehoben sei jedoch, daß sich ber Kongreß in ausführlicherer Weise wie bisher über bie Frage ber staatspolitijchen Ausbildung bes deutschen Korpsstudenten unterhielt Er war ferner einstimmig der Ansicht, daß er es auch wei­terhin für seine Pflicht erachte, an ber allgemeinen Bekämpfung hemmungslosen Alkoholgenusses der Jugend auch an seinem Teile milznarbeiten unb jeglichen Trinkzwang innerhalb ber bentschen Korps «u beseitigen. Den Kongreß leitete in umsichtiger Weise Referenbar Balzer bes im Borort prä fibierenben Korps Bavaria-Erlangen.

1>.stündiger Tätigkeit der Feuerwehr gelang es. tnt bereits auf tnc Rachdargebäude übergreifen­den Flammen einzudämmen. Die Möbel der Bewohner deS vier Stockwerk hohen Haufes sind sämtlich verbrannt und bie Leute selbst sind ob­dachlos.

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zu erziehen. Weiterhin sprachen Dr. Haase- Asronis-Geipzig über .Die Stellung der Deut­schen Landsmannschaft zur Freien Stttbenlen- schafll und Senator Friedrich «dgerlän der- Gundtag-Prao über .Sie pvkUikche Lage der Sudelendeuttchen und deren Einfluß auf bas Deutsche Reich

Berliner Börse.

Berlin, 31. Mai. (WTD. Iunkspruich) Bei nicht sehr grobem Geschäft scheint auch im heu­tigen Frühverkehr die Tendenz freundlich zu bleiben. Besondere Anregungen liegen nicht vor, für Spezialwerte nennt man aber recht 'eftc Kurse. Farben 283 zu 284. Siemens 351. G

194,50, Glanzstoff 620, Geld und Polyp' be­vorzugt 520 zu 525.

Vermischtes.

25 3ahrr Zrlcfunfrn.

(Eine brr gratzien Unternehinungen ber Delk und bie größte Fachfirma Deutschlands auf dem Rabio- gebiet ist die Triefunken Gesellschaft in Berlin, bie am 27. Mai 1928 ihre 25jähriae» Jubiläum feierte, le le funken ist eine gemeinschaftliche Gninbung der Allgemeinen Elektrizität» - Gesell- sch a ft und der Firma 5 i c in n» 1- Halske. Als (jorfdfung»-, Verkauf»-, Bau- unb Betriebe- aefelllchaft Hal sich der Telesunkenkonzern in erster

e ber praknschen Verwertung der von seinen Laboratorien ständig neu erschlossenen Anwen­dungsgebiete gewidmet ~ ing lelcfun-

ken» ging aus von dem Bau von Kriegsschiff- und H a n d e l» j ch i j j st a t i o n e n. 1911 erfolgte die Bildung der Deutschen Betriebsgesellschast für drahtlose Telegraphie (Debeg), die im Jahre 1926 27 bereits 687 Schiffsfunkstellen verwaltete. Eine mo­derne Schifssstation mit moduliertem Bohren,enber ober mit einem Kurzwellen-Borbsender überbriidt heutzutage bie größten Entfernungen. In den leg­letzten Jahren kam noch ber drahtlose Richtung»- sinder hinzu, ber die Schiffe sicher durch den Rebel leitet unb ein fast unerläßliche» Hilfsmittel für bir Schiffahrt ist. In ähnlicher Weise entwickelten sich bie Flugzeugstationen vom verhältnismäßig ein­fachen Gerat zur modernen Borbftation mit Gonio­meter, wie sie auf bem Zeppelinfiug nach Nord amerita verwendet worden ist Hand m Hand mit der Entwicklung der Schiffsstationen ging bie ber Gonbftationen vor sich, von der ilüftenftation bi» zur Großstation für tran»ozeanische Schnell- telegraphie unb Ueberseetelephonie Typisch für die­len Vorgang ist bie Entwicklung der Großstation Rauen. Der Loschsunken ersetzte den Knallfunken unb wurde selbst burd) den Maschtnensender ver­drängt, ber schließlich seit 1925 auch noch durch Kurzwellensender mit Stahlwerfern ergänzt wirb. Die in Rauen gesammelten Erfahrungen versetzten Telefunken in die Lage, Aufträge auf Großstatsonen für Hollanb, Java, Spanien, Italien, Argentinien unb gapan auszuführen Die Kurzwellentelegraphie ergibt selbst auf weiteste Entfernungen 20- bi» 24ftünbigc Verbindunaomöglichkeit bei Wortge- schwindigkeiken bi» zu 300 in ber Minute. Sie ge- stattet ferner bie [faffiinifeiibertraguna nach bem System Telefunken-Karolus-Siemens, Die für den Wirtschaftsverkehr von außerordentlichem Rusten fein wirb, da man mit ihr ganze Briefe, Scheck», Zeichnungen usw. telephotographisch übertragen kann Die von Rauen burchgeführte deutsch über seeische Rachrichtendienst einer Tochter-Gesellschaft, der Transradio A G. Berlin, erhöhte unter ständiger Ausdehnuna ihre» Liniennetze» bie Zahl der übertragenen Worte von 6,3 Millionen im Jahre 1922 auf 12,9 Millionen im Zähre 1927 Die Weltbeziehungen führten schließlich zu den ersten Gemeinschaftsstationen, den Grohstationen Buenos- Aires unb Rio be Zaneiro Bt>n den in Deutsch­land befindlichen Rundfunksendern hat Telefunfen fast alle, von den in (Europa aufgestellten modern­sten unb größten Runbfunkfcnbern einen erheblichen Teil, wie ben Deutschlandsender (60 Kilowatt), La Hk iFinnland, Budapest, hergeftellt. Telefunken bat seit 1913 nahezu 5000 Röhrensender geliefert. Millionen von Telesunkenrahren, Hunderttausende von Rundfunkempfängern haben dazu beigetragen, Telefunken auch in ben weitesten Kreisen des Publikums bekanntzumachen.

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