Ausgabe 
31.1.1928
 
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Einen

fertigt.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

Kreis Schotten.

* Eichelsdorf, 29. Ian. Heute hielt unser Pfarrer. Dekan Scriba, der hier feit De­zember 1912 segensreich wirkte, in unserm dicht besetzten Kirchlein seine Abschiedspredigt. Das Kirchspiel sieht seinen beliebten Seelsorger nur ungern scheiden. Während des Krieges verstand es Dekan Scriba, durch einen ge­drucktenHeirnatgruß" die Kämpfer und Daheimgebliebenen in steter Gesinnungsgemein- schast zu halten. Aus demHeimatgruß" wurde nach dem Kriege die Gemeinde blatt- gruppe Schotten, deren erster Schriftleiter Dekan Scriba war. Als eines der ersten in

Bima" oder dergleichen erblicken. Entsprechend jfeiner Gröhe wird unterschiedst jedes btt fünf- ftän deutschen Länder im Reichsrat vertreten sein, so daß keines von ihnen vergewaltigt ist. Auch werden die drei süddeutschen Länder kaum jemals alle zwölf norddeutschen Länder als ge­schlossene Liebermacht sich gegenübersehn. Die süddeutschen Staaten haben also vom Einheits­staat nichts zu fürchten. Dir norddeutschen Staa­ten werden aber das Opfer des Aufgehens im Reich freudig bringen im Bewußtsein, eine hi­storische Sendung zu erfüllen. Als eine Art viertes süddeutsches Land könnte unter ihn- ständen Oe st erreich den Anschluß an Deutsch­land finden, und doppelt leicht, weil Preußen mittlerweile ins Reich ausgegangen ist. Mithin ist der Weg gezeigt, auf dem in die Zukunft zu schreiten ist: dem einigen, großen, starken, deut­schen Reich entgegen!

Monte in seiner Begrüßungsansprache, daß die Familienabende in erster Linie dazu dienen sollen, das Band der Zusammengehörigkeit in Den Vereinen fester zu knüpfen. Den musika­lischen Teil hatte die Kapelle Sonntag (Gießen) übernommen, deren Leistungen, vor- treff rtch waren. Borträge ernster und heiterer Art, sowie einige von vier Damen des Ver­eins unter Klavierbegleitung des Vereinsvor- sihendcn recht schön vorgetragenen Volkslieder füllten den Rest des Abends czus. Der ge­räumige Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt.

v Londorf, 30. Jan. Der Arbeiter-Ge­sangvereinLInion" hielt am Samstag­abend im Boegerschen Saale seinen diesjährigen Familienabend ab. Bei dem Gesang einiger schöner, sehr gut vorgetragener Lieder, humoristi­schen Vorträgen und Tanz nahm die Veranstal­tung einen gemütlichen und harmonischen Verlauf.

* Leihgestern, 29. Ian. Gestern sand hier der Delegiertentag zu dem Gesangs- Wettstreit, den der Gesangverein Lie­de rkranz am 9., 10. und 11. Juni d. I. ver­anstaltet, statt. Lieber alles Erwarten stark waren die Anmeldungen hierzu: cs ist dies der beste Beweis dafür, welche Achtung der festgebende Verein mit seinem Chormeister Blaß (Großen- Linden) genießt, aber auch welches Vertrauen in die Durchführung eines gerechten Wettstreites den Veranstaltern entgegengebracht wird. Reh­men doch 33 Vereine mit über 1500 Sängern an dem Wettsingen teil, und nicht nur erste Vereine aus der nächsten und näheren Llrn- gebung, sondern auch solche aus Westfalen, Rheinland usw. So dürste für Freunde des Männergesanges in unserer Gegend das Singen der ersten Stadtklasse ein Ereignis werden, strei­ten doch in dieser KlasseRheingold" (Hagen), Apollo" (Siegen) undHarmonie" (Gelsenkir­chen) um den Sieg, drei bekannte Größen mit je über 100 Sängern. Der Delegiertentag wurde mit dem ChorWickinger", vorgetragen von über 90 Sängern, und mit Worten der Begrüßung von dem (.Vorsitzenden Jung eröffnet, und er nahm unter der glänzenden Leitung des Herrn Blaß einen würdigen Verlauf. Aach denSchluh- worten des Vorsitzenden und noch einigen gut vorgetragenen Chören konnte man sich mit dein Wunsche, daß das Sängersest, das der bekannte Heimatdichter Heß mit einem Volks- und Trachtenfest auszuschmücken gedenkt, einen alle Teile befriedigenden Verlauf nehmen möge.

, L i ch, 30. Ian. Der Turnverein hielt seine gut besuchte 67. Hauptversammlung am Samstag ab. Die Berichterstattung des Vor­sitzenden Reinhard Zimmer und des Ober- turnwarts Lehrer Schön gab Kunde von einem regen Dereinsleben im verflossenen Jahr. Der stillen turnerischen Arbeit im Verein waren beim Bezirksturnen und beim Gauturnsest, sowie beim Gaufrauenturnen und bei der Gauturnsahrt auch nach außen hin schöne Erfolge beschieden. Die gut geführte Rechnung des Turners Heinrich Vater, dem mit Dank Entlastung erteilt wurde, schließt ab mit 5471,02 Mk in Einnahmen und 5345,91 Mk. in Ausgaben. Die Ergänzungswahl zum Vorstand zeitigte folgende Ergebnisse: Wie­dergewählt wurden der Schriftführer Heinrich Fuhr, Oberturnwart Lehrer Schön, Beisitzer Karl Rau: neu treten in den Vorstand: Her­mann Schmidt als erster Turnwart, Christian Volz als Rechner (seither 2. Turnwart), Hein­rich Volz als 2. Turnwart. Zum Ehren­mitglied des Vereins wurde unter Lleber- rei'chung einer kunstvollen Llrkunde der verdiente Turner Wilhelm Wacker ernannt: eine schlichte Ehrung ward auch dem Vorsitzenden Reinhard Zimmer, der 25 Jahre ununterbrochen dem Vorstand in verschiedenen Aeintern angehört, durch Lieberreichung eines Diploms zuteil.

df. Muschenheim, 29. Ian. Heute tagte hier, wie schon gemeldet, in der Wirtschaft von Engel zum letzten Male der Vorstand des W e t« lertalsängerbundes, in welchem schon seit Monaten Differenzen bestanden. Da man zu keiner gütlichen Lösung kommen konnte, l ö st e s i ch der Bund auf einstimmigen Beschluß hin auf. Nachdem die Vertreter von drei Vereinen das Lokal verlassen hatten, wurde von neuem ein Wettertal-Sängerbund gegrün­det, dem folgende Vereine angehören: Tr.- Münzenberg, Muschenheim, Birklar, Betten­hausen und Langsdorf. Zum Bundesvor- sitzenden wurde auch für den neuen Bund Lehrer Günther- Muschenheim auf drei Jahre

Klein-Linden, 30. Ian. Familienabend veranstaltete am Samstag der hiesige Spar- u n dD arlehenskassen- RereinRaiffeisen" im Saale derDeut­schen Eiche . Der Direktor des Vereins, Loh, begrüßte die außerordentlich zahlreich Erschie­nenen, insbesondere den Vertreter des Raiff- eisenbezirksverbandes Frank! urt, 2 o l k, den Vertreter der Raiffeisenoersicherung. Dr. H a I - l e r, und den Landwirtschastslehrer Haack vom Raiffeisenhaus Gießen. Im Mittelpunkt der Ver­anstaltung stand der interessante Filmvortrag Mit dem Kurbelkasten um die Erde", der die Anwesenden nach Amerika, Japan, Indien und Java versetzte. Den Höhepunkt erreichte der Abend durch die Vorträge in hessischer Mund­art aus den Werken des bekannten Hüttenberger Heimatdichters Georg Heß (Leihgestern), die alt und jung in fröhlichste Stimmung brachten. Die Kapelle Lenz (Klein-Linden) sorgte für ausgezeichnete Musik und vervollständigte noch den hohen Genuß des Abends.

(5 Allendorf a. d. Lda., 29. Jan. Gestern abend veranstaltete der hiesige Kriegerver- ein im Saale des Gastwirts Ranft einen Fa­rn i l i e n a b e n d. Der Vorsitzende, Lehrer Strack,

gewählt. Danach schritt man Derakma der von Lehrer G l ü ck - Langsdorf ausgearbeiteten Statuten, die im wesentlichen angenommen wur- den. Der neue Bund beabsichtigt, Anfang Mai in Bettenhausen ein Wertungssrngen abzuhalten.

Krers Friedberg

pb. Butzbach, 30. Ian. Die hiesige Orts- gruppe der Deutschen Kolonialgesell­schaft hielt am Samstagabend im Saale des Deutschen Hauses" einen gemütlichen Abend ab, bei welchem Konzertsänger H e i d k a m p - Köln, Konzertsängerin Fr. Press er-Friedberg und der heimatliche Mundartdichter G. Heß-Leih­gestern mittoirtten. Der Abend nahm einen stim­mungsvollen Verlauf. Auf Anregung der Brauerei Ihring-Melchior fand auch hier am gestrigen Sonntag im kleinen Saal desHes­sischen Hofes" ein Braugersten-Tag statt, der von den Landwirten der Llmgegend gut besucht war. Landwirtschastsrat Dr. Sch nei­de r-Lich hielt einen Vortrag über Mittel und Wege zur Erzeugung von Qualitätsgerste, an welchen sich eine längere Aussprache anschloß. Am Samstagabend brach in der Scheune des Bürgermeisters Landvogt in Rockenberg Feuer aus. das aber noch im Entstehen gelöscht werden konnte. Aller Wahrscheinlichkeit nach liegt Brandstiftung vor. Es ist dies in kurzer Zeit schon der dritte Brand, der in Rockenberg ausgebrochen ist. Hoffentlich gelingt es der Gendarmerie, den Liebeltäter bald zu assen.

Kreis Büdingen.

# Llnter-Widdersheim. 30. Jan All­gemein wird hier Klage geführt über den außerordentlich schlechten Zu st and der Provinzial st raßen. Der schwer Fuhrwerksverkehr mit Basaltschotter und der zu­nehmende Krastwagenverkehr haben der Straßen- befestigung derart zugesetzt, dah sich Loch an Loch in der Straßendecke gebildet hat, die bei dem regnerischen Wetter dauernd mit schmutziger Brühe gefüllt sind. Durch den Abbau von Stra- henwärtem wird auch das sonst übliche Ab- kratzen der Schmutzdecke nicht mehr vorgenommen. Durch Ausfüllen der Schmuhlöcher mit Klein­schlag würden die dringendsten Llebelstände be-

unferer Gegend erhielt unser Kirchspiel eine Ge­dächtnistafel für die Gefall en en. Seit vielen Jahren wirkt eine Krankenschwester im Kirchspiel. Lind im Vorjahre wurde durch eine gründliche Wiederherstellung aus unserem uralten Bergkirchlein ein wahres Schmuckkästchen. Im Laufe der nächsten Woche wird Dekan Scriba nach Nidda übersiedeln. Die Wiederbesehung unserer Pfarrstelle wird erst nach Ostern erfolgen. Bis dahin behält Dekan Scriba die Verwaltung des Kirchspiels.

* Ober-Schmitten, 29. Ian. Heute nach­mittag trug ein junger Mann aus Eichels­dorf auf dem Sportplätze des hiesigen B. f. B. bei einem Fußballspiele Ortenberg gegen Ober-Schmitten einen Beinbruch davon. Ein Niddaer Arzt leistete die erste Hilfe und brachte den Verletzten nach Hause.

Cichelfachsen, 30. Jan. Hier ver­starb im Alter von 86 Jahren der Küfer und Landwirt Johannes Weber, der älteste Einwohner unseres Dorfes. Am 16. Juni 1927 konnten er und feine 84jährige Ehe­frau Katharina geb. Knöh, umgeben von ihrer zahlreichen Nachkommenschaft, unter herzlicher Anteilnahme der ganzen Gemeinde das seltene Fest der diamantenen Hochzeit begehen.

) Burkhards, 30. Ian. Nachdem in der weiteren Umgebung die Verbesserung des Oedlandes rüstig vorwärtsschreitet, sollen auch die im Burkhardser Grund vorgenommenen Kultivierungen in diesem Jahre fortgesetzt wer­den. Man denkt in erster Linie an die Ge­winnung neuer Hutweiden, da die an- gestellten Versuche sehr günstig verlaufen sind. In zweiter Linie hofft man mit der Errich­tung einer Iungviehweide gute Erfolge zu erzielen. In den beiden Nachbargemeinden K a u l st o ß und Sichenhausen ist man in­zwischen tatkräftig an die Lösung dieser Pro­bleme herangegangen. In Sichenhausen hat sich der Gemeinderat schon mehrmals damit befaßt, und in letzter Zeit auch eine Bürgerversamm­lung. Man will das Gelände zu beiden Sei­ten der Straße nach Breungeshain meliorieren und auch das Gehänge am Ernstberg rentabler als seither gestalten. Die Zeit hierfür erscheint günstig, da die nötigen Arbeitskräfte vorhanden sind und auch ein Staatszuschuh von 50 Prozent in Aussicht steht.

V Aus dem Kreise Schotten, 30. Ian. Reichen Anklang finden die vom Kreisschulamt in jede Gemeinde versandten Bände der K rei s - Wanderbücherei. Besonders sind es Reise- Erzählungen, die den Vogelsberger fesseln. Die Leihgebühr beträgt nur 4 Pfg. pro Band und Woche. Durch den jährlichen Wechsel der Bände in den 54 Gemeinden des Kreises ist es mög­lich, für wenig Geld eine reichhaltige Bücherei von mehreren tausend Bänden zu benutzen.

Kreis Lauterbach.

4 Engelrod, 30. Jan. Beim Holzfällen im Walde wurde der Holzhauer Karl Decher von hier durch eine plötzlich umslürzende, von innen angefaulte Buche z u Boden geschlagen und dabei am ' nterkopfe so schwer verletzt, daß er nach mehrtägigem Schmerzenslager gestern abend verstarb.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

L Wetzlar, 30. Jan. Die anhaltend g ü n st i g e Witterung wrtd von dem Baugewerbe tüchtig ausgenuht. Der Bau der im Herbst be­gonnenen Neubauten wird weiter stark gefördert. Die neue Friedhofskapelle, in der be- tanntlich auch ein Krematorium untergebracht werden soll, ist im Rohbau vollendet und macht mit ihren massigen Konturen auf dem stark ab­fallenden neuen Friedhof einen recht guten Ein­druck. Auch der Erweiterungsbau des

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W- Orb ach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mit­teilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion desGießener Anzeigers".

Problem Nr. 146.

Weiß zieht und seht in zwei Zügen matt. Weiß: 6 Steine. Kfl; Dh8; Ld6; Sg4, H6; Bg6. Schwarz: 4 Steine Kh3; Tf4; Bf2, g5.

8

7

6

5

3

4

2

b

b

h

8

1

6

4

3

2

d e

Weiß.

Don W. v. Holzhausen. Schwarz, c d e t

g h

Partie Nr. 95.

Die nachstehende interessante Partie wurde im diesjährigen Wanderpreisturnier des Schachver­einsAndersten" zu Frankfurt a.M. gespielt.

Unregelmäßig.

Weiß: H. Haar. Schwarz: W. Orbach.

nicht glücklich, besser er­

ber Läufer

nach

13. Sf6-h7

der Weihe in Vor-

20.

21.

22.

Lc8-g4 Sg5-h3+ Lg4xh3

14. Ta8-d8

15. Lb7-c8

16. Tf8-e8

17. c6-c5

18. Sd7-f8

19. Sh7-g5

11. Ddl-a4

Liebereilt, die Dame kehrt bald wieder dem nützlicheren Felde c2 zurück.

11. . . . 11. Dd8 - c7

12. Tal-dl 12. h7-h6

13. . . .

14. Dal-c2

15. b2-b3

16. Lei a3

17. d4-d5

18. La3-cl

19. Sf3-d2

20. Sd2 f 1

21. Tdl-d3

22. Lg2xh3

23. f2f4

1. e7-ed

2. b7-b6

3. Lc8-b7

4. Sg8-f6

5. Lf8-e7

6. d7-d6

7. 0-0

8. Sb8-d7

9 e6-e5

1. c2-c4

2. Sgl f3

3. g2-g3

4. Lfl-g2

5. Sbl-c3

6. d2d4

7. 0-0

8. Tfl-el

9. e2-e4

10. Lc1-g5 Hier steht

Durch diesen Zug glaubte ...

teil zu kommen, aber gerade das Gegenteil ist

13. Lg5-cl , ,

Schwächer wäre 13. Lxf6, wegen 13.....Lxf6,

wonach Weih infolge seiner ungünstigen Figuren­stellung im Nachteil wäre.

scheint b3 nebst Lb2.

10. . . . 10. c7-c6

Ein wichtiger Zug, der für alle Fälle Sd5 ver­hindern soll, und Dc7 ermöglicht.

der Fall. 23. . . .

23. e5xf4

24. Le7-h4!

24. g3xf4

25. Sfl-g3

Nach 25. Te3 würde Schwarz durch 25. ... Lg4 ein gutes Spiel erhalten. Die beiden schwär zen Läufer entfalten nun in ihrem Zusammen, spiel eine große Wirkungskraft.

25. . . . 25. f7-f5!

Dieser wuchtige Zug weist den 23. weihen Zug als Fehler nach, hiernach ist der Anziehende rettungslos verloren.

26. e4c5 26. d6xe5

27. d5-d6 27. Dc7-f7!

Am stärksten.

28. f4Xe5 28. Sf8-g6

29. e5-e6 Es gibt keine Verteidigung mehr

29. . . . 29. Te8xe5

30. Telxeö

31. Td3-e3

32. Sg3-e2

33. Lei b2

34. Te3-e4

35. Sc3-d5

36. Kgl - fl

30. Df7xe6.

31. De6-f7

32. Lh3-g4

33. f5-f4

34. Lg4-f5

35. Td8xd6

36. Td6-e6

Weiß gab auf.

Lösung des Endspiels Ar. 47.

Don H. Rinck.

1, Lb5-d3!, Sdl-f2 + . 2. Ke4-d5, Sf2xd3. 3. Kd5xd6, b2-bl-D. 4. Sf3-g5, Dblxb3. 5. Sg5 -f7 + , Db3xf7 patt; falls 3...., Sd3-f2?, so 4. Sf3-g5!, Sf2-e4 + . 5. Sg5Xe4, b2-bl-D. 6. Se4 xc5 und Weiß gewinnt.

Lösung des Problems Rr. 143.

Don A. Dahersborser.

1. Ld4-al!, Kd5-c4. 2. Dg6-bl usw. 1... e6-e5. 2. Dg6-g4 usw.

Schachwettkampf Gießen Mainz.

Der am 15. Januar in Frankfurt a. M. aus- getragene Entscheidungskampf zwischen den Schachvereinen von Gießen und Mainz um die Meisterschaft der hessischen Städte endete wie­derum unentschieden.

Ebenfalls am 15. Januar fand diesmal der all­jährliche Wettkampf Offenbach gegen Hanau statt. Der Kampf, der in Offenbach ausgetragen wurde, endete mit dem Siege der Hanauer. (2m Vor­jahre hatte Hanau eine empsindliche Niederlage erlitten.)

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Redaktlonstisch.

Theater.

Des sechsjährigen Willy ältere Geschwister sind in einer Schülervorstellung vonMaria Stuart". Ich soll dem Kleinen den Inhalt des Stückes erzählen und beginne:Da ist eine böse Königin und eine gute, und die böse Königin läßt die gute enthaupten--"Was ist Enthaupten?"

unterbricht mich Willy. Ich:Sie läßt ihr den Kopf abschlagen." -O," sagt Willy strablend, dann wollen wir doch schnell in das Theater gehen das mochte ich zu gern mal sehen I" Ich:Aber Junge, die sprechen und tun da nur so: in Wirklichkeit schlagen sie ihr nicht den Kopf dort ab: sie spielen ja nur Theater. Schau, die gute Königin spielt die Dame, die du mit ihrem Töchterchen oft bei uns siehst. Wenn das Stück aus ist, ist sie immer wieder munter und hat ihren Kopf noch."Was," sagt Willy verächtlich,sie hauen ihr nicht mal den Kopf ab? Lind dann gehen doch die Leute ins Theater und veraasen ihr Geld?"

kleines Mißverständnis.

Der Zug hatte sich bereits in Bewegung gesetzt, als in dem Abteil eine junge Dame erschien unb sich auf den Sih gegenüber dem Herrn warf, der bis dahin der einzige Fahrgast gewesen war. Nach einer Weile erhob sich der Herr höflich und sagte:Entschuldigen Sie, meine Gnädige.. Wenn Sie mich ansprechen oder sonst irgendwie belästigen, ziehe ich die Notleine," unterbrach ihn die Dame mit einem wütenden Blick. Nach einer längeren Pause machte der Herr einen wei­teren Versuch zu sprechen, aber die Dame drehte sich sofort entrüstet weg. Endlich fuhr der Zug langsamer vor einer Haltestelle, und der Herr machte sich zum Aussteigen bereit.Sie mögen tun, was Sie wollen," sagte er entschlossen,aber ich möchte gern die Tüte mit Weintrauben haben, auf der Sie die letzten 10 Kilometer gesessen haben."

Krankenhauses schreitet rüstig vorwärts und dürfte wohl im Frühjahr bezugsfertig fein. Zur Zeit läßt die Stadtverwaltung auf dem Gelände derPlatte" Planierungsarbei­ten vornehmen, die der Aufschließung dieses Geländes für den Wohnungsbau dienen sollen. Nach früheren Verlautbarungen sollen auf diesem für Siedlungszwecke hervorragend geeig­neten Gelände etwa 7 0 Häuser errichtet werden. .

WSN. Wetzlar, 30. Ian. Der Letter der Buderusschen Gutsverwaltung, Administrator Siebold vom Hofgut Altenberg bei Wetzlar, ist zum Leiter der Grünlandabteilung des Land­wirtschaftlichen Vereins für Rheinpreutzen (Sih Bonn) berufen worden. Administrator Siebold ist als hervorragender Landwirt, namentlich auf dem Gebiete der Grünlandbewegung, weit über die Grenzen des Kreises und der Provinz hin­aus bekannt.

~ Hörnsheim. 30. Ian. Bei einer am Samstag hier stattgefundenen öffentlichen Ver­steigerung einer landwirtschaft­lichen Hofreite betrug das Höchstgebot 7600 Mark. Erwerber war ein hiesiger Einwohner.

<> Oberkleen, 30. Ian. Bei der hier stattgehabten Brennholz Versteigerung wurden folgende Preise erzielt: Eichenscheitholz 20 bis 22 Mk., Eichenknüppel 15 bis 16 Mk. je 2 Raummeter, Eichenwellen 8 bis 10 Mk. je 50 Stück. Buchenscheit 30 bis 34 Mk.. Buchen­knüppel 20 bis 24 Mk. je 2 Raummeter. Buchen­wellen 12 bis 15 Mk.. Buchen- und Eichendurch- forstungswell.en 10 bis 12 Mk. je 50 Stück. Crlen- lnüppel 8 bis 9 Mk. je 2 Raummeter. Kiefern­wellen 6 bis 7 Mk. je 50 Stück. Fichtenstangen 3. und 4. K'assc 43 bis 60 Pf.. 5. Klasse 20 bis 30 Pf. und 6. Klasse 10 bis 20 Pf. das Stück.

<> Niederkleen, 30. Jan. Der Gemcindc- rat beschäftigte sich in feiner jüngsten Sitzung mit der Wahl eines Flurhüters für die hiesige Gemeinde, da der bisherige Flurhüter das Amt niedergelegt hat. Von zwei Bewerbern wurde der Landwirr und Steinbrecher Fried­rich Rühl mit Stimmenmehrheit gewählt.

Kreis Biedenlopf.

D Bischoffen, 30. Jan. Kürzlich ist das An­wesen der Frau Witwe Haus durch Kauf in den

Besitz der Baumaterialienhandlung Bieber Nachs., übergegangen. Die in dem Hause betriebene Gast­wirtschaft wurde aufgegeben. Dafür soll in den nächsten Tagen in denselben Räumen eine Caf6° wirtschaft eröffnet werden, um den Fuhrleuten auch iveiterhin Gelegenheit zu geben, dort ihr Frühstück einzunehmen.

Maingau.

WEN. Frankfurt a.M., 30.Jan. Das Wohnungsbauprogramm de r Stadt Frankfurt für 1928 sieht den Bau von 2500 Wohnungen vor. Es soll jedoch versucht werden, die zu erstellenden Wohnungen über 2500 hinaus zu erhöhen. _ t

WSN. Bad H omburg, 30. Ian. Irn Stadt­teil Kirdorf wollten z w e i K n a b e n sich mit Pistolenschießen vergnügen. Der eine von ihnen, der 14jährige Hugo Braun, holte eine Mauserpistole seines Vaters und steckte die ge­ladene Waffe in die linke Drusttasche. AlS bet Junge sich dann nach einem Gegenstand bückte, ging aus unbekannter Llrsache die Waffe in der Tasche los und die Kugel drang dem Kna- benins Herz. Er war sofort tot.

Oie Lahnkanalisation.

WSN. Limburg, 30.Ian. Die Kanali­sationsarbeiten der Lahn sind soweit fortgeschritten, daß man am 1. Jul: mit der Eröffnung der Schiffahrt auf der Lahn rechnen kann. Linier dem Vorsitz des Landes­hauptmanns Dr. Lutsch- Wiesbaden fanden hier Besprechungen der zuständigen Be­hörden mit den industriellen Betrie­ben der unteren Lahn und des WesterwaldeS statt, um die Frage der Tarife auf der neuen Schiffahrtsstrahe zu regeln. Wie der Geschäfts­führer des Lahn-Kanal-Vereins zu Anfang mit­teilte, ist mit einem Ja h r e s v e r keh r von etwa 800 000 Tonnen Güter aller Art auf der Lahn zu rechnen. Insbesondere handelt es sich um Schwer- und Massengüter, wie Rvh- kallsteine, Basalt, Ton, 6it*ncr,e, Chamotte, Ze­ment, Brennstoffe u. dgl. Bei einer durchschnitt­lichen Flußlänge von 55 Klm. der ausgebauten Kanalstraße ergeben sich für den Iahrestransport rund 45 Tonnen-Kilometer. Zur Beförderung