Einzelbild herunterladen

Oberheffen.

Lauvkreis Gießen.

X Klein-Linden, 29.DEL Die des Dcnkmalsausschusfes für

Mitglieder die (fr- für d i e

her, Rosegger, Wassermann, Wedekind, Claude Qlnet, Colette, Anatole France. Maurois, Chester­ton, Kipling, Shaw, Wallace, Dang, Laurids Bruun, Huch, Kircheisen, Lllitz.

richtung eines Ehrenmals Gefallenen traten dieser Tage zu einer Sitzung

zusammen, um über die zu unternehmenden Schritte zu beraten, die durch die Verzögerung der Errichtung des Denkmals, durch Verschulden der zuständigen örtlichen Organe, notwendig geworden sind. Der erste Vorsitzende legte zur Orientierung der neu beigetretenen Mitglieder eingehend den seitherigen Verlauf der Denkmalssache seit 2 Jahren dar, woraus ersichtlich war, daß der Ausschuß mit allem Eifer die Sache betrieben und die Ortsein- wohner große Opfersrcudigkeit gezeigt haben. Die Arbeiten des Ausschusses seien jedoch durch die nicht erwarteten schleppenden Verhandlungen mit dem Gemeinde»at wegen Freigabe eines Teils des alten Friedhofs gehemmt worden, woran sich dann noch die Verhandlungen über die Preisgabe der Rechte der Kirchengememde angeschlossen hätten. Zwischen den einzelnen Verhandlungsterminen hätten nicht Tage oder Wochen, sondern Monate gelegen, was von der Versammlung mit scharfen Worten getadelt wurde. Anstatt daß der Gemeinderat im Interesse der Sache baldigst bestimmte und feste Entschlüsse gefoßt habe, sei man immer hin und her gependelt. Der gesamte Denkmalsausschuß von über 20 Mit­gliedern sei daher zu dem Eindruck gekommen, daß anscheinend eine vorsätzliche Verschleppung die Aus­führung des Denkmalsplanes hindere, wenn diese nicht ganz Hintertrieben werden solle. In Anbe­tracht der Unzufriedenheit unter den Ortsein­wohnern über die Verzögerung der Denkmalsaus- führung war der Ausschuß festen Willens, die Sache abzugeben und die Errichtuntz des Denkmals der Gemeindevertretung selbst zu überlassen. Aus der Mitte der Versammlung wurde aber darauf hingewiesen, daß in diesem Falle jedenfalls nie­mals ein Ehrenmal hier errichtet würde, und vorge­schlagen, daß dem Gemeinderat ein letzter Termin von 3 Wochen gestellt werden möge, um dem Aus­schuß schriftlich einen festen Beschluß zukommen zu lassen, von welchem Termin ab und in welcher Größe für diesen Zweck am neuen Friedhof Ge­lände zur Errichtung des Denkmals überwiesen wird. Das Projekt der Errichtung des Denkmals auf dem alten Friedhof ist somit ohne Verschulden des Ausschusses gescheitert. Von der Gemeindever­tretung wird es nun abhängen, zu entscheiden, ob die Ausführung des Denkmals in kürzester Frist erfolgen kann.

<D Lauter, 29. Okt. Gestern wurde hier im Got­tesdienst die neue G l o ck e geweiht. Es ist die dritte Glocke, so daß unser altes Geläute wieder voll­ständig ist. Die andere, im Krieg abgelieferte wurde schon 1919 ersetzt. Beide Glocken wurden von Rin­ker in Sinn gegossen. Ihr Geläute gibt mit der großen alten Glocke einen schönen Dreiklang.

o. Ober-Bessingen. 27. Okt. Da bei der Wahl unseres Bürgermeisters ein zweiter Wahlvorschlag nicht einging, so war unser seitheriges Ortsoberhaupt, Bürgermeister Keil, wiedergewählt, ohne daß eine Wahl stattzufinden hatte. Es ist dies ein Zeichen da­für, daß Bürgermeister Keil es in den sechs Jahren seiner Amtstätigkeit verstanden hat, sich die Liebe und das Dertrauen der ganzen Ge­meinde zu erwerben. ^Nachdem nun die Bestäti­gung für die neue Amtszeit von neun Jahren eingetrosfen ist, hat die Gemeinde es sich nicht nehmen lassen, ihrem beliebten Bürgermeister einen Fackelzug zu bringen. An seiner Wohnung brachte der Beigeordnete Kühn die Glückwünsche per Gemeinde dar und ein Hoch auf den Bürger­meister aur. Darcküf lieh der Gesangverein ein Lied erschallen. Lehrer 3 a f o 6 würdigte den wiedergewählten Bürgermeister als einen ge­rechten Mann, dem es gelungen sei, das in zwei Parteien getrennte Dorf zu einigen. Unter Bür­germeister Keil habe sich das Ortsbild bedeutend gehoben, die Gemeindebauten kamen in muster­gültige Ordnung, die Rechte der Gemeinde wur­den mannhaft gewahrt, die Gemeindeschulden zufriedenstellend aufgewertet, eipe schöne Fricd- hvsanlage mit herrlichem Gefallenendenkmal ge­schaffen, die Schulküc^ und Kochschule ins Leben gerufen, neue Schulbänke beschafft, den örtlichen Vereinen wie Krieger-, Radfahrer- und Gesang­verein äußerstes Wohlwollen erwiesen. Das alles war möglich, weil der Beigeordnete und der Gemeinderat den Bürgermeister in einsichtsvoller Weise unterstützten. Mit dem Wunsche, daß der Bürgernreister das bleiben möge, was er seither der Gemeinde war, der weise Berater, der väter­liche Freund und treue Haushalter, schloß der Lehrer seine Rede. Rachdem der Bürgermeister allen gedankt, erschallten noch einige Lieder vom Gesangverein. Hierauf folgte man der Einladung des Bürgermeisters zu einem Glas Bier.

er. Röthges, 29. Oktober. Die bei unferm Wasserwerk vorgenommene Kanalisie­rung hat einen durchgreifenden Erfolg gehabt. Trotz der starken Regenfälle der letzten Tage ist das Wasser vollständig klar gei fieben. Es darf somit an­genommen werden, daß die Brunnenanlage wieder einwandfrei ist. Die in den letzten Tagen Dorgenom» mene amtliche chemische Untersuchung des Wassers hat ergeben, daß das Wasser wieder als reines, gutes Trinkwasser zu bezeichnen ist. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stand die Frage des vom Kreisschulamt beantragten Neubaues eines Schulsaals aif der Tagesordnung. Der Gemeinderat konnte sich in Anbetracht der ge­ringen Schülerzahl zur Bereitstellung der erforder­lichen Mittel nicht entschließen und lehnte den An­trag ab. Daß die Geflügelzucht in unserer Gemeinde gute Fortschritte macht, kann man jeden Tag mehr feststellen. Es sind heule fast auf jedem Hofe Rassehühner anzutreffen. Ganz besonders haben dies die Eierhändler bemerkt, die im Gegen­satz zu früheren Jahren jetzt bedeutend größere Aufkäufe vornehmen konnten. Daß die Geflügelzucht als lohnender Nebenerwerb in der Landwirtschaft zu betrachten ist, dürfte hier immer mehr Anerken­nung finden. Gemeinderechner Emrich erhielt auf der 4. Frankfurter Junggeflügelschau auf deutsche Reichshühner die Bewertungsehr gut", den ersten und Ehrenpreis und auf Barnevelder einen Klassenpreis.

er. Nonnenroth, 29. Okt. Nach der lieber« gäbe der neuen Grundstücke aus der Feld- Bereinigung war das Schiedsgericht längere Zeit damit beschäftigt, die eingelegten Reklamationen mit den Grundeigentümern zu regeln. Obgleich sehr viele Reklamationen eingegangen waren, konn­ten diese doch fast alle vom Schiedsgericht erledigt

werden. Nur ganz wenige Grundbesitzer konnten sich mit dem ergangenen Schiedsspruch nicht zufrieden­geben, so daß deren Reklamation in Kürze vom Oberschiedsgericht endgültig erledigt werden muß. Im allgemeinen ist man mit der Feldbereinigung sehr zufrieden, ganz besonders findet die korrekte, unparteiische Arbeit des Feldbereinigungskommis­sars allgemeine Anerkennung.

Kreis Friedberg.

2$. Dad-Rauheim, 29. Oft Die maßgeben­den Behörden uni) Verwaltungen waren in den letzten Tagen einer Einladung von Bürgermeister Dr. Ahl zur Besichtigung der neuen Klär­beckenanlage gefolgt, die bekanntlich in letz­ter Zeit wiederholt Gegenstand der öffentlichen Erörterung gewesen ist. Weiterhin waren u. a. das Kreisamt Friedberg, das Kreisgesundheits­amt, das Kulturbauamt Friedberg, Mitglieder der Stadtverwaltungen und der Stadtvervrdne- tenparlamente von Friedberg und Bad°Rauheim, sowie die Presse der Rachbarstädte. Rach ein­leitenden Worten Bürgermeister Dr. Ahls über den Zweck des Rundgangs übernahm Baurat Röder die sachkundige Führung durch die Reu­anlage. Er verbreitete sich eingehend über die einzelnen Stadien des Klärprozesses und wies darauf hin, daß unserer Stadt durch das selbst­tätig entstehende Methangas ein nicht unwesent­licher finanzieller Gewinn zufalle. Durch Proben konnte gezeigt werden, daß der rein mechanische Vorgang der Klärung bereits ein verhältnismä­ßig klares Wasser bringt, und die Stadtverwal­tung konnte mit Genugtuung dem geladenen Kreise vor Augen führen, dlaß nach dem biolo­gischen Klärungsprozeß ein Wasser die Anlage verläßt, das in wörtlichem Sinne als glasklar anzusprechen ist. Dieses Ergebnis wird bereits seit 10 Tagen nach der Umstellung der Klär- anlage erzielt, das geklärte Wasser weist kei­nerlei Fäulnisgerüche auf und ist auch längere Zeit nach dem Reinigungsvorgang noch geruch­frei. So darf bestimmt angenommen werden, daß nunmehr die neue Kläranlage einwandfreies Wasser an die Ufa abgibt und die von der Rachbarstadt Friedberg erhobenen Klagen für immer verstummen werden. Die Störungen im Betrieb der neuen Klärbeckenanlage, die in den letzten Monaten Anlaß zu Klagen der Stadt Friedberg gaben, sind dadurch ent ft anben. daß in der biologischen Anlage die gelieferten Ge­bläse ihre Leistungen nach und nach ganz stellten. Durch Auswechselung der in Frage kom­menden Maschinen wurden dre Störungen restlos behoben.

| Steinfurth, 29. Okt. Die W a l z a r b e i - ten In unseren Ortsstras-en sind nun nach einer kurzen Unterbrechung beendet. Die Miitelstrahs, die in sehr schlechtem Zustande war. ist g-ünd ich erneuert worden. Außerdem wurden di' K Ilerei- gasse, die Reugasse und ein Teil der Schulstraße überschottert und gewalzt. Auch der Fahrdamm nach b:m Friedhof wurde verbes er!. Der Wunsch, auch den Weg durch den S.eckgarien in einem besseren Zustand zu sehen, muß vorläulig noch unerfüllt bleiben, weil die Geldmittel begrenzt sind.

WSN. W ö l f e r s h e i m, 29. Okt. Bei Reparatur- arbeiten an der 100 000-Voll-Leitung des hiesigen Kraftwerkes geriet der Oberelektriker Kögel aus Bad-Nauheim in die unter Hochspannung stehende Leitung und wurde sofort getötet.

Kreis Büdi gen.

Ridda, 29. Ott. Dahnsekretär Hermann Kammer wurde von hier als Dahnhossmeister nach Ober-Schmitten versetzt. Man sieht den allzeit gefälligen, ruhigen Beamten nur un­gern von hier scheiden. Dahn Hof smeister Wei­gand in Ober-Schmitten wurde eine Stelle bei der Güterabfertigung in Büdingen übertragen. An Stelle des von hier wegge^ogenen Gemeinde­ratsmitgliedes Emil Schamobier wurde der Ersatzmann, Landwirt Louis Bechtold in den Stadtvorstand berufen. Hier wurden an der Dahn größere Mengen Heu und Dick­wurz verladen. Die Lieferanten erhielten für den Zentner Heu 5,50 Mk., für den Zentner Dick­wurz 1,10 Mk. frei Dahnhof. Das von der Riddaer Jagdgesellschaft veranstaltete erste Treibjagen im Revier des öfllichen Teils der Gemarkung Ridda hatte ein gutes Ergebnis. Es wurden 41 Hasen und 11 Rehe zur Strecke gebracht.

Schwickartshausen, 28. Oft. Der Be­richt imGieß. Anz." vom 25. Oktober über unsere Kriegerdenkmal-Einweihung bedarf^ der Ergänzung. Es sei noch mitgeteilt, daß Dekan Scriba von Ridda in sehr gütiger Weife auf Bitten des hiesigen Ortspfarrers R a u m a n n die Weiherede übernommen hatte, weil Pfarrer Raumann und seine Frau zu den Trauernden zählten, da sie ihren einzigen Sohn im Kriege verloren haben. Auch fei nachgetragen, daß 'Einleitung und Schluß der ganzen Feier durch den unter Leitung des Pfarrers stehenden Iungfrauenchor hier erfolgte, der drei klangvoll schöne Lieder vortrug und durch zwei seiner Mitglieder, Lina S t r e u b e r und Berta Franz, erhebende, der Feier angepahte Ge­dichte sprechen ließ. Die Feier setzte dann weiter fort durch freundliche Begrüßung des Lehrers M e n g e r hier, den Vorsitzenden des Denkmal­ausschusses, der sich besondere Verdienste um das Denkmal erworben hat, auch fei der herzlichen Ansprachen von Bürgermeister Deckel, Bei­geordneten Ries und des Vorsitzenden des Kriegervereins Bach gedacht. Daß die ergreifen­den Darbietungen des Gesangvereins Eintracht, Eckartsborn, sowie die weihevollen Klänge des Musikvereins Eckartsborn herzlich erhoben fei wiederholt dankbar betont. Der Kirchenvorftand des Gefamtkirchspiels hatte den Denkmalplatz an der Kirche frei zur Verfügung gestellt. Unser Dorf liegt nun an zwer Autolinien; ein­mal an der Linie Ridda Wallernhaufen Fauerbach Schwickartshausen Ober-Lais Michelnau Ridda und feit kurzem an der Linie, die unser Kirchspiel untereinander ver­bindet: Ortenberg Eckartsborn Schwickarts­hausen Dodenhausen Bellmuth Wippen­bach Ortenberg. Der Fahrplan wird wohl noch etwas geändert, dock haben wir nun täg­lich sechsmal Autofahrt. Möge der Be­kehr reichen Segen bringen!

Kreis Schotten.

tog. Gedern, 29. Okt. Am gestrigen Sonntag fand im Gemeindesaal die erste Sitzung der neugewählten Kirchengemeindever- tretung statt, in welcher zunächst die Verpflich­tung der neuen Mitglieder Christian Diehl IV., Wilhelm Diehl II., Wilhelm Birx und Karl Franz III. durch den Vorsitzenden vorgenommen wurde. Sodann erfolgte die Wahl desKirchen- Vorstandes, wobei wiedergewählt wurden die

Ha und tüch Be ßebl; 130 c Bet jn m Qualj

seitherigen Mitglieder Altbürgermeiskr Karl Rispel VI., Christian Oberheim IX., Postmeister L R. Christian Mehring IV., Forstwart Ferdi­nand Oberheim, Apotheienbesitzer Heinr. Deesen- meher und neu gewählt wurde Wagnermeister und Gemeinderatsmitglied Wilhelm Birx. Ferner wurde auf Grund von § 15 der Kirchenversas- sung Lehrer Hänsel in die Kirchengemeinde­vertretung berufen. Weiter gab der Vorsitzende zur Kenntnis, daß am 9. Dezember durch den Superintendenten eine ordentliche Kirchen- Visitation stattftnden werde. Schließlich wurde noch beschlossen, an den hohen kirchlichen Fest­tagen die Kirche mit der Kirchenfahne zu flaggen, erstmalig am Reformattonsfestsonntag.

<t> Durkhards, 29. Oft. Um die Kosten des Bezirkskrankenhauses zu ermäfyi- gen, will man in den einzelnen Gemeinden eine Raturaliensammlung abhalten Die Vorbereitungen sind nun soweit fortgeschritten, daß mit dem Abholen begonnen werden kann

cP Aus dem Vogelsberg, 29. Oft. Die ersten Jagden haben begonnen. Das Ergebnis kann als gut bezeichnet werden; besonders sind es Rehe und Hasen, die zur Strecke kamen Der Oberwald ist auch nach dem trockenen Sommer ein ergiebiges Wildrevier, das viele 3äger aus den nahen Städten herauflockt.

(p Breungeshain, 29. Oft Diese Woche verläßt uns unser langjähriger Lehrer We­del, um eine Stelle in Rauheim, Kreis Groß- Gerau, anzutreten Rur ungern sieht man ihn von hier scheiden; hat er es doch verstanden, sich die Zuneigung der Kinder und das Wohl­wollen der Eltern zu erwerben und zu erhalten

Kreis Alsfeld.

** Alsfeld, 29. Okt. Die in der letzten Woche vorgenommene Ausftfchnng des städti­schen Erlenteiches hatte eine große Zu» fdjauermenge angelockt. Cs wurden etwa 5 Zentner Schleien und Karpfen, die vor drei Jahren einge­setzt wurden, verkauft. Die von der Stadtverwal­tung gestellten billigen Verkaufspreise hatten der­artig viele Kauttiebhaber angelockt, daß vor dem Verkaufsraum ein fast lebensgefährliches Gedränge entstand und nur ein Teil der erschienenen Käufer befriedigt werden konnte. Es ist beabsichtigt, den jetzt abgelassenen Teich in seinem oberen Teil etwa 30 Zentimeter tiefer zu legen, da es sich herausge­stellt hat, daß der Teich an dieser Stelle für die Ruderboote nicht die nötige Tiefe hatte. Außerdem soll das gesamte Ufer mit einer festen Steinpackung versehen werden, um die Unterhöhlung des Dammes durch das Wasser zu vermeiden. Der Bau des neuen Postgebäudes geht im Rohbau sei­ner Vollendung entgegen. In etwa 14 Tagen wird das Dach aufaesetzt werden. Die in den letzten Wochen zwischen der Stadt und dem hessischen Denkmalpfleger wegen der Gestattung der Fassade entstandenen Meinungsverschiedenheiten sind im Wege gütlicher Verhandlungen beigelegt worden.

Der 38 Meter lange Bau, der auf dem Gelände des ehemaliaen HotelsZur Krone" errichtet wird, und der sich in seiner äußeren Ausführung dem Stadtbild anpaßt, wird eine Zierde für den ganzen dortigen Stadtteil werden. Die gesamten Baukosten sind auf 211 000 Mark veranschlagt. Das Gebäude selbst wird von der Stadt gebaut und an die Post- verwaltung mit Vorkaufsrecht vermietet. Die In­betriebnahme soll am 1. Oktober 1929 erfolgen. Das alte Postgebäude geht in den Besitz der Stadt über, welche es nach einer mit der hiesigen Dezirksspar- fasse getroffenen Vereinbarung an diese wieder ver­kauft, da die gegenwärtigen Räume der Sparkasse völlig unzureichend sind. Am Sonntagabend ver­anstaltete in der Walpurgiskirche der bekannte Leipziger Organist Kurt Borges ein Orgel­konzert, das Werke alter Meister, Bachs und neuzeitlicher Orgelmusik brachte. Das feine, von großem Können und Virtuosität zeugende Spiel des Künstlers hätte mehr Zuhörer verdient.

* Nieder-Ofleiden, 29. Okt. Am Mittwoch, 31.Oktober, b zeht die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Heinrich Pfeil II. Wwe., ihren 8 5. Geburtstag.

P Ober-Ohmen, 29. Okt. Gestern hielt tu der hiesigen Kirche Missionar Schmoll aus Hersfeld einen Missionsgottesdienst ab. Missionar Schmoll war jahrelang in China bei der Baseler Mission tätig und kehrte im Jahre 1922 zurück. Rach Beendigung des Gottesdienstes hielt der Redner den Kindern eine besondere Missionsstunde. Rachmittags sprach Missionar Schmoll dann zum Erntedankfest in der Kirche zu Ruppertenrod. Abends war das ganze Kirchspiel zu einem Lichtbildervortrag in der Kirche zu Ober-Ohmen eingeladen. Hier zeigte der Redner interessante Bilder von der Missionstätigkeit im fernen Osten. Der Posaunen­chor älnter-Seibertenrod wirkte bei diesem Licht­bildervortrage mit.

Kreis Lauterbach.

tz Lauterbach, 28. Okt. Die Ortsgruppe Lauterbach der Deutschen Dolkspartei hielt im Hotel Schüz ihre diesjährige Mit­gliederversammlung ab. Die Rechnung für das abgelaufene Dereinsjahr kam zur Vor­lage, der Vorstand wurde wiedergewählt, bzw. ergänzt und verschiedene Organisationsfragen er­örtert. Rach Erledigung des geschäftlichen Teils der Tagung hielt Bürgermeister Dr. R i e Po t h, Schlitz, M. d. L., einen Vortrag über Wirtschafts­fragen. 3n formvollendeter Weise zeichnete der Referent ein Bild der Außenpolitik des Deut­schen Deiches unter Stresemanns Führung; er skizzierte die irmerpolittsche Lage und kam dann ausführlicher auf die hessischen Verhältnisse zu sprechen Die Stellung der DBP. zu den ein­zelnen Tagesfragen wurde gekennzeichnet und eingehend begründet. Die De^ammlung gab ihr Einverständnis mit den Ausführungen des Red­ners durch reichen Beifall zu erkennen.

... Lxf6

auf,

denn nach 20.

des

besser.

5. d7-d6

Schafft eine

gsil'

(Lust. Dl.)

13. Sf3xe5

14. f2 f4

9.

10.

11.

12.

Lg4 ge-

13. d6Xe5

14. Se8-d6

5. e2-e4

6. h2-h3

Wichtig, ab tauschen

Ddl-d2 Lfl-d3 »2-24 0-0

9. 27-20

10. T»8-b8

II. Sf6-eS 12. Sd7-d5

Weih.

setzt in drei Zügen Ka2; Tc4, h6; Lh7;

und aber

Weih

Weiß:

B25, b4.

1. Sg8-f6

2 g7-g6

3. Lf8-g7

4. 0-0

zieht und

11 Steine. c2, d2, 14.

6. . . .

7. Lei -e3

8. d4-d5

matt

Sa3, c5;

6. Sb8-d7

7. c7-c5

8. Dd8-25

Partie Nr. 119

Gespielt im internationalen Meisterturnier Berliner Schachverbandes.

Indische Partie.

Weih: Grünfeld, Wien.

Schwarz: Helling, Berlin.

1. d2-d4

2. Sgl -f3

3. c2-c4

4. Sbl -c3

dürfte der weiße 16. Dd2-f2 17. »4-25!

18- Le3xc5

19. Df2xb2

20. f5 f6!

Eine kurze und drastische Partie!

Lösung des Problems Dr.182.

Don G. 3. Nietvelt.

1. Lc2-f5! usw

Aus der SchachwelL.

Das in der Zeit vom 22. September bis 6. Ok­tober vom Berliner Schachverband vcranstaftete internationale Turnier hatte folgendes Ergebnis: 1. Preis mit 8'/2 Punlten Bogoftubow; 2. Preis mit 8 Punkten Sämisch; 3. bis 4. Preis geteilt mit je 6Vr Punkten Grünfeld und Kostitsch: den 5- bis 6. Preis teilen mit je 5Vr Punkten Ahnes, 3ohner, List und Richter; es folgen Helling 4Vai Rotenstein 4, L. Steiner 3Vz und v. Holzhausen 2V2 Punkte.

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W Orbach.

Schwarz ist stark eingeengt und will mm ver­suchen, aus des Gegners Damensette durchzu­brechen, aber diesem unzweideuttgen Plane begeg­net der Weiße mit einem energischen Vorstoß des f/Bauern, welcher das Spiel entscheidet.

um den Springer f3 nicht durch zu laffen, der hier notwendig braucht wird.

Schwarz: 9 Steine. Kd5; Tg2; Lg8, h4; Sg5; Ba7, e4, t2, 15.

Vorstehende Aufgabe wurde im 8. Turnier des Skakdl. 1927 mit dem 1. Preise ausgezeichnet.

Problem Nr. 185.

Don A. Prhh. Schwarz, decket

Angriff durchdringen.

16. b/-b6

17. b6xa5

18. Db4xb2

19. TbSxb2

Falls der Rachziehende den Dauern schlägt, erlangt Weiß durch 15. Lxf4, T28 16. e5 eine überwiegende Stellung.

15. f4 f5 15. Da5-b4

Hier kam 15.....f6 in Frage, aber auch danach

Schwarz gab auf, denn nach 20.....

21. Txf6, exf6 22. Lxd6 entscheiden die weißen Mittelbauern; 20..... Sb7 hat jedoch einfach

21.fXg7 zur Folge.

. . spätere Schwäche auf c5 kommt dem t-Dauern-Durchstoße entgegen; Schwarz stand bereits nicht mehr erquicklich.

Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilun­gen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schach­redaktion desGießener Anzeigers".

Hiernach gelangt Weiß zur völligen Deherr- schung der Mttte, und wenn es Schwarz nicht ge­lingt, diese zu zerstören, so ist fein Spiel auf die Dauer unhaltbar; wir halten 4. ...» d5 für

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedaktionStisch.

Ansichtssache.

Die Mieterin kam zum Hauswirt. Sie hielt einen böse zugerichteten Hut in der Hand, und sie sagte aufgeregt:

Herr Druscheck, wie finden Sie den Hut?"

Wie ich den Hut finde? Hm! Er ist hin, wie es scheint 1"

3a, er ist hin! ilnö ich will Ihnen auch sagen, wie das gekommen ist. 3ch hatte den Hut auf dem Kops und ftanb im Eßzimnrer. Plötzlich kam von der Decke ein großes Stück Putz herab und direkt auf den Hut. Rim?"

Aber liebe, gnädige Frau, was müssen Sie auch im Eßzimmer 'n Hut aufhaben l"

(Lust. Dl.) Nichts zu machen.

3ch hatte meinem Mädchen ein Billett für den Zirius geschenkt. Am nächsten Tage erzählt sie mir u. a.:

Es isch au e .Klohn' do gsi.

Einen Clown meinst du? '

Rei, e Klohn."

3a, aber das heißt .Clown'!"

Rei, es isch abr e .Klohn' gsil"

3a. ich weiß wohl, was du meinst. Cmmili, aber man spricht das Wort nicht Klohn, sondern Klaun aus."

Rei, es isch abr doch e .Klohn* gsi!"

«Ra ja, es war ein Wann mit einem bemalten Gesicht, der immer Späße machte, gelt?"

3a!

Run höre also mal zu: es ist ein englisches Wort und wird so geschrieben: c 1 o w n , und es wird gesprochen Klaun. Ra, nun sag mal Klau n.

,Klaun abr e Klohn isch es doch