Ausgabe 
30.7.1928
 
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ftrtxpbdl* Tatro brr TRen1

atro brr Menschheit»-, schichte nicht 6e das» nunmrpr lebrnnawn fejt ba-

rrd^<l irren.

wort.

auS der

fo Hobe ich es Dor<^ot?cn. auf bwf gewohnte Weise M frühstüctmi.

e3ä. dann versiehe ich wirklich nicht..Der Wirt wähle nicht recht, wie er's dem Gast beibringen sollte. Derneull half ihm Verlegenheit und sprach den begonnen«

Arbeitszimmer und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Aber es kam nichts Woraus Reverend Walter Dvnn öftentlich erllLrte. seine Prophezeiung bestehe nach ttnc vor au Recht, nur habe er kein Mensch ift unfehlbar! - sich in brr Jahreszahl geirrt. Aus ein 3abr früher oder später könne man solch kata-

von überzeugt 'ein dürte. da», was am 29. Ma, 192* nicht e ngetrvffen fei. pünktlich o m 29. M a i 1926 em treten werde lind zwar genau um 3 Uhr $8 Minuten nachmittags Jim schon dieser Minute und einer noch nich, ganz sest- lrebenden des 15 Septembers 1936 sollen graste und grästliche Dinge in der Welt vor sich gehen Diesmal sei er absolut sicher, erklärte er einem Pressevertreter .Iedos noch so kleine Mast an der Phramide Hai Bezug aus ein ent­sprechende». bedeutendes Geschehnis, une die Ge­burt und den Tod Ehrifti. den Beginn des Weltkriege» und den des Wassan still­st a n d e » 3d> glaube, dost der gegenwärtige Zustand in Aegnpten eine der bedeutsamsten Phasen der Geschichte barst eilt aber die biblischen Prophezeiungen über Aegvpten in den soge­nannten .lehren Jagen* drängen nur die lieber» Acugung aus. dast Eha mberlain und die britische Regierung bk Bedeutung der Enttgncsie in Kairo mcht vcgcilfen bibenT Auch der Ein- slust Rutzlands auf die grnze Welt ist in der Pyramide bereit» nieder», legt Das britisch? 3m- prrimn wird gegen knesen Einslutz mit den Waffen in der >').inh zu kämpfen haben, aus dem schrecklichsten aller Kriege jedoch schliesslich als Luger hervor gehen!

Run ist inzwischen der 29 Mai vvruLerge- ganflen. ohne drst auch nur der Schatten der prophezeiten Ereignisse aus die Welt gefallen wäre 3» ist und greislich dast diese Ereignisse sich die Pünktlichkeit nicht angewohnen können.

Die Hofdame der Königin Luraha.

(s) Warschau.

Ter Betuch deS osmanisch« i Koniaspaares <n Europa schien für z i Hirsche Zeit» >wIsen plötzlich neue Dascinsmöglichleilen zu enthüllen. So er» mng cs auch Fräulein Fe'icja Sawicka, ihres Zeichens Maniccuse in Warschau Kmialn Suraya war von der Geschicklichkeit ihrer flinken Finger so entzückt, dast sie Fräulein Sawicka den Dor­schlag machte, sie solle ihr als Hofdame nach Kabul folgen. Und Fräulein Sawicka, die zwar durch ihre Tätigkeit in brr Lage war. ein be­hagliches. wcnn auch brfcheidrneS Dasein in Wai- ich-u zu führen, hatte von jeher den Drang in die weite Weit verspürt, und nun. wo sich die Ge­legenheit bot. in ein sozial gehobenes und oben­drein noch romantisches Leben auszusteigen, sagte sie ohn? Besinnung mU tausend Freudmi ja. C » verliest am 2 Mat zusammen mit dim aigpa- nischen Hofe die polnische Hauptstadt um über Moslau noch Angora zu fahren. Beneidet, be­staunt und viel bewundert von ihren Kolleginnen, Freundinnen und Kundinnen. Aber ach, mit des Geschickes Mächten... Es vergingen kaum zwei Monate, da tauchte Fräulein Sawicka wieder in der Heimat auf. So elend und abgespannt, hast Be sich zur Kur In ein Bad begeben muhte. Warschau, nicht nur ihr Freund, s'rlls, nein die ganze Oesscnllichkeit war ausS Lebhafteste inter­essiert und vermutete eine Sensation, öinc grosse Warschauer Zeitung schickte ihren Reporter in Felicja Sawickas Sanatorium, um Aufklärung über diese unerwartete Rückreise zu erlangen. Fräulein Sawicka war tief gerührt über Mefe allgemeine Anteilnahme. Schluchzend schüttete sie dem Zeitungsmonne ihr Herz aus. Gi? fei wäh­rend Der ganzen Zeit von einem fürstlichen Kom- iort umgeben gewesen und hätte keinerlei Man­gel weder an Geld noch an schönen, kostbaren Kleidern zu leiden gehabt' aber zunächst hätte sie da» Klima und die Hobe Temperatur nicht ertragen und ohne Unterlast an heftigen Kopf­schmerzen gelitten. Dann aber habe sie da» bar­barische Benehmen der Männer den Frauen gegenüber entsetzt. Denn die Afghanen halten. >o erzählte Ile, die Frauen für Ihre Sklavinnen, ilnb sie hätte schließlich ein so entsetzliche» Heim­weh bekommen, dast die afghanische Königin, die mit ihr sehr zufrieden aewe'en fei. sie schließlich hätte ziehen lasen müssen; und so ist Fräulein Sawicka. ohne Kabul, die Hauptstadt von Afgha­nistan. gesehen zu babep. nach Warschau zurück- aefebrt. Aach ihrem Erholungsurlaub wird die Hofdame a. D. ihren alten Posten al» Maniceckse wieder bekleiden. Der Drang in die Weite und nach dem .Glück" ist ihr gründlich vergangen und fic ist froh, ihre Ho'damenwürde gegen die kleine Stellung wieder eingetauscht zu haben.

Aeiktlichkeit ist eine Hier. ..

Paris.

Der auch tn Deutschland bekannte Pariser Luft- spielautor LouiS Her ne ui l unternahm neulich einen Montmartre-Bummel, um neue Motive zu einem im Werden begriffenen Stück zu suchen, und luchte eine Gaststätte zweiten Danges auf Gr be- stellte sich eine Gänsekeule. unterzog Messer unb Gabel einer gründlichen Prüfung, fand, dast beide, milde ge<agt. etwa» unsauber waren, und rief nach dem Ober, um sich anständige Bestecke geb«, -u lassen. Das Lokal war aber voll besetzt, der einzige Kellner batte alle Hände voll zu tun und kam nicht sobald wieder Derneuil wurde das Warten allmählich etwas langweilig, er nahm allo t- e appetitliche Keule kurzen! chwssen in die Hand und begann ungeniert zu futtern. Tie Gäste an den Aekxrnlischen empörten sich über diese Flegelhaftigkeit, leiden den Wirt kommen und forderten ihn auf. den ungezogenen Gast zu ver­wegen. Ter Gastwirt war nun ein Diplomat und fahle die Sache geschickt an. Gr verbeugte sich vor dem Schriftsteller und fragte scheinbar ahnungs­los: .Entschuldigen Sie. mein Herr, hat Ihnen der Ober feine Bestecke gebracht?"

.Aber natürlich", lautete die harmlose Ant-

Dettegenhrit und sprach den begonnenen Satz zu Eudc. .Sie verstehen wohl nicht, worum ich bann mit der Hand die?

-Danz recht, mein Herr", strahlte der In­haber. ich wollte Sie bitten..."

Gelaffen legte Derneuil die zwischendurch ah* gefaute Keule auf feinen Teller und gab bereit­willig die gewünschte Aufklärung. .Wissen Sier mein Lieber, ich schwärme nun einmal für Rein­lichkeit. lind da ich meine Hände zeitwetlia zu säubern pflege, in Ihrem Lokal jedoch die Bestecke allem Anschein nach n i e geputzt toetben.

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Geschichten aus aller Welt

Leopold

htlvsem Ju­de am .Kopfe,

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.Ich sag' halt Schnucki zu ihr!", beteuerte

wie ein

Da» Unwetter von wo ähnliche

Gin schwerer läge auf der

>he Phra- Mai 1927

au» t<m vorigen ( einem der modernsten

stamme, nach der Welt fahren

wagen, gern eine le machen. Ich will ja nit

»Wie nennen Sie denn Ihre Frau, glü dfcrabe?"

te fichcre Fahrt ts sagen, aber."d ch Dertrauen zu einem

Stiebei von hier, in bewu stände, mit einer Sch uh wun

darmch dann da» tauferrd, ähr.gr Reich anbreche Der Tag des Unheils nabte; der Reverend foh bei verschlossenen Ferrfterläden betend in feinem

den unverheirateten Handelsmann

Adam bet Zärtliche und errötete kleine» Kind.

zu lassen. Sie sparten auch nicht mit einer ge­hörigen Portion mehr oder weniger gelinden Spotte». Doch der Droschkenkutscher lieh sich nicht beirren. Gr sagte. .Ich möchte meinen, dah Leute die im Begriff sind, ein Flugerperiment zu

Preußen.

Ilrcii Wetzlar.

Dutenhofen. 29 3eli Da» Unwetter, da» hon einem starken

A g e l - schlag begleitet, tn den gestrigen Aixndstnnden

fassende Hil «sm ah nahmen Bnntn die vor Rot schützen.

Unfall ereignete sich Diefer

Strohe von Tiefenvach nach dem hcesigen Sraats-

Glücllichcrweise war . Frau Schnucki auch Dcrge- laden unb so erfuhren der neugierige Richter und ihr treuer aber etwas vergeßlicher Wann gleichzeitig ihren Mädchennamen.

Die Tragödie vom 29. Mai.

(a) Aeuyvrk.

Gs gibt immer noch Menschen, die von Zeit Si Zeit grähllche Welttatastrophen und den ntergang der Menschheit vvrauMagcn. um dann, wenn die Welt doch bestehen und die fünb-gc Menschheit leben bleibt, mit einer non­chalanten Handbewegung darzutun, dah sie sich lediglich im Datum geirrt haben.

Der amerikanische Reverend Walter Wynn,

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten

Philosophie de» Droschkenkutscherb.

(r) Amsterdam.

Man gebe sich keinem Irrtum hin. Auch Amster­dam amerikanisiert sich, und so ift au» die er Stadt allmählich die Drosarke ebenfall» verschwunden und hat dem Automobil Platz machen muffen. Um so größere» Aussehen erregte es, al» vor einigen Tagen gerade neben d'm funfesna^e'neuen Om­nibus. der die Fahrgäste auf den Flugplatz von Schiphol bringt, aüi dem sogenannten Leidsche Plein, eine a l tmodische Droschke auf- tauchte. deren Kutscher, offenbar ein unverwüst­licher Optimist, daraus wartete, dah die Passa­giere. die. ihre Flugkarte in den Händen haltend, au» dem Berwaltungsgebäude der Lustfahrt- gdell'chast traten, auf de Omnibus'ahrt ver­zichteten und sich lieber ihm. dem alten Kut'chen- ixtcrancn und seinem klapprigen Gaule anver­trautem Ja. er tat noch mehr er ging mit freund­licher Einladung direkt an die Leute heran. Der Führer des Omnibusse» besah die Sache mit nach­sichtig-überlegenem Lächeln. liegeSbewuht die Hand an dem Hebel, der viele Pferdestärken ein- oder ausschaltete. Zwei Amerikanern siel die kontrastreiche Szene auf, und sie. die ausnahms­weise einmal gut holländisch sprachen, wiesen aus das Paradvre hin, sich auSgerechnei durch eine Pserdedrofchke zwetfelhalter Qualität, 6t? wohl

Markte trägt, soll er sich nicht der Gefahr aus- fetzen, in einem Auwbus >erauerscht zu werden." Den Amerikanern leuchtete diese Logik ein, und der Droschkenkutscher-Philosoph vom Leidiche Plein ist nun plötzlich bekannt und ein wesentlicher Bestandteil der hie'igen Jremdenindustrie geworden. So kann man auch heute noch durch Philosophie und Pserdedrvfchken Geld perbicnen.

über unsere Gegend zog. hat in unterer Gemar­kung strichweise groben Schaden anacrichtet. In dem Sommerfeld wurde em «roher Teil der Haferkörner durch den Hagel ausgefchiagen. auch haben die Hackfrucht« erheblich durch den Hagel gelitten, weicher derart heftig niederging, dah h'.eftge Einwohner, die auf dem Felde vom Ge- Witter üderrafcht warten sich nur durch platte» Hinleaen vor den Hagelkörnern schützen konnten. Der Blitz schlug in mehrere Kornhausen ein, welche verbrannten. auch wurden zahi-

reiche Korn Haufen umgestürzt |t>a über Dorlar- Atzbach weiter, Schäden gemeldet werden.

Braunfels. 29. Juli.

von ihrem Stock fretgelaf'en. In dedelden Ent­fernung sieh man die gleiche Zahl von Tauben au» derem Schlage loSfliegen. Die ersten sechs Tiere, die nun den Weg nach ihrer .Behausung" finden würden, sollten alS Sieger anerkannt wer­den. Das Ergebnis war folgendes: Die erste Biene kehrte «ine ha lbe Minute vor dem ersten Dogel zurück und drei andere Bienen gelangten vor der zweiten Taube ans Ziel. Schliehlich fei noch ein Wettrennen zwilchen einem Straub und einem Pferde erwähnt, das kürzlich in Südostaustralien stattfand, und wobei auf langer Strecke der Straub mühe­los den Sieg errang, wahrend auf kurze Distanz das Pferd die Spitze H elt.

Komm, sag doch Lchnmki zu mir!"

(r) Wien,

Sin biederer Wiener Pförtner oder wie man tu drüben nennt: Hausmeister wurde neulich al» Zeuge vor Gericht zitiert. Diese» .Ereignis" warf den einfachen Mann au» dem Gleichgewicht und er war vor Aufregung kaum imstande, feine Personalien richtig anzugeben. Aachdem der Dvrsitzende mit Mühe unö Avt erfuhr, dah der Mann Adam Müller hriht. vor etwa 30 Jahren das Licht dieser Welt erblickte und in der Paulanerstrahe wohnt, richtet« er an Müller die übliche Frage, ob er verheiratet fei.

.Jawohl, Herr Gerichtshof", lautete die zag­hafte Antwort.

.Wie Hertzt Ihre Frau mit dem Mädchen­namen?"

Scheu und tödlich erschrocken blickte unser Adam den Richter grob an, wurde verlegen, strengte sein Gedächtnis an und erwiderte schlletzltch stotternd .Da» wei h ich nicht. Her rl"

.Aanu", stutzte der Dorsitzende. .Sie werden doch den Hamen Ihrer angetrauten Ehehälfte kennen?"

.Ich Habs vergessen."

.Ist » menschenmöglich!" Der Richter war ein­fach platt. .Den Dornamen wenigsten» werden Cie doch wiKen?"

.Auch nicht."

(Starkenburg.

Lpö. Darmstadt, 29. Iull. Gin tödlicher 2«i touns all ereignete sich grstern in den späten Abendstunden auf der Heide.verger Strahe. Unterhalb der Kiesgrube wurde ein fremder SerkSburfche von dem Auto eines Berliner fahrerS ersaht und. eh« das Auto zum nb gebracht werden konnte, eine Strecke weg» geschleift. Der Uebersahrene war in da» Dorderieil bet Wagens geraten. Die Feurvwehr muhte alarmiert uab der Wagen gehoben wer­den. um ihn au» feiner schrecklichen Lage zu befreien. Er konnte nur noch al» Leiche ge­borgen werden. D e Leich? wies schwere Ge- hirnverletzungen auf. Das Gesicht war bi» zur Unkenntlichkeit zerfetzt, lieber die Schuldsrag« ist noch nichts bekannt. Die Kriminalpolizei Hai sich sofort zur Aufnahme de» Tatbestandes an die 11 nfallsteile begeben.

Rheinhessen.

Sageluntveffer in Rheinhessen.

Lpd. Alzey. 28. Juli. Im Umkreis von Alzey hat am SamStagm'ttag ein fchweres 11 n- toettet mit Hagelschlag getoüict von dem be­sonders zehn der ärmsten Gemeinden Rhein- hes ens betroffen wurden. Da die Ernte zum aröbten Teil vernichtet wurde, ist der Schaden sehr grob. Da die'eS Gebiet mit Gütern ohnehin nicht lehr gdegnet ist, find die Wir­kungen dieser neuen Katastrophe äuHerst schwer­wiegend, zumal Rheinhef en saft in jedem Jahr von einem llnuxtter heimgelucht wird und di«

I 2« reiss war mantieibaft besucht da am glei­chen Tage im benachbarten Ervtz-Fe^da und in ZeiDach ebenfalls Scheiben'chiehrn ftatttanden Infolge geringer Beteiligung konnte der 1. Prei». 30 AU., in bar, nicht ausbezahlt werden Der 2. Preis welcher dann zum 1. Preis gemach! wurde, war ein« Küchengarnttur Erster Schütze war Albert Momberger, Stornöorf.

(.) Zeilbach. 2» Juli In biekn Tagen veranstaltet« der hidige Kreger-Deretn kin Scheibenfchiehen. Als erster Preis winkten 25 Mk Der glücklichste Schütze des Tages war IusiuS Seipel von hier.

«reis Lauterbach.

9 Wernges 2s Juli. Durch Blitzschlag entstand in unserem Ort gestern abend cm Brand dem vier Hofreiten (bie.cnigc deS Andreas Schäfer, de» Dalentin Kohler des Konrad Eurich und deS Konrad Mer 1 chrot, zum Opfer gefallen find. Sie Löfchanstal- ten hatten fehr unter Wosiermangel zu leiden. eS find nur Privatbrunnen in der Gemeind« vor­handen. deren Da! er zum Cchutz der Aachbar» häulcr verwcndst werden mutzt». DaS Dieb der Brandgeschädigten wurde gerettet, während daS übrige Inventar ein Opfer der Flammen gewor­den Ist

Oberheffen.

Landkreis ^iefecn.

X Aliendorf a. d. Lumda, 29. Juli. Dieser Tage landen Passanten zwischen Winnen und Leioenpofen, am sogenannten .Kalten Stall", einige Schritte abfeil» der Chaussee, tm Walde

ha Imhof Einem m t S ammholz beladenen Pserde- suhrwerk zerbrach auf der abfchüsiigen Straf,« die hinter« Hemmschraube wodurch der schwerbela­dene Tagen von den beiden Pferden nicht ge­halten werden konnte und diese eine gröbere Strecke fortschleisie. Der auS Katzensurt stam­mende Fuhrmann wollte hierauf an der Dordcr- hemm bremsen, wobei von dein Gefährt ein Stamm auf ihn stürzte und ihn schwer ver­letzte. Ter Bedauernswerte muhte sofort in daS Wetzlarer Krankenhaus übergefährt werden.

T Waldgirmes, 23. Just Das gestrige D e Witter mit starkem Hagel, daS frier die meisten Leute tm Feide uberr^ chte. bat grotzen Scha­den <mgrri<bbrt Auster der reifen Frucht halxm die Gartensrüchte Gurken, Bohnen und Erblen stark gelittciL Der schwere Sturm warf im Au fast alle Kornhausten um und schleuderte sie zum Teil weit fort. Mehrere Obstbaume wurden ent- wurzelt, andere am Boden oder an den Aesten abgeknickt.

Nnterlahnkreis.

WSN. Diez, 28. Juli. Bei den Lahnkana- lifationsarbcitcn in der Räbe von Diez werden gegenwärtig noch Baggerarbeiten ausge­führt Ein Baggerarbeitei-, der mit dem Abbruch einer Wcrkbude beschäftigt war, wurde dabei ichwer verletzt. 21 n der einen Seite der Bude waren Sohlen ausgesetzt, die eine Wand eindrück- ten und so den plotzlilchen Zusammensturz des gan- zen Gebäudes veranlaßten, den Baggerarbciter unter sich begrabend. Erst nach längeren '.Rettung*- arbeiten konnte der Berunglückte geborgen werden. Er irug s ch w e r e Quetschungen davon. Sein Zuftond ist besorgniscrregend

Merkur 1908 Frankfurt Germania 1804 Frank-

Schwaben Ulm F B Zuffenhausen 4:5.

1 F. C. Nürnberg Teutonia München 5:2.

Houben, Dr. Wichmann, Dobermann, Paulus in der Schweiz.

2üm 12. August veranstaltet die Laichiathtttik-Sef. tion des ffd. Zürich internationale Leichtatdketik Wettkampf,, zu denen, wie bekannt wird, stauben, Dr Wichmann, ber vorfährige flktlfpruna- meifter Dobermann und der Diskusmeister Paulus (Wetzlar) bereits oeroslichtet wurden Fer. ner sollen ttalienifch, Leichialblnen, die sich auf der Rückreise von Amsterdam befinden, in Zürich starten

Dr. Wichmann startunsahig?

Dr, Wichmann, der al» zweiter Mann in der 4 /' 100 Meter-Qlympiastaffel Deutschlands lauft, bat sich ,n A m st, r d a m, wie von dort gemeldet wird, bei Startwechs,'.ubung«M eine Sehnen oerlet- junu zugezogen, derea Bedeutung noch nicht ganz ab Zusehen ist Möglicherweise macht sie ihn für Ian- gere Zeit ftortuefäbig

RhönSegelflugmettbewerb 1928.

3um 9. Male findet vorn 1. bi» 15 August auf ber Dafferkuppein der Rhön der alljähr- ch« Segelflugwettbewerb statt Avch ni«naWi ist die Zahl b«r gemeldeten Flugzeuge fo grob gewesen w.e in diesem Jahre. Mit mehr al» 100 Bewerbern sind die Meldungen von 1924 und 1927. wo etwa 70 Flugzeuge tn ber Rhön waren, weit übertroffen, ein Bewei» dafLr. »i« grob die Beliebtheit de» Gleit- und SageIslugsporbrs in Deutschland ist. Don den mör als 100 D«Werbern sind etwa 70 Schul- unb Nebungsflugzeuge worunter die Aormal- typen ber Mn-Rosfittengefeilfchaft ..Zögling" und®rüffin<| vorherrschen Daneben erscheinen etwa 30 Hochleistungsflua^cuge. die von den be­kanntesten deutschen Segelfliegern geführt werden, darunter alle diejenigen Flieger, die bet dem französischen Wettbewerb In Dauville so her­vorragende Ergcbniff« erzielen konnten. Don be­kannten Segelfliegern fahil diesmal Efpen- laub, der schon im Dorjahre nicht mehr die Erfolg« früherer Zeiten wiederholen konnte. Dom Ausland werden Goldenhofs-Zürich. Augsr und Guilbaud-Frankreich und Krvnfeld-Wien erscheinen. Die von 60 ver­schiedenen Eigentümern, darunter 25 Deroinen des Deutschen Lustsahrt-DerbandeS, c nem Dutzend Hochschulgruppen und etwa 20 Einzelmel­dern gemeldeten Flugzeuge sind fast durchweg einsitzige Hochdecker, während nur fünf Doppel­sitzer-Flugzeug« auf ber Wafferkuppe an den Start geben werden. Hoffentlich gelingt eS auch in diesem Jahre, namhafte Ergebnisse auf dem hervorragenden Segelfluggelände in ber Ahbn zu erzielen unb damit dem Gleit- unb Sagelflugfport zoykveiche neue Freunde zu gewinnen.

der sich autzerdem auch noch Argyptologe nennt, ist solch tut Prophet. Allerd-.7-.gS prophezeite er der Welt nicht gerade den Untergang, aber doch acht schwere, entsetzensvoll^ Jah­re. Ihm zufolge verkündiate die gro' mibe von Gizeh daß am 29.

England und die Bereinigten Staaten gegen die ganze Welt zu Kriege z ehen würden und

Tanbe gcgrn Lchäfcrhund

(f) London.

Die Windhund rennen beginnen sich zu über­leben. ohne dotz jedoch der Engländer an den Wettläufen zwischen Tieren da» 3ntmr,e ver­löre. So veranstalteten vor kurzem Bergleute im Industrtebeztrk von Loalville in der Graf­schaft Leicester ein Reimen zwischen einem vor­her am mechanischen Ha en eintrainierten kleinen Schäferhund und einer Taube. Der Kampf wurde übet eine Strecke von etwa hundert Meter auSgetra-'en und endete mit einem knappen Sieg der Taube. Diese kehrt«, nachdem sie den Zielpflvck überflogen hotte ge­horsam zu ihrem Herrn zurück. Solche absonder­lichen Wettrennen sind tu England und feinen Dominien nahezu an der Tagesordnung. In Borkshire hatte zum Beispiel ein Farmer die Behauptung aufgeftelll. seine Bienen Bunten rascher fliegen als die Tauben seines Aochbarn. So kam es zu einer Wette und einem fich daran anfchlietzendcn Wettlauf, der wie folgt Veran­stalter wurde: Zwölf Dienen wurden drei Meilen

vor. Der abgeschosien« Revolver lag zwei Me­ter abseits. DaS dem Stiebel gehörige Fahr- rand ft and unversehrt am Shausseearoben. Aach­dem Dr Augst von hier die erste Hilfe ge­leistet hatte, wurde der Schwerverwundete mit­telst Krankenauto in die Chirurgische Klinik nach Giehen verbracht, wo er bis jetzt noch hofsnungs- lo» bamleöerliegi. Ob ein Unfall ober Der­brechen vorliegt, muh die nähere Untersuchung erst ergeben. Dieser Tage wurde der älteste Einwohner unseres Städtchens, der Schrei- nermeifter Heinrich Krieb II., im Aller von beinahe 91 Jahren zu Grabe getragen. Der Tcrstorbene war als lebiger Geselle lanqcrc Jahre in England tätig gewesen

) Lich, 30. Juli. Bei der gestrigen Wohl eine» Beigeordneten der Stadt Lich wurde der Bäckermeister Ludwig Itzling in Lich zum Beigeordneten gewählt. Inogesami wurden 1032 Stimmen abgegeben. Hiervon erhielt Ihring 520 gültige Stimmen.

Mrcio Friedberg.

OO AusderDetterau,2V Juli. Infolge der trockenen Witterung ist das Getreide schnell heran- gereift Die Wintergerste, die guten Ertrag lieferte, ift geschnitten und zum größten Teil ge­droschen. '.Koggen und (B e r ft e konnten schon ab­gemacht und tcüweise eingefabren werden. Nun ist auch der Haser zur Reife gelanat, nur ber Wei­zen benötigt noch einige Tuge. Diese Woche kann bei gutem Wetter ohn, Unterbrechung gearbeitet werden. Maschinen flnb, ba bie Frucht nicht lagen, überall zu verwenden. Zum Wochenende wird ber größte Teil der Ernte auf Hausen stehen. Luch gestern ging ba» Gewitter, wie seine Vorgänger, ohne Regen über den östlichen Teil ber Detterau hinweg. Die Hackfrucht, leiben sehr unter ber an- haltenben Dürre. Besonders die Kartoffeln müßten Regen haben, wenn bie Ernte gut werben soll Di, Frühkartoffeln ftnb auch auf guten Bäben schlecht ausgefallen.

AreiS Alsfeld.

-er. Homberg a. d. Ohm, 29. Juli. Seit die­sem Frühjahr herrscht tn Homkrrg eine leb­hafte Bautätigkeit. So wurden bis letzt vier Wohnhäuser nn Rohbau vollendet, eins dis zum Ertgelchotz auf geführt und ein fünfte» be­gonnen. 5enwr wurden zwei Scheunen neu er­baut. Ebenso wurden An- und llmbautcn mehr­fach vorgenommen, um die vorhandenen Räume teil» zu erweitern, teils zweckentsprechend um- »ugeHafctCTi. Diese erhöhte Sautätigfeti wird viel­fach nur dadurch ermöglicht, dah der Staat mit etnan txrbüiigten Baudarleben allen den Dau- luftigen unter t>k Arme gfeift, die den Rohbau chls eigenen Mitteln aufzufühoen in der Lage ftnö- Indirekt trägt er bamit auch zur Schaffung t>on Arbeitsgelegenheit bei. fo datz die Gewäh- Tung von Baudarlehen auch sozialen Zwecken dient.

,(J Groh-Felda. 29. 3uti. Das dieS- iÄrigc PrciSscheib en schieben war gut b«s«ht. Die besten Schützen de» Tage» waren: L Bürgermeister Merschrod. Zeilbach '36 Ainge>. 2. Otto Seim. Kestrich. 135) 3. 2oui» Steinbrecher. Kestrich. i34>. 1 Lehrer Müller. Ern'.enrvd (34).

(.) Kestrich 29. Juli. Da» Preis­scheibenschietzen deS hiesigen Krieg er-

aui» H«rz. haben

solchen Autobus? Jeden Augenblick lieft man von Unfällen. In fo einem Ting ist ja keiner feine» ßcbrn» sicher und darum sage ich: Bevor jemand fein Leben tn einem Aervpian zum