Ausgabe 
30.4.1928
 
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Oie Weitertage

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Geheimen geleitet einer Revolte zu

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sachen kommen aber die Italiener nicht weiter, da jeder Besucher der Südtiroler Kurorte sich von der Mißwirtschaft der faszistischen Behörden und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Not- läge der Bevölkerung überzeugen kann. Die Be-

Oer Sonntag in Reuyork.

Am Sonntag besuchten dieBremen"-Flieger unter Massenandrang und in Begleitung von Polizeieskorten vormittags den Gottesdienst.

freier des Reichspräsidenten übermittelte Staatssekretär Dr. Meißner dem König und der Königin die Abschiedsgrüße und guten Wünsche des Reichspräsidenten und überreichte im Ramen des Reichspräsidenten der Königin einen Strauß roter Rosen. Sn Warschau sind der König und die Königin programmästig um 10 Uhr vormittags im Hofsonderzug einge­troffen.

Polizeiwache. Unterwegs wurden der Beamte und die beiden Nationalsozialisten wiederum von meh­reren Rotfrontleuten angegriffen. Der Polizeibeamte legitimierte sich und zog seine. Pistole, die ihm ober sofort von einem der An­greifer aus der Hand geschlagen wurde. Dieser nahm die Pistole an sich und gab einen Schuß a b, durch den jedoch niemand verletzt wurde. Die übrigen Rotfrontleute schlugen weiter auf den Be­amten ein und brachten ihm drei Messer­stiche in den Kopf bei. Der Beamte sowie beide Nationalsozialisten retteten sich schließlich durch die Flucht. Etwa 45 Minuten später wurde das Ueber- fallkommando zu der erwähnten Wirtschaft ge­rufen, wo von Rotsrontleuten auf Mitglieder der Nationalsozialistischen Partei 7 Schüsse abge­geben worden waren. Zwei Nationalsozialisten wurden schwer, und mehrere durch Stockschläge leichter verletzt. Einer der Verletzten, der einen schweren Halsschutz bekam, ist kurz darauf seinen Verletzungen erlegen.

KommunifilsHerLebepagaufZorMülcr.

Berlin, 30. April. ($11.) Der Berliner Rotfrontkämpferbund hatte gestern drei voll­besetzte Lastautos nach Templin in der Mark entsandt, um dort Wahlpropa­ganda zu treiben. 3n Templin trafen die Kommunistenautos auf eipe größere Anzahl Schüler der Templiner Forstschule. Die Rotfrontkämpfer sprangen von den Wagen herunter, stürzten sich auf die Forst schiller und schlugen auf sie ein. Fünf Schüler bra- | chen schwerverletzt zusammen. Einer davon ist so zugerichtet worden, daß an seinem Auf­kommen gezweifelt wird. Bei der An­kunft in Berlin wurden die Lastautos der Rot- frontkämpfer von der Polizei angehalten und 10 0 Verhaftungen vor genommen.

Die Verhaftung Bela Khuns.

Das Ergebnis der Vernehmung.

Wien. 28. April. (WB.) Dela Khun sowie feine Sekretärin und die verhafteten ungarischen Kommunisten Maherhofer und Litah werden heute nachmittag dem Landgericht eingeliefert. Außer diesen vier Genannten befindet sich noch ein Mitwisser in polizeilicher Haft, und zwar der frühere ungarische Volkskommissar D r. S z e k e l h. Alle anderen verhafteten Per­sonen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. Das polizeiliche Verhör Dr. Szekelys ist noch nicht beendet. Zwei Wiener Anwälte, die den Kom­munisten nahestehen, haben die Verteidigung Dela Khuns übernommen. Rach den bisherigen Feststellungen durste Bela Khun sich bereits

Verhältnisse in tungen.

OieBremen"- Flieger in Reuyork.

Von einer Riesenmenge begeistert begrüßt.Triump fahrt zum Carlton-Hotel.

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Wiedereröffnung der Berliner Siaaisoper. Der Reichspräsident wohnt der Erössnnngsvorstcllung bei.

Am Samstagabend ist nach langer Bauzeit umgebaute und in allen Teilen erneuerte S t a a

hmg von Generalmusikdirektor Kleiber und unter der Regie von Professor Hoerth die neu inszenierteZ a u be r s l ö te" von Mozart gegeben. An Stelle des verhinderten Kammer» sangers Tauber fang Kammersänger Fritz Soot den Tamino und Delia Reinhardt die Pa- mma. Besonderen Beifall erntete List als Za- rastrv. Die Pausen wurden von den Gästen zu mner eingehenden Besichtigung des Umbaues der Staatsoper auf der Zuschauerseite benutzt. Der dem großen Zuschauerraum nach den-. Opernplah vorgelagerte Festsaal ist unverändert geblieben. Die Rangumgänge wurden zum Teil verbreitert und zum Teil geschickter angeortmet. Ganz be­sonders bewundert wurde das unter der lieber- malung wieder hervorgeholteDeckengem älde der großen Mittelloge. Reichspräsident von Hindenburg nahm in der Pause in psm neueingerichtetm Erfrischungsraum im Un­tergeschoß den Tee ein.

Abreise des afghanischen Königspaares aus Berlin.

Berlin, 28. April. (WB.) Der König und die Königin von Afghanistan haben heute nach­mittag in Begleitung ihrer Familienangehörigen und ihres Gefolges Berlinendgültigver- lassen. Sie sind im Sonderzug nach dem Osten abgefahren und werden in Bentschen einen Son» Verzug der polnischen Eisenbahndirektion bc- "eigcn. Zu ihrem Abschied waren u. a. Reichs- Minister des Aeußern Dr. 0 trefemann und Gemahlin. Staatssekretär Dr. Meißner, der türkische Botschafter, der polnische und der persische Gesandte, die afghanische Gesandschast vollzählig, Mitglieder der afghanischen Kolonie und mehrere hohe Beamte des Auswärtigen Amtes erschienen. Als Okr-

Die Autos fuhren durch die 34. Straße und die 5. Avenue durch eine doppelte Polizeiposten­kette zum Ritz Carlton-Hotel. Die Poli­zei mußte immer wieder die jauchzende Menge zurückdrängen. Aller Verkehr ruhte, während die Empfangsautos unter lautem Jubel und Konfettiregen, von einer Pollzeieskorte begleitet, zum Hotel fuhren. In und um dem Hotel herrschte ebenfalls Riesengedränge, wo viele auf die Dekorationen und Palmentöpfe stiegen, um besser sehen zu löhnen. Im Hotel sprachen die Flieger, von Chamberlin dem Ra- divpublikum vorgestellt, durch ein dort ausgestelltes Mikrophon. Auch Bürgermeister Walker, Konsul Heuser und andere hielten An­sprachen. Die Ansprachen wurden von Chenec- tadh und Ptttsburg nach Deutschland übertragen. Es folgten weitere Dlitzkichtauf- nahmen und dann Interviews zahlreicher Re­porter. Köhl erklärte u. a.: Wir senden Ex­perten nach Labrador, die den Motor derBremen" untersuchen sollen. Falls sie flugtüchttg ist, gedenken wir in etwa zehn Tagen mit derBremen" hierher zu fliegen, um dann die Möglichkeit des Rück­fluges nach Deutschland zu erwägen. Auf Grund der Erfahrungen des Bremen-Fluges wer­den an derBremen" verschiedene technische Reuerungen norgenommen werden, u. a. die Anbringung eines Funkapparates und eines Sextanten. Der Kompaß war zuverlässig. DieBremen" ist durch magnetische Stö­rungen in der Rähe von Labrador nach Ror- den abgetrieben worden.

Washington, 23. April. (WB.) Rach dem (Eintreffen der Rachricht, daß der Flieger Dolchen die Abholung derBremen"-Flieger im Flug­zeug nach Reuyork infolge des überaus ungünstigen Wetters aufgeben mußte, entschlossen sich Köhl. Hüneseld und Fihmaurice. die heute früh das Grab Bennets in Arlington besucht Haven, da auch die Benutzung des ihnen zur Verfügung gestellten Armeeflugzeuges an- gesichts der. Sturmes unratsam schien, die Fahrt nach Reuyork, wo man ihrer nach den hier vorliegenden Rachrichten ungeduldig wartet, m i t der Eisenbahn anzutrcten. Die Ankunft der Bremen"-Flieger in Reuyork gestaltete sich zu einem Triumphzug. Lange vor dem Ein­treffen des Zuges versammelte sich trotz des Regenwetters eine riesige Menge in der Um­gebung des Pennsylvania-Bahnhofs an, die von einem gewaltigen Polizeiaufgebot in Schranken gehalten wurde. Im Innern der Empfangshalle waren allein Zehntausend zusammengedrängl. Viele kletterten auf die hohen Stahlpfeiler und Treppengeländer hinauf.

Auf dem Bahnsteig hatten sich Bürger­meister Walker, der Vorsitzende des städtt- schen Empfangskomitees Victor Ridder, Max S t o e h r und andere Komiteemitglieder, die Flieger Chamb-erlin, Balchen und Byrd, sowie eine Abordnung der Staatsmiliz von Massachussetts mit einer Einladung des Gouver­neurs Fuller zu einem Besuch in Boston einge­funden. Außerdem waren Konsul Heuser, Vizekonsul Klee und der irische Kommissar Crawford erschienen. Sobald derBremen- Zug hielt, begab sich Bürgermeister Walker in den Salonwagen und begrüßte die ..Bremen"- Flieger, die sich sodann zahlreichen Blihlichtauf- nahmen zur Verfügung stellten. Walker begleitete die Flieger ins Ritz-Carlton-Hotel. Das Emp­fangskomitee, die Zeitungsberichterstatter, Photo­graphen und die anderen zum Empfang Er­schienenen folgten in 18 städtischen Autos.

und zwar begaben sich Hauptmann Köhl und Fihmaurice in die' St. Patrikskirche. wäh­rend v. Hüneseld an dem Gottesdienst in St. Peter teilnahm. v. Hünefeld unterhielt sich dort längere Zeit mit den Sonntagsschulkindern. Die Schulbehörde nimmt an der Feier am Mon­tag in der City Hall mit einem Massen­chor von 1 0 0 0 0 Schulkindern teil: sie sieht jedoch von einem Schulfeiertag ab. um eine weitere Steigerung des Riesenandrangs zu vermeiden. Das Rote Kreuz hat bereits im Innern der Stadt elf Station en für erste Hilfe errichtet. Unmittelbar nach der An­sprache des Bürgermeisters Walker in der City Hall werden denBremen"-Fliegern drei goldene Erinnerungsmedaillen über­reicht werden. Am heutigen Sonntag herrscht in der Fif th Avenue festliches Ge­dränge. Das Ritz-Carlton-Hotel wird von großen Menschenmengen umlagert. Reben De­korationen und zahlreichen Inschriften in deut­scher Sprache leuchten auf einem Filmtheater auf dem Times Square in riesigen Lettern aus elektrischen Lampen deutsche und englische Will­kommensworte.

Oie Ansprache im Rundfunk.

München. 29. Tlpril. (WB.) Die Hörer der Deutschen Stunde in Bayern hatten Gelegenheit, den Empfang der Ozeanflieger vor dem Ritz Carlton Hotel in Reuyork in seinem Hauptteil mitzuerkeben und mich die Flieger selbst und den Bürgermeister von Reu­york Walker sprechen zu hören. Jedes Wort Walkers und der Flieger formte deutlich ver­standen werden. Bürgermeister Walker gab feiner Freude Ausdruck über die glückliche An­kunft der Flieger und sagte dabei, setzt, wo er die Ozeanflieger vor sich sehe, sei es ihm klar, daß ihnen der Flug über den Ozean gelingen mußte. Dann trat Herr v. Hünefeld an das Mikrophon, der unter dem stürmischen Bei­fall der Menge die Grüße Deutschlands überbringt und der Aücklichen Freude Ausdruck gibt, daß der Ozeanflug gelang. Die Flieger wür­den sich gern der Leute erinnern, die ihnen die Initiative zu ihrem Flug gaben. Schließlich hort man klar und deutlich Hauptmann Köhl in deutscher Sprache feiner hohen Freude über die sportliche Begeisterung der Amerikaner über .diese kleine Reise über den Ozean" und seinen Dank für den begeisterten und herzlichen Emp­fang Ausdruck geben. Er schließt mit dem Wunsche, daß bald ein Luftverkehr über dem Ozean bestehen werde. Als letzter der Flieger spricht noch Fihmaurice. der in lau- Nischen Worten wie Hünefeld in englischer Sprache den Flug von dergrünen Insel (Irland) nach Green lh Island" kurz schil- beri unö ebenfalls herzlich für den begeisterten Empfang dankt. Mit Ansprachen amerikanischer Persönlichkeiten, die ebenfalls die Ueberquenmg des Ozeans durch die deutschen Flieger unb ihren irischen Gefährten feierten, endete die lieber- fragung.

Glückwunsch der amerikanischen Kriegsteilnehmer.

(Massachusetts), 28. April. (WB.) Von der Jahresversammlung des 104. Massachusetts-Infanterieregimentes sandten die 1800 Teilnehmer den deutschen Ozeanfliegern den nachfolgenden Glückwunsch:Q3or zehn Jahren standen wir den deutschen Truppen in blu­tigem Kampfe auf den Feldern Frankreichs gegenüber. Heute Abend entbieten wirunseren wärmsten Glückwunsch den tapferen deut» sKen und irischen Fliegern, die den Atlantik im Ost-West-slug überwunden haben. Die Crinne- Krieges sind vergessen in unserer riefen Bewunderung Ihres unbeugsamen Mutes."

oper Unter den Linden wieder eröffnet wor­den. Zur Einweihungsfeier hatte der preußische Ministerpräsident Braun Einladungen ergeben lassen und das festlich geschmückte Haus war vom Parkett bis zum vierten Rang mit einer auser- wahlten Zuhörerschaft angefüllt. Schon die Anfahrt der Geladenen zu dem im Hellen Glanze erstrahlen, den Opernhaus war für Berlin ein Ereignis. Eine halbe Stunde vor Beginn waren die Linden und die anderen Zufahrtsstraßen mit Automobilen überfüllt. Wenige Minuten vor acht Uhr betrat, von den Zuschauern durch Erheben von den Plätzen begrüßt, Reichspräsident v. Hindenburg in Begleitung des preußischen Ministerpräsidenten, des Unterrichts- und des Innenministers die ehe­malige Hofloge. Die Gäste stimmten das Deutsch­landlied an. In der großen Mittellogc sah man weiter den Außenminister Dr. Stresemann den Reichsgerichtspräsidenten Dr. Simons, nach längerer Krankheit wieder den Präsidenten des Preußischen Landtages, Bartels, den Staats­sekretär Meißner, den Generalintendanten Tietjen und zahlreiche andere bekannte Per- sonlichkeiten. Die Proszeniumslogen auf der linken Seite waren den übrigen Mitglieder des Reichskabinetts, dem Oberbürgermeister Dr. Boß. der Witwe des verstorbenen Reichspräsidenten Eberi. dem Komponisten Richard Sttauß reser-

3n den rechten Proszeniumslogen sah man Mitglieder der Berliner musikalischen Welt Pro­fessor Mar Reinhardt, die in Berlin beglaubig­ten Ländergesandten und in der Balkonrrihe des ersten Ranges das diplomatische Korvs. die Staatssekretäre des Reiches und der preußischen -Regierung. Tlls Festvorstellung wurde unter Lei-

Todesurleil

gegen zwei hohe Sowjetbeamte.

Moskau. 29. April. (WTB.) Der ehemalige Vorsitzende des Zentralexekutivkomitees der Krim. Well I b r a i m o f f. und sein ehemaliger Stell­vertreter Mustafa wurden vom Gericht in Sunleropol zum Tode verurteilt unter Ausschluß dec Vergunsli ung der Amnestie. Dem Verfahren lag eine Anklage wegen Beziehun­gen zu Banditen, Mord und Unterschla­gung zugrunde. Elf weitere Angeklagte wurden zu verschiedenen Freiheitsstrafen verurteilt drei wurden freigesprochen.

Mussolini über Deutschland.

. DaS Südtiroler Problem ht deu Augen des Duce.

1 Berlin, 28. April. (TU.) Derlag bringt f eine Unterredung feines römischen Korrespondenten mit Mussolini, die sich von den üblichen Interviews ' durch ihren Freimut unterscheidet. Auf die Frage des Korrespondenten, ob nicht zwischen Ita­lien und Deutschland auch ein so freund­schaftliches Verhältnis bestehen könnte, wie zwischen Italien und Ungarn, erwiderte der Minister­präsident, daß dies lediglich von Deutschland ab- h.ünge. Dabei kam die Südtiroler Frage naturgemäß zur Sprache. Mussolini behauptete, daß in Südtirol keineswegs die deutsche Umgangs­sprache ausgerottet sei. die deutschen Schulen und das Erscheinen von deutschen Zeitungen bewiesen das. Sei einem loyalen Verhalten der Sudtiroler könnten diese alles bei ihm erreichen, was sie wollten. Die Verständigung würde aber durch die fortgesetzten falschen Alarmmeldungen, die von Innsbruck ausgingen, erschwert werden. Zu der Frage des Korrespondenten, wie Deutsch- land aus seiner unerträglichen Lage herauskommen könnte, um auch wieder bündnisfähig zu werden, nahm Mussolini offen Stellung. Er sagte, für ihn märe eine Landkarte wie die deulsche auf leben Fall unerträglich. Der Duce verwies dabei auf das gleichfalls verstümmelte und ent­waffnete aber mutige Ungarn hin, in Deutschland scheine man über die vielen Millionen von Deut­schen, die unter der Fremdherrschaft leben und über andere für Deutschland traurige Dinge himveg- zugehen. Man spreche nur immer von den 200 000 Südtirolern, Bismarck würde solche Gesühlspolitik nicht getrieben haben. Nichts anderes trenne 3fa­lten von Deutschland.

Die Tiroler bei Mussolini.

Faszistischc Bcrluschungsvcrsnche.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers.

® c rJ ,n' ^°r einigen Tagen ist es

einer Delegation der Südtiroler Bevölkerung ge- IunPi^J11 Mussolini vorzudringen, woraus man wohl schliehen darf, daß der Duce so freundlich war, die Wunsche und Beschwerden der Südtiroler entgegenzunehmen. Für die italienische Prelle scheint dieser Empfang ein Signal gewesen zu sein, die .Zu- !°nd- hl eubhrol in beitem Ächte erscheinen ,u 'nfscn. Sie behauptet, daß cs den Südtirolern aus­gezeichnet gehe, daß sie Not und Elend nicht kennen Ähd) UN'" der Herrschest des Sadismus der Ivohlstand Sudtirols i n ungeahnter Weise geb oben und manches zum befieren gewandt habe. Daraus kann eigentlich nur der Schluß ae= Z?6en werden, daß die Südtiroler Delegation ziem- Uch deutlich geworden ist und daß die fafgiftifdie treffe den Auftrag erhalten hat, durch das An- stimmen eines Lobliedes den f ch l e ch t e n E i n h.rnrfm.3u verwischen, den die Entsendung einer vittkommission Zu Mussolini im Ausland her vorrufen könnte. Mit der Verdrehung von Tat-

seit 14 Tagen in Wien aufgehalten haben. Um vor jeder Entdeckung sicher zu fein, hat er feinen Ramen nicht nur viermal ge­wechselt, sondern auch seine Wohnung zw ei mal getauscht. Trotzdem in feinem Besitz leine nennenswerten Geldmittel gefunden wurden, hat die Untersuchung doch ergeben, daß sich Dela Khun auf Umwegen aus Rußland große Beträge nach Wien hat überweisen lassen. Von einer Seite wird erklärt, daß Bela Khun sich während der blutigen Juli-

g e deS vergangenen Jahres in Wien auf» _ halten habe und daß er es war. der schon vor der llrteilsverkündigung im Schattendorfer Prozeß eine Agitation im

vormundung der italienischen Presse durch die fa­szistischen Sekretäre liefert übrigens schon einen fAüfsigen Beweis für die Unrichtigkeit der über die Südtirol aufgestellten Behaup-

Aus aller Welt.

~Der Reichspräsident in der Galerie Schulte.

Samstagvormittag stattete der Herr Reichs- Präsident v. Hindenburg der Gemälde­galerie Schulte einen Besuch ab, um die Bild­nisausstellung von Professor Hugo Vogel sowie die Kollektivausstellungen der Maler Hans Her­mann und Professor Berghammer zu be­sichtigen. Der Reichspräsident weilte nahezu eine ötunbe in den Ausstellungsräumen, durch die ihn Professor Bogel und Herr Schulte, der In­haber der Kunsthandlung, führten.

Lin Flug BerlinParis in 5'A Stunden.

Ein deutsches dreimvtoriges Flugzeug ist mit elf Passagieren an Bord Sonntag, nachmittag 7.15 Uhr in Le Dourget eingetroffen. Es hat die Sttecke Berlin-Parts (100-3 Kilometer) in 5 Stunden 15 Minuten, d. h mit einer mittleren Stundengeschwindigkeit von 190 Kilometer ohne Zwischenlandung zurückgelegt. Köln wurde um 14.40 Uhr überflogen.

Tödlicher Flugunfall in Rassitten.

In der Segelfliegerschule 2ioflitten ereignete sich ein schwerer Flugunfall. Der Student Schrö­der flog bei ganz leichtem Wind oon Predinberg nach dem Lager zu. Plötzlich riß er ohne sicht­lichen Grund die Maschine in der Richtung nach Pitttoppen herum. Er bekam aber die Maschine nicht rasch genug herum und stieß gegen einen Sandberg. Zunächst schien es. als ob er nur eine Kieferverletzung davongetragen hätte, während die Maschine nur leicht beschädigt wurde. Rach drei Sttmden ist er plötzlich gestorben. Es ist dies der erste Todessturz, der sich in Rossitten ereignet hat.

Mofsenvergiftungen in Düren.

Die Landeskriminalpolizei Aachen veröffentlicht einen amtlichen Bericht über Maffenoergiftungen im Betrieb der Rheinischen Eisen­werke in Düren, wo fünfzig Arbeiter nach Genuß des Morgenkaffees, zu dem sie das Wasser einem gemeinsamen Kessel entnommen hatten, unter zum Teil vedcnklicheu Vergiftungs» erscheinungen erkrankt sind. Da das verwendete Leitungswasser nach Untersuchung als an und für sich einwandfrei festgestellt wurde, und da an­dererseits in den Kaffecrelten Spuren von Arsen festgestellt worden sind, ist die Landeskrimi­nalpolizei im Gegensatz zu den mit den ersten Auf­klärungen betrauten Instanzen zu der- Auffassung gekommen, daß es sich inst ein Verbrechen h..n beit. Die Besitzer des Werkes Gebr. Faber hoben eine Belohnung von 1000 Mark für sachdienliche Mitteilungen zur Aufklärung des Verbrechens aus- gefetzt.

Eine schreckliche Mordtat.

In R i f o l a i (Oberschlesien) ermordete der Maschinenwärter Josef Lupa seinen siebzig Jahre alten Vater in dessen Wohnung in der Kolonie Dadegrube, indem er ihm hinter­rücks drei Deilhiebe auf den Kopf versetzte. Wäh­rend der Täter von der Polizei in den Wäldern der Umgebung gesucht wurde, begab er sich nach Rikolai zu dem Sanilätsrat Dr. H. Ze­bra l e k, der ihn vor etwa fünf Wochen be­handelt hatte. Lupa ersuchte den Arzl um Aus­stellung eines Rezeptes. Während der Arzt dieses ausschrieb, zog Lupa das unter dem Mantel verborgene Beil hervor und verfehle dem Arzt gleichfalls mehrere Schläge auf den Kopf, die den Tod zur Folge hatten. Der Täter flüch­tete bann nach der Kolonie Badegrub.' zurück. Er versuchte unterwegs, Selbstmord zu begehen, wurde daran jedoch von der Polizei gehindert, die ihn verhaftete.

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ffietteroorausfagc für Dienstag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, Temperaturen nur wenig verändert, jedoch etwas kühler, strich- weise Gewitterregen.

W i 11 e r u n g s a u s s j ch t e n für Mittwoch : -Leus wolkiges, teils ausheiterndes Wetter und viel­fach trocken.

Lufttemperaturen am 29. April, mittags 21,2 Grad Celsius, abends 12,7 Grad Celsius: am 30. April.- morgens 12,4 Grad Celsius. Marimurn 21,7 Grad Celsius, Minimum 9,1 Grad Celsius. Erdtempera» turen in 10 Zentimeter Tiefe: am 29. April: abends 1-3,4 Grad Celsius: am 30 April: morgens 12,7 Grad Qri[ius. Niederschläge 23 Millimeter. Sonnen» scheindauer 5% Stunden.