Einzelbild herunterladen

dem Das

Preis 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

Los-Nr. 558 703 294 892 398 180 782 058 253 278 800 581 912 426 237 672 483 021 245 567 538 486 268 651 584 663 988 861 950 456

(Opel-Limoufine) (Schlafzimmer) (Mittelmeerreife) (Standuhr) (Nähmaschine) (Ledersessel) (Klubsessel) (Bett-Chaiselongue) Herren-Fahrrad (Staubsauger) (Nähmaschine) (Damen-Fahrrad, komplett) (Rauchtisch, komplett) (Gasherd)

Lluswanderers".

Stadttheater Gießen. Aus

Stadttheaterburecru wird uns geschrieben: erfolgreiche kriminalistische: ZugstückDer Prozeß Mary Dugan" von Bayard Veiller wird am Sonntag, 30. Dezember, als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen das letzte Mal wiederholt. Regie: Intendant Dr. Prasch. Beginn 18 Ahr. Für die Silvesteraufsührung hat die Intendanz Charleys Tante" mit den humorvollen Kompo- sitionen von Leo Hirsch erworben. Rudolf Goll

______(Waschmaschine)

Zahlreiche Anfragen nach dem Ergebnis der Aus- e(ung, die während der letzten Tage bei uns ein« u :ccn. müssen wir dahin beantworten, daß die Jn- resjenten sich wegen Auskunft über ihre Gcwinn- iiummern an den Dorstand des Verkehrsvereins

wird die Aufführung heraushringen. Das Büh­nenbild hat Karl Löffler entworfen, die Ko­stüme der Damen sind nach Figurinen von Erika S z u b i n s k i hergestellt worden. Es wirken mit die Damen Fuhrmann, Jahn, Krahmer, Scherer und die Herren Baste. Ebert Grassow, Garens, Knur, Linkrnann, Wefener. Die Hauptrolle des Lord Dabberled spielt Dastß.

M i t ,Graf 3 e p p e l i n über den Ozean und zurück." Ueber dieses Thema finden heute und morgen Lichtbilderoorträge in Klein-Linden und Großen-Linden statt. Näheres in der heutigen Anzeige.

** Der Postdienst bei der Jahres­wende. Am morgigen Sonntag wird im Post­amt I neben dem üblichen Sonntagsschalterdienst ein besonderer Markenschaller in der Zeit von 13 bis 18 Uhr geöffnet: im Postamt II wird eben­falls ein besonderer Markenschalter von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr dem Publikums- Verkehr zur Verfügung stehen. Für den übrigen Pvstdienst gelten die üblichen Sonntags-Bestim­mungen. Am Reujahrstage wird der Schalterdienst wie an Sonntagen durchgeführt. Die Briefkastenleerung erfolgt gleichfalls wie Sonntags, die Ortsbriefzustelllmg nach Bedarf, mindestens jedoch eine Zustellung vormittags. In der Orts-Geldzustellung erfolgt ein Bestell­gang ohne Rachnahmen und Postaufträge. Die Ortspaketzuftellung ruht. Rach den Landorten findet eine Briefzustellung statt.

Die Polizei am Silvestertage. Das Polizeiamt teilt mit, daß am 31. Dezember (Sil­vester) Sonntagsdienst stattfindet. Eilige Anträge können an diesem Lage in der Zeit von 11 bis 12 Ahr auf dem Polizeiamt, Weidengasse 5, ihre Erledigung finden.

** Die Museen siick) am Sonntag. 30. Dez., geschlossen.

** Nacheichung der Maße und G e Wichte. Die in zweijähriger Wiederkehr gesetzlich vorgeschriebene Nacheichung der im eichpflichtigen Verkehr befindlichen Meßgeräte (Längen- und Flüs- sigteitsmaßc, Meßwerkzeuge für Flüssigkeiten, Hohl­maße, Gewichte und transportable Handelswaogen bis ausschließlich 3000 Kilogramm) wird in unserer Stadt innerhalb der nächsten drei Monate wieder durchgeführt. Im Monat Januar sind die Meß- aeräte zur Nacheichung beim Eichamt Gießen wie folgt vorzulegen: Vom 2. bis 5. Januar 19 2 9: Bezirk I: Kreuzplatz, Seltersweg, Maigasse, Plock- straße, Teufelslustgärtchen, Johannesstraße und Diez- straße. Vom 7. bis 12.Januar 1 9 29: Bezirk II: Marktplatz, Mäusburg, Lindenplatz, Kirchenplatz, Schulstraße, Schloßgasfe, Kapkaneigasse, Wagengasse,

Aus der Provinzialhaupistadi

Gießen, den 29. Dezember 1928.

Oie eigene Scholle.

Wan könnte einen Widerspruch daraus heraus­lesen, daß eine Zeit, wie die unfrige, die so viel Wert darauf legi, Entfernungen zu überwinden und die Ferne bequem und schnell zu erreichen, auch einen so ausgeprägten Hang zur eigenen Scholle hat. Oft wird ein Gärtchen mit schweren Entbehrungen erkruft, aber der Käufer achtet die Mühen darum gar nichts gegen die Freude an seinem Besitz. Und mag das Fleckchen Erde noch so llein und gering sein, er ist doch stolz darauf und umhegt und pflegt es als einen köst­lichen Schatz.

Im Grunde ist natürlich gar nichts Verwun­derliches daran: im Gegentell, es wäre ver- wunderlich, wenn es anders wäre. Ein köstliches Gut ist die Scholle. Heiliger Odem geht von ihr aus, Seelenkräfte bindet und ftärft sie. Heimat- gefühl ruft sie wach und pflanzt es tief in die Herzen. Es ist eiwas anderes, ob man im Vorüberaehen an einem wohlgepflegten Gärllein Freude Hal, oder ob man die Scholle, die Blüte und Fttichte bringt, sein eigen nennen darf. Tief­innerlich ist die Besitzerfrcude. sie prahlt und prunkt nicht. sie findet in sich selbst ihr Genügen, und sie schöpft daraus die großen Seelenkräfte, die von je mit der Scholle und dem Desihrecht verbunden waren. Vs gab eine Zeit, in der man es als Verstiegenheit betrachtete, wenn Dichter ein Preislied der Scholle sangen und in Erzäh­lungen die Rot der Echollengebundenheit darstell­ten, als man den Besitzern den Boden und chr Recht daran raubte. Man versteht es heute wie­der, was es für die Bauern der alten Zeit be­deutete, als sie von Haus und Hof vertrieben wurden: man versteht die Rot der Grenzland­deutschen, als man ihnen den Besitz nahm und sie von ihrem angestammten Eigentum gehen muß­ten: man begreift es, daß sie die Hand erhoben und Flüche schleuderten, oder sich mit Gewalt zur Wehr setzten und ihre Scholle verteidigten. Es war ja nicht nur das Desihrecht, für das sie sich einsehten, denn Haus und Hof. die Aecker und Wiesen aufzugeben, die ihren Schweiß um karge Frucht gesehen hatten, den Wald, der in Stun­den der Rot mit lindem Rauschen besänftigte, war ihnen Heimat, und das Hingeben dieser Heimat bedeutete ihnen, daß man ihnen das Beste aus dem Herzen riß.

Außerordentlich hoch wird man eS einschähen müssen, wenn man heute trotz allem noch Besitz­tümer findet, die Jahrhunderte hindurch einer Familie zugehörten und deren Besitzer auch heute noch mit allen Wurzeln an ihrer Scholle hängen. Und es ist erfreulich, daß es noch so viele Besitz­tümer solcher Art gibt. Zu wünschen und zu hoffen ist, daß sich die junge Generation die alte Treue zum Helma thaus und zur nährenden Scholle bewahrt. Eine hohe Aufgabe ist hier auch den Erziehern zugewiesen, die in junge Herzen, in die so leicht das Verlangen nach dem leeren Glanz der weiten Well einzieht, den edlen Keim echter Heimatliebe zu Pflanzen haben, die Achtung vor dem Besitz der Väter. ler.

Lotterie in Gießen.

Wohl selten hat eine Werbemaßnahme unserer Stadt so starke Anteilnahme gefunden, wie die Waren lotterte des Gießener Der- kehrs-VereinS anläßlich der Werbewoche Gießen im Licht". Die Rachfvage nach diesen Losen, die bekanntlich in den hiesigen Geschäften während der 'Werbewoche beim Einkauf kostenlos abgegeben wurden, war so groß, daß der Ver- keAs-Verein anstatt der ursprünglich vorgesehe­nen 500 000 Lose schließlich deren eine Mil­lion ausgeben mußte. Richt nur das kaufende Publikum in Gießen, sondern auch weit draußen in der Provinz hat sich durch rege Käufe in den Besch der Lose gebracht, von denen manche Familien weit über 100 Stück und noch mehr ihr eigen nennen.

Gestern nachmittag fand nun im Saale des Cafe Leib dieAussPielungderGewinne statt. Da die Verlosung öffentlich war, hatte sich eine außerordentlich große Menschenmenge, die nach vielen hundert Köpfen zählte, in dem Ver­losungslokal eingefunden. In den Vormittags­stunden waren eine Million Rummernröllchen mit den Losnummern in die große Gewinntrommel, di« extra von Leipzig hierher geschickt worden war. eingefüllt worden. Um 2 Uhr nachmittags begann dann die Verlosung, die ebenso wie die Füllung dec Gewinntrommel am Vormittag unter polizeilicher Aufsicht vor sich ging. Mit gewal­tiger Spannung verfolgte das Publikum die Aus­rufung der Gewinnummern, dabei eifrig schrei­bend oder auch in den mitgebvachten Losen blät­ternd. Die Verlosung fand erst gegen V-6 Ahr ihi,Ln Abschluß. Insgesamt wurden 3 250 Ge­winne ausgespielt, von denen der größere Tell in Gutscheinen besteht, die zu Einkäufen in hie­sigen Geschäften verwandt werden können. Rach- stehend bringen wir das Verzeichnis der ersten ISGewinnc. Diese fielen auf di. Losnummern:

Diplome bekamen die Fuhrleute 2ldam Heß. Friedrich Konrad. Georg Naumann und Wilh. Schwarz.

Geldspenden erhielten die Äriminalhauptwacht- meister Losch und M ö b u s, die Polizeihauptwacht- meister Kohn, Äor eil, Löffler. Se na und Volz, Polizeioberwachtmeistcr K ü ft e r. Amts- aehilse Becker, Feldschütz Simon sowie die Fuhrleute Johann Becker, Karl Becker, August D o r m e h l, Alfred G e o rg , Karl L e s ch h o r n, Heinrich L i ch c r, Heinrich M a l k e m u s, Adolf Marquardt, H 'irich Schaub, Karl Stark und Heinrich Wagner.

Nach einer kurzen Ansprache des Bäckerober­meisters L ä b e r und der des Kriminalhauptwacht­meisters M ö b u s war die eindrucksvolle Feier be­endet.

Taten für Samstag, 29. Dezember.

Sonnenaufgang 8.05 Uhr, Sonnenuntergang 16 Uhr. Mondaufgang 19.09 Uhr, Monduntergang 10.35 Uhr.

1809: der Staatsmann William Edward Glad­stone in Liverpool geboren; 1832: der Buch­händler Johann Friedrich Cotta m München ge­storben: 1843: Königin Elisabeth von Rumänien (Carmen Sylva) bei Neuwied geboren.

Taten für Sonntag, 30. Dezember.

Sonneaufgang 8.05 Uhr, Sonnenuntergang 16.01 Uhr Mondaufgang 20,34 Uhr, Monduntergang 11.01 Uhr.

1819: der Dichter Theodor Fontane in Neuruppin geboren: 1861: der Ingenieur Max Mannes­mann in Bliedinghausen geboren: 1926: der Dichter Rainer Maria Rilke in Paris gestorben.

Daten für Montag, 31. Dezember.

Sonnenaufgang 8.05 Uhr, Sonnenuntergang 16.02 Uhr. Mondaufgang 21.54 Uhr, Monduntergang 11.21 Uhr.

1868: Professor Adolf Scllmann geboren.

J-ic?" :r Wo^ ^Marktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 160 bis 170, Matte 30 bis 35, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 20 bis 25, gelbe Rüben 15 bis 20. rote Rüben 15 bis 20, Spinat 25 bis 35, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 40 bis 60, Feldsalat 120 bis 150, Tomaten 80 bis 90, Zwiebeln 15 bis 20. Meerrettich 50 bis 150« Schwarzwurzeln 50 bis 60, Kartosseln 5, Aepsel 20 bis 40, Birnen 10 bis 30, Dörrobst 35 bis 40, Rüsse 60 bis 80, Honig 40 bis 50, junge Hähne 100 bis 110, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 100 bis 120 Pf. das Pfund; Wirsing 10 bis 12, Weißkraut 6 bis 7, Rotkraut 12 bis 15, Aepsel 20 bis 35. Birnen 10 bis 20, Kartoffeln 3,80 bis 4,50 Mark der Zentner: Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.: Sier 17 bis 18, Blumenkohl 60 bis 120, Endivien 15 bis 25, Lauch 10 bis 15. Rettich 10 bis 20. Sellerie 10 bis 50 Pf. das Stück.

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag. Goethe-Bund: Gesellschaftsabend unter Mitwir­kung der Dortragskünstlerin Resi Langer, 8 Ahr, im Klub. Quartettverein Gießen e. D.: Weih­nachtsfeier, 4 Uhr nachrn. im Postkeller. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße.Harold, der Pech­vogel". Astoria-Lichtspiele:Die Abenteuer eines Auswanderers".

Tageskalender für Sonntag. Stadttheater:Der Prozeß Mary Dugan", 18 bis 2074 Ahr. D. H. V.: Weihnachtsfeier, 4 Ahr, Im Katholischen Dereinshaus. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Harold, der Pech­vogel". Aftoria-Lichtspiele:Abenteuer eines

ocnden müssen.

Ehrung treuer Tierpfleger und Tierfchüher.

Der Vorstand des Gießener Tierschutz­oereins hatte beschlossen, auch in diesem Jahre PrämienfürtreueTierpflegeundtat- kräftigen Tierschutz zu verleihen. Die Ver­teilung der Preise fand am zweiten Weihnachtstage im Kaufmännischen Vereins Haufe statt. Bevor die Ehrengaben, vier Diplome und 21 Geldspenden im Betrage von je fünf Mark den edeln Tierfreunden überreicht wurden, hielt der 1. Vorsitzende, Lehrer i. 9t. W Fritzel, eine längere Ansprache.

Dettergasse, Kirchstraße, Durggraben, Auf der Dach, Drechäujergasse und Branüplag. Vorn 14 bis 2 3. Januar 1 929: Bezirk III: Marktftraße, Rittergafse, Neustadt, Löbershos, Mühlstraße, Kleine Mühlgasse, Kornblurnengassc, Westanlage, 9lorban- lage, Oswaldsgarten, Hammstraße, Lahnstraße, Rod- Heimer Straße, Ärofdorfer Straße, Schützenstraße, Hardt, Sandgasse. Die Neigungswaagen werden am Standort der Waagen geeicht, jedoch ist diese Eichung beim Eichamt besonders zu beantragen. Eichpslich tige, die weitere Auskünfte wünschen, mögen sich an die zuständigen Polizeireviere wenden.

' Gerichtspersonalie. Mit Wirkung vom 1. Oktooer 1927 an wurde Justizwachtmeister Max Schietzel bei der Staatsanwaltschaft Gießen zum Iustizoberwachtmeister ernannt.

Weihnachten in bet Herberge zur Heimat. Am Heiligen Abend kehrten in der hiesigen Herberge zur Heimat 72 Wanderer ein, denen dank der Opferwillig.eit unserer Bürger­schaft eine reichliche Weihnachtsbe dt-Tung be­reitet werden konnte. Rachdem alle Herbergs­gäste an wei Haedeck ten Tischen Platz genommen hatten, hielt Pfarrer Lenz eine zu Herzen gehende Ansprache. Im Anschluß an das ge­meinschaftliche Abendessen, bei dem es auch an einem Glase Bier nicht fehlte, blieb man un.er dem Absingen der WeiHnachtslleder und beim Genuß einer Zigarre noch einige Stunden in sroher Stimmung beisammen.

** DerDeutscheOstbund, Ortsgruppe Gießen, veranfto.iete dieser Tage eine wohl- gelungene Wcihnach!s eie-- -t der sich fast sämt­liche Mitgli der im Saale des Hotels Hindenburg eingefunden hatten. Der brennende Lichterbaum,

SMll der Hwmiliei W»

auf das Fest der Liebe abaestimmte Worte des Vorsitzenden R. Rautenberg, Musikvorträge des Mitgliedes O h l y. ein nettes Singspiel zweier Jungmädchen, das Weihnachtsgedicht eined_ der Kleinsten und gemeinsame Weihnachtslieder lösten von Ansang an Weihnachtsstimmung aus. Rach der Kaffeetafel nahmen die Kleinen freudestrah­lend die von der Ortsgruppe gestifteten Weih­nachtsgaben in Empfang. Den Höhepunkt der Feier bildete die Descheerung der durch die Ver­drängung <ius der Heimat jetzt in schwerem Exi­stenzkampf stehend«! Ostmärkerfanrilien. Von Mitgliedern, Gönnern und Freunden zur Ver­fügung gestellte nützliche Gaben aller Art (Le­bensmittel, Brennmaterialien, Bekleidungsstücke), besonders aber eine hochherzige Spende des nach Frankfurt a. d. O. verzogenen Ehrenvorsitzenden Professors Dr. O. Specht ermöglichten es, den Gabentisch reichlich zu decken. Besonderes Ver­dienst erwarb sich die Leiterin der Frauengruppe, Frau Dr. Steinreich, die sich in aufopfernder Weise um das Gelingen des Festes bemüht hatte. Wohl sämtlichen Teilnehmern wird diese Weih­nachtsfeier in bester Erinnerung bleiben.

* We ihnachtsfeier in der Rerven- klinik. Man berichtet uns: Unter dem lichter- strahlenden Weihnachtsbaum versammelten sich am Freitagabend. 21. Dezember, die Acrzte und Pfleger der Männerabtcrlung der Rervenkliiük mit ihren Patienten zu einer würdigen Weih­nachtsfeier. Rach dem gemeinsamen Gesang des alten WeihnachtsliedesO Tannenbaum" ergriff der Leiter der Klinik, Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Sommer, das Wort, um in anschaulicher Weise einen Rückblick auf den Werdegang der Anstalt, insbesondere auf das letzte Jahr, zu werfen. Der Redner gedachte hierbei auch der aufopfernden Tätigkeit der Aerzte und des Pflegepersonals und sprach allen mit anerkennen­den Worten seinen Dank aus. Dem gemein­samen GesangO du fröhliche" folgte die An­sprache eines Patienten der Anstalt. In zu Herzen gehenden Worten wies er auf die Be­deutung unseres lieben Weihnachtsfestes hin und brachte so die richtige Feststmimung unter seine Mi.Patienten. Umrahmt wurde die Feier noch durch Liederoorträge des Ge angver^insAlion" aus Krein-Linden, Oer unter der Leitung seines Dirigenten R i c o l a i einige passende Chöre in fein,inniger Weise zu Gehör brachte, wofür an diefer Stelle nochmals herzlich gedankt sei. Mit dem gemeinsamen Gesang des LiedesStille Rächt, heilige Rächt" sand die erhebende Feier ihren Abschluß. In der Frauenableilung und für das übrige Personal wurden entsprechende Feiern abgehalten.

** D i e Hessische Heil statte für Ner­venkranke veranstaltete am vorigen Samstag­abend für ihre Patienten eine Weihnachtsfeier, zu der sich neben den Patienten auch noch einige Gäste einfanden. Mitalieder der Kapelle unseres Grenadier- Bataillons eröffneten die Feierstunde mit einer mu sikalischen Darbietung. Im Anschluß daran begrüßte Medizinalrat Dr. Bausch die Anwesenden mit einer Ansprache. Nach einigen weiteren Musikstücken der Kapelle hielt Pfarrer Muller eine Ansprache, in der er seinen Zuhörern eine tiefgehende weih­nachtliche Stimmung vermittelte. Dem gemeinsam gesungenen LiedStille Nacht, heilige Nacht" folgte die Bescherung. Den zweiten Teil der Veranstaltung leitete eine Angestellte der Heilstätte mit einem Vor- fpruch ein, der allgemeinen Beifall fand. Nach Dan- kesworten eines Patienten erfreute die Kapelle ihre aufmerksam lauschenden und dankbaren Zuhörer noch mit einigen schönen Musikstücken.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag. 30. Dezember, von 17.30 bis geizen 23 Uhr: Die Meistersinger von Rürnberg. Montag, 31., von 15 bis 17.30 Uhr: Trillttall und seine Brüder: von 19 bis 22.30 Uhr: Die Fledermaus. Dienstag, 1. Januar 1929, von 15 bis 17.30 Uhr. Trillttall und seine Brü­der: von 19 bis nach 22.30 Uhr: Aida. Mitt­woch, 2., von 15 bis 17.30 Ahr: Trillttall und seine Brüder: von 20 bis 22.30 Ahr: Madame Butterfly. Donnerstcrn, 3., von 15 bis 17.30 Uhr: Trillttall und seine Brüder: von 19.30 bis nach 22.30 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Samstag, 5., von 15 bis 17.30 Ahr: Trillttall und seine Brü­der: von 19.30 bis gegen 22.30 Ahr: Fidelio. Sonntag, 6., von 15 bis 17.30 Ahr: Trillttall und seine Brüder: von bis 22.30 Ahr: Die Fledermaus. Montag, 7., von 19.30 bis nach 22.30 Ahr: Carmen.

Schauspielhaus. Sonntag, 30. Dezember, von 15.30 bis 17.45 Ahr: Im weihen Röhl: von 20 bis nach 22 Ahr: Schwengel. Mon­tag, 31., von 19 bis 21.30 Ahr: Max der Prominente. , Dienstag, 1. Januar 1929, von 20 bis 22.30 Ahr: Die Petroleuminseln. Mittwoch, 2., von 20 bis nach 22 Ahr. Schwengel. Don­nerstag, 3., von 20 bis 22.30 Ahr: Die Petro- ümminseln. Freitag, 4., von 20 bis 22.30 Ahr:

Die Pekroleuminseln. SamÄOg, 5., von 20 btfl 22.30 Ahr: Die Pettoleuminseln. Sonntag. 6.. voll 20 bis 22.30 Ahr: Die Petroleuminseln. Montag, 7., von 20 bis 22.30 Ahr: Die Pekrvleu winseln.

Das Gchwelkrastwerk Wölfersheim.

WSR. Wölfersheim. 28. Dez. Hier hat bekanntlich die Stadt Frankfurt gemeinsam mit dem hessischen Staat ein Schwel - k r a f t w c r k modernster Art und großen Stils gebaut. Im April dieses Jahres wurde nach mehrmonatigen Projektierungsarbeiten mit dem Dau begonnen. Rach ungefähr dreivierteljähriger Bauzeit steht heute die Riesenanlage voll­endet da. Die Inbetriebnahme des gro­ßen Werkes, die nur allmählich erfolgen kann, ist bereits im Gange und wird noch ungefähr vier Wochen in Anspruch nehmen, so daß alle Teile des Werkes voraussichtlich bis Ende Januar laufen werden. Die Baukosten be­tragen rund 16 Mill. Mk. Das Dchwellraftwerk Wölfersheim soll eine intensivere Ausnutzung des Braunkohlenvorkommens der W « t 1 e r a u ermöglichen. Im großen und ganzen handelt es sich um die Gruben Gettenau. Wöl­fersheim und Weckesheim. Das Gesamtvorkom­men wird auf mindestens 32.5 Mill. Tonnen ge­schützt. Das Werk Wölfersheim soll eine Tages­leistung mm rund 1000 Tonnen Rohkohlen be­kommen. Damit dürfte die Lebensdauer rund 90 Jahre betragen. Aus diesen Gruben wird die Braunkohle mit Seilbahnen in eine neu an­gelegte Zentralstation gebracht, von wo aus sie in einer gleichfalls neuerbauten Schmalspurbahn in einen Eiscnbetonabzugsbunker weiterbesörderk wird. Die mit dem anfallenden Schwelkoks be­heizten Turbogeneratoren haben zusammen eine Leistung von 23 000 Kilowatt, von denen Frank- furt den größten Teil abnimmt.

Die Frankfurter Fassadenkletterer gefaßt.

WEN. Frankfurt a.M., 28. Dez. Im Juni dieses Jahres verübten der Bäcker Ernst H a n n a ck aus Hamburg und der Kutscher Ernst Külsen, ebenfalls aus Hamburg, einen Raubmord an einem Bankvorsteher in der Nähe von Allona. Den Tätern fielen 6000 Mark In die Hände. Nach der Tat hielten sie sich mit der Braut des Hannack, einer Anna Henze, geb. Wulf aus Hamburg, in den verschiedensten Großstädten Düsseldorf, Köln, München, Stuttgart, Nürnberg, Dresden, Halle, Frankfurt a.M. ufro. auf. In diesen Städten begingen sie mehr als lOOWohnungs, Laden- und Geschäftseinbrüche. Ihre Spezialität waren die Einbrüche durch Fas­sade n k l e 11 e r e i. Auf das Konto dieser Bande kommen sämtliche in den letzten Monaten in Frank­furt verübten großen Einbruchsdiebstähle, wobei den Tätern fast ausnahmslos Gegenstände und Schmucksachen von Wett in die Hände gefallen sind. In einem Falle fanden die Einbrecher in einer Wohnung eine Stahlkaffette, die sie gleich an Ort und Stelle aufbrachen und in ihr 1800 Mark in bar vorfanden. In einem andern Falle fanden die Einbrecher einen kunstvoll gearbeiteten Schlüssel, aus dem sie sofort mit ihrer angeborenen Spitz­findigkeit folgerten, daß er nur zu einem Geheim- fach gehören konnte. Ihr Suchen nach diesem Ge­heimfach war von Erfolg gefrönt; sie entdeckten es unter einem Gemälde und konnten daraus 1200 Mark in bar als Gewinn buchen. Von dem er­beuteten (Selbe beschaffte dann Hannack für sich und seine Braut zwei Schissskatten zur Ueberfahrt von Amsterdam nach 'Amerika. Am 7. d. M. wurden sie bei einem Einbruch in Westend hier überrascht und mußten flüchtig gehen. Sie suchten sofort Amster­dam zu erreichen. Die hiesige Kriminalpolizei war ihnen schon lange Zeit auf der Spur, und ihren Bemühungen ist es auch gelungen, die Fluchtrich­tung der Bande zu ermitteln und ihre Fest - nähme durch die holländische Polizei in A m st e r« d a in zu veranlassen. Die Ermittlungen gestalteten sich deshalb so schwierig und zeitraubend, weil die Verbrecher sich nach kurzem Gastspiel immer nach einer andern Großstadt wandten, wo sie dank ihrer wohlordnungsmäßigen", aber gefälschten Papiere leicht Unterschlupf finden konnten.

Kirchliche Nachrichten.

Lvangelische Gemeinden.

Sonntag, 30. Dezember. Sonntag nach Weihnachten.

Sladikirchc. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker. 3o- hanneskirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfarrer Ausfeld; 5: Pfarrer Bechtolsheimer. Kapelle des Alten Fried- Hofs. 9.30: Pfarrer Lenz. Llifabeth-Kleinkinder- fchulc. 9.45: Pfarrer Müller.

wieseck. 10 Uhr. Mllen-Bufexf. 10; 1. Kirch­berg. 10: Kirchberg. Haufen-Gorbenleich. 10: Hausen; 1: Garbenteich. Watzenborn-Steinberg. 9.45: Kinderkirche; 10.30: Predigt. Ckz. 10: Stifts­dechant Kahn; 2: Stiftspfarrer l.ic. Schorlemmer.

Montag, den 31. Dezember. Silvester.

Sladtkirrhe. 8 Uhr: Pfarr--- Becker. Johauner- kirche. 8: Pfarrer Ausfeld.

Wiefeck. 7: Liturgische Jahresschlußfeier. Kirch­berg. Abends 8: Lollar. Haufen-Garbenleich. 6.30: Haufen, Jahresschlußgottesdienst. wahenborn- Sfeinberg. Abends 8. Lich. (Mitwirkung des Po- saunenchorsb 8: Stiftspfarrer Lic. Schorlemmer; Beichte; hl. Abendmahl.

Katholische Gemeinde«.

Samstag, den 29. Dezember.

Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte.

Sonntag, 30. Dezember. Sonntag nach Weihnachten.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kom­munion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 5: Andacht. Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. Lich. 10: Hochamt mit Predigt. Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Riddo. 8.30: Hochamt mit Predigt.

Sonntansdieuft d. Aer,te u. Apotheken nm30.12.2S Dr. <2>. Klein. Dr. Klewitz. Veltkanavotheke.

Zabnarzt: Dr. Adam. *D

Sprechstunden der Redaktion

12 bis 1 Uhr mittag», 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.

Anzeigenaufträge find lediglich an bk Geschäftsstelle zu richten.

Für unverlangt eingefanbte Manuskripte ohne bcigefügtes Rückporto wird keine Gewahr übernommen.