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abtetjren. Diese Ablehr ist seiner Dichtung K* ' Liedem stets zu st»S^ ,< q«i> un|er gie nniars m ÄU-!
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Sprechstunden der 'Redaktion
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.
Oberheffen.
Landkreis Giesten.
<D Großen-Linden, 28. Oktober. Die durch die Feldbereinigung bedingte Uebergabe der z u g e - teilten Grund st ücke erfolgte in den letzten Wochen. Viele der jetzigen Besitzer haben ihre neuen Grundstücke bereits ausgestellt. Daß es natürlich auch Unzufriedene gibt, ist nicht zu verwundern. Die für die Reklamation festgelegte Zeit lief Ende voriger Woche ob, so daß nun durch die Feldbereinigungskommission die Prüfung der Reklamationen in Angriff genommen werden kann. Trotz der ungünstigen feuchten Witterung wird noch mit Hochdruck an der Fertigstellung der neuen Zufahrtswege gearbeitet. Wenn erst einmal die letzten Arbeiten beendet sind und unsere Landwirte einige Jahre die Vorteile der Feldbereinigung kennengelernt haben, werden sich auch die ehemaligen Gegner mit den neuen Verhältnissen ausgesöhnt haben.
* Leihgestern, 28. Oft. 3m Gasthaus „Zur Krone" eröffnete der Gesangverein: „Eintracht unter Leitung seines Dirigenten D a u 1 h die Reihe der Tlnterhattungsabende. Mitwirkende waren: Die jugendliche Tänzerin Waltraut L a n s ch e k - Wiesbaden, Herr Curd Richter, Opernsänger, Gießen, Herr Reul Bariton, Windecfen, Herr Schwarzlose, Solist für Trompete, Gießen, und der Orchesterverein Gießen unter Leitung seines Kapellmeisters Weller. Die Veranstaltung stand unter der bewährten Leitung unseres Heimatdich»- ters G g. Heß. Der iibersüllte Saal zeigte schon, daß man etwas Besonderes erwartete — und man kam voll und ganz auf seine Rechnung. Waltraut L a n s ch e k zeigte in ihren Tänzen eine so feine musikalische Empfindung und vornehme Beweglichkeit, wie man sie kaum einem 12jährigen Mädchen zucrauen kann. Ihr „Lausbub" war ein Bravourstück. Opernsänger Curt Richter erfreute seine Hörer durch llassische unb volkstümliche Gesänge. Herr Reul, ein Freund des Dirigenten, brachte zwei Lieder außer Programm fein zu Gehör. Herr Schwarz- lose als Trompeten-Birtuose und mit ihm die ganze Kapelle Weller hat mit diesem Abend ein weiteres Ruhmesblatt in ihren Kranz geflochten. Herr D a u t h verstand es, seine Sänger, was Aussprache, Tonsicherheit und Auffassung anbelangt, sichere Wege zu führen. Die dargebotenen Chöre fanden kräftigen Beifall. „Schäfers Sonntagslied" von Krcutzer mit Orchesterbegleitung war wunderschön. Herzlicher Dank wurde, allen Mitwirkenden seilens des Borsihenden Wilhelm Seipp ausgesprochen. Unserem Heimatdichter Gg. Heß gebührt besonderer Dank, daß er seine vielseitigen Beziehungen für seine Heimatgemeinde auswertet und sie echte, edle Kunst erleben läßt. Daß auch unsere Landbevölkerung! diese zu schätzen weiß, zeigte dieser 2lbend.
t Treis a. d. Lda., 28. Oft. Heute wurde in der hiesigen Kirche das Erntedankfest gefeiert. Vormittags verschönerten der Kirchengesangverein und die erste Schulkla se die Feier durch Vortrag zweier mehrstimmiger Chöre, nachdem trugen oi« Konfirmanden ein kleines Erntefestspiel und einen vierstimmigen Choral vor. — Die in diesem Jahr dahier errichteten 6 Wohnhäuser sind sämtlich für je zwei Familien eingerichtet, so daß wohl die Wohnungs- n 0 t dahier baldein Ende haben wird.
L Hungen, 28. Oft. Am Donnerstag 1. Ro- vember, findet dahier der allgemein bekannte Allerheiligenmarkt, der größte und bedeutendste der Hungener Jahrmärkte, stalt. Gleichzeitig mit dem vormittags stattfindenden Schweinemarkt soll zur Hebung der Schafzucht erstmalig ein S ch a f m a r k 1 abgehalten werden. Wie man hört, soll bei den Schäfern sowohl, als auch bei den Schafzüchtern der Umgegend und den Händlern großes Interesse an dem Markte bestehen, so daß als wahrscheinlich angenommen werden kann, daß der Schafmarkt sowohl mit Zuchttieren, als auch mit Schlachtvieh gut beschickt wird. Für den Schafzüchter bietet sich hier Gelegenheit zum Ankauf von Schafen für die Zucht, da der Landwirtschaftskammer- Ausschuh für Oberhessen eine Anzahl Muttertiere zum Verkauf bringt.
Kreis Friedberg.
WSR. B a d - R a u h e i m, 28. Oft. Am hiesigen Bahnhof nahmen Polizeibeamte gestern einen Jugendlichen fest, der nach den Feststellungen aus der Erziehungsanstalt L i ch t e n h 0 f bei Graz in Oesterreich entsprungen ist. Der jugendliche Ausreißer wurde dem Iugend-S.aatsanwalt in Frankfurt am Main zugeiühct, der ihn wegen eines in Frankfurt begangenen DiebstaUs gesucht hatte.
Kreis T'Idingen.
* Büdingen, 28. Okt. Der hiesige Steno- araphenverein begeht am 11. November die Feier seines 30jährigen Bestehens durch eine größere Veranstaltung, verbunden mit einem Jubiläumswettschreiben, bei welchem wertvolle Ehrenpreise winken. Zu der Feier sind die sämtlichen
27 000 Sängern. Wer den gedruckt vorllegenden Tätigkeitsbericht außnerksam liest, mutz dem Bienenfleiß und dem ernsten und idealen Wollen der Dundesleitung seine volle Anerkennung ^Skr Kassenbericht des Schatzmeisters Bitter- Darmstadt weist nach dem Stande vom 30. September unter Einschluß eines Vortrags aus dem Vorjahre in Höhe von 1497,30 Mk. ein« Gesamteinnahme im Berichtsjahre von 24 287 77 Mk., eine Gesamtausgabe von 23 226,18 Mark ’ mithin einen Kassenbestand von 1061,59 Mk. aus. Auf Antrag des Rechnungsprüfers Weber-Gießen wurde dem Schatzmeister unter hoher Anerkennung seiner ausgezeichneten Kassen- verwaltung einstimmig Entlastung erteilt.
Als Ort des Bundessängertages 1 9 2 9 wurde einhellig Worms bestimmt. Das zweite Dundessängersest wird im nächsten Jahre in D a r m st a d t abgehalten. Es sollen dort Dundes-Massenchöre gesungen, außerdem Gaukonzert« auf den Plätzen von Darmstadt, Sonderlonzerte, Konzerte für die Vereine jeder Provinz usw. veranstaltet werben.
Der Mitgliedsbeitrag wird auch im neuen Geschäftsjahr in der bisherigen Höhe zur Erhebung kommen.
Das Arbeitsprogramm für baß neue Ges chä stsjahr sieht u. a. vor: den weiteren Ausbau der Liedertage, die umfangreichen Vorbereitungen für das Bundeäsest, «in« Eingabe an das Kultusministerium dahingehend, daß von den Lehrern auf dem Lande auch musikalische Tätigkeit ausgeübt werde, die Erteilung des Ge- sangunberrichts in den Schulen nur durch De- sanglehrer, Schaffung eines neuen und einheitlichen Liederbuches für die Volksschulen, das sich an die Bestrebungen des Sängerbundes anlehnt, Befreiung der Gesangvereine von der Vergnügungssteuer für Konzerte, Verbilligung des Rvtenbezugs usw.
Eine sehr gründliche Erörterung fand über die Frage eines Vertragsabschlusses mit den Tonsehergesellschaften Afma und Gema statt. Das Ergebnis der Aussprache war, daß mit Hilfe des Deutschen Sängerbundes Vorstellungen bei der Reichtregie- rung und den Parteien des Reichstages wegen einer baldigen Abänderung des Urheberrecht- gesetzes im Sinne einer besseren Berücksichtigung der bevechiigten Belange der Gesangverein« bei der Inanspruchnahme der Werke der Tonseher erhoben werden sollen. Um den Erfordernissen der gegenwärtigen Lage aber gerecht zu werden, wurde der Vertragsabschluß mit der Gema einstimmig dahingehend gutgeheißen, daß der Hessische Sängerbund für alle seine Vereine cinrn Pauschalbetrag von 20 Pf. pro Jahr und Mitglied an di« Gema zahlt, und dadurch die Bundesvereine zu freier und ungehinderter Verwendung der Kompositionen der in der Gema zu- fammengeschlossenen Ton etzer berechtigt macht. Diese Beträge haben die Bundesvereine an die Kasse des Bundes wieder zu erstatten. Aus diese Weise werden alle Vereine vor weiteren ilnan- nehmlichkeiien und eventuellen großen Geldverlusten geschützt.
Rach einer Mittagspause folgte die Beratung einer großen Zahl von Anträge n. Beschlossen wurde u. a. folgendes: Den Sängern, di« länger als 50 Jahre aktive Mtt- gliebcr ihrer Vererne sind, soll vom Hessischen Sängerbund als Auszeichnung das Dundesab- zeichen mit Eichenkranz verliehen werden. Einen Dirigentenkursus im Odenwald will man bei der Zentrale für Volksbildung befürworten. Die „Hessische Sängerwarte" soll in populärer Weise ausgestalt et werden. Den Dundesvereinen wird empfohlen, bei Veranstaltungen solcher Gesangvereine, di« dem Bund angehören könnten, den Beitritt aber verweigern, nicht mitzuwirken. Zu den Dertretertagungm des Deutschen ,<5äng«r» bundes sollen als sttmmberechiigte Delegierte des Hessischen Sängerbundes Vorstandsmitglieder und Sänger der Bundesvereine zu gleichen Teilen entsandt werden.
Zu Rechnungsprüfern für das nächste Jahr wurden gewählt: Wendler (Bad-Rau- heim), Roth (Kelsterbach) und Guttmann (Alzey).
Der 2. Bundesvorsitzende, Rechtsanwalt Dr. Reh (Mainz), dankte nun in herzlichen Worten unter voller Zustimmung der Delegierten den mit Dundesarbciten besonders belasteten Vor- standSmitaliedern, insbesondere auch dem Gründer und Führer des Bundes, Ministerialrat Dr. S i« g « r t, für die außerordentliche mühevoll« und erfolgreich« Arbeit für den Burrd bn verflossenen Jahre. Darauf schloß der Dundesvor- sitzend«, Ministerialrat Dr. S i e g e r t, mit Dankesworten für die anerkennenden Worte d«s Vorredners und mit einem Aufruf an die Bundesmitglieder au eifriger Mitarbeit auch im neuen Jahre die eindrucksvoll« Tagung.
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Vereine des Bezirks Gießen einaekaden, so daß mit einer starken Beteiligung zu reöynen ist, besonders, da Büdingen auch noch durch seine reizende Loge einen besonderen Anziehungspunkt bildet.
Kreis Lchelien.
± Stumpertenrod, 28. Okt. In unserer Gemeind« wurde jetzt das Erntedankfest gefeiert. Der Gottesdienst in der bis auf den letzten Plah gefüllten Kirche war ausgeschmückt mit Chören und eingeleitet durch eine symbolische Handlung, bei der Mädchen unter den Klängen des Liedes: „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land" Früchte des Feldes auf den Altar niederlegten.
Kreis Alsfeld.
-er. Homberg a. d. O h m, 28. Oft. Dem zweiten Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr. Metzgermeister Karl C h r i st, wurde für 25- jährig« treue Dienste bei der Feuerwehr durch den ersten Hauptmann, Weißbind.rmeister Heinrich Vogel, ein Ehrendiplom unter anerkennenden Worten überreicht. Anschließend sprach Bürgermeister Schweiler dem Jubilar namens der Stadt den Dank für seine ersprießliche Tätigkeit aus. In bewegten Worten dankte der Gefeierte für die Ehrung.
Die Veruntreuungen im Mainzer Hauöpflegeverein.
WSN. Mainz, 27. Okt. Durch Notizen in einer Mainzer Zeitung im Juni d. I. wurde die Staats- anwatlschaft darauf aufmerlsam gemacht, daß im Mainzer Hauspflegeverein, einem gemeinnützigen Institut zur Pflege bedürftiger erkrank- ter Hausfrauen, wozu die Stadt einen Jahreszuschuß von 3000 Mark gibt, Veruntreuungen oor- gekommen seien. Als Täterin wurde die zweite Vorsitzende und Kassiererin des Vereins, die Frau eines Amtsgerichtsrats bezeichnet. Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft ergab tatsächlich, daß ein Fehlbetrag von 12346 Mark bestand. Gegen die Frau wurde Straf, antrag erhoben wegen Untreue. Die Angeklagte hatte sich nun, wie schon kurz gemeldet, vor dem Erweiterten Bezirks-Schöffengericht zu verantworten. Im Verlaufe der Voruntersuchung liefen über 50 anonyme Briefe und Postkarten bei der Staatsanwaltschaft ein, worin der Angeklagten nachgesagt wird, daß sie das Geld mit einem Liebhaber, einem ^jährigen Bäckergesellen, bei Sektgelagen und Orgien verbracht habe. Die Angeklagte gab vor Gericht an, daß sie das Geld mitihremHaushaltungs- gelb vermischt habe, darin aber nichts Strafbares erblickte. Auch gab sie zu, von dem Geld etwa 2000 Mark verausgabt zu haben, aber immer in dem Gedanken, es wieder zu ersetzen. Entschieden bestritt sie die in den anonymen Zuschriften gemachten An- schuldigungen. Die Verhandlung, in der der Bäckergeselle vernommen wurde, ergab die Haltlosigkeit, der anonymen Beschuldigungen. Der Staatsanwalt beantragte wegen Untreue vier Monate Gefängnis. Das Gericht erkannte auf die beantragte Strafe. In der Begrünoung wurde ausgeführt, daß auf die Höhe der Strafe deshalb erkannt wurde, weil die Angeklagte die Frau eines Richters fei und sich deshalb doppelt v, Straftaten fernhalten müsse. Ferner sei das Geld , ir wohltätige Zwecke bestimmt gewesen. Besonders betont wurde ferner die laxe Handhabung der Kontrolle und die schlechte Buchführung durch die Damen des Vorstandes, wodurch der Angeklagten die Veruntreuungen erleichtert worden seien.
Kunst und Wissenschaft.
Notlage und Lelbsthilfe der jnngen Studierenden.
Der Verwaltungsrat der Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft hielt dieser Tage im Rahmen seiner Berliner Jahrestagung eine öffentliche Tagung ab, bei der der Hauptgeschäftsführer Dr. S ch a i r e r (Dresden) zu der Lage der heute Studierenden Stellung nahm. Zu Ayfang begrüßte Professor Dr. S ch l i n ck (Darmstadt) die zahlreich erschienenen Freunde aus den Reichs- und Länderbehörden, den Hochschulen und aus der Wirtschaft. Dr. Schairer schilderte sodann die Berufsaussichten der heute studierenden Jugend. Er wies darauf hin, daß infolge der hohen Kosten für das Studium, die im Durchschnitt zwischen 13 000 und 15 000 Mark liegen, in wachsendem Maße der geistige Nachwuchs vom Studium ausgeschlossen bleibe. Unter den Studenten selbst lebten 30 v. H. mit dem knappsten Existenzminimum, 20 weitere v. H. kaum darüber. Weiter drückten auf den Studenten die UeberfüQung und die schlechten Berufs- ausfichten, und schließlich stehe das Gespenst der Arbeitslosigkeit mit dem 26. Lebensjahre drohend vor den Studenten. Es bleibe eine zunehmende Enge des Lebens- und Schaffensraumes, wachsende Gedrücktheit und Not. Des weiteren wandte sich der Redner gegen das immer mehr überhandnehmende Berechtigungsunwefen, das allmählich zu jedem ae- hobeneren Berufe die Forderungen in bezug auf die Schulausbildung nach Ende der Schulpflicht gestei
gert habe. Schon die untersten Aufstiegsstufen würden hierdurch verteuert und schlössen den aktiv Han- delnden und deshalb besonders wertyollen Typ des jungen Menschen nicht nur von der Hochschule, sondern auch von den Aufstiegszwischenstufen aus. Der Redner kam dann auf die Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft zu sprechen, durch die den Begabten die Kosten der Lebenshaltung verbilligt werden sollen. Dies geschieht durch Studentenküchen, durck Freitische und andere Fürforaemaßnahmen, burd) die Darlehenskasse der Deutschen Studentenschaft, die jährlich 3500 Studenten die Mittel für den Abschluß des Studiums gibt, und schließlich die Einrichtung von sog S t u d e n t e n h ä u s e r n, die durch verschiedenste Wirtschaftseinrichtungen den Minderbemittelten helfen fallen. Studentenwohnheime ergänzen an vielen Orten diese Einrichtungen. Hinzu trete das System der st u d e n t i s ch e.ir Selbsthilfe, die auf Anregung aktiv handelnder Studenten gegründet sei und im jungen Menschen selbst bie lebenbigen Kräfte zur Abwehr einer Notlage unb zur Gruppenbildung wecken will. In bie- fern System liege bie Möglichkeit, ben immer intellektueller merbenben Ausbildungswea durch praktische Tätigkeit zu ergänzen. Studenienhaus und Studentenwohnheim kann in den Formen edler Lebensgemeinschaft erziehen. Dies fei besonders int Hinblick aufdiezunehmendeZahlderStu- b e n t i n n e n wichtig, die der erschreckenden Vereinsamung und Bedrücktheit vor allem in den Großstädten weniger gewachsen feien. Der Redner schloß mit einem Appell an die Öffentlichkeit, diesen wichtigen Arbeitsgebieten der studentischen Selbsthilfe ihre Unterstützung zu verleihen. Im Anschluß an ben Vortrag kam es zu einer längeren Aussprache, aus ber bie wachsenbe Bebeutung ber behandelten Fragen ersichtlich wurde.
Tic Notgemeinschast des Teulschcn Schrifttums.
Die Rotgemein schäft des Deutschen Schrifttums ist, wie aus Berlin gemeldet wird, am 18. Oktober 1928 von der Deutschen Schiller st iftung zu Weimar und dem Reichsverband des Deutschen Schrifttums zu Berlin in gemeinsamer Sitzung begründet worden. Die Deutsche Schillerstiftung ist die Vertreterin der geldwerbenden literarischen Stiftungen, die sich zu ei..er „Reichsgemeinschaft der geldweroendrn Stiftungen Deutschlands" zusammengesch os.en haben. Rächst der Schillerstistung gehören d.eser Deichsgemeinschaft an: Die Klaus-Rochs-Stiftung (Künstler- dank) Berlin und die Kleist-Sttitung, Berlin. Der Reichsverband des Deutschen Schri,ttums ist die Spihenorganisatton der schriftstellerischen Derufs- verbände Deullchlands.
Die neugeschaffene Rotgemeinschaft des Deutschen Schrifttums w.rd di« sämtlichen zum Desteit des Sch'.iittums verfügbaren Mittel von offizieller und privater Seite in der Kass« der Rotgemeinschaft zentralisieren. Die Rotgemeinschaft wird die ihr zugewiesenen Mittel zur Förderung und Erhaltung deS kulturwichtigen schriftstellerischen Schassens soweit es nicht ben Charakter der Fachliteratur oder der strengen Wissenschaft besitzt, nach dem Gesichtspunkt der Würdigkeit und Bedürftigkeit zur Verteilung bringen.
Die Hilfe, die zu leisten ist, gliedert sich organisch in eine solch« an der Person und in ein« solche am Werk. Zur Behandlung der gemeinsamen Aufgaben, wie der Verwaltung der Mittel und der Erhaltung der kulturwichtigen Rachlasse und Archive haben • die Deutsche Schillerstiftung und der Reichsverband des Deutschen Schrifttums einen Verwaltungsrat gebildet.
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