LPD Die Gefahren der Ausstellung ungedeckter Schecks. Klagen bei Bank- aewerbes über da» ‘Sortommen ungedeckter Schecks haben dem Preußischen 3ustizminlster Veranlassung gegeben, auf da» Gefährliche solcher Handlungen hmzuweisen. Abgesehen r»on offenbaren Lcheckfchwindelcien gibt es Leut«, hie einen vordatierten Scheck auSstellen und hoffen, bi» zur Vorzeigung de» Scheck» noch die nötige Deckung auf ihr EonHont» bnnder zu können Auch in solchen Sollen kann Bestrafung wegen Betrug» ersolae: wenn der Aussteller eine» ungedeckten Scheck» dem Empfänger nicht entsprechende Mitteilung gemacht hat, und wenn er nicht nachweisen kann, daß et mit der Möglichkeit rechnen durfte, rechtzeitig Deckung xu beschaffen. Erschwerend wirkt in solchem Falle auch der Umflanh, wenn ein Konto zwar noch besteht. Zahlungen aber feit längerer Zeit schon nicht mehr darauf eingegangen sind. Mit Rücksicht auf die besondere Bedeutung bet in Fraa« stehenden Straftaten hat der Minister angeoronet, dah Sfrasverfahrcn wegen Scheckschwindels regelmäßig nicht durch die ArnfSanwaltschasten, sondern durch die Staatsanwaltschaften bei den Landgerichten zu bearbeiten sind.
MSR. Wieviel Geistliche gibt e» In Helfen? In Hessen gibt eS nach der neuesten Statistik inSgefamt 852 Geistliche Davon sind etwa 6 ,g evangelischer und */io katholischer Konfession. Das entspricht auch etwa der konfessionellen Schichtung der hesfischen Bevölkerung. Es entfallen auf je 1803 Evangelische und je 1151 Katholiken ein Geistlicher
•• Der neue Strahenbahnsahrplan. Der am 18. Mai. in Kraft getretene neue Fahrplan der Städtischen Straßenbahn ist soeben erschienen. (Tat die heutige Anzeige.)
•• ZurRichtigftellung. Die Organisation der Dachdecker legt Wert auf die Feststellung, daß c8 sich bei dem am Freitag gemeldeten Absturz eines Dachdecker- nicht um einen gelernten Dachdecker, sondern um einen Hilfsarbeiter gehandelt habe.
•• Auftrieb zum heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 337 Ochsen. 71 Bullen, 452 Kühe, 338 Färsen, 538 Kühe. 85 Schafe und 3685 Schweine
Preußen.
Maingau
WSR. Frankfurt a. M, 28. Mai. 3n einem Gebulch an der Ried«rräd«r Landstraße ist die Leiche eine» neugeborenen Kin - de» aufgefunden worden. Di« Leiche war in graues Packpapier eingewickelt Kurz vor der Auffindung der Kinbesleiche wurde eine Frauensperson beobachtet, die an der Fundstelle in da» Geou'ch hincinging und gleich daraus tp;eb«r herauStrat ck» ist noch nicht gelungen, diese Perlon ausfindig zu machen.
WSR 2) a u | e n a u, 28. Mai Da» hier nicht weit von dem Schiefen Turm (Rest aller Besestiaun» gen) gelegene historische „Wirtshaus an Der Lahn" hat den in der ganzen Gegend bekannten langjährigen Inhaber Georg Kraft gewechselt und wird nun von Dem Wirt und Metzger Ncrmann Karbach wcllergesührt
WSN Diez. 28 Mai Liefer läge entsprang nachmittags ein Strafgefangener dem Zentralge angnisse» Freiendiez. Erst nach langem cud)cm gelang es abend», ihn in Altendiez wieder zu fassen.
berliner Börse.
Berlin, 29. Mai. (WIV. Funkfpruch ) Nach der Dreitägigen Unterbrechung des Börsenverkehrs kommt das Geschäft heute früh nur sehr schleppend In Gang. Eine Tendern ist schwer erkennbar, flirenb wird empfunden, daß die gestrige Neuyorker Börse einen schwachen Verlauf genommen Hal. Kurse werden noch nicht genannt. Am Devisenmarkt hört man Pari« 124,02, Mailand 92,6-5, Spanien 29,17 zu 19, das Pfund 488,40 und den Dollar 4,1758.
«US Der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 29 Mat 1928.
Oer Ausgleich
ES fallt oftmals etwa» !chw«r gerecht zu frin. Keiner wlN da« natürlich sugefrm, denn da» Selbstgefühl und bi« Selbstgerecht igkett murren gtgen solche Eingeständaisf«. Uni) e* ist gleich, gültig ob man unter den Begriff Gerechtigkeit feine eigene Perlon stellt ober eine fremd«. Für sich selbst wird man meist ein« Meng« Ent- fchuldigungen bereit haben, oder aber, man läßt in einer peNim.Küchen Stund« fein gutes Haar an sich B«' anderen wird man um Io weniger (Antfchufdiaungen suchen und finden, je ferner sie un» stehen, oder auch, je näher sie uns stehen, tveil wir in dem einen Fall zu wenig, im andern zu viel 3nterefse besitzen.
Aber schließlich ist das wieder eine Sache für sich und besonderer Betrachtung wert. Bleiben wir einmal bei dem Fall, wo eS heißt. The geht aber auch alles schief im Leben! Oft genug kann man es hören 3» ist zwar lange nicht alle» verkehrt gelaufen, im Gegenteil Der Betreffende hat eine ungetrübte Jugend verlebt, ihm .st durch elterliche Fürsorge eine feste Grundlage, für feine Otifhnj bereitet worden, er hat es in her Wahl des ckihegefährten gut getroffen, di« Kinder gedeihen und wachfeir zu seiner Freude heran. Verluste hat er nicht mehr erlitten al» andere auch, und bleie Verluste find längst wieder wettgemachi Und doch findet das Wort de» Mißmut» den Weg über die Lippen ober fetzt sich wenigsten» fest, um Irgendwann einmal her» vorzubrechen. Warum? Well eine Kleinigkeit fehlging. während auf ihr Gelingen gerechnet wurde. Zu anderen Zeiten wäre man wohl über diesen kleinen Fehlschlag mit einem Achselzucken blntoeggegangen, aber in diesem Falle bauscht man ihn aus als wenn e» ein ungeheures Ereignis und der Weg in die Zukunft völlig versperrt wäre.
Oder auch e» fällt von Irgendeinem Menschen ein unbedachte» Wort gegen un». Cs braucht nicht sehr bM gemeint zu Tein; wir kritteln und mäkeln ja alle am lieben Nächsten herum, schon aus Freud«, alle» besser zu wißen als er. Auch andere Gründe können vorliegen. Man bemängelt, um sich selbst zu täufchen. Man empfindet Hinneigung und nicht genügend (Ermunterung. Man will fich wichtig machen, indem man den andern In» Scheinwerferlicht unterer Kritik zerrt. Und welche Gründe sonst Dafür oorhegen mögen. 3n einer Stunde der Selbstsicherheit würde eine solche Kritik kaum berühren. Vielleicht ist der Abstand zu groß. Vielleicht tagt man fich Du denkst viel zu eng und klein, um mich zu verstehen, deine ganze Erziehung ist nicht danach. um Menschen mit größerem Lebenstreite «recht werben zu können. Aber in dieter
künde fällt uns keiner von dielen Gedanken ein, wir stürzen un- auf das Wort wie einet, der sich in eine entgegenstehende Speerspitze wirfi, wir ziehen den Speer de» Worte» auch nicht au» der Wund«, sondern drehen ihn herum, ohne Unterlaß. Wir steigern unS immer mehr in Erbitterung hinein, bi» wir selbst denen Unrecht tun, die es mit uns wohl meinen. Und dann lagen wir vielleicht gar: DaS Geben ist ungerecht, die Menschen sind ungerecht und böS, die ganze Welt ist ein Tal des (31 end».
Keiner entgeht wohl immer solchen Stimmungen, und solche Stunden find selten stuchtbar und seaenSr.ich. 3n Ihnen entsteht Verbitterung, di« sich auSwachfen kann zum Mißtrauen gegen alle Welt. Und nicht nur zum Mißtrauen, sondern auch zur böswilligen Handlung gegen die Umwelt. Dabei vergessen wir ganz, baß un* kein Wohlwollen entgegenkommrn kann, wenn wir Mißwollen von un» schkeubem. Gs ist kein unbedeutende» Wort, das uns für solche Stunden eine Dichterin zurufl:
Ach, ich find' mich still ergeben, Hat man schuldlos mich betrübt; Ward ich öfter nicht im Leben Unverdient fo heiß geliebt? —r.
Daten für Dienstag, 29. Mai.
Sonnenaufgang 3.52 llhr, Sonnenuntergang 20.03 Öhr — Mondausaang 14 39 Uhr, Monduntergang 2.16 Uhr
1453: Eroberung Konstantinopels durch die lür- fen; — 1809: Sieg der Tiroler am Berg Isel; — 1880: der Philosoph v-wald Spengler in Blanken bürg am Harz geboren; — 1924: der Literaturhistoriker Albert Koster in Leipzig gestorben (geboren 1862).
Daten für Mittwoch, 30. Mai.
Sonnenaufgang 3.52 Uhr, Sonnenuntergang 20.04 Uhr — Mondaufgang 15.47 Uhr, Monduntergang MO Uhr
1265: Dante Aligheri in Florenz geboren (gestorben 1321); — 1431: Die „Jungfrau von Orleans", (kann, d'Arc, wird in Bauen verbrannt (geboren 1412); — 1525: Thomas Münzer, Schwärmer der
Beformanonszeit, wird in Rützlhaufen enthauptet (geboren 1490) — 1640 der Maler Peter Paul Ruben» in Antwerpen gestorben (geboren 1577), — 1778. der französisch« Lichter und Schrisisteller Francois Mari« Arauet de Voltaire in Paris gestorben raeboren 1694; — 1853: der Haler Vincent van Gogh in Groot Zuntzert in Brabant geboren (geworben 1890).
.. icuer <\>od)€umarttpreife.
SS kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Psund Butter 180 bi» 200. Matte 30 bis 35 Käs« (10 St. >6) bi.- 140;V.irsing 3 ; l.eiß raut 25 Rottraut 45 gelbe Rüben K; rote Ruben 15 bis 20; Spinat 20 bis 25; Römischkohl 20 bl» 25, Spargel 100 biS 130 Erbsen 60, Tomaten 130, Zwiebeln 20 bi» 25. Meerrettich 10); Rhabarber 20. Kaitaffeln 4 bis 5: Aep'ei 15 bis 40, Stachelbeeren 10 das Stück: Gier 11 bis 12; Blumenkohl 80 bis 180; Salat 20 bi» J); Salatgurken 60 bis 110; Ober-Kohlrabi 30 hiS 35; Lauch 10 biS 20; da» Bund RadieSch m 15 bis 20 Pfennig.
Vor nötigen.
Tagcskalenber für Dienstag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Der Weltkrieg. — Astoria-Licht'piele. Die SoUatcrbtn von Neuyork.
— Am Freitag. 1. Juni, abend» 8.30 Uhr. findet im Saalbau Safe Leib ein« Protest- Dcrfammlung statt gegen die von der Stadtverwaltung geplanten Erhöhungen der Gewerbe- und Grundsteuern. lowie des Wassergeldes. Wc- gui der Wichtigkeit dieser Tagesfrage erscheint es dringend geboten, daß alle Gewerbe- und Handeistreibend« sowie di« freien Berus« sich an dieser Versammlung beteiligen. (NährreS sieh« heutige Anzeige.)
•• Schöne Pfingsttage. Noch rechtzeitig am PfingstsamStag hatte sich der Wettergou eines Besseren besonnen und unS zu den Feiertagen strahlende Maientage gebracht. Der Regenvorhang. der seit Wochen öle Statur verschleierte, zerteilte sich, die kühle Temperatur stieg an, und warmer Sonnenschein erweckt« aNes Blüten- unö Blättcrwerk zu neuem Leben. Die prachtvolle Witterung entschädigte verdientermaßen die zahlreichen Wanderer und Ausflügler, die zu Himmelfahrt nicht auf ihre Kosten gekommen waren. Der Verkehr bei der Reichsbahn war naturgemäß an beiden Feiertagen außergewöhnlich lebhaft. Es mußten Sonderzüge nach verfchic- ! denen Richtungen g. ähren werden, fo nach Fulda. > Frankfurt. Siegen-Hagen und Hamburg. Alls ! biefe. tote auch die planmäßigen Züge waren außerordentlich stark besetzt. Den stärksten Verkehr brachte der Samstagnachmittag, der Scnntag- vormittag und der gestrige Montagabend. Der gesamte Verkehr konnte glatt abactoidclt werben, nennenswerte Verspätungen sind nicht vorgekommen. DaS außergewöhnlich und wider Erwarten schöne und warme Pfingsttoetter hatte natürlich auch eine Menge Spaziergänger und Ausflügler herausgclockt. Die Ausflugsorte dürften diesmal auf ihre Rechnung gekommen sein. Erfreulicherweise sind beide Feiertage ohne Unfälle oder sonstige Zwischenfälle verlaufen, so daß die Polizei nicht in Aktion zu treten brauchte.
•• Der Waldweg zu den Schieß- ständen. Oestlich der Kaiserallee nächst dem Schützenhaus und her Slraßenbahnsch.eise führt ein Waldweg noch den Militärfchießständen. der früher als einet der schönsten Spazierweg« an- zusprechen war. Durch die Anlage der Tennisplätze und der Straßenbahnschleife vor einigen Sagten ist der neben dem Weg herziehende Waldstreifen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Reuerdings ist nun auch auf der Westseite dieses Weges für die geplante Erweiterung der Schießstände des Schühenvereins der Waldstreifen stark gelichtet. Hinzu kommt, daß in dem jetzt noch stehenden Waldsaum Abfälle aller Art lagern, so haß dar Desamlanblick dieses Waldzuganges heute keine Zierde bildet. Forst- und sonstige Behörden sollten alle- ausbieten, daß dieser Waldweg nebst Umgebung alsbald wieder in den Zustand versetzt wird, in dem er sich vor Jahren be and.
•• Unalücksfall. Am SamStagvormittag verunglückte der in der Eisengroyhandlung Heimer u. To. beschäftigte Heinrich Wagner auS Großen-Duscck. Gr ließ eine schwere Schiene fallen und erlitt dabei einen Knöchelbruch. DaS Städtisch« SanitätSauto verbrachte den Verunglückten In die Chirurgische Klinik.
WSN. 3 m Bett nicht tauchen? 3m Krankenhaus zu Köln verstarb ein 30jähriaer Kausmann an starken Brandwunden, die ec sich dadurch zugezogen hatte, daß et sich mit brennender Zigarette in« Bett gelegt hatte, eingeschlasen war und das Seit Feuer sing. Er erwachte, al- sein Nachthemd bereits In Flammen ft and. Bei den Rettnuasversuchen und beim Entfernen der brennenden Bekleidungsstücke wurde auch der Vater deS Verstorbenen erheblich an Händen und Füßen verletzt.
Buntes Allerlei.
Das Fernsprechnetz In unferem Körper.
Die Ähnlichkeit, die eine Telephonanlage mit unserem Nervensystem hat, ist bereits vielsach hervorgehoben worden. Aber eine eingehende Betrachtung, wie sie in „Reclams Universum" angestellt wird, setzt diese Uebereinstimmung erst ins rechte Licht. Wie bei dem Fernsprechnetz einer Großstadt bestehen auch die Nervcnorgane aus einer Anzahl unabhängiger Ginzelapparate, die zwar durch Leitungen mit dem Hauptsystem in Verbindung stehen, sonst jedoch ein Sinzeidasein sühren. Jede Nervenzelle bildet mit allen ihren Leitungen eine biologische Einheit, baS sog. Neuron. Die Neuronen stehen mit den Nachbar- neuronen durch Nervleitungen In Verbindung. Die Herstellung dieser Verbindungen erfolgt nun ganz ähnlich wie beim Fernsprechamt durch eine Art von .Stöpseln", indem nämlich die seinen Nervenenden durch Streckung mit den Nachbarneuronen in Kontakt treten und durch Zurückziehung die Verbindung unterbrochen wird. Wie be den einsachen Verbindungen im Fernsprechverkehr sind die Sinzelneurvnen nur selten „Empfänger". sondern vermitteln baS Smpsangsergeb- nis an daS Amt, inbem sie die empfangenen Reize an bas Zentralnervensystem weitergebcn. Die einfachst« Leitung zwischen zwei Neuronen ist di« Neslerleitung. Bei ber bekannten Untersuchung der Reflexe, bei ber mit einem kleinen Hammer gegen bie gestreckte Sehne deS Kniemuskels geschlagen wirb, spielt sich solgender Vorgang ab: Die Reizung burch den Hammer wirb durch einen sensiblen Nerv nach dem Rückenmark geleitet und dann durch Vielsache Umschaltung an einen motorischen Nerv weitergegeben, der den betreffenden MuSkel zur Zusammenziehung reizt und daS Bein in Zuckung versetzt. Bei diesem einfachsten .Telephonieren" im Körper bleibt baS Bewußtsein ganz unbeteiligt. Viel verwickelter finb bie Verbindungen, bei denen unser Bewußtsein ober ber Derstanb in Tätigkeit tritt. Wenn wir z. B. einen Schlüssel vor unS sehen unb daraufhin .Schlüssel" sagen, so vollziehen sich im Laufe von 1 R Sekunde die folgenden Vorgänge: Die Linse des Auges wirst bas Blib aus bie lichtempfindlichen Nerven ber Netzhaut. Diese erfährt durch bie Einwirkung deS Lichts eine chemische Reizung, bie von den Nerven ber Netzhaut durch Den Sehnerv »um optischen Zentrum b«S GehirnS toeltetgeleltet wird. Wie bei btt Photographie wirb baS Negativ in ein Positiv verwandelt. kopiert unb durch bie Sehkraft nach bem Projektionsapparat toeltec- gefanbt, der das Bild aus ber Erinnerungstafel im Gehirn entwirft. Diese ErinnerungStasel, auf b«r alle Bilbeinbrücke ber Vergangenheit registriert finb, vergleicht bas Bilb mit dem früheren
Eindruck desselben Gegenstandes, unb wenn bie bie Aehnlichkeit festgestellt hat, läßt sie bie be» fressende Bezeichnung, also ..Schlüssel", aus bem Erinnerungsseld für Woribilhcr im Gehirn .aufleuchten". Durch jahrelange tägliche Hebung find wir gewohnt, Erinnerungsbilder in Wortbilder zu verwandeln, unb das motorische Sprachzentrum gibt sofort durch bie Leitung über bas Rückenmark ben Besehl an bas Sprachorgan, den Lustsfrom der Ausatmung In bestimmte Schallwellen zu spalten, wodurch das Wort .Schlüssel" ausgesprochen wird.
(Ein Autobus von einem Privataulo umgeworfen.
3n Agram ereignete sich in der Hauptstraße der Stadt ein furchtbares Automobilunglück. Gin Privatautomobil fuhr auj einen Ausflügler- autobu» auf, der umstürzte. Ein vier Jahre alles Mädchen wurde lot unter Lern Autobus hervoruezogen, neunzehn Personen erlitten schwer« Verletzungen. Die Hnt«r- suchung ergab, baß bet Ehausfeur des Automobils keine EHausse urprüfung abgelegt unb dne Legitimation an einer nicht kvnzesswiiiLr.e.i u->au,seurschule erhalten hatte. Die Polizei hat ben Besitzer ber Schule sowie ben Chauffeur verhaftet
Haftentlassung Cangfo
Der gegen den Farmer Langkopp wegen des Attentats auf das Reichsentschödigungsamt erlaffene Haftbefehl ist von her Strafkammer hes Landgerichts 11 auf Antrag des Verteidigers gegen eine Sicherheitsleistung von 2000 Mark aufgehoben morden. Da die Summe sofort in bar hinterlegt wurde, Ist Langkopp au» der Haft entlassen worden.
(Eine unsinnige Wette.
3n Groß-Lisewih bei Schwerin wettete ein Arbeiter mit einem Kollegen, baß er eine Weinflasche voll Kognak hintereinander austrinken werde. Der llngludlitie führte sein Vorhaben auch aus. starb aber trotz schneller ärztlicher Hils« bald darauf.
WUNNER“'1 BITUMENWERKE 6x uUNNA i W
^(».•"peisT KNKEiiTHOEÜ,L, ü.kNikUk»»k"^ MilikUj'
6HUN--kfl6|h»;p ,gg|nerJ_TROCKEN ftiW^^BlNET K flOLD___EXTtU B gäJS
Bekennte deutsche Sektmarken im Markenschutzverband. Behm W. 15:
Der ihnen vertraute Name aut der Flasche Sekt für den eine bekennte Firma bürgt und einsteht, bietet nicht nur Gewähr für zuverlässige Güte, sondern unterrichtet Sie bereits vorher über die von ihnen jeweils bevorzugte Eigenart
Jece der untenstehenden Marken kostet in den Weinhendlungen und ein- schiägigen Ladengeschäften nur RM ß M die e,„eCM. steuer
. . 3.76 . halbe . -
uch in Jkrtm Heim darf guter deutscher Seht nicht fehlen!


