Ausgabe 
27.4.1928
 
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Nr. 99 viertes Blatt

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)

5reitag, 27. April 1928

Wirtschaft.

.Börfe und Geldmarkt.

Dem Aprilheft der .Wirtschaftlichen Mit- ieilungcn" der Deutschen Bank entnehmen mir folgende Angaben.

Wahrend im März die Wechsehiehunßen mit 4,7 Milliarden Mark eine erhebliche Steigerung überhaupt ein Höchstmaß seit der Stabilisierung aufwiesen und somit da- Anhalten der kon­junkturellen Hochspannung anzc-rgten. lassen die bisher veröffentlichten PrrchultionS- und Um- schlag-Kissern im April auf ein leichtes Aachlassen der Konjunktur in ein­zelnen WirUchaUe^wcigcn schließen. Aus der anderen Seite zeigt der «greulich gebesserte MärzauSwei» der Außenhandelsbilanz, daß die durch Aationolisierung gestärkte deutsche Wirtschaft ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt steigern konnte.

In dieser Situation ist es. nicht zuletzt für die Börse, von nicht au unterschätzender Be­deutung. daß immer mehr die Vorstellung eine- Konjunkturverlauss nach dem bekannten Schema, daß also die Phase der Hochkonjunktur von einer Krisis mit nachsolgender Depression abge- löst werde, ins Wanken gerät.

Seit unserer letzten Berechnung im März hat sich da- durchschnittliche Kursniveau der an der Berliner Börse gebandelten Aktien um 5 Punkte, das der variablen Werte sogar um 9 Punfte gehoben. Diese an sich nicht über­mäßige Auswärtsbewegung der Aktienkurse, zu der das Zusammentreffen von ZinStermin und DividendenauSzahlung. auf das wir in unserem letzten Monatsbericht hingewiesen hatten, bei­getragen haben mag. ist aber deshalb beachtens­wert, weil an ihr in zunehmendem Maße daS Publikum beteiligt war und das Interesse des Auslandes, namentlich für einige Spe- zialwerte. deutlich zum Ausdruck kam. ZweUel- los hat die in vielfach erhöhten Dividenden- crflätungen für das Geschäftsjahr 1927 zum Ausdruck kommende gestiegene Rentabilität der Unternehmungen aus die Anlageneigung ebenso günftig gewirkt, wie das obenerwähnte R a ch - lassen deS Konjunkturskeptizismus. der nur insofern neue Rührung erhielt, als der Schiedsspruch im rheinisch-westsälilchen Kohlenre­vier die Möglichkeit eine» allgemeinen Preisauftriebs nähergerückt hat. Die leichte Entspannung aus dem Geldmarkt, die ebenfalls die Bewegung auf den Aktienmärkten begünstigte, hätte in einem weiteren Sinken de» PrivatdlSkontfayes deutlicher zum Ausdruck kommen können, wenn nicht zur Ausgabe von Schatzwechseln geschritten worden wäre. Schließ­lich bleibt al» weitere Erklärung dieser Auf- wärtSbewegung eine technisch sehr gesunde Dör- sensituation. die durch das geringe AuSmaß der für Reportzwecke zur Verfügung gestellten Gelder gekennzeichnet wird. Report» und Lom­bard» aller Kreditbanken, die ZweimonatSbi- lanzen vorlegen, machten Ende Februar 1928 nur 6,6 v. H. der Kreditvrensumme au», während Ende Februar 1927 da» Verhältnis der Report» und Lombard» zu den Kreditoren 13,3 zu 100 war.

Bei der Plazierung von Inlandsan­leihen, deren Produktion im ersten Quartal 1928 600 Millionen Mark überschritt, spielt das Ausland nach wie vor eine wesentliche Rolle, obwohl auf ausländischen Märkten selbst bereits wieder erhebliche Beträge an deutschen festver­zinslichen Werten im März 165 Millionen Mark emittiert werden.

Reue achtprozentige hessische Staatsanleihe. Ein Bankenlonforiium unter Führung der Deutschen Bank. Frankfurt a. M.. dem außerdem noch die Commerz- und Privat- bank, die Divection der Diswntoaefellfchaft, die Dresdner Dank, die Mitteldeutsche Treditbank, die Rheinische Ereditbank. das Ban'hau» 3. Dreyfus & To., die Hessische LandrSbank, die Hessische Stommunalc La.idesbank und die Hessi­sche Girozentrale aigebötcn, hat mit dem hessi­schen Staate eine achtprozentige Anleihe im Betrage von 6 Mill. Mk. abgeschlossen. Die An- leilc wird fünf Jahre unkündbar sein und als­dann innerhalb von 20 Jahren amortisiert. Die Auslegung zur Zeichnung wird bereit» anfang» nächster Woche erfolgen. Der Emifsionskur» be­trägt voraussichtlich 94,50 Prozent.

(Erbölborungcn in der Südpfalz. Sei der im Gang befindlichen Bohrung auf Erdöl auf dem In der Südpfalz gelegenen Konzessions-

gelänbe der J.-G.Farbeninduftrie 2L-®, Frank furt a. M, haben sich, wie der WTB -Handelsdienst erfahrt, in betracht!.cher liefe Veli puren gezeigt Ob darauf auf irgendwelche nennenswerte Deloor kommen gefchlosten werden kann, steht vollständig dahin.

* Metallbank und Metallurgische Gesellschaft 21.-®., Frankfurt a. M. Die außerordentliche Generalverfammlung ge­nehmigte da» mit der Firma Merton & To., London getroffene Abkommen, wonach die im Besitze dieser Firma befindlichen 2.340 Millionen Mark Vorzugsaktien. Serie 2, in Stammaktien umgewandelt werden unter Zuzahlung von 20 Prozent des Rennwerte». Gleichzeitig wurde be­schlossen. die Auskorderung an die Inhaber der übrigen Vorzugsaktien Serie 2 zu richten, diese Vorzugsaktien In gleicher Weise unter Zuzahlung von 20 Prozent de» Nennwerte» in Stamm­aktien umzuwandeln Wie bereit» gemeldet, wer­den 5 Millionen Etammaltien zu Options­zwecken auf die bekannte 750 000 Pfund-An­leihe der Metallbank benötigt

' Mansfeld A.-G. für Sergbau und Hüttenbetrieb. Die G.-D. der Mansfeld A.-G für Bergbau und Hüttenbetrieb. Eisleben, erledigte die Regularien. Zu dem Erwerb eine» Postens Aktien der A.-G. für Bergbau. Blei und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen gab Generaldirektor Reinhold die Crllärung ab. die Verwaltung habe bei diesem Erwerb nicht nur ein kapitalistisches Anlageinteresse, son­dern verbinde damit auch weitere Pläne. Heber die derzeitige Entwicklung de» Unternehmens führte er u. a. aus: Im Kupserschieserbergbau haben sämtliche Betriebseinrichtungen storungs- los gearbeitet. Die erzeugten Mengen konnten abgesetzt werden. Bei dem Kupfer- und Mefsing- toerl hat die befriedigende Befchäftigung bis heute angehalten. D e westfälischen Steinlo. lenbergwerke sind der gleichen Entwicklung unterworfen, wie die Steinkohlenbergwerke überhaupt. Die fchwie- rige Lage de» Ruhrbergbau» wird fich nur durch eine Erhöhung der Kohlenpreife mindern lafsen. Bei der Halleschen Pfännerschaft haben sich der Braunkohlenbergbau, die Salinenbetriebe und Glashütten bisher normal entwickelt. Hinsicht­lich der Preise für die Haupterzeugnisfe Kupfer. Blei und Zink find nennenswerte Aenderungen nicht eingetreten. Mit einer Steigerung der Preise dürste Podäufig kaum zu rechnen fein. Sofern die Lohnfrage befriedigend geregelt werden kann und in den übrigen Verhältnissen eine wesent­liche Veränderung gegen heute nicht eintritt, hasst die Verwaltung auf einen befriedigenden Abschluß.

* 2l. - G. für Zellstoff- und Papier- sabrikation Aschaffenburg. In der gestri­gen Aufsichtsratssitzuno wurde beschlossen, der auf den 23. Mai nach Aschaffenburg cinzuberufendcn ordentlichen Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 12 Proz. (i. D. 10 Proz.) vor- Zuschlägen.

Mannheimer Gewerbebank. In der Gläubigeroersammlung bedchtete der Revisor über den Status der Bank. Von dein an die Beamtenbank gegebenen Kredit müssen 700 000 Mark wahrschein­lich als verloren angesehen werden, dazu kommen noch 600 000 Mark Verlust aus dem regulären Ge- schäft, so daß der Gesamtocrlust wohl 1,3 Millionen Mark betragen wird.

Maschinenbaugefellschaft Karls­ruhe. 9n der Aufsichtsratssitzung wurde die Jah­resbilanz nebst Gewinn- und Derlustrechnung vor- gelegt, die einen Verlust von 34 862,47 Mark auf- weist. Der Umsatz des Geschäftsjahres 1927 stellte sich um 20 Prozent höher als derjenige des Vor­jahres. Auch der derzeitige Auftragsbestand, der ca. 3,6 Millionen (gegen 2,5 Millionen zur gleichen Zeit des Vorjahres) beträgt, hat eine recht beträcht­liche Steigerung gegenüber dem Vorjahre erfahren. Die Gefellschait vermochte trotz dieser günstigeren Allgeineinoerhältnisse im ersten Jahr nach der Sa- nterung noch keinen Gewinn zu erzielen. Dagegen besteht die Hoffnung, daß nach Durchführung ver- schiedener im Gang befindlichen Reorganisations­und Rotionalisierungsmaßnahmen die Gesellschaft in absehbarer Zeit wieder günstigere Ergebniste er- zielen kann.

Rorddeutsche Grund - Eredit- B a n k, Weimar. Die zur Gemeinfchastsgruppe Deutscher Hypothekenbanken gehörige Bank, die It. Mitteilung in der kürzlich abgehaltenen Gene­ralversammlung in diesem Iahre bisher eine Vermehrung ihre» Absatzes an Pfandbriefen und Schuldverschreibungen um 14.5 Mi'lionen Gold­mark zu verzeichnen hat. legt weitere je zwei Millionen Goldmark ihrer an der Berliner Vöde bereits eingeführten öprozentigen Gold-Pfand­

briefe Emission XX (amtlicher Kurs zur Zeit 09 Vroz.l zum Vorzugskurse von 97.75 Prvz ui.d kprozcn igonAc Id-Kommunal Schuldvedchrei- bungen Luns ion XVIII (amtlicher Kurs zur Zeit 95.50 Prozft zum Vorzuaskurfe von 95 Prvz. zur Zeichnung auf. Plandbrrese und Schuldverschrei­bungen finb vor 1. Oktober 1933 nicht rückzahl­bar und genießen nach Thüringischem Gesetz Mündelficherheit Zeichnungen werden bis »um 15. Mai durch alle Bankfirmen und Sparkassen entgegengenommen. Man beachte die gestdge Anzeige

Aranksurter Börse.

Frankfurt a. M , 27. April. Tendenz: fester Du feste Haltung der gestrigen Abenddörse übertrug sich auch auf den heutigen Vormittagsver- kehr. Nach dem glatten und reibungslosen Verlaus der Ultimoliquidation, wie man ihn allerdings auch meist erwartet hatte, sah sich die Spekulation zu Deckungskäufen veranlaßt. Die Hauplanre­gung ging jedoch wiederum von der außer­ordentlich st orten Nachfrage nach Spe- zia 1 werten aus. Hier wurden vom Au s 1 a n d weitere Käufe vorgenommen, doch auch die Danken- kundschaft soll, durch die meist feste Stimmung an­geregt, verschiedentlich, wenn auch zögernd, mit Siauf- orders an den Markt gekommen sein. Das Geschäft war im allgemeinen ziemlich belebt. Gefragt waren vor allem die rheinischen Aohlenwerte, von denen Ilse Bergbau erneut 9 v H, Rheinische Braunkohlen 9,5 o. H. anziehen konnten. Stärkeres Intereste machte sich ferner wieder für die Zell- ft o f f ro e r t c geltend, auf die Dioidendenerhohung durch Zellstoff Aschaffenburg. Waldhof lagen 5 v. H. und Aschaffenburg 3 o. H. höher. Weiterhin waren K a 1 i ro c r t e verlangt, auf den befriedigenden Kali­absatz. Bevorzugt waren Salzdetfurth mit plus 9,5 o. Sy, Westeregeln zogen 3,5 v H an. Karstadt lagen erneut 3,5 v. H sester. Am Elektromarkt tonn­ten Gesfürel 3,5 o Sy, Bergmann 5,25 und Siemens 25 v. Sy anziehen. Der E h e m i e m a r k t blieb ver­nachlässigt I.-G.- Farben blieben nur knapp be­hauptet Scheideanstalt gewannen 1 v. H Im übrigen ergaben sich meist 1Ä o. H.-Kursbesserungen. Am 21 u t o m a r f t gewannen 91511. 2,5 o. Sy Im Frei­verkehr verzeichneten die amerikanischen Kunstseiden- werte wieder lebhafte Umsätze. Amerikanische Enka 80 (Geld). Am Rentenmarkt lagen besonders Anatolier lebhaft und stark erhöht, auf die wahr­scheinliche Wiederaufnahme der Ankaufsverhandlun- gen. Ferner blieben Serben gefragt. Deutsche Anleihen lagen still. Im weiteren Verlauf wandte sich den F a r b c n ro c r t e n großes Interesse zu, und I.-G.- Farben zogen 2,5 v. Sy an. Im übrigen blieben die Kurse etwa behauptet Der G e l d m a r k t war weiter etwas reger. Tägliches Geld 6,5 o. H. Am Devisenmarkt nannte man Reichsmark gegen Dollar 4,1805, gegen Pfund 20,40. London gegen Kabel 488,07, Paris 124,02, Mailand 92,60, Madrid 29,30, Holland 12,11

Bcrlinc Börse.

Berlin, 27. Avril. Nachdem die Ultimo- ab Wicklung einiger Makler glatt durch- geführt war, hatte sich schon im gestrigen Nach- mittags- und heutigen Dormittagsverkehr eine all- gemeine Besestigung durchgesetzt. Für heute regte in erster Lime die Nichterhöhung der Neu- yorker Bankrate an und veranlaßte zum Teil auch außenstehende Kreise zu neuen Käufen. Wenn es hierbei zu Kursübedreibungen kam, so dürste in erster Linie das Fehlen der Limiteoerkäufe dafür verantwodlich fein. Nicht in allen Weden konnten sich die hohen Dormitlagskurse behaupten, doch war die Tendenz zum offiziellen Beginn immer noch recht fest. Die alten Favoriten standen im Dor- dergrund und erzielten Gewinn- bis zu 11 v. H. Großes Geschäft entroitfcltc sich wieder in K u n st - seidewerten und im Zusammenhang damit in Zellstoff Waldhosaktien. Farben- und Man­ta n w e r t c lagen vernachlässigt, aber auch hier betrug die flurefteigerung, wie bei den meisten Pa­pieren, 1 bis 3 0.5). Anleihen ruhig Aus­länder reger und Anatolier auf die bereits gestern gemeldete Wiederaufnahme der Ankaufs­verhandlungen 1 bis 3 o. H. fester. Auch Türken 1 d.Sy fester und ziemlich lebhaft. Pfandbrief- markt sehr still. Farben-Bonds ca. 145 bis 146. Beachtenswed ist die angespannte Lage des Geldmarktes. lagesgelb 15 bis 8,5 d. Sy, Monatsgeld nominell 15 bis 85 d. Sy, Geld über Ultimo 7,5 bis 95 o. Sy Warenwechsel ohne Umsatz. Im Verlaufe wurde es auf (Blatt- ftcUungen der Spekulation allgemein etwas schwä­cher. Bemerkenswert war das Angebot in Polo- phon-Aktien, die schon relatw schwach eröff­neten und vorübergehend bis auf 436 o. Sy ge­drückt waren, später aber noch 6 o. Sy über An­fang, mit 449 o.Sy, gehandelt wurden. Ueberhaupi

wurde es, von Farben ausgehend (plus 3 v H ). wieder recht i e st. In Ille Bergbau blieb da» Geschäft unter Schwankungen lehr lebhaft. Bem- berg büßten ca. 5 v H. ihre» anfangs über 20 v. H. betragenden Gewinnes «in.

tyraiitjurur ^ctrcidcborsr.

Frankfurt a. TL. 27. AprU. Zum Wo- chenschluß verkehrte der Frankfurter Produkten- markt in sehr Hiller Haltung Die etwas niebngerrn Au»landsnoti erringen bewirkten bei den Händlern eine größere Zurückhaltung, so daß Umsätze kaum zustande kamen. Die Grund- stimmung blieb jedoch weiter fest, da das Ange­bot auch im allgemeinen sehr klein war Die Preise lind unverändert Ss wurden notiert Weizen 1. gut. gefund. trocken, bis zu 1 Prozent Aus wuchs 27,50. Roggen 29.25 bts 29.50. Hafer, inländischer 27,75 bis 28.25. Mai, (gelb) für Futterzwecke 24. Mai» (gelb) für andere Zwecke 25.25, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 38.50 bi» 39.75. Roggenmehl 39 50 bU 41. Weizen- Qeie 15.50 biS 15,65, Roggenkleie 17. Tendenz fest

Berliner Produktenbörse.

Berlin. 26. April Die Aufwärtsbewegung der Dreise sand beule am Produktenmarkt ihre Fortsetzung, wosür vor allem die festen über­seeischen Marktmeldungen maßgebend waren. Die polnischen Käuse in deutschem Weizen waren wiederum zu beobachten, die Rachsrage ist aber keineswegs mehr so dringend Andererseits zeigen aber auch die Berliner Mühlen wieder regeren Begehr, namentlich nach mitteldeutschem Weizen, so daß sich die Preise sowohl für essektive Ware als auch am Lie'erungsmarkte zu beseitigen vermochten. Roggen war in den Auslandosserten besonder» stark erhöht, in deutschem Roggen sanden zu billigeren Preisen als in der Vorwoche erneut Exportverkäuse nach Polen statt. Die Ber­liner und die Provinzmühlen find für den nur spärlich angebotenen deu.schen Rozgen gleichfalls zu etwa 2 Mark höheren Preisen al» gestern Käufer. Am LieserungSmarkte machte sich wie­der lebhafte DeckungSsrage bemerkbar. Weizen­mehle in den geringeren Qualitäten wieder leb­hafter gefragt, die Preise sind für Weizenmehle um etwa 50, für Roggenmehle um etwa 25 Pf. pro Sack erhöht. Der Konsum entschließt sich aber nur zögernd, die höheren Preise zu zahlen. Haser liegt etwas sester. Bei fortwährend fnap» pem Angebot bewilligt der Esport verschiedent- lich höhere Sorberunien, während der Konsum immer noch Zurückhaltung beobachtet. Gerste hat sehr Heine» Geschäft. SS notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer (74,5-ke/ßl-Gewicht). 273 bis 276, Mai 287,50 bi» 286,50. Juli 295 bl» 294 bis 295 (f öfter), Sept. 275,50 bi» 276 Geld, Rog­gen, märkischer (69- !.I-Gewicht), östliche Sta­tionen über Rotiz, 287 M» 289. Mai 303 bi« 302,50, Juli 277 bi» 276.53 Bdes, Sept. 252.50 bis 253 (feft); Sommergerste 254 bi» 290 (be­hauptet)- Haser, märkischer, 263 bis 269, Mai 272, Sept. 226 bis 227 (sester): Mais, zollbeg. Futtermais. 239 bi» 243 I stetig); (100 Kilos Weizenmehl 34,25 bis 38 (fest): Roggenmehl 38.75 bis 40,75 (fest): Weizenkleie 18 (fest): Weizenkleie-Melasse 16,50 bi» 17: Roggenkleie 18,5u (fest): Diktodaerbsen 51 bis 61: kleine Erbsen 36 biS 39; Futtererbsen 25 bis 27; Pe­luschken 24 bi» 24,50; Ackerbohnen 23 bi» 24; Wicken 24 bi» 26; Lupinen (blau) 14 bi» 14,75; Lupinen (gelb) 15 bis 15,80; Serradelle (neu) 24 bi» 28; Rapskuchen 18,80 bi» 19.

Letzte Nachrichten.

Der Klug der Bremen,=Stieger nach Washington.

Washington, 27. April. (WTB. Funk­spruch). Die Dremcnflieget werden zur Be­erdigung BeneHS um 3 Llhr nachmittag» erwartet. Die reine Flugzeit von Lake vt. 2Ignc» beträgt etwa 9 Stunden, von ne- seld erklärte, daß die von der .Bremen" mit­genommenen Flaggen der Vereinigten Staaten, de» Iren-Freistaate», Deutschlands, des Rotdd. Lloyd und der Hapag am Grabe DenettS niedergelegt werden würden. Man nimmt an. daß die Flieger bi» ©am»tag in Wa­shington bleiben und von hier am nach­mittag in Mitchelsield eintreffen werden. Bei dem gestrigen Empfang in Lake St. Agne» war auch der deutsche Generallonsul Kempff- Mvntreal antoefenb. Abb6 Savard von der Sabie Bay begrüßte die Flieger, worauf von- nefelb antwortete und für die gastfreundliche Ausnahme dankte.

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Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reich«bankdi»kont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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