Rekioratsiwergabe in Darmstadt.
Staatspräsident Adelung Dr. ing. h. c.
WSR. Darmstadt, 25. Oft. 3n d:r üblichen feierlichen Weise fand heute mittag in der Otto« Berndt-Halle der Technischen Hochschule die Rektoratsübergabe an den neuen Rektor Professor Dr. Rau statt. Rach dem feierlichen Einzug der Professoren und Ehrengäste, sowie der farbentragenden Verbindungen, die sich um die Bühne gruppierten, gab Prorektor Professor Dr.-Jng. Kammer einen Rückblick auf das Studienjahr 1927/28 und führte dann den neugewähl'en Rektor in sein Amt ein, indem er ihm die Amtskette anlegte. Die erste Amtshandlung des neuen Rektors war die Ernennung des Staatspräsidenten Adelung zum Dr.-Jng. ehrenhalber. Der Rektor verwies darauf, daß Staatspräsident Adelung schon als Bürgermeister von Mainz im 3nteres e von Volk und Land schwierigste politische Probleme gelost habe. Staatspräsident Adelung, der bekanntlich schon seit einem Jahr Ehrensenator der Universität Gießen ist, nahm die Urkunde in Empfang und dankte in kurzen Worten für die außerordentliche Ehre, die ihm von der Technischen Hochschule erwiesen worden sei. Gr erblicke hierin den Ausdruck des Vertrauens und Verständnisses der Tech- nischen Hochschule für die Aufgaben, die in schwerer Zeit von der Regierung, gestützt auf die Volksvertretung, zur Erhaltung und zum Ausbau der Technischen Hochschule erfüllt worden seien. Er werde sich bemühen, der großen Ehre würdig zu sein. Darauf hielt der neue Rektor seine Antrittsrede über „Die neueste Entwicklung der Atomphysik'.
30 Zahre Industrie- und Handelskammer Iriedbera.
WSN. Friedberg, 25. Oft. Heute konnte die Industrie- und Handelskammer für die Kreise Friedberg, Büdingen und Schotten auf die 30jährige Wiederkehr ihrer Gründung zurückblicken. Das 25jährige Jubiläum fiel in die Zeit der Inflation. Dieser Umstand schloß jede Festlichkeit aus. Im Jahre 1893 wurde an den Gemeinderat der Stadt Friedberg der Antrag gestellt, wegen Errichtung einer Handelskammer bei der Staatsregierunß vorstellig zu werden. Fünf Jahre lang zogen ßch die Verhandlungen mit der Regierung und den Landständen, denen die Forderung zur Beschlußfassung oorgelegt werden mußte, hin. Am 7. Mai 1898 wurde die Bildung einer Handelskammer durch die Regierung genehmigt. Die Veröffentlicbung der entsprechenden Bekanntmachung des Ministeriums erfolgte am 20. Mai 1898. Der Handclskammerbezirk umfaßte nach dieser Bekanntmachung die Städte Friedberg, Bad-Rauheim, Butzbach, Vilbel und einige Landgemeinden des Kreises Friedberg. Die erste Wahl zur Großh. Handelskammer fand am 16. September 1898 statt. Unter dem Vorsitz von Kreisrat Dr. Braden wurde am 25. Oktober 1898 die erste Sitzung abgehalten. Die Versammlung wählte bei dieser Gelegenheit Kaufmann Wilhelm Fertsch als ersten und H. L. Langsdorf als zweiten Vorsitzenden. Schon bald erwies sich die wirtschaftliche und finanzielle Basis der Kammer als au klein. Man dachte an die Erweiterung des Hanoelskammerbezirks durch Ausdehnung auf die übrigen Orte des Kreises Friedberg und die Einbeziehung der Kreise Büdingen und Schotten. Die Zuteilung dieser Bezirke erfolgte mit Wirkung vom 1. Januar 1900. Don diesem Zeitpunkte ab erhielt die Kammer die Bezeichnung „Großh. Handelskammer für die Kreise Friedberg, Büdingen und Schotten". Gelegentlich der Neuordnung des Han- delskammerwesens durch Gesetz vom 22. August 1902 wurde die Zahl der Wahlbezirke auf acht berausgesetzt. Es kam noch der Wahlbezirk Laubach hinzu.
Im Dezember 1914 wurde eine neue Einteilung der Wahlkreise oorgenommen. Damit zugleich erfolgte die Abtrennung des Amtsgerichtsbezirks Ortenberg von den anderen Bezirken und die Neu- bilduna des Wahlbezirks Ortenberg. Nunmehr betrug die Zahl der Wahlbezirke neun, die heute noch zu verzeichnen ist. Im Laufe der Jahre erhöhte sich die MitgliederAahl auf 19. Der erste Präsident der Kammer, Kaufmann W. F e r t s ck (Friedberg) verblieb bis zum 22. Mai 1912 im Amt. Sein Tod bedeutete für die Kammer einen schweren Verlust. Erster Syndikus der Kammer war Rechtsanwalt Dr. B e r n b e ck , später Oberkonsistorialpräsident in Darmstadt. Er schied bereits im Jahre 1899 aus den Diensten der Kammer. Als seinen Nachfolger bestimmte die Kammer durch einstimmigen Beschluß Rechtsanwalt und Notar Stahl (Bad-Nauheim). Diesen Posten hat Notar Stahl heute noch inne.
Als wissenschaftliche Assistenten waren bei der Kammer eine Reihe von Herren tätig, die heute zum Teil hervorragende Positionen bekleiden. Zwei Herren sind auf dem Felde der Ehre geblieben. Seit 1925 versieht Dr. Goebel die Stelle eines wissenschaftlichen Assistenten bei der Kammer. Wenn die Industrie- und Handelskammer Friedberg unter ihrem Präsidenten, Kommerzienrat Langsdorf (seit 1912), heute eine geachtete Stellung im Kreise der deutschen Handeskammern einnimmt, so dankt sie das der verständnisvollen Zusammenarbeit ihrer Mitglieder sowie dem Weitblick und der Tüchtigkeit des Vorstandes und der Geschäftsführer.
Verband der heff.VerValtungsamtmSnner
Der Verband der hessischen Verwaltungsamtmänner hiLlt in Oppenheim feinen 2 5. Derbandstag ab. Die Jubiläumsfeier zeigte im Rahmen einer durch den Derbandsvorsitzenden Ritz geleiteten Veranstaltung, daß es sich um eine beachtenswerte, für die hessische Verwaltung wertvolle Beamten- gruppe handelt, die dort ihren Jubeltag würdig beging. Es hatten sich eine ganze Reihe von Gästen aus Oppenheim erngesunden. Als Vertreter des Kreisamtes war Kreisdirektor Herberg, als Vertreter der Stadt Oppenheim in Verhinderung des Bürgermeisters der Beigeordnete erschienen. Auch die benachbarten und befreundeten Verbände hatten ihre Vertreter entsandt und ließen Glückwünsche für die weitere Entwicklung überbringen. Der Minister des Innern war durch Oberregierungsrat Schwamb vertreten. Der Staatspräsident war durch anderweitige Inanspruchnahme verhindert. Die Gründer und Führer des Verbandes wurden in gebührender Weise geehrt. Der Erfolg ihrer Mühen, die Geltung und das Ansehen des von ihnen gegründeten und geleiteten Verbandes, werden ihnen Genugtuung sein für ihre uneigennützige Arbeit zum Wohle ihrer Kollegen.
Die Tagung verlief sowohl in ihrem festlichen, als auch in ihrem geschäftlichen Teil angeregt und brachte, als Höhepunkt der Tagung, ein eindrucksvolles Bekenntnis zum Volksstaat und zur Dollsgemeinschaft. Der bisherige Vorstand ist auck für die kommende Wahlperiode wieder- gewählt worden.
Wirischast.
Oie Reichsbank am 23. Oktober.
Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 2 3. Oktober hat die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 182.1 Mill, auf 2088,7 Mill. Mk. abgenommen: im einzelnen haben sich die Bestände an Wechseln und Schecks um 98,6 Mill, auf 1963,7 Mill. Mk. und die Lombardbestände um 84,0 Mill, auf 31,0 Mill. Mark verringert. Die Anlage in Effekten ist mit 93,5 Mill. Mk. weiterhin annähernd unverändert geblieben.
An Reichsbanknoten und Renkenbankscheinen zusammen sind 282,1 Mill. Mk. in die Kassen der Bank zurückgeflossen: und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 259,1 Mill, auf 4034,7 Mill. Mk., und der an Rentenbankscheinen um 23,0 auf 498,5 Mill. Mk. verringert. Dementsprechend und unter Berücksichtigung, daß in der Berichtswoche Rentenbankscheine in Höhe von 3,4 Mill. Mk. getilgt worden sind, haben sich die Bestände der Reichsbank an solchen Scheinen auf 59,6 Mill. Mk. echöht. Die fremden Gelder zeigen eine Zunahme um 123,1 Mill, auf 729,3 Mill. Mk.
Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen insgesamt haben sich um 15.6 Mill. Mk. auf 2673,9 Mill. Mk., im einzelnen die Goldbestände um 2,0 Mill, auf 2510,7 Mill. Mk., und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 13,6 Mill, auf 163,2 Mill. Mk. erhöht. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 58,4 Prozent in der Vorwoche auf 62,2 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 61,9 Prozent auf 66,3 Prozent.
♦
* Adlerwerke A.-G. vorm. Heinrich Kleyer, Frankfurt a.W. Der Vorstand der Adlerwerke vormals Heinrich Kleyer A.-G. zu Frankfurt a. M. teilt mit, daß das am 31. Lk.ober 1928 endigende Geschäftsjahr eine weitere entschiedene Vorwärtsentwicklung des Werkes gezeitigt hat. Heber die Verwendung des erzielten lieberschusses kann naturgemäß erst in einigen Monaten — nach Fertigstellung der Bilanz — entschieden werden. Die Fundierung der schwebenden Bankschuld, deren Höhe im wesentlichen
erklärlich ist aus dem in sehr bedeutendem Maße vergrößerten und modernst ausgestatteten Maschinenpark, sowie aus Znvestitionen zur Erzielung neuzeitiger Fabrikationsmethoden, ist im Werden, aber noch nicht in jenem Maße spruchreif, daß darüber Einzelheiten bekanntgegeben werden könnten.
* Südwe st deutsche Gas A.-G. i n F r a n t- furt a. M. Die Gesellschaft, deren Aktien bisher je zur Hälfte auf die Frankfurter Gas A.-G. und die Stadt Mannheim verteilt sind, beabsichtigt, wie der Fwd. erfährt, demnächst ihr Kapital von 50 000 Mark auf 1 Million Mark zu erhöhen. Durch den kürzlichen Beitritt der Stadt Karlsruhe zur Gesellschaft wird diese eine 10-v. H -Beteiligung am Aktienkapital erhalten.
♦ H. Fuchs, Waggon-Fabrik A.-G. Der Jahresabschluß der H. Fuchs, Waggon-Fabrik A.- G., weist nach den üblichen Abschreibungen (i. B. 103 020 Mk.) einen Verlust von 166 000 Mk. aus (Vorjahr 498 839 Mk. Verlust). Rach Mitteilung der Verwaltung haben die von der Reichsbahn angeordnete Streckung der vorhandenen Bestellungen und der schlechte Eingang weiterer Aufträge in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die Lage so ungünstig beeinflußt, daß die Fabrikation eingeschränkt und ein großer Teil der Belegschaft wieder entlassen werden nrußte.
* Erdal kauft Urbin. Laut „Berliner Morgenpost" haben die Erdalwerke Werner & Mertz A.-G. in Mainz die Berliner Urbinwerke aufgekauft. Der Kaufpreis soll etwa 4—5 Millionen betragen. Die Marke „Urbin" soll zunächst erhalten bleiben. Die Berliner Vorräte der Urbinwerke werden erst aufgebraucht, dann wird die Fabrikation vollständig nach Mainz verlegt.
Franl.urter Börse.
Frankfurt, 26.Okt. Tendenz lustlos. Zu Beginn der heutigen Börse machte sich wieder eine starke Zurückhaltung und Lustlosig- k e i t bemerkbar. Zum heutigen Liguidationstag kam noch etwas Prämienware heraus, doch war das Angebot, wie man es erwartet hatte, nicht groß. Immerhin wurde dadurch ein gewisser Druck aus das Kursniveau ausgeübt, zumal die Aufnahmefähigkeit des Marktes infolge der anhaltenden Interesselosigkeit des Publikums und des Auslandes wieder gering war. Eine Anregung bot aber anderseits der Börse der befriedigende Reichsbankausweis, der eine weitere Entlastung anzeigte. Auf verschiedenen Markten wurden kleine Deckungskäufe oorgenommen, so daß die Kursentwicklung nicht einheitlich war. Ueberwiegend ergaben sich jedoch neue Abschläge von 0,5 bis 1,5 v H. So verloren am Bankenmarkt Danatbank 1,5 und Reichsbank 1 v. H. Don Montanwerten waren Gelsenkirchen, Harpener, Phönix und Rheinstahl 1 bis 1,5 v. H. abgeschwächt. J.°G.-Farben eröffneten 1 v. H. niedriger, Scheideanstalt minus 1,5 v. H. Im Angebot lagen ferner Kali Westeregeln mit minus 2,5 v. H. und Frankfurter Maschinen, die 1,75 o. H. verloren. Recht widerstandsfähig und gefragt lagen dagegen istahlverein, Adlerwerke, Licht und Kraft, Schlickert und Siemens, ferner Commerzbank, Kali Aschersleben. Deutsche Anleiben waren vernachlässigt. Am Markte der ausländischen Renten Türken weiter beachtet. Im Verlaufe ging die Geschäftstätigkeit weiter zurück, die Stimmung blieb lustlos. Norddeutscher Lloyd lagen leicht ab- geschwllcht, da die Ungewißheit über die bevorstehende Transaktion verstimmte. J.-G.-Farben blieben etwa behauptet, zum Ultimo November bestand einige Nachfrage. Tägliches Geld war zu 5,75 v. H. wieder flüssig. Am Devisenmarkt konnte der Markkurs etwas anziehen. Man nannte Mark ' gegen Dollar 4,1962, gegen Pfund 20,355, London gegen Kabel 4,8500, gegen Paris 124,11, gegen Mailand 92,60, gegen Madrid 30,07, gegen Holland 12,0950.
Berliner Börse.
Berlin, 26. Oktober. Die Nachrichten, die für die heutige Börse Vorlagen, fanden verschiedene Beurteilung. Obwohl über die Lloyd • Transaktion noch nichts Genaues bekannt ist und selbst der Termin der außerordentlichen Generalversammlung noch nicht einmal festzustehen scheint, wurde es als unrecht angesehen, daß die Aktionäre, wie man wissen will, bei der Kapitalserböhung kein Bezugsrecht eingeräumt bekommen sollen. Die andere Sache, die im Mittelpunkt der Diskussion stand, waren Reformierungspläne derBörse, die in einem Artikel der Morgenpresse besprochen worden waren. Eine Enttäuschung bereitete das Dementi über eine beabsichtigte Kapitalerhöhung bei Chade. Dagegen verwies man auf die Stützungsaktion für die Züricher Bankfirma Escher, Freisch & Co. Die Gerüchte über Insolvenzen, die an Der gestrigen Nachbörse Verbreitung gefunden hatten, sind nicht bestätigt worden. Der günstige Reichsbankausweis für die dritte Oktoberwoche mit einer befriedigenden Entlastung machte keinen Eindruck. Entgegen den Erwartungen des Vormittags-
oerkehrs eröffnete die Börse meist etwas schwächer, aber im allgemeinen doch widerstandsfähiger als gestern mittag. Einigen Verkaufsorders, die aus der Provinz eingetroffen waren, standen limitierte Kaufaufträge gegenüber. Gegen die letzten offiziel- len Notierungen ergaben sich überwiegend 1 bis 2 v.-H. Abschwächungen. Berger Tiefbau, Schlesische Portland Zement, Glanzstoff, Schultheiß, Tietz und Chade-Aktien waren um 3 bis 5 v. H. gedrückt. Durch feste Haltung fielen Thörls Vereinigte Oel- fabriten auf. Deutsche Anleihen abbröckelnd.
länber im allgemeinen behauptet. Nur Bosnier 0,50 bis 0,75 niedriger. Der Pfandbriefmarkt war still. Der Geldmarkt war unverändert leicht. Im Verlause wurde es auf Deckungen der Spekulation allgemein etwas fester. Der gute Reichsbankausweis und einige Großbankkäufe am Elektromarkt sollen ebenfalls eine gewisse Wirkung ausgeübt haben. Auf die Meldung eines Mittagblattes, daß die Brauereien bessere Warenumsätze gehabt hätten, als im Vorjahre, entwickelte sich in Schultheiß etwas lebhafteres Geschäft. Später wurde es, vom Elektromarkt ausgehend, an dem sich plötzlich in A. E. G. stärkeres Angebot geltend machte, wieder schwächer, und die erzielten Gewinne gingen wieder verloren.
Frankfurter Getreidebörse.
F r an k f u r t a. M., 26. Okt. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte auch heute zum Wochenschluß in ruhiger Haltung. Die etwas erhöhten Auslandnotierungen hatten eine etwas freundlichere Tendenz zur Folge. Einiges Interesse bestand für Brotgetreide, doch war das Gescbäst nach wie vor gering. Es wurden notiert: Weizen 23,50 bis 23,65 Mark; Roggen 22,50 bis 22,75; Sommergerste für Brau- zwecke 25 bis 25,50; Hafer, inländischer, 23,25 bis 23,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 21,50 bis 21,75; Weizenmehl, sllddeütsches (Spezial 0) 33,75 bis 34,25; Roggenmehl 30,25 bis 31; Weizenkleie 14 bis 14,10; Roggenkleie 14,50 Mark. — Tendenz: ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 25. Okt. Das Geschäft an der Produktenbörse konnte sich auch heute nicht beleben. Die Schlußmeldungen der überseeischen Termin- Märkte lauteten für Brotgetreide zwar schwächer. Cifofferten für Weizen waren jedoch tellweiss unverändert. Vom Znlande hält sich das Angebot von Brotgetreide in mäßigen Greifen, angesichts des ruhiger gewordenen Exportgeschäftes waren Weizen jedoch nur auf etwa 1 Mark niedrigerem Preisniveau unterfuhr in gen. Roggen wird zur neuen Lieferung etwas weniger angeboten, dagegen sind die Eigner für spätere Lie- fenmg in den Offerten entgegenkommender. Am Lieferungsmarkt ergaben sich für Wnzen Preisrückgänge bis zu 1,50 Mark. Roggen war in den vorderen Sichten behauptet, die späteren Lieferungsmonate hatten kleine Pr.iseinbußen zu verzeichnen. Roggen- und Weizenmehle liegen stetig, bei nur geringen Umsätzen. Für Hafer und Gerste hat sich die Marktlage nur wenig verändert. Es notierten für je 1000 kg: Weizen, märt. (74 5-kg/bI-Gewicht, östliche Stationen über Rotiz) 210 bis 213. Dez. 227 bis 228,25, März 234,50 bis 235,50, Mai 240 bis 240,50 <befestigt); Roggen, märt. (69-kg7bl-Gewicht, östliche Stationen über Rotiz) 203 bis 206, Okt. 216, Dez. 221 bis 220,75 bis 221,50, März 229 bis 230, Mai 234,50 bis 235.25 l stetig); Braugerste 231 bis 251; Futtergerste 202 bis 212; Hafer, märt, 201 bis 210, März 225 bis 226 G Mai 235 bis 236 G. (fester); Mais, zollbegünstigter Futtermais, 218 bis 220 (fest); Raps 330 bis 340
Kunst und Wissenschaft.
Der medizinische Nobelpreis für Professor Ricolle.
Wie aus Stockholm gemeldet wird, beschloß die Lehrerkonferenz des dortigen Karolinischen Instituts am Donnerstagabend, den diesjährigen Nobelpreis in Medizin dem Direktor des Pasteur- Instituts in Tunis, Professor Charles R i c o l l e, für seine Arbeit über das Fleckfieber zu verleihen.
Letzte Nachrichten.
Furchtbares Eisenbahnunglück in Rumänien.
Bukarest. 26. 0(1. (WTB. Drahtmeldung.) Der von Bukarest kommende S imp lon-Expreß ist heule nacht mit einem Schnellzug zu- so, mmenge stoßen, wobei fünfzig Personen gelötet bzw. verletzt wurden. Lin Schlafwagen des Lxpreßzuges sowie zwei Personen- und ein Gepäckwagen des Schnellzuges wurden voll- ständig zertrümmert.
a. M.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt
Telegraphische Auszahlung.
26 Oklob r
25. Oktod.r
Banknoten.
Brief
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.
Berlin, £o. Qttobcr ämrrftamlttt Uiotee . . , Belgische Wottn . . . . < Drintsche Noten . . . . « Loqltfche Slotrn ......
Holländische Noten ...... Italienische Noten ...... Norwegische Noten . . . . . Demlch-Ocslcrr.ÄJOOÄronea Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schwerer Noten.......
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Tkchccho'Iowaklsche Noten . . Ungarische Noten
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Berlin
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Dalum:
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Dessauer ®a$ ......8
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Frankfurt a M
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Datum:
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—
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2
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Amtliche Non. runa
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Brie-
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Kopenhagen
111,74
111,78
111,96
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111,75
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112,02
etocttiolm Helünaiorä.
112,04
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112,05
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10,565
Italien • .
21,965
22,005
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21,995
London. . .
20,334
20,374
20,334
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Neuport . .
4,1930
4,2010
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Barts....
16,375
16,415
16,375
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Schweiz >.
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Spanten .
37.51
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Japan . . .
1,990
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1.501
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Wien in D-- Ce<L abaeft Prag .
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Lissabon
18.93
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Danrtg. .
Konstantin-
81,32
2.115
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Llireo. .
5,425
5,435
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1 1,1925
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4,250
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58,16
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