Ausgabe 
25.8.1928
 
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Die Tagung der Mrparlamentarischen Union., Berlin 24. 2lug. (Xil.) 3n her QUA- der Beseitigung der Zollschranken und in der Ab- , r u _ _ _ _____ir.t-...««-- »nirwn ^.1 - 11 nmnhrirhrinfimc m 'n11di

Aug. (WTD.) Der amerikanische Kellogg und der kanadische

P a r i -. 24.

erhob sich der Apparat m

stoss. -

Die Wetterlage.

arbeiten. gestärkt worden waren.

Lvc.lcrvoraussagc.

etes ozeanische Lutb

mor.

Plänen der beiden Zunkersflieacr

nirht, wie ursprünglich angenommen wurde.

habe die Auffassung, daß

durch die Unterzeichnung de» Pakte» alle mora- sischen Kräfte in der Welt, die gegen den Krieg

Tariferhöhung bei der Reichsbahn?

Staatssekretär Kellogg und der kanadische Premrrminister Mackenzie King, Die nnt ihrer Begleitung heute morgen um 7 Uhr den Dampfer36le de France verlassen hatten, wurden in der Ankunftshalle der Eoinpagnre TranSatlantiquc in Le Havre von den fran­zösischen Zivil- und Mtlitärbehörden begrüßt Der Bürgermeister von Le Havre hieß zu- nächst den amerikanischen Staatssekretär in einer Ansprache willkommen und überreichte ihm einen für die Unterzeichnung des Paktes bestimmten Ooldfüllfederhalter mit der Aufschrift:Si vis pacem, para pacem!Der letzte große Krieg," so erklärte der Bürgermeister,hat der alten Formel, dah man den Kriea vorbereiten müsse, wenn man den Frieden wolle, unrecht gegeben. Sie. Herr Staatssekretär, glauben, und wir glau­ben' mit 3hnen, dah. wer den Frieden will, den Frieden vordcreiten muh." Staatssekretär Kel­logg dankte in einer kurzen Erwiderung, in der er die Anregung Driands zu dem Friedenspakt erwähnte und die Hoffnung nussprach, dah der Pakt, den er gern mit der ihm überreichten Feder in Paris unterzeichnen werde, dem Krieg tatsächlich ein Ende

und Zimmermann handelt es

dah ihre Verwirklichung nicht möglich sei. Er

Bei den Ristiez

Llntergrundbahntatasirophe in Reuyork.

22 Tote. - Neber 100 Verletzte?

neuyork, 24. Ang. (1DIB.) heule abend c n l- glelste ein Zug der Reuyorker Unter­grundbahn. Der letzte wogen des Zuge» sprang au», al» der Fug die Station Ihne-Square verlieh Line Seite de» wagens wurde weggerissen. Aach einer amtlichen Meldung wurden 2 0 Per­sonen getötet. Sofort wurden Polizeireserven, Krankenwagen und Feuerwehr alarmiert, die schnell­stens zur Unglücksstätle einen. Der elektrische Strom wurde abgeslellt, wodurch der gesamte Unter- grundbahnoerkehr im Westen Reuyork» l a h m g e l e g t wurde. Da sich da» Unglück in der verkehr»reichsten Aachmittagrslunden ereignete, ent- stand ein riesige» Gedränge aus ollen anderen Sta­tionen. viele verliehen die slilliegenden Züge wegen der in der Untergrundbahn herrschenden erstickenden Hitze und liefen an den Gleisen entlang zur nächsten Station.

Pari», 25. Sag. fwTB. Funkspruch.) Nach einer Meldung de» Neuriork Herold au» Neugork soll sich die Zahl der bei dem Unlergrundbohn- unglütf in Neunork llmgekommenen auf 2 2, die der verletzten auf über 100 belaufen.

Aus aller Welt.

Zeh« Chinesen auf einer Zarin ermordet

Grah Valley (Kalifornien), 23. August. (WB.) Lin auf einer Farm bei Fairfield lebender Chi­nese erwürgte gestern in einem Anfall von Geistesstörung die Familie seine» Arbeitgeber» und mehrere Arbeitskollegen, im ganzen z e h n P e r- sonen. Cr wurde von der Polizei verhaftet. Die Opfer find sämtlich Chinesen.

Die Pläne Rifticz und Zimmermanns.

für Sonntag.

Randstörungen des nördlichen Tief» »ührbeu bereit» zu Erwärmung und Rieders chlcHcn. Da an der Südseite des v matien Vordringen, so gestaltet sich die Wetter­lage unbeständig. Wechselnde Bewölkung mit zeit- toetfem Aufstauen und Regenschauern, die teil­weise von Gewittern begleitet werden, sind

Berlin.----

spräche über den Bericht des Generalsekretärs trat in der Freitagssitzuug der lamenlarifdjen Union der englische Ab­geordnete Saklatvala vor allem für etne allmähliche Herabsetzung der hohen Zollsätze ein. Die unsicheren ©retten m allen Teilen Europas feien Quell en der llnz ufri eden-

schwere Berleumdungen erhoben habe. Der Mi­nisterrat ist sich noch nicht schlüssig geworden, ob das Verfahren aus Grund des Strafgesetz- buches, oder des Staatsschutzgesetzes eingeleitet werden soll. Der Agramer Oberstaats­anwalt wurde .zur Begutachtung dieser Frage nach Belgrad beordert. Der Beschluß des Ministerrats wurde einstimmig gefaßt, und um ihm gröberen Nachdruck zu geben, sind auch die auf itrlaub gewesenen Minister telegraphisch noch Belgrad beordert worden

IDie aus Laibach gemeldet wird, zog nach einer Smung der demokratischen Bauern- k v a l i t i o n heute in den Abendstunden eine grofx Menge vor das Haus, in dem Pri- bilfchewitfch abgestiegen war, und wünschte

rüftungsfrage. Denn das Unwahrscheinliche möglich wurde, die Vereinigten Staaten von Europa zu gründen, dann wären mit einem Schlage alle Dünsche und Forderungen erfüllt. In den verschiedenen Landern seien bereits Ausschüsse für die europäische Zusammenarbeit gebildet worden.

Im weiteren Verlauf der Aussprache betonte der Präsident der rumänischen ®nippe, Djuvaro, alle Nationen mühten vereint an der Organisation arbeiten. Der Völkerbund sei leider noch nicht noU- kommen organisiert. Dor allem fehle ihm die Mög­lichkeit zu Sanktionen gegen die Friedensbrecher.

diesen zu hören. Die Polizei schrill jedoch cm. und auf den Protest der slowenischen Abgeord­neten gab der Pvlizeikommandant zur Antwort, er habe die strikte Weisung, die Menge zu zer- streuen. Die Menge rottete sich jedoch mehrmals zusammen und demonstrierte lebhaft für Pribitschewitsch und Matschet. Eine gröbere Gruppe begleitete Pribitschewitsch zum Bahnhof, wo es zu Zusammen stöben zwilchen der Polizei und den Demonstranten kam.

britischen Befckynngszvne durch Vn- beziehuna des Gebietes von Erbenye m eilt den Tatsachen voraus. ES st-ck) wohl Ver­handlungen zwischen der britischen und der französischen Besatzungsbehörde tingelet tot, zedoch ist noch kein Abschluß erfolgt.

Kellogg in Le Havre und Paris

ger 1 c?*nb» 20,9 Grad Celsius: am 25. fluguit: morgen» sich 16,5 Grad Celsius .'tiedcrschlag 1,7 Millimeter. um | Sonnenscheindauer 9S Stunden.

Mechlelnd wolkig mit Aufheiterung, allmählich etwas kühler, vereinzelte Regenschauer. teilweise getottterbafter Art.

Witterungsaussichten für Mon - t a g. Teil- wolkig, teils aufheiternd. meist trocken.

Lufttemperaturen am 24. August: mittag» 26 Grad Celsius, abends 19 Grad Celsius: am 25. August: morgen» 16,8 Grad Celsius. Maximum 26,5 Grad Celsius, Minimum 12,9 Grad Celsius. Crdtempe- raturen in 10 Zentimeter Tiefe am 24. August:

heit und Unruhe

Solange noch fremde Besatzungtruppen sich auf dem Hoheitsgebiet anderer Staaten befanden, wäre jeder Friedenspakt iHuionfd).

Der Präsidem der Aeghptischen Kammer. Misse Masses Bei. fschrte zu der Krise.in Aegypten u. a. aus. dah England bezüg­lich des Schutzes der Ausländer auf Grund der sogenannten Kapitulationen auf keinen Fall ein Sonderrecht habe: noch weniger berechtigt sei der englische Anspruch aus eine englische Be­satzung in Aegypten. . ,

3m weiteren Derlaus der Sitzung sprach für die ungarische Gruppe der frühere Mrmster Lucas, der für die den Ungarn von Deutsch! and stets erwiesene Gastfreundschaft dankte und fce Liebe und Bewunderung gegen­über dem deutschen Volke zum Ausdruck brachte. Der Redner beschäftigte sich dann rm wesentlichen mit dem ungarisch-rumänischen Optantenstrett.

Der Deutsch-Amerikaner Ba r t h o l d begriin- dete den von ihm im vorigen 3ahre dem Doll- zugsrat unterbreiteten Entwurf eines Muster­schiedsgerichtsvertrages. Die Abrü­stung habe keinerlei Fortschritte gemacht.

Unerläßliche Vorbedingung für eine allgemeine Abrüstung fei die Gewißheit. daß jede Slreilig- kelt durch unparleiische gerichtliche Entscheidung geschlichtet und jeder Verstotz gegen einen Ver­trag von allen anderen gemeinsam geahndet werde.

Es bleibe nichts anderes übrig, als zunächst daS Schiedsgerichtsshstem zu vervoll­kommnen und erst dann abzurüsten. Das über­zeugendste Argument für die Rotwendigteit eines allgemeinen Schiedsgerichtsvertrages tiefere der neue Kelloggvertrag, der einen groben moralischen Fortschritt bedeutet. Da die Vereinig­ten Staaten dem Völkerbund aber nicht angehören, müsse der Rechtsausschub der 3nterparlarnentarischen Union einen allgemeinen Schiedsvertrag vorbereiten.

Der lettische Abgeordnete Schiemann behan- belle bann im Auftrage der deutschen Min - berheiten Europas deren Lage. Die Be­handlung der deutschen slowenischen Minderheiten in Südtirol laste nicht nur auf dem Gewissen Ita­liens, fonbem auf dem Gewissen Europas. Ebenso zeige die Lage der ungarischen Minder- beiten in Rumänien keine Fortschritte. Gewiß ginge die Zahl der Klagen der Minderheiten beim Völkerbund zurück, aber das geschehe nicht, weck kein Anlatz zu Klagen sei, sondern weck

die Minderheiten kein vertrauen ,um Völler- bunb mehr hätten.

Man dürfe vor allem nicht verlangen, daß die Min­derheiten ihre Muttersprache preisgeben.

Der Präsident der österreichischen Gruppe Drerel erklärte, nach jahrelangen Erfahrungen müsse man heute feststellen, daß Oesterreich niemals ein selbständiger Staat wer- den könne, nur der Anschluh an ein grofee» Wirt­schaftsgebiet könne die Rettung bringen. Das sei nicht eine Idee, die aus der Nachkriegszeit geboren wäre, es stehe auch nicht ein imperialistisches Motto dahinter. Oesterreich habe immer wieder über seinen | Anschluß an das deutsche Wirtschaftsgebiet ver­handelt. , , _.. ...

Sodann sprach der frühere französische Minister Borel. Er bedauerte die geringen Fortschritte in

einen neuen deutschen Ozeanflug. Die Flieger beab­sichtigen aber, wie zuverlässig mügeteitt wird, schon in allernächster Zeit einen neuen großen Lang- streckenfluaauszuiühren Wohin der itlug, mit dem ein neuer Weltrekord aufgestellt werden soll, führen wird, steht hn Augenblick noch nicht fest.

tri* gescheiteter Amerika-lug.

Le Bourget, 25. Aug. (DTB. Funkspruch.) Das FlugzeugFrance" ist heute früh 5 Uhr -u dem geplanten Fluge nach Neugork auf- gestiegen, aber um 6 21 Uhr wieder hierher zur.ckgekehrt.

Ter Start der Zunkersmaschme Leviues.

Des f a u, 24 Aug. -MB.) Der Start der 3unkersmaschine M 33 mit Acvsta. La­vine. dem amerikanischen Piloten Tarnet) und der 3unkerSmvnteur Hey se ging brüte um 15.31 flott vonstatten. Bert Acvsta. der die Mcckchrne steuerte, bemerkte noch vor dem Start, dah das Flugzeug zu schwer belastet war. ent- schloß ftch zur Abgabe von 509 Litern m»nn-

bereiten werde

Nachdem der Bürgermeister auch den kanadi­schen Ministerpräsidenten Mackenzie King in einer besonderen Ansprache begrüßt batte, be­stiegen die beiden Delegierten mit ihrer Beglei­tung einen Sonderzug, mit dem sic kurz nach 10 Uhr aus dem Bahnhof Saint Lazare in Paris eintrafen.

Am Bahnhof in P a r i« hatten sich zum Emp- 1 sang außer dem Chef des Protokolls und dem Pouzeipräfekten der amerikanische Botschafter und ein Vertreter der kanadischen Regierung ein­gefunden. Staatssekretär Kellogg, der von seiner Gattin und feinem Privatsekretär, sowie dem Pressechef des Staatsdepartements, Mac D c r m o 11 . begleitet wird, begab sich zur ame- rikonischen Botschaft, wo er für die Dauer seines dis Mittwoch berechneten Pariser Aufenthaltes Wohnung genommen hat.

Staatssekretär Kellogg hat heute nachmittag Außenminister Brian d einen Höflichkeitsbesuch abgestattet, den dieser alsbald erwidert hat. Wie in der Umgebung des amerikanischen Staats- selretors in Bestätigung der bereits früher durch die Presse gegangenen Mitteilungen erklärt wird,

erblickt Staatssekretär Kellogg den amtlichen Zweck seine» Besuche» in Pari» in her Pakt- unterzcichnung und ist nach wie vor fest enl- schlosfen, eine Befassung mit sonstigen Inter natlonalen Fragen zu vermeiden.

Es wird für zweifelhaft gehalten, daß Kellogg von diesem Grundsatz abweichen wird- Staats­sekretär Kellogg gedenkt seine Anwesenheckt in Europa lediglich noch zur Erwiderung des Besuches de« Präsidenten des irischen Freistaa- les. Cosgrave. zu benutzen, und wird sich <fu diesem Zweck am Mittwoch in Le Havre an Bord des amerikanischen Kreuzer- .Detroit" b i - rett nach Dublin begeben.

Erklärungen Ketloggs zum t Antikriegspakt.

. Pari«. 25. Aug. (MTB. Funkspruch.) Ein

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Frist glatt vom Boden und erreichte sofort eine große Höhe, in der er in nordwest­licher Richtung davonflog. Die amerikarnschen Fl eger hatten durch die Eintragungen in das ©äftebuä) der 3unkers-Werkö Hven herz­lichen Dank für die Gastfreundschaft in Dessau und ihre Hochachtung vor den, über­ragenden Werk von Professor 3unkers zum Ausdruck gebracht. Ob ffc ihre Absicht, heute noch London zu erreichen, verwirklichen lärmen, ist zweifelhaft, da sie vermutlich von der herein- brechenden Aacht vorzeitig erreicht werden. 3n diesem Falle dürsten sie in Amsterdam eine Zwischenlandung vornehmen.

London, 28. Aug. (MTB. Funkspeuch) Auf dem Flugplatz S r o y d e n wird gegenwärtig eine Startbahn von 1,5 Kilometer Länge vorbe­reitet. um den Abflug des amerikanischen Pi- loten Levine nach Amerika zu ermöglichen. Das Flugzeug, das in Amsterdam gelandet if^ wird Heute hier erwartet.

Zugentgleisung im polnischen Korridor.

Don dem G dingcnM arschauer Mor« genschnellzu^. mit den- der polnische Han« delSminister Kwiatkowski nach Gdingen zu­rückkehrte. entgleisten nach Blättenneldunaen auS Marschau auf der Station K o n o j a d y. unweit von Strasburg in Pomerellen. die drei hintersten Wagen. 3nfolge falscher Wei­chen st ellung gerieten die drei Wagen auf ein falsches Gleis und stiehen auf di e Loko­motive des Konitzer Zuges. Ein Wagen wurde zertrümmert, die beiden übrigen sowie di« Lokomotive stark beschädigt. 12 Personen wurden teils schwer, teils leichter verletzt. Unter den Verletzten befindet sich der Abgeord­nete Kazmierczak. Der Schlafwagen, m dem der Handelsminister fuhr, blieb unbeschädigt,

Lieben blindePassngierc tödlich verunglückt

Auf dem DampferSteel Invento r". der aus Südamertta am Freitag In Balti­more eingetroffen war, wurde eine Räuche­rung mit Desinfektionsmitteln vvr- genommen, da der Dampfer auf seiner Reise meh­rere Häfen an gelaufen hatte, ton Gelbs iebetz herrscht Rach der Desinfektion fand man in ver­schiedenen Tellen des KielraumS sieben Lei­chen und neun Personen auf. die schon halb erstickt waren und deren Zustand äußerst besorgniserregend war. ES handelte sich bei diesen 16 Personen um blinde Passa­giere. die sich heimlich an Bord deS SchlsseS eingeschlicben und im Kielraum versteckt hatten, um sich auf diese Weise unerlaubt Eingang über die Grenze der Bereinigten Staaten zu verschallen.

Der Redner erfiärtf ;um Schlutz, er glaube, für fta» rumänische Parlament und für da» rumä­nische Volk sprechen w können, wenn er hier ein Locarno für Mitteleuropa anbiete.

Am Rachmittag trat die 3.11. in die Beratung des zweiten Punktes ihrer Tagesordnung:

Die gegenwärtige Entwicklung de» parlamcn- tarischcn Regime»"

ein. Abgeordneter Dr. Wirth - Deutschland be­gründete eine von ihm vorgclegte Enllchliehung. (36 müsse eine gemeinsame Grundlage des par­lamentarischen Systems herausgearbeitet werden, um später zu einem bestimmten Urteil über dieses System zu kommen. Rach den 'Ausführungen Dr. Wirths crflärtc der Präsident der amerikain- schen Gruppe. M v n t a g u e . die Zustimmung der amerikanischen Delegation zu dem Entschlie- hungSentwurf. well dieser den Glauben an das parllunentarische System stützen solle. Schule unb andere Erziehungseinrichtungen sollten sich stärker als bisher mit dem parla­mentarischen System beschäftigen. Vor allem gelte es. die Interesselosigkeit der Mahler zu bekämpfen. Senator Dr. Belcvurt-Ka­nada beantragte, die vorgelegte Sntschliehung da- hin zu ergänzen, dah man der 3ugenb schon in den Schulen Gelegenheit geben solle, sich Die notwendigen staatsrechtlichen Kenntnisse anzu­eignen.

Der Schwede Lind ha gen erklärte u. a.: Die Krisis im parlamentarischen System beruhe zum Teil auf seelischen Gründen. Woraus es jetzt in erster Linie ankomme, fei die Bildung einer Demokratie der Gesinnung und die Erhöhung die- ser Forderung zu einem politischen Programm. Der ehemalige Minister L u k a c s (Ungarn) führte aus, es fei nur erforderlich, das parlamentarische System der Neuzeit anzupassen. Am oern>erflichsten seien die Splitterparteien. Der frühere dänische Wehr- Minister Dr. Munch erklärte sich mit den Erklä- rungen im wesentlichen einverstanden. Der ftanzö- fische Abgeordnete Renaudel sagte u. a man sollte nicht von parlamentarischer Entwicklung, son­dern leider von parlamentarischer Krise oder noch besser von einer Krise der Demokratie sprechen: denn in verschiedenen Ländern sei die Demokratie bereits vollkommen beseitigt worden. Senator Dr. Heller (Tschechoslowakei) stimmte Renaudel zu, erklärte aber, wenn Dr. Wirths Be­richt zur Bekämpfung der Stimmenzersplitterung das englische Wahlsystem empfehle, so müsse man ihm widersprechen, da dieses System oft den Sieg einer Minderheit zur Folge habe. Ganz unannehm­bar sei das erglifd^ System für die nationalen Minderheiten. Der Präsident der schwedischen Gruppe, challin, führte aus, er glaube nicht, daß man von einer allgemeinen Krise de» parlamentari­schen Systeme sprechen könne: Iederckall» spreche man in Schweden nicht davon. Schließlich erklärte Dr. Lakatos (Ungarn), die große künftige Auf- gäbe des Parlaments siege nicht so sehr in der Gesetzgebung, denn dafür gebt es auch andere sach­verständige Stellen, sondern vielmehr in der poli­tischen Regierung des Landes unmittelbar durch das Parlament. 1

Sin amerikanisches Memorandum über die Zlottenstärke?

Washington. 24. Aug. (WB.) Die Zeit­schrift ..Foreign Affaire" will erfahren haben, daß StaatSselretär Kellogg ein vom Präsi­denten üoolidge und dem Lhes des Admiral- itabeo, Hughes, ausgearbeitetes Memoran­dum mit auf die Reise gegeben worden sei. m dem Amerikas Mindestforderungen hinsichtlich der Frage der Z 1 o 11 e n st a r k e ent­halten fein sollen Kellogg habe den Auftrag, dieies Memorandum der englischen und fran- u?sischcn Regierung zu unterbreiten.

E Vertreter des .Matin" hatte eine Unter re- » bring mit Staatssekretär Kellogg, bei der .Kellogg aus eine Frage des Journalisten er­klärte. er habe in Le Havre den Ausdruck ge­braucht.daß der Antikriegspakt dazu bestimmt sei. den Ausbruch eines Krie­ges schwieriger zu gestalten". D:ese Wen­dung enthalte eine Hofsnung. die jeden hellen und von der man auch nicht behaupten könne,

Berlin, 26.August. (TU.) Wie derBörsen- Courier ' mittellt, steht die Entscheidung des Reichs- bahngerichis über den von der Reichsregierung ab- aelehckten und ihm überwiesenen Tariserho- I hungsantrag derReichsbahn dicht bevor, 'Das Gericht, das aus dem Vorsitzenden, Senats- Präsident beim Reichsgericht, Meyer, dem Ber- ....... fttzer der Reichsregierung, Dr. S i l b e r b c r g und ,r t ' ' _ . e p, .......- dem Reichsbahn-Geheimrat Dr. Fritsch besteht.

Aus eme toeüere Frage w^Kellogg oarauf |n( einftimmig 3U Auffassung gelangt zu bin. dah Srfortomjfe praktischer Qkt empsoh^n eine Tariferhöhung nicht mehr

hatten, die Zahl der Er st Unterzeichner zu be- ' 'umgcben sei. Dagegen sei noch nicht sicher, schranken. Man hatte die neu n Unte r- ob bcr Tariferhöhung in beantragter Höhe zuge- l stimmt werde, oder von dem ouftubringenden Be-

ihrerseits über den Entwurf ^ verhandeln und 250 Millionen Mark Abstriche gemacht

Einwendungen zu erheben. ..Wohin hatte eS ' » geführt, wenn man mit 52 Ländern hätte Der- ' .

bandeln wollen? Es schien daher am besten, zu- Ole TieglerungSblloung in Tyurmgen. erft mit denen zu unterzeichnen, die sich völlig Weimar 24 Aug. (MTB.) LandtagSpräsi- etnig tonten, und dann d.e anderen aufzusot- ß(,bcr' erteilte heute dem demokratischen

dem hoffe daß auch dre anderen rhre Abgeordneten Prof. Dr. Krüger den Auf- lln erschrtst geben werd»n. Seme sreude ^ag zur Regierungsbildung. Pro- an semem Werk wurde nicht vollständig fein, ^fsor Krüger, ehemaliger Professor an der Tech- e,ne6 flrc>^n »wilcherten in Hannover und jetziger Bi-

Landes fehlen wurde. bliotheksdirekwr in Altenburg, wird die Verhand­le 1 ungen mit dem Ziel der Bildung einer Gro-

Ivurlßt flüligl. sien Koalition aufnehmen.

Paris. 25. Aug. Anläßlich der Unterzeichn ~~ ; M ,

nunfl des Antikriegspaktes hat tat ÄfrtflfftirifC jH ^IIÜÜ.«3191611, französiiche Regierung angeordiwi. daß dies ran Ul ^44^Vf»tuviviu

zösischen öffentlichen Gebäude in den I Belgrad, 24. Aug. (MTB.) Die Beschlüsse französischen Farben geflaggt werden. Das des gestrigen Ministerrats betreffend das Ver- Auheirministerium werde die Farben aller an f ähren gegen d i e kroatische Bauern­der Unterzeichnung beteiligten Mächte aufweisen. Partei werden heute bekannt. Darnach wird 2ün Sonntag und Montag werden die ö s f e n t - ein S t r a f v e r f a br e n gegen Matsche k l i chen D e b a ude i l l u m i ni e r t werden. Die eingeleitet, weil er frm Kampf zur Herbeifüh- Regierung spricht die Hofftmng auS, daß auch rung des vkrfalU des heutigen Staates in seine die Bevölkerung von Paris durch Beflag- Bestandteile und die Schaffung eines f c I b- aung der Privathäuser ihr 3ntereffc bei der ständigen Kroatiens verkündet und gegen Ilnterzeichnung bekunden wird. das serbische Volk in ausländischen Blättern