Ausgabe 
25.7.1928
 
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Ton der hessischen Verkehrs­polizei. Der hessische Minister deS Innern hat mit Verfügung vom 19.3uü 1928. um den ver- kehr«postcnb:ensttucnben Polizcibeamten, die be­sonder« in der jetzigen heißen Iahre-zeit unter der heißen Witterung stark zu leiden haben, nach Möglichkeit entgegenzukommen, folgende Anzug«- erleichkerungerr angecrtmet. di« sofort in Kraft treten. 1. Pistolen brauchen von den Dcrkehr«- poften nicht mehr getragen zu werden. 3n den Sommermonaten 3uni, 3u(i und August sind auster den Pistolen mit Futteral auch Säbel mit Säbeltaschen wegzulafsen. S« werden lange Hosen, nicht Gamaschen getragen. Diese Erleich- tcrung kann der Amtsovrsteher auch :n den heißen Togen der Monate Mai und September anordnen. Zum Schuhe der Augen dürfen an heißen Sommertagen Schutzbrillen getragen werden. d,e vom Ltaatsministerium M Innern leschofft werden. Wertere Vereinsachungen, die sich in ihrer Au-wlrkung gleichfalls al« Er­leichterung für die in Frage kommenden Doli» c.l.'amten erweisen dürften, werden ^ur Zeit er- l . en und sollen demnächst au-probiert werden.

" Zu'ahurlaub f ü r Schwerkriegs­beschädigte Da- hessische Gesamtministerium hat entsprechend einer Reichsregelung die Be­stimmung getroffen, daß den schwerkriegsbeschä­digten Beamten neben ihrem Erholungsurlaub ein Zu'ahurlaub gewährt werden kann, wenn dieser tm Interesse der Gesundheit de- krieg«- beschäd.gten Beamten notwendig ist. Sin Zusatz­urlaub von einer Woche kann von der zustän­digen Vorgesetzten Dienstbehörde gewährt wer­den. ohne dast e« dabei der Vorlage eine- ärzt­lichen Zeugnisse- bedarf.

R helnsahrk de« hessischen Lanb- jugendbunbe-. Am letzten Sonntag unter­nahm der hessische Landsugendbund. von herr­lichem Wetter begünstigt, seinen die-jöhrigen Au-flug. Da« Ziel war der Rhein. Mit einem Londerzug ging die Reise schon um 2 11 br früh von 0* icben nach Mainz-Kastell, wo nach einer Besichtigung der Stadt der Dampser .Udine" zur R^insahrt bestiegen wurde. Rach einem Abstecher -um Riederwalddenkmal, wo der 2hm- de-vorkitzende Robert Schmidt. Steinheim bei ftungen, im vaterländischen Sinne eine kurze Ansprache hielt, wurde um 9.30 Uhr ein län­gerer Aufenthalt in Bingen eingelegt. Mit einer weiteren Unterbrechung in St. Goar traf man nach einer genußreichen Fahrt durch da« Rhein­tal in Koblen- ein. Unterwegs sorgte die Gcttc- nouer Musikkapelle für eine troblidje Stimmung; nur zu schnell gingen die genustreichen Stunden dahin. Um 5.30 Uhr abend- führte ein Son­de rzug die Teilnehmer an der Aheinfahrt durch da« schöne Lahntal nach (Sieben zurück. Beson­derer Dank gebührt dem rührigen Iungland- tunbfüfc er Schmidt und den einzelnen Orl6- gruppenfuhrern, die sich um da« Zustandekommen ter Fahrt besonder« verdient gemacht haben, so­wie der Musikkapelle Gettenau. Die Fahrt dürfte allen Teilnehmern noch lange in bester Er­innerung bleiben.

7 0. Geburtstag. Kaufmann Carl Röhr. Begründer und Mitinhaber des Wäsche- und Aus- ftattungsgeschäfts C.IRöhr & Co., Bahnhosstr 44, voll­endet Heute in voller geistiger und körperlicher Irische sein 70. Lebensjahr. Das vertrauen seiner Mitbürger hat dem Jubilar eine große Anzahl von Ehren- nmkrn übertragen. So wurde er 1901 Mitglied der Industrie- und Handelskammer Gießen und verwaltet fnt dem Jahre 1909 das Amt des Rechners. Dem Verein der Einzelhändler gehört Herr Röhr seit der Gründung an; er rocr 19 Jahre Vorsitzender, wurde später z»m Ehrenmitglied und im Jahre 1926 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ferner bekleidet fierr Röhr seit einer Reihe von Jahren die Aemtcr eines Erganzungsrichters bei der Kammer für Handels­sachen sowie eine» Ortsaerichtsmannev beim Orts­gericht Gießen und ist Mitglied der Steucroeranla- gungskommission beim Finanzamt Gießen. Dem Aufsichtsrot der Bezirkssparkaste Gießen gehört Herr Röhr cbenfaU» seit längere- Zeit an. Es ist zu mun schon, daß es dem Jubilar auch weiterhin möglich ist. seine aufopferungsvolle Tätigkeit im Dienste des Ge­meinwohls noch lange auszuübcn.

Reue Jubiläum Stale r. 3m Reichs- gefetzblatt wird die Ausprägung neuer Dreimark­stücke bc^nntgemacht. Auf dec Schauseite der TBüiuc iw die Figur des Markgrafen Hermann, des Gründer« der Stadt Raumdurg a. d. Saale, zu sehen. Die rechte Hand hält daS Gewand, bte linke da« Schwert und den Schild, auf dem da« Raumburger Wappen dargestellt ist. Rechts und link« von der Figur sind die Jahreszahlen 1028 und 1928 angebracht, die Umschrift lautet: .Gründung-feier Raumburg a. d. Saale. "

Ferlensonderzugnach Berlin. Wie wir von der Pressestelle der ReichSbahndirektion Frankfurt a. M. erfahren, kann der am 1. August von Trier nach Berlin, Potsdamer Bahnhof, ver­kehrende Feriensonderzug von den Stationen Bad 8m«. Limburg. Weilburg. Wetzlar und «Sieben aus benutzt werden. Der Zug fährt ab von Bad Cm« um 18.34 Uhr. von Limburg 19.13, von Weilburg 19,45. von Wetzlar 20,12 und von Gießen um 21,02 Uhr. Die Ankunft in Berlin. Potsdamer Bahnhof, erfolgt um 6.26 früh. Die Teilnehmer an dieser Fahrt haben eine Fahrpreisermäßigung von einem Drittel de« gewöhnlichen Fahrpreife« sowohl für die Hin-, wie auch die Rückfahrt. Auf der Hinfahrt muß der Sonderzug benutzt werden. Aus der Rück­fahrt, die iitnerhalb zwei Hlonatcn angetreten werden muh, können alle fahrplanmäßigen Züge,

Schnellzüge unter Zahlung de- Zuschläge«, be­nutzt werden. Für alle Teilnehmer werden Sitz­plätze freioehclten. Die Fahrpreise nach Berlin und xurürf betragen: von Bad Sm« 40 Mk.. von Limburg 37,60 Mk. von Weilburg 35,80 Mark, von Wetzlar 34.20 Mk. und von (Sieben 33.40 Mark.

* Turner-Sonderzüge nach Köln. 3n der verflossenen Rächt passierten sieben Turner-Sonderzüge. de nach Ä6In bestimmt waren, den ® ebener Bahnhof. Die meisten Züge kamen au# Thüringen und Sachsen. Die .J,ugc waren alle gut besetzt. Rach kurzem Aufenthalt in (Stehen fuhren sie in Richtung Köln weiter. - Heute früh fuhr em Turnerzug von Gießen zum Tumerfest nach Köln.

Fahrplanverbesferungen bei der Reichsbahn. Der Personenzug Z09 VV. .tranlturt a. M - Sieben. Ankunft. 1.04. erhält vom 1. August d. 3 an Aufenthalt in Kirch- gon« Desgleichen der Personenzug 771 Rächt von Sonntag zu Montag. Ankunft 1.44. Personen- zug 709 W. trifft deshalb erst um 1.06, und 771 vv Mo. um 1.46 in Diesten ein.

Dine Bedürfnisanstalt für Männer ist seit einigen Tagen in der Ludwigstrabe. bieü-

s«lt- der vberhessischen Bahnen, im Rohbau fertiggestellt. Da« Gebäude ist ganz in Beton, mit Dorfatzbewn. der scherrrert ist. von her Firma Deimer hier ausgeführt worden. Rach Deend.gung der 3nnenarbeiten, bte nur kurze Ze t in Anspruch nehmen, kann die Anstalt be­nutzt werden.

Verkehr auf gesperrten Land- Ü r a b e n. 6.ne neue hessische Pollzeiverordnung verbietet bei Androhung von hoher Geldstrafe da# Befahren von po.-zelsich gesperrten Straßen mit Kraftfahrzeugen und Pferdefuhrwerken aller Art, wenn bte Sperrung durch Sperrschilber kennbar gemacht Kl. Ackergeräte, Geschirrte'le. Bauhölzer. Bäume. Baumstämme und andere schwere Lasten dürfen auch nicht auf gesperrten Landstraßen geschleift ober auf Schleifen fort- bewegt werden, sondern müssen auf berührten Fuhrwerken verladen werden.

" Maul- und Klauenseuche. In der Ge­meinde Wißmar (Kreis Wetzlar) ist die Maul- und Klauenseuche amtlich sestgestellt worden. Der Ort und die Gemarkung Wißmar sind zum Sperrbezirk erklärt worden. Die Gcmarkunz Xrofborf scheidet au» dem Beodachtungsgebiet aus.

Don der Industrie- und Handelskammer Gießen.

Au« der dritten und vierten Vollversamm­lung der Industrie- und Handels­kammer (Bieten für die Ärcife Gießen Alsfeld und Lauterbach (30. Mai und 5. 3uni 1928) ist zu berichten:

Am 1. April d. 3. ist ein Seehafen-Aus­nahmetarif für Rohtabak in Kraft ge­treten. entgegen dem von der Stammer vorgetra­genen Wunsche, ist da« Gießener Gebiet in diesen Tarif nicht miteinbezogen worden. Die Reichs­bahndirektion in Frankfurt a. M. hat zugesagt, bei der in dieser Sache federführenden Reichs­bahndirektion Altona nochmals die Anregung der Aammcr zu vertreten. Der Hess siche Han- delslammertag hat den Deutschen Industrie- und HandelStog geixten, sich nach wie vor mit aller Entschiedenheit gegen die geplante Tarif­erhöhung der Reichsbahn auszusprechen, da diese von unabsehbaren Folgen für die ge­samte Wirtschaft begleitet sein würde. Das Ministerium der Finanzen ist gebeten worden, sich bei der Hauptverwaltung der Reichsbahn für die Einbeziehung der K e.nbahn Riederosleiden (Ohin- talbahn) in die Reich-bahntarife einzuseycn. Eine Prüfung der Angelegenheit ist zugesagt worden. Mit dem am 1. Oktober b. 3. erfolgenben In­krafttreten ber neuen Eisenbahnverkeyrsordnung gelangen auch neue Frachtbriefformu­lare zur Einführung. Die Kammer bat den Deutschen Industrie- und Handelstag gebeten, sich für die Verlängerung der nur kurz bemessenen Ausbrauchlrist der Formulare zu verwenden. GS kann jedoch den beteiligten DerkehrSkreisen nur dringend geraten werden. Bestände der alten Formulare sich nicht mehr hinzulegen. - - Der DerkehrSbund Oberyessen hat bei der Reichsbahn­direktion Frankfurt a. W. den Antrag auf Ein­richtung eines mitteleuropäischen Reisebureaus in Gießen gestellt, der von der Kammer befürwortet Worten tsi. Eine endgültige Entscheidung hat die ReichSbahndirektion noch nicht getroffen. Die Kammer hatte Veran­lassung, erneut bei der ReichSpostverwaltung die Einrichtung einet dritten tägllchenBrief- postbestellung in Gießen zu beantragen. Der durch den Kaufmännischen Verein der Kammer vorgetragene und durch diese der Post- verwaltung weitergegebene Wunsch nach Auf­stellung einer Frankiermaschine beim Hauptpost­amt wurde, da ein Bedürfnis dafür vorerst nicht anerkannt werden konnte, abgelehnt. Gleichzeitig wurde jedoch eine erneute Prüfung der Angelegen­heit und die Ausstellung der Maschine .zugesagt, wenn die Post sich von der Rotwendigkert über­zeugt habe. Durch daS Telegraphenamt Gießen wurde der Kannner mitgetcilt. daß bic feit län­gerer Zeit geplante und immer wieder ver­schobene Umwandlung des Gießener Fernsprechamtes in ein Selbstan­schlußamt int lausenden Jahre nur dann noch vor genommen werden könne, wenn jeder Teil­nehmer einen Zuschuß in einer bestimmten Höhe zu den Baukosten leisten würde; die Kammer wurde gleichzeitig gebeten, in diesem Sinne auf die Kaufmannschaft einzuwirken. Die Kammer nahm gegenüber dem von der ReichSpostverwal- tung gestellten Ansinnen einen durchaus ab­lehnenden Standpunkt ein. Gleichwohl hielt sie im Hinblick auf die ihr nachträglich wiederholt mündlich und schriftlich dargelegten großen Dor- Aüge des Selbstanschlußbetrteb^ gegenüber dem bisherigen System es für ihre Psilcht. die Kauf­mannschaft nach einmal zu befragen und ihr ge­wissermaßen Ine letzte Entscheidung zu überlassen. Wie vorauszusehen war. wurde von dieser die Stellungnahme der Kammer vollauf gebilligt. In ihrem Antwortschreiben an da« Telegraphen- amt hat die Kammer von dem Standpunkt der Kaufmannschaft Kenntnis gegeben und dabei die Erwartung ausgesprochen, daß auch ohne eine besondere Zuschußleinung der Anfchlußteil- nehmer der Selbstanschlußbetrieb so schnell wie möglich eingerichtet wird. 'Bei Fernverbin­dungen zwischen Alsfeld und dem Industrie­gebiet von Rheinland und Westfalen sind Warte­

zeiten von 1 bi- l1/« und mitunter auch 2 Stun­den nichts Ungewöhnliche«, was allgemein als großer Uebelstand empfunden wird. Die Kam­mer hat bähet die Oberpostdirektion gebeten, den Ursachen dieser Erscheinung nachzugehen und für eine Behebung b?« beklagten Üebelstande« besorgt zu sein. Bon brr Oberpostdirektton sind Maßnahmen zugesagt worden, welche eine wesent­liche Berbesicrung herbeiführen sollen. Etn Antrag auf bic Einführung eines Ausnahme- tarif« für BerbrauchSzucker von Schlesien nach Westdeusichland wurde befürwortet. Einem Erlaß de« Preußischen Ministeriums der Justiz vom August d. 3. zufolge dürfen Verstöße gegen das Gesetz über den unlauteren Wettbewerb, die seither wenn nicht ein öfsentlicheS Interesse vorlag nur im Wege der Privatklage versolgt werden konnten, dann regelmäßig als im öffentlichen Interesse liegend behandclt werden, wenn der Strafantrag von einem Verband zur Forderung der gewerblichen Interessen gestellt wird. Eine Gingabe des Vorort« an den Herrn hessischen Iuslizminister mit der Bitt? um Erlaß einer ähnlichen Verordnung wurde abschlägig be- schiedet., da nach der Auffassung des Herrn Ministers durch eine solche Regelung letzten Endes den Epitzenvcrbänden und nicht mehr der Staats­anwaltschaft die Entfcheidung darüber, ob die Voraussetzungen der Strafverfolgung von Amt« wegen gegeben sind, in die Hände gelegt wird.

- Da der nach § 352 HGB. für Verzugs­zinsen bei Recht-st reitigkeiten fest­gesetzte Zinsfuß von 5 v H. für daS Jahr gegen­über der Vorkriegszeit keine Erhöhung erfahren bat, während bei Wechsel- und Schecks ch ul den die Zinsen gesetzlich auf 2 Proz. über dem jeweiligen Reichsbankdiskontsatz erhöht worden sind, haben die hessischen Kammern den Deusichen Industrie- und HandelSkammertag gebeten, bei dem Reichs- justizministerium für eine Ermächtigung bet Ge­richte zur Zubilligung eine« Zinsfußes von 1 Proz. über Reichsbankdiskont auch ohne Rach- weis des Gläubigers im Einzelfalle bemüht zu fein. Der Hessische Industrie- und HandelS- kammertaa hat bei dem Herrn hessischen Iustiz- minister beantragt, den den heutigen Verhält- niffen nicht mehr entsprechenden Zinssatz für bei Gericht hinterlegte Gelder in einem bestimmten Verhältnis vom jeweiligen Reichsbankdiskontsatz abhängig zu machen und für den Beginn der Ver­zinsung den 1. und 15. be« Monats festzusetzen. Dem Wunsche der Kammer ist insoweit ent­sprochen worden, al« nach einer Verfügung des Ministeriums der Justiz und des Ministeriums der Finanzen die hinterlegten Gelder vom 1. Juni 1928 ab biS auf weiteres mit 3'/, Prozent ver­zinst werden. In einer Eingabe an da« Reichs- juftuminifterium hat der Deusiche Industrie- und HanoelSiag angeregt:

1. bei den größeren Oberlandesgerichten als Be­rufsinstanz Senate zu schassen, die sich nur mit Handelssachen befassen und denen Kauf­leute als Beisitzer angehören (ollen;

2. die Zuständigkeit der Amtsgerichte für ver- mögensrechtiiche Streitigkeiten bis zu 800 Mk. zu erweitern.

Der Vorort be« Hessischen Industrie- und Han- delskammertagS hat von diesen Anregungen auch dem hessischen Justizministerium unter Besürwor- tung Kenntnis gegeben. Das hessische Ministe­rium der Justiz bat die Bestimmungen über die Erteilung von Abschriften aus den ge­richtlichen Schuldnerverzeichnissen neu geregelt Den Wünschen'der Handelskammern wird insofern Rechnung getragen, als nunmehr unter gewissen Bedingungen Abschriften und Aus­züge aus bem Schulbnerverzeichnis auf Antrag in regelmäßig wiederkehrenden Zeiträumen nach Anordnung des Gerichts den amtlichenBeruf«- Vertretungen erteilt werden könrren. In einem Erlaß de« preußischen Justizministerium« vom April d. 3. wird darauf hingewiefen. daß gegen Scheckschwindeleien, namentlich gegen be­trügerische 2 u«ftel 1 ung ungedeckter Schecks energisch eingeschritten werden muß.

erfordern stets eise sorgfältige Ttpaebung und Sstzarrsstatttmg. Gute Satzlesittingen stnd nur erreichbar, wenn die Anzeige« Wellig genug uufgegeöen werden. Der Annahmefchlutz für alle Anzeigen im Gießener Anzeiger entfällt auf den Nach» mittag vor der Aufnahme. Empfehlung», anzeigen müssen, je nncv Umfang und Satz- schwlertgstelten. zwei dl» drei Lage vorher bestellt lein. Nur mtt Sorgfalt und dem not« wendigen Jettaufwand gesetzte Empfehlungen

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vv»u die Strafporschrisien be# geltenben Rechts über Betrug unb Urkundenfälschung eine ge­nügende Handhabe bilden. In dem Erlaß wird weiter daraus aufmerflam gemacht, daß bei Hin­gabe eine« Scheck« ohne gleichzeitige volle Deckung unter Umständen Betrug angenommen werden muh. Strafverfahren uxgeii Scheckfchwindelcien find regelmäßig durch Siaatsanwalttchaften beim Landgericht zu bearbeiten. Die gleiche Weisung ist seitens des hessischen Justizministeriums an die Staatsanwaltschaften ebenfalls Im April er­gangen. Ein vom Reichstag eingebrachter An­trag auf Reuregelung der Maß-. Ge­wichts- und Etchordnnng hat den hesii- schen Industrie- und Handelskammern Veran­lassung gegeben, bie Ausmerksamkett der hessi­schen Regierung auf die ungewöhnliche Höhe der Eichgebühren zu lenken und deren wesentliche Herabsetzung im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse äu empfehlen. -- Bestimmte Vorfälle tn Hessen haben den KammernBeranlaWuna ge­geben. den deusichen Industrie- unb Hanvel«- tag zu bitten, ber Privatwirtschaf.lichenBetäti­gung ber Ortskrankenkassen seine belonbere Auf­merksamkeit angcbdfjen zu lassen unb seinesieii« auf eine Beschränkung ber Krankenkassen auf ihre eigentliche Tätigkeit hinzuwirkem - In Begut­achtung einer Denkschrift be« süddeutschen Spar­kassen- und Giroverbande». in welcher bic ernsten Besorgnisse ber sübbeusichen Wirtschast über ble strafte Konzentrierung von Reichsgelbern in Ber­lin zum AuSbruck gebracht würben, haben bie hessischen Kammern sich dahin ausgesprochen, bah wohl eine Einheitlichkeit in ber Verwaltung ber öffentlichen Mittel für nottoenbig erachtet, an- bererseit- aber babingeftcIU werben muß. auf die einzelnen deusichen Lande-teilc nach Maßgabe der besonderen Mittel gleichmähig zu versorgen. Hierdurch bürste eine 'Bevorzugung ber össentlich- rechtlichcn Gelbinstitute gegenüber bem privaten Dankgewerbe nicht eintreten. Zum Schutze be« Ginzelhanbels auf bem Lanbe haben bic hessi- fchen Kammern bte Einführung folgender Vor­schrift in dos Gesetz die Besteuerung deS HonbefS- betrieb« im Umherztehen betreffenb. beantragt: Im Sinne biefe« Gesetzes gilt al« feste Berfaut«- stätte auch ein Kraftwagen ober ein Pferbe- toagen, auch wenn von ihnen aus nicht unmittel­bar, fonbern mittelbar Verkäufe betätigt werben. Die Kammern haben ferner bie Erhöhung ber Tarife für bie Besteuerung ber Wanberläger al« bringend notwendig bezeichnet.

Aus dem AmtsverkünSigungsblatt.

' Das Amtsoerkunbigungsblatt Nr.54 vorn 24. Juli enthält: Verlegung ber Bureauräume der Prooinzialkaste. Bau einer 20vOO-Volt Lei­tung GießenLollar. Die vorläufigen Umlagen und die vorläufige Sondergebäudcsteuer des Mreifes Gießen. Erlaß einer Ortssatzung .ber die Er­hebung ber Vergnügungssteuer in der Gemeinde Klein-Linden. Feldbereinigung Harbach. Dienst­nachrichten.

Briefkasten der JUdaffion.

(Rechtegutachtcn sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

C. v. in R. Ihre Anfragen können von ^er aus ohne genaue Kenntnis des dem fraglichen Arbeits- Verhältnis zugrunde liegenden Arbeitsoertrages nicht beantwortet werden. Ist der Vertrug ordnungs­mäßig unb dem Tarif entsprechend abgeschlossen, so ist er von beiden Derttagspartnern einzuhalten. Wird er von einer Seite nicht cingehalten, so kann u. U. eine Schadenersatzklage anhängig gemacht wer­den. Wir empfehlen Ihnen, im Zweifelssalle sich an bas zuständige Arbeitsamt zu wenden.

Berliner Börse.

Berlin, 25. Juli (WTB. Funkspruch.) 3m heutigen Frühverkehr ist man weiter sehr zurücrhallenb. Die Tendenz ist lustlos. Man tapert bie Kurse vorläufig wenig veränbert. Der Derlaus der Börse wird davon abhängen, ob die Reportschwierigkeilen beendet sind oder nicht. Am Devisenmarkt nennt man heute Pari« 124,18. Mailand 92.82. Spanien 29,51 bi« 52, da« Pfund 4,8595 und den Dollar 4,189b.

Lprechslnnden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bi» 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloßen.

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Freitag, ben 27. Juli 1938, vormittag» I« Uhr beginnend, ivcrdcn zu Mittel- ferme* sämtliche Gegenstände, welche zur »tonkursmasse der yeint. Rapp Eheleute n Mittelseemcn geboren, gegen Bar­zahlung öffentlich meistbietend versteigert. Es gelangen unter anderem zur Ber- Weigerung:

e2n schwarze« Piano, zwei Betten, ein Schreibtisch, eine Adler-Schreibmaschine, ein altes Lastauto, ein Schreibpult, Gardinen und noch vieles andere; zirka ., o Pendler verzinkter Draht, 1, 2 bi« -,S mm Stärke, eine Handbohrmaschine, ncr^ub. Ballen Spanndrastt, Stachel- brccht, Drahtkörbc, sowie sämll. vor­handenen Maschinen, Geräte und Wa- «noortäte, welche m der Drahtzieherei Verwendung fanden.

Bejichtigung der RobSien am teeurrs- !?? ST" ? 3a,i 19ZS- Ml nadjin. 1 Uhr 13 Uhr) bi« 4 Uhr (16 Uhr) m Mittel- feemen. toi Anwesen besindet sich am Crtom^gang nach Cbcrjeemen, woselbst bic Zusammenkunst der Steigerer ist. Z*brod, Gerichtsvollzieher in Crtenberg.

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