Ausgabe 
25.6.1928
 
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Aus der Provinzkashauptsiadi

Siebe», tat 25. Sind 1028

vertauschte Hollen.

M Ut doch fonD?rbar. wie In unterer Zeit die Stey tat ®m% hnZ)

Bei <Mdbäftr.i batte ich mich oertpätet. So geriet ich am Abend noch in ein Untrrbaltynai- tokal. Bei lauter, oufDring.ichrr Musik faten Die Wetschen t a4 anur.cngepfee*t. schrie» ! achten lud>nr.nriter Hal kn TTü5e. sich in dem Ärm va verständigen. Zärtliche Blicke gingen hin und bet. Scher,« ttxrri man in da» Gespräch. laute« Kceischen beantwortete e« Tie Ober fchofsen durch die TH4rtif>ra klapperten mit Tellern und Taften ab mit Dem Seid.

Zch trachtete ein paar Ge'vröchsbrocken zu rbalAen. Ach. welche Türitig cit sprach darau«! .rtda«fram frecher Witz, oder Sbo't über rrH"n der durch den Baum ging K cter- Vnnen K'atlch au« aTen Uinbrt Jfmgen. Dicht cm Töcrl fiel, da« wert gewesen tolre. e« aufzu- Dicht ein Gedanke gewann die 5orm de« Botte«, dem man hätte Beachtung schenken " nnen. Und vsch waren auch gerei't? Leute da. Männer, denen sich schon da« Haar lichtete.

4 Ndjtigt VN der An rt tot. Da-

um sich k kn ÄS6 6" MV JöW ai * rm. $toe wZ. »gebrannt JJ

Die öa« nadle ßt, ° M den 3tad -den.

Trauen, hie nicht mehr jung waren.

Ich wandte mich rasch wieder fort. Wenn 'ich Oagrr.b leicht gebürdet e« ist ihr Recht, sich dem Schmetterling verwandt zu ftiplen

Durch stille Strafen ging ich heim, verstimmt von dem. waS aus mich einaedrungen war. Bor mir gingen zwei junge Mädchen Und die eine 'agta: .0* gibt etwas über un«. vor Den wir uns beugen müssen. Die wir e« nennen, ist schtmßsich gleich. Aber leugnen kann e« mit gutem Gewißen feiner.. .**

®« war nicht sehe alücklich in Worte gefaßt, iraO Da« Mädchen dachte ®« redete schlicht und einfach ober es war selbständig gedacht und ge- formt Man fühlte betau«: Hier Ul ein Mensch Der grübelt Der nicht gedankenlos durchs Leben rennt sondern Den Stimmen ringsum und den Stimmen in sich selbst mit gebranntem Ohr lauscht »ich ein Bild von der Welt und ihren

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Berborgenheiten zu schaffen tracht:t. Jt?in Mensch. Dem e« genügt, wenn er durch Arbeit verdient, was er braucht und ein wenig mehr, damit noch Oenab abfällt.

Bertauschte Dollen l Dort da« oberflächlich Die 3eü vertändelnde Alter, hier Die grübelnde Jugend. Es gäbe billige örfl innigen Dafür, trenn man gerade eine Deutung linDn wollte. Aber solche Orflärungen treffen den Krm nicht Das Problem Ist Wohl auch ein alt-« Mc ischenvroblem. Trostdem rfl fchrint. al« ob bt einem Teil de« jungen Geschlechte« sich da« anbahnen wollte, was schon immer der Zeit Den Tbarafter gab. Bve hundert Jahren wie vor tausend. 11 nD es ist zu bot len. Dafi dieser Teil Der 3ugritD stark genug ist für die Aufgaben. Die feiner harren Cr.

Dr. h. c. Karl Klmgspor

Ser Schristgiestereibesiher Dr. h. a Ä a r l Klfngfpor m Otfenbach begeht beide seinen sechzig sten ®court«tag. Wir Bnnen und wollen an diesem Ereignis nicht ohne Erwähnung vvrübergehen, ist doch Herr Xarl Kling'por cm ebener Kind. Sohn des verstorbenen Tadat- fabrtfanfen Karl Kllngspor und Bruder de« Kammer «ieni at« und Beigeordneten Adolf Kling- tpor von hier, der heute da« väterliche Geschäft

Der Da ter erwarb Die Audhardsche Schrift- ©ieferei In Oifenbach für die Söhne Karl und Wilhelm. 3m 3obre 18Ö8 übernahmen Die beiden Löhne Die Schnftgiederei selbständig. Wilhelm. Der inzwischen leider Den Folgen schwerer Krieg«- beschädigungen erlern ist. übernahm Den kauf­männischen THI, während der ältere Bruder Karl Den ihm bislang völlig fremden technischen und künstlerischen Teil leitete. Das wir ein Wagnis, aber eine glückliche Teilung. Der jüngere Bruder brachte die gründlichen tauimjitnifdben Scfahruo- aen au« dem väterlichen Geschäft nut. wahrend Der ältere sich mit Der ih n eigenen Energie in Die neue Materie systematisch Hinern arbeitete. OeraDe als bisher Auhenftehend»r ging er un- uoreingenomintn an Die Stiche heran und kam Haid zu ber Heberzeugung. dah mit dem ®nt- wersen und der Herstellung Der Schriften Der bisherige Weg. bei zu einem künstlerischen Tief­st and ge üfrrt Datte. verlassen werden muhte Das grundllche Studium Der alten Schrllten vor. ju und nach Äulenderg« Zeit muik ihn dazu führen, hah Da» Lchristgewerbe wieder durch Künstler. Schriftkünstler neu befruchtet werden mülle.

Den ersten Bersuch machte er mit Dem verstor­benen Professor Eckmann, dessen neuartige, dem Dekorativen entsprungene Schriftsorm Der- immDcning und Aussehen erregte. DaS war Der Auftakt für Pie neue Marschroute. Der Bruch mit dem Allen Die Dann folgen den Schriften nach Entwürfen von Peter DehrenS, Otto Hupp. Waller Tiemann und last not least Die grobe Familie Der Eharalterschristen von Audolf Koch sind längst Qk'mcingut nicht nur üi Deutsch­land. sondern in der ganzen kultivierten Welt geworden. Ta« Hcrcni-sinden Der für das Ent­werfen charaktcristtschcr und schöner Schrisren geeigneten Künstler, fowie 6er lange Weg vom ersten Entwurf bi« zu ocr für Den Schnitt end­gültig fcftgclcgien 5orm sind mühsam, erfor­dern Sedukd und Feinfühligkeit für die Zorm

Dost der mm Sech-igrährige politisch ein ener­gischer c;ctiler und ein Kämpfer für Die Er­haltung ter deutschen Schrittsorm war find na- urentl.ch in Oer Heimat und in der Eelehrten- urD 3o<bc?elt bekannte Tat fachen.

2IL o nicht nur Die freundschaftliche Berbunden- ir.it dem c-eburtStagSkinde Dem wir auch Dieser 3idle unseren herzlichen Glückwunsch '?rechen, sondern der für Die Schriftgestaltung brechend tätige, aufrechte Mann lassen uns v cy.ter greifen und wünschen dast er im« ch manche willkommene Ueberraschung bringe.

Anträge von Kriegsbeschädigten.

Born Bersorgungsamt Gießen wird uns mirgclcLt

Ter eigen <mbig unterschriebcne Antrag muh deutlich ertznnen laf-en. was b^gobrt wird Aenw. Aer.tenerhö^ung. Hilldehanh ang. Ka i- talahiinDantL BrawtsnlchLin uw.». Wichts 'enter Die Angabe, ob die gellugte Eelundhei: $ stärung auf ein: Dienst eschud gung ^urüdge üb*t wird. Unter Dienstleichädigung ver lebt man Die gesunDheirsfchädiee 2« SimoirLng. Die durch milliurische Si«nit»:rrid)tun:e.i cb?r Durch einen während Der Ausübung des Militärs enstes er­littenen HnfaJ oder Durch Die Dem Militärdienst eigentümlichen Berhäitnif e hecbeigeiührt wor­den ist. Die Behauptung, dah eine Lienstbeschä-

50 Ähre Obechessischer Geschichisverein.

-ftrt «nem würDeflen F.statt beging Der Vb er­st e s s i s ch e I3efchicht»oerein am Samstofl- tnmag un UnuHijUMisg<i>auD4 bu garer j<uu> i 0 iastrig « n S r ft # N c ». 3m «rohen H. rlaal statte sich dazu rote sehr stattliche Zeftgemernde vtr- fammrit. unter Der man Die Sern et er zahlreicher «etjoeben. Lngestariger der oerschmdrusten mirteu- ichasttichen M^pün« Unserer 2flnDe5uniwrfitdt und ILianner aus einer ganzen Reiste von Orten der Provinz Lberstefsen bemerken konnte.

Der Vorsitzende des Geschichtsoereins, Gesteimerat Proseffor Dr. Lcstoghel t(ör*tz«n). entbot der tiefkerfaemihing herz.utzen Kdilommer.fltufi. be­sonders begruhte er Den Vertreter der Landesuni- perfnal, ce. Magnislzenz den Rektor. Professor Dr. Kosenberg. den Vertreter i r Stadt Gtehea. Oberburg..me.ster Dr. geller, und Den Vertreter unserer Major und Baiaillonssomnurndeur

.Lüders. Weiter gab er schriflliche Glückwünsche zahlretcher Freunde tes Verein» bekannt. Darunter Grühe von dem früheren GrOhherzog, Dem Wfnifteriaftireftor Urffabt und Oromnpaldirek- tor Graes. Lodann gab der Redner einen Rück­blick aus die halbstunderisährige Geschichte de» Ver­ein», au dessen Gründung am 13. Juni 1878 durch eine «nzeige imSiebener Lnzeiger" eingeladen worden war, und die bann auch am 15. Juni 1878 erfolgte Männer wie Dürfen, Garei», Sörfmann, Dramm, Irle u. a., also Falscher und Liebhaber sanden sich stier zu gemeinsamer Arbeit im Dienste Der Hrimatsorschung zusammen. Bei seinen weiteren Mitteilungen au» der vereinsgeschichtr, die in ihren chcwptzugen von Dr. ffl a l b r a d) am vorigen Frei- tag in einem Artikel imGießener Anzeiger" ge­schildert wurde, wie, (Be^eimerat Professor Dr. B e - staghel besonder» auf da, Museum hin und wür­digte Dabei Die verdienstvolle Arbeit de, früheren Museumsdirektor, Professor Dr. ftramer, der sich vom Militär und zunächst Liebhaber zum aner­kannten und vollgültigen Fachmann der Heimat- geschichtriorfchung entwickelte, in herzlüber Weife. Mit anerkennenden Dorten stob er das Abkommen mit dem verewigten Kommerzienrat Wilhelm Gail hervor, dessen Kunstsammlung dem Museum Des Verein, angeglieDert wurDe und Vesten hochherzige, Werk in Dem Warnen ,^)berhessifches Museum und (Baif'^e Sammlungen" sorllebt .'liidi her Stabt sie bühct für ihre Förderung Des Museum, herzliche Anerkennung. Der Dank des Vereins gelte Darüber hinaus aber uud) allen Denen, Die in Den verflossenen Jahrzehnten das Werk Des Dberhesstschen Geschichts- Vereins unterstützt. Den Verein ermutigt und geför­dert hatten. Legen ihrer beionberen Verdienst Die vereinsfache feien vom Dberhesstschen Geschichts- verein au» Anlaß Der Jubiläumsfeier zu Ehren- Mitgliedern ernannt worden: Gest. Hofrat Profestor Dr. Haupt (Kietzen), Profestor Dr.

a rf fFreitmrg), Professor Dr. R 0 e S ch e n (Cau- bach) unb Professor Dr. 'S o l f (Arantsurt a. MX

6c. Magnifizenz Der Ttcftor Prof. Dr. Aofew- berg überbrachte Dem GefchichtSverrin Me herq- lichsten IubiläumSglückwünsche Der LanDeSuni- versität. wobei er auf Me innige Verbundenhrit zwischen Der UniberiitSt und Dem Berein hin- wies. Die LanbesmuversitÜt sei in ihrer Arbeit Durch das Wirken De« GeschichtsVereins immer in hohem Matze befruchtet worben. Denn Die reichen Schätze Des Museums stellten eine wert­volle Lehrsammlung für Den Unterricht an Der LandeSur.ivcrsitäk bar. tote auch Die Universitäts­bibliothek Durch Den Berein immer wertvolles und schätzenswertes Material gewinne. Bor allem aber bringe Der Zweck deS Vereins diesen in enge Bervunbenheit mit ber Universität, denn Die Arbeit Der GeschichtSwi fenfchafi an Der Uni­versität fänDe ihren UrgrunD in der Heimat- gefchichtsf or chung. Die sich Der Verein zur Aus­gabe gemacht habe. Auch für Die zweite Hälfte seine« ersten IahrhunbertS enrigen Schassen« Dürfe vch Der DeschlchtSverein der herzlichen Glückwünsche Der Lande« Universität versichert holten.

Oberbürgermeister Dr. Keller sprach Dem Verein im Barnen Der Stadt Dietzen herzliche Dlückwünfche au«. Unsere Stadt blicke mit De- ruigtuunc auf Die Tätigkeit dr« Obrrhesiischen Drichichtsvereins. der sich im Bereiche feine« Wirken« auch um Die Dietzener EtaDtaeschicht«- sorschung grobe Berdienfte erworben yabe 3n dankbarer Anerkennung Dielet Leistungen habe die Stadtverordnetenvcriauunlung beschlos rn. dem Berein eint 3ubil5um«ga5c von 500 Mk. Darzu- bringrn. Die für toiffenscha tliche Arbeiten, vor allem auf Dem Debietc Der (Siebener Stabt- geschichte. Derwrnduna s in den solle. Die herz­lichsten Wönfche Der Stadt Dietzen würben auch Die weitere Arbeit bc« Geschichtsverein« be­gleiten.

Archivrat Herrmann (Darmstadt) beglück­wünschte len Verein in» Auftrage De» verbände» Der Hessischen Geschichts- und Altertumsvereine, des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde hx Kastel und Der Historischen Kommission für Den fireistaat Hessen und für Hessen-Waldeck unb Mar­burg, wobei er dem V rken Des Berein, auch vom Standpunkte De* Fachmannes aus höchste Anerken­nung zollte und tM, Wunsche Ausdruck gab. lag Der 'Berein ans f*ier bisherigen ersoigreichen Ar- beit »lauf bahn weitere gute FortschrÄe machen mäy.

Der Vorsitzende, Gebeünerat Professor Dr Be­haghel, dankte famllicheu Rednern tm Namen de, Geschichtsoereins für ihre freundlichen Wunsche, lasbefonbere sagte er Der Stadt Gießen für Die Jubiläums«ab« mannen Dank

Hieraus feierte Geh. Ho fror Prof Dr Haupt (Oiefecn) den verdienstvollen Vorsitzendem des Ber­ans, Den Gehe rn rat PreTs Jr. Lehaghel, antätztich seiner jährigen Wirksamkeü als Vor- sitzender Des Bereins, unb er beglückwünschte Den herein, daß er einen wichen Führer wie Geheime- rat Beh «. qhel an seiner Spitze habe. Der Ge- schichisocrein dnnkte seinem imermüdllchen Bor- itynben für die bisher geleistete wertvolle 2lrbeit uon ganzem Herz i und hoffe, dasi Geheimeral Behag h e l^noch viele Jahre in ।einer bewür­ben» nxrt en Frische unb Schassens kraft dem Verein al» Führer erhalten bleibe.

Anschlietzenb hielt der Prioatdozent Dr. Adolf Bach, Dozent an der Pöbagogifchen Akademie w Bonn, einen Festvorirag über bas ThemaD i e Ortsnamen in ihrer Bedeutung für Die Siedlung,geschichtet In eingehenden Darlegungen, wobei sich der Redner auch mit Den An sichen anderer wissenschaftlicher Fachleute auf

Dielen» Gebteie in grotzer ftw beschäftigte, verstand er auch Die Nichtfachleute von der hohen Bedeutung der Dcuuamtoioi |d)ung |ur die Siedtungsgk'chicht, Vi überzeugen ÄHrrbing» bleibt auf Diesem Gebiete noch sehr niet ui tun ubng. msbeionDere ist e» er- fnrbertich. Datz Mr Sprsialfarschung imD Dir auf Da» ÄUgrmeuu geeichte.< Far'chung eng inüeinanber arbeiten und Dabei die llnlerftünuna weitester strebe der geistig intirrffvrtee Mitbürger in Stadt und Land finden, denn au» der AusNärung de» Ur­sprung» der Ortsnamen können wichtige Rück­schlüsse auf die gefamte Siedlungsgeichich-e und Da­mit auf die Volk»geschichte gezogen werden

Mit Sanfrsmonen des Vorsitzenden an Den Fest­redner und an Die Versammlung sand Der Fsstakt gtgn 12 10 Uhr lein Ende.

Trim Mittazri en br. .Oinbenhurg. Da« sich Dem Festakt ansch'otz, wurDe von StuD.-Aat Dr. Decker eine kurze Ansprache gehalten. In Der er Die Beziehungen De« Drich-chGverein« zu Al«'eld berührte. Diese Beziehungen sind »wcierleiArt. Guunal habe sich DerBerein 'elnerzeU eifrig für Die Lrholtiorg Des allen Hat häufe» in Als'elD - einer Der bemerkenswertesten Zach- toer[bauten Oberhel'ens. Der sich neben Den be­kannteren in Franken ruhig sehen lallen Darf eingesetzt mU Dem Erfolg. Dah Das Rathaus heute eine Zierde Der Stadt unb ber Provinz ist. Zum an Deren fei Die Inventarisierung De« AlSfelDer Stadtarchivs durch einen ©tobener be­lehrten erfolgt. Den jetzigen Direktor Der Uni- verfirätS-Bibliothek Prof Dr. 8bcL Bei dieser Gelegenheit sprach Der Redner, nachdem Ge­he! wer at Behoghel das während deS Fest- alles schon aclan hatte, noch einmal fein Be­dauern darüber eu6. dasi Direktor Obel. Der sich seit langen Jahren inSbefonDere al« Ocrau«- ijcber Der .Mitteilmtgen" um Die FörDerung des Berein« verdient gemacht hat. durch eine Erkrankung an Der Teilnahme an Dem Fest verhindert war.

Am Rachrnittaa versammelte sich eine Anzahl Mitglieder und Freunde DeS Berein« zur Be­sichtigung der Universitäts-Biblio­thek. Oberbib'.tothckar Pros. Dr Fritzsche als Vertreter des erkrankten Direktor« Pros. Dr. Ebel, be« 2. Dorsiycmben beS Verein« wies in einer kurzen Ansprache auf bie Verbin­dung De« Berein« mit Der Bibliothek hin. Die .Mitteilungen" de« Berein« werben an etwa 200 Bibliotheken unD GefchichtSvereine in Deutschland, in Europa unb Den anderen Kon­tinenten Dcrfanöt. AIS Gegengabe erhält dafür die UniversitätS-Bibliothel die Beröffentlichun- gen Dieter betreffenden Stellen und erfahrt da­durch eine ganz auherorbentliche Bereicherung ihrer Bestände. Prof. Fritzsche gab dann einen knappen Abrih Der Geschichte her Biblio­thek. Bei einigen hervorragenden Persönlich­keiten. wie etwa dem Frhr. Renatus (lad von Senckenberg, verweilte Pros. F r i tz f che etwa« länger, um zum Schl uh noch 'einmal zu betonen, dah sich gerade bet Dem Geschichts- Verein unb ber Bibliothek btt erwünschte Wech­selwirkung zwischen staatlicher Sütforge und pri­vater Tätigkeit tm Interesse Der geschichtlichen Heimatforschung zeige. Dah sowohl Die Bibliothek wie Der GefchichtSderein in Dienst am ganzen Deutschen geistigen Leben stehen. 3m An- schlich Daran sührte Prof. Fritzsche Die Be­sucher Durch Die einzelnen Räume Der Bibliothek, um einen kurzen Rückblick in da« Wesen einer Bibliothek zu geben. 3m Zeitschriftenzimmer hatte Ocr Schriftführer De« Berein«. Bibliothekar Dr Walbrach, eine Anzahl Geschichtowerke aus älterer Zeit aufgelegt, bie sich mit Hellen und tn8befonbere mit Giehen befchäftigen: ausierbem waren eine fehr wertvolle Hanbschrift unb eine 3nlunabel aus Dem Anfang beS 16. 3ahrhun- bertS, ein Faksimile-Druck Der Manessischen Handschrift. De» (lobet ArgenteuS au« Upsala unb weitere wertvolle Bücher für bie Besucher bereitgelegt worben. Zum Schluß erläuterte Prof. Fritzsche Den BibliothelSbau noch von außen unb wie« vor allem auf Da« Bücherhaus hin, do« sich in glücklicher Tarife Dem GefarntbilD ber Universität«-Bibliothek einfüge.

^u bem geselligen Beisammensein am Abend im »suchendurg" sanden sich bie Mitglieder ein, um den Darbietungen de, Alsfelder Fugendorche- st e r s unter Leitung bc, Oberreallehrers Dotter zu lauschen. Das Bemerkenswerteste bes reichhaltigen Programms waren die althessischen Musi.'ftürfe, die Herr Dotter nach Handschriften im hiesigen Uruocr- sitätsarchio und in der Landesbibliothek bearbeitet hat. Geheimerat Behagh « l dankte den Alsselder Gasten in launiger Weile auf» herzlichste und brachte ein Hoch auf sie au». Bei dieser Gelegenheit mag erwähnt werden, dah Herr Dotter für die Fest­schrift be, Vereins, die demnächst Den Mitgliedern zugestcllt wird eine Arbeit über bie Pflege ber Musik an der Universität und dem Pädagogium zu Gießen versaßt hat.

Am SonnlagvormUtaa besuchte der Berein Da« Mukeum im alten Schloß. Pros. Helmke Der Direktor Der stäDtifchen Sammlungen, übernahm selber Die Führung durch die verschiedenen Räume. Die vorges^-ichlliche Abtei'ung im obersten Stock­werk todtbc zuerst besichtigt, wobei Pros. Helmke eingehende Erläuterungen gab bann ging es durch Die Kupsersiichsannnlltng, das Römerzimmer, die FayanLeabtri ung und bis zur Kapelle. Kein Teilnehmet wird das Museum ohne Gewinn verlas en haben und ohne Dank für die kreis siche Führung.

Den 2ll»schluh De« Feite i bildet» ein Ausflug De« Vereins nach dem Schifirnberg am Sonntag- narfmnllac, wo Die Teilnehmer bei Kallec unb Kuchen einige netmügt? Stunhm rerbrachten. Ein langjähriges Wi.'glied. Herr Binbewalb- Gießen, bankte in einer kurzen Anfprache im Damen Der .Rehme-.den" De« beiden.Gebenden". Gchnrncrat Be Hag Hel und Prok. Dr. R a u ch. Geheimerat B e h a g h e l hat sich in Den 25 3a^- rcn. Da er Dorsitzender ist, stets besonderer Liebe der Ausflüge DeS Berein« angenommen, und Prot. Rauch ist feit langen Fahren Der bewährt? gefchichtsih-kunstgefchicht iche Führer in den vom Verein besuchten Orten getoe'en.

3nx gcrnzen Darf man von Der Fun'-zigjahrsrier bc« Overyes llchen Gefchichtsverern« ragm_ Daß sie zur Zufriebenheit aller Teilnehmer verlaufen ist. Möge das zweite S^alb; ahrhun bert Des Berein« ebensi glücklich vertäu,'en. wie Das erste.

digung oortiege, ist «ngehenD zu b:gründen, der Beginn Des Leidens and lein bisheriger Bei laut zu schisirern. etwaige Zeugen unb die behandeln­den Aerzte sind zu benennen.

Anträge airi Rentenerhöhnng toeqen Verschlim­merung DeS Dienstbeschädi trnlridenS'fen glaubhaft gemacht werden. D. h. es muß dem Antrag erne Bescheinigung Des Arzte» oder Des

Arbeitgebers. Der Kranken koste oder Der Orts-

behvrDe bctgtfugi werden, in der die behauptete Dertchlmnnerun bestätigt w.rd. O^ne .Glnub- hafiMachnng- tft Da« Berioegungsan« nicht bt Der Log«, einen Besch-id zu erteilen.

Die Bersorgungsb rechtigten können versichert 'ein. daß ihr» Antrag» sofort nach Eingang in Bearbeitung genommen und ro schnell Die Möglich durchgeführt werben. Da aber nun schon tast 10 3a6tr fd! Krieg c iDe verganten find, wird Die unerläßliche Brichatrung d r astigen Unterlagen. fnsbrtkmDeee Der meist nicht Dehn Berioegnngs- amt lagernden milllärifchen Papiere bei 71 eu»

anträgen stet« längere Zeil beanspruchen. Sobald Die Unterlagen fdmt ih etngegangen 'inD er'otgt Die ärztliche Untersuchnng unb Die Bescheid» ertdlung.

Taten für Ticnota<i, 2« Zuni Sonnenaufgang 3 45 Uhr. Sonnenuntergang 20.30 U^r. Wondausgang 13.36 Uhr, Monduntergang 1383: ber schwedische Staatsmann Ar. 1 D|cn(tierae aut Fand geboren lh31: ber Dichter 5ultu» Nodenberg in Hessen geboren; 1841 der Architekt Paul Vollot in Oppenheim a 9t*' geboren; 1851: der Dichter AottsrttD Schwab in Darmstadt geboren; 191S: der österreichische Dichter Peter Rosegger in Rrieglad) gestorben.

Vornotizen.

Tagerkalender für Montag. Frei­willige Feuerwehr: 8.15 Uhr, teilte Hauptübung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Schwere Funaen leichte Mädchen". Aftoria-LichtspieltDämon der Prärie'.

Aus Dem Stadttheaterbureau wirb ujl* geschrieben; Bei der Urauslährung von Richard DufchinSkysTänzer im Fasching" wirken mit Die Damen 3 ahn. Koch und Krahmer, sowie Die Herren Arzdorf. De Gastro. Goll. Hciefer. Linkmann» Tannert, Bolck. Wefener. Regie führt Aböls Teleky. Die Bühnenhilber sind entwor­fen unD berge (teilt von Karl Löffler.

"*Straßensperrungen. Degen Verschwei­ßung der Straßenbuhnschiencn wird die Murktstraße von beute ab auf drei Tage unb im Anschluß daran die Mäusburg für allen Fährverkehr auf weitere drei Tage polizeilich gesperrt. Wegen Vornahme von Straßenbesestigungsarbeiten ist die Kirchstraße zwischen ber Straße Am Pfarrgarten und dem (sirchenplatz ebenfalls von heute ab bi» auf weitere» für allen Fährverkehr polizeilich gefperrt worden.

* Tic Erbauung eines Pfarr­hauses für Die katholische Kirchengemcinde in der Liebigstraße. neben dem St. 3oseph-kranlen- hauS, ist vor einigen Tagen begonnen worden. DaS Gebäude soll mit Dem später zu errichtenden Kirchenbau in Verbindung gebracht unb noch in biesem Sommer im Rohbau ferliggcftelll wer­den. Erd-. Maurer- unb Zimmerarbeiten kom­men durch bie hiesig« Baufirma W Ab er­mann zur Ausführung.

" Gerüchte über einen KtnbeSmord im Dergwerkswalb burcheilten am Sams­tagabend unb gestern unsere Stabt. GlücAicher- ®cif« bewahrheiteten sich die immer bestimmter auftretenben Erzählungen aber nicht. Richtig an ben verfchiebenartigen Behauptungen ist, baß ein 7 Jahre alteS Mäbchen beim AuSfllig mit feiner Klaffe Der Schillerfchule sich unbemerkt von Der großen KinDerschar entfernt hatte, um für feine Mutter Tannäpfel zu suchen. AIS Das Fehlen de« Kinde« IcftgeftelU worden war, ge­lang «S trotz eifrigen Suchen« unb lebhaften Ru­fens nicht ntthr. eS zu erreichen, so baß bie Klaff« ohne bie verirrte Kleine zur Stabt zu- rückkehren mußte. Etwa 1'/, Stunben später stellte sich bann aber auch zum Glück baS ver­irrt« Kind gesund und wohlbehalten w.eder im Elternhaus« ein.

** 75 3 ahr« a k t. Heute. Montag, feiert der früher« Metzgerrncistcr Franz Schmidt, Danunftraße 41. s«iaen 75. Geburtstag Der 3u- bUat erfreut sich trotz feine« hohen Alter« noch der besten körperlichen und geistigen Gesundheit.

Sonnwendfeier der Pfadfinder. Am Samstag versammelten sich fast 200 Pfadfinder des Landesverbandes Hessen und ulaffau des Deut­schen Pfadfinberhundes auf eigenem Grund und Boden bet Nieber-Kamftadt (Dbcnro.), um da» Fest der Sommersonnenwende zu begehen. Am lodern­den Feuer sprachen bie Führer ber einzelnen Horste kernige Feuersprüche, und trutzige Lieber umrahmten Die anspruchslose Feier, die durch di« Anwesenheit des Keichsfuhrers eine besondere Weihe erhielt. Die Nacht wurde im Zeltlager verbracht. Der Sonntag sah dann ein friich.fröhliche, Iugentereiben mit Sport, Gesangswettstreit unb Spielen. Am Nach- mittag schloß eine kurze Feier bas Treffen, da, Zeugnis gab ron ber Geschlosienheit bc, Lanbesoer- banbe, unb dem zielklaren Streben feiner Horste.

Der Mordprozeß Wichmann.

Fr a n kf a r t a. M., 25. 3uni. fWSR.-Draht- bertcht. > Dor Dem Schwurgericht begann heute Die mit großer Spannung erwartete Schwur- gcrichtSoerhanblung gegen den früheren Obet- eifenbahnfriretär FrieDrich Wichmann Der cm 31. B^t: 1893 in Steißen lKreis Ottweiler) im eaargJnct ^oren tourte Der Qingeflagte ist ein schmaler hochoufg ivach euer Mensch mit blaffem Gesicht. Ktrz nach 9 Uhr betrat Da« Ge­richt mit Dem Ersatzrichter unD zw:i ErlaOgeschwo- renen Den Darhandlungssaa. Als Sachtertzänbige sinb erschienen Gerichtsarzt Prof. Dr. B o r - kastner. Prof. Ranke, PrivatDozent Dr. Walter Rief« und ber von ter Verteidigung gelater-e SanitätSrat Dr. Magnus H i r s ch f e l D. Der Borsitzente erwähnte zu Beginn brr Der- Handlung. Daß ci aus ZwcckmätzigkeitLgrünrerr Die Bemchmung De3 Sachverständigen Dr. Hirf chf clD anordne. Dem Angeklagten wirD -ui Last gelegt Daß er gemeinsam mit seiner Frau Mord in Drei Fällen begangen fyabz. Die Vernehmung Wichmanns, Der einen ge­faßten Eindruck macht, erstreckte sich zunächst auf feine persönlichen Derhältnille.

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