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Wirtschaft.

Wochenbericht

vom Sronffurier Effektenmarkt.

3n dieser Woche machte die Besser-ung der Tendenz, die im vorc-uL^rgangenen Bc- richtsabschnitt ein^efe6t hatte, wettere Fort­schritte. zumal einige der vorhandenen Schwie­rigkeiten auf politischem und wirtschaft!'chem Ge­biet beseitigt wurden, oder wenigstens in ab­sehbarer 3eit beiseite geschafft werden tönnen. 3n der Hauptsache aber basierte die freundlichere Haltung wieder cm1 der lebhaften Nach­frage, die nach Spezialpapieren in Er­scheinung trat. Wenn auch eine allgemeine Be­lebung des Geschäftes nicht eintreten konnte, so war doch erstmalig seit langer Zeit eine allerdings noch minimale Publilu'nsbeteiligung zu erkennen. Eine stärkere Stütze treten dem Markte die gröberen Käufe, die das Ausland auf verschiedenen Spezialgebieten wieder vor­nahm.

Allgemein befriedigte es, dah die Gefahr einer Regierungskrise abgewendet werden konnte. An­regend wirkten ferner die unter der Leitung des Düsseldorfer Regierungspräsidenten Berge- mann abgehallenen Einigungsverhandluigen im Eisenkonflikt, hinsichtlich deren Ausgang d e Börse recht optimistisch gestimmt war und eine baldige Wiederaufnahme der Arbeit erwartete. Die Tat­sache, daß aber bis jetzt kein Ergebnis erzielt wurde und die Verhandlungen bis zum 24. d. M. vertagt worden sind, verstimmte späterhin und verursachte eine gewisse Unsicherheit. <u: Zu­rückhaltung mahnte auh die Ungewißheit über die weitere Entwicklung der Reparationsange­legenheit.

Die Farbenoktie, die nun schon einige Zeit durch die Elektrowerte au? ihrer domi­nierenden Stellung an der Börse verdrängt wor­den war, trat in dieser Woche stärker in den Vordergrund. Unter namhafter Beteiligung des Auslande? wurden 3.-G.-Farben bei täglich stei­gendem Kurs in großen Posten au? dem Markte genommen. Verschiedentlich sollen bedeutende Prämiengeschäfte in der Farben» affte getätigt worden sein. Diese Käufe wur­den von vollkommen unbestätigten Gerüchten einer wahrscheinlichen Dividendenerböhung der 3.-G.- Farbenindustrie begleitet. Recht lebhaft war die Umsatztätigkeit ferner wieder am Elektromarkt, an dem Kapi'alerhöhunserwariungen bei Gesfüret und Licht und Kraft stark anregten. Das Dezugsrecht bei Gesfürel (10:1) enttäuschte zwar später etwas, doch konnte sich die Aufwarts- beteegung in den Elektrizitätsaltien ungehindert foctsehen, wobei Licht und Kraft, Schlickert und Siemens bevorzugt wurden. Bei kleinen Umsätzen überwiegend etwas festere Tendenz hatten dis Montanwerte. 3m Zusammenhang mit den hohen Metallpreisen stärker gefragt und mehrere Pro­zent fester waren Metallbank und Metallgesell­schaft. Der Hauptgrund für diese Käufe dürfte aber die Hoffnung auf eine Dividendenerhöhung gewesen fein. Als dann von der Verwaltung der Metallgesellschaft erklärt wurde, daß eine Aende- rung der Dividende nicht Wahlschein ich sei, traten bei Metallbank und Metallgesellschaft Kurs­rückgänge ein. Einige Nachfrage bestand ferner nach Zellstoff Waldhof, trotzdem bei der Er­richtung der finnischen Niederlassung Schwierig­keiten entstehen. Unter Dezorzugung von Hoch- und Tiefbau waren außerdem Bauunternehmun- gen etwas verlangt und fester. Schwach lagen dagegen die Schrffahrtswerte, da trotz der Mel­dung von einem großen Erfolg der Llohdemission in Amerika angeblich Material nach Deutschland zurückgeflossen ist. Tuch Autoaktien lagen etwas schwächer, vor allem Daimler: die Verhand­lungen über das belgische Angebot au' Ueber- nahme des Echapiroschen Daimlerpaketes sind bis jetzt ergebnislos geblieben.

Die Anleihemärkte lagen still, nur Schutz­gebiete waren gefragt und fester. Am Geld­markt war Lagergeld zu 6,5 Prozent etwas gefragter im Hinblick auf den herannahenden Ultimo. Seitens der Komyiunen soll sich vor allem weiter Nachfrage geltend machen. Die kurzfristige Auslandverschuldung soll weiterhin sehr bedeutend sein, was größere Besorgnis hervorrief.

Wochenbericht vom Iranksurier Schlachtviehmarkt. Trotz des geringeren Antriebes bewegte sich das Geschäft am Frankfurter Vieh­markt in biefer Woche in sehr ruhigen Dahnen. Nur am Rindermarkt machte sich eine Auswir­kung insofern bemerkbar, daß die Preise von feiten der Verkäufer durchweg etwas höher lau­teten. Es verblieb jedoch Ueberstand. Schweine

hatten nur geringes Geschäft, der Handel hierin war durchweg schleppend. Am Nebenmarkt gaben die Preise hierfür sogar noch beträchtlich nach. Auch in Kälbern und Schafen waren nur mini­male Umsätze zu verzeichnen, jedoch wurde hier im Gegensatz zu den anderen Märkten, ausver­kauft. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1443 Rin' dern, darunter befanden sich 311 Ochsen, 85 Dul­len, 660 Kühen, 392 Färsen, ferner aus 1515 Kälbern, 7Z9 Schafen und 5590 Schweinen. Ver­glichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche standen 385 Rinder. 187 Kälber, 231 Schafe und 333 Schweine weniger zum Verkauf.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A I 55 bis 58, 2 51 bis 54. 8 1 46 bis 50, Dullen A 48 bis 51. B 40 bis 47, Kühe A 43 bis 46, B 36 bis 42. C 30 bis 35, D 25 bis 29. Färsen A 54 bis 58, B 49 bis 53. C 42 bis 48. Kälber B 63 bis 70, C 56 bis 62. D 48 bis 55, Schafe A 40 bis 45, B 35 bis 39. C 25 bis 34. Schweine B 73 bis 76, C 74 bis 77. D 72 bis 76. 3m Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche zogen Kälber bis zu 1 Mark an, während Schafe und Schweine gut behauptet blieben.

* Der Einlagenbestand der preußi­schen Sparkassen Ende Oktober. Ende Oktober belief sich der Stand der Spareinlagen bei den preußischen Sparkallen auf 4109,1 Mil­lionen Mark gegen 4009,6 Millionen Mark Ende September 1928: der Zuwachs betragt mithin 99,5 Millionen Mark. Die Giro-, Scheck-, Konto­korrent- und Depositencinlagen betrugen Ende Oktober 890,4 Millionen Mark gegen 875.8 Mil­lionen Mark Ende September.

Auslandanleihe der Stadt Mün­chen. Die Stadt München verhandelt neuerdings wegen der 2lufnahme einer Auslandanleihe. Es handelt sich um eine Anleihe in Höhe von 30 Millionen Mark (1,6 Millionen Pfund Ster­ling), die von einem englischen Konsortium unter Führung des Tankhaufes Lazard Brothers and Co. in London aufgelegt werden soll. Der Zins­satz beträgt 6 Prozent, die Laufzeit der Anleihe 25 3ahre. Die Beratungsstelle für Ausland­kredite hat ihre Befürwortung erteilt. Der end­gültige Abschluß der Anleihe ist noch nicht zu- standegekommen.

'3. -G. - Farbenindustrie-A-G. Nach­dem es der 3.-G.-Farbenindustrie-A-G. gelungen ist, dem Ammonsalpeter durch entsprechendes Vermischen mit kohlensaurem Kall günstige phy­sikalische Eigenschaften zu geben, bietet die Ge­sellschaft, wie der WTV.-Handelsdienst erfährt, nunmehr der Landwirtschaft unter dem Namen Kalkammonsalpeter 3G" ein neues Düngemittel an. Das neue Produkt enthält ungefähr 20,5 Pro­zent Stickstoff, außerdem etwa 36 bis 40 Pro­zent kohlensauren Kalk. Die Preisgestaltung konnte deshalb für die Abnehmer besonders gün­stig gestaltet werden, weil der auch in dem neuen Erzeugnis enthaltene Salpeterstickstoff, der die Hälfte des gesamten Stickstoffgehalles ausmacht, nur zu dem Preise des Ammonial-Stickstoffes be­rechnet wird. Die gestaffelten Preise stellen sich für Lieferung November 1928 auf 0,89, für De­zember 1928 auf 0,91, für 3anuar 1929 auf 0,94 und für Februar3uni 1929 auf 0,95 Gold­mark für das Kilogramm Stickstoff. Hierzu tritt noch ein Fachzuschlag von 0,45 Goldmark per Kilogramm Stickstoff.

* Gründung einer Glanz st vff-Hol- dinggesellschaft in LI. S. A. Die Ver­einigten Glanzftoffabrllen A. G. in Elberfeld haben in Gemeinschaft mit den Bankhäusern Speyer & Co., Neuyork, Lehmann Bros., Neu- York, Gebrüder Teixeira de Mattos, Amster­dam, Lazard Speyer-Ellisfen, Berlin-Frankfurt am Main, unter der FirmaAssociated Rayon Corporation" in den Vereinigten Staaten eine Gesellschaft gegründet, die den Zweck hat, Be­teiligungen aller Art auf dem Gebiete der Kunstseidenindustrie zu erwerben und die wei­tere Entwicklung dieser 3ndustrie zu fördern. Das autorisierte Kapital beträgt 40 Millionen Dollar 6prozentige prefered shares und 2 Mil­lionen Stück common shares ohne Nominalwert. Hiervon werden zur Zeit 20 Millionen Dollar prefered shares und 1 200 000 Stück common shares ausgegebcn Die Aktiven der Gesellschaft, die dem zur Zeit zur Ausgabe gelangenden Ka­pital gegenüberstehen, betragen rund 60 Millio­nen Dollar. 3m Aufsichtsrat der Gesellschaft sind Vorstandsmitglieder von Glanzstoff, sowie 3nhaber der beteiligten Bankhäuser vertreten.

Frankfurter Börse

Frankfurt, 24. Nov. Tendenz fkeundlich. Nach­dem an der gestrigen Abendbörse verschiedentlich Abgaben voraenommen worden waren, machte sich zum Wochenschluß stärkeres Deckunasbedürftiis be­merkbar und die Tendenz konnte sich allgemein be­festigen. Das Geschäft blieb im großen und ganzen

klein und beschränkte stch im wesenllichen, wie schon an den Vortagen, nur auf Spezialwerte. Eine ge­wisse Anreaung ging von der sehr festen gestrigen Neuyorker Börse aus. Auch wird ein günstiges Er­gebnis der heutigen Verhandlungen vor dem Lan­desarbeitsgericht in Duisburg erwartet, in der Hoffnung, laß der Konflikt in der Eisenindustrie bald beigelegt wird und daß die Arbeit in aller­kürzester Zeit wieder aufgenommen werden kann. Das Publikum hielt sich jedoch immer noch vom Börsengeschäft fern. Nur in R e i ch s b a n k, die leb­haft gehandelt wurden, machte sich erhöhtes Inter- elfe seitens der Bankkundschaft bemerkbar. Auch sollen in diesem Papier verschiedene größere Aus- lanbfäufe oorgenommen worden fein. Reichsbank konnten zur ersten Notiz 7,5 o. H. anziehen Die übrigen Bankwerte blieben nur knapp behauptet. Einiges Interesse bestand noch am Elektro- markt für Lahmeyer mit plus 2 v. H. Das heute zu erwartende günstige Kommunique von Licht und Kraft wurde nur wenig beachtet Lkht und Straft blieben behauptet. Siemens & Schuckcrt konnten je 1 d. Sy anziehen. Farben waren bei gut behaupte­tem Kurse weiter etwas lebhafter verlangt. Scheide anstalt eine Kleinigkeit gebessert. Am Schiff, f a h r t s m a r k t machte sich einige Nachfrage nach Norddeutscher Lloyd geltend mit plus 0,75 o. j); chapag dagegen vernachlässigt und etwas schwächer. Montanwerte still, doch durchweg bis zu 1 v. H. erholt. Sonst betrugen gegen die gestrige Abendbörse die Kursbesserungen bis zu 1 v. Sy Etwas schwächer lagen Süddeutsche Zucker. Am Rentenmarkt waren Anatolier nach der Steigerung an der geftri- gen Abendbörse angeboten und etwas schwacher. Deutsche Anleihen ruhig und knapp behauptet. Im Verlaufe konnte sich das Geschäft allgemein etwas lebhafter gestalten. 2Iuf Deckungen der Spe­kulation machte sich auch für Elektrowerte größeres Interesie geltend, so daß auch hier Kursgewinne eintraten. AEG. waren reger gehandelt und nach der anfänglichen Vernachlässigung 1,5 v. H. erholt. Stark gefragt waren Siemens mit plus 3 v. Sy Reichsbank lagen dagegen auf Gewinnficherungen etwas schwächer. Am Geldmarkt trat eine merk­liche Erleichterung ein. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1950, gegen Pfund 20,3475, London gegen Kabel 4,8550, gegen Paris 124,1150, gegen Mailand 92,57, gegen Holland 12,08.

©r:littet Börse.

Berlin, 24. Noo. Schon im heutigen Vormit­tagsverkehr konnte man eine freundlichere Stim­mung feststellen. Wenn auch das Geschäft sehr ge­ring war, bestand doch für Farben, Reichs- bank, Elertrowerte und Anatolier grö- ßeres Interesie. Genau wie im Vormittagsoerkehr war die Halluna der Börse unter Bevorzugung der­selben Werte. Die gestrige Neuyorker Hausse, es sollen etwa 7 Millionen Stück Aktien umgesetzt sein, regte auch hier die Spekulation an. Günstig ausge­nommen wurde ferner die Zunahme der Sparein­lagen ün Oktober, und die heutigen Verhandlungen vor dem Landesarbeitsgericht in Duisburg über das Urteil des Arbeitsgerichts vom 12. November brach­ten eine gewisse Beruhigung, jedoch auf Realisa­tionen war das Geschäft ruhig. Nur in einigen Werten beobachtete man wieder Auslandkäufe und auch kleine Publikumsorders. Die Kursgeftaltung war nicht ganz einheillich; bet Schwankungen bis zu 2 v. Sy, vereinzelt bis zu 3 v. Sy, waren die Bes­serungen in der Mehrzahl. Das Hau^yeschäft war wieder in Farben. S)ter regte eine Mitteilung der I.-G. auf der Pittsburger Kohlenkonferenz an, nach der augenblicklich die jährliche Produktion von syn. thetischem Benzm 70 000 Tonnen beträgt und in einem Jahre auf eine Dtertelmillion gebracht werde. Ebenso lebhaft wie Farben setzten noch Reiche- bank ein, bei denen angeblich große Auslandkäufe Vorlagen. Man führte im Zusammenhang mit den ununterbrochenen Kurssteigerungen (heute wieder 5,5 v. Sy höher) Gerüchte an, die jedoch anscheinend jeder Grundlage entbehren. Elektrowerte lagen -überwiegend höher. Nur Licht und Kraft in Erwartung des Kommuniques leicht. Auch Mon- tan werte konnten überwiegend Gewinne auf« weifen. Kunstfetdenwerte lagen in Reaktion auf die gestrige Kurssteigerung bis 9 v. Sy schwächer. DeutscheAnleihen etwas ruhiger. Don Aus­ländern waren Anatolier lebhaft und ver­langt. Der Geldmarkt lag unverändert. Der Ultimo scheint leicht zu werden. Im Verlaufe wurde die Stursbilbung nicht einheitlich. In einzelnen Wer- ten wurden Wochenendglallstellungen vorgenommen. G l a n 3 ft o f f verloren erneut 4 v. H., Reichs­bank konnten jedoch noch 3 o. Sy, AEG., 5 le­rnen 5, Schuckert und Schiffahrtswerte 1 bis 1,5 o. Sy gewinnen.

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.

Anzeigenaufträge find lediglich an die Gefchäftsstelle zu richten.

Eingesandt.

(Für Form und 3rmau ailer unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Trostloser Zustand der Landstraße Watzenborn- SteinbergGrünlngenHolzheim.

Die genannte Straße befindet sich in einem schauderhaften Zustand. Loch reiht sich an Loch, meist von einer Tiefe und Breite, dah man schon fast von einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, besonders nachts, sprechen kann. Kein Wunder, wenn hier einmal Mensch oder Tier durch einen Fehltritt zu einem Beinbruch kom­men. Don dem Schaden, den die Fahrzeuge, insbesondere die Kraftwagen, durch die unver­meidlichen schweren Erschütterungen erleiden, will ich weiter nicht reden. Die Kraftfahrer, die die hiesige Straße befahren muffen, sehen mit ge­mischten Gefühlen nach den nahegelegenen, herr­lich instand gefetzten Straßen, besonders, wenn sie bedenken, daß sie die gleichen Steuern be­zahlen müssen wie die Benützer der schönen Wege. Dazu kommt noch der Hmftanb, daß die gut in­stand gehaltenen Straßen zum großen Teil dem Durchgang des Fernverkehrs dienen, der für die lokalen Straßenbauverwaltungen nichts abwirft. Damit soll ober nicht gesagt werden, .daß die Fernverkehrswege nicht in gutem Zustande sein müssen. Mancher fragt sich verwundert, warum die hiesige Straße mit einem solch starken Ver­kehr so ganz vernachläsfigt wird. Nicht einmal einige Wagen Klops steine werden dem Straßen» wart zur Verfügung gestellt, damit er wenigstens die größten Löcher beseitigen kann. Dor einigen Wochen wurde in ganz kurzer Zeit die ebenfalls stark beschädigte Straße im Schiffenberger Tal durch Splitt und Teer wieder in besten Zustand versetzt. Sollte dieses Verfahren, bei dem nur einige Arbeiter ohne jegliche Maschinen nötig sind, nicht hier auch durchzuführen sein? Jeden­falls macht der starke Omnibusverkehr, burd> den das ganze Derbindungsmaterial herausgerissen wird, eine Leerung unbedingt nötig. Bleibt die Straße noch im kommenden Winter in dem ge­schilderten Zustande, dann ist sie überhaupt nicht mehr ohne Gefahr zu benutzen.

Einer, der die Straße täglich befahren muh.

Eine Beschwerde

gegen das Städtische Elektrizitätswerk.

Sin schönes Weihnachtsgeschenk bescherte da- Städtische Elektrizitätswerk jetzt der Gießener Bürgerschaft mit der Erhöhung des billigen Strompreises um 100 bis 200 Proz.! Wahrschein­lich sollen die Geschäftsleute zur kommenden Licht- Woche nicht allzuviel elektrische Beleuchtung an* wenden, darum vorher b efe Preiserhöhung. Ver­stehen kann man allerdings diese Maßnahme nicht, denn in anderen Städten verbilligt man den Preis des elektrischen Stromes, um der Elek­trizität immer mehr Eingang, auch im Haushalt, zu verschaffen. Staubsauger, cleltr. Bügeleisen. Oesen. Wärmekissen, sie alle werden zum alten Eisen kommen, denn bei einem Strompreis von 45 Pf. muh man notgedrungen auf alle diese Bequemlichkeiten wieder verfitzten lernen. Selbst beim Gebrauch aller dieser Gegenstände wird man es kaum in den Winiermonaten auf 125 Kilowattstunden bringen, geschweige denn in den Sommermonaten. Oder will man hier wieder Petroleum und Gas auf den Thron erheben? Hoffentlich ist über diesen Punkt das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Gin Geschäftsinhaber.

Schafft Rode^ahaen in der Stabil

Dor einigen Tagen wurde aus der Presse be- famxt, dah die Stadt Frankfurt für den kommen­den Winter einige Straßen als Rodel­bahnen bestimmt habe. Wäre es nicht möglich, auch für die Kinder unserer Stadt die Fahrdämme von Straßen, wie den Aulweg usw.. ebenfalls als Rodelbahn für die Nachmittage, ober während der Weihnachtsferien für ganze Tage freizugebsn? Schi d:r an den Querstraßen, die Fahrzeuge auffordernd, Schritt zu fahren, sowohl beim lieberqueren als auch bei Benutzung der freigegebenen Straße, Poli^iaufficht für Ein­haltung dieser Vorschriften und Ginhaltung einer gewissen Dahnordnung. so z. D.. daß keine Er­wachsenen während der freigegebmen Zeit dis Dahn benützen dürfen, höchstens Eltern mit Kin­dern, die die Schule noch nicht besuchen, dürften die nötige Sicherheit gewährleisten. Da die Stadt­kinder tm Winter die frische Luft sehr nötig haben, könnten Stadtverordnete und Polizei hier ein sehr gutes Werk tun. Dazu kommt noch, daß in diesem Falle rigoros gegen solche vorgegangen werden kann, die den Bürgersteig in Straßen, wie Ludwigstraße und Gbelstraße. als Rodelbahn be­nutzen und so die Knochen älterer Leute in unver­antwortlicher Weise gejährden. P.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschtosienen Dividende an. ReichsbankdiSkont 7 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent.

Frankfurt a. M

Berlin

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Berlin

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Berlin. 23 November

Selb

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Lmorikanrlche Viota.....

4,173

TTTöS

Belgische Noten .......

58.13

58,37

Dänische Noten .......

Ul.51

111,95

Englische «aan........

20.802

i0.?82

Telegraphische Auszahlung.

Berlin 23 November

(Seid

i

Hranzömche Noten

16,35

16,41

Holländische Noten......

167,95

168.63

sttolienische Noten ......

21,93

22.01

Norwegische Noten - ...

111.55

111.99

Deutsch-Oesterr, i 100 Kronen

58.75

58.99

Rumänische Noten......

2,52

2,54

Schwedische Noten ......

111.83

112,27

Schweiler Noten.......

SDänische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

80,54

80.86

67,33 , 12,38

□7,61 12,41

Ungarische Noten

72.92

73.22

Devisenmarkt Berlin-

Arankf irt

a. M.

23. Novenibcr

24 Novemb r

Amtliche Noti rung

Amtliche Notierung

Held

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Burn.-Aireö

' 168,2> 1,767

168,57 1,771

168.23

1.767

168.57

1,771

Brss.-91ntw

o8,26

58.38

58.22.5

58.365

Cdrrsiinnin

111.72

111.04

111.70

111,92

Kovenhageo

111,72

111.94

111.74

111.96

Etockdoinr

112.02

112.24

111.99

112.21

HeMngsorS-

10.54.5

10,565

10,542

10.562

statten. -

21,96

22.00

21.1155

21.995

London. . .

20,327

20.367

20,323

20,.^3

Nevvork

1.1910

4.1990

4,1905

1,198.5

Paris....

Schwei» . .

li.b?

16.41

16,375

16,415

50,71

60,87

50,715

-0.875

Svautco . .

o7,55

67,69

.7,53

4.67

yavaa . . . wo de San.

1.9.32

1.936

1.937

1.941

'.5005

1.5025

J.M'j

0.5025

Bten in D--

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Ceft- abgesi

35,-1

12,418

59,^o

09,03

Prag

12.433

12.42

12,44

Beiirad -

7,363

7.377

7.363

7.877

Budavest.

-3.68

<3.22

73.07

73.21

l,i arten

,027

-.033

-.027

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i'ifiobon

18,76

18.80

18.72

18.76

Danzig

81,27

-1.43

31.26

81.42

ffpnft.inthi

2,104

;.1U8

2.101

2.1(5

Athen

5.425

5,433

5,425

5.4:15

Lana da

4,106

4,204

4.195

4.203

llronaD

4.286

4.291

4,286

4.294

Cairo

20,85

:0.89

20.845

20.885