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Gefallenen ehrung der Landes-Llniversität.

Eine in ihrer Schlichtheit und geistigen Größe ergreifende Gefallenen-Gedenkfeier der Landes-Universität vereinigte am heutigen Samstagmittag den akademischen Lehrkörper, die Vertretungen der Korporationen, die Angehörigen der Gefallenen unserer Alma mater und eine Reihe geladener Gäste in der Neuen Aula zur feierlichen Enthüllung des Ehrenmals für die gefallenen An- gebörigen der Universität.

Kurz nach elf Uhr erfolgte unter feierlichen Orgel­klängen der Einzug der umflorten Korporations­fahnen, denen der akademische Lehrkörper, mit Seiner Magnifizenz dem Rektor Professor Dr. Herzog an der Spitze, und anschließend die Char­gierten in Wichs folgten. Nach dem Einzug nah­men die Fahnenträger um das Rednerpult herum Aufstellung. Hierauf leitete das collegium musicum der Universität unter Leitung des Universitäts- Musikdirektors Dr. T e m e s v a r y die Feierstunde mit einem weihevollen Dortrag ein. Dann bestieg

<5e. Magnifizenz der Rektor Professor Or. Herzog

das Rednerpult, um namens der Universität den gefallenen Brüdern zu danken und zu huldigen und den Lebenden im Geiste der für das Vaterland Da­hingegangenen ernst ins Gewissen zu reden. Se. Magnifizenz sagte u. a.:

Verehrte Angehörige der Gefallenen und Ehren­gäste!

Liebe Kollegen und Kommllitonen!

Zehn Jahre nach dem Ende des großen Kriegs hat die Gießener Studentenschaft das Ehrenmal für die gefallenen Angehörigen der Landesuniversität errichtet, schlickt und wuchtig, wie es dieser Helden würdig ist- einer gewaltigen Tafel von Erz, einem Meisterwerk der ruhmvollsten deutschen Gießerei, ohne Beiwerk und Zier, sind die Namen der Studenten, Dozenten und Beamten gegossen, die von der Alma mater ausgezogen sind, um nicht mehr zurückzukehren. Nicht nach Rang und Würden gegliedert, sondern in gleichem Schritt, als gute Kameraden, als deutsche Brüder, marschiert der Totenreigen auf. Und auf dem Sockel von Granit steht der stolze Wahlspruch der Ludoviciana, den die Gießener Studenten im Dreißigjährigen Krieg auf die Fahne ihrer Schar gesetzt haben, mit der sie auszogen, um die Heimat zu schützen:

Literis et armis ad utrumque parati.

Im Dienst der Wissenschaft und der Waffen zu beiden bereit.

Und der zweite Teil des Spruches, der aus einem antiken Heldenlied genommen ist, hot dort noch einen tieferen Sinn: Zu beidem bereit, Sieg oder Tod. Für unsere Gefallenen gilt er_ noch stolzer: Bereit zu Sieg und Tod. Denn als Sieger sind sic gefallen, gestorben; der Glaube an den Sieg der deutschen Waffen hat sie bis zur Todesstunde be­gleitet. Ihre Leiber sind der Wall gewesen, der die Heere einer ganzen Welt von den Grenzen des Vaterlandes abgehalten, der die Heimat vor Raub und Brand beschützt hat.

Wie die Schar des Leonidas sind sie gestorben, den Geboten des Vaterlands gehorchend. In eiser­ner Mannszuckt, durch den Heeresdienst im Frie­den gestählt ooer durch die lodernde Begeisterung der Kriegsfreiwilligen zusammengeschweißt, sind sie in den Sturm gegangen und haben im Schützen­graben standgehalten. Euch ist durch die Angst unserer Feinde der Heeresdienst verschlossen, und mit ihm eine Schule für das ganze Leben. So müßt ihr euch zur Disziplin, die für den Dienst am Staat unentbehrlich ist, aus eigener Willenskraft erziehen, ihr müßt das eherne Pflichtbewußtsein selbst in euch entwickeln, mit dem jene freudig in den Tod gegangen sind.

Noch eine andere, uns Deutschen so schwere Tugend, sollt ihr von ihnen lernen, die Einig­keit. Sie sind ausmarscyiert, Student, Bauer und Arbeiter, in gleichem Schritt und Tritt. Sie sind Schulter an Schulter vorgestürmt, und haben mit­einander im Schützengraben im Granatfeuer aus­gehallen, gehungert und aus einem Kochgeschirr gegessen. Sie sind in Reih und Glied gefallen und Leib an Leib begraben auf grüner Heid', irn freien Feld, im gespenstigen Argonnenwald, im Schnee der Karpathen und auf den weiten Ebenen Ruß­lands. Und wie die Stände als Kameraden vereint waren, so auch die deutschen Stämme. Am Schluß einer Schlacht konnten sich Hessen, Preußen, Schwa­ben, Bayern und Oesterreicher zusammenfinden, und der Wettstreit ging darum, welcher Stamm sich am würdigsten erweise, die Reichssturmfahne wie in alten Zeiten zu führen.

Wenn unsere Toten euch zurufen, daß ihr ihnen in diesem Einigkeitsgefühl, in diesem Streben zur deutschen Einheit nacheifern sollt, so mahnen sie euch nicht an Versäumtes, denn ihr übt ja schon diese Pflichten, die euch die Kriegsgeneration aus dem Feld mitgebracht und mit dem Ernst der Tat­kraft, die sie draußen erworben, in die Tat um­gesetzt hat. Als Werkstudenten habt ihr mit den Arbeitern in der Fabrik, mit den Bauern auf dem Felde gearbeitet, und mit ihnen die Kameradschaft gesucht, die sich draußen von selbst gebildet hatte. Es gilt euch daher nur die Mahnung: Werdet nicht müde in diesem Suchen der Bruderzüge im Gesicht der anderen Stände, auch wenn ihr ins Berufsleben hinausgetreten seid, sucht ihre Arbeit und ihre Gefühle zu verstehen und werbt bei ihnen für eure geistige Arbeit und eure Ideale um Äer- ständnis und Achtung. Meidet den Geist der Par- klung, ringt um Versöhnung, um das Gemein­schaftsgefühl, den Sieg der deutschen Gesinnung.

das er aber nicht ererbt hat, sondern erwerben soll. Dieses Streben nach dem geistigen Führertum, das die Frontgeneration, die nach vier schweren Schützen­grabenjahren in ein Chaos zurückkehrte, uns gelehrt hat, es sei auch dein Streben.

Deutscher Student, es geht um deine geistige Ein­stellung, du darfst nicht schwach stehen, wie auch die nicht schwach geworden sind, deren Ehre du zu ver­treten hast. Bist du schon einmal hinausgezogen in das Grenzland, wo deine Brüder wider ihren Willen eine fremde Kultur ertragen müssen? Hast du schon einmal die Dankbarkeit kennengelernt, die dir ge­worden ist, wenn du ihnen von Deutschland erzähll host? Es ist etwas Großes um solche Erlebnisse, zu sehen, wie die Gemeinschaft der Deutschen alle als einigendes Band umschlingt, wenn dann das Deutsch­landlied erklungen ist und harten, schlichten Männern die Tränen über die Wangen gerollt sind in ihrer Not um ihr Vaterland. Dann, deutscher Student, wirst du es in deinem innersten Herzen spüren, daß dein Volk auch dich braucht, daß auch du einst vor Ehre und Gewissen Rechenschaft wirst abzulegen haben über dein Tun und Handeln. Dann tritt hin vor das Ehrenmal, das du diesen Gefallenen gesetzt

Die Einheit der deutschen Stämme ist ja euer Sehnen sei den großen Tagen nach den Befreiungskriegen, als die allgemeine deutsche Burschenschaft, leider nur zu kurz, zur Wirklickkell wurde. Ihr habt dieses Feuer nie erlöschen lassen, jetzt soll es wieder aufflammen und dem ganzen Volk vorleuchten. Bildet euch noch mehr durch ziel­bewußte Arbeit aus, um Führer zu werden im Kampf um die deutsche Einheit. Er wird schwer sein und viel Verständnis für die Eigenart der Stämme verlangen. Euch wird das leichter gemacht, da ihr aus allen deutschen Gauen euch in den Hörsalen und in euren Bünden zusammenfindet.

Daß dieses neue Reich zugleich ein größeres Deutschland werde, dazu ist die deutsche Studenten­schaft schon die Führerin geworden. Sie hat zuerst nach dem Krieg den großdeutschen Ge­danken in die Tat umgesetzt und auch dem Aus­land gegenüber zur Geltung gebracht. So habt ihr die Gemeinschaft mit den deutschen Brüdern jen­seits der jetzigen Grenzen vollzogen und wirkt durch die Grenzlandarbeit dafür, daß deutsches Volkstum, auch wo es jetzt von uns getrennt ist, erhalten bleibt, bis sich das Recht der Völker auf ihre Selbft-

Die Ehrenhalle, an der Rückseite die Gedenktafel mit den Rainen der Gefallenen.

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beftimmung durchsetzt und ein freies, großes Deutschland aufersteht, das in Einigkeit und fried­licher Arbeit ^u neuem Glück erblühen kann. Liebe Kommilitonen! Wenn dieses Streben, diese Arbeit am deutschen Volk eurem ganzen Sinnen und Tun die Richtung gibt, dann dürft ihr mit offenem Äug' und erhobenem Haupt vor das Ehrenmal treten und die Brüder grüßen, die aus Liebe zu diesem Vaterland in den Tod gegangen sind. Dann werden euch Geisterstimmen antworten: Unser Opfer ist nicht vergebens gewesen.

Oer Vorsitzende der Studentenschaft find. med. Henningsen

sprach sodann namens der Kommilitonen. Aus sei­ner Rede heben wir folgendes hervor:

Mit dem Gefühle tiefster Dankbarkeit tritt heute die Gießener Studentenschaft an die feierliche Ent­hüllung des Ehrenmals für ihre gefallenen Lehrer und Kommilitonen heran. Wohl sind Jahre ins Land gezogen, seitdem das gewaltige Völkerrinaen geendet hat, Jahre, die für das deutsche Volk ein nicht minder großer Prüfstein waren, doch leben in uns unver­wischt die Gestalten derer, die einst hinausgezogen sind, mit ihrem Blut Deutschland zu verteidigen. Ihnen einen kleinen Teil unserer Dankesschuld abzu­tragen ist uns allen Herzensbedürfnis.

Kommilitonen, diese Stunde ist der Erinnerung geweiht, die lebendig erstehen läßt, was in unserem Innern schlummert, unsere Helden. Ihr habt sie ge­sehen, wie sie ins Feld gezogen sind, Schulter an Schulter, arm neben reich, als Kameraden. Zusam­mengeschlossen in dieser Kameradschaft haben sie das tiefe Gut der Gemeinschaft kennengelernt, entstanden aus dem Bewußtsein, oaß man eins geworden war durch Blut und Schicksal, durch Sinn und Wollen. Das Bewußtsein, du lebst nicht für dich, sondern für den anderen, hatte alt und jung schicksalhaft zu­sammengeschmiedet, Schicksal und doch freies innerstes Wollen. Es ist nicht an der Zeit, zu trauern, Klage zu erheben über das Warum und Wofür, das wäre nicht im Sinne unterer Toten. Und doch sollen wir ihrer gedenken in dieser ernsten Feierstunde.

Dir, du deutscher Student, sei der Dank an die Toten ein Gelöbnis der Lebenden. Der du die geisti­gen Güter deines Volkes zu verwaUen hast, geh hinaus in dein Volk, suche seine Seele und lerne aus diesem nie versiegenden Quell die Tiefen erkennen. Lerne das echte geistige Menschentum in deinem Volke suchen, suche seine Gemeinschaft, nicht in ein­zelnen Klassen und Parteien, nicht in Ständen und Berufen, nein, Gemeinschaft heißt, den anderen verstehen und achten lernen. So wirst du deine Pflicht gegenüber dem Vaterland getan haben, so wirst du im Geiste der Toten han­deln; denn der Toten gedenken heißt den Lebenden (eben.

Wer studiert, erstrebt seinen Platz unter den geisti­gen Führern des Volkes, das ist fein gutes Recht,

hast, und sage ihnen: ich habe getan, was ich konnte, ich habe auch für Deutschland gelebt.

Oer Ausklang der Feier.

Nach dem Gesanae des LiedesIch hott' einen Kameraden", begaben sich unter Vorantritt der Fahnenträger Se. Magnifizenz der Rektor und die Dekane, die Vertreter der Korporatio­nen, Professor Dr. Adolph, Oberbürgermeister Dr. Keller und die Angehörigen der Ge­fallenen nach der Ehrenhalle in dem Vorraume der Aula zur feierlichen Weihe und Enthüllung des Ehrenmales. Hier sprach Professor Dr. Adolph, während von der Orgel die feierlichen Klänge des Chorals0 Haupt voll Blut und Wunden^ er­gangen, vor dem Ehrenmal das Weihe- und Dankcswort der Universität an die gefallenen Brüder. Anschließend legten Kränze nieder: Se. Magnifizenz der Rektor Professor Dr. Her­zog, stuck, med. Henningsen für die Gieße­ner Studentenschaft, Oberbürgermeister Dr. K e l - l e r (Gießen) namens der Stadt. Die Inaugen­scheinnahme der großen Gedenktafel durch die An­gehörigen der auf dem Felde der Ehre gebliebenen Glieder der Universität und durch die Teilnehmer an der Feier beschloß gegen 12 Uhr den würdigen Gedenkakt.

Ehrenhalle und Ehrenmal.

Der Dorraum der Aula ist in feinsinniger Gestal­tung §ur Ehrenhalle hcrgerichtet worden. Eine teilweise Neugestaltung des Raumes unter Verwen­dung ruhiger, gedämpft wirkender Vorhänge und mit passender Verhüllung des grellen Oberlichtes gibt dieser Gedenkhalle einen feierlichen Charakter. In der Halle ist auf der nördlichen Querseite eine mächtige Bronzeplatte, die aus neun kleineren Platten vollendet zusammengesetzt ist, angebracht. Auf diesem Denkmal, das von dem Münchener Künstler Fritz Scherbaum geschaffen wurde, sind die Namen dec gefallenen Dozenten, Kommilitonen und Beamten der Ludwigsunioersität in einfacher, formenschöner und gut lesbarer Schrift für alle Zeiten verewigt. Am Sockel der Platte steyt in handgroßen Buchstaben eindrucksvoll der Wahlspruch der Universität:Literis et armis ad utrumque parati. Die Gefallenenehrung als Ganzes macht durch ihre schlichte und ergreifende Einfachheit einen tiefen Eindruck. Der Künstler, der dieses Werk schuf, die Universität, die es birgt, die Studentenschaft, die trotz schweren wirtschaftlichen Ringens die Mittel zu dieser Ehrung der gefallenen Brüder aufbrachte, Rektor und Exrektor, die das Werk unterstützten, die Gießerei, die die Platte goß, Handwerker und Arbeiter, die an der Gestaltung des Ehrenmals mitwirkten, sie alle können stolz fein auf dieses Dankes- und Ehrenzeichen, durch das sie sich aufs neue eng verbinden mit den deutschen Brüdern, die ihr Höchstes, ihr Leben Hingaben für das Vater­land und für uns alle.

fingen allerorts mit neuzeitlichen Bekämpfungs­mitteln zuleibe, von denen derHora"-Vergaser am verbreitetsten ist.

Kreis Friedberg.

4 Bad-Dauheim, 23. Rov. Wenn der Herbst ins Land gekommen, dann ist jede- Jahr für die Bade- und Kurverwaltung das Signal für größere Arbeiten im Bad und dessen technische Betriebe gegeben. Desond:rem Jntere.se begegnen in der Qef entlichkeit jeweils die Erneuerungs- arbeiten. die nur In größeren Zeilabstanden vor­genommen werden. Gegenwärtig wird im Betrieb der Saline der große Reinigungsgra­dierbau niedergelegt, der etwa 20 Jahre ge­standen und in dieser Zeit förmlich zu Stein geworden ist. Mit großen Aexten rückt man dem Steinriesen zu Leib, und da die steinige Dorn­wand dem Angriff des Menschen nicht geringen Widerstand entgegensetzt, schreiten die Abtra-- gungsarbeilen nur langsam vorwärts. Bekannt­lich ist die Bad-Rauheimer Sole nicht hochgradig

genug, um direkt versotten werden zu können. Dem Sieden muß deshalb die Gradierung vor­ausgehen. Rachdem schon im 500 Meter langen Solaraben, der die Sole zur Weiterverarbeitung fortleitet, Verbindungen des Eisens und des Ealciums ausgefallen sind, kommt das Wasser, um allen Kalk zu entfernen, auf den sog. Reini­gungsbau. Kalk und GipS scheiden sich aus, wenn die Sole über das Dornwerk rieselt, und bilden Riederschlage, die im Lause der Jahre als Dornstein den gane-i Bau in einen ökin- panzer hüllen. Die Dornsteine sind besonders beliebt als Ziersteine in Gärten und Parkanlagen, und so kommt es, daß die schönsten Stücke letzt besonders herausgehauen und an die Liebhaber verlaust werden, die immer vorhanden sind. So hat Bad Salzschlirf jetzt eine größere Wagenladung Dornstein für seine Parkanlagen bestellt. Abfälle und kleinere Stücke holen sich die hiesigen Gartenbe itzer, und auch die Kur­gäste sammeln sich Dornsteinstücke als Andenken an Bad-Rauheim. Man findet ost die seltsamsten

Gebilde und bewundert die immerschassende Ratur ob der Mannigfaltigkeit der Formen, die sie hier entstehen läßt. Besonders beachtlich ind einige für das staatliche Museum bestimmte Funde, die versteinerte Vogelnester darstellen, d. h. wirk­liche Restanlagen, die famt den einliegenden Eiern der Versteinerung anheimgefallen sind. Sobald die Rieder egungs r'eiten des Reinig.ngs^aues be endet sind, wird sofort mit der Errichtung des neuen Dornenbaues begonnen. In früherer Zeit baute die Salinen Verwaltung den dazu nötigen Schwär,dorn selbst an, be anders auf dem als Dogcleldorado bekannten Goldstein nahe dem Bahnhof. Jetzt inerten die Dornen aus größerer Entfernung gebracht, so aus der Cleeberger Ge­gend und auch aus dem Vogelsberg. Es sind bereits Rie enmengen von Schwarzdorn für den Reubau angefahren.

Kreis Schotten.

e Schotten, 23. Rov. Das hier neuerrichtete Krankenhaus wird am 1.Dezember ein*

geweiht und seiner Bestimmung übergeben. Der Begrüßungsansprache des Bürgermeisters Menget wird sich ein Vortrag des leitenden Arztes Dr. Koe Niger über die Entwicklung der modernen Chirurgie mit Demonstrationen cmschliehen. Bei der Besichtigung des neuen Hauses mit seinen neuzeitlichen Anlagen wird auch die Röntgen-Einrichtung vorgesührt. Abends ftndet in der Turnhalle ein Familienabend statt, dessen 'Ertrag ausschließlich zum Besten des Krankenhauses Verwendung finden svll.

Runbfmikprogramm.

Sonntag, 25. November.

8,30 bis 9,30: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgverein, Frankfurt a. M. 11 bis 11,30: Elternstunde. 1130 bis 12:Totensonntag auf den ehemaligen Kriegsschauplähen". Vortrag von Franz Geis. 12 bis 13: Vormitt agskonzert: Druck- ner-Zyktes I.. Sinfonie Rr. 1 in C-Moll. 13,10 bis 14: Feierstunde des Kulturkartells der moder­nen Arbeit tbetoegung. 14 bis 15: Vor Hamburg: Funkheinzelmannsmg stunde. 15,30 bis 16: Von Stuttgart: Vortragsstunde. 16 bis 17: Ein Tag auf der Wegschride. 17 bis 18: Konzert deS Rundfunkorchesters: Richard Wagner. 18 bis 19: Stunde des Landes. 19 bis 20: -Stunde des Dhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: Ernste Geschichten und ßegenben, vorgetragen von Rektor Wehrhan. 20 bis 21,30: Totensonn­tags-Konzert des Volkschors-Unten" Frankfurt a. M 21,30 bis 22.30: Rach Stuttgart:Steten- klagen der Völker", Vortrag mit Schallplatt en- und Klavierbeispielen vor Dr. Wilhelm Heinitz. Anschließend: Sportnachrichten.

Montag, 26. November.

6,30: Morgengymnastik. 13 bis 14: Schall» Platten-Konzert: Russische Musik. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend. 16,35 bis 18 05: Rach Stutt­gart: Konzert des Rundfunkorchesters: Operetten­musik. 18,10 bis 18,30: Lesestunde. 18,30 bi« 19:3m Lande der drei Orthodoxien", Vortrag von Dr. Oskar Schürer. 19 bis 19,30:Seltsame Geschichten aus China", vorgetragen von Robert Walter. 19,30 bis 19,45: Englische ßiteratinv Proben. 19,45 bis 2015: Englischer Sprachunter­richt. 20,15: Von Stuttgart:Rosamunde von Cypern", Drama von Helmine Chezy, Musik von Franz Schubert. Anschließend: Schallplatten- Konzert: Bunter Abend.

Dienstag, 27. November.

6,30: Morgengymnastik. 13 bis 14: Mittags­ständchen des RunLfunkorch'.sterl. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend. 16,35 bis 18,05: Don Slutt- ?art: Konzert des Rundfunkorchesters. 18,10 bi« 8,30: Lesestunde. 18,30 bis 19: Von Kassel: Vortrag. 19 bis 19,30: Funkhochschulc.Musik und Gesundheit", Vortrag von Stadtmedizinalrat Dr Fischer-Defoy. 19.30 bis 20: Schachstunde. 20: Von der Liederhalle Stuttgart: Lieder- und Arien-Abend. Anschließend: Rach Stuttgart: Dom Frankfurter Schauspielhaus:Rachtprobe im Schauspielhaus": Funkreportage.

Mittwoch, 28. November.

6,30: Morgengymnastik. 12,45 bis 13,15: Schul­funk: Französisch: Reuere französische 2tyril 13,15 bis 14,15: Schallplatten-Konzert: Buntes Pro­gramm. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend. 16,35 bis 18,05: Konzert des Rundfunkorchesters: Reue Tanzmusik. 18,10 bis 18,30: Büch ersten de. 18,30 bis 18,45: Don Kassel. Fünfzehn Minuten Ratschläge für den Gartenfreund. 18,45 bid.15: Einführung in Goethes Faust: III. Ausbau, dichterische Formen, einleitende und entworfene abschließende Dichtungen", Vortrag von Pfarrer Clemens Taesler. 19,15 bis 19,30: Senckenberg­viertelstunde:Reuere Forschungen über die Schmarotzer des Menschen und der Hausttere", Vortrag von Privatdozent Dr. G. Wülker. 19,30 bis 19,45: Französische Literaturproben. 19,45 bis 20,15: Französischer Sprachunterricht. 2015 bis 21,15: Konzert des Rundfunkorchesters: Alte Tanze. 21,15: Vortragsstunde aus den Werken Conrad Ferdinand Meyers.

Donnerstag, 29. November.

6,30: Morgengymnastik. 13 bis 14: Mittags- Konzert des Rundfunkorchesters. 15,05 bis 15,35: Stunde der» Jugend. 16,35 bis 18,05: Von Stutt­gart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18,10 bis 18,30: Lesestunde. 18,35 bis 18,45:Heber dir Frost- und Tauwettervorhersage", Vortrag von Dr. W. Wahrt. 18,45 bis 19,15: Von Kassel: Vortrag. 19,15 bis 19,45: Stenvgraphischer Fort­bildungsunterricht für Anfänger und Fortge­schrittene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 20,15: Rach Stuttgart: Sinfonie-Konzert des Rund­funkorchesters: Sinfonische Werke als Charakter­stücke. Anschließend: Von Kassel: GesangÄ-Kon- zert Marta Körner.

Freitag, 30. November.

6,30: Morgengymnastik. 13 bis 14: Schall­platten-Konzert: Volkstümliche Musik. 14 15 bis 15: Studienmusik:Das neue Klavierbuch , Vor­trag und Vorführung von Helma Autenrieth- Schleuhner. 15,05 bis 15,35: Äunde der Jugend. 16,35 bis 17.35: Hausfrauen-Rachmittag:Wie man es nicht machen sollte, Beispiele zur Kinder­erziehung 2. Teil", vorgetragen von Lehrer Karl Stricker. 17,35 bis 18.05: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18,10 bis 18,30: Lese­stunde. 18,30 bis 18,45: Viertelstunde der Deut­schen Reichspost. 18,45 bis 19,15: Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs. 19,15 bis 19 45: Vortragszyklus des Gewerkschaftsbundes der An­gestellten:Geistige Grundlagen der Angestellten- verficherung", Vortrag von Emil Kranz. 19,45 bis 20,05: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 20,15; Bunter Abend. Anschließend: Lieder-Abend John Armstrong?. Darauf: Hebertragung vom Frankfurter Sechs- Tagerennen. Anschließend: Tanzmusik. 0,30 bis 1,30: Rachtkonzert des Rundfunkorchesters.

Samgfag, 1. Dezember.

6,30: Morgengymnastik. 12,45 bis 13,15: Schul­funk: Deutsch Legenden. 13,15 bis 14,15: Äach Stuttgart: Mittagskonzert desRundfunkorchssters. 1.5,05 bis 15,35: Stunde der Jugend. 16,35 bis 18,05: Rach Stuttgart: Konzert deS Rundfunk­orchesters: Italienische Opern. 18,10 bis 18 30: Lesestunde. 18,30 bis 18,45: Briefkasten. 18,45 bis >9,15: Esperanto-Hnterricht. 19,15 bis 19,45: Franz Diettrlch: Vorlesung aus eigenen Dich­tungen. 19,45 bis 20,15: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung:Der Sternenhimmel im Dezember: Mars in Erdennähe". Vortrag von Prof. E. D. Sittig. 20,15:Gas . 1. Teil, Drama von Georg Kaiser. Anschließend: Hebertragung vom Frankfurter Sechs-Tage-Rennen. Darnach: bis 0.30: Tanzmusik.