Ausgabe 
24.10.1928
 
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J®5( 'ei"eT grohen Der. zm Ehrenbürger er- bem scheidenden auch bei °mmal herzlichsten Dank die er in seiner ». Einwohnerschaft £m. °Dn Beigeordneten chos. Deubel, MmrSiä- ugel (6d)oütn), Schul. w Lchrer lS ro u n sNs. Ebenfalls in herzlichster 'ehrt Kreisdirettor Geh. n n (Schottens, der aus : zugegen sein tonnte, ge- ulmanner in einem herz. i n tf sagte in einer lies. bie [einer so überaus igfftn ßant, unb er be- 5 mit tRubingsl/ain eng iürgrnneistn ^attamv nden on der srierlichen den Dant der @emeinbe . noch einige Stunden in .en.

i. Ott DaS am Sonnlag i k s e st war von den bei- chsviels so stark besucht, Kirche beseht war. Die -in Festspiel aus, in egleitwvrten die Früchte brachten. - Die Äeu» Vorstandes soll am

die Kirchenvertretung

Oft Unsere Gmeinde kraße nach Ilnter-Lais, lasterungen der L Dabei wurde durch dreier Gossen streiken- :tung der Straße erreicht, was sich ange» chsenden Verkehres und linie sehr angenehm to* dere, nachdem nunmehr deren Unterhaltung die . Ausstückung un6 > Mnnenen StraßenM L'S»

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Geschichten aus aller Welt.

S. Ober-Ohmen, 23. Oktober. Der hier wohn­hafte Riedeselsche Revierförster Hansult erhielt für seinen Jagdhund den ersten Preis bei der Gebrauchssuche, die kürzlich in Lauter- bad) veranstaltet wurde. In diesem Jahre wur­den zum erstenmal in der Nachkriegszeit wieder Neubauten hier ausgeführt. Einen sehr statt­lichen Wohnhausneubau errichtete der Bäckermeister Philippi an der Provinzialstraße nach Ulrich- j stein, einen weiteren der Landwirt Georg Keil.

Rheinhessen.

WSN. Mainz, 23. Oft. Cm schwerer Motorradunfall ereignete sich in der Nacht auf Montag an dem Bahnübergang der Alzeyer Strecke zwischen Mainz und Finthen. Der vom Bacharacher Winzerfest mit seinem Motorrad zurückkchrende Dreher KarlHirtes aus Wies­baden fuhr mit seiner im Beiwagen sitzenden Frau in voller Fahrt gegen die herabgelassene Schranke des Bahnüberganges. Der QInpraH war so heftig, daß Hirtes vom Motor­rad mehrere Meter zurückgeschleudert wurde und mit einem schweren Schädelbruch und Ge- sichbsverlehungen bewußtlos liegen blieb. Das Motorrad samt Beiwagen fuhr unter der Schranke durch, riß das ganze Gestänge ab und blieb an der gegenüberliegenden Schranke stehen. Die Frau des Hirtes war mit dem Kopf derart gegen die Schranke gestoßen, daß sie mit einer schweren Gehirnerschütterung unb Ge- sichtsverletzungen bewußtlos im Wagen liegen blieb. Passanten riefen das Danitatsauto der Freiwilligen Sanitätskolonne herbei, das die Sckwoerverbehten in ihre Wohnung nach Wies­baden verbrachte.

Lpd. Mainz, 23. Ort. Schon seit Monaten werden die Opelwerke nachts von Dieben heimgesucht, die Automobil teile, Scheinwerfer, Lichtmaschinen u. a. stehlen. Sn einer der letzten Nächte gelang es, drei d e r D i e b e auf frischer Tat zu ertappen und fest zunehmen. Es han­delt sich um Arbeiter des Werkes, die mit den Räumlichkeiten vertraut waren. Sie fuhren nachts mit einem Auto in die Nähe des Werkes, über­stiegen die Mauer und stahlen dann, was sie mitnehmen konnten. Sh re Beute brachten sie zu Hehlern nach Mainz, bei denen bereits Haus­suchungen vorgenommen wurden.

WSN. Alzey, 23. Oft. Der verheiratete 33- jährige Steuerbeamte Heinrich Hoch aus Gund­heim war beim Finanzamt beschäftigt. Er benutzte die Vertrauensstellung, um nach und nach der Finanzkasse über 10000 Mark zu ver­untreuen Als die Veruntreuungen festgestellt wurden, ließ Hoch Frau und zwei Kinder im Stich und ergriff die Flucht. Er kam aber nicht weit, da er über keine großen Mittel verfügte. Sn Dingen wurde er einige Tage später fest- genommen unb nach Mainz ins Landgerichts­gefängnis übergeführt.

Preußen.

ftreid Wetzlar.

KJ Wetzlar, 23. Oktober. Die B a u a r b e i - t e n an der neuen Lahnbrücke gehen rüstig vorwärts. Zur Zeit ist die bauausführende Firma damit beschäftigt, die Längsbleck-e, die die wichtigste Tragkonstruktion der Brücke bilden, ein» Aubaucn. Die Bleche kommen unterhalb der Fahr­bahn zu liegen und haben schätzungsweise eine Höhe

Nachdruck verboten.

Dcmpsey versteht keinen Spatz.

(a) Neuhork.

Meister Dempseh tritt jetzt allabendlich im Neuhorker Majestic-Theater auf, um den Helden eines SensationsstückesDie große Schlacht" zu spielen. Selbstverständlich handelt es sich hierbei um eine Dox schlacht, und im zweiten Akt findet auf der Dühire ein richtiggehender Boxkampf statt. Die entgegenkommende Direktion desKunst­instituts" verpflichtete zum Partner des Cham­pions ebenfalls einen Berufsboxer, einen gewissen Ralph Smith. Nach der Premiere sagte aber Smith die wetteren Aufführungen ab mtt der Begründung, daß er gegen den sonderbaren Star des Majestic-Thealers weder als Schauspieler noch als Boxer aufkommen könne', während sich nämlich Dempseh mit friedlich lächelndem Gesicht für den Applaus vor der Nampe bedankte, haben sich nicht weniger als drei Aerzte um seinen be­dauernswürdigen Partner bemüht. Der Mann war in aller Form knock out geschlagen worden, und blutete am ganzen Körper. Dempseh be­dauerte den Vorfall aufs lebhafteste und ver­sprach hoch und heilig, sich zu bessern, was ihn keineswegs daran hinderte, den zweiten von dem Theater engagierten Partner, den Boxer Sack Herrmann, am zweiten Abend ebenfalls vor­schriftsmäßig knock out zu schlagen. Dempseh beteuerte, daß es sich um keine Böswilligkeit handele, doch verstünde er in bezug auf Boxen leider keinen Spaß. Sobald diegroße Schlacht" beginnt, fällt Dempseh stets aus seiner Rolle als Dühnenheld; er versteht sich nicht auf dasMar­kieren" und schlägt los. So blieb der Direktion nichts anderes übrig, als allabendlich einen an­deren Partner in dieser gefährlichen Rolle auf­treten zu lassen: zweimal hintereinander hall es leider fein Mensch aus, mit Dempseh zu spielen.

Stratzenbahn und Schnelläufer.

(h) Rom.

Es gibt doch noch Fleckchen im hochstrebenden modernen Stalien, wo das Tempo noch nicht auf der Höhe der Zeit ist. älnd das nicht nur auf dem flachen Lande oder in den Abruzzen, sondern sogar in einer so modernen und fortschrittlichen Großstadt wie Turin.

Die Turiner Straßenbahn verkehrt mtt einer fast sprichwörtlich gewordenen Langsamkeit. Snsbesondere lassen die Verbindungen mit den Vorstädten viel zu wünschen übrig. Ilm dem ab- zuhelfen, sind die Turiner auf den folgenden Ausweg verfallen:

Sn einem der Vororte, Druente, wohnt der bekannte Italien sche Champion-Schnelläufer An­tonio R o b i n o. Nun hatten sich gerade die Druenter über die Dedächligkell ihrer Straßen­bahn zu beklagen. Es wurde nun für einen be-

von 2,5 Meter. Wie aus der Lage der neuen Kon­struktion zu ersehen ist, wird die neue Brücke etwa einen halben Meter höher zu liegen kommen, als die alle. Wenn die Arbeiten ohne Störung verlau­fen, dürste sogar mit einer Fertigstellung noch in diesem Jahre zu rechnen sein. Daß die Kirchen auch den modernen Berhältnissen Rechnung tragen,

stimmten Tag ein W e 11 l a u f zwischen Robino und der Straßenbahn auf der Strecke Druente Zentrum Turin organisiert. Zugleich mit dem elektrischen Wagen startete Robino und kam. ohne sich sonderlich ausgegeben zu haben 4 >/r Minu­ten früher am Ende der 13 Kilometer langen Strecke an als die Tram. Die an der Endstation harrende riesige Menschenmenge empfing den Sie­ger mit tosendem Beifall, und die arme Straßen­bahn mit einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert.

Wie verlautet, soll stch die Turiner Stadtver­waltung. der die Straßenbahn untersteht, diese praktische Demonstration sehr zu Herzen genom­men und beschlossen haben,ein bißchen Dampf hinter die Sache zu machen".

Gelbsterns Freud und Leid.

Paris.

Hollywood ist die Metropole der Filmstars und der Komparsen, Paris die Hochburg der Gelbsterne, der Mannequins, wie sie die Welt nennt, derProbiermamsells", wie sie respektlos der Wiener Dolksmund betitelt. Beneidet von einer ungeheuren Zahl von Geschlechtsgenossinnen lebt der Gelbftern fein Dasein, und ist doch mit seinem Los nicht zufrieden.

EineAutorität" auf dem Gebiete der Kunst des Anziehens, Fräulein Monika (Paris), hat es jetzt für nötig gefunden, die Presse davon zu unterrichten, daß ihr, Monikas, Schicksal und das ihrer Derufskolleginnen das bedauernswerteste von der Well ist. Hm acht Llhr morgens Ge- schästsbeginn, um 6,30 Ahr Tagwache mit an­schließenden gymnastischen Hebungen, und dann während des ganzen TagesKleid an, Kleid a u s". Während die Dame von Welt oft eine Stunde zum Anziehen zur Verfügung hat, muß der Gelbstern dies in zwei Minuten sage und schreibe zwo Minuten erledigen, und oben­drein ausgezeichnet erledigen. Monika berichtete auch vomLampenfieber" des Mannequins beim Anprob leren eines besonders kostbaren Klei­dungsstückes, dem Fieber, das sie erfaßt, falls sie bei besonderem Anlaß b:i einer Modenschau aufzutreten genötigt ist. ein Fiebervergleichbar dem. das die Bühnenkünstlerin bei der Premiere eines Sensattonsstückes, in dem sie eine Haupt­rolle spielt, erfaßt". Die Gewährsmänn'.n. die in dieser Weise ihr Leid den Pressevertretern klagte, hat nach deren Ansicht nicht überzeugend gewirkt, im Gegenteil, führende Pariser Blätter sind der Qlleinung, daß nunmehr ein noch stärkerer An­drang zu den Posten der Mannequins einsetzen wird. Das Klagelied verhallte also nutzlos, ver­puffte in einer Atmosphäre von Neid, einem Gefühl, das unter der Frauenwelt der Seinestadt noch stärker verbreitet srin soll, als anderswo. Arme Monikal

beweist die hiesige katholische Gemeinde, die für ihre Seelso-rge auf dem Lande ein Kleinauto in Dienst gestellt hat. Damll ist den hiesigen katholischen Psarrern Gelegenheit ge­geben, ihre in dem sonst rein evangelischen Kreis Wetzlar verstreut wohnenden Gemeinoeglieder besser und schneller kirchlich zu versorgen als früher.

O Hochelheim, 23. Okt. Die Kraftpost- haltestelle am Südende des Ortes wird feit kurzer Zeit bei der Mittagsfahrt Großen-Lin- denHochelheimGießen von der Kraftpost nicht mehr berührt. Die Postverwaltung hat sich ge­lungen gesehen, diese Maßnahme zu treffen, um die planmäßigen Fahrten einhalten zu können und insbesondere den für die Kraftpoftreisenden wichtigen Anschluß an den 14.01 Uhr von Gießen noch Wetzlar und Koblenz abfahrenden Personenzug zu erreichen. Einem erneuten Anträge der Gemeindevertretung, auch bei der Mittagsfahrt die südliche Haltestelle im Orte wieder zu berühren, wurde nicht stattgegeben.

Kreis Marburg.

1( Marburg, 23. Oft Sn Ockershausen stürzte der Zimmermeister Schneider aus Hachborn aus dem Gebälk eines Neubaues ab unb zog sich eine schwere Rückgratverlehung zu. Man brachte ihn in die Marburger Klinik. Der am Samstagabend auf der Kölber Kuppe durch Zusammenstoß seines Molorrades mit einem Fuhrwerk schwer verletzte Hephata-Diakon Walz aus Marburg ist heute früh in der hiesigen Klinik seinen schweren Verletzungen er­legen.

Maingau.

WSN. Frankfurt a. M., 22. Okt. Die in Frankfurt a. M. auf getretenen Fassaden­kletterer treiben ihr Handwerk immer noch weiter. So wurde am 19. d. M. am Holbeinplah wieder ein Einbruch ausgesührt, wobei der Täter an der Dachrinne bis zum ersten Stock flet* terte. Sn letzter Zeit haben sich die Fassaden-' kletterer vielfach in Gärten und Höfen vorgefun­dener Lettern bedient, die ihnen bei der Arbeit wertvolle Hilfe leisteten. Sn Eschersheim wurde ein fünfjähriger Sun gc von einem Anhänger einer Zugmaschine überfahren und ge­tötet. Bei einem Zusammenstoß zwi­schen einem Motorradfahrer aus Nied und einem Milchkarren auf der Mainzer Land­straße wurde ersterer, Pollzeihauptwachtmeister Dresse!, so schwer verletzt, daß er gegen Abend seinen Verletzungen erlag. Der Deziris- leiter des Daugewerksbundes und frühere Neichs- tagsabgeordnete Heinrich H ü 11 m a n n ist heute früh im Alter von 60 Sahnen gestorben. Er hat in der sozialistischen Bewegung eine bedeu­tende Nölle gespielt und gehörte 20 Sahre der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung an.

WSN. Hanau, 23. Oft Nach den Ergebnissen für das erste Halbjahr 1928 ist mit Sicherheit anzunehmen, daß sich der Fehlbetrag der ordentlichen Verwaltung auf 450 000 Mk. und bei der Steuerabteilung auf 130 000 Mk., zu­sammen also auf 580000 Mk. belaufen wird. Den Hauptanteil an dem Defizit hat die sozial­politische Abteilung, bernorgerufen durch die Reichsgesetzgebung über die Arbeitslosenversiche­rung. Zur Deckung des Fehlbetrags werden sei­tens der Verwaltung Steuererhöhungen im Betrage von 380 000 Mk. vorgeschlagen. 50 000 Mart hofft man durch erhöhte Reichszuwcisung n hereinzubekommen, während der Rest von 150 000 Mark durch Abdrosselung städtischer Ausgaben erspart werden soll.

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Der bedeutendste Orienttabakmann der letzten Dezennien prophezeite uns 1926:

Die Qualität Ihrer Cigaretten ist so unvergleichlich gut, daß Sie nach meiner Überzeugung in kurzer Zeit große Schwie­rigkeiten haben werden, den steigenden Bedarf In Ihren Werken zu bewältigen.

Hermann Spierer, ein Sohn des Genfer Arztes Dr. S. Spierer, be­gann mit 17 Jahren seine Studien als Tabakfachrnann im Orient, die durch seine reiche Kenntnis orientalischer Sprachen begünstigt wurden.

26 jährig gründete er in Smyrna die Firma Hermann Spierer & Cie die mit Filialen in Constantinopel, Cavallo, Saloniki, Colo, Samos und Philippopel sowie zahlreichen Ver­kauf sf ilialen in Europa und Ame­rika sehr rasch den ersten Hang im Orienttabak-Export erreichte.

Im März 1927 erlag er einer Krankheit, die er sich auf einer Heise im Orient zu­gezogen hatte. Es ist schwer auszumessen, wieviel die Heemtsma A.-G. diesem bedeu­tendsten Fachmann der letzten Dezennien zu verdanken hat, denn es waren nicht nur seine fachlichen Leistungen, die der Heemtsma A.-G. die Verarbeitung der wert­vollsten Tabake der Weit ermöglichten, sondern vor allen Dingen der seltene Adel an Gesinnung und tätigem Altruismus, der eine absolute Sicherheit der freund­schaftlichen Beziehungen gab und damit ein wichtiger Eckpfeiler für den Auf­bau des gewaltigen Werkes der Heemtsma A.-G. wurde

1926 { Halbjahr 1927 { Halbiahr 1928 1. Halbjahr!

Das Zeugnis dieser unvergleichlichen Qualitätsmischung ist die

CIGARETTE REEMTSMA

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