Ausgabe 
24.8.1928
 
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g. Äachdem «fr 16 tind Kchrers Bufcd ifldwit der gieren# btt Kor- mbt ^ btt Jane «HW pjn enetn b<* Verben umbtt. halb ttttt* nKt THatm ad am ©trab« » ciTtgebofltn. " j> Mlaufra. J übte5. ® te Leute s löschen.

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©iartenburg.

$ £ r ? ft ° b t. 23. Äug. Sei einer Äenootc- njig öer xinbe m 9ttid)el»bfim wurden unter ^rPuh wcrtDolle Gemälde entdeckt. Dt W'-der^ersiellung der Funde ist dem Kirchen- niler Kienzle in Eberltate bei Darmstadt uber tragen worden.

SSW. Dielenbad) 23.ÄU8, Bei Straftenber ' ilungsarbeitcn tn der Tatze von Mörfelden geriet t-r htepger, jung verheirateter Tiann aus irgend- rrem Grunde plötzlich unter den aus B'^ldvaa kprcng und Wohnwagen beftebenben Wagenz^g r?" junge tötenn wurde habet auf der Stelle

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ftMflle M t kausch llterltn) bei. Der BezirkS- wrfleerbc Mohr (»te^en) lehnte au» ®c- funyjnterüxfiidMtTt ferne Wiederwahl ab; an letne Stelle wurde der Bors i Yen d- der Ort*» gruppe »rtebberc. 1 e u | e l. gewählt, ^ach Er- etnauna der lagctorbnun.) lyelt der Bundes- oodiÄenbe ein Referat über bu bisherige lätig- feit des Dvndei' 1otr*ie über die Arbeiten der kolonialen atad*iri*tt*a~mrrjd>ah. Am Rach- mtttoa veranstalteten die Teilnehmer einen Aus- flug nach Bad-Rauheim

Aad-A a u hei m. 23. 2Lig Bei ben Erd- ortclfc« au dem neuen städtischen Wohnbau tn r*r -Hamburger Strafte Rieft man tme schon »siers in bitter Gegend, auf Bodenurkun­den de r jüngeren Eisenzeit Man sand ttn voNkoinmen erhaltenes kleines Gefäft. das lebcnfall« ein Trinkgefchirr darstellt, ferner tn sehr gutem Zustande die Scherben einer gröbe­ren Urne 30 Schüler, ferner 8 Damen und 8 Herren vom Deutschen Realgymnasium in Bukarest sind auf einer Studienreise gestern hier ringe troffen. Sie s.nd bet der hie­sigen Ortsgruppe des Herein» für da» Deutsch» tum im Au»!ande zu Ga't Cin Her- fetr »Unfall c« gn. te sich heut, nachmittag 3de Äurfirabf und Fürftenstraft« «ine Rablerin fuhr in ein 2lutn Da» Aad wurde Acrlrümmcrt.

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gen und dem Scherckm banemtom. Den Auto- lenfrr trisst kein Schuld -Die Aadfohrenn hatte die neue Berkehesordnung nicht beachtet die die untere Surftenftvabe al» Gindah«strafte be-

Itn her Äirdicngcmeinbcoertretung teufte eine rege Wahlbeteiligung zu erwarten sein. Htben sich doch im Ser,auf bei letzten sechs Jahre vavche Veränderungen fowobl in der Zusammen tf^ung der kirchlichen Körperschaften wie der küns- h -on chr zu lösenden Aufgaben ergeben. E» 'S nachdrücklich Darauf hingewiesen, daft Dahlvor tfägc bis zum L September bei der von ben Äir» >nvorst8nden geroänlten Dahlkommission einzu * chen sind Die Beschasfuna oon neuen Orgelpfeifen -Die die Vorbereitungen für ein Klrcheniubiläum ? rbenbaufen fegt es nahe, den Eifer der '»wählenden Körperschaft anzuspornen und darum ^ch die kirchlichcn Kreise für die Dahl zu inter-

Mrci# vüdingcn.

Bad Salzhausen 23 Aug. Das Ichdne Sommerwetter, da« wir in tiefem Jaffa hatten, brachte unserem kleinen aber wundervoll gelegenen und i>vn de- Hatut mit fo mannigfachen Schdnherten ausgesüUteten Badeort eine noch t.c erreichte Besucherzahl. Sämtliche Gast­häuser unb Tensionen Waren vollbesetzt, fo daft nancher Kurgast nicht mehr auf genommen werden konnte. Täglvch wurden über ISO Bäder aerob- reicht Vie nerschiedenartigen Quellen, die wohl tn wenigen Tkibem so nahe suf ar menget egen yi finden find, die milden, aber Darum um so ttxrf- la- Tcren Bäder, dk wohltuende Auhe. der pracht­volle D radier bau mit feiner erfrischenden Salz­lust. da« schöne Luft- und Sonnenbad, das neu- nnaerichtete Lesezimmer und vor allen Dingen her au-gedehnte Stuttgart mit feinen sauberen Wegen, die auch nach einem n.-ber gegangen en Aegen sosovt wieder zu begehen sind, und seinen wundervollen Baiangruppen, bk besonder» auch stn Herbst ganz reizende Farbenal>wechselungen «eigen, üben immer neue AnziehungSkrast auf die 'Befucher aus Auch für Unterhaltung war in diesem Sahne reichlicher als sonst geforgt Regeln,stftige Konzerte unb Tanzabende int neuen (Speifefoal de« Kuichausc«. gröbere Konzerte der Okbener Aeichswehrkapelle oder der Äabiüe Topp, die unter den > chatt enfpen den den alten Bäumen am Dorff aal ftettfanben, brachten dank« bir cufgenommene 3btn Die regeltnäfti-

gm Autotouren in btt Umgebung erfuhren nflcrbing» durch die leider aerobe in der Haupt­saison vorgerwrnmenen Walz- und Teerarbeiten auf bet Stoaste Salzhaufen Aidda eine unange» l»l::niV retbung. Auch die frühere

Aertigstellung unb Ingebrauchnahme der groben Aadioanlage. die der Hellifche Staat tm Kurhaus in diesem IaHre aus stellen lieft, wäre crünfchenswert getoefen. Für das nächste 3afxr soll bet Anhalierraum eine weitere Ver­besserung erfahren, auch durch bk Zuleitung der Ltthlllmquelle soll der Kohlenfciureaetzatt der Bädet eine fIrhöhuna und Verbesserung erfahren. iln,cr Badeort vervient es. daft er mit allen lititcln vom hessischen Staat gefördert wird ®tnc ,ufammenlegung Der Br tqen mit kaltem

unb warmem Waller, ein Ausbau der (knhala- -ons räume unb eine Kurlapelle werden hossenr- l-Zch baQ> geschaffen werffen.

ftrei* Schotten.

I Ober-Lais, 23. Aug. Die Ernte des Setreides Ist nunmehr beendet Das Jahr I ttfl hat infolge der günstigen Witterung eine w gute Getreideernte heran reifen lallen. Mit btm Drusch im Kreien wurk-e bereit« be­gonnen. Die Ergebnisse find völlig zusrieden- stellend. Licht fo günstig scheint es mit den Hackfrüchten, insbesondere den Äar- ! off «In, zu stehen. Sie hatten viel unter der Krockcnheit zu leiden. Die Krühkartosseln er- E»den insbesondere auf etwa« trockenen Hedem nur geringe Erträge Hvfientlich können die spä­ten Sorten noch au« ben Aegensällen der letzten tage. Mt allerdings für eine grünblicgc Durch- »«uchtung des Boden« nicht ausreichten, einiger- xafwn Lutzen ziehen. Mit dem Bau de« Neuen Kvrsthause« ist nunmehr begonnen worden. Die Maurerarbeiten wurden der hie- Tgen Baullrma Werner & Vreusch über- tramm, für die Zimmerarbeiten erhielt Zirnmcr- »eifter Uftner zu Unter-Schmitten den Zu- 'chlag. Da« HauS soll bi« tum Herbst im Loh- tau vollendet Mn.

Mrcio Alvfeld.

O Lehrbach 23. 3ug. Für die in unserem 3 rd)(pifi auf den 23. September festgesetzten Latz.

Der Kamps gegen den Lärm.

Äon Z)r. Jranj Mittler.

Die Txit ist geräuschvoll geworden und wird voraussichtlich unmet geräuschvoller werden. Fast möchte man versuch« lein, zu behaupten, daft jeder neue technische Fortschritt btt Zahl der bereu« vorhandenen ^«Lusche um em weitere« ver­mehrt. E« le; nur daran erinnert, daft infolge des LuIn>erstehrs zu ben auf der Erde erzeugten Deräulchen auch bie au« den Lüften hnzuge- temmew sind, linkte Berven gewöhnen sich all­mählich an den Lärm E« zeigt fich. daft sie sogar ein erhebliche« Hob davon vertragen können. After all-uvkl darf man ihnen 'chliehlrch doch auch nutt zumuten. Die Bermu'ung ist nicht von her Hand zu wecken, daft die steigende Lervo'ität unserer Zett nicht nur durch bie alloemtme Hast unb bie wach'eTtden Entfernungen, sondern zum Teil auch durch di« tönenden Beize hervorgebracht wird, die UTuinterbrochen an unter Ohr gefangen und denen wir un« nicht entziehen können

Bon dielen akustilcheri Erschütterungen de« L«rv«rll)stems werden insbesondere bie betroffen, die täglich längere Zeit in der Straften bahn ver­bringen müllen To« schütten klirrt unb poltert, ächzt und krächzt. Da« Deräusch ist fein regef- mänlge«, sondern ändert sich, je nachdem der Wagen langsamer oder schneller fährt, je nach­dem bte Bremsen arbeiten oder bie Strecke über Kreuzungen unb Weichen binwegfuhrt Die'e Kette von Deräuschen ist sicher nicht angenehm und mag sich manchem auf die Nerven legen. Da ist es nun erfreulich, zu hören, daft sich bte Technik bemüht, die Deräuschr zu bekämpfen, die sie sefbst erzeugt Ob de« aus allgemeiner Mensch­lichkeit geschieht ober deshalb, weil man fürchtet, daft brr auf Ballonreifen geräuschloser dahin- sahrendc Autobus vielleicht mit der Zeit bevor­zugt werden wirb, mag babingcfttilt sein ^eben­falls hat die 6irahenbafn.rcrDoItung vo- San Franzisko Versuche durchges' rt um ein g. ^usch- lofe« Fahren in der Str.''»en bahn herbe», u! üb rett. Vie hat aus Grund bieder Versuche bereit« eine Anzahl von Wagen mit r.eucn Einrichtungen Der eben und will weitere folgen lassen.

Ein erheblicher Teil der in der St.aftmbahn aus tretenden Geräusche wird, wie sich herau«- geftdli hat. durch die im Getriebe verwendeten Zahnräder verursacht. Hier zeigen sich teil« schüt- tembe. teil« schleifende Gerau che. Glücklicherweise ist es gelungen, durch ein ziemlich einfache« Ver­fahren eine Abdämpfung herbeizusühren. An jedem einzelnen Zahnrad wird auf der 3raun- feüe de« Aadkranzc da. wo er mit der Scheibe des AadeS zusammet-stöftl, eine Rinne angebrach«. Da« läftt sich auf jeder Drehbank leicht auSsühren. Diese Ainne wird mit Blei au«gegossen. Dos T<<i leitet den Scholl verhältnismähr« schlecht. Die Töne, die beim 3neinanbergreifen der Zahn­räder entstehen, werden daher nur noch zum sehr geringen Teil auf bad Rad und von hier aus bie Achsen übertragen, von denen au5 Tie durch die weiteren Vketali- und Holzteile de« Wagens nach dem 3mtem we»tergeleitet werden. Immer­hin genügt auch diese« Verfahren rroch nicht, um eine vollftärabiie Vernichtung der Geräusche zu bewirken. Deshalb werden zwischen die Lager der Räder und dem Wagenrahmen Dummipckatten eingelegt, die sich al« besonder« stark dämpfend erwiesen.

Eine weitere Lage von Dummiplatten kommt zwilchen den Wagenrahmen und ben Wagen­kasten. Die Verbindung von Wagenkasten unb Rahmen ist bei den in Frage ftebenben Wagen durch Schrauben bergcftellt Heb er all da. wo eine derartige Verbindung besteht. legt man je

Rheinhessen.

WSN. Mainz. 23. tlug. Im Untersuchung? gefangni» in Oppenheim verschluckte ein Häftling aus Holland einen Löffel. Der Mann wurde in dos hiesige Krankenhaus gebracht, wo der Löffel auf operativem Dege entfernt werden soll.

Preußen.

greift Wetzlar.

Q Hochelheim. 23. August. Bei den in der hiesigen Gemeinde stottgehadten Aelchsjugend- Wettkämpfen der Schulen des Amtes Rechten­bach errangen folgende Schüler Siegt:) Dbtntufe iSchlagbaU-Wkitwurf. Dkitfprung und Gaufen): 1. Sieg. Erwin Hahn (Hörnsheim) 64 Punkte: 2. Ernst Hofmann (Münchholzhausen) 61 P.; 3. Erwin Spengler (Lützellinden) 6f); 4. Heinr. Engel (Lützellinden) 57; 5. Friedrich S d) u ft e r (Hochelheim), 56; fi. Karl 5d)l eferft ein (Hochelheim, 54; Walter Schmidt (Ebersgöns, 54; 7. Wilhelm Ludwig (Hörnsheim) 53; 8. Wilhelm Schneider (Wctdenhausen) 51; 9. Wil­helm Schnorr (Münchholzhausen) 50, Heinrich Bopf (Hörnsheiml 50, Karl Zorb (Dornholl- bauten) 50, 10. Richard Lang (Hochelheim) 48. b) Unterstufe (Schlagball Deitwurf, Weitsprung und Lausen): 1. Sieg Karl List; (Lützellinden). 67 Punkte. Walter Jakobi (Hörnsheim) 67 P.; 2. Ernst Arnold (Lützellinden) 65; 3. Willi Schuchmann (Lützellinden) 61: Dilh. ®rum- dach (Münchholzhausen) 61; Wilhelm Hart­mann (Hörnsheim) 59; 5. Karl Lang (Hörne- beim) 55; Heinrich Schaum (Hochclhccm) 55; 6. Ernst Hein; (Hocheihelm) 54: Ernst Hepp (Münchholzhausen) 54; 7. Dich. Zauber /Dorn­holzhausen) 53; sZriedrich Bernhardt (Münch« dolzhaufen) 58; 8. Walter Faber (Hörnsheim) 52; 9. Helmut Bach (Dornholzhausen) 51: Albert Bopf (Hörnsheim, 51; 10. Albert Schaum (Hochelheim) 50; Karl Day (Dornholzhausen) 50 Punkte.

5 Au» dem Hüttenberg, 23. Aug. 3n ben letzten Wochen hat in unfercr Gegend eine leb­hafte Nachfrage nach fetten Schlacht- f d) m e i n e n eingesetzt. Wahrend in ben vorigen Monaten die Schweinezüchter lange laufen mußten, bis sie ihre Schweine loswurden, sind jetzt die Metzger und Ferkelhändler eine tägliche Erscheinung tn den Dörfern de» Hüttenbergs. Die starke ?lad)fraac hat die Preise bedeutend in die Hohe gerückt, um so mehr al» auch bie Schweinezüchter trotz de» knappen Futter» mit dem verkauf jetzt so lange wie möglich zuruckhallen. Für den Zentner Lebendgewicht, der noch vor vierzehn Tagc-. mit 68 Mark verkauft wurde, werden jetzt 77 bis 79 Mark geboten, so daß man iefot wieder von einigermaßen gefunden Per- hältnisteu reden kann. Die Ferkelpreise hoben im Gegensatz zu der Schwemeprciserhöbung nur leicht angezogen. Ferkel im älter oon fünf bis sechs Wochen kosteten 16 bis 18 Mark, während sechs bis

vier Streifen starken Duonni« ein. bte bann durch Anziehen der Schrauben fest aufernanbergcpreftt werden. Dadurch wirb bet Wagenkasten nicht nut gegen bte von unten kommenden Geräusche, sondern auch gegen Erschütterungen geschützt Endlich liegt unter dem ganzen Wagenkasten eine Schicht dicken Filzes. Die Lärm erzeugenden Teile der bei bicfc.i Wagen verwendeten Luft­druckbremse sind gleichsall« mit einer schalldämp­fenden Hülle au« dickem Filz umgeben.

Richt an allen Geräuschen, die in bet Straften- bahn auf un« einwirken, tst der Wagen schuld. Auch bie Schienen liefern einen Teil davon, in«- besondere an der Kreuzungen. Hier gelang e« gleichsall«, Abhilse zu schassen. Wan hat z. B. alle sich kreuzenden Schienen auf Unterlagen von Asphalt gebettet unb hat babutch die Ge­räusche, sowie da« bekannte, in manchen Straften- bahnen austretende .Stuckern" erfolgreich aus­geschaltet. Den Berichten zufolge fährt es sich tn ben neuen Straftenbahnwagen unb auf den neu heraerichteten Strecken fo ruhig unb sanft wie in einem guten Kraftwagen

Auch bie Baumwolle wird jetzt zur 2fbbämp- fung der auf uns einftürmenben Geräusche be­nutzt (? nmft detzwe.felt werden, ob da« au» Mitleid mit un« armen, vorn Därrn geplagten Menschen geschieht, ober ob anbere Gründe dafür maftgebenb waren Die Mobe der seidenen

.'fc sowie die ständig stetgende Beliebt- beit ber Kunstfetde haben die Verwendung der Baumwolle erheblich eingeschränkt. Die Lieferan­ten diese« nützlichen Stoffe« müssen daher nach neuen Absatzmöglichkeiten suchen Da bei sind sie auf den Gedanken verfallen, die schlechte Leit­fähigkeit bet Baumwolle für den Schall auszu- nützen. In ben Fabriken machen bie Hanbkarren oft ziemlichen Därrn, die zur Beförderung der Aohstofse und bet ftalbfertgigen Daren sowie von Zubehör aller Art gebraucht werben. Diese Handkarren laufen gewöhnlich aus eisernen Rä­dern mit breitem Radkranz. 68 ist gelungen, sie durch baumwollene Räder zu ersetzen. Die Her­stellung derartiger Räber erfolgt durch Zusom- menpressen ber Baumwolle unter hohem Druck und unter Verwendung eine« Bindemittel«. Die Baumwolle wird dabei in Formen cingepreftt. Sobald man die Formen öffnet, kann da« fertige Rad daraus entnommen werden. Bei Erpro­bungen, die Im amerikanischen Kriegsmini­sterium vorgenvmmen tourben, zeigte sich on ben baumwollenen Rädern nach Zurücklegung gro­ber Strecken keinerlei Abnützung. Es wird daher erwogen, sie auch on Lastkraftwagen zu ver­wenden. Reben ihrem verhältnismäftig gerin­gen Gewicht ist e« vor allem die vollkommene Geräuschlosigkeit, die ihnen einen besonderen Wert verleiht.

Der Rundfunk ist für viele ein Denuft. Unter bestimmten Umständen kann er jedoch auch al« unangenehme« Geräusch empfunden werden, wie a. B. in Krankenhäusern, Sanatorien, In Hotel«. Hier hört einer gern zu. ber anbere möchte feine Ruhe haben. Deshalb ergibt fich auch hier bte Notwendigkeit, ein Mittel zu finden, da« ben Schall mit Sicherheit abdämpst. Durch- gesührte Versuche haben gezeigt, daft Räume, Tn denen Lautsprecher aufgestellt sind, am besten durch Füllungen von Korkmehl. bte in ben Wänden angebracht werden, ober durch Auf- hängen von Korkmalten abgedämpft toerben. 3n gleicher Weise lassen sich auch bie Geräusche vieler Maschinen in den Rebenräumen fast ober ganz unhörbar machen

acbt Wochen alte Tiere mit 20 bi» 28 Mark unb ältere Ferkel entsprechend höher verkauft werden. Die nicht fehr günstigen Aussichten für bie Ä a r t o f f ei­ern t c halten manchen vor dem Ferkelkauf zurück, fo daft bte schon lange gepredigte Einschränkung der Schweinezucht setzt von selbst eintritt. Trotz der großen Trockenheit in den letzten Monaten ist doch in diesem Jahre eine aufterordenllich reiche Bohnen- und Gurkenernte zu verzeichnen, namentlich da, wo sleiftig gegosten wurde, so daft bie Hausfrauen alle Hände voll mit dem ffbernten und Verarbeiten de» reichen Segens zu tun haben. Unter diesen Um­ständen machen die Gurkenhändler, die noch in ber vorigen Woche laut rufend durch die Dorfftraßen zogen, schlechte Geschäfte unb lasten sich kaum mehr sehen.

Ä reift Biedenkopf.

XXJom D ü n A b e r g, 23. Aug. Die Brom- beerernte hat überall imoberenBieber- t a l unb tn ben großen Waldungen am Dünsberg begonnen Leider find aber die in hiesiger Gegend fast allerort« häufig vorkornmcn- ben Stauben infolge der geringen Niederschläge nicht fo vollkommen mit saftigen Beeren behän­gen. wie in anderen Icchren. Diher cst das Gin- ! am mein der meist kleinen Früchte höchst müh- fam.

O Oberweisbach, 23. Aug. Heute wurde Herr Jakob Bastian oon hier zu tirabe gebracht, der auf eine tragische Art unb Weife ums Leben gekommen ist. Herr Bastian, ber schwer kriegsb,. schädigt war, ging am Dienstagvormittag nach sei- zun Angehörigen aufs tzeld. Al» er dort nicht an- kam unb auch nicht piruckkehrte, stellte man Nach sorschungen nach seinem Verbleib an. Man fand ihn in einem unmittelbar bei dem Dorfe neu an­gelegten Fischteiche liegend Der Tod, besten Ur­sache nicht feftgertellt werden konnte, war bereits eingetreten.

Maingau

WS2. Hab Homburg, 23. Aug. 3n der Räh« be« welbegangenen Grer^wege« tm Re- tr.er der Oderförstevei Dad Homburg stellte in ben späten Abendstunden ein Förster ber För­sterei Fe.Aberg «inen Wi Iberer durch Anruf. 21« er sich dem Wilderer nähern wollte, fiel plötzlich ein Schuft au« dem Hintechalt, ber ant<bc;ncnb von einem Komplizen de« Wilderer« abgegeben worden war. De Kugel ging fehl, worauf bet Beamte dem Schützen mehrere Schüsie nachsanbi«. 3m Schutze be» Dckicht» und der Dunkelheit gelang es beiden Dclderern. zu ent­körn m« n. Ob ber eine von ihnen durch bie Lchüsie be« Beamten verletzt wurde, konnte nicht sestgesteilt werden. 3n ber Dasth-Anstalt be# ?.a>r-W:IheIm-Bade« geriet ernt Arbeitenn nut hrer einen Hand in eine Bügelmaschine. b:e Hand wurde vollständig zerq uetscht, aufterdem erlitt bi« Verunglückte erhebliche Brandwunden.

Oie (^efreifreernfe im Necksel fttr Zeiten

Welche Mühe, wtevtel Schweift verursachte früher die Gerveibeernt«! Höven wir darüber die alten Leute, d'.k es wohl nicht mehr «elfter erlebt bahnt denen ober der Vater SelvAerledtes au« der Zugendzeit erzählte Rtcht so schnell tm« brüte lieft sich kn« Ernte zu der Zeit bewältiaen. al« mar. noch keine Maschinen, ja noch nicht einmal di« Sens« kannte, al» alle« mit tat Sichel abprgraft werden muhte. Vor.» frühen Morgen bis zum Ipäten AIvnd arbeiteten damals bte Landleute. Männer. SraL-en unb Kinder, tn gebückter Haltung int clübenben Sonnenbrand, wochenlang, denn bie Arbeit ging nur langsam vorwärts. Oft wurde da« Gel reibe Überrest, die Körner sielen am Tage aus. so daft nachts, wenn der lau bte Aedren befeuchtet batic. georL'ei'.et tzxrden muftte. Di - mondb»l'en Mächte wurden zu Hille genom­men. unb manchesmal war der weite Weg tum Feld umsonst, wenn der Mond hinter Wolken verschwac-d. Tann wurde auf freiem Felde über- nachtet und die Morgendämmerung erwartet

Einen wefent.ichen Fortschr,tt brachte Mt Sens« beim Mähen de« Getreides S e bat int Laufe ber Zeit verschiedene Stadien durchlaufen, bie sie die jetzt übliche .xonn annabm. Die früher auch bet unseren Landwirten gebrauchte Form ist teilweise iwch bet pv'.ntschen Land­arbeitern zu leben, die eine viel eitstachere Auf- fangevorrichtung an ihrer Sense angebracht Huven, als sie unter ..Reff' aujux u wird bte Senft noch von fietneren Landwirten gebraucht und sanft nur bort benutzt wo kleinere Parzellen bie Verwendung von Maschinen nicht zulasfen.

Mit der x^eit sortschveifend. bat sich heute fast jeder Lanbw rt eine Getreide mähmas^int zugelegt. Sie gewäbrlciftet bet ihrer technstchen Vollkommenheit ein schnelle«, sichere« und tau­bere« Arbeiten. Dadurch ist da« (betreibe nicht mehr so lange wie früher den Unbilden bet Witterung auSgefttzt, die Ernte ist viel efcer ei gebracht.

Ebenso ist bi« Dreschmaschin« erst «livge Jahrzehnte in Verwenbung. Früher Napperte be:i ganzen Winter über ber Flegel, au« dem Vogelsberg kamen die Drefchrr. da die Land­wirte mit ihren Angehörigen die Arbeit nicht betoälligcn konnten. Heute ist ber Dreschflegel fast ganz tx'rschwunben. in einigen Gegenden wirb nur noch ber Roggen gedroschen, well die starken und langen Halme al« StrohscUe zum Binden de« Getreide« benutzt werden. Da aber au« verschiedenen Gründen da« Sellemachen, auch eine Winterbeschäfttaung, nicht mehr lohnt, ist der Landwirt von dieser Sitte immer mehr ab­gekommen. Srntestricke sind billig, die Frucht wirb in Halme gebunben, oder aber der Se l b st- binber binbet in Kordel. Die Garben werden kleiner unb leichter was sehr viel zur Srleichtr- ning der Arbeiten beim Auf- und Abladen beiträgt.

Daft man früher so schwere Garben band, hatte seinen Grund in der Sitte, den Drescherlohn nach dem Fuder xu berechnen. Wer bann dick gebunden hatte, zählte weniger Fuder unb hatte somit auch weniger Drescherlohn zu zahlen. Seit­dem nach Zeit gedroschen wird, steht auch von dieser Seite der Bequemlichkeit nicht« mehr im Wege. So hat sich die Getreideernte tm Lause der Zeit in einer Weise entwickelt und vereinfacht, bte dem Landwirt gestattet, mit aerinaer MÜH« unb, aünfttge Witterung vorausgesetzt, tn denkbar kürzester Zeit ben 6mtelegen einzubringen unb zu verwerten. H.

Vermischtes.

Der Umzug de» Golfstrom».

Wte erinnerlich, haben verschiedene Ozean­dampfer In ber letzten Zeit bi« Feststellung machen können, daft ber Laus de« Golfstrom«, ber feinen Ursprung im Mercko-Golf hat, stark» Abweichungen zeigt. Da nun der Golf­strom für da« ganze Rordwesteurvpa unb auch für un« ganz oilqemcin aufterordenttichen ®tn- fluft auf ha« Klima hat. da bie vorwiegend westlichen und südwestlichen Winde die vom Golf­strom erwärmte Luft vom Ozean in« Land brin­gen. totrb in meteorologischen Kreisen die Ab­weichung be« Golfstrom« von feiner bisherigen Bahn auch .n Zusammenhang mit dem eigen­artigen Witterungscharakter der letzten 3aftrt gebracht, ber im krassen Gegensatz zu den frühe­ren Beobachtungen steht. S« ist jo bekannt, daft.die Verschiedenheiten im Lharakter der west­europäischen Witterung auch auf die Tem­peratur b e 6 Golfstrom«, bie fich auf Grund aller möglichen Erscheinungen mehrfach ändert. Aurütfgcfügrt werden müssen. Wenn also ber Golfstrom unsere Witterung wesentlich beein­flußt und seinen Lauf in irgendeiner Richtung verändert, wie da« jetzt anscheinend ber Fall ist. so muft auch eine Aenberung im TD It­ter u n g « 4) a r a t ter eintreten ober bereits eingetreten sein. Unb »war kann da« so weit führen, daft eine völlige Umgestaltung stattsinden kann. Welcher Art unb wie groft bte fcftgcfteHten Abweichungen find, bildet gegen­wärtig Gegenstand e ngehender wissenschaftlicher Feststellungen.

von Elefanten belagert.

Gin Farmer in dem Gwanda-Gebret von Süd- rhodesien hat^lich mit Elefanten eine schlimme Irlaftrung gemacht Man berichtete ihm. daft eine Herde Stefanien in der Rähe feiner Besetzung Qufgefpürt fei, er ging hin und sand «ewa ein Duftenb dieser rieksgen Rullelträger tm jungen Mai« lcch güt.'ich tun Er 'choft. unb einet bet CMcnten hei Seine Gefährten aber flohen bat» au»hin nicht sondern begannen eine Jagb auf ten Mörder Der Farmer llvh um fein Leben unb rettete sich fchlieftlich auf bie Spitze einet seht fteilen Kopse, ein« Hügel«, von dem aus er bte Schüsse, bie er noch im Gewehr hatte, gegen bte Elefanten abgab. so daft ein weiteret von tzhnen fiel V.e übrigen aber umgaben bie Kopse und schick! en sich ruh ? zu einer Belagerung an. Sie hielten ben unglücklichen Farmer 12 Stunden lang auf feiner gefährlichen ZufluchtMte fefk. unb cHt btt Tagesanbruch gaben ste bte Belage­rung auf Der Farmer untersuchte mm bte beider, SLefanten. die er aschossen hatte, beide schienen tot zu fein, aber als er barm später zurücSehne, fanb er zu feinem Erstaunen nur noch «ins bet Tfoete vor Sin Kraftwagensahrer berichtet«, daß er in ber Rächt drei SVanten gesehen habe, vm, betten einer augetckcheinlfch verwundet war un6 ron feinen Gefährten sorgsam gestützt wurde

Sttetd)ftunbrit der Redakticm.

12 bis 1 Uht mittag». 5 bi» 7 Uhr nachmittags« Samstag nachmittag geschloffen.