Aus der Provinzialhauptstadt.
ließen, ben 24. Qluguft 1926.
Beim Kerzenschein
Bei einer GeselligteU txrt es Bon ben Urxbirm an der Dede Hütete Helles Licht herunter. breitete sich aus über ben *Xaum brängte «tefr in bk Dinkel und blinkte auf Äriftall- und Stlbcrfle'äbert. Fröhliche Feststimmung schwang tn ben Menschen und löste die Zungen au leb- dattem Zwiegespräch, bah auch der Verlchlollen« und Wortkarg« mit fortgerillen wurde Scherzworte und Lachen flirr;en von einem -um andern, 'hib fernem war bewuhtz. dah ein gut Ix'. dieser öhmmunfl ben Hellen Glühbirnen -u verdanken war. die über ihnen strahlten
Plötzlich em Fladern unb bas Licht erloich. Jtete Finsternis büflte die Menschen de. Der halb unter brühte Schrei einer Frau llog auf. Worte der Uederraschung steten in die Dunkel- beit Durch bie verhangenen Fenster^ drän^tr sich 'tn matter *5d)immer der nächtlichen Stzvah«. Slrechhöl-er flammten auf. D»e AauSfrau t-radtfe Kerzen auf Vit der leuchtern und stellte sie auf kn7 Töche Sie Haderten noch, vom Luftzug bewegt. Baid aber standen die Flammen mtt dem blauen Herzen still und ledten ruhig an dem wechen Balg
Gan- sonderbar war baß mit einemmal. Die laute Fröhlich kett von notbm war plötzlich verstummt. D.e Worte glitten leKc von einem -um andern, suchten den Vachbar als ob sie ihn -Ürtz- !ch streifen wollten. Das krachen, das o't kreischend hrngeschwlrrl war. flina jetzt weich durch den Aaum Blicke stahlen sich von einem »um andern, und tm Begegn.-n lag es wie heimliche Freude: .Du bist da«? Bist du nicht ein anderer als vorhin T"
2uch der Inhalt der Worte war verwandelt. Hart zupackend waren fie gewesen, vorwitzig drängend, auspeitschend. Jetzt schritten sie behutsam und elastisch hcn. toic man in fremdem Hause über kostbare Teppiche geht. Sie griffen nicht an, sondern sie klopften teile an die Zur, sie drängten sich nicht vor, sondern sie harrten, bis man ihnen öffnete. Tor bin hatten sie zur Schau getragen, was sie befaßen, jetzt verbargen sie eS. und diese« Berbergen reizte -um Enthüllen. d« nxir, al« wenn man dem andern vorsichtig in die Seele tastete und fragte: „Wer bist buY“ Sonst hatte man sich nur mit der Oberfläche begnüg!, mit dem blendenden Kleid und dem I oft baren Schmuck, vielleicht auch ein wenig mit der Sprache der Züge. Jetzt suchte man die Seele, den Menschen im "Aachdar. den man sonst mit leerer Beb' abgefertigt Hütte.
Gin junge« Mädchen sagte verträumt: „Kerzenschein ist doch viel stimmungsvoller!"
Ihr Bachbar haue ein sarkastisches Dort auf den Lippen, aber er vollendete den begonnenen Satz nicht Läppisch kam chm plötzlich fein Witzwort brr
®lxn|o plötzlich, wie es erloschen war. flammte dann das Licht wieder auf. Taghell schien der Raum erleuchtet. Die Menschen blinzelten ins Licht und muhten sich erst wieder bt die Wirklich- frtt zurücksinben. 3« fiel ihnen nicht schwer, und bald herrschte wieder das bunte Stimmengewirr von früher ilnb doch klang etwas tn ihnen »«ich, al« die Kerzen erloschen, da« sie früher nicht gekannt.
In cmer ®dc fast ein alter Herr. 3r streifte vorsichtig bte Asche von der Zigarre und sagte nachdenvich: „Ob wir uns nicht tn allem ein ven.g nach dem traulichen Kerzen schein de« Leden« sehnen, je mehr uns dte pralle Lichtflut der bunten Fülle des Dasein« umgibt?"
Man sann dem Worte nicht nach, denn man besah ja das Helle Licht wieder. S.
(Hui gekaut, ist halb verdaut!
Dvn DleblMnalrof Or. Weber
Unser Körper setz! sich zusammen aus unzähligen winzig kleinen Zellen, so wie an Haus zusammengesetzt ist aus zahllosen Ziegelsteinen. Aber im ®egenfat) au diesem leblosen Material daben die Körperzelten alle ein eigene« Leben, sie müssen sich vermehren, um dem wachsenden Körper Ohifbaumatetial zu liefern unb um die abgestorbenen Zellen zu ersetzen, sie müflen bau- ernb QTtbeit leisten, um den getarnten Körper gesund und leistungsfähig -u erhalten, denn die Arbeit des Körpers setzt sich ja tulammen au« ber Arbeit aller seiner Zellen. Alles dies kön- iten sie nur, wenn sie gut genährt werden.
Wie bringen wir bie Speisen, dte vir bei unfern Mahlzeiten verzehren, hin zu all diesen, im ganzen Körper verteilten Zellen? — Da« ist nur denkbar, wenn wir unfl vorsteilen, dast unsere Bohl ui gsm .Uel .n einen vollständig flüssigen
Zustand übe: geführt werden, dast sie sich so ben Blute brnnllchen unb durch das weitvemweigte Betz all der flemen und lleinsten Aeberchen ge- 'chwevnnt werden, bis <ie auch in den entferntesten Körperteilen mit den Zellen in Berührung treten. Um d.e festen Speisen zu t>erfiü*Tigen, mivten sie aber erst zu einem feinen Brei -er- mahnen toerben. Des geschieht im Munde durch di« Zähne. Srtt barm können sle durch die Der- dauungstäsi'«. den Speichel, den Magensaft, bie Dalle und den Satt der ^anchspeichelbrüte. >o- wie den Dünndarmtaft so verflüssigt unb verändert werden, dah fie durch bie Wand des Dünndarms aufgdaugt unb tn besonderen Desästen gesammelt in die Blutbahn geleitet werden können.
Da« Kauen -st somit der wichtigste vorbereitende Vorgang, der. im Munde emmal DrdäumL durch die anderen Berdauungtgänge nicht mehr c^chgeholL werden kann Schlecht getaute Speisen in ben Magen gebracht werden vielen zu einet Arbeit reizen, der er auf bi- Dauer nicht gewachsen ist. er wird übe ran t rangt und front Daher kommt es. daft die meisten Mensthen, d-e vorzeitig ihre Zähne verlieren, magenleidend sind, und es fön nm schwerste Magenfrankheiten daran« entstehen. 8.n franfer Magen farm dann überhaupt nicht mehr richtig verdauen Au« schlecht gekaute. Speisen formen auch später die Verdauungstätte nicht a.Ie die Stoffe hevaus- zichen, die für bie Ernährung notwenbig sind, ber Vährtaft. den bic Zellen bekommen, ist zu schwach, bie Zellen werden nicht genügend ernährt, sie arbeiten unvollkommen, und Unterernährung. Schwäche und sihl estsich allerlei Krankheit des gesamten Körpers sind die Folge.
Um gut kauen zu können, brauchen wir gute und gesunde und vor allem vollzähtige Zähne. Din franfer Zahn steckt gar au loubt ixe benachbarten unb gcnenübetftebenSen Zähne an. ein f«hlen!fr?r Zahn ist oft bie Ursache, dah der gegenüberstehende Zahn nfclge bauernden Vich-tz- gevrauch« — er hat ja i» nen Gegner. mit dem zusammen er mahlen fann — schwach unb frank wird unb schließlich auch ai.«fällt. Auch bic Milchzähne unlerer Kinder müssen gesund bleiben und möglichst lange erhalten werden. Sin franfer Milchiahn kann den darunter steckenden Keim des bleibenden Zahnes an stecken rn zu srüh verlorener M lchzahn läht den bleibenden Zahn vorzeitig durchbrochen, noch ehe er kräftig genug entwickelt ist
Darum: Pflege deine Zähne, dah sie nicht frank werden, last deine Zähne gesund machen, sobald sich erste KrankheitzSzeichen emftcllen, dulde nicht den leisesten Zahnschmerz, last keinen Zahn ausreisten, der noch irgend erhalten werden fann und du wirst einen grohen Schritt getan haben zu deiner allgemeinen Gesundheit, Kraft und Lebensfreude?
Tkeue evangelische Kir-chengemein-en in Gießen.
Bei der Volkszählung im Jahre 1925 stellte sich heraus, dast in unserer evangelischen ®efamt» firchenaemeinde bie Lukasgemeinde rund 9600, Die Iohannesgemeind« rund 7600 Gemeindegfioder umfastte. Wem, man von diesen Zahlen auch die nichtortsansässigen Insassen der Kliniken, sowie der übrigen Heilanstalten abzieht, fo sind dir beiden genannten Gemeinden immer noch für einen Geistlichen zu grvst. Man nimmt an, dah eine Vor malgemein do nicht über 5000 Seelen umfassen soll. Vach langen, eingehenden Verhandlungen sind beide Gemeinden nun geteilt worden. Dir Lukasgemeinde wurde fo geteilt, dast die Friedrichstrohe bie Grenze zwischen den beiden neuen Gemeinden bildet, so dah bic Friedrich strafte noch zur alten Lukasgemeinde gehört. Alle südlich der Friedrich- strahe liegenden Straften, mit Ginschluft de« Bergwerk« Unterbot, sollen zur neuen Südgemeinde gehören. In der Iohanne-gcmeinde sollen Mosikcstrahe, Gutenbrr^strahe und Am Vah- rm'gsberg d.e Grenze bilden, so dah diese Strasten zu der neugebtlbcten Ostgemeinde gehören, während der übrigt Teil als Ioharrnes- gemeinde weiterbesteht. Die neu en tft an bene Süd- gemembe soll der. Vamen Pctrusgemeinde rühren. Man knüpft hierbei an eine geschichtliche Trobriion an. Bekanntlich lag bi« öltest« Giehe- ner Kirche auf dem Selter»berg, sie wurde mit den neben ihr stehenden Gebäuden von Philipp dem Großmütigen niedergelegt, al« er die Stadt ©.eben neu befestigt hatte, um etwaigen Belagerern auf dem SeuerSberg keinen Stützpunkt zu lassen. Diefe Kirche war dem heiligen Petrus geweiht, Darum soll die neue Gemeind«, Sie sich über den Selter«berg erstreckt, den Vamen Petrusgcmeinbe führen. Die Ostgemcinbe »oll Luthergemeinde genannt werden Diese
BekchküM sind von allen tn Frage Io mm enden kirchlichen Körperschaften der Stadt Gicsten einstimmig grtastt worden. Bei den demnach', statt- finbenben kirchlichen Veuwahlen werden allo sech« «vangelischeKlrch«ngemeln- b t n neue Derne n^Vertretungen unb neue Kirchcn- vorstände zu bckden haben. Die Teilung der diesjährigen Konfirmanden hat schon auf Grund der neuen OcinembcctnteBung startgefunden. Für die Luthergemeinbe wirb Gottesdienst m der Kapelle des Alten Friedhof«, für die Petr u «- gemeinde m der Glckabrth-Kiernkindertchule veranstaltet Da Dieter Aaum bei weitem nicht ausreicht, ist die örbauuna eines Ge- metnhcl aale« im Bereiche der Pelrus- gemeinde ins Auge gefastt.
Sin großes Wohnungsbauprojett.
De Qrfcnntnh«. dah «ine gr vH zügig durchgeführte Wohnung«rrfvrm f,ch Airm Wohle der gesamten Bevölkerung auswirkt. und der Wunsch btt der Bekämpfung der Wobnunasnot mitzuhelfen. siihrten Sie deutschen Angestellten-Dewerk- schotten aller Vrchtungen im Jahre 1918 zu gt- mein'amem Vorgehen auf dem Gebiete der Wob- nungvfürfvrge zusammen Vachbem eine zweck- entsprechende Grundlage gefunden war. wurde 1918 von 27 Angesteliten-Derbänden die Gag- fah iDemeinnützig Aktiengesellschaft für Ange- ftellten-Heimstättci, > ins Leben gerufen.
De VeichSverstch«rung«anste ft für Angestellte stellte tm Hinblick auf Die welttragende Bedeutung biete# Gedankens brr Gesellschaft einen nermenAoeTten Betrag als Organifationflfonb« zur CBerfügung. Vachon nun durch bie Gagfah ui vielen Städten Deutschlands ötgenhetne errichtet sind, ist es der Gag-ah unter Führung des Deichäftsführers de« 5>cut dmationalcn Hand- lungsgehtllenverbande« Giehen nach jahrelangen Bemühungen unb Verhandlungen auch in Diehen gelungen, den Vau von Ditz en Hel men oonuber eiten. Der Ankauf von Baugelände Am Wingert (zwischen Marburger Strotz« und Wiefecker W»g> ist gesichert. Zur Scrtiflftdluna im Frühjahr 1929 sind 23 Sigen- tteime vorgesehen. Ds handelt rfch dieibei imi Ginzelheüne von 4 bis 7 Ziimnern, Sie in Blöcken von 2 bis 3 Häusern zufainmeng baut werben. Mit ben Arbeiten sott bereits im Oktober d. 3. begtnuL.n werbe i Zur Fertigstellung iin Früb- jahr 1930 (Baubeginn Oitober 1929) sind weitere 26 Eigenheime vorgesehen. Darüber hinaus werden auf diesem Dclände noch einige Häuser durch Private entstehen.
Taten für Lamskag. 25. August.
Sonnenaufgang 5.01 Uhr, Sonnenuntergang 19.02 Uhr. — Mondaufgang 15.57 Uhr, Monduntergang 23.19 Uhr.
1744 der Dichter Johann Gottfried Herder in Mohrungen geboren; — 1758. Sieg Friedrich-; bedrohen über die Russen btl Zorndorf; — 1845: König Ludwig II. von Boyern in Nymphenburg geboren.
Bornotizen.
— Oeffentlicher Vortrag. Syndikus Dr. Wagner au»^ Frankfurt o. M. spricht am Samstag, 25. d. M, im Saalbau Sauer über „Erstellung von Häusern mit zinslosem Geld". (Dgl. die heutige An- Zeige-
- Shvung für Schulrat Hassinaer durch ben Hessischen Sängerbunb. Der Hessische Sängerbund, dem freute 768 Vereine mit über 33 000 aktiven Mitgliedern angefrören, fral bet seinem vorjährigen Sängerbundeslag Schulrat Heinrich H a s s l n g c t, Darmstadt, zum Ehrenmitglied unb 6frrenporftanD«mltg[teb ernannt. Der Hessische Sängerbund dankt ihm nicht nur für die herzlichen Beziehungen die er während feiner Volksbildungstätigkeit bisher immer zu den hesiischen Sängern unterhalten frat. er ehrt vor allem auch die entscheidende Mitwirkung Hasfinger« bei ber Gründung und Organisation bc2 Hessischen Sängerbundes. Die Urkunden ferner Ernennungen sind nunmehr fertig- gestellt und wurden gestern nachmittag Schulrat Hasfinger auf feinen ausdrücklichen Wunsch ohne jede besondere Feierlichkeit durch den Bundesvorstand überreicht. Die beiden Dokumente frohen eine überaus geschmackvolle künstlerische Ausstattung erfahren. Sie liegen in einer blau grünen Ledermappe, die auf der Titelseite die initialen Haflingers und de« Sängerbünde« in einer Vota zu einem symbolischen golbgedruckten Zeichen vereinigt
"Freche L r e n n st o s sd i « b stä h l e fann man fast täglich am Güterdahnhos und in ber Nahe von btiien Adfuhrstrahen beobachten. Die dort ab- fahrenden Fuhrwerke werden oft von drei bi» vier und mehr Personen eine Strecke Weges oerfolgl.
beraubt unb her Koud in mitgeführt» Säcke rar» flaut Manche Fuhrleute sitzen wie taub auf den beladenen Wagen und frören und sehen nicht axx hinter ihrem Rücken vorgefri. Die Gessvinne werden bestiegen, unb einer wirft ob, wahrend bie anderen nnfreimifn. TI inrt)mal werden sogar schulpsiichlltz« langer derartig beraubter Wagen bie ßeibtrogenben, unb e» läge in, Interesse der Allaerneinfreit, wenn hier die Polt-ei eingreiien unb diese Übeln Zustänh« gründlich und dauernd beteiligen würde
" Heue Dtsenbahnwagen 4 Klaf |e. Die AtichSbatei bat jetzt W^gen 4 Kl alle herausgebracht die wesentlich besser sind als aüg teilber fonfirutertni. Tt^c Mastnahme dürfte im Zusammenhang stehen mit der geplanten Ber- fchmcsiung der 3. und 4. Wagenllafse -u einer Sinheilollasie. Tic Wagen sind Im Innern mit 65 Sitzplätzen auSgestatztet, bic «ich auf urei Halbwagen verteilen Cinc wesentliche Veuerang in dte elektrische Beleuchtung De 5*cfr!chrtüttn an den Stirnwänden unb die Fenster sind tut Itermcibung von Zoglutt aus Berfchlutz
frin gearbeitet
Obst - und Dart«nbauv«r«in Diesten. In der jüngsten Vorst an dssitzung nnirbe mit Vücksicht auf btt bictiäfrrigc Misterntt des Obftc«, wie auch wegen der Trockenheit des Sommers, die der Gntwicklung aller Gartengewächse nachteilig gewesen Ist, der BcschfiÄst gefaht. die für diesen Herbst geplante »arten- Dauauiftcllung auf da« nächste Jahr ju verlegen. Als auswärtige Vebner für bie Vorträga de« nächsten Winters s nb LanbesvbstbanmshtktaE Pfelfser (Darmstadt) Palmcngartciidirtktzvs Kraust (Frankfurt a.M.> und Obftbauober- lefrrcr Junge (Geisenheim) «mgelaben
" Die aindeitskurzschrlst Für alls Kreite ber Wirnchast, für daS ganze öffentlich^ Leben ist die Sinheltlchkeit der Kurzschrift von grobem Vorteil. Sie ist von Nutzen für die Arbeitgeber. die von vornherein willen, hast der Ars- zustellende nach feinem stenographischen System tn daS getarnte Bureau paht. sobald nach einet gewissen Zelt des Ucbcrgang« nur noch e i n System geübt wird: sie ist von Vorteil für die Angestellten, bie nicht mehr an gewllte Länder« grenzen für Die Verwendung ihres System« gr- bunben sind, sondern die von Konstanz bi« Hamburg. von Mannheim bl« an die Ost grenze überall dasselbe System verwenden können: sie ist vorteilhaft für dte CM fern jedeS Kindes, das einer staatlichen, städtifchen Verwaltungs- oder der Kaufmann«Laufbahn zugeführt werden foll, weil sie willen, welches System zu erlernen nU Am 3. September beginnen die neuen Ansänger- und Zortbildungslehrgänge. Man beachte die heutige Anzeige de« Äuntebriffoetan« von 1861 und Ses DamenvereinS „GabelSberger".
” Strastenauffüllung tn der Schwarzlach. Die bei den stäblifchen Bau- arbetten in der Schiller- und Otekverbrtchusi weg- fallenbeii Grbmaffcn werden z. Z. al« Auf« süttmaterial für die neu anzulegend« Strahs zwischen Marburger Steaste und Gderstrast« an« gefahren Hoffentlich erfolgt nach dieser Auffüllung auch der wettere 'Ausbau dieser Strohe, damit endlich auch mit ber Bautätigkeit in diesem Stadtviertel begonnen werden kann.
" Am Sonntagnachmittag gesperrt! Degen der 8. Hcrost-Vudcrregatta des Lahnregattaverbandes ist die BvotshauSstrah« zwischen dem BvotSfrou« der Di ebener Ruder« Scsellschaft und ber Dihmarer Strafte (Bahn- berfüfrrung) am Sotmtag. 26. August, von 14 bis 19 älhr für ben DurchgangSverikehr polizeilich gesperrt.
Kirchliche Tlachrichlen.
Ifraelisische llellglon»tzefellfchasi. Sabbatfeier den 25. uuguft Freitag abend 7 Uhr; Sarn»tag oormlb tag 8 ; nachmittag» 4.30; Sabdatzausgang 8.15 — Wochengotte»dienst morgen» 6.15; abend» 6.30 Uhr.
Ifroelisische Kcllglonegemfinbe. (Sotte»dienft in der Synagoge (Südonlage). Sam»tag, 25. Atigust. Vorabend 7.15 Uhr; morgen» 8.30; abend» 7.35 unb 8.15 Uhr.
Verantwortlich für Politik: I. D.. Ernst Blumschein.
Du SelimtiiBlltialler
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CIGARETTE
SA1EM AUSLESE
ft» Mtathtad fe »nee SpciiiffeechlhrtTttttÄkk.
SINDBAD
DER
SALEM - RAUCHER
ers&hlt weiter»
.Agschaminis chiir olsun efFendi", begrüßte mich eines Abendsein befreundeter Schiflskipitin, ,hit Sindbid, der Silem-Riucher, nicht Lust, wieder auszuziehen, um neue Tabake ftir seine berühmte Cigirettenmischung zu finden?" Damit zeigte er mir sein großes neues Schiff. Da es mir gefiel, machte ich mit dem Kapitln einen Kaufvertrag und belud dis Schiff mit den Tabakprodukten unseres Landes, um an fremden Küsten Tauschhandel zu treiben. Bild stach ich fröhlich in See und hoffte, •diesmal nach kurzer glücklicher Fahrt mit neuen Tabaksorten heimzukehren.
Bevor ich Euch von dem schrecklichen Schicksal, dis mich erwartete, weiter- errlhle, laßt uns die Brecherin aller Sorgen, die Verbeißerin alles Glücks und die treu es re Freundin eines langen Lebens genießen, die süßduftende


