Ausgabe 
23.10.1928
 
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Großer Betrugsprozeß in Gießen.

Gießen, 22. Okt. Heute vormittag begann vor dem Erweiterten Schöffengericht zu Gießen die Ver- Handlung gegen den ehemaligen Studienrat, jetzi­gen Kaufmann H. und den Kaufmann R., denen nach dem Eröffnungsbeschluß in gemeinschaftlicher Begangenheit zahlreiche Betrügereien es stehen nicht weniger als 24 Betrugsfälle unter An­klage und eine Reihe von Konkursver­gehen zur Last gelegt werden. Außerdem ist noch der Kaufmann He. angeklagt, der sich in einem Be­trugsfall der Beihilfe schuldig gemacht haben soll. Die Verhandlung wird voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen, da fast 60 Zeugen ge­laden und noch zwei Sachverständige zu hören sind. Die meisten Zeugen werden daher gleich wieder für heute entlassen.

Den Hauptteil des Tages nahm die Verneh­mung der drei Angeklagten in Anspruch, die über ihre persönlichen Verhältnisse und dann in eingehender Weise über ihre geschäftlichen Beziehun­gen zu den seiner Zeit mit ihnen in Verbindung gestandenen Banken Auskunft gaben. Nachdem der Angeklagte H. infolge Abbaus im Jahre 1924 in den Ruhestand getreten war, begann er im Herbst desselben Jahres, um seine Einkünfte wieder zu er­höhen, ein Darlehens, und Hypotheken- vermittlungsgefckäft. Im April 1925 Ber­einigte er sich mit dem Angeklagten R., der infolge finanzieller Schwierigkeiten seine chemischen Stu­dien nicht beenden konnte. Mit R. gründete H. un­ter gemeinschaftlicher Firma eine offene Handels­gesellschaft. Wegen einer Reihe Unstimmigkeiten schied dann R. wieder im November aus der Ge­sellschaft aus. Obwohl beide Angeklagten keine buch- technischen Kenntnisse hatten, führten sie anfangs

selbst die Bücher, die aber infolge Unvollkommen- heit nicht die geringste Uebersichl ihres Vermögens­standes gewährten, so daß sie sich schließlich ge­nötigt sahen, in der Person des Angeklagten He. einen Buchhalter anzunehmen. Dieser war auch zu einer ordnungsmäßigen Buchführung nicht in der Lage, da ihm seitens der Geschäftsinhaber keine aus­reichenden Unterlagen zur Verfügung gestellt wur­den. Zum Zwecke der Geldbeschaffung traten die Angeklagten mit einer Reihe Bankinstitute in Ver­bindung. Zunächst mit der Volksbank in Philipp st ein, die den Angeklagten die von ihnen eingereichten Wechsel diskontierte. Als die Volksbank im Mai 1925 hierzu nicht mehr in der Lage war, traten die Angeklagten mit dem Bank­haus Rasch & Co., Frankfurt a. M. in Ge­schäftsverbindung, und zwar auf der Grundlage des Akzeptaustausches. Diese Beziehungen wurden einige Monate später schon wieder abgebrochen, da sie nach den Angaben des Angeklagten H., die ihnen von Rasch & Co. gegebenen Akzepte nicht bei ihren Kun­den anbringen konnten. Nun fanden sie um diese Zeit in der Sparkasse Rodheim a. d. B. eine andere Geschäftsverbindung. Hierdurch wurde ihnen auf Grund eingereichter hypothekarischer Sicher­heiten ein Wechseldiskontkredit eingeräumt. Aber auch hier traten schon nach einiger Zeit Schwierig­keiten ein. Alle diese Umstände, insbesondere den Zusammenbruch der Banken, will H. allein verant­wortlich dafür machen, daß sie ihren Versprechungen nicht nachkommen konnten, wodurch ihren Kunden erheblicher Schaden entstand.

Anschließend an die Vernehmung der Angeklag- ten wurde nachmittags mit der Vernehmung der Zeugen begonnen.

Aus der yrovinzialbaupistadi.

Gießen, den 23. Oktober 1928.

Die Aufsichtspflicht des Lehrers bei vorauszusehender Gefahr.

Mit der vielumstrittenen Frage der Aufsichts­pflicht des Lehrers hatte sich kürzlich das Reichs­gericht zu befassen. Der Lehrer M. aus Eltville hatte anläßlich eines Schulausfluges seiner Klasse erlaubt, in einem neueingerichteten, von der Be­hörde aber noch nicht zum Betriebe freigegebenen Strandbad zu baden. Gegen diese Erlaubnis sind Einwendungen des anwesenden Bademeisters nicht erfolgt, ja er hat sogar ausdrücklich sein Einverständnis damit erklärt und hat den Lehrer nur auf gewisse gefährliche Stellen im Wasser aufmerksam gemacht. Der Lehrer hat diese Stellen den Schülern ausdrücklich als gefährlich bezeich­net und hat ihnen verboten, sich dorthin zu wagen. 3m Eifer eines Wasserballspiels ist ein Schüler aber doch über die erlaubte Grenze gegangen und ist ertrunken. Der Lehrer M. wurde deshalb wegen fahrlässiger Tötung unter Anklage gestellt, von der Strafkammer beim Landgericht Wiesbaden am 24. April 1928 aber sreigesprochen. Gegen diesen Freispruch legte der Anllagevertreter Revision e:n, die zu dem Er­gebnis führte, daß das Wiesbadener Urteil durch das Reichsgericht aufgehoben wurde. Aus den Entscheidungsgründen des Reichsgerichts ist fol­gendes von Sntereffe:

Der Lehrer hat in einer Badeanstalt baden lassen, die noch nicht eröffnet war. Der Grenz- balken für die gefährliche Zone war noch nicht gesetzt. Richt die zuständige Behörde, sondern nur der Bademeister hatte die Benützung frei- gegeben. Der Lehrer M. durfte nicht, wie er es getan hat, sich darauf verlassen, daß seine Klasse gut diszipliniert sei und daß die Schüler seine Anordnungen befolgen würden. Diese An­ordnungen gingen dahin, daß die Badenden nicht über ein bestimmtes Grasbüschel hinaus­gehen dürfen. Der Lehrer mußte wissen, daß die Kinder im Spieleifer solche Anweisungen gerne übertreten. M. hätte sich selbst in die Lage versehen müssen, die vorherzusehende lieber tre» hing seiner Anordnungen jederzeit korrigieren und so ein drohendes Unglück verhüten zu können: er hätte sich in den vorhandenen Rettungskahn begeben und an die bezeichnete Grenzstelle fahren müssen, ehe das Baden seinen Anfang nahm; er hat den Rachen aber erst betreten, als die Gefahr akut geworden, das heißt, als es zu spät war. Es sollen zwar die Derufsfreude und das Berantwortungsbewußtsein des Lehrers nicht durch Ueberspannung der Forderungen an die Aufsichtspflicht gelähmt werden, aber im vor­liegenden Falle hat der Lehrer eben nicht alles getan, was von ihm verlangt werden mutz.

Louis Frech 70 Zähre alt.

Am morgigen 24. Oktober feiert unser Mitbür­ger, Prokurist Louis Frech, seinen 7 0. Ge­burtstag. Er entstammt einer alteingesesse­nen, schon im 16. Jahrhundert hier nachweis­baren Gießener Familie: unter anderen, die den Ramen Frech tragen, erscheint im Jahre 1583 der Bürger Dönges (Antonius) Frech, der der direkte Vorfahre des nun Siebzigjährigen ist. Louis Frech besuchte die Gießener Realschule und widmete sich dann dem kaufmännischen Be­rufe, in dem er noch heute als Prokurist der Firma Heyligenftaedt & Co. QL G. in voller Rüstigkeit tätig ist. Qi eben seiner Berufsarbeit hat er sich auch künstlerisch und literarisch be­tätigt. Er ist ein Maler von grohem Talent: was er auf diesem Gebiete leistet, das bietet er, ohne irgendwelche Anleitung und Unterricht in der Mallunst gehabt zu haben. Der Stadtkirche hat er vor mehreren Jahren eine Kopie der al­ten, 1810 niedergelegten Stadtkirche, und der Iohanneskirche ein farbenprächtiges Bild der Wartburg geschenkt. 2(15 feinsinniger und ge­mütvoller Schilderer früherer Gießener Zu­stande ist Louis Frech gleichfalls befannt. 3n dem von 1912 bis 1922 hier erschienenen Ge­meindeblattSonntagsgruh" hat er viele Er­innerungen aus seiner Kindheit veröffentlicht und bis in das einzelne genau, aber auch humor­voll, das alte Gießen, wie es ihm in feiner Kindheit und Jugendzeit entgegengetreten ist, wieder erstehen lassen.

Auskunst Sonntags geöffnet!

Die Kritik, die wir in unserer Rümmer 242 vom 13. Oktober an der sonntäglichen Schließung der amtlichen Auskunfts stelle am hiesigen Bahnhof übten und die durch Vorstellungen des Gießener Verkehrs-Vereines bei der Reichsbahn noch unterstrichen wurde, hat gute Früchte getragen. Wie wir von zuverlässiger Seite hören, ist die bahnamtliche Auskunft jetzt auch Sonntags für den Publikums­verkehr geöffnet. 3n der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr kann man dort Auskünfte erhalten.

Gic;;ener Wochcumarttpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochen markt: Butter 190 bis 200 Pfennig, Käse (10 Stück) 60

bis 140, Matte 30 bis 35. Wirsing 10 bis 20 (pro Zentner 12 ML), We.hk.aut 8 bis 15 (6 ML), Rotkraut 12 bis 20 (10 bis 15 ML), gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinal 30 bis 40, Römischkohl 10, Unterkohlrabi 8 bis 12, Grün­kohl 20 bis 25, Rosenkohl 50 bis 60, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 30 bis 40, Zwiebeln 12 bis 18, Meerrettich 50 bis 150, Kartoffeln (Zent­ner) 4,50 bis 4,70 ML, Aepfel (Zentner) 20 bis 32 ML, Dirnen (Zentner) 10 bis 18 ML. Zwetschen 15 bis 18, Hagebutten 15, Rüsse 60 bis 100, junge Hähne 100 bis 110, Suppenhühner 100 bis 120 das Pfund: Eier 16 bis 17, Blumen­kohl 50 bis 150, Salat 15 bis 20, Endivien 10 bis 30, Oberkohlrabi 5 bis 15, Lauch 10 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 20 bis 50 Pfennig das Stück.

Daten für Mittwoch, 24. Oktober 1828.

Sonnenaufgang 6.39 Uhr, Sonnenuntergang 16.49 Uhr. Mondaufgang 15.37 Uhr, Monduntergang 12.09 Uhr.

1796: der Dichter August Graf von Platen-Haller- mund in Ansbach geboren; 1892: der Liederkom- ponist Robert Franz in Halle gestorben.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Stadttheater:3ngeborg". Anfang 20, Ende gegen 22 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Sein letzter Befehl". Astoria-Lichtspiele, Selters- Weg: Achtung I Eprengstoftl"

Stadttheater Gießen. Die heute ftatt- findende VorstellungJngeborg" beginnt um 20 Uhr und endet um 22 Uhr. Die erste Wieder­holung von ShakespearesRichard III." findet am Mittwoch den 24. d. M. statt. In Vorbereitung ist Rudolf Presbers LustspielBallerina des Königs".

V. D. QI. Kommenden Donnerstag Orts­gruppenabend mit Lichtbilder-Dorlrag von ©tu» Dienrat Dr. König überDaS Deutschtum in der Slowakei". Siehe heutige Anzeige.

Deutschnationaler Handlungs­gehilfenverband. Wie aus dem heutigen An­zeigenteil ersichtlich, veranstaltet die Ortsgruppe Gießen am Donnerstag, 25. Oktober, 8.15 Uhr, im Saale des Katholischen Vereinshauses einen Vor­tragsabend des Himalaya-Forschers Dr. Bo e ck. Als Forschungsreisender hat Dr. Bock mehrere Jahr­zehnte seines Lebens den dankbaren wissenschaftlichen Problemen gewidmet. Es ist, wie man uns schreibt, ein Genuß, zuzuhören, mit welcher Frische der Sieb­zigjährige von seinen Fahrten, die mit prächtigen Bildern umrahmt sind, erzählt. Näheres in der An­zeige.

** Erstreckung des Gewerbesteuer­gesetzes 1928 auf 1 9 29. Das hessische Ge­samtministerium hat durch Verordnung vom 19. Ok­tober 1928 das Gewerbesteuergesetz 1928 auch auf das Rechnungsjahr 1929 erstreckt. Diese Verlänge­rung um ein Jahr war bekanntlich schon in dem Artikel 10 des Gewerbesteuergesetzes für 1928 vom 10. Mai 1928 vorgesehen.

Straßensperrung. Dom Oberhessi­schen Automobil-Club e. D. (QI. v. D.), Gießen, wird uns folgende Straßensperrung mitgeteilt: DornassenheimOffenheimer Kreuz im Zuge der Straße ReichelsheimAssenheim für alle Fahr­zeuge vom 22. Oktober bis auf weiteres, Um­leitung über WeckesheimDorheimFauerbach.

** Bauvorhaben der Hessischen g e meinnützigen Aktiengesellschaft für Kleinwohnungen. Zwischen der StraßeAm Kugelberg" und der Friedensstraße, entlang der Licher Straße, ist vor einigen Tagen mit der Aus­führung von drei großen Baublöcken begonnen worden. Die beiden äußeren Blöcke kommen mit der Giebelfront, der mittlere (etwas zurück gerichtet) mit der Längsseite an die Straßenfront zu stehey. Diese Baugruppe bildet den Abschluß der Siedlungen am Kugelberg und der Friedensstraße gegen die Licher Straße. Jede der drei Baugruppen soll mit zwölf Drei-Zimmer-Wohnungen eingerichtet werden, so daß dort insgesamt 36 Wohnungen erstehen. Die Ge­bäude sollen in Beton oder Betonsteinmauerwerk hergestellt, mit Schiefer eingedeckt und später ver­putzt werden. Bauherr dieses Bauvorhabens ist die Hessische gemeinnützige Aktiengesellschaft für kleine Wohnungen, während die Bauleitung dem hiesigen Architekten Hamann übertragen ist. An der Bau­ausführung sind die hiesigen Firmen G. Becker, R. Pfaff, H. Weimer und C. Wehrum be­teiligt. Die Bauten sollen noch in diesem Herbst im Rohbau fertiggestellt werden.

** Eine Viehhändler-Versammlung wurde, wie man uns berichtet, gestern nachmittag mit Beschleunigung auf den gestrigen Abend in den Saal des Gewerkschaftshauses einberufen. Den Anlaß dazu soll nach diesen Informationen ein Zusammenstoß zwischen Polizeibeamten und Vieh­händlern am gestrigen Nachmittag am Güterbahn­hof gegeben haben. In der Versammlung, die von etwa 400 Viehhändlern besucht war, sollte als Zei­chen des Protestes gegen die Polizei ein dreimona­tiger Boykott des Gießener Diehmarktes beschlossen werden, icdoch gelang es den beruhigenden Einwir­kungen von Vertretern des Verkehrs-Vereins und einiger anderer Herren, die Versammlung von die­sem Beschlüsse abzuhalten und für eine gütliche Bei­legung des Zwischenfalles zu gewinnen.

* Ein schwerer Autounfall, dem ein Menschenleben zum Opfer fiel, ereignete sich gestern nachmittag gegen 1 Uhr in unserer Stadt. Ein mit drei Personen besetzter Personenkraft­wagen, der von einer Dame gesteuert wurde, fuhr in der Marburger Straße gegen einen Baum. Dabei wurde der Chauffeur, der allein hinten im Wagen satz, herausgeschleudert, gegen eine Gar­tenmauer geworfen und sehr schwer verletzL Die beiden anderen Insassen trugen leichtere Ver­letzungen davon. Die Frciw. Sanitätskolonne vom Roten Kreuz leistete die erste Hilfe und brachte den Chauffeur in die Chirurgische Klinik, wo er gegen 5 Ahr verstarb. Es handelt sich bei dem auf so tragische Weise Verunglückten um den 27 Jahre alten Robert Eifler aus Frank­furt a. M. Der Unfall soll durch einen Reifen- defekt herbeigeführt worden sein.

** Gängertagung in Gießen. Der Hes­sische Sängerbund, der unter dem Vorsitz des Mini­sterialrats Dr. S i e g e r t (Darmstadt) steht, hält seinen diesjährigen Bundes-Sängertag am nächsten Sonntag, 28. Oktober, in Gießen ab. Mit den Ver­tretern der Bundesvereine aus allen Teilen des Hessenlandes werden auch Delegierte der Gesangver­eine in den angrenzenden preußischen und baye­rischen Landesteilen hierherkommen.

** Die Dolkshochschu le veranstaltet zur Eröffnung des Wintersemesters in Verbindung mit der Tagung des Verbandes Rhein-Maini-

scher Volkshochschulen am SamStag, 27. Oktober, «inen öffentlichen Qlbend, an dem der bekannt« Kulturpolitiker Dr. Carl Gebhardt überDas Problem der Masse in der Volksbildung" sprechen wird. Am Sonntag, 28. Oktober, findet wieder ein musikalischer Doikslunstabend statt, In dessen Mittelpunkt ein durch aussühr.iche Beispiele Ulu- strierter Vertrag des Frankfurter Konzertmeisters Gustav Lenzewski über »Wesen und Bedeutung der Violine" stehen wird. Für die Ausführung des musikalischen Teils ist außer Herrn Len­zewski (Violine) noch Professor Dr. K. Schmidt, Friedberg (Klavier) gewonnen worden. (DgL die Rnzeige in der gestrigen Rümmer.)

Kursus für Bank- und Börsen- wesen. Am Donnerstagabend fand im Physik- faalc der Pestalozzischule die Eröffnung des Kursus für Bank- und Börsenwesen statt. In Verhinderung des Kammer >ienrats Schirmer und des Dankdirektors Grietzbauer begrüßte der Dertteter der Industrie- und Handelskammer Gießen in deren Ramen, sowie namens der Gie­ßener Ban'envereinigung, als den Veranstalte­rinnen des Lehrgangs, die über alles Erwarten zahlreiche Qkrfammlung. Er gab seiner lebhaften Genugtuung über die starke Beteiligung Aus­druck, die wohl der beste Beweis dafür sei, daß man mit dieser Veranstaltung einem vorhan­denen Bedürfnisse entgegen fomme. Gleichzeitig wolle sie ihm aber auch als ein Zeichen dafür erscheinen, daß sich die Gießener Kaufmannschaft mit ihren Angestellten des Ernstes und der Härte der Zeit vollauf bewußt sei, die tüchtige und ganze Menschen erfordere. Auch aus den Reihen der Kaufmannschaft müßten dem deutschen Volke immer mehr Führer erstehen: hierfür sei aber die Schaffung eines starken geistigen Rüstzeugs eine Rotwendigkeit. Der Lehrgang wolle an seinem Teile zur Erreichung dieses Zieles beitragen Helsen. An Stelle des erkrankten Dipl.-Handels­lehrers Heun hatte Dipl.-Handelslehrer Dr. Wende l den Vortrag für den ersten Qlbend übernommen. Gr behandelte nach einem kurzen geschichtlichen Rückblick in Haren und leicht ver­ständlichen Ausführungen die verschiedenen Arten und Gesellschaftsformen der Banken. Im Hinblick auf die große Zahl der Teilnehmer, welche die Hundert überschritten hat, hielt die Leitung eine Qlufteilung des Kursus in einen Lehrgang für die jüngeren und in einen Lehrgang für die älteren Teilnehmer für zweckmäßig, wobei der letztgenannte Lehrgang noch durch einige Ka­pitel erweitert werden soll, welche zwar über den Rahmen des Dank- und Börsenwesens hinaus- geben, aber Wohl in Zusammenhang mit ihm gebracht werden können.

** Wäscher-Werbe-Woche. Das deutsche Wäschereigewerbe veranstaltet vom 22. bis 27. Ok­tober eine Werbewoche. Im Rahmen dieser Veran­staltung wird eine Preisaufgabe ausgeschrieben, für deren beste Lösungen Geldpreise ausgesetzt sind. Zur Bearbeitung gestellt ist die Frage:Welche Vorteile bietet mir die Wäscherei gegenüber dem Waschen im Hause?" Die Bedingungen für dieses Preisaus­schreiben, das jedermann offensteht, sind auch in Gießen erbälllich. Näheres darüber geht aus der heutigen Anzeige der WäschereiEdelweiß" hervor.

Büdmger Gallusmarkt.

!! Büdingen, 22. Ott. Rachdem der ©al- lusmarkt am Sonntag mit mancherlei Volks­belustigungen seinen Qluftatt gefunden hatte, fand heute im Rahmen dieser Marktveranstaltung Pferdemarkt statt. Trotz des schlechten Wet­ters hatten sich viele Kaufliebhaber auf dem Markte eingefunden. Es standen rund 170 Pferde zum Verkauf. Sehr lebhaft wurden ältere und Schlachtpferde bei mittleren Preisen gehandelt. Die Preise schwankten hier zwischen 50 und 150 Mark. 3n besseren Arbeits- und Luxus­pferden war der Handel sehr schleppend. Es wurden in einzelnen Fällen bis 1100 Mark be­zahlt. Angelernte Fohlen gingen für 500 bis 600 Mark ab.

Kunst und Wissenschaft.

(Ein seltener Vucherfolg.

Dom Insel-Veriag wird uns geschrieben, daß die in der Insel-Bücherei unter dem Titel »Sternstunden der Menschheit" erschienenen fünf historischen Miniaturen von Stefan Zweig seit ihrem Erscheinen vor einem Jahre das 100. Tausend erreicht haben.

Berliner Börse.

Berlin. 23. Ott. (WTB. Funkspruch.) Der heutige Frühverkehr lag wieder vollkommen luft­los und uninteressant. Das Geschäst war sehr still. Die Tendenz war abwartend. Die Kurse taxiert man wenig verändert. '

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